Archive for the ‘TV’ Category

Der Uramerikanische Muslim: Religion des Protestes

2011/12/20

Daniel Greenfield über eine neue Episode aus der Serie Religion des Friedens.

Termini technici
All-American Muslim: Uramerikanischer Muslim

(weitere Anmerkungen in Klammern)

Als Obama seine Lieblingssendungen aufzählte, war der Uramerikanische Muslim nicht dabei. Am Sonntag um 22 Uhr ist auf dem Fernseher im Weißen Haus nicht TLC (vormals The Learning Channel) zu sehen, sondern Homeland. Obama ist nicht allein. Homeland gewinnt Zuschauer, während sie der Uramerikanische Muslim verliert.

Obamas Einstellung zum Uramerikanischen Muslim entspricht der der liberalen Linken. Sie wollen, daß es eine solche Sendung gibt, aber sie wollen sie einfach nicht sehen. Nur Front Page Magazine berichtet seit Wochen über den Uramerikanischen Muslim. Die Medien, die eine hysterische Hexenjagd starteten, als (der Baumarkt) Lowe’s letzte Woche seine Anzeigenschaltungen in der zuschauerschwachen Serie absetzte, hatten sich nie die Mühe gemacht, die Sendung anzusehen.

Der Uramerikanische Muslim verrät etwas über die Ausbeutung von Muslimen durch liberale Linke. Sie sind nur dann an ihnen interessiert, wenn sie sie als Bestätigung für ihre Toleranz oder als Keule verwenden können. Eine einzige Episode vom Uramerikanischen Muslim reichte aus, um zu zeigen, daß sie tolerant sind und nun weiter Homeland sehen können, eine Sendung, die die politische Unkorrektheit des islamischen Terrorismus mit der politisch korrekten Erforschung seiner Doppeldeutigkeit verbindet. Erst als Lowe’s seine Anzeigenschaltung zurückzog, richteten sie ihr Interesse wieder auf die Serie — nicht um die Serie zu sehen, sondern um „Toleranz“ zu fordern.

Die Washington Post schreibt in einem Leitartikel, daß die „Fans vom Uramerikanischen Muslim“ zu einer Invasion aufbrechen sollten, um mit Schildern gegen den Baumarktriesen Lowe’s zu protestierten. Aber wie viele Fans gibt es? Die Serie verschwand nach nur zwei Wochen aus den Top 100. Und davor war sie die Serie mit der schlechtesten Quote. Der Leitartikel zeigt jedoch das Problem. Liberale Linke akzeptieren Muslime nur als ein Mittel des Kulturkampfes gegen das Feindbild der amerikanischen „Intoleranz“. Der Uramerikanischen Muslim ist für sie nur als Vehikel für eine weitere Protestbewegung interessant.

Liberale Linke brauchen einen „Anderen“ als Rechtfertigung für ihren Krieg gegen die amerikanischen Traditionen und Werte. Seit dem dem 11. September finden sie diese Rolle des „Anderen“ in Muslimen. Selbst wenn liberale Linke leugnen, Muslime zu „Anderen“ zu machen und sie mit Terrorismus in Verbindung zu bringen, sind es die liberalen Linken, die wirklich schuldig sind. Hätte es die Anschläge vom 11. September und den Krieg gegen den Terror nie gegeben, dann wäre das Interesse der liberalen Linken an Muslimen so groß wie an Hindus oder Bahai oder an jeder anderen Weltreligionen.

Der Uramerikanische Muslim hat die üblichen Klagen über Vorurteile und Diskriminierung, aber nicht genug, um bei liberalen Linken, die nichts über die Tugenden des Hijab hören wollen, das Interesse zu wecken — sie wollen Männer in Pick-ups mit Konföderierten-Flaggen sehen, die Frauen anschreien, die den Hijab tragen. Sie wollen keine Serie über irgendwelche Muslime, sondern eine Serie darüber, wie schlimm die Amerikaner sind.

Deshalb ist der Uramerikanische Muslim gescheitert. Doch sein Scheitern läßt seinen Zweck wieder aufleben. Der Jihad gegen Lowe’s erinnert liberale Linke daran, warum sie sich für die Serie interessierten: nicht wegen dem Inhalt, sondern als Grund für eine weitere Runde des Kulturkampfes. Die einzige ehrliche Reaktion auf den Uramerikanischen Muslim kam wahrscheinlich vom Geschäftsführer von KAYAK, der erklärte, warum seine Firma die Anzeigenschaltung in der Serie beendete: „Ich sah die ersten beiden Folgen. Meistens dachte ich nur, daß die Sendung langweilig ist.“ Und das ist sie.

Erstaunlicherweise können nur wenige Medien etwas so einfaches zugeben. Sie würden die Serie lieber ignorieren, außer wenn sich ein bequemer Weg für einen Kampf bietet. Aber zuzugeben, daß der Uramerikanische Muslim nicht besonders gut ist, erfordert, daß man mit etwas kritisch ist, das Muslime zum Thema hat, selbst wenn es etwas so unbedeutendes wie eine Fernsehsendung ist. Und das ist etwas, das sie einfach nicht können und wollen.

Die Folge vom Sonntag, „Eine Chance auf Erlösung“ („A Chance at Redemption“), schreibt weiter vom Dokumentarfilm „Fordson: Glaube, Fasten und Fußball“ („Fordson: Faith, Fasting and Football“) über das Footballteam der Fordson Highschool ab. Es ist Material, das häufig wiederholt wird. Zu einer Zeit, in der Tim Tebow weithin für seine Religion lächerlich gemacht wird, ist es surreal, zu sehen, wie die islamische Religion mit Hilfe von Football bejubelt wird. Wenn es für Tim Tebow irgendwie falsch ist, Religion und Football zu kombinieren, warum wird in Fordson High dann die islamische Version von Tebowing gefeiert? (Die Frage geht weiter an ZEIT — Darf ein Sportler seine Religion zur Schau stellen? — und TAGESSPIEGEL — Footballspieler spaltet USA: Beten auf dem Spielfeld.)

Der Uramerikanische Muslim ist der Beweis, daß einige Religionen mehr beworben werden können als andere. Eine Serie über christliche Footballspieler, die sich so sehr für ihr Team begeistern wie der Uramerikanische Muslim für sein Team ist undenkbar. Die Football-Spieler vom Uramerikanischen Muslim werden mit solchen Hindernissen nicht konfrontiert. Das reicht zur Berechtigung der Frage, wer die wirklichen Opfer von Diskriminierung sind, wenn Christen das „Jesus Camp“ bekommen, während Muslime den „Uramerikanischen Muslim“ bekommen.

Der Uramerikanische Muslim ist eine Fallstudie über die Politisierung der Religion, aber zu welchem Zweck? Die zugrunde liegende Prämisse vom Uramerikanischen Muslim war schon immer, daß Muslime die Opfer von Ignoranz und Diskriminierung sind. Die gefährliche Frage lautet aber: Sind sie wirklich die Opfer und, wenn ja, wessen Opfer?

Die Muslime im Uramerikanischen Muslim gehören sicherlich nicht zu einer Unterschicht. Sie sind erfolgreiche Mitglieder ihrer Gemeinschaft, die sich dennoch über Diskriminierung beschweren. Sie sind die Stars einer TV-Serie, die in ihrer Sache gescheitert ist, die aber mit Werbegeldern von Inserenten überschwemmt wird, die mit ihrer Toleranz angeben wollen. Sie sind privilegiert. Doch dieses Privileg ist ein zweischneidiges Schwert.

Liberale Linke brauchen keine Uramerikanischen Muslime, sie brauchen Randgruppenmuslime, Märtyrerattentäter und Demonstranten. Sie brauchen unterdrückte Menschen, deren Gewalt ihren politischen Aktivismus rechtfertigt. Im Gegenzug für diese Privileg spielen Muslime die Rolle der Unterdrückten, doch die Handlung überzeugt nicht. Während die Serie in die sechste Folge geht, ist ihre Fortsetzung trotz der schlechten Quote und die Kritik an Werbekunden, die wagten, die Anzeigenschaltung abzusetzen, ein Beleg dafür, daß der Uramerikanische Muslim einen Privilegierten-Status genießt.

Hier finden Sie den Originalartikel, All-American Muslim: Religion of Protest.

Der Ur-Amerikanische Muslim: Drohungen, Einschüchterungen und Haß

2011/12/13

Daniel Greenfield über die Hetzkampagne der Medien gegen die „Feinde“ ihrer Lieblingsfernsehserie „Uramerikanischer Muslim

Termini technici
All-American Muslim: Uramerikanischer Muslim

Zum ersten Mal seit Wochen ist der „Uramerikanische Muslim“ wieder in den Nachrichten, nicht wegen irgendetwas in der Sendung, sondern wegen der Werbung. Eine Reihe von Sponsoren, darunter Lowe’s, hat die Werbeschaltung in der Sendung beendet. Muslimische Gruppen und ihre Unterstützer versuchen nun, die Baumarktkette zu zwingen, in der erfolglosen Fernsehserie zu werben.

Ist Erpressung das richtige Wort? Der Senator des Staates Kalifornien, Ted Lieu, drohte mit Boykott und „legislativen Heilmitteln“, sollte Lowe’s sich nicht beugen. Lieu, der eindeutig nicht an die Trennung von Moschee und Staat glaubt, biedert sich bei seinen muslimischen Wählern schamlos an, sein Vorgehen ist aber unamerikanisch und gefährlich. Kein Werbekunde sollte gezwungen werden, irgendeine Fernsehsendung zu finanieren.

Unwissenheit ist mit im Spiel. Ted Lieu und ein Dutzend Medienunternehmen haben sich entschieden, der Florida Family Association zu glauben, daß Lowe’s seine Werbung aufgrund ihrer Beschwerden zurückzog. Das wäre vielleicht möglich, es gibt aber eine wahrscheinlichere Erklärung.

Lowe’s ist nicht das einzige größere Unternehmen, das enschied, nicht mehr im „Uramerikanischen Muslim“ zu werben. Es gibt eine lange Liste von Unternehmen, die aufgehört haben, und während es schön wäre, zu glauben, daß sie die gruselige Agenda einer Serie erkannt haben, die sich für eine unehrliche Sicht des Islam einsetzt und einen Imam zeigt, der sagte, daß Vergewaltigung in der Ehe legitim ist, steht die wahre Geschichte in den roten Zahlen.

„Der Uramerikanische Muslim“ hatte anfangs 1,7 Millionen Zuschauer und unter den Erwachsenen von 18-49, der begehrtesten demografischen Zielgruppe, einen Anteil von 0,9%. So lange der Anteil der 18-49jährigen hoch ist, werden Werbetreibende immer Geld für Fernsehsendungen mit schlechten Kritiken ausgeben. Aber bereits mit der zweiten Folge hatten sich 600.000 Zuschauer verabschiedet und der Anteil der 18-49jährigen betrug nur noch 0,5%. Die Woche darauf war es die Sendung, die an diesem Abend unter den Top 100 die schlechteste Quote hatte. Und die Folge der letzten Woche war so schlecht, daß sie komplett aus den Top 100 gefallen zu sein scheint.

Warum sollte Lowe’s oder jedes andere Unternehmen für so etwas bezahlen? Und warum sollte ein politischer Verbrecher wie Senator Ted Lieu in der Lage sein, sein Amt dafür zu mißbrauchen, einer Firma mit „legislativen Heilmitteln“ zu drohen, wenn sie in einer bestimmten Fernsehsendung keine Werbung macht — ein Neusprech-Begriff für die Bestrafung eines Unternehmens, das nicht bereit ist, in der schlechtesten Sendung des Abends Werbezeit zu kaufen.

Der beste Beweis für all dies sind die Medien, die — nachdem sie sich kurz die Premiere ansahen — aufhörten, über die „Uramerikanischen Muslime“ zu berichten — bis zu dieser Woche, als sie eine Verleumdungskampagne starteten, weil Lowe’s nicht in einer Sendung werben will, die selbst sie nicht sehen wollen. Die Heuchelei ist erstaunlich.

Niemand in den Medien erwähnt die Einschaltquoten der „Uramerikanischen Muslime“, denn das würde ihre Behauptung augenblicklich zusammenstürzen lassen. Ihr Ziel ist es, Lowe’s einzuschüchtern, damit das Unternehmen wieder Anzeigen schaltet und dadurch ein paar Scharia-freundliche Islam-Flüsterer finanziert — danach können sie wieder dazu übergehen, die Serie zu ignorieren. Deshalb nehmen CAIR, Lieu und die Medien die Behauptungen der Florida Family Association für bare Münze.

Die Tatsachen halten die Medien-Geier nicht davon ab, Muslime vor ihren Kameras zu drapieren und sie zu ermutigen, ihre traurigsten Gesichter zu zeigen und zu klagen, wie bigott das Land ist, weil sich Lowe’s weigert, durch die Subventionierung islamistischer Propaganda Geld zu verlieren.

CAIR verurteilt in einer Pressemitteilung bereits jedes Unternehmen, das in der Sendung nicht mehr wirbt, auf den „Anti-Muslim Zug“ zu springen. Und der einzige Weg für ein Unternehmen, seine Unschuld zu beweisen, ist, damit anzufangen, in einer erfolglosen Sendung zu werben. „Schuldig bis Bestechung die Unschuld beweist“ lautet hier das Motto. Lowe’s-hassende Muslime haben das Unternehmen als anti-amerikanisch verurteilt, doch was könnte anti-amerikanischer sein als ihr eigenes Verhalten?

Hip-Hop-Mogul Russell Simmons, Louis Farrakhans Messdiener, der den Haßprediger der „Nation of Islam“ als seinen zweiter Vater beschrieb, hat sich der Kampagne bereits angeschlossen und warnt: „Damit dürfen sie nicht durchkommen, das wäre irre … Ich kann mir nicht vorstellen, daß die Antidiffamierungsliga (Anti-Defamation League, ADL), die Nationale Organisation für die Förderung farbiger Menschen (National Associationfor the Advancement of Colored People, NAACP), die National Urban League (für die Rechte von Afroamerikanern), oder jede Organisation, die für ihre eigenen Rechte kämpft, zulassen wird, daß dies mit einer anderen Gruppe passiert, weil sie wissen, daß sie die nächsten sind.“

Doch keine andere Gruppe hat eine Dauerwerbesendung für ihre Religion. Und keine andere Gruppe hat eine Fernsehsendung, die Werbetreibende zu Geldzahlungen zwingt oder mit Boykottdrohungen konfrontiert. Das ist das Wesen der Freiheit der Religion. Und das ist genau der Punkt.

Religionsfreiheit bedeutet die Freiheit, nicht glauben zu müssen. Das ist in der muslimischen Welt nicht der Fall, eine solche Freiheit gibt es dort nicht. Religionsfreiheit bedeutet, daß die Menschen die Freiheit haben, den Islam abzulehnen und daß Unternehmen nicht gezwungen werden können und dürfen, in Fernsehsendungen zu werben, die für den Islam werben. Was Simmons und CAIR im Schilde führen, ist ein Angriff auf die Religionsfreiheit, der Werbetreibende und ihre Kunden zwingen soll, eine Fernsehsendung aus religiösen Gründen zu unterstüten.

Wäre der „Uramerikanische Muslim“ keine Sendung über religiöse Identität, dann würde Lowe jetzt nicht von Simmons, Lieu und CAIR bedroht werden. Nur, weil es eine Sendung über eine besondere Form der religiösen Identität ist, die sie befürworten, versuchen sie, Lowe’s zu zwingen, im „Uramerikanischen Muslim“ zu werben.

In der Fernsehsendung, die die Medien, die über Lowe’s hetzen, nicht wirklich sehen, entdeckt Jeff, der seine muslimische Frau und Schwiegereltern glücklich machen will und zum Islam konvertierte, daß seine neue Religion nicht gerade ein positives Bild von Hunden hat. Sein eigener bester Freund eingeschlossen. Natürlich wird dies so positiv wie möglich präsentiert. Natürlich ohne die Konsequenzen im wirklichen Leben, wie muslimische Taxifahrer, die sich weigern, Blinde zu fahren oder die Tierquälerei in ihren Heimatländern.

In „Muslime im Aufbruch“ („Muslime Moving On“), der fünften Folge vom „Uramerikanischen Muslim“, geht das alte Familien-Drama so spannend weiter, daß der „Uramerikanische Muslim“ die meisten seiner Zuschauer verloren hat. Die von CAIR und den Medien gestartete Scheinkontroverse könnte ein paar Zuschauer zurückbringen, doch sie werden schnell merken, warum sie gerade abgeschaltet haben.

Der „Uramerikanische Muslim“ versucht, für den Islam zu werben, während er sein Image entschärft, aber über das Endergebnis gibt es nichts Interessantes zu berichten. Discovery TLC (vormals The Learning Channel) hat schlechte Propaganda gesendet, und die Medien fanden etwas anderes Schlechtes, über das sie berichten. Da es nicht erlaubt ist, über den Islam etwas Schlechtes zu berichten, muß es etwas Schlechtes über Nicht-Muslime sein.

Eine Sendung, die interessant gewesen sein könnte, wenn sie die wirklichen Probleme in der muslimischen Welt ehrlich angepackt hätte, macht stattdessen weiter, indem sie Unternehmen wie Lowe’s als Geisel für Werbegelder nimmt.

Hier finden Sie den Originalartikel, All-American Muslim –Threats, Intimidation and Hate.

Der Uramerikanische Muslim: Die Gefahren von Propaganda

2011/12/09

Daniel Greenfield über die US-Variante von „Türkisch für Anfänger“.

Termini technici
All-American Muslim: Uramerikanischer Muslim

(weitere Anmerkungen in Klammern)

Die Fernsehserie „Uramerikanischer Muslim“ liegt in den letzten Zügen. Die letzte Episode der Serie hatte, bezogen auf die Sendezeit, nicht nur die niedrigste Quote und verlor wieder gegen Homeland, sondern war unter den Top-100 für Erwachsene auch die am niedrigsten bewertete Sendung des Abends. Während die Quoten für Homeland besser wurden, sind die „Uramerikanischen Muslime“ so tief gesunken, daß sie direkt über dem Abgrund schweben.

Jetzt kommen die Geier und Discovery Communications wird von Visionaire Media mit der Behauptung verklagt, ihre Idee für eine „Sendung über amerikanische Muslime“ ohne Entschädigung gestohlen zu haben. Discovery Communications — die für die Katastrophengebiete TLC (vormals „The Learning Channel“), Discovery Channel, Animal Planet und weitere Lern-Konzepte zuständig sind, die mit geringen Unterschieden jeweils den gleichen Reality Inhalt haben — könnten nun erwägen, Visionaire den Abspann für den „Uramerikanischen Muslim“ zu überlassen, da der Ruhm nach nur einem Monat eher wie eine Blamage aussieht.

Die Medien, die den „Uramerikanischen Muslim“ enthusiastisch begrüßten, haben nichts mehr zu sagen. (Auch bei „Türkisch für Anfänger“ herrschte ungewöhnliche Einigkeit in den Feuilletons der deutschen Tagespresse, doch letztlich fanden sich nicht genügend Feuilletons, die bereit waren, die Serie weiter zu finanzieren, denn die erste Folge der 2. Staffel erreichte einen enttäuschenden Marktanteil von 8,1%.) Es gibt kaum noch Berichte, und die wenigen, die auftauchen, machen deutlich, daß der Autor nicht mehr als die erste Episode sah. (Das scheint auch auf dontyoubelievethehype.com der Fall zu sein: „Ich bin normalerweise kein Fan von Reality-TV, aber dieses Konzept finde ich interessant, da es die Vielfalt unter den Muslimen zeigt.“) Das tödliche Geheimnis der „Uramerikanischen Muslime“ ist, daß sich nicht einmal die liberalen Linken in den Medien dafür interessieren.

Das ist das Problem mit Propaganda, sie ist es nicht besonders interessant. Negative Propaganda kann unterhaltsam sein, positive Propaganda ist erdrückend. Der „Uramerikanische Muslim“ wirbt mit einer schwachen Reality-Show Theatralik für den Islam, dessen Wert hinsichtlich Unterhaltung und Drama im Vergleich zur Konkurrenz minderwertig ist. Die Serie ist so sehr entschlossen, für ihre Ziele zu werben, daß sie ganz und gar scheitert, interessant zu sein.

Mit „Freitag Nacht“ („Friday Night Bites“), der vierten Folge, verfolgt die Serie weiter ihre Besessenheit, die Frauen in der vom Imam abgesegneten Mode zu kleiden und diese islamische Frischzellenkur dem allgemeinen Publikum zu präsentieren. Die Geburt eines Kindes von einem der Paare führt zu einer Lobhudelei des muslimischen Gebetsrufes und die Abenteuer auf der Fordson High School bringen mehr Ramadan als jemals zuvor.

Es würde zu weit führen, irgendetwas davon als interessant zu bezeichnen. Den „Uramerikanischen Muslim“ zu sehen, ist als würde man einen 40-Minuten-Werbespot sehen, in dem lächelnde Leute ein Produkt nehmen, über die Vorzüge reden und sie ausführlich diskutieren, um Sie davon zu überzeugen, das Produkt zu kaufen. Es ist kein Wunder, daß das Publikum beim fluchtartigen Verlassen der Sendung schneller ist als die Ungläubigen im Nahen Osten.

Der „Uramerikanische Muslim“ zielt auf jemand, der am Islam sehr interessiert, an Dimension und Tiefe jedoch völlig desinteressiert ist, jemand, der Frauen sehen will, die Hijabs zurechtrücken und über das Fasten diskutieren, aber überhaupt nichts darüber wissen will, wie es die Religion schafft, mit den gewalttätigen Tendenzen in ihrer Mitte als friedlich zu gelten, oder sich nicht für den Hintergrund interessiert, wie Frauen zu Schuldgefühlen veranlaßt werden, damit sie den Hijab tragen, oder Nicht-Muslime gezwungen werden, sich nach dem Ramadan der Muslime zu richten.

In Europa sind diese Themen ziemlich explosiv, und in den Vereinigten Staaten entwickeln sie sich zu ernsthaften Problemen, doch der „Uramerikanische Muslim“ präsentiert sie unkritisch und ohne jeden Kontext. Für jeden, der mit Terrorismus vertraut ist, ist das Betrachten der Sendung ein bißchen wie eine klassische Zigarettenwerbung, bei der man bei der Begeisterung des Erzählers über die Vorzüge einer Camel ein leichtes Unbehagen empfindet. Egal, was Sie vom Rauchen halten, es entsteht ein Gefühl, daß ein ernsthaftes Problem ignoriert wird. Dieses Gefühl befällt das Publikum der „Uramerikanischen Muslime“, das auf eine Butterfahrt des muslimischen Lebens mitgenommen wird, ohne ihm einige der problematischen Nebenwirkungen zu erklären, wie die systematische Unterdrückung von Frauen, die religiöse Verfolgung von Minderheiten und die Kriminalisierung von abweichenden Meinungen.

Die fallenden Quoten zeigen, daß inzwischen auch die Sympathie der liberalen Linken auf ein anderes Programm umgestiegen ist. Sie mögen es aus Angst, als Islamophobe gebrandmarkt zu werden, zwar nicht aussprechen, aber selbst die verträglichsten und aufgeschlossensten Menschen der Welt würden nur selten eine Fernsehsendung mögen, die sich als herablassender Vortrag oder Dauerwerbesendung herausstellt — und der „Uramerikanische Muslim“ ist beides.

Aber wie bei jeder Propaganda kommen die interessantesten Momente dann, wenn man zwischen den Zeilen liest und merkt, mit welcher Anstrengung versucht wird, die unausgesprochenen Annahmen zu verkaufen. Je mehr die Sendung den Hijab und islamische Frauenkleidung bewirbt, desto deutlicher kommt die gedankenlose Zielstrebigkeit der Serie zum Ausdruck, die vorgibt, diesen Kleidungsstandard zu kritisieren, es aber nie tut, weil sie es nicht tun kann. Freiheitliche Standards können vorübergehend akzeptiert werden, aber es ist nicht möglich, sich vom Prinzip des Hijab oder der anderen unausgesprochenen Annahmen zu trennen, die das muslimische Leben formen — sogar in einem Land der Ersten Welt.

Propaganda ist auf ihre eigene Art und Weise aufschlußreich, weil sie uns etwas über die Denkweise der Menschen sagt, die sie machen. Je öfter uns der „Uramerikanische Muslim“ sagt, wie wir die Welt sehen sollten, desto mehr sagt er uns in Wirklichkeit darüber, wie er uns und die Welt sieht.

Die Fernsehserie geht stillschweigend von der Prämisse aus, daß sich das muslimische Leben in Amerika von dem im Libanon unterscheidet, es ist aber nicht allzu klar, daß dies der Fall ist. Nehmen wir zum Beispiel ein Fußballspiel, dann könnte die Serie sowohl in Beirut als auch in Dearborn spielen. Sie könnte nicht im Iran spielen, wo die schiitischen Geistlichen, die Sie gelegentlich bei den „Uramerikanischen Muslimen“ sehen, ihre Leitkultur durchgesetzt haben.

Je mehr diese islamischen Geistlichen ihren Kopf durchsetzen, desto weniger wird über den Hijab oder über Fußball diskutiert, wobei zu berücksichtigen ist, daß es im Iran als Zugeständnis erachtet wird, daß Frauen erlaubt ist, an Fußballspielen teilzunehmen. Und das ist die große unausgesprochene Variable in der Gleichung der „Uramerikanischen Muslime“. Es ist der amerikanische Kontext, der Abweichungen ermöglicht.

Im Libanon hat sich herausgestellt, daß religiöse Koexistenz nahezu unmöglich ist. Im Iran werden die Sunniten unterdrückt. In Bahrain werden die Schiiten unterdrückt. Im Irak bekämpfen sich Sunniten und Schiiten. Wenn wir uns ein „urmuslimisches“ Amerika vorstellen sollen, wäre es ein Ort, wo Schiiten und Sunniten einander respektieren, geschweige denn die Mitglieder nicht-muslimischer Religionsgemeinschaften? Ein kurzer Blick auf die Welt beantwortet die Frage.

Es ist schade, daß die „Uramerikanischen Muslime“ zu sehr damit beschäftigt sind, uns zu sagen, was wir denken sollen, wenn es um Fragen geht, die für ihre und unsere eigene Zukunft von großer Bedeutung sind.

Hier finden Sie den Originalartikel, All-American Muslim: The Perils of Propaganda.

Übers Fernsehen und gleichgeschlechtliche Ehen

2011/12/05

Ben Shapiro über Wertevermittlung zur Hauptsendezeit.

Termini technici
gays and lesbians: Schwule und Lesben
homosexuality: Homosexualität

(Anmerkungen in Klammern)

Da die Presse wiederholt über mein neues Buch „Primetime Propaganda“ berichtete, fragen sich viele Menschen, ob das Fernsehen wirklich Einfluß hat. Wenn das Fernsehen so ein mächtiges Medium ist, wundern sie sich, warum wurde Ronald Reagan gewählt? Warum George H.W. Bush? Warum George W. Bush? Warum hatten wir 1994 die Republikanische Revolution (die in den Kongreßwahlen erstmals seit vier Jahrzehnten zu einer republikanischen Mehrheit führte), oder die Tea Party im Jahre 2010?

Die Antwort lautet natürlich, daß das Fernsehen unsere Werte am wenigsten im Hinblick auf eine ausufernde Regierung verschoben hat, und am meisten im Hinblick auf soziale Werte. Das macht auch Sinn, da die Stärke des Fernsehens darin liegt, Sie mithilfe zwischenmenschlicher Gefühle emotional zu manipulieren — und zwischenmenschliche Gefühle gehören schon lange zur liberalen linken Taktik, im Hinblick auf soziale Fragen eine Vorherrschaft zu schaffen.

Nehmen wir zum Beispiel die Frage der gleichgeschlechtlichen Ehe, die nicht nur Hollywood politisch spaltet, sondern ganz Amerika. Liberale Linke fragen gerne, ob Sie gegen die gleichgeschlechtliche Ehe sein können, wenn Sie einen schwulen Verwandten oder Freund haben. Das Argument scheint sich damit zu begründen, daß, wenn Sie persönlich jemandem nahe stehen, der Sex mit den politischen Mitgliedern des gleichen Geschlechts hat, Sie ihr Verhalten dann nicht ablehnen können, oder, besser gesagt, die Verankerung ihres Verhaltens im Gesetz. Dieser Argumentation fehlt natürlich eine wirkliche Logik — sie ist aber unheimlich effektiv. Die meisten von uns wollen nicht unsympathisch erscheinen, besonders gegenüber denen, um die wir uns kümmern — wir wollen nicht intolerant und kaltherzig aussehen.

Das Fernsehen produziert das gleiche Argument. Statt auf Ihren gegenwärtigen Familien- und Freundeskreis anzuspielen, schafft das Fernsehen für Sie eine Gruppe von Freunden. Das Ziel der Drehbuchschreiber ist es, eine Gruppe von Charakteren zu schaffen, die sympathisch, witzig, lustig und angenehm sind — um mit ihnen herumzuhängen. So werden Sie einbezogen, Woche für Woche. Die Wahrheit ist, daß wir mit Fernsehcharakteren, die wir mögen, tatsächlich mehr Zeit verbringen, als mit unserer eigenen Familie; laut dem Marktforschungsinstitut Nielsen läuft der Fernseher pro Tag durchschnittlich 6 Stunden und 47 Minuten. Jede Woche sitzen Kinder durchschnittlich 1.680 Minuten vor dem Fernseher — das sind im Jahr 1.456 Stunden. (Natürlich ist es in Deutschland viel besser, hier sind es pro Tag 15 Minuten weniger.)

Sobald Sie nach einem Charakter süchtig sind, lassen sie diesen Charakter Entscheidungen über Aktivitäten und Lebensgewohnheiten treffen, mit denen Sie nicht einverstanden sind. Murphy Brown startete (1990 in ihrer Serie auf ProSieben) nicht als stolze unverheiratete Mutter — das tat sie erst, nachdem Sie bei Ihnen eingezogen war. Rachel Green aus Friends (auf Sat.1) ebenfalls. Auch Ellen Degeneres startete in ihrer eigenen Sitcom Ellen (USA 1994-98) nicht als Lesbe (denn erst in der Werbekampagne zur 4. Staffel kamen Gerüchte auf und in Folge 22 hatte sie mit ihrer Lebenspartnerin Anne Heche dann ihr lesbisches Coming-Out und mit Staffel 5 war dann leider ganz plötzlich Schluß mit lustig, weil das die mehrheitlich nicht basisdemokratische Mehrheit gar nicht lustig fand und sich für die weitere Finanzierung dieses erfolgreichen Konzeptes nicht genügend homosexuelle Steuerzahler fanden).

Im Hinblick auf schwule Charaktere ist die Geschichte ein wenig anders, hier starten die Charaktere in der Regel als schwul — die Fernehserie Ellen ausgenommen — und sind in der Regel die schönsten und wunderbarsten Menschen der Serie. Wenn Sie in der ersten Staffel von Friends eine lesbische Hochzeit beobachten konnten, müssen Sie wissen, daß es Co-Produzentin Marta Kauffman für Sie als eine Art Propaganda plante. Wenn Sie in der Serie Glee (auf SuperRTL seit 2011) beobachten, daß Kurt ehrenhaft wie der Papst handelt, müssen Sie wissen, daß Regisseur Ryan Murphy, der zufällig schwul ist, Sie zum Narren hält. Wenn Sie (auf ORF oder ProSieben) den schwulen Nachbarn in Desperate Housewives sehen, müssen Sie verstehen, daß Produzent Marc Cherry, der ebenfalls schwul ist, die Nachbarn aus einem besonderen Grund in die Serie brachte — er erzählte mir, er machte „ein eigenes politisches Statement, nämlich, sehen Sie, man kann schwule Nachbarn haben, sie können völlig in Ordnung sein, sie können sich zum Rest der Leute sehr gut einfügen, und es ändert nichts. Und Sie hoffen irgendwie, daß Sie den Weg bereiten, in den Köpfen der Menschen kleine Samen pflanzen, die irgendwann in den nächsten Jahren schwule Nachbarn haben werden, die sich in ihrer Straße ein Haus kaufen. Und für mich bedeutet das, die effektivste politische Botschaft heißt, daß sie nicht besonders aggressiv ist“. Es ist nicht so, daß Toleranz für Schwule und Lesben eine schlechte Botschaft ist — ganz im Gegenteil. Hollywood verfolgt mit der im Fernsehen überall allgegenwärtigen Homosexualität jedoch das Ziel, für jeden einen schwulen Freund und Nachbarn zu schaffen, so daß sie dann das wirksamste Argument für die schwule Ehe haben.

Das ist die Wirkung des Fernsehens, und im Standpunkt der Amerikaner zu Themen wie der schwulen Ehe ist es klar ersichtlich. Diese Woche zeigte eine Umfrage unter Amerikanern etwas absolut Atemberaubendes: volle 35 Prozent der Amerikaner glauben, daß mehr als jeder vierte Amerikaner schwul ist; eine Mehrheit von 52 Prozent denken, daß über 20 Prozent schwul sind; und volle 78 Prozent glauben, daß mindestens zehn Prozent der Amerikaner schwul sind. Die wirkliche Zahl: so etwa um zwei Prozent der Amerikaner sind schwul. Es gibt nur einen Platz im amerikanischen Leben, an dem die Zahl mit dem einen Viertel oder dem einen fünftel absolut korrekt ist: im Fernsehen, wo schwule Charaktere nahezu jede Sendung durchdringen. Je jünger die Amerikaner sind, umso eher glauben sie, daß es eine erhöhte Population von Schwulen gibt; je ärmer und ungebildeter sie sind, umso eher glauben sie den schiefen Statistiken. Nicht zufällig sind die größten Fernsehkonsumenten jung, arm und ungebildet.

Es gibt einen Grund, warum die Amerikaner angefangen haben, die gleichgeschlechtliche Ehe als vollendete schicksalhafte Tatsache zu akzeptieren — und warum sogar viele Konservative die Verteidigung der traditionellen Ehe aufgeben. Die Unterhaltung, die wir konsumieren, hat uns gelehrt, daß gegen die gleichgeschlechtliche Ehe zu sein bedeutet, ein Fanatiker zu sein — den Charakter Will aus Will & Grace (2001-05 auf ProSieben) zu hassen, oder Kurt aus Glee.

Dies ist nur ein Beispiel dafür, wie liberale Linke die Popkultur geprägt haben. Doch das gleiche passiert bei der Adoption von Kindern durch Schwule, bei unverheirateten Müttern und fehlenden Vätern, oder der Irrelevanz von Vätern generell, beim Thema Waffengesetze, bei der Einwanderung, beim Thema Kindersexualität, beim Thema Umweltschutz, und beim Thema Religion. Sie vertreten immer die Freiheit, und sie nutzen unsere eigenen Emotionen aus, um uns zu manipulieren. Konservative beanspruchen inzwischen die moralische Überlegenheit, indem sie sagen, daß wir der „Vernunft“ folgen, während unsere Gegner dem „Gefühl“ folgen. Wir verlieren trotzdem, auch wenn wir Recht haben. Fakt ist, daß die meisten Entscheidungen, die wir in unserem Leben treffen, emotional „begründet“ sind: heiraten, Kinder kriegen, den Arbeitsplatz wechseln, umziehen, sogar ein Haus zu kaufen. Wir werden von Gefühlen regiert. Und das Fernsehen manipuliert diese Gefühle. Solange wir uns in diese Form der Kommunikation nicht einmischen, werden wir den politischen Kampf auch weiterhin verlieren, egal wie konservativ wir wählen.

Ben Shapiro ist Rechtsanwalt und Schriftsteller und ein vom Bildverarbeitungsunternehmer Dr. Robert J. Shillman geförderter Journalist am David Horowitz Freedom Center sowie Autor des Buches Primetime Propaganda: The True Hollywood Story of How the Left Took Over Your TV.

Hier finden Sie den Originalartikel, Of Television and Same Sex Marriage.