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Samuel L. Jackson: Wähle Deine Rasse

2012/02/25

Larry Elder analysiert liberale linke Argumentationshülsen am Beispiel von Hollywoods intelligentestem Schauspieler.

Termini technici
[bleep]: [Piepston]
[n-word]: [N-Wort]
[n-words]: [N-Wörter]; sämtliche Quellen waren zensiert

(Anmerkungen in Klammern)

Was wäre, wenn Schauspieler Clint Eastwood in einem Interview erklärt hätte, warum er in den Präsidentschaftswahlen 2008 John McCain wählte: „Ich habe für McCain gestimmt, weil er weiß ist. Denn das ist, warum andere Leute für andere Leute stimmen — weil sie aussehen wie die. … Das ist die amerikanische Politik, schlicht und ergreifend.“

Nein, nicht Eastwood hat das gesagt. Aber Schauspieler Samuel L. Jackson, als er erklärte, warum er Präsident Barack Obama wählte: „weil er schwarz war.“ Jackson sagte auch, seine Stimme hatte nichts mit Obamas Agenda zu tun: Obamas „Botschaft bedeutete mir [Piepston]”. Wenn Eastwood so etwas gesagt hätte, würde jedermann von der NAACP (National Association for the Advancement of Colored People — Nationale Organisation für die Förderung farbiger Menschen) bis Mahmud Ahmadinedschad aufschreien, seine Filme zu boykottieren.

Doch der beliebte Jackson, der in den 90er Jahren in mehr Filmen spielte als jeder andere Schauspieler, macht eine unglaublich rassistische Aussage und es ist … gähn.

Jackson behauptet, daß er nur das tut, was jeder Wähler tut. Wenn sie das täten, hätte Obama nicht zum US-Senator von Illinois gewählt werden können — 15 Prozent des Staates sind Schwarze, 72 Prozent sind Weiße — oder zum Präsident der Vereinigten Staaten — 13 Prozent sind Schwarze, 72 Prozent Weiße.

Wie erklärt Jackson Obamas Wahl in einem Land, in dem die Menschen für ihre Rasse stimmen? Einfach, sehen Sie. Obama ist nicht wirklich ein Schwarzer — zumindest nach der Definiertion von Jackson: „Wenn es darauf ankommt, würden sie keinen [N-Wort] gewählt haben. … Ein [N-Wort] ist beängstigend. Obama ist überhaupt nicht beängstigend. [N-Wörter] haben kein Bier im Weißen Haus. [N-Wörter] lassen nicht zu, daß ein weißer Pinkel, während Sie mitten in einer Rede sind, [ihn] einen Lügner nennen. Ein [N-Wort] hätte das Treffen genau da unterbrochen und gesagt: ‚Wer hat das [Piepston] nochmal gesagt?'“ Weiße Wähler stimmten laut Jackson für Obama, weil sie ihn nicht-schwarz oder halb-schwarz oder quasi-schwarz fanden.

Obama hat weiße Stimmen verloren — so wie jeder weiße Präsidentschaftskandidat der Demokraten seit 1964. Aber Obama war mit 43 Prozent an weißen Stimmen besser als der Demokrat John Kerry, der 2004 nur auf 41 Prozent kam.

Wie erklärt sich ‚ich-wähle-meine-Rasse‘-Jackson die Wahlen der schwarzen Republikaner Tim Scott und Allen West im Jahr 2010 in South Carolina und Florida? Scott gewann in einem Bezirk mit 75 Prozent Weißen und 21 Prozent Schwarzen. West gewann in einem Bezirk mit 82 Prozent Weißen und 4 Prozent Schwarzen.

Umfragen zeigen immer wieder, daß nur ein kleiner Prozentsatz der Amerikaner nicht für eine schwarze Person stimmen würden. Eine Umfrage von Times / Bloomberg im Jahr 2006 ergab, daß 3 Prozent der Wähler einen ansonsten qualifizierten schwarzen Kandidaten nicht wählen würden.

Aber 4 Prozent würden keine Frau wählen, und 14 Prozent keinen Mormonen.

Was wäre, wenn die Leute auf Jacksons Art und Weise Filme auswählen würden? Was wäre, wenn Schwarze nur Filme über oder mit anderen Schwarzen sehen würden? Was wäre, wenn Sport-Fans nur Spieler oder Mannschaften sehen, die ausschließlich aus Sportlern bestehen, die wie sie aussehen?

Im Jahr 1980 kaufte ein Werbefuzzi (advertising magnate) namens Ted Stepien das miserable Cleveland Cavaliers Basketball-Team. Stepien dachte, er hätte eine Formel für den Erfolg. Weiße Fans, sagte er, sehen gerne weiße Spieler. Weil das Stadion der Cavaliers damals zwischen Cleveland und Akron lag, eine Gegend, in der sich demographisch überwiegend Weiße befinden, dachte Stepien, die Fans würden kommen, wenn die Spieler wie sie aussehen.

Stepien wandte die Samuel L. Jackson Formel an. Er besetzte das Team für die weißen Fans mit weißen Spielern. Stepien machte eine Reihe von schlechten Tauschgeschäften mit Spielerwechseln, die dem Team für Jahre die Wettbewerbsfähigkeit beschädigten. Das Team spielte noch schlechter als zuvor. Peinlicherweise führte die Liga schließlich die ‚Stepien Regel‘ ein, die jeder Mannschaft in den folgenden Jahren den Handel mit Spielern ihren Erstrunden-Auswahl verbot. Das Team zog noch weniger Fans an. Weiße Fans, lernte Stepien daraus, sehen weiße Spieler, die verlieren, genauso ungern wie schwarze Spieler, die verlieren.

Verwirrt? Laut dem Vorsitzenden des ‚parlamentarischen Schwarzen-Auschusses‘ (‚Congressional Black Caucus‘) Emanuel Cleaver, Demokratischer Abgeordneter von Missouri, ist ein schwarzer Präsident ein Problem — für Schwarze. „Ein weißer Präsident könnte ehrlich gesagt sehr viel besser durchgedrückt werden, als wir Präsident Obama durchdrücken würden, weil ihm (einem weißen Präsidenten) niemand vorwerfen würde, daß er eine Voreingenommenheit für Afro-Amerikaner hätte. Es ist also eine schwierige Situation. Es bedeutet auch, daß wir in Bezug auf die Beziehungen zwischen den Rassen in diesem Land noch einen langen Weg vor uns haben — und der Präsident hat diese trüben Gewässer glaube ich ungefähr genauso gut durchquert, wie es jeder Afro-Amerikaner könnte, der der erste schwarze Präsident wird.“

Cleaver sagt, schwarze Gesetzgeber stellen an die Regierung unter Obama weniger Forderungen, als sie es unter einem Präsidenten McCain getan hätten. Um Cleavers Logik zu folgen: Schwarze sollten für McCain gestimmt haben, weil ihm nicht das Etikett anhaften würde, Schwarze zu bevorzugen — anders als bei einem schwarzen Präsidenten, dem dieses Etikett anhaften würde.

Zusammenfassend läßt sich sagen, daß uns der Abgeordnete Cleaver erzählt, daß er damit rechnet, daß ein schwarzer Präsident weniger für die Schwarzen tut als ein weißer Präsident. Und Schauspieler Jackson erzählt, daß er für die Schwarzen stimmte, nur weil sie schwarz sind. Dies könnte erklären, warum Kinogänger um Jacksons letzten Film, ‚Snakes on a Plane’, einen Bogen machten.

Wie könnten, wie sollten Menschen entscheiden, ob sie den Film sehen sollen — ohne die Rasse der Schlangen zu kennen?

Hier finden Sie den Originalartikel, Samuel L. Jackson: Vote Your Race.

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