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Vertuscht Tony Blair den Pädophilenskandal?

2012/11/29

Wayne Madsen über die Pädo-Regierungen Blair und Bush.

(Wer jetzt überrascht ist, sollte seiner Gesundheit zuliebe langsam anfangen, mit Rauchen, Fernsehen und Tageszeitung aufzuhören.)

6. April 2007 — Während der britische Premierminister Tony Blair im „Adelstitel für Geld“-Skandal strafrechtlich verdächtigt wird, haben wir erfahren, daß es einen noch explosiveren Skandal gibt, den Blair bis jetzt hinter der drakonischen britischen Politik sogenannter „D-Notices“ verstecken konnte — Regierungsanordnungen zur „nationalen Sicherheit“, die den britischen Medien verbieten, über bestimmte Fälle zu berichten.

Im Jahr 1999 führte eine internationale Ermittlung mit dem Decknamen „Operation Ore“ gegen Kinderpornographie und Pädophile durch Großbritanniens „National Criminal Intelligence Service“ allein im Vereinigten Königreich zur Identifizierung von 7.250 Verdächtigen. In dem Fall wurden 1.850 Personen strafrechtlich verfolgt und 1.451 verurteilt. Fast 500 Personen wurden von der Polizei befragt — „unter Vorsicht“ („under caution“), das heißt, sie waren Verdächtige. Gegen 900 Personen wird weiter ermittelt. Im Frühjahr 2003 ergriff die britische Polizei im Rahmen von „Operation Ore“ schließlich einige Hauptverdächtige, darunter hochrangige Mitglieder der Regierung Blair.

Blair erließ jedoch eine „D-Notice“, was in einem Maulkorb für die Presse resultierte, keine Details der Ermittlungen zu veröffentlichen. Als Grund für die „D-Notice“ zitiert Blair den drohenden Krieg im Irak. Die Polizei entdeckte auch Verbindungen zwischen britischen Pädophilieverdächtigen der Labour-Regierung und dem belgischen und portugiesischen Kinderhandel zum Zwecke der Prostitution — darunter Knaben aus dem Waisenhaus Casa Pia in Portugal. (Anm.: Seltsamerweise scheint im Hintergrund an den Marionettenfäden jemand so mächtig zu sein, daß sich auch unsere Massenmedien an alte und neue „D-Notices“ halten und die Namen der Kinderschänder nicht veröffentlichen und auf Rekordauflagen und -umsätze verzichten.)

Tony Blair erstickt Ermittlungen gegen Pädophile

In den Vereinigten Staaten bildete „Operation Avalanche“ das Gegenstück zu „Operation Ore“. Von 35.000 Personen, gegen die ermittelt wurde, klagten die US-Behörden allerdings nur 100 an. Die internationalen Ermittlungen gegen Pädophile begannen, als die Polizei von Dallas und die US-Postpolizei (US Postal Inspection Service) die Büros von „Landslide Productions“ in Fort Worth, Texas, durchsuchten und Aufzeichnungen über Tausende von Personen auf der ganzen Welt, die Kinderpornokunden der Firma waren, beschlagnahmten. Landslides glückliche Tage als ein in Fort Worth ansässiger internationaler Online-Markt für Kinderpornographie war während der Amtszeit von George W. Bush als Gouverneur von Texas. (Anm.: Landslide-Gründer Thomas Reedy wurde ursprünglich zu 1.335 Jahren Gefängnis verurteilt, die Strafe wurde später auf 180 Jahre reduziert.)

WMR hat erfahren, daß die Regierung Bush, wie die von Blair, in Führungspositionen mit Pädophilen besetzt ist. Das Pädophilennetzwerk erstreckt sich auch auf die US-Rüstungsindustrie, insbesondere auf einige der Unternehmen, die am sexuellen Mißbrauch von Minderjährigen in offenen und verdeckten US-Gefängnissen beteiligt waren — in Abu Ghraib, Guantanamo, Afghanistan, Thailand, im Kosovo, und jetzt in drei Gefängnissen in Äthiopien.

Hier finden Sie den Originalartikel, Blair covering up paedophile scandal?

Quizfrage: Wie lang könnte ein Artikel sein, in dem versucht wird, das Problem totzuquatschen?

Sehen Sie selbst und staunen Sie, und sehen Sie sich im Originalartikel ganz unten unbedingt die süßen erotisch angehauchten Ritter spielenden Kinder an, die ich hier nicht zeige, obwohl sie nicht pornographisch sind, aber dennoch die typischen Bilder, die Kinderliebhaber zwischen Aufstehen und Schlafengehen so sammeln.

(Und ja, logisch machen Polizisten bei Ermittlungen auch Fehler, diese Fehler fordern aber regelmäßig sehr viel weniger Menschenleben als die Fehler von Politikern, weil die Polizei naturgesetzlich bedingt nicht so viel stümpert wie die Politik.)

Teil 1:

DOSSIER ‚OPERATION ORE‘: DER (BISHER) GRÖSSTE POLIZEI-, JUSTIZ- UND MEDIENSKANDAL DES NEUEN JAHRTAUSENDS, TEIL 1

39 Selbstmorde wegen hysterischer Ermittler allein im UK

Teil 1: Der Fall „Operation Ore“

Von Karl Weiss

“Operation Ore”, das ist jene grosse Polizeioperation, die 1999 in den USA begann und viele Zehntausende von angeblichen Konsumenten von Kinderpornographie betraf, u.a. auch Pete Townshend. Es hat sich im April/Mai 2007 endgültig herausgestellt, dass sie alle – oder fast alle – Opfer von Ringen von Kreditkartenbetrügern wurden. Sie wurden angeklagt und zum Teil auch verurteilt aufgrund von völlig unzureichenden Anhaltspunkten (ihre Kreditkartendaten waren benutzt worden, um bestimmte Sites zu besuchen, unter denen auch Kinderporno-Sites gewesen sein sollen).

Obwohl jetzt aufgrund der zähen Arbeit des britischen Journalisten und Computer-Spezialisten Duncan Campbell erwiesen ist, sie dürften (fast) alle unschuldig gewesen sein, negiert die Polizei weiterhin die Rehabilitation der Verdächtigen, die zu Opfern wurden. Aber, was das Unglaubliche ist: Nicht eines unserer Massenmedien in Deutschland berichtet über diesen Skandal. Auch in Grossbritannien gibt es wenig öffentliche Information, wo es allein 39 Selbstmorde von so Angeklagten gab.

Auch wenn in Deutschland dieser unglaubliche Fall von Verfolgung Unschuldiger völlig von den Massenmedien unter den Teppich gekehrt wird, zeigt er doch exemplarisch, welche absurden Blüten die „Kinderporno“-Hysterie zu treiben vermag. 7272 Briten und mehr als 1400 Deutsche wurden 2002/2003 und später völlig unschuldig der Kinderporno-Herstellung bzw. des Zusammenhangs mit einem Internet-Kinderporno-Ring verdächtigt und öffentlich angeschwärzt.

Der Kinderporno-Vorwurf wird zum Ersatz der mittelalterlichen Hexenjagd.

Die ganze Aktion, in den USA genannt ‚Operation Avalanche’, in Grossbritannien ‚Operation Ore’, in Deutschland „Operation Pecunia“ oder „Aktion Pecunia“ begann 1999. In den USA hatte das FBI einen Hinweis auf Kinderporno-Sites im Internet bekommen und begann zu ermitteln. Man wurde dann auch schnell fündig. Es gab einen Zugangsschlüssel-Verkäufer für Internet-Sites, davon viele Porno-Seiten, mit dem Namen ‚Landslide’, dessen Besitzer ein gewisser Thomas Reedy war. Angeblich waren unter den vielen Websites und Porno-Sites, die über seine Eingangsseite unter der Bezeichnung ‚Keyz’ liefen(das ist eine Verballhornung von keys, also Schlüssel; man kaufte dort Schlüssel zum Zugang zu anderen Websites), auch Kinderporno-Seiten oder jedenfalls die Ankündigung von solchen.

Eigentlich war das von der Firma ‚Landslide’ im Internet angebotene ‚Keyz’-System eine Zahl- und Zugangsstelle für andere Websites (einschliesslich einer Altersprüfung in bestimmten Fällen; die Altersprüfung findet in den USA durch die Kreditkarten statt, die üblicherweise nur Erwachsenen haben). Es wurden über diese Zahl- und Zugangsstelle so viele Websites angelaufen, die eine Bezahlung zum Zugang verlangten, dass Reedy völlig die Übersicht verloren hatte, welche Sites das waren. In seinem Prozess konnte er glaubhaft versichern, er hatte nicht die geringste Ahnung, ob da eventuell auch Sites mit Kinderpornographie dabei waren. Das nahm man ihm allerdings nicht ab und er wurde verurteilt.

Das FBI erwirkte einen Durchsuchungsbefehl und beschlagnahmte die „Keyz“-Computer. Dort fand man die Nummern und Namen der Kreditkartenbesitzer, die sich Zugang zu Seiten bei ‚Landslide’ erkauft hatten. Auf richterliche Anordnung mussten die Kreditkartenorganisationen die Daten (Adressen usw.) der dazugehörigen Kartenbesitzer herausrücken. Es handelte sich weltweit um etwa 250 000 und allein in den USA um etwa 35 000 Personen, die so in den Verdacht gerieten, etwas mit Kinderpornographie zu tun zu haben. In Grossbritannien waren es 7 272, in Deutschland über 1 400 Personen, in der Schweiz erhielt die Operation den Namen ‚Genesis’ und betraf ebenfalls Hunderte von Verdächtigen. Offenbar sind auch andere Länder betroffen, aber darüber liegen keine Informationen vor.

Es war eine Mitteilung zusammen mit den anderen Dokumenten von den USA in die anderen Länder geschickt worden mit dem Inhalt: Auf der Startsite von ‚Landslide’ bzw. ‚Keyz’ habe es einen Knopf zum Klicken gegeben, der eindeutig als „Kinder-Pornographie“ gekennzeichnet war. Alle, die gezahlt hätten, mussten diesen Knopf angeklickt haben. Damit, so die britische (und wahrscheinlich auch bundesrepublikanische) Polizei, sei ihre Schuld bewiesen, auch wenn man kein Kinderporno auf den Computern findet.

Später (2005) stellte sich heraus, diese Behauptung stimmte nicht. Sie stammte aus der Aussage eines Polizisten, der mit Untersuchungen betraut war, eines gewissen Steve Nelson und wurde später widerrufen. Der Zugang zu ‚Landslide’ oder ‚Keyz’ hatte in Wirklichkeit zunächst nichts mit Kinderpornographie zu tun, wenn auch innerhalb dieses Netzwerks tatsächlich Kinderpornographie angetroffen wurden sein soll.

Duncan Campbell, ein englischer Journalist und Computer-Experte, der jahrelang Aufklärungs-und Recherche-Arbeit in diesen Fall gesteckt hat und der im Jahr 2006 Zugang zu Kopien der Original-Festplatten des ‚Keyz’-Netzwerks erhalten hat, beschreibt den Zusammenhang folgendermassen:

Wenn man auf die Startseite von ‚Keyz’ kam, war nicht der geringste Hinweis auf Kinderporno zu finden. Ging man dann auf eine bestimmte (von zig) Unterseiten, tauchten unten auf der Site sogenannte Fremdanzeigen auf, die ständig wechselten. Zu bestimmten Zeitpunkten konnte jemand, der auf diese Untersite gestossen war, dort den Hinweis finden: „Hier klicken für Kinderporno“. Die entsprechenden Seiten, die dort verlinkt waren (eventell auch nur eine) gab es zum Zeitpunkt der Untersuchungen 2006 nicht mehr.

Hätten die Ermittler in den USA damals direkt diese forensischen Untersuchungen vorgenommen, wären sie wahrscheinlich noch auf die tatsächlichen Kinderpornoseiten gestossen oder eventuell auch auf „Fake“-Seiten (die also nur abkassieren, aber gar nichts zeigen). Es gibt keinerlei Belege, dass die eigentlichen Hersteller der Kinderpornos auf diesen Seiten je zur Rechenschaft gezogen wurden, sofern da wirklich Kinderporno zu sehen war.

In den USA wurden denn auch von den 35 000 Betroffenen lediglich etwa 100 tatsächlich verurteilt, weil man zusätzliche Beweise gefunden hatte, z.B. Kinderporno im Computer. Nicht so in Grossbritannien. Scotland Yard gab sich mit der genannten Mitteilung zufrieden und klagte alle des Konsums von Kinderpornographie an, deren Kreditkarten-Nummer von den US-Behörden übermittelt worden waren.

Es hätte ausgereicht, die Computer von einem Fachmann untersuchen zu lassen, wie das nun erst im Jahre 2006 geschah. Der hätte sofort (und hat dann auch 2006/ Anfang 2007) die Spuren der Fälscher gefunden. Die Kreditkartenüberweisungen wurden nämlich nicht von einzelnen Websites, eine nach der Anderen, gemacht, sondern pulkweise von nur wenigen Sites. Die Ergebnisse der forensichen Untersuchungen der sechs Festplatten von ‚Keyz’ liegen seit Anfang 2007 vor und wurden im wesentlichen im April und Mai 2007 veröffentlicht.

Die britischen (und wohl auch deutschen) Behörden forderten aber gar nicht Kopien der Original-Computer-Festplatten zur forensischen Untersuchung an. Ebensowenig wurde Steve Nelson als Zeuge einvernommen.

So wurden Tausende von Personen völlig unschuldig des Konsums von Kinderporno angeklagt, aufgrund einer schriftlich übermittelten nicht überprüften Aussage eines Polizisten, der niemals in Grossbritannien, der Schweiz oder der Bundesrepublik aussagte. Immer nach dem Motto: „Grosser Bruder von jenseits des Atlantiks befiehl, wir folgen“.

Die Verfolgungen, Festnahmen, Durchsuchungen usw. in Europa begannen 2002/2003 und zogen sich bis vor kurzem hin. Ein Teil der Fälle ist bis heute noch nicht zu den Akten gelegt.

In der Folge der Hausdurchsuchungen und Beschlagnahme von Hunderttausenden von Festplatten, CDs, DVDs, Disketten und anderen Datenträgern waren in den betroffenen Ländern für Jahre wesentliche Teile der Ermittlungskapazitäten der Polizeiapparate lahmgelegt, weil all dies Material auf Kinderpornos durchsucht werden musste. Es kann nur vermutet werden, wieviele ernsthafte Verbrechen ungesühnt blieben, weil man hinter vermeintlichen Kinderporno-Konsumenten her war.

Man lese nur, welch schwerwiegender Polizei-Fehler inzwischen bereits Teil einer Enzyklopädie, dem englischen ‚Wikipedia’ ist:

„…many of the people making charges at child porn sites were using stolen credit card information (and the police arrested the real owners of the credit cards, not the actual viewers). Plus, thousands of credit card charges were made where there was no access to a site, or access to only a dummy site. When the police finally checked, they found 54,348 occurrences of stolen credit card information in the Landslide database. The British police failed to provide this information to the defendants, and some implied that they had checked and found no evidence of credit card fraud when no such check had been done.“

„…viele der Leute, die für den Zugang zu Kinderporno-Sites zahlten, verwendeten gestohlene Kreditkarten-Informationen und die Polizei nahm die wirklichen Kreditkartenbesitzer fest und nicht jene, die wirklich Kinderporno sahen. Ausserdem wurden Tausende von Abbuchungen auf Kreditkarten gemacht, wo es überhaupt keinen Zugang zu Kinderporno-Sites gab oder nur Zugang zu Schein-Sites ohne Inhalt. Als die Polizei am Ende zusammenzählte, fanden sie 54 348 Fälle von gestohlenen Kreditkarten-Informationen in der ‚Landslide’- Daten-Basis. Die britische Polizei gab diese Information aber nicht an die Verteidiger der Verdächtigen weiter, einige Polizisten behaupteten sogar, sie hätten nach Anzeichen von Kreditkartenbetrug gesucht, aber nichts gefunden, obwohl eine solche Suche gar nicht stattgefunden hatte.“

Es wird deutlich, was in England wirklich geschah: Anfänglich sonnte sich die Polizei in der positiven Öffentlichkeit, die sie gewann, als sie scheinbar Tausende von „abscheulichen Kinderschänder-Nestern“ aushob.

Ab dann war es nur noch der Versuch, die wirklichen Tatsachen unter dem Teppich zu halten und die anfänglich gemachten schwerwiegenden Fehler zu rechtfertigen und zu vertuschen. Dazu wurde gedreht, gefälscht und gelogen. Man entschied sich, die einmal erfundene Geschichte weiterhin zu unterstützen, auch wenn dafür alle Regeln der korrekten Polizeiarbeit missachtet werden mussten.

Die Folgen waren tragisch. Es wurde das Leben vieler, vieler Menschen zerstört. Auf der englischen Wikipedia-Site kann man nachlesen, was allein in Grossbritannien geschah:

“In the United Kingdom, it has led to 7,250 suspects identified, 4,283 homes searched, 3,744 arrests, 1,848 charged, 1,451 convictions, 493 cautioned, 879 investigations underway, 109 children removed from suspected dangerous situations and at least 35 suicides.”

„Im Vereinigten Königreich (Grossbritannien) hat die Operation zu 7 250 Verdächtigen geführt, 4 283 Wohnungen wurden durchsucht, 3 744 Personen wurden festgenommen, 1 848 Personen wurden angeklagt, 1451 verurteilt, 493 sind auf Kaution in Freiheit, gegen 879 wird weiterhin ermittelt, 109 Kinder wurden aus vermuteten „gefährlichen Situationen“ entfernt und mindestens 35 der angeklagten Personen begingen Selbstmord.“

Die Zahl der Selbstmorde, allein in Grossbritannien, ist inzwischen auf 39 gestiegen. Wie viele sich in Deutschland umgebracht haben, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden.

In der Praxis sah das typischerweise so aus: Das Haus oder die Firma des Verdächtigen wurde von einer Heerschar von Polizisten heimgesucht. Der Presse und anderen Medien gab man bereitwillig Auskunft, wer und warum hier im Verdacht stehe. Innerhalb von kurzer Zeit wurde die Nachricht in alle Winde gestreut: „Der Herr X hat etwas mit Kinderporno im Internet zu tun!“

Die Familie, Nachbarn, Freunde, Kunden, Bekannte, Arbeitskollegen, Vorgesetzte, Richter in Scheidungsprozessen (und Personen, die bekannte Persönlichkeiten kannten,), Geschäftspartner, Kunden, alle wussten, der Mann war mit einem Grossaufgebot der Polizei wegen Kinderporno im Internet bedacht worden. Er musste also ein Schwerverbrecher sein.

In fast allen Fällen wurde der Beschuldigte zumindest zeitweise ins Gefängnis gesteckt, was für die Öffentlichkeit den Eindruck schwerster Verbrechen noch verstärkte. Viele kamen nur durch Bezahlen einer Kaution frei, was immer bereits ein Anerkennen der Schuld beinhaltete und in der Regel nur bei Verbrechen, nicht bei Vergehen, angewandt wird.

Angesichts der Tatsache, dass fast alle Menschen kaum jemand mehr verabscheuen als solche, die Kinder missbrauchen und daraus Vorteil mit Bildern im Internet schlagen, ist diejenige Person damit erledigt. Ausser vielleicht Kindermord gibt es keinen vernichtenderen Verdacht als diesen. Es gibt kaum einen Bekannten mehr, kaum ein Familienmitglied, kaum Freunde oder kaum Ehefrauen, die mit so einem Individuum noch etwas zu tun haben wollen.

Macht man sich klar, dass fast alle (oder sogar alle) Verdächtigen unschuldig waren und niemals Kinderporno im Net angesehen haben, geschweige denn etwas mit der Herstellung solcher Pornofilme oder –bilder zu tun hatten, ist das schwerwiegend.

Zwar gab es in vielen Fällen vereinzelte Ehefrauen, Freunde oder Bekannte, vor allem aber Mütter, die den verzweifelten Beteuerungen der Betroffenen Glauben schenkten, sie hätten nichts mit Kinderporno zu tun, aber fast alle wurden direkt in die Hölle befördert, wie die meisten von ihnen das beschrieben: Sie wurden entlassen, die Frauen liessen sich scheiden, Freunde kannten sie nicht mehr, jegliche sozialen Kontakte wurden fast unmöglich – aber am schwerwiegendsten war für die meisten, denen das geschah: Die Kinder wurden ihnen weggenommen.

Dies betraf nicht nur die oben genannten 109 „Entfernungen von gefährdeten Kindern“, sondern weit mehr, denn dazu kamen die Fälle, in denen die geschiedenen Ehefrauen, die natürlich die Kinder zugesprochen bekamen, mit dem Argument dieser Verdächtigung jegliches Besuchsrecht des Vaters verhindern konnten.

Auch heute noch, nachdem bereits klar geworden ist, dass es sich praktisch ausschliesslich um Unschuldige handelt, sind viele Väter völlig von ihren Kindern getrennt.

Eine andere schwere Folge für einen Teil der Betroffenen war die öffentliche Blossstellung gegenüber Geschäftspartnern ihrer Firmen. Wer wollte wohl noch mit verurteilten „Pädophilen“ irgendeine Art von Geschäften machen? Es ist nicht bekannt, wieviele Unternehmen schliessen mussten, aber auch der Verlust von allen Computern einschliesslich der Backup-Kopien und damit von jeglicher Dokumentation führt regelmässig in solchen Fällen schon zum Schliessen der Firma.

Dagegen steht das, was den Tausenden von Verdächtigen (in Wirklichkeit Opfern) überhaupt vorgeworfen wurde, in keiner Relation. Es handelte sich ja nicht um den Vorwurf, Kinder missbraucht zu haben oder Fotos von Sex mit Kindern ins Internet gestellt zu haben, sondern um den weit weniger schweren Vorwurf, sich im Internet zur Verfügung stehende Bilder von Sex mit Kindern angesehen zu haben.

Auf dieses Delikt (Konsum von Kinderporno) steht zum Beispiel in Deutschland maximal 2 Jahre Gefängnis in schweren Fällen, das entspricht dem Strafmass von Sachbeschädigung. Bei einer Erstverurteilung heisst das in der Regel Geldstrafe oder Strafe auf Bewährung. Der Schaden, der den Verdächtigten entstand, wäre also auch dann nicht angemessen zum Vorwurf gewesen, wenn es sich tatsächlich um Konsumenten von Kinderpornos gehandelt hätte. Es ist möglich, dass sich unter den Verdächtigten auch wirklich solche Konsumenten befanden, aber das kann heute gar nicht mehr festgestellt werden – vor allem nicht, da es keinen Zugang für eventuell von Verteidigern beauftragten Sachverständige zu den sechs Original-Festplatten des ‚Keyz’-Netzwerks oder Kopien davon gibt.

Schuldsprüche

Warum, so wird man nun natürlich fragen, sind dann aber wirklich Viele verurteilt worden? Nun, in den USA wurden, sei es Zufall oder nicht, bei etwa 100 der 35000 Betroffenen Kinderporno auf den Computern angetroffen, das sind also 3 Promille der Verdächtigen. Dies hätte schon zu Vorsicht in den anderen Ländern führen müssen, denn es ist extrem unwahrscheinlich, dass 99,7% derer, die Kinderporno im Internet kaufen, nichts davon auf ihren Computer herunterladen. Da hätte der Verdacht auf gestohlene Kreditkarten-Informationen schon automatisch kommen müssen.

In Grossbritannien wurden 1 451 Personen verurteilt, das sind fast hundert Mal mehr im Verhältnis zu den 7 250 Verdächtigen als im Vergleich in den USA. In den USA waren es 0,3%, in GB 20%. Das hätte die Gerichtsbarkeit im UK schon aufmerksam werden lassen müssen, denn die US-Gerichtsbarkeit hat nicht im mindesten den Ruf, Kinderporno-Fälle lasch zu bestrafen, eher im Gegenteil.

Gehen wir näher in die Verurteilungen in England, so stellt sich schnell heraus, fast alle beruhen auf einem ‚Deal’, so wie auch jene von Pete Townshend. Das angelsächsische Recht kennt die Möglichkeit von ‚Deals’, das bedeutet, gegen den Preis, sich schuldig zu bekennen, wird derAngeklagte nur zu einer geringen Strafe verurteilt (gering im Verhältnis zum ursprünglichen Vorwurf). Da in diesem Fall von Konsum von Kinderporno die möglichen Strafen sowieso schon niedrig waren, blieben teilweise nur noch symbolische Strafen übrig.

So erhielt zum Beispiel Pete Townshend, die berühmteste der Personen, die angeklagt waren, nur eine „Strenge Verwarnung“, musste sich dafür aber schuldig bekennen und dies ist auch als strafrechtliche Verurteilung in den Akten. Ebenso ist er auf der öffentlich zugänglichen Liste der „Sex-Offender“ (sexuelle Angreifer) geführt.

Nun benutzt die Polizei, im April 2007 zu diesen neuen Entdeckungen über den Kreditkartenschwindel im Fall befragt, diese Tatsache als Ausrede, um zu verhindern, sich entschuldigen und eigene Fehler zugeben zu müssen. Man höre die Antwort, die der leitende Polizist und Direktor des „Child Exploitation and Online Protection Centre“ und wesentlicher Leiter der ‚Operation Ore‘ in England, Jim Gamble, dem BBC-Kanal 4 auf die Vorhaltungen bezüglich des polizeilichen Vorgehens sagte:

„Es handelt sich hier nicht um Kreditkarten-Fälschung (…) Der grösste Teil der Verurteilten hat sich … vor Gericht … für schuldig erklärt.“

Das ist, um es vorsichtig auszudrücken, infam.

Sehen wir uns die Situation der 1 451 verurteilten Peronen an (oder jedenfalls der überwältigenden Mehrheit von ihnen), als die Gerichtsverfahren eröffnet wurden: Fast alle hatten alles verloren, was ihnen lieb und teuer war, obwohl sie wussten, sie waren unschuldig. Soweit sie Polizisten waren, Richter, Lehrer oder Seelsorger (es war auch ein stellvertretender Schulleiter darunter), auch ihre Arbeit.

Zu all dem drohte ihnen nun auch noch eine Gefängnisstrafe, denn die Verteidiger mussten ihnen mitteilen: Trotz der unakzeptablen Beweislage (die eigentlich niemals hätte zu einer Verurteilung führen dürfen, noch nicht einmal zu Haftbefehlen) würde angesichts der aufgewühlten öffentlichen Meinung und der allgemeinen öffentlichen Hysterie angesichts von Kinderpornofällen eine Verurteilung extrem wahrscheinlich sein.

In dieser Situation wurde ihnen vom Staatsanwalt (der ja Verurteilungen vorweisen muss) der Deal angeboten: Wenn er sich des Delikts Konsum von Kinderporno schuldig erklärt, erhält er nur eine symbolische Strafe (wie Townshend) oder eine Bewährungsstrafe.

So ging ein grosser Teil von ihnen auf den ‚Deal’ ein, was heute von den verantwortlichen Polizisten als Beweis für das Zutreffen der Anklagen gewertet wird. So wird ein System sich selbst erfüllender Prophezeiungen geschaffen, basiert auf der allgemeinen Kinderporno-Hysterie. Die ‚Organisation der Geschädigten von Operation Ore‘ nennt das moderne Hexenjagd.

Kreditkartenbetrug

Wie ging der Kreditkartenbetrug vor sich? Kriminelle Grossorganisationen wie auch kleine Einzelverbrecher beschaffen sich die Kreditkartennummern, Ablaufdaten, die dazugehörigen Namen und, wenn nötig, auch die zweistellige Nummer auf der Rückseite der Karte, die als Schutz gegen solchen Betrug gilt.

Dazu gibt es verschiedene Methoden. Die damals meist verwendete ist das Hacken von Internet-Verkaufsseiten, wo der Käufer alle diese Daten eingeben muss und wo sie der Hacker „abschöpft“. Ein guter Hacker kann so Tausende von Datensätzen pro Tag erlangen.

Eine andere Methode sind Lockvogel-Angebote zu unglaublich niedrigen Preisen im Internet, wo man die Datensätze gutgläubiger Käufer erlangt, das versprochene billige Gut aber natürlich nie den Käufer erreicht.

Dieser letzte Fall war der Trick, mit dem man eine grosse Anzahl der britischen Angeklagten der Operation Ore um ihre Kreditkarteninformationen gebracht hatte. Es handelte sich in diesem Fall um eine in Florida beheimatete Website, die Luxusgüter wie zum Beispiel ganze Garten-Grills und ähnliches im Internet zu interessanten Preisen zum Verkauf anboten. Das erklärt, warum relativ viele gutsituierte Personen unter den Verdächtigen in Grossbritannien waren.

Der dritte und heute meist verwendete Schwindel, um an einen Satz kompletter Kreditkarten-Daten zu kommen, ist das heute als „Phishing“ schon berühmte Verfahren. Man offeriert den Zugang zu einer grossen Porno-Website (oder einer anderen Site mit vielen Interessenten) zu einem extrem geringen Preis, in der Anfangszeit meist ein Dollar, heute üblicherweise 1,99 Dollars. Man muss zum Bezahlen alle Karten- und persönlichen Daten eingeben (angeblich, um eine Altersüberprüfung durchzuführen) und schon hat der Verbrecher einen kompletten Datensatz, den er selbst verwenden oder im Internet zum Verkauf anbieten kann.

Diese Art von Kreditkartenschwindel wird „Carding“ genannt. Die Daten wurden von Mitte der Neunziger Jahren an in internationalen Schwarzmärkten über das Internet zum Kauf angeboten. Es gab Websites mit nur Mitgliederzutritt und auch Chat-Gruppen, wie „Carders market“, „Dark market“, „Talk Cash“ und „The Vouchard“, in denen ganze Wagenladungen solcher gestohlener Kreditkarten-Informationen angeboten und verkauft wurden. Die Preise reichten von 30 Dollar für eine einzelne, noch nicht kriminell verwendete VISA-Gold-Karte bis hin zu einem „Bulk“ von 4000 gestohlenen American-Express-Karten-Daten zum Vorzugspreis von 10 000 Dollar, also gerade mal 2 Dollar 50 pro Stück.

„Carding“ über „Fake“- oder wirkliche Porno-Sites ist der einfachste Weg, Millionen zu machen, denn es braucht nichts geliefert zu werden. Man kann aus entfernten Ländern arbeiten (so war die Website bei der letzhin von der deutschen Polizei verfolgten ‚Operation Mikado’ auf den Philippinen gehostet).

Man öffnet eine Porno-Site, eventuell auch einfach nur ein Titelblatt mit einem fetzigen Titel und benutzt nun die Kreditkarten-Daten, die man gephished oder gekauft hat, um Abbuchungen von den Konten der Kreditkartenbesitzer vorzunehmen. Daher kommen dann Zahlungen im Bulk statt eine nach der anderen von einzelnen Seiten. Üblicherweise werden kleinere Beträge von unter 50 Dollar im Einzelfall abgebucht. Man wiederholt diese Abbuchungen monatlich, so als ob der Kreditkartenbesitzer sich Zugang gekauft hätte mit monatlichen Zahlungen.

Nur ein Teil der Kreditkartenbesitzer verlangen üblicherweise die Rückzahlung von ihren Kreditkartenorganisationen über die Bank, welche die Kreditkarte ausgestellt hat (was bei zurückliegenden Fällen extrem schwierig und arbeitsaufwendig ist, wie der Autor bestätigen kann, der selbst schon Opfer einer solchen Straftat geworden ist). Die meisten der Kreditkartenbesitzer bemerken diese Abbuchungen gar nicht oder können nicht herausfinden wie man Rückzahlungen bekommt.

Im zweiten Teil: Die Berühmtheiten unter den Verdächtigen, die Rolle der Polizei; im dritten Teil: Die Rolle der Politik und der Massenmedien

Veröffentlicht am 10. Juli 2007 in der Berliner Umschau

Teil 2:

DOSSIER `OPERATION ORE`, TEIL 2: DIE BERÜHMTHEITEN UNTER DEN VERDÄCHTIGTEN, DIE ROLLE DER POLIZEI

Teil 2: Die Berühmtheiten unter den Verdächtigten und die Rolle der Polizei

Von Karl Weiss

“Operation Ore”, das ist jene grosse Polizeioperation, die 1999 in den USA begann und viele Zehntausende von angeblichen Konsumenten von Kinderpornographie betraf, u.a. auch Pete Townshend. Es hat sich im April/Mai 2007 endgültig herausgestellt, dass sie alle – oder fast alle – Opfer von Ringen von Kreditkartenbetrügern wurden. Sie wurden angeklagt und zum Teil auch verurteilt aufgrund von völlig unzureichenden Anhaltspunkten (ihre Kreditkartendaten waren benutzt worden, um bestimmte Sites zu besuchen, unter denen auch Kinderporno-Sites gewesen sein sollen).

Obwohl jetzt aufgrund der zähen Arbeit des britischen Journalisten und Computer-Spezialisten Duncan Campbell erwiesen ist, sie dürften (fast) alle unschuldig gewesen sein, negiert die Polizei weiterhin die Rehabilitation der Verdächtigen, die zu Opfern wurden. Aber, was das Unglaubliche ist: Nicht eines unserer Massenmedien in Deutschland berichtet über diesen Skandal. Auch in Grossbritannien gibt es wenig öffentliche Information, wo es allein 39 Selbstmorde von so Angeklagten gab.

Die betroffenen „Celebrities“

Der bekannteste Fall in Grossbritannien (ausserhalb der Musiker-Fälle) war der des Polizisten Brian Stevens, der zu jahrelangen entsetzten Äusserungen in Leserbriefen und im Internet führte.

Es hatte kurz vor dem Beginn der „Operation Ore“ in England einen Aufsehen erregenden Fall gegeben, indem zwei Mädchen, Holly und Jessika, entführt und ermordet worden waren. Stevens hatte als Polizist in besonders herausragender Weise während des ganzen Falls Jessikas Eltern beigestanden und sie auf dem Laufenden gehalten. Die Intimität mit der Familie ging so weit, dass sie den Polizisten auf der Beerdigung ein Gedicht vortragen liess. Die Revolverblätter hatten tränentreibende Geschichten veröffentlicht und Brian Stevens war fast zu einer Art von Nationalhelden geworden, jedenfalls zum Beispiel eines wirklich guten Menschen.

Eine Woche später ging die Nachricht durch den Blätterwald, er sei wegen Kinderporno im Internet festgenommen worden.

Das Entsetzen war englandweit. Wenn ein so guter Mensch zu so etwas fähig war, dann gab es niemand mehr, dem man trauen konnte, niemand, der noch Hoffnung auf eine Zukunft der Menschheit geben konnte, dann war alles verloren!

Selbst in deutschen Internetforen wurde dieser Fall diskutiert, unter anderem unter der Überschrift „Da fehlen mir die Worte“.

Stevens wurde vom Dienst suspendiert, musste Untersuchungshaft und Hausdurchsuchung sowie die öffentliche Anprangerung über sich ergehen lassen. Das letzte, was man von ihm gehört hat, ist der Prozess gegen ihn, dessen Ausgang noch offen ist und die Gewissheit, er werde aus dem Polizeidienst entlassen.

Einer anderer der Betroffenen war der Direktor der englischen Filiale der City Bank, John Adams. In den Jahren 1998 und 1999 wurde die Kreditkarte seiner Familie mehrmals von Verbrechern belastet, in diesem Fall die bekannte Gambino-Mafia-Familie, die später Vorbild der Fernsehserie „The Sopranos“ war. Die Gambinos verkauften die Daten zum Teil und nutzten sie auch selbst. Im Juni 1999 waren seine Kreditkarten-Daten erneut zweimal benutzt worden, diesmal um auf eine der Kinderporno-Seiten im Landslide-Netzwerk zuzugreifen (so jedenfalls 7 Jahre später die Anklage der Polizei).

Im Mai 2006 sah sich Adam einer Armee von Polizisten gegenüber, die in sein Haus eindrangen und alle persönlichen Sachen der Familie durchwühlten. Die herbeigeholten Anwälte machten die Polizisten auf die Möglichkeit des Kreditkartenschwindels aufmerksam, aber nach deren Aussage grinsten diese nur darüber. Sie hätten angeblich noch nie von Kreditkartenschwindel gehört. Erst eine zweitägige Gerichtsverhandlung im September 2006 konnte klären, was passiert war. Adams, der bereits wusste, was faul war, hatte sich auf keinen ‚Deal’ eingelassen.Schliesslich gab die Polizei zu, er sei unschuldig und entschuldigte sich bei ihm.

Ein anderer Berühmter unter den Opfern von „Operation Ore“ war Paul Grout aus Hull, ein Arzt, der einen Einsatz zur Rettung vom Menschenleben bei einem grossen Eisenbahnunfall in Selby geleitet hatte und seitdem als Nationalheld in England galt. Seine Kreditkartendaten wurden nicht Opfer der US-Mafia, sondern von zwei indonesischen Gangstern gephished. Im Oktober 2002 drangen Polizisten „wie Sturmtruppen“ in sein Haus ein, wie seine Frau berichtete. Danach kamen nach ihrer Aussage „18 Monate reine Hölle“. Auf seinen Computern und Datenträgern wurde nichts gefunden, trotzdem wurde er der Anstiftung zur Verbreitung von Kinderporno angeklagt. Erst nach zwei Jahren fand sich schliesslich ein Richter, der dem Albtraum ein Ende bereitete. Der Richter seines Prozesses sagte, die Anklage beruhe auf „Unsinn“ und wies die Geschworenen an, ihn freizusprechen. Er konnte mit dem Berühmten-Bonus rechnen, doch viele weniger Bekannte waren nicht so glücklich.

Ein dritter mehr oder weniger Berühmter unter den Opfern der modernen Hexenjagd war der leitende Manager einer Computerfirma Brian Cooper aus Brighton. Er kaufte Fahradteile im Internet bei einer US-Firma mit seiner Kreditkarte und wurde dabei von einem Hacker aus Indonesien seiner Daten beraubt (auch andere Betroffene in Grossbritannien gaben an, im Internet Fahradteile gekauft zu haben). Bei der Hausdurchsuchung, die auch bei ihm mit absolut übertriebenem Personalaufgebot durchgeführt wurde, sagte man seiner Frau, er stelle eine Gefahr für die Kinder dar.

Man brauchte 6 Monate, um die Computer zu untersuchen und fand nichts. Cooper hatte zum Zeitpunkt der Hausdurchsuchung bereits die falschen Abbuchungungen auf seiner Kreditkarte angezeigt, aber auch das half ihm nicht. Die Polizei weigerte sich, seine Unschuld zu bestätigen und sich zu entschuldigen. Die E-Mail-Adresse, unter der er angeblich Zugang zu Kinderporno erreicht haben sollte, lautete a@a.com, was jeden vernünftigen Polizisten bereits aufmerksam hätte werden müssen. Schliesslich, im April 2006, entschuldigte sich die Polizei von Sussex bei ihm und erklärte, die Untersuchungen seinen offensichtlich unnötig gewesen.

Die Musiker

Die bei weitem Berühmtesten unter den Betroffenen aber waren die Rock-Musiker. Da war einmal der „Massive Attack“-Star Robert del Naja (alias „3D“) und da war eben Pete Townshend, der legendäre Vormann, Textschreiber und Komponist von „The Who“, der auch als Solo-Musiker und in anderen Gruppen wichtige Erfolge hatte. Einer seiner Songs, „Who are you?“, ist heute Titelmelodie der häufig gesehenen US-TV-Serie CSI. Inzwischen gibt es auch wieder „The Who“, wobei von der Originalbesetzung Pete Townshend und Roger Daltrey übrig geblieben sind.

‚The Who’ sind eine der ersten grossen und einflussreichsten Bands in der gesamten Geschichte des Rock ´n Roll. Ab dem Moment, als ihr Song „My Generation“ 1965 in die Charts kam, war der Rock nie wieder derselbe. Ihr Album „Thommy“ von 1969 hat die Art, Alben zu machen, grundlegend verändert. Pete Townshend hat sogar die Anschlagtechnik der Gitarristen verändert, als er die bekannte „Windmühle“ erfand. Auf dem inzwischen legendären Festival von Woodstock in den USA waren die Who eine der Hauptattraktionen. Aus der heutigen Sicht kann Pete Townshend als einer der wesentlichsten Musiker des 20.Jahrhunderts angesehen werden.

Townshend und del Naja waren – stellvertretend für die anderen – vom ersten Moment der „Operation Ore“ an in den Mittelpunkt des Interesses getreten, denn die britische Polizei hatte beide Namen gezielt an die Presse durchsickern lassen, noch bevor die beiden selbst von ihrem Schicksal wussten.

Da immer mit dem Namen Pete Townshend verbunden, wurde die „Operation Ore“ zu einem Medienereignis, was die reine Mitteilung von Festnahmen und Hausdurchsuchungen niemals geworden wäre. Die gesamte europäische Presse, das Fernsehen, die Rundfunksender stürzten sich geifernd auf die neue Sensation: Pete Townshend ist Kinderschänder! Kein noch so kleiner Fernsehsender, der nicht seine Schwarte an dem Musiker wetzen musste: Pete Townshend ist Kinderschänder!

Das ist, vor allem wenn man die persönliche Tragödie von Pete Townshend in Betracht zieht, eine Ungehäuerlichkeit.

Als die Hausdurchsuchungen bei den Musikern begannen, auch hier von einem Riesenaufgebot von Polizisten durchgeführt, war bereits nach zehn Minuten die gesamte Presse und das Fernsehen mit laufender Kamera vor dem Haus. Die Musiker wurden abgeführt wie Schwerverbrecher, vor den Augen der Welt!

Sie wurden auch keineswegs nach kurzer Zeit wieder freigelassen, wie das eigentlich hätte selbstverständlich sein müssen, sondern bei del Naja wurde die volle Spanne von 48 Stunden ausgenutzt, die man einen Verdächtigen ohne Haftbefehl festhalten kann, während Pete Townshend die negative Seite der Berühmtheit kennenlernte: Es wurde Untersuchungshaft gegen ihn verhängt und eine Kaution festgelegt, bei deren Bezahlung er bedingt freikommen könnte. Kaution zahlen bedeutet aber immer gleichzeitig Anerkennung von Schuld. Wer unschuldig ist, braucht nicht auf Kaution freikommen. Theoretisch!

Auch viele anderen der Angeklagten der „Operation Ore“ wurden in Untersuchungshaft gesteckt und kamen nur gegen Kaution frei, wodurch sie schon ihre Schuld anerkannt hatten. Bei Pete Townshend, dem ersten in der Reihe, gab es ein besonderen Grund: Er hatte bei seinem ersten Verhör in Polizeigewahrsam zugegeben, sich im Internet Zugang zu einer Kinderporno-Site verschafft zu haben. Man hatte ihm verweigert, Details dessen, was man ihm eigentlich vorwarf, zu offenbaren und er war automatisch davon ausgegangen, die Polizei hätte seinen tatsächlichen Ausflug in die Welt des Kinderporno herausgefunden.

Pete Townshend hat nämlich ein spezielles Verhältnis zur Frage des sexuellen Angriffs auf Kinder: Er ist sich fast sicher, als Fünf- oder Sechsjähriger von einem Verwandten missbraucht worden zu sein, denn er hatte Blitz-Erinnerungen an solche Szenen. Dies ist typisch für vergewaltigte Kinder: Sie verdrängen die Erinnerungen, sie kommen aber in bestimmten Zusammenhängen als kurze, blitzartige ‚Flash-Lights’ in das Gedächtnis zurück.

Die Rock-Oper „Thommy“, deren Text und Musik von Pete Townshend ist, enthält u.a. auch die Szene des von seinem Onkel missbrauchten Titelhelden („I’m your wicked uncle Ernie“).

Aus diesem Grund hatte Pete Townshend, der an seiner Biographie arbeitete, versucht, sich besser an das Geschehene zu erinnern und zu diesem Zweck eine Kinderporno-Site im Internet besucht, denn er dachte, dann käme die Erinnerung an jene Szenen zurück. Nur war jene Kinderpornosite keine von den Landslide-Sites, es war ein völlig anderer Fall. Da er aber glaubte, erwischt worden zu sein, versuchte er den verhörenden Beamten zu erklären, warum er dies getan hatte.

Die hatten natürlich nichts anderes zu tun, als sofort der Weltöffentlichkeit mitzuteilen, Pete Townshend hätte gestanden.

Was daraus in den Massenmedien wurde, kann man sich vorstellen: Pete Townshend ist Kinderschänder und er hat bereits gestanden! Er hat behauptet, die Kinderpornosite für seine Biographie angeklickt zu haben! Das ist die lausigste Ausrede des Jahrhunderts!

Del Naja wurde bereits nach einem Monat in dürren Worten mitgeteilt, die Anklage sei fallengelassen worden, man habe nichts auf den Computern gefunden. Eine Entschuldigung hat er bis heute nicht erhalten. Allerdings hat das Britische Innenministerium im Jahre 2006 die neue Kinder-Schutz-Organisation der britischen Sicherheitskräfte mit einem Song an die Öffentlichkeit gebracht, der von Del Naja geschrieben wurde, „Teardrop“. Auch eine Art von Entschuldigung.

Pete Townshend dagegen war aufgrund seines voreiligen „Geständnisses“ tief im Fall verstrickt. In Wirklichkeit hatte man gar nichts gegen ihn in der Hand. Auf seinen Computern wurde keinerlei Kinderporno gefunden. Die Site, die er angeblich innnerhalb des Landslide-Netzwerkes angeklickt haben sollte, mit Namen „Alberto“, hatte ausserdem nichts mit Kinderporno zu tun.

Jedenfalls sahen seine Anwälte angesichts der allgemeinen Hysterie über den bekannten Rockmusiker als Kinderschänder (hatte man nicht schon immer gewusst, Rock-Musik ist kriminell?) keinen besseren Ausweg, als ihm die Annahme der Kautionszahlung und dann auch die Annahme des angebotenen Deals zu empfehlen. So ist Pete Townshend heute auf der offiziellen britischen Liste der „Sex Offenders“, wo eigentlich nur Kinderschänder und Vergewaltiger und ähnliche Verbrecher gelistet sein sollten.

Pete Townshend beschreibt fast wortgleich mit Anderen die Zeit unter Verdacht und Anklage als eine durchlebte Hölle und die ganze Aktion als eine Hexenjagd.

Die Rolle der Polizei und der anderen Sicherheitsorgane

Die Polizei hat vom ersten Augenblick der Operation Ore an immer versucht, den Unterschied zwischen Kinderschändern, die also selbst Sex mit Kindern machen oder sie dazu veranlassen, Sex zu machen sowie von Herstellern von Kinderpornos in Bild oder Video und von Kinderporno-Verkäufern im Internet einerseits und von reinen Konsumenten von Kinderporno andererseits zu verwischen. Dadurch appellierte sie an die einstimmmige Empörung der öffentlichen Meinung über Leute, die mit Kindern Sex machen und über Leute, die Kinder zu Sex veranlassen und fotografiern und filmen.

Nicht ein einziges Mal während der ganzen Vorgänge hat jemand von der Polizei klargestellt, es handele sich ausschliesslich um den Verdacht des KONSUMS von Kinderporno und nicht um Herstellung oder Verbreitung von Kinderporno. Im Gegenteil, es wurden bei einer Reihe von Angeklagten auch die Vorwürfe der Verbreitung von Kinderporno mit in die Anklage aufgenommen, obwohl dafür überhaupt keine Anhaltspunkte, geschweige denn Beweise vorlagen. Bis heute verteidigt die britische Polizei die völlig unverhältnismässigen Mittel der Operation u.a. damit, es sei ja eben auch in einer Anzahl von Fällen um Verbreitung von Kinderporno gegangen.

Verurteilt wurde nie jemand für die Verbreitung. Damit steht fest, Polizei und Staatsanwaltschaft haben böswillig gehandelt, als sie den Vorwurf der Verbreitung mit in einige Anklagen aufnahmen. Es ging darum, die Absurdität der ganzen Aktion zu verschleiern.

Hier ergibt sich auch eine Parallele mit der im Jahr 2007 von der Polizei in Sachsen-Anhalt durchgeführten ‚Operation Mikado’. Auch hier hatte man lediglich Konsumenten im Visier, weil es zu umständlich war, die Täter zu finden, die sich hinter einer philippinischen Site versteckten. Auch hier wurde wieder und wieder in den Medien die Aussagen der Polizisten und Staatasanwälte von ‚Kinderschändern’, von ‚Kinderporno-Ringen im Internet’ und von ‚Pädophilen’ widergegeben, während in Wirklichkeit nur nach Konsumenten gefahndet worden war.

In diesem Fall war ja die vom Bundesverfassungsgericht ausdrücklich verbotene Rasterfahndung angewandt worden, also das Anwendung eines Rasters, das automatisch und in der weiten Überzahl Nicht-Betroffene erfasst. Als ein Rechtsanwalt gegen diesen Verfassungsbruch Klage einreichte, tat der Vorsitzende des Verbandes der Kriminalbeamten ein Übriges, wiederum die Unterschiede verwischend und erklärt, ein Erfolg dieser Klage wäre ein Durchbruch für die „Kinderschänder“. Die Vermischung der Täter mit den Konsumenten hat also Methode.

Hauptsächlich aber haben Polizei, Richter und Staatsanwaltschaften gesündigt, als sie völlig unverhältnismässige Mittel im Verhältnis zum schlichten Vorwurf des Konsums eingesetzt haben (noch einmal: das entspricht in der Schwere einer einfachen Sachbeschädigung). Hausdurchsuchungen mit riesigen Anzahlen von Polizisten, Untersuchungshaft, Durchsickern-Lassen von Namen und Terminen von Hausdurchsuchungen an Presse und Fernsehen, Kautionen für Freilassung, Deals mit den Verteidigern, all dies war extrem unverhältnismässig zum Vorwurf des Konsums.

Der Eindruck bei allen, die irgendeinen Kontakt zu einem der Verdächtigten hatten, war: Es konnte sich nicht um einfachen Konsum von Kinderpornobildern handeln. Es musste auch zumindest die Mitgliedschaft in Internet-Kinderpornoringen mit betroffen sein.

In Teil 3 von `Operation Ore`: Die Rolle der Politik und der Massenmedien

Veröffentlicht am 12. Juli 2007 in der Berliner Umschau

Teil 3:

DOSSIER `OPERATION ORE`, TEIL 3: DIE ROLLE DER POLITIK UND DER MEDIEN

Teil 3: Die Rolle der Politik und der Medien

Von Karl Weiss

“Operation Ore”, das ist jene grosse Polizeioperation, die 1999 in den USA begann und viele Zehntausende von angeblichen Konsumenten von Kinderpornographie betraf, u.a. auch Pete Townshend. Es hat sich im April/Mai 2007 endgültig herausgestellt, dass sie alle – oder fast alle – Opfer von Ringen von Kreditkartenbetrügern wurden. Sie wurden angeklagt und zum Teil auch verurteilt aufgrund von völlig unzureichenden Anhaltspunkten (ihre Kreditkartendaten waren benutzt worden, um bestimmte Sites zu besuchen, unter denen auch Kinderporno-Sites gewesen sein sollen).

Obwohl jetzt aufgrund der zähen Arbeit des britischen Journalisten und Computer-Spezialisten Duncan Campbell erwiesen ist, sie dürften (fast) alle unschuldig gewesen sein, negiert die Polizei weiterhin die Rehabilitation der Verdächtigen, die zu Opfern wurden. Aber, was das Unglaubliche ist: Nicht eines unserer Massenmedien in Deutschland berichtet über diesen Skandal. Auch in Grossbritannien gibt es wenig öffentliche Information, wo es allein 39 Selbstmorde von so Angeklagten gab.

Die Rolle der Politik

Charakteristisch für die Teilnahme der Politiker an Internet-Kinderporno-Fällen ist die der sachsen-anhältischen Innenministerin im Fall „Operation Mikado“. Da waren ja insgesamt 22 Millionen Namen von Bundesbürgern anhand ihrer Kreditkarten von VISA und Mastercard (Eurocard) überprüft worden, eine Rasterfahndung mit Einbeziehen von Millionen Unbeteiligten, die vom Bundesverfassungsgericht mit Bezug auf einen früheren Fall ausdrücklich als grundgesetzwidrig eingestuft wurde.

Was die Ministerin dazu auf einer Pressekonferenz freudestrahlend verkündete, war atemberaubend: Man habe ja private Firmen mit der Auswahl der Betroffenen beauftragt (nämlich die beiden Kreditkarten-Unternehmen), daher könne von polizeilicher Rasterfahndung keine Rede sein.

Das lässt Düsteres für die Zukunft ahnen: Der Bundestrojaner wird dann wohl auch von privaten Unternehmen in unsere Computer eingeschleust werden, wenn alle Computerbesitzer der Bundesrepublik in ihren privatesten Äusserungen im Internet überwacht werden.

Das Thema der „Kinderschänder“, der „Pädophilen“ (die der damalige Kanzler Schröder gleich generell auf Dauer weggesperrt wissen wollte) und der „Internet-Porno-Ringe“ ist schlicht ein Lieblingsthema der Politker-Kaste. Es bietet alles, was den Stolz der Ungeliebten erfreut:

  • Zunächst lenkt es in idealer Weise ab. Man braucht nur die „Kinderschänder“ hochzuspielen (auch wenn sie sich dann nur als Verdächtige des Konsums von Kinderporno im Internet herausstellen) und schon wird das Herz jedes Bundesbürgers mit Abscheu erfüllt und er geht in holder Eintracht mit dem Politker auf die Jagd nach den abscheulichen Verbrechern. Da bleibt dann kein Platz mehr für Abscheu vor dem Politker, der gerade beschlossen hatt, kleine arme Länder wie Afghanistan mit Truppen und Bomben zu überfallen oder Hartz IV beschlossen hat, die Armut in der Bundesrepublik auf neue Höhen treibend, oder die Rente mit 67 (demnächst mit 70), oder die erneute Kürzung der Renten oder die Verpflichtung der Eltern, ihre Kinder von bis zu 25 Jahren weiter bei sich wohnen zu lassen, wenn sie keine Arbeit finden, oder sich in die enge Umarmung mit dem US-Präsidenten zu begeben, der „nur“ 600 000 Ziviltote im Irak auf dem Gewissen hat oder, oder … oder.
  • Der arme vielgeplagte Politiker, der „leider“ Massnahmen gegen den kleinen Mann beschliessen muss, kann sofort wieder Punkte gut machen bei der Bevölkerung, wenn er mit dem Beben der Empörung in der Stimme nach der Identifizierung eines Kinderschänders oder Kindermörders fordert, nun müsse endlich Schluss damit sein, dass bekannte Kinderschänder wieder auf die Kinder im Land losgelassen würden. Er PERSÖNLICH werde dafür sorgen, dass nun endlich die Gesetze geändert werden und so etwas nicht mehr vorkommt. Da kommt im Herzen des Bundesbürgers die Wärme der Geborgenheit auf. Mit solchen Politikern wird endlich alles besser! Die kleine Nebensächlichkeit, dass es diese Gesetze längst gibt, dass alle, die Kinder vergewaltigt haben, bereits zu lebenslänglich und Sicherheitsverwahrung (Wegsperren auf Dauer) verurteilt werden können, ist ja nicht so wichtig, wenn es gilt, grosse Worte zu machen. Das sind die gleichen, die am darauffolgenden Tag Lafontaine des „Populismus“ anklagen.
  • Schliesslich lässt sich diese Sache noch parteipolitisch ausschlachten. Ist man im Land an der Macht und „die anderen“ im Bund, kann man auf die Gesetzgebungs-Verantwortung des Bundes hinweisen, die sträflich vernachlässigt wurde von „den anderen“. Im umgekehrten Fall kann man auf die Landeszuständigkeit für die Freilassung nach dem Abbüssen der Strafe verweisen, die auf unverantwortliche Weise von „den anderen“ zugelassen wurde usw.

Kurz, das Thema ist der Liebling aller Politiker. Nichts kommt einem Politker mehr zu pass, als wenn in regelmässigen Abständen Kinder ermordet oder vergewaltigt werden. Dann gibt man Erklärungen vor laufender Kamera ab und die kommen als erste Meldung in der ‚tagesschau’. Aber auch die Fälle von Internet-Taten kommen sehr gelegen, wie die sachsen-anhältische Innenministerin deutlich gemacht hat. Vorher wusste kaum jemand im Land, dass Sachsen-Anhalt eine Innenmisisterin hat! Dafür kann man denn schon mal 22 Millionen Bundesbürger überprüfen, nicht wahr?

Man darf ja nicht vergessen, solche gewaltigen „Operationen“ von Polizei, Staatsanwaltschaft, gegebenenfalls noch dem BKA, können ja nicht einfach von kleinen Gendarmen beschlossen werden. Sie alle unterstehen ja dem Bundeskanzler und/oder dem Innenminister und/oder dem Landes-Innenminister und die gehören alle Parteien an, die wissen, wann mal wieder das Durchsuchen der Kreditkarten der Bundesbürger angesagt ist.

„Operation Ore“ und „Pecunia“ sind nicht von der Politik zu trennen. Dies wurde auch deutlich in einer Anfrage eines Abgeordneten des baden-württembergischen Landtags von Anfang 2003, als die „Operation Ore“ gerade in allen Zeitungen stand. Öffentlichkeitswirksam antwortete die Landesregierung mit stolzen Zahlen: 178 der 1400 in Deutschland angeklagten „Kinderschänder“ hätte man in Baden-Württemberg ausgemacht, man habe bereits 2176 Videos beschlagnahmt, 249 Computer und 17343 „Datenträger“. Man stelle sich nur vor, wie viele Polizei-Arbeitsstunden auf die armen baden-württembergischen Polizisten zukamen, um alle 17343 Datenträger, einen nach dem anderen, zu durchsuchen, um am Ende festzustellen, alle Verdächtigungen beruhten auf der falschen Aussage eines US-Polizisten.

Die Rolle der Massenmedien

Insgesamt ist die Rolle der Medien bei „Operation Ore“ so charakteristisch, dass einem bei genauerem Hinsehen die ganze wirkliche Aufgabe dieser Massenmedien im heutigen Kapitalismus klar wird nur an diesem einzigen Fall.

Die Rolle der Medien muss mindestens genauso ernst wie die von Politikern, Polizei und Staatsanwaltschaft eingeschätzt werden. Das Vorgehen der Polizei, die Frage, ob verhältnismässig zum Vorwurf vorgegangen wurde, hat nicht ein einziges der Medien gestellt. Die naheliegenden Fragen, z.B. ob man denn die entsprechenden Festplatten untersucht hätte oder ob man die Möglichkeit von Kreditkartenbetrug gebührend in die Erwägungen gezogen habe, wurden nie gestellt.

Die Medien, sei es in Grossbritannien oder Deutschland, stellen nichts mehr oder weniger als Papageien der offiziellen Verlautbarungen der Strafverfolgungsbehörden dar, ja in einigen Fällen wurde sogar „noch eine Schippe draufgelegt“.

Als charakteristisch seien hier die zwei Fälle der Artikel der FAZ und der taz angeführt unter einer grossen Zahl von Veröffentlichungen, als in Deutschland und im UK viele verhaftet wurden:

Hier, was die FAZ schrieb (März 2003):

„Im Zusammenhang mit den Ermittlungen gab Scotland Yard (…) die Festnahme von (…) Männern bekannt. Sie stünden im Verdacht, Bilder von Kindesmissbrauch aus dem Internet heruntergeladen und zum Teil weiter verbreitet zu haben.(…)

Spektakulärster Fall war bislang im Januar die vorübergehende Festnahme von Rock-Gitarrist Pete Townshend. Der Mitbegründer der Gruppe „The Who“ hatte eine US-Webseite mit Kinderpornos besucht und dafür gezahlt. Nach seinen Angaben wollte er nur für seine eigene Biografie recherchieren. Er wurde auf Kaution frei gelassen.“

Wird im ersten Absatz noch von „Verdacht“ gesprochen (auch hier wieder die infame Behauptung, es handele sich zum Teil auch um Weiterverbreitung), so bleibt dies im zweiten Absatz bereits weg. Es steht bereits fest: „hatte … besucht und dafür gezahlt“. Das Erwähnen seiner Erklärung mit der Biographie ist so verkürzt, dass jeder vernünftige Mensch nur zum Schluss kommen kann, dies sei eine Ausrede.

Die einfachsten Grundregeln eines verantwortlichen Journalismus, wie etwa keine feststehenden Tatsachen behaupten, solange die Person nicht dafür verurteilt ist, sondern immer Formeln benutzen wie „Verdacht auf“, „nach Angaben der Polizei“, „wird verdächtigt“, „ist angeklagt“ usw., werden missachtet.

Besonders infam ist hier die völlig verkürzte Aussage über Townshends Einlassung zur Biographie. Hat man nicht den Platz, um einen Sachverhalt inhaltlich darzustellen, muss man ihn weglassen und nicht in extrem verdrehter, verkürzter Weise bringen.

Shame on you, FAZ!

Glaubte jemand, dies sei nicht mehr zu toppen, so führe er sich den Artikel zum gleichen Zeitpunkt (Beginn 2003) von einem Subjekt (Journalist kann man das nicht nennen) mit Namen Kutzmany aus der ‚Taz’ zu Gemüte:

„Gitarrenschänder unter Verdacht (…)

Ob Pete Townshend tatsächlich ein Pädophiler ist, kann zurzeit noch niemand genau sagen. Fakt ist: Der Gitarrist von „The Who“ ist einer von rund 7.300 verdächtigen Briten, deren Kreditkartendaten vom FBI bei einem amerikanischen Anbieter von Kinderpornografie entdeckt wurden.

Townshend (57), treibende Kraft von „The Who“, die bei Liveauftritten gern Gitarren an den Verstärkern zerschlugen, (…)

Die Pädophilen kommen aus allen Berufen und sozialen Schichten. Politiker und Fernsehprominente sind dabei, Richter auch. 50 Polizisten finden sich auf der Liste. Die Prominenz Townshends bringt dem Thema in Großbritannien eine Aufmerksamkeit, die ihm in Deutschland versagt blieb: Schon Mitte September 2002 nämlich griffen die deutschen Behörden bei der „Aktion Pecunia“ zu. 1.100 Durchsuchungen meldete das BKA. Es wurden 47.000 Datenträger und 25.000 Videos beschlagnahmt (…)

Sowohl „Operation Ore“ als auch „Pecunia“ stützen sich auf Daten, die das amerikanische FBI im Rahmen der „Operation Avalanche“ („Operation Lawine“) gegen den Texaner Thomas Reedy sicherstellte. Der Geschäftsführer der Kinderpornofirma „Landslide“ („Erdrutsch“)… (…) auf der Landslide-Homepage gab es ein Feld mit der Beschriftung: „Für Kinderpornos hier klicken“. Auf diesen Knopf hat auch Pete Townshend gedrückt.

Seine Verwicklung in den Fall hat ihm jetzt sogar eine Erwähnung bei der Verleihung des American Music Awards eingebracht. Er sei „ganz erschüttert“, sagte Elton John, der die Show eröffnet hatte.“

Da wird wieder, wie bei der Frankfurter Zeitung, hinter der angeblich ein kluger Kopf stecke, der gleiche Trick angewandt, um gar nicht erst den Verdacht aufkommen zu lassen, die „Pädophilen“ seinen eventuell unschuldig. Am Anfang spricht man noch von „verdächtigen Briten“ und betont, man könne noch nichts Endgültiges über die Schuld von Townshend sagen. Aber diese Zurückhaltung wird dann schnell durch Gewissheiten ersetzt: Es handelt sich nun um „Pädophile“ (diesen Vorwurf hat die Polizei nie erhoben, ein Pädophiler macht – im umgangssprachlichen Gebrauch – Sex mit Kindern), nicht um des Konsums von Kinderporno Verdächtige.

Landslide wird hier zur „Kinderpornofirma“, dabei konnte Reedy nie etwas anderes vorgeworfen werden, als Zugang zu Kinderpornoseiten ermöglicht zu haben. Dann kommt die Behauptung mit dem Knopf, auf den alle Verdächtigen geklickt haben müssen. Das hätte genauer nachgefragt werden müssen. Journalismus kann sich nicht darin erschöpfen, polizeiliche Angaben ungeprüft in die Zeitung zu schreiben.

Dann wird es noch abenteuerlicher: Townshend hätte auf diesen Knopf geklickt. Das hat weder die Polizei je behauptet noch ein Staatsanwalt, das hat er auch nicht zugegeben – es war schlicht nicht so. Es bleibt völlig offen, woher der „Journalist“ dies hat, wenn nicht aus den eigenen Fingern gesogen.

Die bei weitem infamste Dreckschleuderei ist aber die Überschrift des Artikel im Zusammenhang mit dem Begriff „Pädophile“. In Anlehnung an „Kinderschänder“ nennt der unsägliche Schreiberling Townshend „Gitarrenschänder“, weil die „Who“ in ihrer Anfangsphase öfters Gitarren zerschlagen haben. Damit ist klar, was Townshend ist, ein Schwerverbrecher. Hat sich nicht auch sein Kollege Elton John erschüttert gezeigt?

In einer ernsthaften Würdigung der „Who“ im deutschen Wikipedia wird das Zerschlagen der Guitarren ausdrücklich als „künstlerisches Element“ des Auftritts gekennzeichnet. Umso deutlicher wird da nun das unsägliche „Gitarrenschänder“.

Das ist Kloakenjournalismus der niedrigsten Kategorie, selbst Kloaken-‚Bild’ hätte das kaum besser gemacht. Shame on you, taz!

Wollen wir der ‚taz’ zu gute halten, dies sei ein einmaliger Ausrutscher gewesen. Den Herrn Kutzmany hat man hoffentlich längst entlassen.

Wie man an diesen beiden Beispielen sehen kann, haben deutsche Massenmedien sehr wohl –und schändlich – über ‚Operation Ore’ berichtet – damals, als es darum ging, ein ungehäures Netzwerk von Hunderttausenden von pädophilen Internet-Missbrauchern zu konstatieren.

Die Frage stellt sich, was berichten sie nun, da, beginnend im Jahr 2005 und nun ganz intensiv seit Januar bis Juni 2007 die Nachrichten eingehen, dass es sich im wesentlichen um die Verfolgung Unschuldiger handelt.

Im britischen Medienwald haben unter anderem einer der BBC-Sender, der ‚Guardian’ und der ‚Independent’, ebenso ‚BBC-News’ und die ‚Sunday Times’ hierüber berichtet, immer noch wenig angesichts der Grösse des Skandals.

Die deutschen Massenmedien dagegen üben sich in Schweigen – und zwar absolut! Man mache sich die Mühe, im Internet „Operation Ore“ oder „Operation Pecunia“ auf Deutsch zu googeln (man muss übrigens bei dieser Suche „Operation Ore“ in Anführungszeichen setzen, sonst bekommt man ein Unzahl von Ergebnissen, in denen die beiden Worte ohne Zusammenhang vorkommen. Ebenso muss man ausdrücklich darauf bestehen, nur Seiten auf deutsch zu bekommen, sonst wird die englischsprachige Literatur als Ergebnis geliefert, auch wenn man auf dem deutschen google.de ist).

Man wird nicht eine, ich wiederhole: NICHT EINE EINZIGE Notiz auch nur eines der Massenmedien in Deutschland finden, in der über die aufkommenden Zweifel an der Schuld der Angeklagten und schliesslich die Beweise für die Unschuld fast aller berichtet wird.

Mit anderen Worten: Nicht eine Zeitung, nicht ein grösserer Radiosender, nicht eine Fernsehstation, nicht ein angebliches Nachrichtenmagazin, nicht eine Illustrierte in Deutschland hielt es für nötig, nach der ausführlichen Berichterstattung über das Aufspüren von Hunderttausenden von angeblichen Kinderporno-Pädophilen im Internet in den Jahren 2002 und 2003 nun auch zu berichten, dass sich dies alles als völllig verfehlte Aktion gegen Opfer von Kriminellen oder mit anderen Worten als der grösste Polizei- und Justiz-Skandal (in Bezug auf die Zahl betroffener Opfer) des neuen Jahrtausends herausgestellt hat.

Damit weitet sich dieser Skandal auch noch zu einem Medien-Skandal aus.

Es ist somit bewiesen, die deutsche Landschaft der Massenmedien ist völlig gleichgeschaltet, zu 100%. Zunächst berichtete man nur, was die Polizei oder das BKA verlauten liessen, ohne eine einzige kritische Frage zu stellen. Wenn sich das Ganze dann als riesiger Fall der Verfolgung Unschuldiger herausstellt, sieht man weg und lässt die Opfer allein.

Es ist auch relativ leicht zu verstehen, wie so etwas zustandekommt: Polizei, Staatsanwaltschaften und BKA liefern den Massenmedien immer wieder „Privilegierte Informationen“ über Ermittlungen, die eigentlich der Geheimhaltung unterliegen, aber den Medien einen „Sensations-Vorsprung“ verschaffen. Es ist klar: Wer Negatives über die Polizeiarbeit berichtet, könnte nicht mehr in den Genuss dieser Privilegien kommen.

Trotzdem ist es bemerkenswert, dass im Gegensatz zu anderen Ländern sich nicht ein Einziges, vielleicht kleineres, in der Reihe der Massenmedien findet, das ausschert und auch einmal Kritisches zur Arbeit von Polizei, BKA und Staatsanwaltschaften berichtet.

Es kann ja den deutschen Massenmedien nicht entgangen sein, dass es Neues zu diesem Thema gibt, denn Berichte im BBC-Radio, der ‚Sunday Times’ und dem ‚Guardian’ sind schliesslich nichts Verstecktes oder wenig zugänglich, zumal all dies leicht findbar im Internet dokumentiert ist.

Machen Sie nur die Probe und googeln Sie die gleichen Worte im englischen ‚google.com’. Sie werden eine Unzahl neuerer Einträge finden. Man kann da tage- und wochenlang über dies Thema lesen.

Auch kann man in der deutschen ‚Wikipedia’ nachsehen. Es gibt keine Erwähnung der ‚Operation Pecunia’ und bei ‚Operation Ore’ wird man aufgefordert, selbst einen Artikel zu schrieben.

Lediglich auf der Site von Pete Townshend in der deutschen Wikipedia findet sich ein Hinweis:

„Die ‚Sunday Times’ berichtete am 3. Juli 2005, dass unabhängige Experten die beschlagnahmte LANDSLIDE-Webseite rekonstruiert hätten, und keinerlei Kinderpornografie gefunden hätten.“

Im Gegensatz dazu enthält die englische Wikipedia (oben schon verlinkt) eine eigene Seite hierfür mit allen Links zu den neueren Artikeln mit den Entdeckungen über ‚Operation Ore’ als das, was sie wirklich ist: Eine wirkliche Tragödie und ein dreifacher wirklicher Skandal.

Veröffentlicht am 14. Juli 2007 in der Berliner Umschau

Großbritanniens Politik steckt in einem Pädophilenring

2012/11/10

Giovanni Di Stefano und der namentlich geschützte S. C. (vermutlich ein Bulle, der sonst demnächst zufällig einen Unfall haben würde) zündeten die Bombe, daß Jimmy Savile für „10 Downing Street“ Kinder besorgte.

(WICHTIG — Hinweis zur optimalen Verbreitung: Diese Bombe ist im Internet zwar mächtiger als die Massenmedien, das interessiert die Massenmedien aber wenig, weil die Explosion virtuell bleibt — um dagegen anzukämpfen, sollte das Unsichtbare mithilfe eines Druckers sichtbar gemacht und beispielsweise auf einem Tresen ausgelegt werden; wer ein schwarzes Brett oder eine Kioskfläche nutzen darf, wunderbar. Sagen Sie das Ihren Freunden in London — wenn der Queen der englische Artikel vor die Nase plakatiert wird, steigt vielleicht der Druck. Es hat bisher regelmäßig wenig gebracht, über diesen Schweinestall im Internet zu diskutieren. Und falls es Ihnen entgangen ist: Laut Polizei gehen in Pflegeheimen jedes Jahr schätzungsweise 10.000 Kinder verloren — dazu ist ein ziemlich großer logistischer Aufwand notwendig.)

1998 gab es im Internet erste Artikel über eine Verbindung der Adresse „10 Downing Street“ mit einem Pädophilen-Ring. Am 6. September 2010 veröffentlichte ein Internet-Blogger einen Artikel, der Sir Jimmy Savile als den Mann nennt, der für „10 Downing Street“ Kinder beschafft. Dieselbe Behauptung — durch den Parlamentsabgeordneten Tom Watson im Unterhaus — wurde gestern zum ersten Mal öffentlich ausgestrahlt. Wir veröffentlichen die (Anm.: zu einem guten Teil bereits von Michael James berichteten) Vorwürfe von 1998 und 2010, die den Sicherheitsdiensten seit 1995 bekannt sind. Die Öffentlichkeit hat ein Recht, dies zu erfahren, und diejenigen, die beschuldigt werden, sollten sich auf eine umfassende Untersuchung vorbereiten. Selbst wenn ein kleiner Prozentsatz davon bewiesen wird, ist es für die Regierung, die das Fehlverhalten seit Jahren kennt und ein Auge zugedrückt, ein vernichtender Schlag.

Lord Graville Jenner (ein Labour Peer)

Jenner wurde angeklagt, im Urlaub in Glasgow einen 15-jährigen Knaben vergewaltigt zu haben, und in der Nacht bevor der Knabe aussagen sollte, wurde der Richter von Jenners Verteidigung zum Abendessen ausgeführt, und es wurde vereinbart, daß der Knabe nicht zu Jenner als seinem Vergewaltiger vor Gericht gelassen wird, da er sonst das Gericht mißachten würde. Jenner gewann seinen Fall und ging unter stehendem Beifall der Abgeordneten ins Unterhaus. Ich bleibe bei dem, was ich schon seit vielen Jahren gesagt habe — in Unterhaus und Oberhaus stecken Perverse und Vergewaltiger, und die Polizei und die Gerichte werden sie immer verteidigen, da sie alle im gleichen Verein sitzen.

Lord Kaufman (ein Labour Peer)

Er ist bei der Londoner Polizei wohlbekannt, Knaben sexuell zu mißbrauchen — er mag sie unter 12, wenn er sie bekommen kann.

Lord Brittan (Leon Brittan, der ehemalige Innenminister im Kabinett von Margaret Thatcher)

Er ist dafür bekannt, Knaben zu vergewaltigen. Die Polizei durchsuchte sein Haus, als ein Knabe halb nackt auf die Straße taumelte, und als ihn die Polizei fragte, was geschah, erzählte er ihnen von Brittan und seinen Freunden und brachte sie in das Haus. Als sie berichteten, was geschah, wurden sie angewiesen, alle mitzunehmen, und als sie dort ankamen, warteten dort 2 Beamte des Sicherheitsdienstes. Den Knaben wurde eine Abfindung gezahlt, und kurze Zeit später wurde Leon Brittan zu seinem Abgeordnetenkollegen William Hague an den Strand von Brighton geordert, morgens um 5:45 Uhr, wo er erfuhr, daß er zum Kommissar für das Vereinigte Königreich gemacht wird, und es ihm nicht wieder erlaubt werde, im Vereinigten Königreich in der Politik zu sein. So wurde er Kommissar, und er blieb es für viele Jahre, bis die Untersuchung wegen Korruption vorankam und viele Menschen aus verschiedenen Ländern zurücktreten mußten.

Anthony Charles Lynton Blair (Tony Blair, ehemaliger britischer Premierminister)

Er wurde angeklagt und stand wegen Belästigung eines anderen Mannes in einer öffentlichen Toilette vor dem Amtsgericht Bow Street. Er suchte die sexuelle Gunst eines anderen Mannes, ahnte aber nicht, daß die Toilette von der Polizei überwacht wird. Blair wurde mit einer Geldstrafe in Höhe von 500 Pfund belegt und verließ das Gericht, ohne daß jemand wußte, wer er wirklich war, da er seine weiteren Vornamen verwendete, um zu verbergen, wer er war. Der verwendete Name ist Charles Lynton, und seine Freunde vor Gericht ließen ihn mit einer Geldbuße davonkommen, weil er einer von ihnen ist.

Edward Heath (ehemaliger britischer Premierminister)

Er ist für seinen perversen Mißbrauch von Knaben bestens bekannt. Ich sprach mit einem seiner Opfer — er erzählte mir von anderen Anwesenden, und, was noch wichtiger ist, wer für seine Versorgung mit Kindern zuständig war. Die Person, die ihm Kinder zum Mißbrauchen lieferte, war Sir Jimmy Saville. Er wurde von dem Zeugen — dem Opfer — gesehen, wie er Knaben an Bord von Heaths Jacht „Morning Cloud“ brachte, als sie auf einem Parteitag waren. Saville ist bekannt dafür, eine Reihe von hochkarätigen Abgeordneten mit Kindern zu versorgen, um sie sexuell zu mißbrauchen.

Lord Robertson (ehemaliger NATO-Generalsekretär)

Er ist der Polizei in Großbritannien bestens bekannt. Er wurde von der US-Regierung entfernt, weil sie seine perverse Vorliebe für Knaben herausfand. Wäre er nicht zurückgetreten, wollten sie ihn entlarven, also bekamen wir den Schwachsinn mit „Ich bin aus familiären Gründen zurückgetreten“ zu hören. Robertson ist ein gefährliches pädophiles Raubtier, aber nicht so schlimm wie der, den ich als nächsten nennen werde.

Lord Hardie

Der ehemalige Lord Advocate (Chef-Justitiar) für Schottland ist ein bekannter Pädophiler, dem vor einigen Jahren von 2 Opfern sein BMW gestohlen wurde — als sie gefaßt wurden, befahl Hardie der Polizei, sie gehen zu lassen und erhob keine Anklage gegen sie. Gibt es einen Grund, warum ein Richter sie nicht wegen Diebstahls anklagen sollte, außer daß sie Informationen haben könnten, die ihn vernichten würden?

Lord McAlpine (ehemaliger Schatzmeister der konservativen Partei)

Er ist der Polizei in Großbritannien und im Ausland dafür bekannt, Knaben sexuell zu mißbrauchen, einschließlich der Verwendung eines Sarges zum Hineinlegen des Knaben, und dann durch das Streuen von Kies auf die Oberseite des Sarges so zu tun, als würde er begraben werden — das Kind schreit voller Angst und wird tun, was ihm gesagt wird, da es Angst hat, wieder in den Sarg gelegt zu werden. Diese Person steht im Verdacht, mindestens 2 Knaben ermordet und ihre Körper auf seinem Anwesen begraben zu haben. Ich habe diese Informationen von einem Polizisten, der an den Ermittlungen gegen McAlpine beteiligt war, und er ist sich sicher, daß er mehrere Male mordete, doch er wird zu gut geschützt, um ihn zu fassen. Er wurde immer und immer wieder in Untersuchungen in Fällen von Kindesmißbrauch in Wales genannt, aber er genießt weiterhin die totale Freiheit, kleine Kinder zu mißbrauchen und zu töten (ja, das ist richtig, Kinder zu töten).

Seine schmutzige Vergangenheit ist unfaßbar. Es gibt eine Videoaufnahme, die momentan versteckt wird, die ihn mit zwei anderen Kinderschändern zeigt, die Knaben foltern und vergewaltigen. Der Film wurde in Wales gemacht. Einer sehr bekannten investigativen Sendung wurde eine Kopie geliehen, damit die Geschichte enthüllt werden kann und die Kinder endlich Gerechtigkeit und Frieden finden. Zu schade, daß entschieden wurde, die Geschichte nicht zu bringen, auch wenn eine der Frauen, die die Aufnahme sahen, zugab, daß sie den Raum nach nur wenigen Minuten verlassen mußte, weil sie sich übergeben mußte.

Es gibt noch viel mehr zu diesem Mißbrauchsfall, doch da ich noch ermittle, kann ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr verraten. Allerdings würde ich gerne wissen, was mit den fast 20 Millionen Pfund der Konservativen Partei geschehen ist, die, wie ich es verstehe, immer noch auf einem Offshore-Konto liegen, das von ihm und der ehemaligen Premierministerin Margaret Thatcher kontrolliert wird. Außerdem möchte ich die ehemalige Premierministerin fragen, warum sie sich für McAlpine einsetzte, als ihr von den Sicherheitsdiensten in Bezug auf McAlpine Informationen zugetragen wurden, und daß erst ziemlich viel Druck auf sie ausgeübt werden mußte, bevor Informationen durchsickerten und sie ihn von seinem Posten entfernte.

Michael Portillo (ehemaliger Abgeordneter von Kensington & Chelsea)

Portillo ist in der konservativen Partei wie andere für seinen perversen Mißbrauch von Kindern wohl bekannt. Er mag hin und wieder auch Erwachsene, vor allem seinen Freund und Abgeordnetenkollegen Peter Lilley. Er sorgte auch dafür, daß Portillo am Tag der Wahl von 1992 im Gebäude des Ministeriums für Handel und Ndustrie eine gute Zeit hatte — er kniete (ich bin sicher, daß ich Ihnen davon kein Bild malen muß). Er mag auch die Sonne Marokkos, wo er sich an Knaben für den sexuellen Mißbrauch erfreut. Er pflegte ins gleiche Hotel zu gehen, und bei einem Besuch ließ er streng geheime Dokumente im Zusammenhang mit der britischen Verteidigung zurück — war es ein Unfall, oder wurde er erpresst? Er geht mit Lilley und anderen Freunden auch regelmäßig auf die Isle of White, wo sie Zugang zu Kindern haben. Er ist widerlich und ich will ihn im Gefängnis sehen, wo er hingehört.

Derek Laud

Das mittlerweile aufgelöste Magazin SCALLYWAG behandelte vor einigen Jahren Ereignisse im Heim Bryn Alyn. Das Magazin behauptete, Lord McAlpine sei einer der erwähnten Männer — zum Zeitpunkt der Straftat Schatzmeister der regierenden konservativen Partei. Ein weiterer regelmäßiger Teilnehmer an den Aktivitäten in Bryn Clwyd soll laut SCALLYWAG Derek Laud sein, seit Jahren einer der führenden Macher in mehreren aufeinanderfolgenden konservativen Regierungen.

Derek Laud soll laut SCALLYWAG ein Sadist sein, der in seiner Behandlung der Knaben besonders gewalttätig und gnadenlos war. Das Magazin behauptete, daß seine Opfer regelmäßig in Ambulanzen enden würden. Er war einer der führenden politischen Aufräumer (fixer) und Berater Margaret Thatchers, obwohl er nie ein Abgeordneter war — auf einem Bild winkt er tatsächlich aus einem Fenster im ersten Stock von „10 Downing Street“ den Massen zu, als die Konservativen 1988 ihren Wahlsieg feierten.

Die ehemaligen mit diesem Reich des Bösen in Verbindung stehenden Kinder, die unter mysteriösen Umständen ums Leben kamen, wurden womöglich von den britischen Sicherheitsdiensten ermordet — ihr Leben war der Preis für ihr Schweigen. Laut SCALLYWAG soll der MI5 ausländische Diplomaten usw. zu den Heimen in North Wales gebracht haben, ihnen Knaben zum „Spielen“ gegeben, und sie heimlich beim ****verkehr, Mißbrauch und Foltern der Knaben gefilmt haben, und die Bänder dann als Beweismittel behalten haben.

Michael Brown ist einer der ganz wenigen konservativen Abgeordneten, die sich freiwillig als schwul „outeten“. Derek Laud, der nun für das Parlament kandidiert (gegen Bernie Grant in North London), betrieb in Pimlico jahrelang eine PR Agentur namens „Ludgate Communications“, die ausgewählte Parlamentarier mit Knaben aus Kinderheimen in North Wales versorgte, die nun untersucht werden. Er tat dies manchmal im Bunde mit Ian Greer Associates, die durch die Neil Hamilton Affäre und Zahlungen für parlamentarische Fragen im Namen von Al Fayed in einen Skandal gerieten.

„Ludgate Communications“ bildete den eigentlichen Dreh- und Angelpunkt unserer Untersuchung. In seiner Wohnung in Pimlico und ausgewählten Adressen im nahe gelegenen Dolphin Square veranstaltete Laud Pädophilenparties, und wir haben eine eidesstattliche Erklärung von einem ehemaligen Knaben (der derzeit als Zeuge in Wales aussagt), der behauptet, (unter vielen anderen) von Lord McAlpine — damals der heimliche Spendensammler der Tory-Partei — mißbraucht worden zu sein. Von diesem und anderen Knaben wurde behauptet, daß die Herren Portillo und Lilley auch Gäste von Derek Laud waren. Wir sind sicher, daß dieser besondere Vulkan kurz vor dem Ausbruch steht, sowohl in North Wales und anderswo. Michael Portillo hat sich von Derek Laud öffentlich immer distanziert, doch hier sehen wir ihn nicht nur als Bekanntschaft, sondern scheinbar im inneren Heiligtum von privaten Freunden.

Michael Colvin

Colvin war mit mehreren anderen konservativen „Menschen“ des rechten Parteiflügels verbunden, einschließlich Julian Lewis, der mit einer Reihe von internationalen rechten „verdeckten“ Gruppen verstrickt sein soll, die mit Waffenhandel und Hochfinanz verbunden sind.

Colvin war auch mit zwei angeblich korrupten und diskreditierten ehemaligen Lobbyisten des Parlaments verbunden — Ian Greer („Cash for Questions“) und Derek Laud („Cash for Knighthoods“ aka „Cash for Rent boys“).

Greer und Laud haben Verbindungen nach Südafrika — Greer lebt jetzt dort und Laud ist ein häufiger Besucher.

Im Hinblick auf ihre Verbindungen mit Korruption im britischen Parlament und extremer angeblicher Korruption in der „neuen“ multi-ethnischen Regierung Südafrikas erscheint es möglich, daß sowohl Greer als auch Laud die Kultur Südafrikas politisch höchst ansprechend finden.

Es ist wahrscheinlich nur ein Zufall, doch während eines großen Skandals um den Mißbrauch von Kindern in Heimen in einer britischen Gegend namens Clwyd wurden von angeblichen Opfern im Zusammenhang mit organisiertem sexuellem Mißbrauch durch Promis, darunter angeblich Mitglieder der britischen Regierung, sowohl der Name von Lob als auch der von Greer genannt.

Während dieses Skandals tötete ein Feuer in Hove, in der Nähe von Brighton, fünf mutmaßliche Mißbrauchsopfer. Viele Menschen glauben, daß das Feuer absichtlich gelegt wurde. Mit den fünf Jugendlichen aus Clwyd starb eine Gemeindeschwester (Health Visitor) aus Hampshire, wo Colvin lebte und auch Laud ein Zuhause hatte. Sie kam in dem Feuer ebenfalls ums Leben.

Michael Colvin starb bei einem Brand in seinem herrlichen Haus in Hampshire. Er hatte mit Derek Laud Tage — wenn nicht Stunden — vorher gesprochen.

Es gab viele Vorwürfe, daß der Gemeinderat von Hampshire County, und Colvin lebte natürlich in Hampshire, durch den Einfluß von Derek Laud und seinen Freund Julian Lewis, der eine zentrale Rolle in einem landesweiten Pädophilenring spielt, Promis mit Knaben aus Pflegeeinrichtungen wie in Clwyd versorgt. Auf eigens organisierten Partys und andere Veranstaltungen, manchmal auf einer Eins-zu-eins-Basis und manchmal in Hotels, wo sich das Personal mit der Ausbeutung von Jugendlichen angeblich absprach, sollen sich wichtige Leute in Gesetz, Handel und Politik befunden haben — über die Parteigrenzen hinweg. Speziell erwähnt wurden das Hotel „Crest“ in Wrexham und ein Hotel in Hove am Ärmelkanal, obwohl es im Fall Hove vielleicht so ist, daß sich das Personal im Hotel mit der Lieferung von Jugendlichen absprach und die „Treffen“ anderswo stattfanden.

Es wurde behauptet, daß Beamte und Räte in einer Reihe von Kommunen Zahlungen empfangen, um in Heimen „angemessene“ junge Menschen zu ermitteln und sie dem Ring zuzuführen — und schließlich Laud und Lewis und ihren Verbündeten, die, so wurde behauptet, die Knaben dann „interessierten“ Promis vorstellen.

Zur Liste der angeblichen Kollaborateure in den Bezirken entlang der Südküste für die Lieferung von Teenager-Knaben zur sexuellen Ausnutzung gehört ein Sozialeinrichtungs-Direktor (Social Services Director) einer örtlichen Behörde, ein Vertreter des Direktors des Kinder-Sozialdienstes in einer anderen Behörde, Vorstände in zwei weiteren Behörden, mehrere Sozialarbeiter und auch eine Reihe von Kinderschützern (child protection workers). Weiterhin eine Reihe von Ratsmitgliedern, darunter der ehemalige Leiter des Rates von Hampshire und der Oberbürgermeister von Portsmouth, Freddie Emery Wallis, der im Jahr 2001 wegen Mißbrauchs von Knaben verurteilt wurde.

In den 1990er Jahren hatte Derek Laud eine Adresse in East Cottage, Needs Ore Point (laut Wahlaufzeichnungen). Das liegt auf dem Anwesen von Lord Montague Beuleigh, der, wie sich diejenigen in „einem gewissen Alter“ erinnern, in den 1960er Jahren wegen Mißbrauchs eines Pfadfinders verurteilt wurde.

Colvin war mit den meisten dieser Menschen auf die eine oder andere Art und Weise verbunden.

Jüngste Enthüllungen beinhalten die Verfälschung von Beweismitteln durch leitende Beamte des Rates in North Wales im Hinblick auf Informationen, die zu der Waterhouse-Untersuchung zu Vorwürfen des Kindesmißbrauchs durch Promis in Clwyd gegeben wurden. Es hat sich gezeigt, daß, obwohl in der Untersuchung Vorwürfe, die von einer Reihe von jungen Menschen gemacht wurden, diskreditiert wurden, weil sie Vorwürfe gegen Sozialarbeiter erhoben, die laut deren Aufzeichnungen während jener Zeit nicht in jenen Heimen beschäftigt waren, in Wirklichkeit, wenn die Behauptungen wahr sind, ein Sekretär im Rat von North Wales den Auftrag gab, die offiziellen Aufzeichnungen über Datumsangaben und wo und wann bestimmte Jugendliche in Heimen waren, zu verändern. (Angus Stickler, BBC, fand dazu einige Hinweise). Es waren daher nicht die Jugendlichen, die gelogen haben, sondern die Beamten. Noch bedeutsamer ist, warum vor allem Jugendliche, die Vorwürfe gegen Heimarbeiter und gegen Promis erhoben, auf diese Weise ausgetrickst wurden. Sind die Vorwürfe gegen die Heimarbeiter diskreditiert, blieben die Vorwürfe gegen die Promis offensichtlich auf der Strecke.

Es gab auch Vorwürfe, daß dieser Pädophilenring der höchsten Ebene seine eigenen Leute in Positionen brachte, die gesetzliche Macht über Kinder in Obhut haben, und die Untersuchung legt nahe, daß diese Vorwürfe womäglich Substanz haben.

Die Beteiligung von Derek Laud, der im Förderkurs einer Gesamtschule im Süden Londons unterrichtet wurde, wo er seine Klassenkameraden an wohlhabende und einflußreiche Erwachsene „verprostituiert“ (pimped) haben soll, während er noch an der Schule war, ist bezeichnend. Das psychopathische Verhalten von Laud und Lewis, das von Zeit zu Zeit für umstrittene Kommentare gesorgt hat, ist womöglich nicht nur nur exzentrisch, sondern sehr gefährlich.

Es sollte auch vermerkt werden, daß Menschen um Derek Laud, die ihn herausfordern, außergewöhnlich häufig erheblichen Schaden zu erleiden — oder zu sterben — scheinen. Michael Colvin war mit ihm verbunden. Der verstorbene Journalist Simon Regan forderte häufig sowohl Laud als auch Lewis heraus und starb nach seiner letzten Tirade gegen Laud und Lewis „nach kurzer Krankheit“. Die mutmaßlichen Opfer durch Mißbrauch von Promis, die im Jahr 1991 bei einem Brand in der Palmeira Avenue in Hove starben, hatten Laud, Lewis und Greer ebenfalls mit den Umständen des Mißbrauchs, den sie ihrer Aussage nach im Heim erlitten, in Verbindung gebracht.

Trotz eines ziemlich banalen Tory Bildes hatte Colvin sich also einigen sehr bösen Menschen angeschlossen.

Es ist noch anzumerken, daß in den 1980er und 1990er Jahren, und manche sagen derzeit, Lobbyisten wie Greer und Laud Abgeordnete und andere Leute in der Politik speziell mit dem Ziel der politischen Einflußnahme mit Teenagern zu versorgen scheinen.

Michael Portillo, Peter Lilley, Ian Hamilton und andere Thatcher-Politiker der 1980er Jahre waren alle mit Laud und Lewis verbunden, und alle waren angeblich schon Gäste auf Londoner Pädophilenparties, auf denen Knaben aus Heimen in einer Reihe von Gemeinden — darunter North Wales, Shropshire, Hampshire, Dorset, Brighton, Hove und andere — angeblich in Zusammenarbeit mit Sozialarbeitern zum sexuellen Vergnügungen der Gäste „herangekarrt“ wurden. Es wurde auch behauptet, daß Portillo mit seinem Freund Derek Laud in Nordafrika häufig „versauten Urlaub“ machte. Portillo behauptet, daß Laud auf diesen Urlauben ein Gast von ihm und seiner Frau war, aber es wurde behauptet, daß die Aufzeichnungen des Hotels nicht bestätigen, daß Portillos Frau dort war.

Gordon Brown (ehemaliger britischer Premierminister)

Brown ist dafür bekannt, zahlreiche Knaben und Mädchen sexuell mißbraucht zu haben. Er ist für eine besonders abscheuliche Vergewaltigung in den 1970er Jahren in Aberdeen bekannt, als er und zwei andere eine Prostituierte für ihre 9-jährige Tochter bezahlten. Sie alle vergewaltigten sie mehrere Male, und einige Jahre später ging das Mädchen vor Gericht, um das Sorgerecht für ihren kleinen Bruder zu bekommen, wegen dem Drogenkonsum und Mißbrauch der Mutter. Sie gewann den Fall und hat seitdem das Sorgerecht für ihn. Die Aufzeichnungen des Gerichts sind verschwunden, doch das Opfer erinnert sich noch, was geschah, und wer es tat.

In den ersten Monaten des Jahres 2003, kurz vor der fragwürdigen Invasion des Irak, und in Zusammenarbeit mit einem in London ansässigen freien Journalisten, der seine im schottischen SUNDAY HERALD veröffentlichten Enthüllungen gründlich doppelt überprüfte, veröffentlichte ich Details über einen mit führenden Ministern der Regierung Blair in Verbindung stehenden Kindersexring.

Ich veröffentlichte meine Erkenntnisse, die aus diskreten Lecks einer geheimen Liste des amerikanischen FBI stammten, die der SUNDAY TIMES zur Verfügung gestellt wurden — und entdeckte, daß Tony Blair einen Maulkorberlaß erteilt hatte, um jede weitere Diskussion über einen Skandal zu unterdrücken, der seiner Regierung sicherlich ein rasches Ende gebracht und die britische Absprache in der Zerstörung des Irak unmöglich gemacht haben würde.

Meine Artikel über die Vertuschung der „Operation Ore“ (Anm.: beachtlich ist die vom basisdemokratischen Informationsdachverband Wikipedia angegebene Zahl von  Mitwissern  Suiziden in Höhe von 33) und die 100-jährige Nachrichtensperre (blackout order), die dem Bericht auferlegt wurde, der das Dunblane-Massaker (Anm.: der basisdemokratische Informationsdachverband Wikipedia erzählt die Geschichte vom  gehirngewaschenen  amoklaufenden Einzeltäter) an Kindern betrifft, die von führenden Ministern der schottischen Labour-Regierung mißbraucht wurden, können hier noch gefunden werden:

Alleged Paedophiles at Helm of Britain’s War Machine, Massive Cover-Up [Ref. 1]

Blair’s Protection of Elite Paedophile Ring Spells the End For His Career [Ref. 2]

Blackout in Britain: Alleged Paedophiles Helm Blair’s War Room

Blackout in Britain: Alleged Paedophiles at Helm of Britain’s War Machine

Tony Blair Caught Protecting Elite Paedophile Ring

Cremation of Care: The New World Order and the Dunblane Shootings

Dunblane Secret Documents Contain Letters by Tory and Labour Ministers

Diese Geschichten, in die auch der Generalstaatsanwalt Lord Goldsmith, der ehemalige NATO-Boss Lord Robertson und Wegbereiter von Tony Blair und Gordon Brown, und der extravagante Homosexuelle Peter Mandelson (jetzt Lord Mandelson) verstrickt sind, erlangten im Internet große Aufmerksamkeit, die zu zahlreichen Debatten führten, und inspirierten Robert Kilroy-Silks ehemalige Veritas Partei zu einer eingehenden Prüfung, in welchem Umfang führende Minister und Staatssekretäre um Gordon Brown eine Lizenz für pädophile Aktivitäten unter dem Schutz der britischen Geheimdienste erhielten.

Die aufwieglerische Geschichte im SUNDAY HERALD („Child Porn Arrests Too Slow“, 19. Januar 2003), geschrieben von Inlandskorrespondent Neil Mackay, verschwand innerhalb weniger Wochen nach meiner Aufdeckung schnell aus dem Internet. Mackays Chefredakteur, zunächst kooperativ, weigerte sich dann, weitere von mir und dem freiberuflichen Journalisten Bob Kearley gestellte Fragen zu beantworten.

Die Briefe, die ich an das britische Innenministerium, an Scotland Yard und die SUNDAY TIMES schickte, erhielten nicht eine einzige Antwort.

Lord Robertson — ein bekennender Freimaurer der finsteren Edinburgher Loge „Speculative Society“ –, der eine eigentümlich enge persönliche Beziehung zu Thomas Hamilton genoß, dem Massenmörder der mißbrauchten Kinder in Dunblane, versäumte es, den SUNDAY HERALD wegen Verleumdung zu verklagen und verschwand prompt aus dem öffentlichen Leben. Polizeiaufzeichnungen zeigten, daß Robertson geholfen hatte, den Prozeß zu beschleunigen, durch den der „Manchurian Kandidat“, Hamilton, ein bereits verurteilter Kinderschänder mit einer bekannten Zugehörigkeit zur britischen Elite, Waffenscheine erhalten konnte.

Robertson arbeitete in Absprache mit Michael Forsyth (Minister für Schottland), ein „Speculative“-Kollege, und Robert Bell, ein Verbündeter von Malcolm Rifkind (Außenminister des Vereinigten Königreichs). Auf Geheiß von Tony Blair und Gordon Brown hatte Robertson das Recht erworben, Kinder, die reden wollten, „kaltzumachen“.

Am 13. März 1996 ging Thomas Hamilton, ein ehemaliger Pfadfinderführer in die Grundschule von Dunblane — bewaffnet mit zwei Magnum-Revolvern vom Kaliber .357 und zwei 9-mm-Pistolen. Er tötete sechzehn kleine Kinder und einen Lehrer. Die anschließende polizeiliche Untersuchung ergab, daß Hamilton die Magazine seiner Browning mit einer Kombination aus Hohlspitz- und vollständig metallummantelter Munition geladen hatte. Dieses schreckliche Ereignis führte zum Verbot von Handfeuerwaffen in Großbritannien. [Wie praktisch.] (Anm.: Thomas Hamilton hat im basisdemokratischen Informationsdachverband Wikipedia keinen Eintrag.)

Der Richter, der die Untersuchung der Gräueltat durchführte, während der zwei Lehrer behaupteten, einen weiteren mysteriösen Mann gesehen zu haben, der Hamilton auf dem Gelände „führte“, war Lord Cullen. Cullen, ebenfalls ein Mitglied der freimaurerischen „Speculative Society“ und ein Verbündeter von Persönlichkeiten der schottischen Labour Mafia wie Lord Robertson, Tony Blair, John Reid und Gordon Brown, wurde von führenden Journalisten und Rettungskräften vorgeworfen, eine Vertuschung erreicht zu haben.

Aus dem Bericht des Journalisten Marcello Mega in NEWS OF THE WORLD vom 28. Dezember 2003 geht folgendes hervor:

1. Ein ranghoher schottischer Freimaurer, der ehemalige Großmeister Lord Burton, hat gesagt, daß Lord Cullens Untersuchung des Dunblane-Massakers eine Vertuschung war.

Lord Burton sagt, Cullens Untersuchung unterdrückte entscheidende Informationen, um hochkarätige Juristen zu schützen.

2. Diese hochkarätigen Juristen gehören womöglich zu einer geheimen Gruppe von „Super-Freimaurern“ namens „The Speculative Society“.

Lord Burton sagte: „Ich habe von einem offensichtlichen Zusammenhang zwischen prominenten Mitgliedern des Rechts-Establishments, das an der Untersuchung beteiligt ist, und der geheimnisvollen ‚Speculative Society‘ erfahren. Die Gesellschaft wurde an der Universität Edinburgh durch Freimaurer-Verbindungen gebildet, also nehme ich an, daß es auf diesem Weg womöglich eine Verbindung gibt.“ Lord Cullen und eine Reihe von anderen Richtern, Sheriffs und Anwälten sind angeblich Mitglieder der „Speculative Society“.

3. Einige dieser hochkarätigen Leute hatten Verbindungen zur „Queen Victoria Schule“, „wo sich der Amokläufer Thomas Hamilton vor der Gräueltat von 1996 frei bewegen konnte“.

4. Die Polizei untersucht angeblich Vorwürfe, daß Schülerinnen und Schüler an der „Queen Victoria Schule“ regelmäßig weggenommen und sexuell mißbraucht wurden.

5. Der ehemalige Hausleiter Glenn Harrison sagte NEWS OF THE WORLD, daß Hamilton, 43, sogar in der Nacht um die Wohnheime schlich. Er sagte, Hamilton hatte enge Verbindungen zu einem ranghohen Polizisten. Glenn wurde bei der Cullen-Untersuchung nie als Zeuge vorgeladen.

6. Lord Burton sagte: „Während meiner Zeit im Oberhaus versuchte ich bezüglich der Untersuchung, wiederholt Bedenken geltend zu machen, und ich wurde von mächtigen Kollegen, die der konservativen Regierung seiner Zeit treu waren, schikaniert und bedroht — sie warnten mich vor schlimmen Konsequenzen, sollte ich sie weiterhin in Verlegenheit bringen.“ (Aus dieser Quelle: „Malcolm Rifkinds Freund und damaliger Vorsitzender der Partei seines Wahlkreises in Edinburgh Pentlands, Robert Bell, verkaufte Thomas Hamilton laut dem Aufmacher auf der Titelseite der EDINBURGH EVENING NEWS vom 23. März 1996 nur wenige Wochen vor dem Dunblane-Massaker Waffen und Munition, und es wurde berichtet, daß er sagte, er würde ihm wieder Waffen verkaufen.“)

7. Glenn Harrison hatte Dutzende von Akten von Schülern, die, während er an der „Queen Victoria Schule“ war, von Mobbing und Mißbrauch sprachen, und er schrieb im Jahr 1991 an die Eltern, vor den Gefahren warnend. Es führte dazu, daß er von der Schule verdrängt wurde, und nur wenige Tage bevor er ging, durchsuchte die Polizei sein Zuhause und beschlagnahmte die Akten.

8. Glenn macht geltend, daß Hamilton ein Freund von Ben Philip war, dem Senior-Heimleiter an der „Queen Victoria Schule“. Ben Philip starb im Dezember 1993, im Alter von 46 Jahren, als er von einer Leiter fiel, während er Dekorationen aufhing.

Zu William Burns‘ weiteren Erläuterungen der Vertuschung siehe www.perceptions.co.uk.

Alan Milburn, ein enger Verbündeter von Tony Blair, trat — kurz nachdem Scotland Yards Ermittlungen gegen Pädophile durch die Regierung Blair unterdrückt wurde — von den führenden Posten der Labour-Regierung ebenfalls dramatisch zurück, und berief sich auf die Notwendigkeit, „mehr Zeit mit meiner Familie zu verbringen“. (Anm.: Die am 13. Juni 2003 begonnene Notwendigkeit endete am 8. September 2004.)

Aus irgendeinem Grund wird die Entführung von schottischen Kindern zum Zweck von Vergewaltigung und Mord — immer eng an führende politische Persönlichkeiten der Labour Party gebunden — unvermindert fortgesetzt.

Druck auf die Polizei, das Dossier über Pädophile freizugeben — THE SUNDAY TIMES

Obwohl Labour-Oberboss Peter Mandelsons angebliche Rolle bei der Entführung von Mädchen und Knaben für die „Lust“ von Brüsseler EU-Elite-Kommissaren lange vor dem Verschwinden von Madeleine McCann Gegenstand intensiver Spekulationen war, kann ich was den Namen von Tony Blairs „höchstplatziertem und ranghöchstem Politiker“ betrifft, der wegen Verbrechen gegen Kinder nicht nur unter die genaue Prüfung von Scotland Yard fiel, sondern auch vom FBI als aktives Mitglied des Pädophilenringes von Thomas Hamilton identifiziert wurde, nun alle Spekulationen zu einem Abschluß bringen.

Dieser Name wurde mir zum ersten Mal auf einer privaten Party in Clapham im Jahr 1986 von Norman Lamont berichtet, während welcher Zeit ich als Drehbuchautor für die britischen Fernsehmedien arbeitete. Lamont wurde später Schatzkanzler unter der konservativen Regierung John Major. Nach Untersuchungen im Jahr 2003, sowohl meinerseits als auch durch Bob Kearley, tauchte dieser Name immer und immer wieder auf, und ich reichte die Details an den Internetjournalisten Paul Joseph Watson weiter.

Gordon Brown ist ein praktizierender Pädophiler, dessen Aktivitäten nicht nur den britischen, amerikanischen und israelischen Geheimdiensten bekannt sind, sondern auch Rupert Murdoch und seinem leitenden Redakteur bei der Sunday Times.

Hier finden Sie den Originalartikel, The Paedophile Ring That Encircles British Politics.

Siehe auch Tod einer Verschwörung: Johnny Gosch, Jeff Gannon und Hunter S. Thompson

Ex-Callboy-Liebhaber erzählt Lord Brownes wahre Geschichte

2012/01/24

Dennis Rice ließ Jeff Chevalier plaudern.

Termini technici
rent boy: Callboy
male prostitute: Stricher

(Der dritte von vier Artikeln über den teuersten BP-Mitarbeiter seit ewig.)

(weitere Anmerkungen in Klammern)

Gebrochener Mann: Brownes Liebhaber Chevalier

Damals schien für Jeff Chevalier alles zu viel zu sein — zu weit hergeholt. Aber hier war er, ein 25-jähriger einst mittelloser kanadischer Stricher, der jetzt mit dem Premierminister von Großbritannien beim Abendessen sitzt.

Und die beiden Männer halfen sich großzügig mit einer Flasche Rotwein für 3.000 Pfund.

Der Wein war Lord Browne von Madingleys persönliche Empfehlung — der Chef von BP, British Petroleum, Großbritanniens höchstrangigster Geschäftsmann und Gastgeber besagter Dinner-Party.

„Tony Blair wußte nicht, was es war, aber er war total begeistert“, erinnert sich Chevalier. „Es war ein 1983er Bordeaux.“

Lord Browne hatte Chevalier über eine Begleitagentur zur Vermittlung von Callboys getroffen; aus dem Paar wurden Partner.

Der Großindustrielle hatte den jungen Kanadier in seiner 5 Millionen Pfund Wohnung in Chelsea untergebracht und zeigte ihm die beste Londoner Gesellschaft.

Das gemütliche Abendessen für Tony Blair im Sommer 2005 war eine Station inmitten eines scheinbar endlosen Karussells an Parties, Soirees, Mittag- und Abendessen, zu denen Chevalier von seinem 34 Jahre älteren Industiellenliebhaber gerufen wurde.

Er wurde geschäftlichen und politischen Kontakten, Diplomaten und Künstlern vorgestellt; es gab Urlaub in privaten Unterkünften in Barbados und Opernbesuche in Salzburg und Venedig — neben Prinz und Prinzessin Michael von Kent in ihrer privaten Loge.

In Venedig würde Chevalier mit Elton John und Jude Law anstoßen.

Die Reisen würden routinemäßig im Privatjet stattfinden — was der Geschäftsmann anscheinend als private Spielerei betrachtete.

In einem exklusiven Interview in The Mail on Sunday gibt Jeff Chevalier heute einen atemberaubenden Bericht über die Extravaganz des Lebens an der Spitze von BP.

Sein Zeugnis wird wichtige Fragen über Lord Brownes Vorliebe zur Prasserei aufwerfen — zusammen mit seinem Eifer, Großzügigkeiten des Unternehmens an seinen jungen Liebhaber zu verschwenden, sowie der damit verbundene Zugriff zu privilegierten Informationen.

Ironischerweise sollten die beiden Männer für all ihre schlaflose Geselligkeit am Ende einen grausamen persönlichen Tribut zahlen. Der Druck, mit Lord Browne — der 8-Millionen Pfund pro Jahr „lebt“ (oder 21.918 Pfund pro Tag oder 913 Pfund pro Stunde) — und seinen Freunden mitzuhalten, machten Chevalier fertig; er fühlte sich zunehmend überspannt und dem Ganzen nicht mehr gewachsen und stand schließlich am Rande eines Nervenzusammenbruchs.

Und dann fiel das Paar auseinander.

The Mail on Sunday wurde per Gerichtsbeschluß verboten, die Details über Lord Brownes Tischgespräche mit dem Premierminister offenzulegen.

Das ist schade, da die Begegnung ein bezeichnendes Licht auf die beiden Männer wirft — und auf die Überlappungen zwischen ihren Geschäften und persönlichen Beziehungen. (So viel wollen wir gar nicht wissen.)

Beide sind in ihren Gebieten herausragend und nutzten sich gegenseitig zum Wohle ihrer jeweiligen Organisationen — und zum Wohle von sich selbst.

Wir können jedoch sagen, daß Tony Blair über das Leben nach Downing Street nachdachte. Und Lord Browne hörte verständnisvoll zu und gab Anregungen.

Das Abendessen fand nur wenige Tage vor einem Flug von Tony Blair und seiner Frau Cherie nach Singapur statt, um eine letzte Gelegenheit für etwas Lobbyarbeit zu nutzen, damit die Olympischen Spiele 2012 in London stattfinden.

Cherie nahm nicht an der Mahlzeit teil. Eingeladen war jedoch Anji Hunter, die Tony Blairs ‘Gatekeeper’ (offiziell Director of Government Relations, also Öffentlichdrecksarbeit) wurde — bevor sie aufhörte, um für Lord Browne bei BP zu arbeiten.

Jeff Chevalier erinnert sich: „Ich erinnere mich, daß ich wirklich nervös war, vor allem, weil am Vortag sechs Sicherheitsbeamte auftauchten, um die Wohnung zu fegen.

Am nächsten Abend kamen sie dann mit Tony Blair. Ich erinnere mich, daß sie mit Barry dem Butler in der Küche saßen, während wir alle beim Abendessen waren.

John war gewissenhaft, wann diese Mahlzeiten begannen und endeten — in der Regel würden sie nicht länger als zwei oder zweieinhalb Stunden dauern, etwa wie eine Vorstandssitzung.

Wir schüttelten uns die Hände und wurden uns im Salon vorgestellt. Wir standen in einer Gruppe zu viert und unterhielten uns. Ich erinnere mich, daß ich Tony Blair ansah und dachte, daß er sein zusätzliches Gewicht wirklich gut verbirgt.

Er hat auch die Augen von jemandem, der nie schläft. Er wirkte auch größer als im Fernsehen, und die Überzeugung, mit der er über Dinge sprach, hatte etwas von einem religiösen Ton.

Sprach er zu mir, würde Tony mich beim Namen nennen und um meinetwillen bestimmte Dinge klären, die in Bezug auf Wirtschaft und Politik gesagt wurden, die ich nicht verstanden haben könnte.

Wurde das Geschäftliche zwischen Tony und John ein bißchen privater, sprach Anji mit mir, damit die beiden reden konnten. Er schüttelte mir zum Abschied die Hand und sagte, daß es nett war, mich zu treffen — und sprach mich wieder mit meinem Namen an, was ich sehr schätzte.“

Jeff Chevalier fand sich auf Blairs Weihnachtskartenliste — der handschriftlich verfaßte Gruß ging ‚an John und Jeff‘.

Und so lange er am Hof des Industriellen mit dem Spitznamen Sonnenkönig beliebt blieb, war der Rest der europäischen Gesellschaft konstant begierig, sich mit Jeff Chevalier zu befreunden.

Als Zuhause diente dem jungen Chevalier Lord Brownes beeindruckende Londoner Wohnung, die eine ganze Etage eines Gebäudes in Cheyne Walk in Chelsea belegte.

Und wenn sich das Paar nicht in London amüsierte, gab das Mitglied des Hochadels für andere Freunde und Geschäftspartner Dinner-Partys im 3.000.000 Pfund Haus in Cambridge und in der Luxus-Wohnung in Venedig.

Jeff Chevaliers Freund erlaubte ihm, über seinen persönlichen Butler Barry und die Fahrer zu verfügen, und teilte als Mitglied des Hochadels auch seinen Privatjet.

Der Kanadier sagte: „Die Mitarbeiter und John sorgten dafür, daß ich mich in allen Wohnungen wohlfühle. Als mir ein Weinglas aus Bergkristall zerbrach, das über 2.000 Pfund gekostet hatte, brauchte ich mich deswegen nicht schlecht zu fühlen.

Da alles um mich herum so viel kostete, fühlte ich mich fehl am Platz, trotz aller Versicherungen, ich konnte nicht anders.

Ich erinnere mich, daß die Neugestaltung des Interieurs des Cambridge Hauses im Jahr 2004 in den USA im Architectural Digest erschien und Tim Gosling als Haupt-Designer angerechnet wurde, dem ehemaligen Assistenten von (David) Linley (dem Vorsitzenden des Auktionshauses Christie’s).“

Den August würde man in Venedig verbringen: Lord Browne kaufte eine Wohnung in einem prächtigen Palast, der im Jahre 1475 auf dem Canal Grande erbaut wurde und nahm Elton Johns Architekt für die Ausstattung.

Wir besuchten die Eröffnung des Teatro La Fenice, das Opernhaus in Venedig, das im Jahre 1996 niederbrannte und mit einem Kostenaufwand von mehr als 1.000.000.000 Pfund wiedererrichtet wurde (laut FAZ 500 Millionen Euro und hier 85 Millionen Euro).

„Es waren zwölfhundert Gäste eingeladen und wir hatten erstklassige Plätze“, sagt Jeff Chevalier. „Ich erinnere mich, daß Prinz und Prinzessin Michael von Kent darauf bestanden, daß John in ihre Loge kommt, um den zweiten Akt zu sehen.“

Jeff Chevalier würde Prinzessin Michael mehrfach im Teatro La Fenice begegnen, obwohl sie nie so recht schlau wurde, wer der junge Kanadier tatsächlich war.

„Sie sagte zu mir, ‚Sie müssen ein brillanter Pianist sein'“, sagt er. „Ich sagte, ich wäre keiner und sie antwortete: ‚Nun, was immer Sie tun, ich bin sicher, Sie sind brillant.'“

(Prinzessin Michael ist laut SPIEGEL Prinzessin Aufdringlich — seltsam, daß der SPIEGEL die Klaviatur der Klatschpresse im Fall von echten Adligen auf Lichtgeschwindigkeit stellt, im Fall Browne aber auf stumm schaltete, nein, vielleicht doch nicht, vielleicht ist Prinzessin Aufdringlich bloß nicht heimlich homosexuell aufdringlich. Über Browne schreibt der SPIEGEL am 1. Mai 2007 vom „Ende einer bewunderten Karriere“, am 2. Mai 2007 heißt es über den Online-Begleitservice „Eigentlich gibt es größere Peinlichkeiten“ und am 27. August 2007 ist Browne im Manager-Magazin der SPIEGEL-Gruppe ein „unumstrittener Experte“ — ich finde Lord Ölschlamm oder Möchtegernschauspieler passender und frage mich, ob SPIEGEL-Journalisten, die ihre Partner für einen glücklichen Lebensabend online suchen, dazu StricherDeLuxe.de besuchen würden.)

Zur gleichen Zeit gab es Einführungen bei Romano Prodi, dem Ministerpräsident von Italien, und vielen anderen europäischen Honoratioren.

In Venedig würde das Paar im exklusiven Hotel Cipriani den Pool ansteuern.

Doch auch dies wurde zu einem weiteren Austragungsort für Netzwerkarbeit — und Jeff Chevaliers Mehrdeutigkeit seiner Position begann, an ihm zu nagen.

„Es war anstrengend für mich, da ich an einem Pool nicht entspannen konnte, wo jeder jeden kannte und unsere Erholung ständig unterbrechen würde“, erklärt der Kanadier.

„Lady McAlpine (die Ex des Ex-Schatzmeisters der Konservativen Partei Englands), David Furnish und (sein Lebenspartner) Elton John, US-Kongreßabgeordnete und Senatoren, die Führungskräfte von Konzernen, Jude Law und Sienna Miller und unzählige andere Honoratioren würden mit uns sprechen — oder wir würden mit ihnen sprechen, in seltenen Fällen — und aus diesen Nachmittagen am Pool würden Arbeitstagungen werden, wenn auch auf einer ungezwungenen Ebene. (Mehr wollen wir gar nicht wissen.)

Wegen der ständigen Störungen war es unmöglich, am Cipriani-Pool zu sitzen und die Gesellschaft von John zu genießen.“

Mit Lord Browne zu reisen, bedeutete in der Regel, den Privatjet zu nehmen, da das Mitglied des Labour-Hochadels kein Fan von Pauschalreisen war. (Macht mit diesen zwei Punkten insgesamt hundert Punkte, warum ihn liberale Linke so lieben.)

Selbst wenn er von führenden Fluggesellschaften eine fünf-Sterne-Behandlung bekam, wachte Lord Browne ständig darüber, ob ein anderes hohes Tier mehr verwöhnt wurde als er.

Jeff Chevalier sagt: „John und ich würden auf British Airways Flügen gewöhnlich die Sitze 1A und 1B in der Club Class oder First Class bekommen.

Die Spezialkräfte der Fluggesellschaft würden uns von unserem Auto außerhalb Gatwick oder Heathrow eskortieren und per Überholspur zur First Lounge oder Emerald Lounge bringen.

Wir hätten dann die Möglichkeit, entweder zuerst oder zuletzt an Bord zu gehen und von den Spezialkräften persönlich begleitet zu werden.

Ungeachtet dessen waren Linienflüge für John immer noch eine Last. Wenn wir auf einem Flug von BA nicht 1A und 1B hatten, würde John wissen wollen, warum wir nicht die besten Plätze bekamen.

Oft würde auf 1A jemand sitzen, den er kannte, und er nahm es persönlich, daß der Sitz nicht ihm gegeben wurde.

Einmal hatten wir keine Ahnung, wer auf dem Sitz saß und John wollte wissen, wer es war. Er würde häufig im Voraus fragen, welche Plätze wir hätten und versuchen, sie zu ändern, wenn wir nicht die Pole Position hatten.

Nur einmal machte es ihm nichts aus — als wir 2004 am zweiten Weihnachtstag (Boxing Day) nach Barbados flogen und Mick Jagger die 1A bekam. Das hatte er akzeptiert …“

Obwohl Lord Brownes Promi-Status dem von Mick Jagger unterlegen war, scheint es, daß ihm gegenüber Hugh Grant und Jemima Khan der Vorrang eingeräumt wurde — die auf dem gleichen Flug dahinter saßen. Was Hugh Grant betrifft, so scheint er in einer schlechten Stimmung gewesen zu sein.

„Bevor wir flogen waren in der BA-Lounge Mick und (seine Freundin) L’Wren Scott und seine Kinder; Hugh und Jemima ebenfalls.

Hugh hatte darauf bestanden, daß die Fernseher in der Lounge ausgeschaltet werden, weil ihn die Sportübertragungen nervten“, erinnert sich Jeff Chevalier.

„Micks Sohn spielte mit seinen Geschwistern und Mick einige Zeit Uno (ein Kartenspiel, das Mau-Mau ähnelt). Mick forderte seinen Sohn dann auf, ‚den Mann da drüben‘ (Hugh) zu bitten, mit ihm Uno zu spielen.

Hugh sah nicht gerade begeistert aus — Jemima sah aus, als ob Hugh negativ reagiert hatte.“

Als Lord Browne der Horror öffentlicher Verkehrsmittel zu viel wurde, fand er die Lösung, einen Privatjet zu leasen.

Jeff Chevalier sagte: „John setzte sich mit dem Kopf von NetJets Europe in Verbindung und fragte nach einem Probierangebot, der aus ein paar Freiflügen bestand.

Danach war er völlig davon begeistert und bestellte den NetJets-Service, und wir würden ihn für Reisen in Europa nutzen.

Das, was sich auf auf etwa 50 Stunden Reisen belief, kostete pro Jahr Hunderttausende von Pfund.“

Das Paar besuchte jedes Jahr mit dem Investmentbanker John Studzinski und anderen Freunden die Salzburger Festspiele beim Festspielhaus in Salzburg.

‚Studz‘ würde sie auch in eine Villa einladen, die er jedes Jahr zu Weihnachten und Neujahr auf Barbados mietete.

„Ich erinnere mich, daß Studz zum 50. Geburtstag eine rauschende Party unvorstellbaren Ausmaßes gab, die John und ich besuchten.

Studz buchte für die Gäste das gesamte Hotel Sacher und wir wurden mehrere Tage auf vielfältige Weise unterhalten“, sagt Jeff Chevalier.

„Er ließ Maxim Vengerov, den besten und perfektesten Geiger der Welt, für uns zu Mittag und bei einem Gottesdienst spielen, eigens für diesen Anlaß wurden für Studz eine Widmung und eine Lobrede geschrieben.

Die letzte Nacht fand auf dem Schloß statt, wo The Sound Of Music gefilmt wurde; die Frauen trugen rote Kleider und Diademe und die Männer schwarze Krawatten. Danach fand das größte Feuerwerk statt, daß Österreich je gesehen hat — alles auf Studz Kosten.

Gegen Ende des Abends trat für uns die Besetzung von Bombay Nights auf, und wir wurden zurück ins Hotel gefahren. Es war das größte Fest, das ich mir hätte vorstellen können.“ (Dieser Spaß am 19. März 2006 auf Schloß Leopoldskron pumpte 3.500.000 Pfund in die Volkswirtschaft — hatten an diesem Tag alle Journalisten und Pressefotografen einen freien Tag, um ihre Überstunden abzubauen, oder was hinderte sie daran, über Multimillionäre zu berichten, die darauf warten, angeprangert und über Reichensteuer belehrt zu werden?)

Zurück in England waren Lord Browne und Jeff Chevalier auch Stammgäste am Royal Opera House in Covent Garden.

„John und ich würden entweder Parkettplätze (stall seats), die Inntendantenloge (Director’s Box) oder die Königsloge (Royal Box) nehmen, je nachdem, wer unsere Gäste waren. Wir würden die Oper etwa 10 Mal pro Jahr besuchen und immer mit Gästen — manchmal Geschäftspartner, manchmal Freunde. Doch John hat nur wenig Freunde, die keine geschäftliche Verbindung haben, so daß die Gespräche in Richtung BP, Geschäft oder Politik neigen würden.

Insgesamt würde John im Jahr rund 150 gesellschaftlich-geschäftliche (social-cum-business) Partys besuchen. In London und Cambridge würde er außerdem mindestens einmal im Monat für etwa 12-14 Personen Dinner-Partys veranstalten. Ab etwa 2003 würde er von mir erwarten, daß ich versuche, alle davon zu besuchen.“

Soziale Kontakte könnten Hugh Grant und Jemima Khan (die Tochter des Milliardärs Sir James Goldsmith, die 1995 den pakistanischen Cricketspieler Imran Khan heiratete, zum Islam konvertierte, sich 2004 scheiden ließ und Hugh Grant techtelmechtelte — außerdem eine von sechs Kautionsstellern für Julian Assange) an einem Abend sein, oder Ronald Lauder aus der Estee Lauder-Dynastie am nächsten, oder (der Talkshow-Politiker mit konservativen homosexuellen Erfahrungen in seiner Jugendzeit) Michael Portillo am folgenden. (Für den Guardian ein ernstes genetisches Problem: „Many wed after gay flings. They usually relapse“)

Ein Gast zu Mittag und Abend war Peter Mandelson, ein ehemaliges Kabinettsmitglied und jetzt ein EU-Handelskommissar (bis 2008). Zum Abendessen erschien er mit seinem langjährigen Partner, dem Brasilianer Reinaldo da Silva (zu dem er sich im Jahr 2000 bekannte — der basisdemokratische Informationsdachverband Wikipedia scheint sehr darauf bedacht zu sein, Homosexualität unter dem Punkt „Privates“ öffentlich zu machen).

Jeff Chevalier erinnert sich: „Es waren nur wir vier, und ich erinnere mich an den Moment als, ich ihnen begegnete und dachte, was für ein ungleiches Paar sie wären. Peter war sehr glatt und charmant und schien an jedem von Johns Worten zu hängen.“

Die Non-Stop-Geselligkeit war Teil der Unternehmenskultur, die Lord Browne bei BP einträufelte. (Jetzt ist klar, warum die Benzinpreise fielen, nachdem Lord Browne weg war.) Und es schien, daß sich das Mitglied des Hochadels nicht scheute, das Prestige von BP zu nutzen, um selbst privilegiert behandelt zu werden.

Jeff Chevalier sagt: „John würde auch oft Einladungen zu privaten Führungen durch Museen buchen oder erhalten, wenn sie für das Publikum geschlossen waren. Wir erhielten im April 2005 eine Führung durch den Louvre, nur wir drei, John, der Führer und ich. Wir hatten zuvor private Führungen im British Museum, im Museum Tate Britain und im Victoria and Albert Museum, doch dies war die unglaublichste Erfahrung.

Die meisten Museen interessierten sich für Spenden von BP und waren mehr als froh, Johns Anfragen für private Führungen durch neue Ausstellungen Rechnung zu tragen.“

Als sie den Louvre verließen, sagte Lord Browne, daß BP nicht die Absicht hätte, dem Museum irgendeine Spende zu zukommen zu lassen — er hatte einfach eine private Führung ohne die Menschenmassen gewollt.

Jeff Chevalier erinnert sich: „Das Abendessen würde zu Hause oft mehr kosten, als in ein gutes Restaurant zu gehen. Wir bevorzugten beide ruhige Mahlzeiten zu Hause.“

„Wir würden in der Regel mit einem guten Jahrgang Puligny-Montrachet oder Chassagne-Montrachet starten und dann mit einem anständigen roten fortfahren, meistens einem italienischen.

Zu meinem Geburtstag John würde in der Regel versuchen, einen guten Jahrgang 1979 zu finden — mein Geburtsjahr. Außerdem raucht John vier Mal am Tag Epicure No 2 zu einem Preis von je 20 Pfund.“

Laut Jeff Chevalier sah Lord Browne seine Freundschaften auch nach dem Grundsatz des beiderseitigen Nutzens, durch die er geschäftlich profitieren könnte. Dies verstärkte das Gefühl, daß sein Liebhaber — und damit auch er — nie wirklich außer Dienst waren.

„Zu den meisten von Johns Freunden gibt es auf die eine oder andere Art und Weise eine geschäftliche Verbindung“, sagt er.

„Als Kind eines BP-Arbeiters geboren zu sein und dann nach dem Cambridge-Abschluß zu BP zu gehen, macht dies verständlich. Doch es hat sich im Laufe der Zeit herausgestellt, daß fast jeder, den er als Freund betrachtet, auf die eine oder andere Art und Weise von ihm profitiert.

Ob Mitarbeiter, Geschäftspartner wie zum Beispiel Martin Sorrell (von der Werbebude Saatchi & Saatchi), oder Kunsthändler oder Museumsleiter, diese Leute waren nicht genau in der Position eines vertrauenswürdigen Freundes. Ich lernte, einigen seiner Kollegen und Mitarbeiter zu vertrauen, aber es viel mir schwer, zu verstehen, wer seine wahren Freunde waren.“

Und Jeff Chevalier bemerkte unter den Superreichen auch eine gewisse Bissigkeit.

„John und ich würden (Regisseur) Michael Winner bei vielen Gelegenheiten sehen, aber nie mit ihm sprechen“, sagt er.

„Er war auf jeden Fall laut. Ob auf Barbados, im Hotel Cipriani, oder in einem Restaurant in London, wir würden oft erleben, daß der Klang seiner Stimme unsere Stimmung ruinieren sollte, an welchem Ort wir auch waren.

In Venedig verbrachte er viel Zeit damit, seiner Sekretärin über sein Handy Anweisungen und Notizen zu diktieren und wie ein gestrandeter Wal am Pool zu liegen.“

(Hilfreicher dürfte diese Aussage von Sir Ian McKellen sein: „Michael Winner considered me for a film in 1966 and asked if I was gay.“)

Ein Erlebnis war auch Conrad Black, der frühere Zeitungs-Inhaber (der basisdemokratische Informationsdachverband Wikipedia schreibt, er „beherrschte die Printmedien Kanadas“), der jetzt wegen angeblicher Veruntreuung (von 84 Millionen Dollar) in Amerika vor Gericht gestellt wird (am 10. Dezember 2007 wurde er zu 6½ Jahren Haft und einer Geldstrafe in mittlerer einstelliger Millionenhöhe verurteilt), und den Jeff Chevalier auf einer Party von (Investment-Unternehmer) Sir Ronald Cohen getroffen hatte, dem Chef von Apax Partners und ein Berater von Gordon Brown.

Jeff Chevalier sagt: „John und ich wurden Conrad Black und seiner Frau Barbara Amiel auf Ronnie Cohens 60. Geburtstag im Süden von Frankreich vorgestellt. Von jedem kam der Klatsch: ‚Was hat Black hier zu suchen?‘

Er und Barbara kamen offensichtlich als Gäste eines Eingeladenen und standen nicht auf der Gästeliste. Alle sprachen hinter seinem Rücken über ihn und nahmen an, daß Ronnie ihn eingeladen hätte.

John sprach etwa 15 Minuten mit ihm, hatte aber kaum eine Chance, zu Wort zu kommen.

Conrad redete über seiner Unschuld — wie eine kaputte Schallplatte. Studz, Lord Howard und einige andere übermittelten die gleiche Information — alles, was Conrad diskutieren würde, wäre seine ‚Unschuld‘.

Gegen Ende des Gesprächs krallte sich Barbara in Conrads Bein. Sie war offensichtlich nicht daran interessiert, daß Conrad mit John spricht.

Wir verabschiedeten uns und verließen ihren Tisch. Sie waren auf der Party das Gespräch und eindeutig niemand auf der Veranstaltung — ihrer vermeintlichen Freunde — zog einen Moment lang in Erwägung, daß der Mann, im Zusammenhang mit dem, was ihm vorgeworfen wird, unschuldig sein könnte.

Alle lachten über ihn und machten hinter seinem Rücken abfällige Bemerkungen. Es war amüsant, zu sehen, daß Conrads Standesgenossen hinter seinem Rücken erzählten, daß sie ihm nicht glaubten.“

(Könnte der Grund dafür, daß Conrad Black so zum Lachen ist, vielleicht eher sein, daß Conrad Black ein konservativer katholischer Ex-Jude ist, der „gave political correctness a needed kick in the reproductive organs“? Zitiert aus dem Artikel „Scramble the PR Jets! Just How Did That Anti-Gay Ad Wind Up in the National Post?“)

Schließlich aber wurde der Druck, auf diesen geschäftlich-gesellschaftlichen Treffen der Partner zu sein, für Jeff Chevalier zu viel.

Er sagt: „Ich war offen für einen Lebensstil, den sich die Menschen nur vorstellen können. Es war alles neu für mich und in den ersten Jahren ein Novum. Aber nach einer Weile wurde es fast unerträglich.

Milliardäre erinnerten sich an mich, aber ich konnte mich nicht an sie erinnern. Daraus, sich an diese Honoratioren, die mich kannten, nicht erinnern zu können, entwickelte sich Angst.

Letztendlich erlebte ich Panikattacken bei dem Gedanken, nicht zu wissen, mit wem ich sprach. John konnte nicht verstehen, warum seine Welt für mich so schwierig war.

Und ich konnte ihm die Angst auf all den Festen, Abendessen und Opernabenden auch nicht mitteilen.

John hat mich mit all seinen Bekannten vorgestellt: Freunden, Kollegen, Milliardären, Stars und dergleichen. Um das Jahr 2004 geriet ich vor, während und nach jeder Veranstaltung in Panik, weil die Leute, die ich traf, so zahlreich und bemerkenswert waren.

Ich verlor die Fähigkeit, als John Brownes Partner zu funktionieren. Er verstand meine Ängste nicht und ich war nicht in der Lage, seine Belange zu verstehen. Wir waren Welten voneinander entfernt, und das wurde uns beiden klar.

Lord und Lady so und so, der Milliardär und seine Frau, der Premierminister und Anji, der Geschäftsführer von Vodafone oder von welchem Unternehmen auch immer … es wurde bald zu viel für mich, als daß ich es mir hätte merken können.

Mein Gedächtnis ist sehr gut, aber wenn sich Leute wie Ronnie Cohen oder Lord Howard daran erinnerten, mich getroffen zu haben, aber ich mich nicht daran erinnern konnte, sie getroffen zu haben, litt ich unter extremen sozialen Ängsten. Ich konnte mir all die ‚wichtigen‘ Leute nicht merken, und das erzeugte bei mir ein Minderwertigkeitsgefühl.“

Lord Browne schien seinen jungen Liebhaber von Anfang an gekauft zu haben und weiterhin zu glauben, daß er ihn besitzt. Die Vorzüge waren gewaltig — aber Chevalier fühlte sich gefangen.

Seine Kleider wurden für ihn ausgesucht. Selbst die Gästeliste für seine Geburtstagsfeiern wurden von Lord Browne und seinen Mitarbeiter bestimmt.

„Praktisch jeder Aspekt meines Lebens wurde von anderen Menschen verwaltet“, sagt er jetzt.

„Ich war nicht in der Lage, aus vielen Aufgaben auszusteigen und mir wurde gesagt, ich hätte einfach zu funktionieren. Als ich im Jahr 2005 anfing, zu versuchen, ein Machtwort zu sprechen, an welchen Aufgaben ich teilhabe und an welchen nicht, fühlte ich mich wie eine Marionette — es war vergeblich.“

Obwohl Jeff Chevalier versuchte, den Zustand behandeln zu lassen, schien nichts zu funktioneren und Lord Browne verlor schließlich die Geduld über die Weigerung seines Freundes, die Parties wegen seiner Erkrankung zu besuchen.

Das Mitglied des Hochadels beendete die Beziehung im vergangenen Jahr — und schnitt Chevalier praktisch ab, ohne ihm einen Pfennig zu lassen.

Hier finden Sie den Originalartikel, The TRUE story about Lord Browne – by ex-rent boy lover.

Überheblichkeit, Lügen und die Schwulenaffäre, die den BP-Chef stürzte

2012/01/24

Fiona Barton über Lord Brownes Geschäfte, über die die restlichen Medien 2007 nichts berichten wollten.

Termini technici
gay affair: Schwulenaffäre

(Der zweite von vier Artikeln über Lord Browne, bei dem man sich fragt, ob die Medien Christian Wulffs Fehlverhalten ausgeblendet hätten, wenn er einen anderen Lebensstil führen würde.)

(weitere Anmerkungen in Klammern)

Großzügige Geschenke: Lord Browne hatte eine vierjährige Beziehung mit Jeff Chevalier und soll umfangreiche Zahlungen an ihn gemacht haben

Lord Browne, Multimillionär und Vorstandsvorsitzender von BP, ist von seinem BP-Posten überraschend zurückgetreten, nachdem er zugab, vor einem Richter des Obersten Gerichtshofes unter Eid gelogen zu haben.

Der 59-Jährige, einst einer der mächtigsten Geschäftsleute Großbritanniens, könnte wegen Meineids oder Justizbehinderung angeklagt werden.

Er wird auch 15.000.000 Pfund in bar und Aktien verlieren, die er erhalten hätte, wenn er wie er geplant im Juli in den Ruhestand gegangen wäre.

Der einst als die „Sonnenkönig“ der Ölindustrie bekannte Browne trat ab, nachdem er einen viermonatigen Rechtsstreit gegen die Mail on Sunday verlor.

Er hatte versucht, Vorwürfe zu verheimlichen, daß er Geldmittel, Einrichtungen und Personal von BP zweckentfremdete, um zu helfen, für seinen damaligen schwulen Liebhaber Jeff Chevalier ein Mobilfunkgeschäft zu betreiben (das Mobilfunkgeschäft war laut FAZ eine Handyklingelton-Firma — die Callboy-Vermittlung dagegen eine Dating-Seite.)

Doch ein Urteil, das von Richter Eady gestern verkündet wurde, legte die skandalösen Lügen bloß, die Lord Browne vorbereitete, um sich vor der Prüfung durch Aktionäre und den BP-Vorstand zu schützen.

Er belog das Gericht darüber, wie er den 27-jährigen Jeff Chevalier kennenlernte — sie trennten sich im vergangenen Jahr nach vier Jahren — und den jungen Kanadier fälschlicherweise beschuldigte, Alkohol- und Drogenprobleme zu haben.

Lord Browne hatte vor Gericht behauptet, daß sein Recht auf Privatsphäre verletzt werden würde, obwohl viele von Jeff Chevaliers Vorwürfen seine Geschäftstätigkeit betrafen.

Dazu gehörten folgende Behauptungen:

— BP-Computer und Support-Mitarbeiter genutzt wurden, um Jeff Chevaliers Geschäft zu betreiben.

— BP Führungskräfte dazu überredet wurden, im Unternehmen des Liebhabers als Direktoren zu handeln.

— Brownes persönlicher Assistent fungierte als Sekretär des Kanadiers und ein hochrangiger BP-Mitarbeiter transportierte zwischen dem Liebespaar Bargeld.

— Der BP-Chef zahlte für ein Studium in England, damit sein Partner durch ein Studentenvisum im Land bleiben konnte.

— Lord Browne zahlte die Renovierung seiner Wohnung in Venedig bar und „umging“ einen Steuerbescheid — eine Behauptung, die er vehement bestreitet.

Jeff Chevalier, ein Computer-Operator (was auch immer das ist) aus Toronto, teilte Brownes Millionärsleben für vier Jahre, lebte in luxuriösen Häusern — darunter eines, das einem „bekannten Entertainer“ gehört, Gerüchten zufolge Sir Elton John — reiste mit dem Privatjet und trug Designer-Anzüge für 2.000 Pfund.

Er wurde Brownes anerkannter Partner und wurde zu hochkarätigen Abendessen mit Freunden und Geschäftskontakten eingeladen, darunter Peter Mandelson (der sich 2000 zu seiner Beziehung mit Reinaldo Avila da Silva bekannte — der basisdemokratische Informationsdachverband Wikipedia scheint sehr darauf bedacht zu sein, Homosexualität unter dem Punkt „Privates“ öffentlich zu machen), ehemals Tony Blairs Berater und jetzt (2004-2008) Handelskommissar der Europäischen Kommission.

Browne erzählte ihm auch Details von Gesprächen, die er mit Tony Blair und Gordon Brown hatte.

Der Adlige auf Lebenszeit — von Tony Blair im Jahr 2001 geadelt — kämpfte vor dem Obersten Gerichtshof und dem Berufungsgericht, um zu versuchen, Jeff Chevalier mundtot zu machen, bevor ihm schließlich in dieser Woche die rechtlichen Möglichkeiten ausgingen.

Seine Niederlage bedeutete die Aufhebung einer einstweiligen Verfügung, die verhindert hatte, daß irgendwelche Details veröffentlicht werden.

Im Laufe seines katastrophalen Klagewegs log Lord Browne zwei Wochen lang darüber, wie er Jeff Chevalier kennenlernte, indem er behauptete, ihre Wege kreuzten sich zufällig, als er in der Nähe seiner fünfstöckigen Villa in Chelsea „im Battersea Park turnte“.

Laut Richter Eady war es eine „bewußte und lockere Lüge“. Doch der Richter verbot, die wahre Version ihres Kennenlernens bekanntzugeben. (Nicht jugendfrei, oder was?)

In einem Versuch, seinen ehemaligen Liebhaber in den Dreck zu ziehen und seine Beweise zu diskreditieren, sagte Lord Browne dem Gericht, Jeff Chevalier wäre „ein Lügner, labil und durch die Abhängigkeit von Alkohol und illegalen Drogen negativ beeinträchtigt“.

Doch medizinische Aufzeichnungen bewiesen, daß dies falsch war, und ein deutlich verärgerter Richter Eady äußerte sich vernichtend über seine Einschätzung von Brownes Aussage.

Er beschuldigte den BP-Chef, einen Präventivschlag gegen Jeff Chevaliers Glaubwürdigkeit gestartet zu haben, „so daß, wenn seine Beweise vorliegen würden, ich dafür empfänglich sein sollte, sie abzulehnen“.

Der Richter fuhr fort: „Ich bin nicht bereit, zu erlauben, daß dem Gericht unter diesen Umständen eine „Notlüge“ erzählt wird — besonders nicht von einem Mann, der sich auf seinen Ruf und seine Auszeichnung beruft, und auf die verschiedenen Ehrungen verweist, die er unter der jetzigen Regierung erhalten hat, und das Gericht ersucht, seine Schilderung zu bevorzugen.

„Es mag sein, daß es als Mißachtung des Gerichts oder als eine andere Form von Straftat behandelt werden sollte.“

Der Richter sagte später, er würde keine weiteren Schritte einleiten, doch The Mail on Sunday, das Schwesterblatt der Daily Mail, in der Jeff Chevaliers Schilderung veröffentlicht werden soll, wird dem Generalstaatsanwalt ihre Beweise in dem Fall zur Verfügung stellen.

Ein Sprecher sagte: „Die Mail on Sunday bedauert die Tatsache, daß Lord Browne, obwohl er vor Gericht log, eine einstweilige Verfügung gewährt wurde, durch die Informationen unterdrückt werden, die sowohl für die Millionen von Briten von großer Bedeutung sind, die durch ihre Renten Teilhaber an BP sind, als auch für die Zehntausende, die für das Unternehmen arbeiten. (Der Guardian erklärt, warum die restlichen Medien einen Bogen um die Geschichte machten, sprich, unterstützten, daß Informationen unterdrückt werden: „Gay stories are just not appealing to the masses it seems – unless Jeff reveals he’s had an affair with Elton John or something then I don’t think his story has much legs.“ Als ob es Bildbände oder wöchentliche Kolumnen gäbe, in denen Elton John Schwulengeschichten erzählt.)

Es war der Versuch, eine einstweilige Verfügung zu erwirken, um diese Geschichte zu unterdrücken, weshalb Lord Browne über sein Privatleben log, wodurch es für den Fall eine zentrale Bedeutung bekommt.

Indem er den Rechtsweg ausnutzte, um die Veröffentlichung seiner Lüge vor dem Gericht zu verzögern, hat Lord Browne verhindert, daß weitere wichtige Informationen über seine BP-Treuhandschaft und die Zweckentfremdung von Unternehmenseinrichtungen bekannt werden — entweder der US-Aufsichtsbehörde für Chemikaliensicherheit, die das Unglück der Ölraffinerie in Texas City untersucht [bei dem im März 2005 fünfzehn Personen getötet wurden], oder den Aktionären, die auf der jüngsten Hauptversammlung sein Rentenpaket anzweifelten.“ (Anscheinend ist es für die restlichen Medien tabu, selbst über die „Zweckentfremdung von Unternehmenseinrichtungen“ zu berichten, wenn der Täter ein  schwuler Kommunist  Öko ist.)

Lord Browne, der im Juli nach 11 Jahren als Vorstandsvorsitzender und 41 Jahren, die er bei der Ölgesellschaft war, in Rente gehen sollte, sagte gestern Abend, es wäre „bedauerlich“ daß er darüber log, wie er Jeff Chevalier kennenlernte.

Er betonte, die Vorwürfe des Kanadiers wären „voll von irreführenden und falschen Behauptungen. Insbesondere bestreite ich kategorisch jegliche Vorwürfe von Fehlverhalten im Zusammenhang mit BP.“

BP bestätigte die Prüfung von Vorwürfen der Zweckentfremdung von Gesellschaftsvermögen, kam jedoch zu dem Schluß, sie wären „gegenstandslos oder nicht stichhaltig“. (Heißt das jetzt eher, sie waren wahr oder nicht wahr?)

Lord Browne sagte, er wäre bei BP zurückgetreten, „um dem Unternehmen unnötige Peinlichkeiten zu ersparen“. Sein designierter Nachfolger, Tony Hayward, übernimmt mit sofortiger Wirkung seinen Posten (der sagenhafte dreieinhalb Jahre hält, vom 1. Mai 2007 bis zum 1. Oktober 2010).

Der scheidende BP-Chef sagte: „Während meiner 41 Jahre mit BP habe ich mein Privatleben immer vom Geschäftlichen getrennt. Ich habe meine Sexualität immer als Privatsache angesehen, als etwas, das geheim gehalten wird. Es enttäuscht mich zutiefst, daß ein Zeitungshaus nun entschieden hat, daß diese Behauptungen über mein Privatleben veröffentlicht werden sollten.“ (Das Homosexuellenmärchen „Ich habe meine Sexualität immer als Privatsache angesehen, als etwas, das geheim gehalten wird“ wird von sämtlichen Medien übernommen. Selbstverständlich läuft das Homosexuellenmärchen genau andersrum, wenn es in den Panzer steigt, den illuminati-aufklärerischen Geländegang für schwieriges Kulturkampf-Gelände einlegt, und Kindern in der Schule Homosexualität als öffentliche Sache einimpft.)

Hier finden Sie den Originalartikel, Hubris, lies and the gay affair that brought down BP boss.

Lord Browne und schwuler Liebhaber machten Urlaub mit Elton

2012/01/24

Die DAILY MAIL über John Brownes Lebensstil, über den die restlichen Medien 2007 nichts berichten wollten.

Termini technici
gay lover: schwuler Liebhaber

(Der erste von vier Artikeln über Lord Ölschlamm.)

(weitere Anmerkungen in Klammern)

Es kam heraus, daß der Lebensstil von Lord Browne und seinem jüngeren Liebhaber aus Champagner und Urlaubsreisen mit Größen wie Elton John bestand.

Der BP-Chef, der gestern zurücktrat, nachdem er zugab, daß er vor einem Gericht über die vierjährige Affäre log, duschte Jeff Chevalier mit Geschenken und Bargeld.

Laut seiner Schwester verkehrte der Kanadier Jeff Chevalier, 27, in gesellschaftlichen Kreisen, zu denen Sir Elton, Gwyneth Paltrow und Premierminister Tony Blair gehörten.

Er genoß die ganze Zeit Fünf-Sterne-Hotels und wurde in einem Privat-Jet in die Ferien geflogen.

Seine Schwester, Courtney Chevalier, 21, sagte, daß es für ihren Bruder, der eine bescheidene Erziehung hatte, ein Kulturschock gewesen wäre.

Sie sagte, der 59-jährige Lord Browne — den sie nur als ‚John‘ kennt — war äußerst großzügig. Und: „Jeff hatte freie Hand über Johns Kreditkarte.“

Courtney Chevalier sagte, sie besuchte das Paar regelmäßig in Lord Brownes drei englischen Häusern und begleitete sie einen Sommer nach Venedig.

„Jeffrey sah sogar Elton Johns Haus (an der Fondamenta San Giovanni, Giudecca 25) in Venedig.

Er sagte, es war unglaublich.

Tony Blair war oft auf einigen der Parties, zu denen mein Bruder ging.“

Lord Browne, der Jeff Chevalier über eine Internet-Begleitagentur zur Vermittlung von Callboys kennenlernte, trennte sich letztes Jahr von ihm.

Er verlor einen lange andauernden Kampf vor dem Obersten Gerichtshof, durch den verhindert werden sollte, daß die Mail on Sunday die Geschichte ihrer Beziehung veröffentlicht.

Hier finden Sie den Originalartikel, Lord Browne and gay lover holidayed with Elton.