Archive for the ‘Zitate’ Category

Sagte Marie-Antoinette wirklich »Dann sollen sie Kuchen essen.«?

2014/06/29

ASK HISTORY über Frankreichs beliebtes Märchen für Geschichte, Sozialkunde und Revolution.

Did Marie-Antoinette really say “Let them eat cake”?

24. Oktober 2012 — Es ist eines der berühmtesten Zitate der Geschichte. Irgendwann um 1789, als sie erfuhr, daß ihre französischen Staatsangehörigen kein Brot hätten, rümpfte Marie-Antoinette, die Gemahlin von Frankreichs König Ludwig (Louis) XVI., angeblich die Nase und sagte: »Qu’ils mangent de la brioche.«, »Lassen Sie sie Kuchen essen.« Mit dieser gefühllosen Bemerkung wurde die Königin zu einem verhaßten Symbol der dekadenten Monarchie und heizte die Revolution an, durch die sie Jahre später buchstäblich ihren Kopf verlieren sollte. Doch hat Marie-Antoinette diese ärgerlichen Worte wirklich gesagt? Laut Historikern tat sie es nicht.

Lady Antonia Fraser, Autorin einer Biographie der Königin Frankreichs, glaubt, das Zitat wäre höchst untypisch für Marie-Antoinette, eine intelligente Frau, die trotz ihres unbestreitbar verschwenderischen Lebensstils großzügig für wohltätige Zwecke spendete und gegenüber der armen französischen Bevölkerung Sensibilität zeigte.

Noch überzeugender ist die Tatsache, daß die »Lassen Sie sie Kuchen essen«-Geschichte bereits Jahre vor 1789 im Umlauf war. Sie wurde zuerst in einer etwas anderen Form über Maria-Theresia (María Teresa) erzählt, die spanische Prinzessin, die im Jahre 1660 König Ludwig XIV. heiratete. Sie soll angeblich behauptet haben, daß das französische Volk »la croûte de pâté« oder »die Kruste der Pastete« ißt.

Im Laufe des nächsten Jahrhunderts wurden weitere Mitglieder des Königshauses aus dem 18. Jahrhundert für die Bemerkung verantwortlich gemacht, darunter zwei Tanten von Louis XVI. Am bekanntesten ist der Philosoph Jean-Jacques Rousseau, der die Geschichte in sein Werk »Les Confessions« des Jahres 1766 einarbeitete und die Worte »einer großen Prinzessin« zuschrieb, wahrscheinlich Maria-Theresia.

Wer auch immer diese unvergeßlichen Worte äußerte, es war ganz gewiß nicht Marie-Antoinette, die zu der Zeit, als Rousseau schrieb, erst 10 Jahre alt war — drei Jahre davon entfernt, den französischen Prinzen zu heiraten und acht Jahre davon, Königin zu werden.

Hier finden Sie den Originalartikel, Did Marie-Antoinette really say “Let them eat cake”?

Martin Luther King war ein stolzer Zionist

2014/01/06

Robert Spencer über Michael (Mike) King.

Martin Luther King, Jr. was a proud Zionist

21. Januar 2013 — Martin Luther King war ein Gegner des Dschihad gegen Israel. Es gibt in diesem Zusammenhang zwar einige umstrittene Zitate, doch hier sind einige der wichtigsten und authentifizierten Zitate von Martin Luther King, die Sie sich heute zu Herzen nehmen sollten:

»Ich kann nicht untätig daneben stehen, obwohl ich in den Vereinigten Staaten lebe und obwohl ich zufällig als ein amerikanischer Neger geboren bin, und nicht besorgt darüber sein, was meinen Brüdern und Schwestern angetan wird, die zufällig Juden in Sowjetrußland sind. Denn das, was ihnen angetan wird, wird mir und Ihnen angetan, und wir müssen besorgt sein.«

»Israels Recht, als Staat in Sicherheit zu existieren, ist unanfechtbar.«

»Frieden für Israel bedeutet Sicherheit, und wir müssen mit allen Kräften sein Recht zu existieren schützen, seine territoriale Integrität. Ich sehe Israel als einen der großen Außenposten der demokratischen Welt und ein wundervolles Beispiel für das, was erreicht werden kann, wie Wüstenland in eine Oase der Brüderlichkeit und der Demokratie verwandelt werden kann. Frieden für Israel bedeutet Sicherheit, und diese Sicherheit muß Realität bleiben.«

»Ich schwöre feierlich, mein Möglichstes zu tun, um den schönen Namen der Juden zu wahren — weil Bigotterie in jeglicher Form ein Affront für uns alle ist.«

»Wenn Menschen die Zionisten kritisieren, meinen sie die Juden. Sie reden antisemitisch.«

0602

Hier finden Sie den Originalartikel, Martin Luther King, Jr. was a proud Zionist.

Die Hauptschwierigkeit bei der Zusammenarbeit mit Frauen

2013/12/14

Kopiert und eingefügt aus »Die böse Macht« von C. S. Lewis.

That Hideous Strength

»Die Hauptschwierigkeit bei der Zusammenarbeit mit Frauen«, sagte MacPhee, »ist die: sie gebrauchen beim Reden keine Hauptwörter. Haben zwei Männer eine Arbeit getan, wird der eine zum andern sagen: ›Stell den Topf da in den größern Topf im obersten Fach des Küchenschranks!‹ Eine Frau wird sagen: ›Tu das Dings da in das andere dort!‹ Und wird sie gefragt: ›Wohinein?‹ wird sie antworten: ›Dorthinein!‹«

»Der osteuropäische Jude ist ein natürlicher Rhetoriker, der in blumigen Gleichnissen spricht«

2013/12/12

Ein Auszug von Seite 531 aus der englischen Ausgabe von 1961 von Gerald Reitlingers »Die Endlösung«, der in der deutschen Ausgabe nicht zu finden ist.

The Final Solution

Das bei der Vorbereitung dieses Buches verwendete Material fällt unter die folgenden Überschriften:

1. Dokumente und Aussagen in Beweismitteln bei den Nürnberger Prozessen.

2. Dokumente, die von jüdischen und anderen Kommissionen zur Verwendung in dieser und anderen Strafverfolgungen gesammelt wurden.

3. Historische und statistische Berichte.

4. Nichtjüdische Memoiren, die Licht auf die Ausrottung der Juden werfen.

5. Erzählungen Überlebender

Im Umgang mit all diesem Material ist eine gewisse Zurückhaltung notwendig und dies gilt besonders für den letzten Abschnitt. Zum Beispiel wurden die Beweise über die polnischen Todeslager hauptsächlich nach dem Krieg von staatlichen polnischen Kommissionen oder von der »Zentralen jüdisch-historischen Kommission von Polen« (»Central Jewish Historical Commission of Poland«) aufgenommen. Die kühnen Überlebenden, die untersucht wurden, waren nur selten gebildete Männer. Darüber hinaus ist der osteuropäische Jude ein natürlicher Rhetoriker, der in blumigen Gleichnissen spricht. Wenn ein Zeuge sagte, daß die Opfer aus dem entfernten Westen die Todeslager in Schlafwagen (Wagons-Lits) erreichten (Anm.: Schlafwagen der H-Klasse?), meinte er wohl, daß anstelle von geschlossenen Güterwagen (box-cars) Personenwagen verwendet wurden. Manchmal übersteigen die Bilder die Glaubwürdigkeit, so wie eine Bande Lebensmittelschmuggler in einem Ghetto als außergewöhnlich große Männer mit Taschen auf der ganzen Länge ihrer Körper beschrieben werden.

Hier und hier finden Sie den englischen Text.

Juden sind …

2013/11/24

Harry S. Truman

Die Juden, finde ich, sind sehr, sehr selbstsüchtig. Sie bewegt es nicht, wie viele Esten, Letten, Finnen, Polen, Jugoslawen oder Griechen ermordet oder als D P (Anm.: Displaced Persons, also Flüchtlinge) mißhandelt werden, wenn sie nur als Juden ihre besondere Behandlung bekommen. Wenn sie aber Macht besitzen, ob physischer, finanzieller oder politischer Art, haben ihnen weder Hitler noch Stalin an Grausamkeit oder schlechter Behandlung des Underdogs etwas voraus. Kommt ein Underdog nach oben, spielt es keine Rolle, ob er den Namen eines Russen, Juden, Negers, Unternehmers, Arbeitnehmers, Mormonen, Baptisten trägt – er dreht durch. Ich habe sehr, sehr wenige gefunden, die sich, wenn der Wohlstand kommt, ihrer früheren Verhältnisse erinnern.

US-Präsident Harry S. Truman (1884-1972) am 21 Juli 1947 in seinem Tagebuch.

(Als der Staat Israel am 14. Mai 1948 um Mitternacht in Tel Aviv offiziell »ausgerufen« wurde, erkannte ihn Präsident Truman um 11 Minuten nach Mitternacht an.)

Die schlimmsten Dinge, die Rabbi Ovadia Josef jemals sagte

2013/10/24

FAILED MESSIAH über einen schweren Verlust für die judeochristliche Wertegemeinschaft.

The Worst Things Rabbi Ovadia Yosef Ever Said

9. Oktober 2013 — Die TIMES OF ISRAEL veröffentlichte eine Art Top-5-Liste der vielen beleidigenden Äußerungen, die der ultraorthodox-sephardische Führer Rabbi Ovadia Josef in den letzten 13 Jahren machte. Josef verstarb diese Woche im Alter von 93 Jahren und laut offiziellen Schätzungen der Polizei nahmen an seinem Begräbnis in Jerusalem 850.000 Menschen teil — die größte Beerdigung in der Geschichte Israels, die nur fünf Stunden nach seinem Tod stattfand.

Was die TIMES OF ISRAEL jedoch nicht weiß oder einfach nicht berichtet, ist, daß von diesen fünf sehr beleidigenden Äußerungen alle bis auf eine vollständig auf der Tora bzw. dem jüdischen Recht (Halacha) basieren:

1) »Die sechs Millionen Holocaust-Opfer waren Wiedergeburten der Seelen von Sündern, Menschen, die sündigten alle möglichen Dinge taten, die nicht getan werden sollten. Sie waren wiedergeboren worden, um zu sühnen [indem sie zu Märtyrern werden].«

— Gesagt während Josefs samstäglicher Abendpredigt im August 2000. Die Äußerung basiert auf einer Erklärung des Kabbalarabbiners Isaac Luria des 16. Jahrhunderts, auch der Ari genannt (Anm.: ein Akronym aus Aschkenasi Rabbi Isaak), daß die von den Römern während der Zerstörung des Zweiten Tempels ermordeten Juden wiedergeborene Sünder wären, die für ihre Sünden büßen sollten. Das Sterben als Märtyrer bot die vollständige Sühne.

2) »Dort gab es einen Tsunami und dort gibt es schreckliche Naturkatastrophen, weil dort nicht genug die Tora studiert wird … Dort [in New Orleans] leben schwarze Menschen. Studieren Schwarze die Tora? [Gott sagte] bringe einen Tsunami und ertränke sie.

Hunderttausende blieben obdachlos. Zehntausende wurden getötet. All dies, weil sie keinen Gott haben.

Bush stand hinter Gusch Katif [der Siedlungsblock im Gazastreifen]. Er ermutigte Scharon, Gush Katif zu vertreiben … Wir hatten hier 15.000 vertriebene Menschen, und dort 150.000. Es war Gottes Vergeltung … Gott haut niemand übers Ohr.«

— Gesagt während Josefs samstäglicher Abendpredigt im Juli 2005. Dies ist eine Kombination verschiedener Midrasch- und Talmudvorstellungen über göttliche Vergeltung für Polytheismus, für »perverses« oder liederliches Sexualverhalten und für die Verfolgung von Juden. Den Rassismus unterstützt die Tora bzw. das jüdische Recht (Halacha) jedoch nicht wirklich.

3) »Nichtjuden (Gojim) wurden nur geboren, um uns zu dienen. Ohne das haben sie keinen Platz auf der Welt — nur, um dem Volk Israel zu dienen.

In Israel hat der Tod keine Herrschaft über sie … Mit Heiden wird es wie mit jeder anderen Person sein — sie müssen sterben, aber [Gott] wird ihnen Langlebigkeit geben. Warum? Stellen Sie sich vor, daß jemandes Esel sterben würde, sie würden ihr Geld verlieren.

Dies ist sein Diener … Darum bekommt er ein langes Leben, um für diesen Juden gut zu arbeiten.

Warum werden Heiden gebraucht? Sie werden arbeiten, sie werden pflügen, sie werden ernten. Wir werden sitzen wie ein Effendi und essen … Darum wurden Heiden geschaffen.«

— Gesagt während Josefs samstäglicher Abendpredigt im Oktober 2010. Dies ist die klassische rabbinische Karikatur von Nichtjuden (non-Jews), eine Sache, die kleinen Kindern erzählt wurde und in ultraorthodoxen Gemeinden häufig immer noch erzählt wird. In vergangenen Jahrzehnten würden ultraorthodoxe erwachsene Männer, die wirklich gut lernen konnten, bemerkt haben, daß große jüdische Weise wie Maimonides all dies viel komplexer und differenzierter sahen. Mein Eindruck ist, daß dies heute weniger zutrifft, vor allem in jüdisch-frommen Gemeinden.

4) »Wie könnt ihr mit einer Schlange Frieden schließen?

Diese Übeltäter, die Araber — es heißt in der Gemara [des Talmud], daß es Gott leid tut, daß er diese Söhne Ismaels jemals schuf.«

— Gesagt während Josefs samstäglicher Abendpredigt im August 2000. Dies ist es eine genaue Darstellung dessen, was rabbinisch ausgelegte Texte (Midraschim) und andere rabbinische Quellen über den biblischen Ismael und seine Nachkommen sagen. Es wurde nur wenige Tage vor der zweiten palästinensischen Intifada gesagt und spiegelt auch Josefs Zorn wider, von palästinensischen Führern aus seiner Sicht betrogen worden zu sein, als er zustimmte, das Friedensabkommen von Oslo zu unterstützen.

5) »[Moslems] sind dumm. Ihre Religion ist so häßlich wie sie.«

— Gesagt während Josefs samstäglicher Abendpredigt im Dezember 2009. Dies ist das einzige der fünf schlimmsten Zitate von Josef in der TIMES OF ISRAEL, das in der Tora oder dem jüdischen Recht (Halacha) keine reale Grundlage hat.

Hier finden Sie den Originalartikel, The Worst Things Rabbi Ovadia Yosef Ever Said.

Siehe auch:

Weniger bekannte jüdische Sprichwörter

Weniger bekannte jüdische Sprichwörter

2013/10/02

Neues von Salcia Landmann.

Jüdische Weisheiten

✡ Jeder Mensch ist sich selbst der Nächste.

✡ Der Mensch sorgt sich um den Verlust seiner Habe – nicht seiner Tage.

✡ Schmücke zuerst dich selbst, und dann erst schmücke die andern.

✡ Lehre deine Zunge zu sagen: »Ich weiß nicht.« Denn vielleicht ertappt man dich sonst bei einer Lüge und nagelt dich darauf fest.

✡ Eine Lüge, die nicht mit einer Wahrheit anfängt, wird nicht geglaubt.

✡ Wie die Mutter, so die Rochter, wie die Tochter, so die Mutter.

✡ Ein braves Weib ist die Krone ihres Mannes, und ein schamloses wie Knochenfäule.

✡ Sich von einem schlechten Weib scheiden zu lassen, ist eine gute Tat.

✡ Lieber jegliches Übel als ein übles Weib.

✡ Eine ordentliche Frau tut, was der Mann will.

✡ Es gibt eine Zeit zum Lieben und eine Zeit zum Hassen.

✡ Wer den Kredit verliert, gleicht einem Toten.

✡ Leih keinem etwas, der stärker ist als du; wenn du ihm geliehen hast, bist du verloren.

✡ Es gibt kein Gutes, das nicht etwas Böses enthielte.

✡ Anfangs ist der böse Trieb wie ein Vorbeigehender, dann wie ein Gast, und zuletzt Hausherr.

✡ Die Seele braucht die Strafpredigt wie die Erde den Regen.

✡ Der Krieg ist in den Augen jener gerechtfertigt, die durch ihn ihre Ziele erreichen.

✡ Kommt einer, dich zu töten, so töte ihn zuvor.

✡ Wenn du dich einer Stadt näherst, um gegen sie zu kämpfen, biete ihr zuvor den Frieden an.

✡ Das Geld verantwortet alles. (Gemeint: Mit Geld kann man alles rechtfertigen.)

✡ Der Reiche herrscht über den Armen.

✡ Wer Geld in der Hand hat, hat die Überhand.

✡ Gib für deine Kleider immer mehr aus als für dein Essen.

✡ Armut im Hause ist schwerer zu ertragen als fünfzig Hiebe.

✡ Der Arme hat keinen Freund.

✡ Das Volk Israel bleibt das Volk Israel, auch wenn es gesündigt hat.

✡ Niemals soll einer aus der Gemeinde ausscheiden.

✡ Wer seine Zunge hütet, hütet sein Leben.

✡ Höre viel und sprich wenig.

✡ Brauch bricht Gesetz.

✡ Weh dem, der im Recht ist!

✡ Geld löst alle Probleme.

✡ Für Geld hat man diese und jene Welt.

✡ Silber und Gold machen Bastarde ohne Makel.

✡ Auf drei Sachen steht die Welt: auf Geld, auf Geld und auf Geld.

✡ Der Reiche hat überall die maßgebliche Meinung.

✡ Geld heilt alle Plagen.

✡ Wenn Gott einem das Geld nimmt, nimmt er ihm auch den Verstand.

✡ Ein Armer gleicht einem Toten.

✡ Aus demselben Holz macht man eine Schaufel und ein Kruzifix.

✡ Ein Geschwür ist eine gute Sache – unter dem Arm eines andern.

✡ Von Unbestechlichkeit wird man nicht reich.

✡ Ehrlich ist beschwerlich.

✡ Mit Blut wäscht man Blut nicht ab.

✡ Ein böses Weib ist wie eine falsche Münze: man will sie rasch loswerden.

✡ Wer einen Dieb bestiehlt, geht straflos aus.

✡ Frag den Feind um Rat – und tu das Gegenteil.

✡ Die beste Ware der Welt ist Bargeld.

✡ Der Heilige erwirbt sich viel leichter die Hölle als der Böse das Paradies.

✡ »Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde«: von der Zeit an sitzt der Reiche im Himmel und der Arme liegt auf der Erde.

✡ Opfere deinen Bart – wenn du damit deinen Kopf retten kannst!

✡ Ein Jude wird ein Buch eher schreiben als kaufen.

✡ Ein Nichtjude ist klein, wenn er klein ist, und groß, wenn er groß ist. Bei einem Juden ist es umgekehrt.

✡ Mit der Wahrheit hat noch keiner die Welt erobert.

✡ Er neigt sich zur Erde, darum tritt man ihn auf den Kopf.

✡ Die eigene Schande verdeckt man am besten mit Frechheit.

✡ Es gibt kein Tor, das sich einem goldbeladenen Esel nicht öffnen würde.

✡ Viel Verstand macht alt, viel Geld jung.

✡ Ein Lügner muß ein gutes Gedächtnis haben.

✡ Ein Huhn ist gut zu zweit zu essen – ich und das Huhn.

✡ Das ganze Jahr betrunken – Purim nüchtern.

Quellen:

Jüdische Weisheit aus drei Jahrtausenden

Jüdische Anekdoten und Sprichwörter

Das Glossar aus: »Jüdische Anekdoten und Sprichwörter« von Salcia Landmann

2013/09/11

Und als Zugabe ein Witz aus: »Neues von Salcia Landmann«

11

Die Abkürzungen:

aram. = aramäisch. Aramäisch ist eine alte semitische Sprache, die in der Spätantike fast im gesamten Vorderen Orient gesprochen wurde und zur Zeit Jesu das klassische Hebräisch im Lande Israel bereits verdrängt hatte. Jesus hat aramäisch gepredigt. Große Teile des nachbiblischen Schrifttums der Juden sind ebenfalls aramäisch abgefaßt. Im Jiddischen finden sich viele aramäische Ausdrücke. Da viel Aramäisches in der Spätantike auch ins hebräische Schrifttum eingeflossen ist, kann man manche Wörter — genau wie im Deutschen z. B. Genie oder Ingenieur — nach Belieben als Fremdwörter des Hebräischen oder als aramäische Ausdrücke kennzeichnen.

d. = deutsch

h. = hebräisch

j. und jid. = jiddisch

mhd. = mittelhochdeutsch

p. = polnisch

r. = russisch

ukr. = ukrainisch

Glossar

apikójress, pI. apikórssim (h. apikoráss = Epikuräer), Ketzer, Freidenker.

as (d.), als, daß, wenn.

awáde (d. a = ein + h. wadáj = sicher), sicher, gewiß.

balebóss (h. ba’al-habajit), wörtl. Hausherr. Familienvater.

bess-méresch (h. bejt-hamidrásch), wörtl. Lehrhaus. Im J. immer zugleich Bethaus. Im Bess-médresch beteten im allgemeinen nur die Männer, die dort zugleich die religiöse Bibliothek benützten, um vor oder nach dem Gebet ein wenig zu studieren. Da es in den kleinen Städtchen des Ostens keine Cafés gab und das Wirtshaus nur aus einem Schnapsausschank für die Bauern bestand, war das Bess-médresch zugleich der Treffpunkt für die Männer, wo sie plauderten, bei kleinen Festanlässen einen gemeinsamen Imbiß einnahmen, und wo Fremde oder Studenten mitunter auch auf den Bänken nächtigten.

bócher, pI. bócherim (h. bachúr, bachurím), Jüngling. Im J. oft in der Zusammensetzung ›jeschiwe-bócher‹, Student an der jeschíwe (s. d.). Bocher kann auch = Junggeselle sein, ganz unabhängig vom Alter. Da Heirat bei den Juden ein religiöses Gebot ist, brachte man dem Junggesellen eine gewisse Verachtung entgegen. Und alte Jungfern gab es im traditionsgebundenen Osten nicht: die Mädchen wurden immer verheiratet.

chapn (p. chapać), packen, ergreifen.

chássene (h. chatuná), Hochzeit, Heirat. ›chássene machn‹ = verheiraten.

chóchem, pI. chachómim (h. chachám, chachamím), klug, der Kluge, der Weise.

chóchme (h. chochmá), Weisheit.

chóssid, pI. chassídim oder chssídim (h. chassíd, chassidím), der Fromme. Als ›Chassidim‹ bezeichneten sich auch mystische Sektierer sowohl in Deutschland im Mittelalter, wie auch seit dem 17. Jahrhundert im slawischen Osten. Der Chassidismus des Ostens zeichnet sich andern jüdisch-mystischen Strömungen gegenüber durch seine naive Volkstümlichkeit und Wundergläubigkeit aus. Nur der Chassidismus kennt und anerkennt einen Rabbi, der nicht in erster Linie ein großer Schriftgelehrter, sondern eher ein Tröster der Unglücklichen und ein Heiliger ist.

chóssen oder chóssn, pI. chassánim (h. chatán, chataním), Bräutigam. cf. chássene.

éfscher (h. efschár), vielleicht.

éjder (d.), ehe, bevor.

émess (h. emét), Wahrheit, im J. auch adjektivisch: wahr.

épess (d. = etwas): ›farwóss épess‹ = ›warum nur?‹ ›épess a rébe‹ = ›so etwas wie ein Rabbi‹.

gábe (h. gabáj), früher Steuereinnehmer und Verwalter der Armenkasse der Kultusgemeinde. Heute nur noch ehrenamtlicher Synagogenvorstand. Bei den Chassidim ist der Gabe auch Manager und Sekretär des Wunderrabbi.

gan-éjdn (h. gan-éden), Garten Eden, Paradies.

gánew, pI. ganówim (h. ganáw, ganawím), Dieb, Gauner, ›Ganef‹. Davon genéjwe (h. g’néjwa), Diebstahl.

gehénem (h. gej-hinóm), Tal Hinnom, Hölle.

gemóre (h. g’mará v. gamór = vollenden). Das Wort wird von manchen gleichbedeutend mit Talmud (s. d.) gebraucht und von andern nur für den spätern Teil des Talmud, der in die (frühere) Mischna und die (spätere) Gemara zerfällt.

jeschíwe (h. j’schiwá), wörtl. Sitz. Im J. immer nur = Talmudhochschule. Es gab — und gibt auch heute — an der Jeschiwa keinen eigentlichen Abschluß. Man kann beliebig lang weiterstudieren. Künftige Rabbiner besuchten meist eine Jeschiwa, doch bekamen sie ihre Approbation nicht durch irgendeine Art von Abschlußprüfung, sondern durch einen andern, bereits approbierten Rabbiner, der die Kenntnisse prüfte, ohne zu fragen, wie und wo sie erworben worden waren. Da die Studenten an der Jeschiwa oft sehr arm waren, aßen sie bei den Bürgern der betreffenden Stadt »teg« = Tage, d. h. sie waren an bestimmten festen Wochentagen während des ganzen Semesters zu den Mahlzeiten eingeladen. Der Jeschiwe-Bocher übernachtete oft auf den Bänken der Jeschiwe und mußte oft regelrecht hungern.

Jissró’ejl (h. jissra’éjl), sowohl Land wie auch Volk Israel.

kále, pI. káless (h. kalá, kaIót), Braut, auch Schwiegertochter.

kále-mejdl = präsumptive Braut; Mädchen, das als Braut in Frage kommt und auch als solche vorgeschlagen wird.

kásche (h. kuschiá), wörtl. Schwierigkeit. Im J. immer = Frage, und zwar meist eine schwierige Frage in rituellem Zusammenhang.

kehíle oder kíle (h. k’hilá), Gemeinde. Gemeint ist immer nur die jüdische Kultusgemeinde.

kejn (d.), 1. = kein, 2. nach (Richtung), vermutlich von d. ›gegen‹, ev. von h. ›kan‹ = hier.

klésmer, pI. klesmórim (h. klej-sémer = Musikinstrumente), J. nur = Musikant. Das Wort ist ähnlich gebildet wie im D. ›Schildwache‹.

klern (d. = klären), durch Nachdenken klären. Gleichbedeutend mit ›trachtn‹ (d. = trachten).

kóscher (h. kaschéjr), wörtI. rein, tauglich. Rituell erlaubt. Übertragen: korrekt.

lebn, 1. neben, 2. Leben. Oft im Zusammenhang mit Namen: Jankl-lebn. Dieses angehängte Leben bedeutet entweder den Wunsch, daß der Betreffende lange leben möge, oder vielleicht auch, daß er dem Sprecher so teuer ist wie das eigene Leben.

léjnen oder léjenen (v. altfranz.lejre), lesen.

mágid (h. magíd = der Sprecher), Wanderprediger. Meist ein eher ungebildeter Mann, der volkstümliche Predigten vor allem für die Frauen hielt.

mázze, pI. mázzess (h. mazzá, mazzót), Brotfladen aus ungesäuertem Teig. Die Juden feiern ihr Osterfest (Pessach) zur Erinnerung an den Exodus aus Ägypten. Damals reichte vor der Flucht die Zeit nicht aus, das Brot für den Proviant anzusäuern. Darum essen die Juden noch heute zur Osterzeit 8 Tage lang an Stelle von Brot ungesäuerte Fladen: Mazzes.

melámed, pI. melámdim (h. melaméjd, m’lamdím), Lehrer. Im J. immer nur der Elementarlehrer für Hebräisch, und zwar für Knaben. Der Unterricht begann im 5., manchmal schon im 3. Lebensjahr, und Schrift und Sprache wurden direkt aus dem hebräischen Bibeltext beigebracht. Der Melamed wurde schlecht besoldet und seine Bildung war beschränkt.

meschúge (h. m’schugá), verrückt, ›meschugge‹.

mlúche (h. mluchá), Königsherrschaft, Regierung.

nébich, ein mitleidig-herablassender Ausruf, über dessen Etymologie die Philologen sich nicht einigen können. Vorgeschlagen werden unter anderm deutsche (»nie bei Euch!«), slawische (p. nje boże = bei Gott nicht!) und hebräische (nawúch = gedrückt) Ableitungen.

nógid, pI. negídim (h. nagíd, n’gidím), reich, der Reiche.

oremán (d.), armer Mann.

plúzlung, plúzem, plötzlich.

pónem, pI. pénemer (h. paním = Gesicht, Oberfläche. Im H. ist das Wort bereits eine Pluralbildung, an die aber im J. noch einmal eine d. Pluralendung = er angehängt werden kann), Gesicht. »a ponem« = es ist offenbar, es scheint.

póriz, pI. prízim (h. paríz, parizím = Wegelagerer, Gewalttäter), j. nur = Gutsherr, Graf, vornehmer Herr. Die Herleitung des Wortes ist soziologisch interessant.

Rabbi, reb, row etc.: alle diese Wörter kommen von h. raw = viel, mächtig; ein vornehmer Herr. Row (h. raw), Rabbiner. rébbe (h. rabbí), ›mein Herr‹, mein Rabbi. Reb: immer nur im Zusammenhang mit einem Namen, z. B. ›reb Jankl‹. Hier ist die Bedeutung von ›reb‹ auf ›Herr‹ zusammengeschrumpft, und zwar bis zu einem solchen Grade, daß man sagen kann: ›der row reb Jankl‹ = der Rabbiner Herr JankI. Rabojssáj (h. rabotáj), meine Herren! — Die polnische Form ›rábin‹ wird im J. gleichbedeutend mit rébe (Rabbi) benützt, dagegen bezeichnet im J. die aus dem D. übernommene Form »rabíner« einen Reformrabbiner, dem der Witz neben mangelnder Frömmigkeit meist auch ungenügende Kenntnisse vorwirft. — Der chassidische Wunderrabbi wird in der direkten Ansprache ›rébe‹ genannt, spricht man dagegen von ihm, dann nennt man ihn ebenso oft statt ›der rébe‹: ›der zádik‹ (s. d.). Kinder — nicht aber erwachsene Männer — nennen auch den Melamed ›Rébe‹.

schábess (h. schabát), Sabbat. Der Sabbat beginnt, wie die meisten Feiertage der Juden, am Vorabend. Am Sabbat ist fast nur geistige Arbeit erlaubt. Körperliche Anstrengung muß auf ein Minimum reduziert werden. Die Vorschriften sind sehr genau. Unter anderm ist auch Schreiben und Rauchen verboten, letzteres, weil es das Entfachen einer Flamme voraussetzt, und Anzünden und Löschen von Feuer ist am Sabbat untersagt. Man läßt das gewöhnlich von Nichtjuden besorgen, und zwar auf Grund einer Dauerabmachung. Denn es ist auch verboten, am Sabbat den Befehl zu einer verbotenen Arbeit zu erteilen, und sei es auch an einen Nichtjuden. Die Dauerabmachung ist ein Trick, im Grunde eine Gebotsumgehung. — Dagegen ist jede körperliche Hantierung auch am höchsten Feiertage erlaubt, wenn es gilt, Menschen aus Lebensgefahr zu retten. (Anm.: Siehe Ultraorthodoxe Juden, Nichtjuden und das menschliche Leben.)

schádchen, pI. schadchónim (h. schadchán, schadchaním), Heiratsvermittler. Da es früher in den gutbürgerlichen Kreisen der Ostjuden keine freie Ehewahl, sondern nur die vermittelte Ehe zwischen Partnern aus passenden Familien gab, spielte der Berufsschadchen eine große Rolle.

schámess (h. schamásch), Diener. Im J. immer = Synagogendiener.

schíker (h. schikór), betrunken, ›schiker‹.

schíksse, dazu die männliche Form: schégez (v. h. schékez = Abscheu, Greuel), grober Ausdruck für gewöhnliches nichtjüdisches Mädchen, auch Dienstmagd oder Dirne.

schóchn, pI. schchéjnim (h. schachéjn, schchejním), Nachbar.

schójte (h. schoté), Dummkopf, ›Schaute‹.

schólem aléjchem (h.schalóm alejchém). Friede mit Euch! Üblicher Gruß, auch im Arabischen (salem alejkum).

schul (d. Schule). Gemeint ist im J. nie die eigentliche Schule, sondern die Synagoge, wobei aber zu beachten ist, daß die männlichen Juden in ihren Beträumen immer auch religiöse Schriften zu studieren pflegten. ›Religiöse Schriften studieren‹ heißt im J. = ›lernen‹.

ssach (h.), Summe, Menge, im J. auch adjektivisch: a ssach viel.

ssójcher, pI. ssóchrim (h. ssochéjr, ssochrím), Kaufmann.

tajtsch, wörtl. »deutsch«, Sinn, Bedeutung. farta&jacute;tschn = erklären, deuten. — Die j. Sprache wurde von den Juden anfangs mit der deutschen Sprache in eins gesetzt. Stieß man in den hebräisch und aramäisch abgefaßten religiösen Schriften auf eine schwierige Stelle, dann diskutierte man sie in j. Sprache. Tajtschn oder farta&jacute;tschn bedeutet daher nicht nur durch Übersetzung, sondern vor allem durch Deutung verständlich machen.

táke (p. tako), so, also, wirklich, dennoch etc.

tálmud (h. talmúd = Lehre), nachbiblische Lehren, die zunächst mündlich überliefert und im Jahre 500 n. Chr. endgültig kodifiziert wurden. Der Talmud enthält Kommentare zur Bibel, Angleichung von Bibelgesetzen an die Exilumstände, juristische und religiöse Debatten, Erbauliches, Sagen.

teg essn, »Tage essen«. Ein großer Teil der Talmudstudenten, der Jeschiwe-bocherim, war sehr arm. Stipendien gab es keine, dafür aber pflegten die Bürger der betreffenden Stadt sich zu verpflichten, einen oder einige Studenten an bestimmten Wochentagen das ganze Semester hindurch bei sich zu verköstigen. Der Student pflegte dann bei den betreffenden Hausherren »teg essn«, wie der feste Ausdruck hierfür hieß.

to (p.), da, das, also, nun.

tómer (h. tomár = du wirst sagen), häufig gebrauchter Ausdruck in der talmudischen Debatte, der zunächst nur den Einwand des Gegners als mögliches Gegenargument vorwegnimmt. Später im J. nur noch = vielleicht.

táte (p. tata = Papa), Vater. Táte-máme(Vater-Mutter), Eltern.

tschólent (altfranz. chauld = warm). Da die Juden am Sabbat kein Feuer anfachen dürfen, mußten sie am Sabbat entweder kalt essen — was man aber an einem Festtag nicht gern tut — oder Speisen erfinden, die in einem schon Freitag angeheizten Ofen bei sachter Wärme bis Sabbat Mittag garschmoren. Schon der Talmud kennt Speisen dieser Art und bezeichnet sie aramäisch als ›chamin‹ (h. cham = warm).

wós-sche oder wósche (d. was + p. że = also, denn), was also.

zádik, pI. zadíkim (h. zadík, zadikím), 1. der Gerechte, Heilige, 2. feste Benennung für den chassidischen Wunderrabbi.

zi (p. czy), ob.

zóre, pI. zóress (h. zará, zarót), Sorge, Kummer.

Kinderherz

2013/07/17

Wer sagte: „Ich habe das Herz eines kleinen Jungen. Es steht in einem Glas auf meinem Schreibtisch.“ und malte dieses Bild?

I have the heart of a small boy. I keep it in a jar on my desk.

Lösung: Das inflationäre Zitat stammt von diesem und diesem und diesem Mann. Wer von den dreien das Bild malte, sehen Sie im Großbild in der rechten oberen Ecke.

Pornos sind …

2013/03/02

Porn Casting Crew

Der einzige Grund, warum Juden in der Pornographie sind, ist, weil wir denken, daß Christus zum Kotzen ist. Katholizismus ist zum Kotzen. Wir glauben nicht an Autoritarismus.

Pornoproduzent Al Goldstein

Pornographie ermöglicht so die Schändung der christlichen Kultur.

JEWISH QUARTERLY