Archive for the ‘Sexualität’ Category

Manchester: Rabbi besucht Hurenhäuser

2014/07/03

Moody Krightman über Tora, Talmud und Titten.

Report: Manchester rabbi frequents whorehouses

26. Juni 2006 — Der Lubawitscher Rabbi dreht sich höchstwahrscheinlich in seinem Grab. Einer seiner frommen Juden wurde beim Verkehr mit Huren fotografiert. Vor diesem Ereignis verkündete er im Fernsehen, daß aus religiösen Gründen nicht in der Lage ist, einer Frau die Hand zu geben

Er besucht regelmäßig Hurenhäuser (whorehouses), Strumpfbänder machen ihn besonders an, und für spezielle sexuelle Dienstleistungen zahlt er extra. Nein, wir sprechen nicht über einen erstklassigen Zuhälter oder eine Führungskraft (executive) in der Pornoindustrie, sondern über einen ultraorthodoxen Rabbiner der Lubawitscher Schule.

Die auflagenstärkste (Anm.: britische) Boulevardzeitung NEWS OF THE WORLD veröffentlichte am Sonntag die skandalöse Geschichte des Rabbiners Dovid Jaffe aus Manchester. Jaffe, verheiratet und Vater von vier Kindern, leitet in Manchester das Zentrum der Lubawtischer Juden und bereitet Jugendliche auf ihre Religionsmündigkeitsfeier (bar-mitzvah ceremony) vor.

Kürzlich erschien er auf BBC 4 als Gast in einer Sendung über jüdische Bräuche. Während im Fernsehen war, beschrieb er die Schwierigkeiten, in England einen ultraorthodoxen Lebensstil führen und sagte weiterhin, daß er aus religiösen Gründen einer Frau nicht einmal die Hand geben kann.

Es stellt sich jedoch heraus, daß der Rabbi, der nicht bereit ist, die Hände von Frauen zu umklammern, mehr als glücklich ist, viele von anderen Körperteilen zu umklammern. Er wurde vor kurzem fotografiert, als er in Manchester das Hurenhaus »Angels« besuchte und sich dort mit den Frauen tummelte.

»Huren in Strapsen«

Die Wochenzeitung, die Rabbi Jaffes Heldentaten aufdeckte, sagt, daß der Rabbi bereit ist, für eine halbe Stunde Sex vierzig Pfund zu zahlen, fünfzig, wenn Oralsex Teil des Pakets ist. Er bevorzugt seine Huren in Strapsen gekleidet.

»Er ist hier ein häufiger Kunde«, verrät eine der Huren. »Er ist ein Mann, der genau weiß, was er will.« Eine Hure, die sich in einem Moment der Langeweile vielleicht reinigen (purify) wollte, sah zufällig die BBC-Produktion und entdeckte, daß ihr Klient ein Rabbi war. Seine Äußerungen in der Sendung machten sie wütend.

»Wie scheinheilig kann man sein? Auf der einen Seite will er Frauen nicht die Hand geben und auf der anderen Seite kommt er die ganze Zeit und hat sehr bizarre Wünsche. Nur einen Tag vor der Predigt im Fernsehen, kam er hierher und hatte eine schöne Zeit.«

Als er nach seinem Fernsehauftritt zu einem Besuch in dem Haus eintraf, erklärte ihm eine der Huren: »Ich weiß nicht, ob ich Geld oder ein Autogramm verlangen soll.«

Hier finden Sie den Originalartikel, Report: Manchester rabbi frequents whorehouses, den koschere Suchmaschinen und YNET aus dem Internet überwiegend entfernt haben. Hier nicht mehr.

Damit dies ein Einzelfall bleibt, brauchen wir weitere Einzelfälle, die dies erhärten. Auf FAILED MESSIAH findet sich zum Beispiel dies:

Fromme Juden und SM: In den Kerkern aus Schmerz und Sex

I LOVE S&M

26. Januar 2014 — Eine Sexarbeiterin mit Peitsche spricht über ihre angeblichen jüdisch-frommen Kunden.

GOTHAMIST berichtet über die Erfahrungen einer Frau, die in New York City in zwei SM-Kerkern in der Gegend um den Herald Square als Domina arbeitete.

Sie wurde gefragt, ob es viele jüdisch-ultraorthodoxe Kunden gäbe, die diese Sex-Kerker besuchten, und sie sagte ja.

»Ja ja ja ja ja. Definitiv einer meiner größten Schocks. In Bezug auf Sex ist jüdische Frömmigkeit eine sehr restriktive Religion. Sie verbrüdern sich nicht mit Außenstehenden, also müssen sie auf Sexarbeiterinnen zurückgreifen«, sagte sie.

Hier finden Sie den Originalartikel, Hasidim And S & M: Visiting Dungeons Of Pain And Sex.

Und dies:

Bild des Tages: Frommer Jude in einem Party-Bus

3. Juli 2014 — Ein frommer Jude in einem Party-Bus bekommt von einer Stripperin einen Lap-Dance.

0403

Hier finden Sie den Originalartikel, Picture Of The Day: Hasid Gets Lap Dance From Stripper.

Sechs Kommentare:

Redleg:

Besser als im Ritualbad Knaben zu mißbrauchen.

aron datebaum:

Vielleicht war es seine Frau?

Chassid On The Edge:

Er ist ein sephardischer Aufseher (Mashgiach) und will nur sicherstellen, daß sich die Milch nicht mit dem Fisch vermischt.

flatearth:

Was soll das, das Mädchen zu blamieren?

Yochanan Lavie:

Irene Cara (Flashdance, What a Feeling), ich bitte vielmals um Verzeihung:

First, when there’s nothing but a slow growing beam
That your spear wants to hide deep inside her behind
All alone she has cried, silent tears, wants to hide
In a world made of Sanz, Telshe Stone

Nu, I hear the music close my thighs feel the niggun
Wrap around, take a hold of my hard-on

Chorus:
What tefillin, Toyreh believin‘
I can have a ball, now I’m running from my wife
Polish fashion can make it happen
Shiksas come alive; you can dance with men next night

Nu, I hear the music close my thighs feel the niggun
Wrap around, take a hold of my hard-on

Chorus.

What tefillin!

What tefillin
(I’m a muzhik [peasant] now)
Toyreh believin‘
(I am writhing, nu)
Shiksas come alive; you can dance with men next night
What tefillin
(She isn’t really bald)
What tefillin
(Shiksas come alive when I call)
I can have a ball
(I can really have a ball)
Have a ball
(Shiksas come alive when I call)

Oy, oy, oy,oy, what tefillin
(I can have a ball)
Toyreh believin‘
(Toyreh believin‘)
Polish fashions, make it happen
(Make it happen)
What tefillin

Dave:

Er könnte ein griechisch-orthodoxer Priester sein.

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Röhm? Putsch? Sicher?

2013/11/24

Kopiert und eingefügt aus »Das saubere Reich« (S. 127-135) von Hans Peter Bleuel.

DAS SAUBERE REICH

Bezeichnungen wie bürgerlich, bourgeois oder Spießer, die er gerne in Zusammenhang brachte, waren für den Sohn einer alten bayerischen Beamtenfamilie Schimpfworte. Mit seinen homoerotischen Anlagen hatte das wenig zu tun, auch wenn sie diesen Affront natürlich verschärften. Die Welt und das Lebenselexier des Ernst Röhm lagen außerhalb ziviler Begriffe und bürgerlicher Normvorstellungen. Seiner 1928 erschienenen Autobiographie gab er den selbstherrlichen Titel »Geschichte eines Hochverräters«, und noch nach der Machtergreifung, als sich die Parteigrößen in der Reichsführung zumindest um den Anschein privater Wohlanständigkeit bemühten, erklärte er einem ausländischen Diplomaten mit dem Gestus eines Kondottiere, daß er sich »eher mit einem gegnerischen Soldaten als mit einem deutschen Zivilisten verständigen würde; denn dieser ist ein Schwein, und ich verstehe seine Sprache nicht«.

Für den Hauptmann Röhm, dem Kompromisse zutiefst zuwider waren, ging der Krieg nie zu Ende. Auch deshalb mußte der Führer auf der letzten Strecke Weges zur totalen Macht sich seiner entledigen. Zuvor aber hatte er diesen organisatorisch hochbefähigten und arbeitswütigen Troupier, der keinerlei Skrupel kannte, gebraucht wie keinen anderen.

Hauptmann Röhm, der 1919 in Freikorps und Reichswehrdiensten zum Kampf gegen die Republik antrat, hatte dem kleinen V-Mann Hitler praktisch zur Erkenntnis seiner agitatorischen Fähigkeiten verholfen Er förderte den angehenden Parteipolitiker, indem er ihm die Verbindung zu den ob der patriotischen Schmach verbitterten Offizierskreisen im gärenden München herstellte. Er schuf durch Kontrolle der geheimen Munitionslager und Zusammenführung der rechtsrevolutionären Wehrverbände die Voraussetzungen, unter denen der Putschversuch im Jahre 1923 möglich wurde. Vor allem formte er dem Parteiführer aus einer hemdsärmeligen Saalschutztruppe eine schlagkräftige Privatarmee, die zum Durchsetzungsinstrument des nationalsozialistischen Terrors wurde.

Die erste Entfremdung zwischen den Duzfreunden fand während der Landsberger Haft Hitlers statt. Der rücksichtslose Landsknechttyp Röhm konnte sich keinen anderen Weg zur Macht als den der nackten Gewalt, der militanten Auseinandersetzung denken. Hitler aber entschloß sich unter dem Eindruck des gescheiterten Putsches zum »legalen Weg« der Unterwanderung und Aushöhlung des demokratischen Systems. Und dafür konnte er den kompromißlosen Haudegen Röhm zunächst nicht verwenden; seine eigene Autorität hätte eine fortgesetzte Gegnerschaft des SA-Gründers kaum unbeschädigt überstanden. Als Hitler 1925 mit dem Neuaufbau der Partei begann, mußte Röhm aus dem inneren Kreis ausscheiden und zog sich widerwillig zurück.

Klagen und Beschwerden über wüste Sauforgien und üble Ausschweifungen, über Korruption und Gemeinheit im Kreise des SA-Obersten waren schon zuvor reichlich eingegangen. In der braunen Miliz, die sich überwiegend aus entwurzelten Soldaten, verwilderten Freischärlern und dem halbkriminellen Bodensatz städtischer Elendsviertel zusammensetzte, wurde das weniger tragisch als selbstverständlich genommen. Man war ja auch sonst in der Wahl der Mittel nicht gerade zimperlich, und die Bewaffnung der Sturmabteilungen — Schlagringe, Gummiknüppel (»Radiergummi«), Eisenketten, Brechstangen, Messer, Revolver (»Feuerzeug«) — stammte ebenfalls aus dem Waffenarsenal der Halbwelt. In den Saal- und Straßenschlachten erwies sich Röhms SA jedenfalls als eine einsatzstarke und erfolgreiche Truppe, und das war auch für die Parteileitung der einzig wichtige Gesichtspunkt.

Seine homosexuelle Veranlagung entdeckte Röhm nach eigenem Geständnis erst 1924. »Ich kann mich vorher an eine Reihe auch gleichgeschlechtlicher Gefühle und Akte bis in meine Kindheit erinnern, habe aber auch mit vielen Frauen verkehrt. Allerdings nie mit besonderem Genuß. Auch drei Tripper habe ich mir erworben, was ich später als Strafe der Natur· für widernatürlichen Verkehr ansah.«

Um seinen Ruf hatte sich Röhm nie viel geschert. Beim Amtsgericht Berlin-Mitte wurde er unter dem Aktenzeichen 197 D 18/25 seine homosexuelle Natur gerichtskundig. Röhm hatte einen siebzehnjährigen Strichjungen mit dem klangvollen Namen Hermann Siegesmund wegen Diebstahls angezeigt. Er hatte ihn im Januar 1925 zuerst zu einem Glas Bier und dann auf sein Hotelzimmer eingeladen. Als Röhm ihm »einen mir widerlichen Geschlechtsverkehr abverlangte, auf den ich nicht eingehen konnte«, machte der prüde Lustknabe sich auf die Socken. Ganz zufällig — wie er aussagte — stellte er dann fest, daß er einen Gepäckschein mitgehen ließ, den er prompt gegen einen Koffer Röhms einlöste. In dem Gepäckstück steckten enthüllende Briefe, und Röhm erhob Klage.

Im Mai 1932 schrieb der einstige Parteigänger Hitlers, General Ludendorff: »Ich habe die Unterlagen dafür in Händen, daß Hitler schon im Jahre 1927 auf die ernsten Mißstände innerhalb der Organisation durch die gleichgeschlechtliche Veranlagung der Unterführer Röhm und Heines und im besonderen auf die Verseuchung der Hitlerjugend durch Heines hingewiesen worden ist. Herr Hitler lehnte zunächst die Enthebung der Genannten völlig ab.« Hitler lehnte die Entlassung der beiden nicht nur »zunächst« ab; er suspendierte sie lediglich einstweilig vom Dienst. Doch das hatte mit ihrer homosexuellen Veranlagung nichts zu tun. Edmund Heines jagte er im Mai 1927 davon, weil der Mann disziplinlos war und nicht parierte. Und er holte ihn vier Jahre später zurück, als er nach dem Stennes-Putsch für den verstoßenen SA-Führer Stennes einen scharfen, durchgreifenden Nachfolger brauchte. Und Röhm war ihm bei dem neuen SA-Konzept, das Franz Pfeffer von Salomon verwirklichen sollte, im Wege. Doch tat dies seiner freundschaftlichen Beziehung zu ihm keinen Abbruch. Sonst hätte der altbewährte Kämpfer — seit 1919 in der (damals noch Deutschen Arbeiter-)Partei — schwerlich so wohlgemut gehöhnt: »Mit dem Herrn Alfred Rosenberg, dem tölpelhaften Moralathleten, stehe ich in schärfstem Kampf. Seine Artikel sind auch vor allem an meine Adresse gerichtet, da ich aus meiner Einstellung kein Hehl mache. Das mögen Sie daraus ersehen, daß ›man‹ sich bei mir eben an diese verbrecherische Eigenheit in den nationalsoz. Kreisen hat gewöhnen müssen.«

Kurze Zeit später saß der Reichswehrhauptmann a. D. als Oberstleutnant im Generalstab der bolivianischen Armee. Hitler hatte ihn allerdings mitnichten dorthin abgeschoben, wie Ludendorff meinte, sondern Röhm war dem unverhofften Ruf als militärischer Instrukteur nach Südamerika gerne gefolgt: »Ich kann so prüfen, ob mein Geist noch aufnahmefähig ist oder nicht.« Mit seiner Arbeit war der Entwicklungshelfer ganz zufrieden. Arge Pein bereitete ihm aber der sexuelle Notstand Boliviens, in dem »die von mir bevorzugte Art der Betätigung« unbekannt zu sein schien. Von fern her sandte er an den Gesinnungsfreund Dr. Heimsoth bewegte Klage: »Da steh ich nun, ich armer, Tor, und weiß gar nicht, was ich machen soll. Traurig denke ich an das schöne Berlin zurück, wo man so glücklich sein kann.« Mit der Zeit verstand er es zwar, »bei bescheidenen Ansprüchen« seinem Drang Linderung zu verschaffen, aber das Heimweh verließ ihn nicht. »Was sie über Berlin schreiben, hat wieder alle meine Sehnsucht nach dieser einzigen Stadt erweckt. Herrgott, ich zähle schon die Tage, wo ich wieder dort sein kann, und will hier wirklich, wenn’s einmal möglich ist, sparen, damit ich dort etwas vom Leben habe. Das Dampfbad dort ist aber doch m. A. nach der Gipfel alles menschlichen Glücks. Jedenfalls hat mir dort die Art und Weise des Verkehrs ganz besonders gefallen. An Frenzel sagen Sie besonders hzl. Gruß; auch wenn Sie meine übrigen schwarzen Bekannten — dieser Typ ist mein Ideal — im Bade oder Dampfbad wiedersehen.« Er erinnerte sich auch an des Briefpartners »so berückend schöne Bildersammlung einschlägiger Szenen« und bat ihn, ihm einige Bildchen zu schicken.

Röhm brauchte nicht mehr lange die Tage zu zählen. Im Herbst 1930 setzte Hitler seinen Obersten SA-Führer Pfeffer von Salomon ab und ernannte sich selbst zurn OSAF. Der richtige Typ, die durcheinandergeratene 100 000-Mann-Armee wieder zu straffen und zu organisieren, schien ihm jetzt sein homosexueller Mann in La Paz. Hitler erinnerte den lieben Ernst an alte Treue, und im Januar 1931 trat Röhm sein neues altes Amt als Stabschef der SA an. Neu an dieser Situation war, daß ihm nun Hitler als oberster SA-Herr vorstand.

Der Chef machte ihm am 3. 2. 1931 den Weg frei von störenden Zwischenrufen, mit einem Erlaß, wie er eindeutiger kaum gedacht werden kann. »Der Obersten SA-Führung liegen eine Reihe von Meldungen und Anzeigen vor, die sich gegen SA-Führer und -Männer richten und vor allem Angriffe wegen des Privatlebens dieser Persönlichkeiten enthalten.

Die Prüfung ergibt meist, daß es sich um Dinge handelt, die gänzlich außerhalb des Rahmens des SA-Dienstes liegen. Vielfach sind einfach Angriffe politischer oder persönlicher Gegner ohne weiteres übernommen.

Den obersten und oberen SA-Führern wird zugemutet, über diese Dinge, die rein auf privatem Gebiet liegen, Entscheidungen zu treffen. Ich weise diese Zumutung grundsätzlich und in aller Schärfe zurück.

Abgesehen davon, daß wertvolle Zeit, die im Freiheitskampf notwendiger ist, nutzlos vertan wird, muß ich feststellen, daß die SA eine Zusammenfassung von Männern zu einem bestimmten politischen Zweck ist. Sie ist keine moralische Anstalt zur Erziehung von höheren Töchtern, sondern ein Verband rauher Kämpfer. Aufgabe der Prüfung kann hier nur sein, ob der SA-Führer oder -Mann in der SA seine Dienstpflicht erfüllt oder nicht. Das Privatleben kann nur dann Gegenstand der Betrachtung sein, wenn es wesentlichen Grundsätzen der nationalsozialistischen Anschauung zuwiderläuft.«

Das war im Falle Röhm offensichtlich nicht der Fall. Hitler drohte an: Man werde in Zukunft prüfen müssen, ob nicht der Denunziant zur Verantwortung zu ziehen sei, weil er im Verband rauher Kämpfer Unfrieden stifte.

Mit diesem Freibrief seines Führers in der Hand organisierte Röhm nicht nur zu dessen höchster Zufriedenheit die neue SA, sondern zur eigenen Befriedigung auch seinen persönlichen Verkehr. Neben anderen schleppte ihm Peter Granninger, sinnigerweise in der SA-Nachrichtenabteilung eingestellt und aus eigener Erfahrung mit den sexuellen Ansprüchen des Stabschefs vertraut, die gewünschten Sexpartner heran. 200 Mark kassierte er monatlich für seine Dienste, die sich auch auf Schüler und Lehrlinge erstreckten. Im Münchner »Bratwurstglöckl« lebte die alte Stammtischrunde Röhms wieder auf. Heines war wieder dabei, Karl Ernst erschien aus Berlin und mancher neue SA-Obere, der seinen Rang vornehmlich gleichgeschlechtlichen Leistungen verdankte. In der Partei wurde heftiger Unwillen laut, aber Hitler hatte taube Ohren.

Als im März 1932 Röhms Klagebriefe aus Bolivien an die Öffentlichkeit kamen — der Zwischenträger blieb unbekannt -, versuchte der oberste Parteirichter, Walter Buch, auf eigene Faust für sittliche Läuterung in der SA-Spitze zu sorgen. Er beklagte sich bei einem alten badischen Kumpel aus der Frühzeit der SA über Verrat und homosexuelle Umtriebe in der Partei und nannte Namen. Emil Traugott Danzeisen verstand und mobilisierte eine ad-hoc-Einsatzgruppe unter Karl Hom. Ihr Auftrag: Ein Herr Bell sollte mit dem Hammer erschlagen und aufgehängt werden, Stabsführer Julius Uhl desgleichen und endlich auch Röhm. Den Anfang sollten die Attentäter mit dem alten Röhm-Vertrauten und Nachrichtenchef der SA machen, mit Karl Leonhardt Graf Du Moulin-Eckart. Doch statt den Grafen mit einem fingierten Autounfall aus dem Leben zu befördern, ging Hom zu ihm und petzte. Die Autorschaft Buchs kam heraus. Himmler stellte ihn zur Rede.

Doch die Geschichte blieb nicht intern, und dies nicht nur, well Du Moulin und sein Kollege Graf Spreti den Parteirichter Buch und seine Gesellen bei einem ordentlichen Gericht angezeigt hatten. (Verurteilt wurde im Oktober 1932 nur Danzeisen zu sechs Monaten wegen Mordanstiftung!) Auch Röhm und sein Adlatus Georg Bell hatten es mit der Angst bekommen und ihr Heil in der Flucht gesucht.

Bell, der auch für die Sozialdemokraten als Konfident diente, war beim Auftauchen der lästigen Briefe von Röhm zu einem alten Kameraden aus Reichswehrtagen geschickt worden. Der Major Karl Mayr stand jetzt im republikanischen »Reichsbanner« auf der anderen Seite — und ausgerechnet er sollte Röhm nun garantieren, daß die Briefe in der SPD-Presse nicht mehr veröffentlicht würden! Doch noch schlimmer: Zu dem Mann flüchteten Röhm und Bell nun am 1. April 1932 und erbaten Material gegen den SA-Genossen Paul Schulz, den sie als Urheber der Anschläge wähnten. Und ein paar Tage spater ging Bell auch noch zum sozialdemokratischen Vorwärts und schwärzte die braune Prominenz an.

Das war denn doch zuviel. Der Schwiegersohn des Sittenrichters Buch, Martin Bormann, sandte seinem Chef Rudolf Heß in den Dachauer Urlaub ein empörtes Schreiben: »Ich habe auch nichts gegen die Person Röhms an sich. Meinetwegen mag sich jemand in Hinterindien mit Elefanten und in Australien mit Känguruhs abgeben, es ist mir herzlich gleichgültig.« Aber: »Jedem SA-Mann, jedem einfachen Parteigenossen wird eingeremst, und für den Fall Röhm war das besonders nötig, daß er seine Kameraden, seine Führer auch bei Vorliegen von Fehlern bis zum letzten zu decken habe — der prominenteste SA-Führer geht hin und verleugnet und verleumdet in dieser krassen Art und Weise. Wenn der Führer diesen Mann nach diesem Vorgehen noch hält, so verstehe auch ich ihn, wie schon zahllose andere, nicht mehr und das ist auch nicht zu verstehen.« Der Führer hielt diesen Mann Röhm völlig unbeirrt, und Bormann lernte den Führer ja später besser verstehen.

Brach solcher »Parteiverrat« dem alten Freund schon nicht das Genick, so erst recht nicht seine homosexuelle Ader. Am 4. April 1932 beantragte Röhm eine einstweilige Verfügung gegen die Verbreitung seiner intimen Bekenntnisse. Sie wurde abgelehnt, weil Röhm nicht bestritt, diese Briefe geschrieben zu haben. Zwei Tage darauf unterzeichnete Hitler ein Flugblatt mit der Ehrenerklärung seines SA-Führers: »Röhm bleibt mein Stabschef jetzt und nach den Wahlen. An dieser Tatsache wird auch die schmutzigste und widerlichste Hetze, die vor Verfälschungen, Gesetzesverletzungen und Amtsmißbrauch nicht zurückschreckt und ihre gesetzesmäßige Sühne finden wird, nichts ändern.« Das war auch eine Interpretation für eine einwandfreie Tatsachenfeststellung und einen abgewiesenen Verfügungsantrag.

Röhm versuchte es beim Landgericht München I knapp drei Wochen später noch einmal und scheiterte an der gleichen Begründung. Auf die zweite Beschwerde hin setzte das Oberlandesgericht München eine mündliche Verhandlung an — und wies am 20. Juli die einstweilige Verfügung abermals ab. Röhm legte Einspruch ein — und zog ihn am 7. September wieder zurück. Nicht schnell genug, allerdings, denn zuvor noch konnte Oberlandesgerichtsrat Dr. Kemmer unter Eid erklären, daß ihm Röhm die Echtheit der drei Briefe bestätigt habe.

Törichter und dreister konnte der Stabschef seine homosexuelle Veranlagung kaum in den Wind schreiben. Es wurde allmählich auch alten Parteifreunden zuviel. Der bewährte Hitlerförderer und ultrareaktionäre Verlagsherr J. F. Lehmann schickte einen Beschwerdebrief in die Reichsleitung der NSDAP. Er klagte dem Dr. Stellrecht, daß Röhm allseits das Ansehen der Partei schädige. Der Führer solle ihn durch stillschweigenden Rücktritt verschwinden lassen, weil Röhm in SA und SS die Führerstellen nach seinen Neigungen besetze. »Der Fisch stinkt vom Kopf … «

Den Parteiführer störte der Gestank nicht. Er brauchte den tüchtigen Söldnerführer Röhm und mochte die Schlagkraft seiner tadellos funktionierenden Bürgerkriegsarmee jetzt nicht moralischer Skrupel wegen aufs Spiel setzen. Auch den Reichskanzler Hitler störte zwar der Machtanspruch seines Stabschefs und Reichsministers Röhm, der dauernd von der zweiten Revolution dröhnte, aber nicht der moralische Gestank. Der starke Mann im Staate, dessen 500 000-Mann-Heer auch die Reichswehr zu fürchten hatte, entwarf sich dafür einen Tagesbefehl, mit dem er es all diesen »Zivilistenschweinen« zeigen wollte: »Ich will das Oberhandnehmen derartiger, oft geradezu lächerlicher Auswüchse von Prüderie und Schlimmerem zum Anlaß nehmen, um einmal eindeutig festzustellen, daß die deutsche Revolution nicht von Spießern, Muckern und Sittlichkeitsaposteln gewonnen worden ist, sondern von revolutionären Kämpfern. Diese allein werden sie auch sichern. Die Aufgabe der SA besteht nicht darin, über Anzug, Gesichtspflege und Keuschheit anderer zu wachen, sondern Deutschland durch ihre freie und revolutionäre Kampfgesinnung hochzureißen.

Ich verbiete daher sämtlichen Führern und Männern der SA und SS, ihre Aktivität auf diesem Boden einzusetzen und sich zum Handlanger verschrobener Moralästheten herzugeben. Das gilt vor allem auch für diejenigen SA- und SS-Führer, die von mir als Polizeipräsidenten oder für sonstige staatliche Stellen zur Verfügung gestellt sind. Der Chef des Stabes. Röhm.«

Der Stabschef lebte goldene Tage in seiner geliebten Stadt Berlin, wo man im »Kleist-Kasino«, in der »Silhouette« oder im Dampfbad so glücklich sein konnte. Dazu kamen rauschende Gelage und Orgien in seinem Hauptquartier. Das anzügliche Mai-Datum ließ er sich auch im Jahre 1934 nicht entgehen und verschickte Billettchen an liebe Freunde: »Stabschef Ernst Röhm würde sich freuen, Brigadeführer Adolf Koch zum Bowlenabend am Donnerstag, den 17. Mai um 21 Uhr, bei sich zu sehen.«

Sechs Wochen später war Röhm tot. Hitler ließ ihn umbringen, weil er ihm beim Ausgleich mit der Reichswehr im Wege war. Er suchte diesen Ausgleich, um nach Hindenburgs baldigem Tod auch noch Reichspräsident werden zu können. Himmler und Göring inszenierten den sogenannten Röhm-Putsch, das Blutbad des 30. Juni, um einen starken Konkurrenten auszuschalten und zugleich einen Haufen konservativer Gegner zu beseitigen und einen Stapel alter Rechnungen zu begleichen.

Vorbereitungen zu einem Putsch der SA hat es nie gegeben, auch wenn Hitler das kurze Zeit seinen beiden Einbläsern geglaubt haben wollte. Doch das war nicht die Ursache für Röhms Ermordung. Die Reichspressestelle verlautbarte auch: »Seine bekannte unglückliche Veranlagung führte allmählich zu so unerträglichen Belastungen, daß der Führer der Bewegung und Oberste Führer der SA selbst in schwerste Gewissenskonflikte getrieben wurde.«

Das stimmte noch viel weniger. Die homosexuellen Neigungen und Umtriebe seines Freundes Ernst waren dem Führer vollkommen gleichgültig. Solange er ihn brauchen konnte, schirmte er Röhm mit seiner ganzen Autorität gegen Angriffe ab.

Die erste Generation von Transgenderrabbinern

2013/10/06

Naomi Zeveloff über die neue sexuelle Religiosität.

First Generation of Transgender Rabbis Claims Place at Bimah

15. Juli 2013/19. Juli 2013 — Wenn es um die Akzeptanz von transgeschlechtlichen Juden geht, ist selbst die jüdisch-amerikanische Gemeinschaft in einem Moment der Transition.

Im Jahr 2008 wurde Joy Ladin zum öffentlichen Gesicht des Transgenderjudentums, als sie nach dem Erhalt der Anstellung am »Stern College for Women« an der »Yeshiva University« vom Mann zur Frau transitionierte. Fünf Jahre später gibt es in den Vereinigten Staaten sechs Transgenderrabbiner und Transgenderrabbiner in Ausbildung. Sowohl die Reform- als auch die Rekonstruktionistenbewegungen (Anm.: Rekonstruktionisten sind buchstäblich konservative 68er) haben in den Synagogen und Seminaren Programme zur transgenderellen Eingliederung.

Dennoch sagt die kleine Gemeinschaft von Transgenderjuden und ihrer Verfechter, daß die Welt der jüdischen Masse ihnen nur langsam die Hand reicht. Selbst wenn das nichtorthodoxe Judentum Lesben und schwule Männer (lesbians and gay men) erreicht hat, stellen transgeschlechtliche Personen in einem alten auf strengen Geschlechterrollen errichteten Glauben eine einzigartige Herausforderung dar. »Eltern, die perfekt liberal sind, wollen in den meisten anderen Beziehungen nicht unbedingt, daß eine Transperson (trans person) der Bar- oder Bat-Mizwa-Tutor ihrer Kinder ist oder die Teenager-Jugendgruppe unterrichtet oder als Rabbiner angestellt wird«, sagte Rabbi Jacob Staub, Professor am »Rabbinischen Rekonstruktionistenkolleg« (»Reconstructionist Rabbinical College«), der eine Studierenden- und Dozentengruppe zu Transgenderfragen mitgründete. »Inklusion braucht Zeit.«

Fragen zur transgeschlechtlichen Inklusion werden sogar noch komplexer, wenn das jüdische Gesetz ins Spiel kommt. Im Jahr 2003 erachtete die konservative Bewegung eine Geschlechtsumwandlung als einen wesentlichen Bestandteil der Geschlechtertransition. Doch viele Transmenschen (trans people) werden nie operiert und ihre Transitionen werden von der Bewegung somit nicht erkannt. Rabbi Leonard Sharzer, ein Bioethiker am »Jüdischen Theologieseminar« (»Jewish Theological Seminary«), hat ein jüdisch-juristisches Gutachten geschrieben, das dem konservativen Urteil entgegensteht und besagt, daß das jüdische Gesetz Transjuden (trans Jews) nach dem Geschlecht ansehen sollte, mit dem sie sich identifizieren, unabhängig vom chirurgischen Status. Er plant, seine Meinung dem »Komitee für jüdische Gesetze und Normen« (»Committee on Jewish Law and Standards«) vorzulegen, dem Gesetzgeber der Konservativen Bewegung.

Die überwiegende Mehrheit orthodoxer Rabbiner glaubt inzwischen, daß Geschlechtsumwandlungen nicht das Geschlecht ändern. Doch einige jüdisch-orthodoxe Transleute (trans folk) besuchen die Synagoge und führen ruhige und andächtige Leben.

Zeiten des Wandels liefern oft die spannendsten Geschichten. Die Serie des FORWARD über das Leben von Transgenderjuden zeigt, wie Transmenschen sowohl ihre eigenen Gemeinden schaffen und auf dem Erfolg der Bewegung für die Rechte von Schwulen und Lesben aufbauen, um in der jüdischen Masse Anerkennung zu finden.

In den nächsten zwei Tagen wird der FORWARD die Profile von sechs Transgenderrabbinern und Transgenderrabbinern in Ausbildung veröffentlichen. Obwohl abzuwarten bleibt, ob diese kleine Kohorte langfristig eine Anstellung als jüdische Führer finden werden, sind diese Individuen zu begehrten Referenten und Diskussionsteilnehmern in Synagogen und Gemeindezentren geworden. Viele von ihnen bekennen sich zu radikalen Vorstellungen über das Geschlecht und zwingen (pushing) ihre jeweiligen jüdischen Gemeinden, es statt einer von Geburt an festgelegten Charakteristik eher als einen veränderlichen Teil von Identität zu sehen. Alle sechs haben zu einem wachsenden Ritualsbestand (body of ritual) beigetragen, der zum Ziel hat, die Geschlechtertransition im Leben einer jüdischen Person als ein heiliges Ereignis zu markieren.

Zunächst folgen Elliott Kukla und Reuben Zellman, die ersten Transgenderrabbiner, die 2006 bzw. 2010 von der Reformbewegung geweiht wurden. Und Emily Aviva Kapor, eine Transgenderrabbinerin. Morgen finden Sie weitere Profile.

Hier finden Sie den Originalartikel, First Generation of Transgender Rabbis Claims Place at Bimah.

Und hier sind sie, die 6 spannenden Geschichten der Transmenschen.

Für Elliot Kukla ging die Geschlechtertransition Hand in Hand mit der Ordination

0601

15. Juli 2013/19. Juli 2013 — »Ich glaube nicht, daß es ein Zufall war, daß ich mein Coming-out als Transe (trans) zur gleichen Zeit hatte, zu der ich geweiht wurde«, sagte Rabbi Elliot Kukla, der erste Transgenderrabbiner, der im Jahr 2006 in Los Angeles am Campus des »HUC-JIR« (»Hebrew Union College – Jewish Institute of Religion«) ordiniert wurde. »Für mich gibt es dabei eine gewisse Identitätstransition, ein Rabbiner zu werden, es tauchten Gefühle auf, wie: ‚Wer bin ich im tiefsten Sinne, und wie sehen mich die Menschen?’« (Anm.: Sind in der jüdischen Religion vor Gott nicht alle Menschen gleich?)

Kukla, 38, ursprünglich aus Toronto, bekannte sich im Jahr 2005 als transgeschlechtlich, zwei Jahre nach Zellmans Zulassung am HUC-JIR. Zellman »ebnete den Weg« für ihn, sagte Kukla: »Als ich zu einem Rabbiner ausgebildet wurde, wurde auf einer bestimmten Ebene auch die Institution ausgebildet, in Hinblick darauf, was es bedeuten würde, Transstudenten (trans students) zu haben.«

Aufgrund der Berichterstattung in den Medien rund um Zellmans Eingeständnis, wurden Zellman und Kukla schnell zu Anlaufstellen zum Thema Geschlechtertransition und Judentum. Personen aus dem ganzen Land sprachen sie um Hilfe an (Anm.: Zahlen? Jeweils einer im Norden, Osten, Süden und Westen?); ein Rabbiner wollte zum Beispiel Erfahrungsberichte über die Konversion eines transgeschlechtlichen Gemeindemitglieds zum Judentum, und viele Transjuden (trans Jews) in ländlichen Gebieten reichten ihre Hände (reached out), um die Isolation zu bezwingen. Zellman und Kukla, die den Bedarf an Ressourcen erkannten, schufen TransTorah.org. Die Seite ist eine Clearingstelle für Informationen über Geschlechtervielfalt im Judentum; es finden sich mehrere Rituale, wie ein transgeschlechtlicher und geschlechternonkonformer Hochzeitsservice, ein Segen für die Geschlechtertransition und ein Gebet zum Verbinden der Brust (binding the chest).

Heute ist Kukla ein Kaplan (chaplain) am »Jüdischen Heilungszentrum Bay Area« (»Bay Area Jewish Healing Center«), eine pastorale (pastoral) Organisation für die Hinterbliebenen, Kranken und Sterbenden. Es wird von Eric Weiss geleitet, der erste offen schwule Mann, der 1983 am HUC-JIR zugelassen wurde. Kukla sagte, daß viele Menschen, die er trifft, überrascht sind, zu erfahren, daß er nicht in der professionellen LGBT-Welt arbeitet. (Anm.: Welche Berufsbilder gibt es in der professionellen LGBT-Welt laut LGBT-Berufsberatung?) Aber die Verbindung ist da: »Es war die Erfahrung, für die jüdische Gemeindschaft ein Außenseiter gewesen zu sein, was mich dazu führte, mit Menschen in einem pastoralen Kontext zusammen sein zu wollen.«

In den Pflegeheimen, wo er arbeitet, neigen ältere Menschen dazu, »Vielfalt in Kauf zu nehmen«, sagte er. »Ich sage als Witz, daß ich für viele Ältere nicht überraschender bin als ein iPhone. Er geht etwa so, daß ein Handy jetzt so aussieht und daß ein Rabbiner jetzt vermutlich so aussieht.«

Hier finden Sie den Originalartikel, For Elliot Kukla, Gender Transition and Ordination Went Hand in Hand.

Die vom lateinischen »ordinatio« abstammende Ordination lasse ich für die hebräische Religion gerade noch durchgehen, schließlich rufen Zionisten für die Medien ab und an auch mal »Allahu Akbar«. Aber haben Sie sich kurz gefragt, seit wann die glitzernde Zauberwelt des Judentums von Kaplanen und Pastoren bevölkert wird?

Vorwärts zu Nr. 2.

Reuben Zellmans rabbinische Klassenkameraden waren »unermüdlich unterstützend«

0602

15. Juli 2013/19. Juli 2013 — Transgeschlechtliche Fragen wurden zu der Zeit in der Masse der jüdischen Gemeinschaft kaum registriert. Obwohl die »Kommission für soziale Aktionen« (»Commission on Social Action«) der Reformbewegung vor kurzem eine Resolution zugunsten transgeschlechtlicher und bisexueller Inklusion verabschiedet hatte, betrat das Seminar mit Zellmans Zulassung Neuland. Die Schule machte »keine Vorbereitung im Vorfeld, keine Ausbildung bei der Schaffung einer kulturell kompetenten Umwelt«, sagte Joel Kushner, Leiter des »Instituts für Judentum, Sexualorientierung und Geschlechteridentität« (»Institute for Judaism, Sexual Orientation and Gender Identity«) am HUC-JIR (»Hebrew Union College – Jewish Institute of Religion«).

Obwohl Zellman nicht ins Detail gehen wollte, sagte er, daß es eine Herausforderung war, am HUC-JIR ein Praktikum zu sichern, eine Voraussetzung für den Studienabschluß. Seine Kommilitonen waren »unermüdlich unterstützend«, sagte er, aber »es kam in den sieben Jahren, die ich am HUC war, viele Male vor, daß es wirklich nicht klar war, ob ich jemals ordiniert werden würde«.

Für seine letzten drei Jahre der rabbinischen Schule wechselte Zellman vom Campus in New York City nach Los Angeles, seine Heimatstadt. Er machte ein Praktikom in der Kongregation Sha’ar Zahav, eine lesbisch-schwul-bisexuell-transgenderelle Synagoge in San Francisco, die er Jahre zuvor besuchte und wo er zum ersten Mal ermutigt wurde, zur rabbinischen Schule zu gehen. Er wurde 2010 ordiniert. Heute ist Zellman, 34, ein Assistenzrabbiner (assistant rabbi) und Musiklehrer in der Kongregation Beth El, eine Reformsynagoge in Berkeley.

Zellman hat viel über das Thema Geschlecht und Judentum geschrieben. Seine Diplomarbeit am HUC-JIR konzentrierte sich auf jüdisch-mittelalterliche Gesetzespersonen, die weder männlich noch weiblich sind, wie der »tumtum«, eine Person in der rabbinischen Literatur, deren Geschlecht unbekannt ist. Im Jahr 2007 schrieben er und Elliot Kukla, ein weiterer Transgenderrabbiner, die kurze Anleitung »Deine jüdische Gemeinschaft wird transenfreundlich gemacht« (»Making Your Jewish Community Trans Friendly«) mit praktischen Ratschlägen wie »schaffe eine nichtgeschlechtsspezifische Toilette, die für jedermann zugänglich ist« und auch einen philosophischen Ratgeber: »Sei offen für Veränderungen … auch wenn es nicht wie üblich ist.«

Zellman sagt, daß viele Synagogen enorme Fortschritte gemacht haben, transgeschlechtliche Gemeindemitglieder zu begrüßen. Aber er befürchtet, daß bestimmte Gesten — eine jährliche »Pride Shabbat« oder der Slogan »Wir begrüßen alle« — bei Rabbis und Laien den Anschein von Gastfreundschaft ohne echte Änderung der Einstellung schaffen. »Ich glaube, einer der Fehler, den wir in unseren Integrationsbemühungen manchmal machen, ist, daß wir nicht unbedingt erkennen, daß einladend zu sein ein Prozeß ist, der Stunde für Stunde geschieht«, sagte er.

Hier finden Sie den Originalartikel, Reuben Zellman’s Rabbinical Classmates Were ‚Unfailingly Supportive‘.

Wissenschaftler wie Angela Merkel würden angesichts der nichtgeschlechtsspezifischen Toilette vor Neid sicher erblassen.

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Emily Aviva Kapor schafft eine jüdische Gemeinschaft für Transfrauen

0603

15. Juli 2013/19. Juli 2013 — Die Tatsache, daß sie die einzige bekennende Transgenderrabbinerin ist, überrascht die 28jährige Emily Aviva Kapor nicht. Es ist ein Spiegelbild des Sexismus in der breiteren Gesellschaft, sagte sie, gepaart mit der Tatsache, daß die jüdisch-feministische Bewegung Transfrauen (trans women) weitgehend übersehen hat. »Wenn ich ein bejahendes Judentum für alle Frauen haben will, einschließlich Transfrauen«, sagte sie, »muß ich es selbst machen«.

Kapor, die in Boston lebt, wurde vor acht Jahren privat von einem »konservadoxen« Rabbiner (a »Conservadox« rabbi) ordiniert, bevor er sich als transgeschlechtliche Person bekannte. Als sie im vergangenen Frühjahr begann, als Frau zu leben, war es für sie »angenehm, eine Führerin in der jüdischen Welt zu sein«.

Kapors Aktivismus findet zu einem großen Teil auf ihrer Blogseite PLANTING RAINBOWS statt, wo sie über ihre jüngste Geschlechtertransition und darüber, autistisch zu sein, schreibt. Im Februar berichtete sie, wie sie als 11jährige zu Purim zum ersten Mal ein Kleid in der Öffentlichkeit trug. Während einige Transmenschen (trans people) den Feiertag als Chance sehen, mit Geschlechterpräsentationen zu experimentieren, ist Purim für Kapor voller Fallstricke. »Vor der Transition konnte ich zu Purim Frauenkleider tragen und die Menschen sahen einen Mann in einem Kleid«, schrieb sie. »Es hätte ihre Idee verstärkt, daß ich tatsächlich ein Mann war, der eine Frau spielt, weil eine Frau zu sein, etwas ist, womit gespielt wird.«

Kapor sagte, ihre Transition ist ein Brunnen der Kreativität. Im vergangenen Jahr, bevor sie alle ihre Papiere auf ihren weiblichen Namen geändert hatte, sagte sie in einem Telefonat bei einer Amtrak-Reservierung ihren alten Namen. »Ich war überkommen mit diesem intensiven Gefühl von Schmutzigkeit«, sagte sie. »Ich fühlte mich, als müßte ich mich duschen, in diesem sehr physischen Sinne. Und das brachte mich dazu, über die Mikwe (Anm.: das jüdische Bad) nachzudenken.«

Kapor kontaktierte Mayyim Hayyim, eine Mikwe der Gemeinschaft in Newton, Massachusetts, und arrangierte, in den Wassern (in the waters) ein Geschlechtertransitionsritual abzuhalten. Im Mai, zum ersten Jahrestag ihrer Hormonersatztherapie, ging sie wieder hin. Seitdem hat sie ein 20seitiges Papier verfaßt, das die theoretischen und halachischen (Anm.: rechtlichen) Fragen untersucht, als transgeschlechtliche Person die Mikwe zu nutzen.

Kapor sagt, daß sich ihre Generation von Transgenderrabbis in »unerforschten Gewässern« befindet, wenn es darum geht, ein Ritual für die Transition zu schaffen: »Es ist ein aufregender Ort.«

Hier finden Sie den Originalartikel, Emily Aviva Kapor: Creating a Jewish Community for Trans Women.

Wäre diese Art Hormonersatztherapie nicht ein Thema für den Religions- UND Ethikunterricht?

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Jacob Lieberman will die jüdische Welt verändern

0604

16. Juli 2013/19. Juli 2013 — »Ich bin nicht gekommen, um Rabbi zu werden, weil ich in transgeschlechtlichen Fragen die jüdische Welt verändern wollte«, sagte Jacob Lieberman, 34, Student im viertes Jahr am »Rekonstruktionistischen Rabbinischen Kolleg« in Wyncote, Pennsylvania. »Ich bin gekommen, weil ich jüdische Ideen habe, denen ich helfen möchte, unsere Gesellschaft zu durchdringen.«

Liebermans Ziel, das Judentum »sinnvoll, zugänglich und bedeutend« zu machen, wurde durch einen High-School-Trip nach Wilna, Litauen, ausgelöst, wo er Teenager kontaktierte, die nach dem Judentum hungrig waren, aber wenig Erfahrung mit ihm hatten. Bei einem Besuch einer Synagoge in der Altstadt von Wilna mit mehreren Dutzend jungen litauischen Juden erkannte er, wie unzugänglich der Dienst für Menschen war, die mit Hebräisch oder sogar Anbetung nicht vertraut waren. »Ich fühlte, daß die Synagoge ein Ort sein sollte, wo die Menschen einen Weg zum Judentum finden, und nicht eine Tür, für die sie einen Schlüssel zum Aufsperren haben müssen, um die Reichtümer dahinten zu sehen«, erzählt er.

Als Lieberman nach neun Jahren in Arbeiter- und Schwulenrechtsbewegungen in die rabbinischen Schule eintrat, konzentrierte er sich wieder auf Fragen des Zugangs, diesmal für seine eigene Gemeinschaft aus Transgenderjuden. In seinem ersten Jahr am RRC (Rekonstruktionistischen Rabbinischen Kolleg) starteten Lieberman und sein Berater, Rabbi Jacob Staub, das »Transgeschlechtliche / Geschlechtertuntige Komitee«, eine inoffizielle Gruppe aus fünf Studenten und fünf Fakultätsmitgliedern. »Geschlechtertuntig« ist ein Überbegriff für Menschen, die sich nicht ausschließlich als männlich oder weiblich identifizieren. Für das Personal schuf die Gruppe das Training »Transgeschlechtliche Grundlagen« (»Transgender 101«). Mit dem »Rekonstruktionistischen Rabbinischen Verband« (»Reconstructionist Rabbinical Association«, RRA) erarbeitete es außerdem eine im März veröffentlichte Resolution zur Unterstützung von Transgenderrabbinern und Transgenderpartnern von Rabbinern. »Es wird ziemlich schnell gehen, daß Leute wie ich Beschäftigung erreichen werden«, sagte Lieberman. »Der RRA sagt, transgeschlechtliche und geschlechtertuntige Leute sollen eine ebensogroße Chance auf Beschäftigung haben, wie wir.«

Im Herbst werden sich Lieberman und eine weitere transgeschlechtliche Studentin im Komitee, Leiah Moser, mit örtlichen Rekonstruktionistischen Synagogen treffen, um über ihren Weg zum Rabbinat zu sprechen.

Lieberman freut sich auf den Tag, wenn die jüdische Gemeinschaft das erreicht, was er die »Version 2.0 von transgeschlechtlicher Inklusion« (»2.0 version of transgender inclusion«) nennt, wenn Transmenschen (trans people) wie alle anderen behandelt werden. »Es ist ein Zeichen, daß wir Fortschritte gemacht haben, wenn wir nicht länger sagen: «Transmenschen sind in meiner Gemeinschaft willkommen«, sondern sagen: »Natürlich sind Sie in meiner Gemeinschaft herzlich willkommen; Sie sind herzlich eingeladen, Rabbiner zu werden, und Sie werden das Beste geben, genau wie alle anderen auch.«

Hier finden Sie den Originalartikel, Jacob Lieberman Wants To Change the Jewish World.

Haben Sie verstanden, warum Religion für religionshungrige Juden »unzugänglich« sein soll?

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Für Ari Lev Fornari sind das Geschlecht und die Befreiung der Palästinenser verbunden

0605

16. Juli 2013/19. Juli 2013 — »Ich bin einer jener Menschen, die ein Rabbi sein wollten, seit ich ein kleines Kind war«, sagte Ari Lev Fornari, ein Rabbinerstudent im fünften Jahr am »Hebrew College«, eine pluralistische Hochschule für jüdische Forschung (Jewish studies) in Newton Centre, Massachusetts. Seine beruflichen Ambitionen waren »von meiner eigenen tuntigen (queer) Neigung nicht getrennt«. Die einzige bekennende schwule Person (gay person), die er als Kind kannte, war sein Rabbi, Karen Bender, am »Tempel Beth El« (»Temple Beth El«) in Great Neck. Sie ist jetzt eine Rabbinerin am »Tempel Judäa« (»Temple Judea«), in Tarzana, Kalifornien.

Doch 2006 hatte Fornari eine »Glaubenskrise«, die ihn beinahe vom Judentum insgesamt abbrachte. Damals reiste er mit zwei transgeschlechtlichen Freunden nach Israel und in die palästinensischen Gebiete. Nach der Teilnahme an gewaltfreien Protesten im Westjordanland war er dabei, den »Zionismus zu verlernen«. Auf dem gleichen Trip, mehr als 7.000 Meilen von zu Hause, in sicherer Entfernung, um zu experimentieren, bekannte er sich als transgeschlechtlich und fing an, männliche Pronomen zu verwenden.

Das Erlebnis zeigte ihm den »Zusammenhang zwischen der Befreiung des Geschlechts und der Befreiung Palästinas«: Beide bringen »Heilung und Selbstbestimmung«. Aber da die Behandlung der Palästinenser durch die Israelischen Verteidigungskräfte zu sehen, erschütterte seinen Glauben. »Ich entschied, ich könnte mich vom Judentum abwenden oder dem Judentum zuwenden und sehen, ob es eine Quelle der Heilung und Ganzheit und des gelebten Weges sein könnte«, sagte er.

Fornari entschied sich für Letzteres, und schrieb sich im Jahr 2008 am »Hebrew College« ein. Als Rabbinerstudent hat er versucht, die Geschlechtertransition als einen Grund zum Feiern in der jüdischen Tradition auszuarbeiten, nicht als etwas, das verschwiegen oder versteckt werden muß. »Bekenne, weil es eine heilige Sache ist«, sagte er. Transgeschlechtliche Juden sollen spüren, daß »ich das nicht nur mache, weil ich überleben muß, sondern weil es das ist, was Gott für uns will. Es ist ein Teil dessen, der Welt Gottes Willen zu bringen.«

Fornari hat seinen Aktivismus für die Rechte der Palästinenser fortgesetzt und dient im rabbinischen Rat »Jüdische Stimme für den Frieden« (»Jewish Voice for Peace«). (Anm.: Wie wäre es mit »Zionistische Stimme für den Frieden«?) Er veröffentlichte auch Essays über Geschlechtertransition und Judentum. In einem Artikel des Jahres 2007 im jüdischen Ideenjournal (Jewish journal of ideas) SH’MA, beschreibt er den Gebrauch einer Binde mit Zizijot (Anm.: die vier Fransen am an der Seite offenen jüdischen Unterhemd) zum Komprimieren der Brust, um einen modifizierten Tallit Katan (Anm.: das jüdische Unterhemd) zu schaffen, eine jüdisch-traditionelle Unterwäsche mit Fransen für Männer. Er und Kukla verfaßten ein Gebet, das während des Bindens der Brust rezitiert wird: »Für die Mizwa (Anm.: ein Gebot im Judentum) der rituellen Fransen und die Mizwa der Selbstformung.«

Hier finden Sie den Originalartikel, For Ari Lev Fornari, Gender and Palestinian Liberation Are Linked.

Eine »Jüdische Stimme für den Frieden«? Wie wäre eine »Zionistische Stimme für den Frieden«?

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Leiah Moser fordert den jüdisch-progressiven Feminismus heraus

0606

16. Juli 2013/19. Juli 2013 — Als Leiah Moser im letzten Jahr ihre Geschlechtertransition begann, erfuhr sie in der rabbinischen Schule, wo viele ihrer Kommilitonen neue Identitäten und sogar neue Namen ausprobierten, einen unerwarteten Dämpfer. »Alle meine Klassenkameraden durchlaufen diesen extrem intensiven Transformationsprozeß, und die meisten von ihnen fühlen sich dabei ebenso herausgefordert und verwirrt wie ich bei meiner Geschlechtertransition«, sagte sie.

Moser, eine Studentin am RRC im dritten Jahr, beschloß, Rabbinerin zu werden, nachdem sie begann, in ihrer Synagoge in Tulsa, Oklahoma, Führungspositionen zu übernehmen. Sie und ihre Frau, die seit 2006 verheiratet sind, konvertierten im Jahr 2009 zum Judentum, nachdem sie die Lehren von Irwin Kula entdeckten, ein Rabbiner und Autor.

Vor Mosers Transition hatte das Paar die typischen jüdischen Geschlechterrollen angenommen: Am Sabbat rezitierte Moser den Segensspruch (Kiddusch), während ihre Frau die Kerzen anzündete. »Ich denke, in gewisser Weise versuchen wir, eine idealisierte Form einer jüdisch-heteronormativen Familie nachzuahmen«, sagte sie. Aber sich wie eine »bärtige, fransentragende männliche Person« zu kleiden, fühlte sich wie eine Vorstellung an; nachdem sie am RRC anderen transgeschlechtlichen und geschlechternonkonformen Menschen begegnete — darunter Jacob Lieberman — begab sich Moser auf den »erschreckenden Weg, herauszuarbeiten, was mein Geschlecht tatsächlich war«.

Heute taucht Moser, 31, in der jüdisch-feministischen Lehre und schreibt auf ihrer Blogseite DAG GADOL — wörtlich »großer Fisch« — über ihre Erfahrungen. Ihre Entscheidung, eine Perücke und ein Kopftuch zu tragen, teils aus der Not heraus, um ihr ausgedünntes Haar zu verdecken, ist eine überraschende Quelle für Gespräche mit Feministinnen, die den orthodoxen Kleidungsstil selbst ablehnten. Viele Frauen am RRC beten (dawnen) mit Gebetsriemen (Tefillin), aber Moser nicht. (Anm.: Siehe »The Origin of Satur’Day Worship« für die Verbindung zum Satanismus.)

Moser hofft, eine Kanzelrabbinerin zu werden, aber sie räumt ein, daß es für einige Gemeinden, in die sie perfekt als Mann passen würde, vielleicht schwer wäre, sie heute zu akzeptieren. Dennoch sagte sie, »es ist unsere Pflicht, draußen zu sein, an vorderster Front in der jüdischen Gemeinschaft, als Vorbilder für andere Transmenschen (trans people) und besonders Transfrauen (trans women)«.

Hier finden Sie den Originalartikel, Leiah Moser Challenges Progressive Jewish Feminism.

Mit immer mehr Menschen, die ihre Sexualität aus dem Privaten ins Öffentliche katapultieren, wie könnte da die Zukunft aussehen?

Wir schalten um zu FAILED MESSIAH:

Ex-jüdisch-orthodoxe Transsexuelle kandidiert für Australiens Parlament

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1. September 2013 — Melissa Starr kandidiert unter der »Sexpartei« (»Sex Party«) für Australiens Parlament. Sie ist jüdisch, eine ehemalige Baal Teschuwa (Anm.: streng religiöse Rückkehrerin) — und eine Transsexuelle.

Hier sind ihre Wahlversprechen. (Anm.: Mehr reden über Sexfragen. Mehr reden über Sexerziehung. Mehr reden über Drogen. Mehr reden über die Sicherheit Israels. In einem ökonomisch verantwortlichen und sozial progressiven Rahmen. Und zur Krönung gibt es sogar das Thema sexueller Kindesmißbrauch — wollten sich mit dem Thema nicht auch die bundesdeutschen Grünen vor kurzem Gehör verschaffen?)

Hier finden Sie den Originalartikel, Ex-Orthodox Transsexual Woman Standing For Australian Federal Parliament.

Was mir dabei einfällt?

transgender rabbis

Das Sag-nicht-schwul-Gesetz geht nicht weit genug

2013/03/01

Alexandra Petri erklärt, wie wichtig es ist, durch politische Gehirnwäsche aufgeklärt zu bleiben.

(Weil wir ohne staatliche Aufklärung sonst schon längst ausgestorben wären.)

Die lustige Entenfamilie

23. April 2011 — In Tennessee gibt es ein Gesetz, das Pädagogen verbietet, in Grund- und Mittelschulen über Homosexualität zu sprechen. Der Senat hat es mit 6 zu 3 Stimmen beschlossen. Seine Gegner, die denken, es geht zu weit, nennen es Sag-nicht-schwul-Gesetz. (Anm.: Ist die Institution QUEER eigentlich politisch korrekt oder sexuell verklemmt, wenn sie sich schämt, Sag-nicht-schwul-Gesetz zu schreiben.)

Ich bin auch dagegen: Ich denke, daß es geht nicht weit genug. Das Gesetz sagt, daß es völlig in Ordnung ist, wenn Pädagogen vom Kindergarten bis zur achten Klasse über Heterosexualität sprechen.

Wie schmutzig!

Wie können sie es wagen, die Gemüter von unschuldigen jungen Kindern auf diese Art und Weise zu verschmutzen? Alles, was Sie rechts und links Ihr ganzes Leben lang sehen, sind Heteros, die diesen Lebensstil zur Schau stellen. In der Werbung. In Filmen. In der Musik. In der gesamten zivilisierten Welt. Sogar in Fernsehsendungen, die von Kindern gesehen werden!

Gut, ich habe kein Problem mit Heteros. Ich bin zufällig selbst hetero. Aber das heißt nicht, daß ich will, daß meine Kinder dem ausgesetzt werden, bevor sie in der neunten Klasse sind. Haben sie noch nicht genug damit zu tun, lesen und schreiben zu lernen und auf Landkarten Länder zu erkennen? Weshalb muß eine soziale Agenda durchgedrückt werden?

Sobald Sie erwachsen sind, finden Sie überall Heteros. Sie essen mit Ihnen zu Mittag. Sie nehmen Sie mit auf den Abschlußball. Manchmal müssen Sie mit einem den Arbeitsplatz teilen und mit ihm oder ihr über seine oder ihre Hobbys sprechen. Viele Kinder haben sogar einen in ihrem Zuhause oder in ihrer Familie. Sind in den Medien und in ihrem Zuhause nicht genug Kinder der Heterosexualität ausgesetzt, ohne daß sie gezwungen werden müssen, davon auch noch in der Schule zu hören? Das muß ihnen nicht erklärt werden! Sie sollten die Bundeshauptstädte auswendig lernen und den Nutzwert dessen, was sie produzieren!

Die Leute würden sich nicht zu den Mitgliedern des anderen Geschlechts hingezogen fühlen, wenn ihnen in ihrer Kindheit nicht jemand aus einem Buch über eine männliche und weibliche Ente vorgelesen hätte, die eine Familie gründen. Wer immer aus diesem Buch vorlas, soll verflucht sein! So etwas lenkt zu sehr ab! So etwas beendete die vielversprechende Karriere von Edward VII!

Warum müssen unsere Kinder einer Gehirnwäsche unterzogen werden?

Schneiden Sie es erst gar nicht an, wenn es nicht für alle gilt! Manche Leute sagen, sie würden bestimmte sexuelle Positionen bevorzugen. Meine Lieblingsposition ist die, nicht darüber zu reden, niemals, manchmal ein Sandwich zu essen und sich irgendwie einsam zu fühlen.

Also lassen Sie mich nicht mit diesem ‚Sex‘-Phänomen anfangen. Ich weiß nicht, wessen Idee es war, es kann aber nicht natürlich sein. Wenn Gott gewollt hätte, daß wir nach Herzenslust im Adamskostüm mit den Angehörigen des anderen Geschlechts herumtollen, dann hätte er Adam und Eva geschaffen, anstatt zuzulassen, daß wir uns im Laufe der geologischen Zeit langsam entwickeln, bis wir unsere heutige Position erreichten. Ich komme aus einer skandinavischen Familie, meine gesamte sexuelle Aufklärung erfolgte also zu einer Zeit, als wir den Zoo besuchten und zufällig ein paar Affen sahen. „Was auch immer sie tun“, erzählten mir meine Eltern, „NEIN!“

Ich bin jetzt 23 Jahre alt, und ich glaube immer noch, daß ich durch ein kompliziertes Ritual auf die Welt kam, das mit Ayn Rand und acht Störchen zu tun hat. Ich habe voll und ganz die Absicht, ein Kind zu adoptieren, nicht aus Prinzip, sondern weil ich absolut keine Ahnung habe, wie Babys gemacht werden. Ich gehe davon aus, daß sie entweder unbefleckt empfangen werden — mit viel Glück — oder irgendwo billig zusammengebaut und dann verschifft werden, was erklären würde, warum wir davon sprechen, daß Mütter etwas „erwarten“. (Anm.: Selbsttest: Denken Sie zurück und erinnern Sie sich, daß Sie, bevor Sie staatlich aufgeklärt wurden, hoffnungslos manipuliert waren und glaubten, daß Nachwuchs entsteht, wenn Bienchen auf Blümchen steigen.)

Es ist eine ganze Menge, die man sich in den Kopf packen muß, und ich denke nicht, daß Kinder gezwungen werden sollten, darüber nachzudenken. Später können sie der erschreckenden Tatsache ins Auge sehen, daß sie sich irgendwie zu jemandem hingezogen fühlen. Aber bis dahin, sage ich, sollten wir auf alle Bienen und Blumen verzichten. Wenn sie sich in ihrer Freizeit mit dem das Problem beschäftigen wollen — in Ordnung, je weniger wir ihnen verraten, was sie dabei fühlen könnten, desto besser. Es ist unwahrscheinlich, irgendetwas davon auf eigene Faust herauszufinden. Es ist viel zu kompliziert! Sie können unmöglich hoffen, irgendetwas zu verstehen, ohne daß ihnen die Eltern das 83seitige Handbuch geben. Und das Internet bleibt jeder Person unter 25 Jahren ein völliges Rätsel. (Die Zeile „Chatten, flirten und neue schwule Jungs kennenlernen!“ im ersten Ergebnis für die Suche nach Sexualkundeunterricht Bienen und Blumen, beweist, wie wichtig staatliche Aufklärung ist.)

Lady Gaga ist eine Sache. Wir alle wissen, daß sie vollständig entwickelt aus einem Ei auftauchte. Aber unsere Kinder sind eine andere Sache.

Also sage ich, dieses Gesetz ist ein Hohn — es gibt zu viel Sex darin. Sex hat außerhalb des Klassenzimmers zu bleiben, in Labors, oder wo auch immer er betrieben wird. Ich kann es Ihnen wirklich nicht sagen.

Hier finden Sie den Originalartikel, Tennessee’s ‘Don’t say gay’ bill doesn’t go far enough.

Studenten sollten masturbieren: Professor angeklagt

2013/02/14

Bob Unruh über einen wissenschaftlichen Vertreter der Wohlfühlsexologie.

Prof accused of ordering students to masturbate
Bildquelle: NEW YORK DAILY NEWS

Lehrkraft für „menschliche Sexualität“ drohte laut Klage, die Unkooperativen durchfallen zu lassen

Laut einer Klage vor einem Bundesgericht forderte eine Lehrkraft für „menschliche Sexualität“ am „Western Nevada College“ in Carson City, daß Studenten masturbieren dann Berichte über ihre Erfahrungen schreiben oder in seinem Kurs durchfallen.

Wie Oliver Darcy auf CampusReform.org berichtet, wurde die Klage im Auftrag von Karen Royce gegen das College, den Ausbilder Tom Kubistant und die College-Präsidentin Carol Lucey eingereicht.

College-Sprecher Mark Ghan erklärte WND, das College untersuchte die Beschwerde und fand nichts, um etwas zu tun. Das US-Bildungsministerium griff auf den Bericht vom College ebenfalls zu und sah keinen Grund für ein Einschreiten.

„Die Tatsache, daß das Bildungsministerium ablehnte, der Sache nachzugehen, hielt die Klägerin nicht davon ab, eine Klage einzureichen“, sagte er WND.

Ghan sagte, er bereitet einen Antrag auf Klageabweisung vor, denn die Vorwürfe sind „in einem solchen Ausmaß verschönert, daß sie nicht widerspiegeln, [was] in der Klasse [passierte]“.

Er lehnte es zwar ab, zu spezifizieren, was geschah, bestritt aber „absolut“, daß die Schüler aufgefordert wurden, sexuell zu handeln.

Die Klage vor einem Bundesgericht stellt es anders dar. Karen Royce, die sagt, daß sie in der Vergangenheit sexuell mißbraucht wurde, erklärte, daß sie das „pure Entsetzen“ fühlte, als sie die letzte Semesterarbeit für die Studenten erfuhr: „Eine sexuelle Fallstudie: Sie selbst.“

Die Semesterarbeit verlangte von den Studenten, genaue Beschreibungen, wie sie ihre Jungfräulichkeit verloren, all ihrer Erlebnisse sexuellen Mißbrauchs, was sie sexuell erregt, ihrer Masturbationsgewohnheiten und ihres promiskuitiven Verhaltens.

Laut der Klage versprach Kubistant, von den Noten der Studenten Punkte abzuziehen, sollten ihre Arbeiten nicht die genauen Angaben beinhalten.

In der Beschreibung für den Kurs im Fachbereich Psychologie hieß es, er behandelt „wesentliche Themen in der menschlichen Sexualität wie Geschlecht, Sexualanatomie, sexuell übertragbare Krankheiten, sexuelle Reaktionen und Störungen, sexuelle Orientierung, sexuelle Nötigung und Sex in Werbespots“.

Karen Royce, die Sozialarbeiterin werden möchte, dachte, der Kurs wäre relevant für Probleme, auf die sie in ihrer Laufbahn stoßen könnte, so die Klage.

„Der erste Tag des Kurses war am 30. August 2011. Zu Beginn des Kurses schloß Kubistant die Tür des Kursraums ab. Kubistant teilte den Kursteilnehmern einschüchternd mit, daß er jeden Studenten zu jeder Zeit einseitig aus seinem Kurs werfen und solchen Studenten ein ‚ungenügend‘ (‚F‘) geben könnte. Kubistant pries sich dem Kurs als angesehener Autor und professioneller Redner an. Kubistant forderte alle Studenten auf, ihn der Form halber ‚Doktor Kubistant‘ zu nennen. Obwohl Kubistant Abschlüsse in Philosophie und ein Beraterdiplom im Bereich Bildung hat, erklärte Kubistant dem Kurs, er wäre ein Psychologe. Obwohl es scheint, daß Kubistant durch den Bundesstaat Nevada keine gültige Zulassung erhielt, erklärte Kubistant dem Kurs, er wäre seit über 20 Jahren ein ‚Ehe-und Familientherapeut‘, ein ‚professioneller Sexualtherapeut‘ und ein Sexualtherapeut mit einer privaten Praxis.“

Der Fall stellt fest, daß Kubistant die Studenten für den Kurs eine „Vereinbarung“ unterzeichnen ließ, in der es heißt, daß die Diskussion sexuell eindeutige Begriffe enthalten könnte, durch die sich die Studenten möglicherweise unbehaglich fühlen.

„Kubistant wies kein einziges Mal darauf hin, daß persönliche sexuelle Auskünfte ein erforderlicher Teil der Erfahrungen des Kurses sein würden,“ so die Klage.

Der Ausbilder erklärte, die Abschlußarbeit würde folgende Diskussionen „erfordern“: Wann fing [ich] an, erstmals meine Genitalien zu erforschen? … Erlebte ich ein homosexuelles Outing, eine homosexuelle Phase, und welche Herausforderungen waren damit verbunden? Beschreiben Sie persönliche promiskuitive Verhaltensweisen; Betrüge ich und wie denke ich darüber? … Listen Sie alle meine Sexualpartner auf und beschreiben Sie die Unterschiede … Wurde ich vergewaltigt oder machte ich die Erfahrunng irgendeiner sexuellen Nötigung? Welche Arten von Fetisch habe ich?

„Die Klägerin fühlte pures Entsetzen“, heißt es in der Klage. „Als Opfer (survivor) sexuellen Mißbrauchs war die Klägerin bei dem Gedanken an das Wiedererleben des sexuellen Mißbrauchs, den sie als Kind erlebte, entsetzt.“

„Die Erinnerungen, die durch Kubistants Forderung wachgerufen wurden, zwangen die Klägerin in ihr Bett, um den ganzen Abend zu weinen“, so die Klage.

Beim vierten Unterricht „gab Kubistant dem Kurs eine Hausarbeit, die von den Studenten verlangte, doppelt so viel zu masturbieren, wie sie es normalerweise tun würden, und ermutigte die Studenten, in ihren Berichten, die Kubistant dann wieder lesen und überprüfen würde, Einzelheiten preiszugeben; zu den Einzelheiten zählten die Zeit der Erregung und wie lange es dauerte, um jeden Orgasmus zu erreichen“, heißt es in der Klage weiter.

Als die Klägerin Kubstant mitteilte, daß sie nicht masturbierte, „wurde Kubistant unruhig und erklärte der Klägerin gereizt, daß sie mindestens drei Mal masturbieren muß. Dann kündigte Kubistant vor dem ganzen Kurs verärgert an, daß sie masturbieren müssen, wenn sie den Kurs bestehen wollen.“

Da sie seine Anforderungen mißtrauisch machten, diskutierte sie Royce mit anderen Professoren und mehreren Ärzten. Sie fand keinen anderen Kurs mit diesen Anforderungen, und die Ärzte waren gegenüber Kubistants Absichten mißtrauisch.

Ihre Beschwerden an College-Beamte brachten keine Ergebnisse, und schließlich trat sie aus dem Kurs aus, heißt es in der Klage.

Infolgedessen wurde ihr nicht nur vorenthalten, einen legitimen Kurs über die menschliche Sexualität zu nehmen, sondern sie litt unter „wirtschaftlichen und extremen seelischen Belastungen, Erniedrigung und dem Verlust der Lebensfreude“.

Mit der Klage werden kompensatorische, allgemeine und spezielle Schadenersatzansprüche geltend gemacht.

Hier finden Sie den Originalartikel, Prof accused of ordering students to masturbate.

Die sexuelle Revolution ißt vegetarisch

2013/02/01

Kopiert und eingefügt aus Das saubere Reich von Hans Peter Bleuel.

DAS SAUBERE REICH

Seite 114, Zitat Adolf Hitler: »Die Gesellschaft der Zukunft wird vegetarisch leben.«

Seite 7, Zitat Adolf Hitler: »Wenn wir Deutschland groß machen, haben wir ein Recht, auch an uns zu denken. Wir haben es nicht nötig, uns an die bürgerlichen Vorstellungen von Ehre und Reputation zu haIten. Mögen diese Herren von der ›Guten Kinderstube‹ es sich gesagt sein lassen, daß wir das mit gutem Gewissen tun, was sie heimlich tun und mit bösem.«

Seite 11, Zitat Joseph Goebbels: »Ich hasse diese Prüderie und Sittenschnüffelei. Was hat das mit unserem Kampf zu tun? Das sind solche abgestandenen Vorstellungen von reaktionären Kaffeetanten wie der Hugenberg, die sich eine nationale Erneuerung nur mit tugendhaften Sitten und strengem Geist vorstellen können. ›Tugendbund und christlich-deutsche Tischgesellschaft‹, ›die materiellen Verluste der Nation durch Geist ersetzen‹: und wie diese blechernen patriotischen Phrasen lauten. Unser Aufbruch hat nichts mit bürgerlicher Tugend zu tun. Wir sind der Aufbruch der Kraft unserer Nation. Meinetwegen auch der Kraft ihrer Lenden. Ich werde keinem meiner Leute ihren Spaß verderben. Wenn ich von ihnen das Äußerste verlange, so muß ich ihnen auch freigeben, sich auszutoben wie sie es wollen, nicht wie es alten Betschwestern paßt. Meine Leute sind, weiß Gott, keine Engel, und sollen es nicht sein. Sie sind Landsknechte und sollen es bleiben. Ich kann Duckmäuser und Tugendbündler nicht brauchen. lch kümmere mich nicht um ihr Privatleben, so wie ich es mir verbitte, daß man hinter meinem Privatleben herschnüffelt. Die Partei hat nichts mit Konventikeln zu tun und mit diesen albernen Reden von moralischer Erneuerung aus dem Geiste und der Geschichte unseres Volkstums.«

Seite 30: Mit Selbstverständlichkeit, selbstbewußt geworden durch ihren Einsatz im Krieg, bewegten sich jetzt die Frauen aller Schichten in der Öffentlichkeit. Am auffälligsten spiegelte sich die neue Ungezwungenheit in ihrem äußeren Erscheinungsbild, in der Mode. Die gewaltigen Hutkreationen, die den Kopf zur Bedeutungslosigkeit degradierten, schrumpften zu knappen Kappen. Die bodenlangen Röcke, die zu gemessenem Wandel verpflichteten, rutschten in Kniehöhe und betonten jene Körperpartien, die zuvor auch im ehelichen Gemach noch schamvoll umhüllt waren. Der korsettgeschnürte Busen, Zeichen der Mutternatur so gut wie züchtig verdeckter Blickfang, erhielt wieder seine natürliche Form und schien in der Garçon-Linie (Anm.: Garçon-Linie würde heute vielleicht »im sonst mannhaften Auftreten« formuliert werden — »comme des garçons« bedeutet »so wie Jungen«) fast schon lästig. Die umständlich kunstvoll zu drapierende Haartracht fiel der Schere zum Opfer, der lässige Bubi-Kopf kam en vogue.

Seite 137, Zitat Adolf Hitler: »Von einer Schule wird in Zukunft der junge Mann in die andere gehoben werden. Beim Kinde beginnt es, und beim alten Kämpfer wird es enden. Keiner soll sagen, daß es für ihn eine Zeit gibt, in der er sich ausschließlich selbst überlassen sein kann.«

Seite 141: Geistliche wurden aus dem Schuldienst entfernt. Für den Religionsunterricht wurden Eckstunden gewählt: Das regte die Schüler zum Schwänzen an und erleichterte den Eltern den erwünschten Entschluß, ihre Kinder vom Religionsunterricht abzumelden. Die Einrichtung von Gemeinschaftsschulen ist auch unter diesem kirchenfeindlichen Aspekt zu sehen.

Seite 145: Entsprechend war der Lehrplan gestaltet. Es gab fünf Pflichtfächer für die ganze Schulzeit: Deutsch, Geschichte, Erdkunde, Rassenkunde und Biologie. Das waren genau jene Fächer, die für weltanschauliche Schulung prädestiniert waren. Dazu kamen ab Untersekunda — da durfte man bereits auf Mathematik verzichten — zwei Wochenstunden »Nationalpolitischer Unterricht«. Gemäß dem Konzept einer ganzheitlichen Erziehung suchte man auch die seelischen Kräfte der Jungen, ihre ästhetischen Neigungen und irrationalen Bedürfnisse weltanschaulich zu binden. Die musischen Fächer erhielten breiten Raum: Kunsterziehung, Zeichnen, handwerklicher Unterricht, Musik und Laienspiel boten reiche Gelegenheit, das mit der rechten volkhaft deutschbewußten Betonung zu tun.

Seite 150: Zeugnisse oder Versetzung gab es in der AHS nicht. Bei der ungleichartigen Vorbildung der Pimpfe ließ sich auch schwer ein befriedigender Maßstab finden. Statt dessen wurde in einer »Leistungswoche« eine Art Klassen- und Schulwettkampf veranstaltet. Die Erfinder brüsteten sich neuer Unterrichtsformen: Arbeitsgemeinschaften, der Lehrer als Kamerad seiner Schüler, das »Kampfgespräch« als neue Diskutiermethode.

Seite 168, Zitat Baldur von Schirach: »Die Erziehung der Jugend ist ein unveräußerliches Hoheitsrecht des Staates. Das Ziel der staatlichen Jugenderziehung ist die systematische Heranbildung des unbewußten Jungen zum bewußten Staatsbürger und Träger der Staatsidee.« (Anm.: Man denke jetzt um Gottes willen nicht an Hillary Clintons »So etwas wie Kinder anderer Leute gibt es nicht.« — »There is no such thing as other people’s children.«.)

Seite 170: Die politische Pädagogik des Dritten Reiches war schließlich von Erfolg gekrönt. Eltern wagten es nicht mehr, vor ihren Kindern offen zu sprechen.

Seite 225, Zitat Heinrich Himmler: »Die heutige Form der Ehe ist ein satanisches Werk der katholischen Kirche, die Ehegesetze selbst sind unmoralisch.«

Seite 225: Im Mai 1943 vertraute Himmler seinem Masseur strahlend an, der Führer habe sich entschlossen, unmittelbar nach dem Krieg die Doppelehe einzuführen.

Seite 241: Dies war wohl das auffälligste und entsprechend glossierte Element im Kaleidoskop nationalsozialistischer Bildkunst: die Aktmalerei. Prallbrüstige fleischesfrohe Frauenkörper von eindeutig zweideutigem Zuschnitt wurden unter den verwegensten Vorwänden mit anschaulichem Strich auf die Leinwand gebracht. Kammerpräsident Ziegler, der sich mit seinem detailgeübten Pinsel den Ehrentitel »Meister des Schamhaares« ermalte, hielt es vor allem mit der Allegorie. Die vier Elemente nannte er zum Beispiel ein Gemälde, auf dem vier hockende Schönheiten mit strammen Schenkeln und straffen Brüsten, symbolisch garniert mit Fackel, Ähren, einem Topf Wasser und wehenden Haarzotteln, die »Freude am gesunden Körper« ideologiegerecht demonstrierten. Gänzlich untänzerische Übergrößen zeichnen Ober- und Unterpartie seiner Terpsichore aus; dafür trägt die Muse des Tanzes im geziert gewinkelten linken Arm — der rechte ist zwecks Straffung der Brust kokett erhoben — ein neckisches Tambourstäbchen mit der Grazie eines Funken-Mariechens.

Seite 242: Paul Padua, an Formkraft dem Akademieprofessor sogar noch überlegen und in jüngerer Zeit als Prominentenporträtist geschätzt, ging weniger umständliche Wege. Seine Leda mit Schwan ist so fade obszön, wie das ein phantasieloser Zeitgeschmack nur zuließ. Der Oberbayer Sepp Hilz drapierte Fleischeslust mit rustikalem Interieur. Seine drallen Dirnen mit der ausgeprägten Bauchfalte und den plastischen Brustwarzen werden durch Bauernbett oder Barockschrank als Dorfschöne bei der Abendtoilette ausgewiesen.

Seite 293: Goebbels klagte 1942, bei einer Razzia seien über 15 Prozent der aufgegriffenen Frauen geschlechtskrank, meist syphilitisch gewesen. Die neue Linie bot willkommene Gelegenheit, unter dem Vorwand geschlechtshygienischer Erfordernisse einesteils die längst als unvermeidlich erkannte Prostitution verständnisvoll zuzugestehen, zum anderen auch diesen geheimen Teil des öffentlichen Lebens, die Unzucht, in Zucht zu nehmen. Erleichtert schier stellte der Berliner Gauleiter und Minister für Volksaufklärung fest: »Auf die Dauer werden wir wohl um die Begründung eines Bordellviertels in der Reichshauptstadt nicht herumkommen, ähnlich wie das auch in Hamburg, Nürnberg und anderen großen Städten der Fall ist. Man kann eine Vier-Millionen-Stadt nicht nach bürgerlich-moralischen Gesichtspunkten organisieren und verwalten.«

Da das Bordellwesen nun schon einmal sanktioniert war, sollte es auch in vollem Umfang dem Volkswohl dienstbar gemacht

werden. Das nahm bizzarre Formen an, die auf Himmler als dem Urheber wiesen. So experimentierte eine absonderliche wissenschaftliche Forschung mit männlichem Sperma, um ein Ersatzmittel für Bluttransfusionen herzustellen. Die Freudenhäuser wurden als Samenlieferanten herangezogen. Die Dirnen der Stuttgarter Klosterstraße, so hält ein zuverlässiges Zeugnis fest, waren verpflichtet, nur mit Präservativen zu verkehren und die spermagefüllten Reagenzbeutel nach jedem Verkehr in einem besonderen Behälter aufzubewahren, der in bestimmten Abständen von einem Sonderbeauftragten des Forschungsinstitutes abgeholt wurde.

Seite 294: Ende 1943 waren im Reichsgebiet »zum Schutze deutschen Blutes« 60 Bordelle für ausländische Arbeiter in Betrieb, 50 weitere kurz davor. Die »Einsatzstellen« waren mit rund 600 Prostituierten belegt, die in Paris, in Polen und im Reichsprotektorat Böhmen und Mähren angeworben worden waren. Sie konnten jederzeit in ihre Heimat zurückkehren. Die Baracken standen unter strenger gesundheitlicher, hygienischer und natürlich polizeilicher Kontrolle. Für Verpflegung, Heizung, Licht und Wäsche mußten die Damen einen bestimmten Tagessatz abführen. Ihre Einnahmen waren beträchtlich. Spitzenkräfte bedienten täglich bis zu fünfzig Männer. Eine Virtuosin aus Frankreich, im Bitterfelder Einsatz, erklärte, an manchen Tagen bis zu 200 Mark zu verdienen: »Sie selbst sei in Paris bereits Besitzerin von zwei Mietshäusern und hatte einen Freund dort, der für sie zwei weitere Häuser kaufen solle. Sie würde nach Ablauf ihrer Vertragszeit nach Paris zurückkehren und sich dann auf Grund ihres Besitzes von vier Häusern zur Ruhe begeben.«

Seite 300: Nach den Statistiken der Justiz fielen die Schranken zwischen Fremdarbeitern und deutschen Mädchen vor allem auf dem Land. Die Städte waren aus naheliegenden Gründen von der Entwicklung nicht so stark betroffen. Dort lebte man mit den Helfern selten in Hausgemeinschaft. Eine rassenbewußtere nationalsozialistische Einstellung war dabei gewiß nicht am Werk. Im Gegenteil, gerade unter urbanen Verhältnissen stach die Absurdität dieser Maximen noch stärker hervor, wurden die Widersprüche der Ideologen noch durchsichtiger.

Klage führte nämlich auch die Reichsstudentenführung über das unwürdige Verhalten deutscher Maiden. Unter den Studentinnen sei Verwirrung eingekehrt, weil offiziell sogar Japaner oder Siamesen für rassisch wertvoll, den Ariern gleichgestellt erklärt worden waren. Und nun waren diese deutschen Frauen instinktlos genug, ihre angeblich normalen Hemmungen gegenüber Ausländern fallenzulassen, gaben sich mit orientalischen Kommilitonen, mit Iranern und Indern ab! Die rassenpolitischen Amtswalter jedoch hatten ihren Instinkt bewahrt und rempelten diese ausländischen Gäste an, wenn sie ihnen mit deutschen Mädchen begegneten.

Seite 308: Im ostpreußischen Bezirk Holland wurde Ende 1939 bei einer ärztlichen Reihenuntersuchung von Schulmädchen festgestellt, daß viele von ihnen kurz zuvor einen Beischlaf vollzogen haben mußten. Im hessisch-ländlichen Bezirk Marburg stellte man das gleiche bei Mädchen unter vierzehn Jahren fest. In Frankfurt entsetzte sich der Generalstaatsanwalt über die Zunahme von Sittlichkeitsdelikten unter Halbwüchsigen. Das städtische Jugendamt lieferte die Beispiele. In einem Fall hatten fünf Hitlerjungen zwischen vierzehn und siebzehn Jahren vierzehnjährige Mädchen in eine Mansarde gelockt, und während drei die Opfer festhielten, wurden sie von den beiden anderen vergewaltigt. In zwei anderen Fällen ging die Aktivität von den Schulmädchen aus. Sie nutzten ihre Besuche in Soldatenunterkünften, um erste sexuelle Erfahrungen zu sammeln. Nicht einmal, sondern mehrfach, und nicht mit einem, sondem mit mehreren. Ihr Alter: dreizehn und vierzehn Jahre.

Seite 309: Drei Jungen und drei Mädchen im Alter von dreizehn Jahren fanden sich zu Übungen im Gruppensex zusammen. Zwei andere Knaben, dreizehn und sechzehn Jahre alt, holten sich zu gleichen Exerzitien drei neunjährige Mädchen. Ein Sechzehnjähriger verdingte sich als Lustknabe. Eine Volksschülerin hielt ihren Klassenkameradinnen Vorträge über Praktiken des Beischlafs und den Gebrauch von Verhütungsmitteln. Fünfzehn- und sechzehnjährige Mädchen versicherten sich gegenseitig, daß französische Kriegsgefangene »es viel besser können als die Deutschen« und bewiesen sich das durch Taten, zu denen auch »pervertierter Geschlechtsverkehr« zählte. Zwei fünfzehnjährige Mädchen zogen mit Flaksoldaten in Stellung und übten einige Abende Stellungen. Andere Schulmädchen machten daraus ein Geschäft, das sie sich in Unkenntnis ihres rassischen Wertes allerdings nur mit Groschenbeträgen honorieren ließen.

Seite 311: In Frankfurt am Main wurde 1940 die OK-Gang und der Haarlem-Klub ausgehoben. Der Klub bestand seit Anfang 1939. 88 Mädchen, dreizehn bis achtzehn Jahre alt, und 72 Jungen zwischen vierzehn und zwanzig Jahren, fanden sich da zusammen. Sie besuchten durchweg höhere Schulen und stammten aus den besseren Kreisen. Die meisten gehörten der HJ und dem BdM an. Ihre Interessen richteten sich auf Schlager, Tanz und Kaffeehausbesuche. Sie liebten auffallende Kleidung und schienen politisch uninteressiert. Das Untersuchungsprotokoll zeichnet ein Bild wahlloser und intensiver Promiskuität. — Im Freien, in Kaffees, auf Hausbällen und auf einer Skihütte bei Oberreifenberg im Taunus. Text einer Einladung: »Herren erscheinen in der Badehose, Damen: oben nichts, unten nichts, in der Mitte Hohlsaum.« Spirituosen waren auf diesen Festen reichlich vorhanden, intime Räume auch, in denen die Paare verschwinden konnten. Durch pornographische Literatur verschafften sich die Klubmitglieder Lustgewinn und Anregungen. Partnertausch war die Regel, Gefühlsbindungen kamen nicht auf.

Seite 311: Eine Siebzehnjährige ging nach einer Veranstaltung von »Glaube und Schönheit« auf Tour, war aber zu abgeschlafft: »Ich war so besoffen, daß ich geschleift wurde, deshalb ist es nicht zum Verkehr gekommen.«

Aus der Ära Bill Clinton: US-Chefärztin tritt zurück, Masturbationsstreit

2012/11/09

John Roberts über das schönste Schulerlebnis von morgen.

(Anmerkungen in Klammern)

17. Dezember 1994 — Amerikas Chefärztin trat letzte Woche zurück, nachdem sie erklärte, daß Masturbation ein geeignetes Unterrichtsthema für Schüler sein könnte. Präsident Bill Clinton bat Gesundheitsministerin Joycelyn Elders zu gehen, nachdem sie Konservative verärgerte, als sie die Möglichkeit diskutierte, durch die Förderung von Masturbation sexuell übertragbare Krankheiten zu verhindern. Sie machte diese Äußerungen bei einem AIDS-Treffen der Vereinten Nationen in New York.

Elders, 61, vor etwa zwei Jahren ernannt, war in gesundheitlichen Angelegenheiten bisher sehr entschieden. Sie schlug vor, in Schulen kostenlos Kondome zu verteilen und kritisierte die katholische Kirche. 1992 forderte sie Abtreibungsgegner auf, „ihre Liebesbeziehung mit dem Fötus zu überwinden“. Im nächsten Jahr erklärte sie: „Sehen Sie, wer die Abtreibungs-Bewegung (pro-choice — hierzulande „mein Bauch gehört mir“ oder dichterisch wertvoll „ob Kinder oder keine, bestimmen wir alleine“) bekämpft: Eine Kirche, die von zölibatären Männern beherrscht wird.“ Sie betonte besonders das Verhältnis zwischen öffentlicher Gesundheit und Armut.

Ihr Ton hat die Konservativen entfremdet, vor allem die Republikaner, und viele sagen, daß die letzten Wahlen ihren Arbeitsplatz in Gefahr gebracht hätten (hust), da Clinton nun mit einer republikanischen Mehrheit im Kongress zurechtkommen muß. Medienberichten zufolge wurde Elders von Clinton und seinen engen Mitarbeitern gewarnt, „kontroverse Themen“ zu unterlassen.

Doch bei der UN-Konferenz Anfang dieses Monats (Dezember 1994) wurde sie gefragt, ob Masturbation als eine Möglichkeit zur Prävention von Infektionskrankheiten gefördert werden sollte. „Im Hinblick auf Ihre konkrete Frage in Bezug auf die Masturbation denke ich, daß das ein Teil der menschlichen Sexualität ist, und etwas, das wohl gelehrt werden sollte“, lautete ihre Antwort. „Doch wir haben unseren Kindern nicht einmal die Grundlagen gezeigt. Ich glaube, daß wir uns eine sehr lange Zeit um Unwissenheit bemüht haben, und daß es an der Zeit, daß wir uns um Bildung bemühen.“

Als Clinton letzte Woche über ihre Erklärung unterrichtet wurde, soll er gesagt haben: „Sie muß zurücktreten.“ Sie trat zwar zurück, doch Clintons oberster Berater sagte, wenn sie sich geweigert hatte „wäre sie entlassen worden“.

Der Chefarzt — der sogenannte „Surgeon General“ — ist der ranghöchste Arzt in den USA und leitet den öffentlichen Gesundheitsdienst (und ist eigentlich ein Gesundheitsumerzieher). In den vergangenen Jahren war die Aufgabe einigermaßen unumstritten, mit Ausnahme der Berichte über Tabak in den frühen 1960er Jahren.

C. Everett Koop, ein konservativer Kinderchirurg (der 1979 in seinem Buch „Whatever Happened to the Human Race“ schrieb, daß Dinge, die in den 1970ern undenkbar gewesen sind, in den 1990er Jahren denkbar sein werden, darunter Sex zwischen Erwachsenen und Kindern), der während der Reagan-Regierung (im Januar 1982) ernannt wurde, schuf für den Chefarzt jedoch bald eine ganz neue Rolle. Er argumentierte, daß er die öffentliche Gesundheit vor die Politik stellen muß und setzte sich für öffentliche Sexualerziehung und Kondome für Teenager ein. Koop wurde leise aus der Regierung gedrängt, und Dr. Joycelyn Elders‘ Versuch, seinen Stil nachzuahmen führte letzte Woche zu ihrem öffentlichen Absturz. Schwulenrechte und Abtreibungsrechte-Organisationen begegneten ihren Abgang mit beißender Kritik.

Hier finden Sie den Originalartikel, Surgeon general resigns in masturbation row.

Sex für Verhütungsmittel und Abtreibung

2012/11/04

Ein weiterer Grund, Obama zu wählen: Lena Dunham

„Dein erstes Mal sollte nicht mit irgendwem sein. Du willst es mit einem tollen Kerl tun. Es sollte ein Kerl sein … der sich wirklich um Frauen sorgt und sie versteht. Ein Kerl, der sich darum sorgt, ob Du eine Krankenversicherung hast, und besonders, ob Du  Verhütungsmittel und eine Abtreibung bekommst  eine Geburtenkontrolle bekommst. …“

(„Your first time shouldn’t be with just anybody. You want to do it with a great guy. It should be with a guy … who really cares about and understands women. A guy who cares about whether you get health insurance, and specifically whether you get birth control. …“)

Siehe auch FRONTPAGEMAG: Have Sex With Barack Obama

Schlampen? Gibt es nicht mehr!

2012/09/23

Ellen Makkai über die 23jährige 30jährige studentische Weltrekordhalterin im Empfängnisverhüten.

Promiskuitiv: nicht auf einen Sexualpartner beschränkt (Merriam Webster, Zehnte Ausgabe 1993)

Schlampe: eine Frau, die viele Sexualpartner hatte (Merriam Webster Learners Dictionary)

Das Land ist empört. Ein berühmter Schwätzer, der die Dinge beim Namen nennt, hat eine Schlampe eine Schlampe genannt. Doch in unserem werteneutralen System bejahen wir eine neue Normalität: mehrere Sexualpartner und den One-Night-Stand.

Die Folge? Die heutigen jungen Frauen erkennen nicht, daß sie jedes Mal, wenn sie die Beine breitmachen, um einen neue Liebhaber zu begrüßen, der Anzeige der Schlampen-Skala eine neue Markierung zufügen. „Schlampe“ ist sprachlich überholt, also sind sie nicht länger Schlampen.

Erinnern Sie sich an den 29. Februar 2012?

Sandra Fluke, Jurastudentin an der Universität Georgetown und ehemalige Präsidentin der Georgetown Jurastudenten für Fortpflanzungs-Gerechtigkeit (Georgetown Law Students for Reproductive Justice) bezeugte vor Demokraten im Kongreß, daß sie und andere Georgetownerinnen aufgrund der Empfängnisverhütungs-Politik der Universität „mit finanziellen, emotionalen und medizinischen Belastungen konfrontiert“ sind.

Als Jesuitenschule verweigern die Gesundheitseinrichtungen der Universität Georgetown gemäß den katholischen Lehren Verhütungsmittel und abtreibende Medikamente. Dies widersprucht einer Empfängnisverhütung auf Wunsch, wie sie im Wesentlichen Obamas Gesundheitsreform fordert.

Fluke bezeugte, daß Georgetown kapitulieren und die religiöse Lehre anpassen soll und ihr Steuergelder in Form von subventionierter Empfängnisverhütung unter Obamacare geben soll. Also ihr Sexualleben subventioniert. Geld für Sex — das klingt vertraut.

Folglich verlieh ihr Radio-Gigant Rush Limbaugh den Status einer Schlampe, die an eine Prostituierte grenzt.

In ihrem Plädoyer für Obamacare-Steuergelder übersprang sie die Tatsache, daß das örtliche Pro-Familia-Büro (Planned Parenthood office — „Planned Parenthood“ ist das Mutterschiff von „Pro Familia“) 4 km entfernt ist — vom Campus der Universität Georgetown eine Fahrt von 9 Minuten. Studenten und ärmere Frauen erhalten von Pro Familia alle Arten von kostengünstigem, manchmal auch kostenlosem, empfängnisverhütendem Rüstzeug — und auch Abtreibungen.

Sandra Fluke sagte aus, daß sie und ihre sexuellen Eidgenossen pro Jahr 1000 Dollar für die Empfängnisverhütung brauchen. Pillen kosten laut Pro Familia monatlich 15 bis 30 Dollar. Das macht durchschnittlich 270 Dollar pro Jahr — mit Kondomen, Spermiziden, Verhütungsschwämmen, „Pille-danach“-Medikamenten usw. nur wenig mehr.

Das ist viel Sex. Wann hat sie Zeit, um zu studieren? Und was ist mit ihren Freunden? Warum sollen wir Steuerzahler ihren sexuellen Appetit unterstützen?

Mit Barak Hussein Obamas Empörung kann Sandra Fluke sicher sein, daß ihre Bezeichnung als „Schlampe“ von niemand anderem als dem Präsidenten der Vereinigten Staaten aufgehoben wurde.

Der Präsident eilte mit einem persönlichen Telefonat zur Rettung unseres entjungferten Mädchens und ihre sexuellen Aktivitäten verloren an Aufmerksamkeit. Er ersetzte die explosive „Schlampe“ mit dem edlen „Bürger“, der lediglich eine Frage zur öffentlichen Ordnung stellte. Obama feuerte auf Limbaugh auch ein „verwerflich und roh“, um Sandra Flukes Schamesröte zu befriedigen.

Fluke sagte nach dem Gespräch: „Er sagte mir, ich sollte meinen Eltern sagen, sie könnten stolz auf mich sein.“

Wirklich? Wie sich die Zeiten ändern.

„Stolz“ ist nicht das, was meine Eltern gewesen wären, wenn ich vor Gott und Land ausgesagt hätte, daß ich für meine Sexkapaden als unverheiratete Frau von den Steuerzahlern jährlich 1000 Dollar brauche.

Rush Limbaughs Einschätzung von Sandra Fluke war unnötig hart, besonders in diesen unglücklichen Zeiten sexueller Freizügigkeit. Letzten Endes ist Fluke ein Kind unseres sexualisierten Systems.

Doch Obama tut dieser geschmähten Dame keinen Gefallen. Wenn der Führer der freien Welt anruft, um Worte der präsidialen Zustimmung zu übermitteln, trägt er nur zu Sandra Flukes moralischem und geistigen Zerfall bei, eine Prognose, von der sie keine Ahnung hat.

Eine Schande.

Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse heißen, die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen … (Jesaja 5:20)

Die ehemalige Kolumnistin Ellen Makkai ist eine bibellesende Großmutter, die in den Bergen vor Denver lebt.

Hier finden Sie den Originalartikel, Sluts no more.

Spermien für Mädchen und Jungen

2012/05/01

WIKI ANSWERS über X und Y.

Leben Spermien für Mädchen länger?

Antwort:

Ja. Die (weiblichen) X-Spermien leben länger als die (männlichen) Y-Spermien. Allerdings schwimmen die Y-Spermien schneller, so daß die Chancen, ein Mädchen oder einen Jungen zu bekommen, gleich groß sind. Wenn die Y-Spermien schnell genug schwimmen und das Ei befruchten können, bevor sie sterben, dann entsteht ein Junge. Sterben die Y-Spermien, bevor sie das Ei erreichen, dann besteht die Chance, daß durch ein X-Spermium ein Mädchen entsteht.

Weitere Informationen:

— X-Spermien sind kräftiger als Y-Spermien, aber beide werden sehr schnell zerstört, wenn sie austrocknen.

— Bedingt durch das genetische Material, das sie tragen, sind die Spermien mit dem weiblichen Chromosom langsamer. Weibliche Spermien enthalten ein X-Chromosom, während männliche Spermien ein Y-Chromosom enthalten. Das Y-Chromosom ist sehr klein und enthält im Vergleich zum X-Chromosom nur sehr wenig genetisches Material, so daß die männlichen Spermien in der Lage sind, schneller zu schwimmen und das Ei schneller zu erreichen, als die Spermien mit dem X-Chromosom.

— Das Geschlecht eines Babys wird durch die Chromosomen in den Spermien bestimmt, nicht durch die Eizelle. Die Kombination XX produziert Frauen, die Kombination XY produziert Männer, alle Eizellen enthalten ein X-Chromosom, von den Spermien kommt das andere X- oder Y-Chromosom. Weibliche Spermien leben bis zu 5 Tage, männlichen Spermien bis zu 3 Tage. (Eizellen leben nach dem Eisprung 12 bis 24, vielleicht sogar 36 Stunden.) Weibliche Spermien leben länger, schwimmen aber langsamer als männliche Spermien. (Die vaginale Umwelt trägt angeblich zur Langlebigkeit der Spermien bei: alkalisch/basisch – männliche Spermien duschen vor dem Sex angeblich lieber mit Backpulver, Frauen lieber mit Essig.) Am wichtigsten ist jedoch, daß männliche Spermien schneller schwimmen, so daß Sex innerhalb von 6 Stunden vor dem Eisprung eher männliche Babys produziert, weil die weiblichen Spermien auf dem Weg zur Eizelle geschlagen werden. Vice versa gilt für weibliche Babys, daß Sex 3 bis 4 Tage vor dem Eisprung die Chancen für ein weiblichs Baby verbessert. Ein Test zur Bestimmung des Eisprungs mit einem Ovulationstest für die Anwendung zu Hause hilft, sich mit dem Eisprung vertraut zu machen, und zukünftig den entsprechenden Zeitpunkt für den Geschlechtsverkehr zu planen.

— Männer produzieren zwei Arten von Spermien, die weiblichen mit dem X-Chromosom und die männlichen mit dem Y-Chromosom. Spermien werden kontinuierlich produziert, sie brauchen etwa einen Monat bis zur Reife. Da das Y-Chromosom kleiner ist als das X-Chromosom, ist das männliche Spermium leichter und schneller als das weiblichen Spermium und bekommt daher einen Vorsprung auf dem Weg zur Eizelle. Weibliche Spermien sind schwerer, haben mehr Durchhaltevermögen und einen längeren Lebenszeitraum.

Hier finden Sie den Originalartikel, Sperm for Girls and Boys.