Archive for the ‘Ronald Reagan’ Category

Politik und Astrologie in der Weltgeschichte

2013/03/11

Kopiert und eingefügt aus „Die Psychologie des Aberglaubens“, Kapitel 2: Der abergläubische Mensch, von Stuart A. Vyse.

Spitzensportler mit Maskottchen, das ihm seit seiner Kindheit Glück bringt

Unterschiede im magischen Denken bei Individuen und Gruppen

Der Aberglaube von Schauspielern leitet sich zum großen Teil von dem Gefühl ab, man brauche „alle Hilfe, die man kriegen könne“, um es zu schaffen und einen Auftritt durchzustehen. Der Gedanke, ein Ort, Zeitpunkt, Bühnenbild oder Kostüm habe eine besondere Bedeutung und es gäbe irgendein Omen oder Amulett, auf das man zurückgreifen könne, hat etwas Tröstliches. Schauspieler tragen häufig bei ihren Routineaufgaben „etwas Glückbringendes“. Hollywood ernährt eine Reihe hoch bezahlter Astrologen, die dem Himmel gute Nachrichten für ihre Klienten zu entlocken wissen. Irgend etwas muß sie anfeuern, wenn schon nicht aus dem Publikum, dann aus einer Galaxie. Stars vertrauen auf die Sterne.

Garry Wills, „Reagan’s America

Im Mai 1988 veröffentlichte Donald Regan, unter Präsident Ronald Reagan Stabschef im Weißen Haus, seine Memoiren. Sein intimer Einblick in das Privatleben des Präsidenten enthüllte, daß Nancy Reagan, die Gattin des Regierungsschefs, sieben Jahre lang eine Astrologin beschäftigt hatte; diese beriet sie bei allen möglichen Fragen, darunter auch solche, die die Regierungsgeschäfte direkt betrafen. Regan berichtete: „Praktisch jede Entscheidung, die die Reagans während meiner Zeit als Stabschef des Weißen Hauses trafen, wurde vorab von einer Frau in San Francisco abgesegnet; sie stellte Horoskope, um zu erkunden, ob die Planetenkonstellation für das Vorhaben auch günstig war.“ Er behauptete, Frau Reagan „bestand darauf, über den Zeitpunkt jeder Handlung des Präsidenten befragt zu werden, damit sie ihre Freundin in San Francisco bezüglich der astrologischen Faktoren konsultieren konnte.“ An den Tagen, die als „schlecht“ eingestuft wurden, sagte man Ansprachen und Pressekonferenzen ab, manchmal sogar alle für diesen Tag geplanten Reisen. Da Regan das Thema nie mit dem Präsidenten selbst besprach, wußte er nicht, wie weit dieser über das Ausmaß der Kontrolle, die die Sterne auf seine Regierung ausübten, informiert war.

In ihren eigenen Memoiren „Jetzt kann ich reden“ gab Frau Reagan zwar zu, daß sie nach dem gescheiterten Attentat auf ihren Mann im März 1981 regelmäßig die Astrologin Joan Quigley bezüglich der Pläne des Präsidenten konsultiert hatte, beteuerte jedoch: „Joans Empfehlungen hatten mit politischen Maßnahmen oder Meinungen nichts zu tun.“ Quigley dagegen behauptete:

„Ich war an dem, was in den Beziehungen zwischen den Supermächten ablief, stark beteiligt und veränderte auch Ronald Reagans Haltung zum ‚Reich des Bösen‘, so daß er nach Genf ging und darauf vorbereitet war, eine andere Art russischen Führers zu treffen.“

Obwohl der Glaube an die Astrologie, wie wir gesehen haben, weit verbreitet ist, geriet die Reagan-Regierung nach diesen Enthüllungen in eine recht peinliche Lage, so daß Frau Reagan der Rechtfertigung ihres Verhaltens ein ganzes Kapitel widmen mußte. Sie räumte verständlicherweise ein, Angst um das Leben ihres Mannes gehabt zu haben. Kurz nach seinem Amtsantritt entkam der Präsident nur ganz knapp einem Anschlag, während in den Monaten danach Papst Johannes Paul II. vor dem Petersdom verwundet und Präsident Anwar as-Sadat in Kairo getötet wurde. Außerdem gab es da noch den „Fluch der 20 Jahre“: Seit 1840 war jeder Präsident, der in einem Jahr mit der Endzahl „0“ gewählt oder wiedergewählt wurde, während seiner Amtszeit entweder gestorben oder getötet worden. Ronald Reagan war 1980 zum Präsidenten gewählt worden, nach einer Wahlkampagne, die von zahllosen Zeitungsartikeln zum „20jährigen Todeszyklus“ begleitet war. Frau Reagan war anfänglich nicht sonderlich beunruhigt gewesen, doch nun, „nachdem mein Mann Präsident und Ziel eines Anschlags geworden war, begann mich diese historische Regelmäßigkeit zu ängstigen.“

Frau Reagans Motiv war die Furcht um die Sicherheit ihres Ehemannes. Was aber bewegte sie dazu, sich ausgerechnet an eine Astrologin zu wenden, wo ihr doch so viele andere Wege offenstanden? Die Antwort liefert der Hintergrund ihres Handelns:

Ein weiterer Grund, warum ich der Astrologie relativ offen gegenüberstand, war der, daß ich in meinem Leben sehr viel mit Leuten aus dem Showbusiness zu tun gehabt habe. In diesen Kreisen ist der Hang zu Aberglauben und anderen wissenschaftlich nicht verifizierbaren Glaubenssätzen weit verbreitet und wird allgemein akzeptiert. Vielleicht kommt das daher, daß die Unterhaltungsbranche so unberechenbar und logischen Erklärungen nicht zugänglich ist. Angefangen bei meiner Mutter bis hin zu fast jedem Künstler, den ich kannte, war jeder zumindest leicht abergläubisch. Da hieß es zum Beispiel: Pfeifen in der Garderobe bringt Unglück. Wirf nie deinen Hut aufs Bett. Und verstau deine Schuhe niemals so, daß sie sich höher befinden als dein Kopf.

Herr Reagan und seine Frau waren Produkte einer Unterhaltungsbranche, die wie die Welt des Sports und des Glücksspiels eine traditionelle Hochburg des Aberglaubens darstellt. Frau Reagan war zweifellos der Meinung, sie benötige alle Hilfe, die sie zur Gewährleistung der Sicherheit ihres Mannes bekommen könne. Durch ihren Hintergrund war sie davon überzeugt, die Astrologie sei die richtige Antwort auf die Wechselfälle des Lebens.

Bei Einzelpersonen liegen abergläubische Gefühle irgendwo zwischen völliger Ablehnung und absoluter Billigung; die Menschen, die sich am jeweils äußersten Ende dieser Skala befinden, unterscheiden sich möglicherweise in vieler Hinsicht. In diesem Kapitel untersuchen wir die Unterschiede im Aberglauben bei Einzelpersonen und Gruppen und versuchen, das Profil eines typischen abergläubischen Menschen zu zeichnen. Dabei gehen wir vom Allgemeinen zum Besonderen vor. Wir beginnen damit, abergläubische soziale Gruppen und die Beziehung zwischen Aberglauben und dem Glauben an Übernatürliches nach weitgefaßten demographischen Kriterien zu untersuchen: Geschlecht, Alter und Bildungsstand. Schließlich werden wir die persönlichen Charakteristika betrachten, die mit solchen Glaubenssätzen verbunden sind. Zuallererst jedoch werfen wir einen Blick auf abergläubische Subkulturen.

Traditionell abergläubische soziale Schichten und Berufsgruppen

Der landläufigen Meinung zufolge gibt es eine Reihe von Gruppen, die von Natur oder aus Notwendigkeit abergläubisch sind. Es heißt, diese Menschen hingen einem Aberglauben an, der für ihre soziale Gruppe typisch oder überhaupt nur dort zu finden sei. Eine solche Meinung über Schauspieler wird von Frau Reagans Aussage belegt. Wünscht ein Kollege „Hals- und Beinbruch!“, dann verstehen wir dies als Beschwörung des Glücks und nicht als bösen Wunsch. Auch Wade Boggs ist ein Beispiel — wenngleich ein sehr krasses — für einen abergläubischen Vertreter einer traditionell abergläubischen Berufsgruppe. Wie wir noch sehen werden, stehen Profi- wie Amateursportler insgesamt in dem Ruf, abergläubisch zu sein. Zu weiteren abergläubischen Gruppen zählen Spieler, Seemänner, Bergleute, Soldaten, Kapitalanleger und — überraschenderweise — Studenten. Obwohl es zahlreiche interessante Anekdoten über abergläubisches Verhalten bei diesen Berufsgruppen gibt, wurden bisher nur wenige systematische Untersuchungen durchgeführt. Die besten Studien gibt es über Sportler an Schulen und Universitäten, Collegestudenten und Craps-Würfelspieler.

Bush bekennt Farbe: rot und rosarot

2012/09/16

Alan Stang über das Sexleben im Weißen Haus vor und nach Clinton.

Termini technici
Republicrud: Dreckublikaner
Democrud: Dreckokraten
President Smirk: Präsident Grinsebacke [Bush]
President Scumbag: Präsident Drecksack [Clinton]
bu**er: Ars*****ker
District of Criminals: Kriminellenhochburg Washington
gay basher: Schwulenschläger

(Im Gedenken an Alan Jay Stang; * 16. Februar 1932; † 19. Juli 2009)

Wie dumm ist die Partei der Dreckublikaner eigentlich? Wir sind dabei, es herauszufinden. Lange vor der Wahl von 2000 warnte ich, daß der einzige Unterschied zwischen Bush und Clinton darin besteht, daß Letzterer die Neigung hat, seine Hose fallen zu lassen und Sex haben zu wollen, was die Medien nutzten, um von seinem Verrat mit Rotchina abzulenken.

Ich hatte mich geirrt. Abgesehen von China können Sie sagen, daß Präsident Grinsebacke viel schlimmer ist als Präsident Drecksack, und die gleichen kommunistischen Massenmedien, die den einen in Schutz nahmen, schützen auch den anderen, während die Dreckublikaner-Zombies gedankenlos versuchen, alles zu erklären. Gehen wir die Liste durch.

Durch welches Loch gelangt ein homosexueller Prostituierter, der einen Alias benutzt und vorgibt, ein Reporter zu sein, ins Pressekorps des Weissen Hauses und bleibt dort zwei Jahre, um dem Präsidenten harmlose Fragen zu stellen? Unnötig zu sagen, daß die Dreckublikaner-Zombies und ihre Medien-Potemkins Limbaugh, Hannity, etc. vor einem Rätsel stehen.

Die Chronologie zeigt uns, daß der Ars*****ker kurz nach 9/11 ins Weiße Haus kam, als die Kriminellenhochburg Washington zu einer Stadt im Belagerungszustand wurde. Ist es sinnvoll, darüber zu spekulieren, daß es in einer solchen Atmosphäre so leicht sein könnte, an den Präsidenten heranzukommen und daß seine Sicherheitsleute so inkompetent sein könnten? Ist es möglich, daß niemand etwas wußte? Oder ist es wahrscheinlicher, daß Präsident Grinsebacke und seine Leute nichts Falsches darin sahen?

Berücksichtigen Sie, daß Grinsebacke ein Homosexualist ist — jemand, der „normal“ sein kann und die Perversion dennoch vorantreibt. Wir sehen das in dem kürzlich veröffentlichten Gespräch, das der ehemalige Freund von Grinsebacke heimlich aufzeichnete. Wir sahen es am Tag nach der letzten Wahl, als der biologisch weibliche „Ehepartner“ von Grinsebackes Dil**-Tochter als Mitglied der Familie auf der Bühne erschien.

Menschen, die mitschreiben und Punkte zählen, sagen uns, daß, wenn es darum geht, Sodomiten in Top-Positionen zu ernennen, der Drecksack im Vergleich zur Grinsebacke wie ein „Schwulenschläger“ aussieht. Die Sodomiten-Medien lecken jetzt Blut. Sie suchen nach anderen heimlichen Sodomiten, die sich „outen“ sollen, was daran erinnert, warum Sicherheitsexperten diese Perversion immer als ein Risiko einschätzen, das zur Disqualifikation führt .

Natürlich passierte etwas Ähnliches im Weißen Haus der Dreckublikaner unter dem Heiligen Ronald, einschließlich Kreditkartenbelastungen für Sodomitendienste, bloß daß es keinen Sodomiten gab, der als Reporter posierte. Und denken Sie daran, daß die Kommunisten die organisierte Sodomie als Waffe einsetzen, um die moralischen Grundlagen der Nation zu zerstören.

Wir erfahren jetzt, daß Grinsebacke mit den Monstern im Irak verhandelt — die Monster, die 1.400 unserer Männer ermordet haben. Laut Theorie morden die Monster, weil wir die Wirtschaft ruiniert haben, so daß der Terrorismus die einzige Arbeit ist, die sie finden können — finanziert mit den Milliarden, die Saddam zurückließ.

Was gibt es da zu verhandeln? Falls Sie es noch nicht gehört haben, werden Sie jetzt denken, Sie sind verrückt, aber Grinsebacke schlägt offenbar vor, die Monster zu bezahlen, damit sie mit dem Morden, Entführen und Enthaupten aufhören. Alle anderen stehen ja auch auf der Gehaltsliste des Staates. Warum nicht auch die Terroristen im Irak? Bekämen sie auch staatliche Gesundheitsversorgungsleistungen und staatlichen Schulunterricht mit Hirnwäschegarantie für ihre Kinder? Wenn ja, dann würden wir beim Krieg sogar noch was sparen.

Das bedeutet wahrscheinlich, daß Himmler und Dr. Mengele zu früh geboren wurden, für Präsident Grinsebackes revolutionären Vorschlag gibt es jetzt aber einen Präzedenzfall. Wie Sie sich vielleicht erinnern können, gab es ein paar sowjetische KGB-Generäle, die für das Heimatschutzministerium gearbeitet haben und denen sich jetzt der Kommunist Markus Wolf anschließen wird, der ehemalige Chef der Stasi, der ohne Zweifel helfen wird, den neuen Personalausweis zu perfektionieren. Ihre Papiere bitte!

Dieser Ausweis, auch bekannt als Führerschein, wird nicht helfen, den Terrorismus zu bekämpfen — womit er begründet wird. Er dient der Zusammenführung von uns mit Kanada und Mexiko auf dem Weg zur Weltregierung und bringt gar nichts gegen Grinsebackes Kumpels in der Sowjetunion und in Rotchina, die weltweit größten Förderer des Terrorismus.

Als Präsident Grinsebacke seinen Amtseid leistete, verkündete er in ebenso vielen Worten, daß es auf dem Teppich im Oval Office in Zukunft weder Spermaspuren noch Knieabdrücke von Praktikantinnen gäbe. Doch jetzt verknüpfte sein Vater den Namen seiner Familie mit dem Mann, der durch seinen Sohn abgewählt wurde. George „Neue Weltordnung“ Bush (41) und Bill „Auf die Knie und nimm einen Zug an meiner Zigarre“ Clinton sind ein Element.

Sie reisen zusammen und suchen nach Tsunami-Opfern. Bush (41) sagt sogar, er und Clinton sind schon lange Freunde. Was ist passiert? Signalisiert die Verschwörung für eine Weltregierung, daß Roboter Hillary, die landesweit führende Ursache für Hexenschuß, unser nächster Präsident wird?

Beachten Sie auch, daß die kommunistischen Medien derzeit links und rechts darüber reden, wie schlecht die UNO ist. Aber sie lieben die UNO. Die UNO ist genauso kommunistisch wie sie. Bis jetzt konnte sie nichts falsch machen. Aber jetzt berichten sie jeden Tag über den „Öl für Lebensmittel“-Skandal, über Mädchen, die als UNO-Sexsklavinnen benutzt werden, über die Mißstände von Kofi Annan, etc.

Aber erledigt der ehemalige Präsident Drecksack nicht alle Arten von humanitären Dingen unter der Zustimmung der UNO? Warum wird Kofi nicht ausgezahlt und Präsident Drecksack zur Rettung geschickt? Als Präsident der Welt könnte er so viele exotische Frauen nageln, wie ein Mann mit einem Bypass anbaggern kann. Und Roboter Hillary wäre Präsident der ehemaligen Vereinigten Staaten.

Ist das der Plan? Meine Antwort ist wie immer kurz, direkt und nachvollziehbar. Ich weiß es nicht. Aber wenn überhaupt kein Grund zur Sorge besteht, warum stehen dann Ihre Nackenhaare zu Berge? Sie werden sehen, ich habe Recht. Wir wissen, daß Bush (41) keine Mühen scheut. Muß ich hinzufügen, daß die Dreckublikaner-Zombies vor einem Rätsel stehen?

Apropos Clinton und Irak, erinnern Sie sich daran, daß Präsident Grinsebacke seinen Unmut über den „nationalen Bauprozeß“ („nation building“) seines Vorgängers äußerte und uns zu verstehen gab, er würde ihn stoppen. Viele Amerikaner waren begeistert, weil die US-Regierung keine Nation bauen sollte, unsere eigene eingeschlossen. Jetzt will Präsident Grinsebacke Geld, um den Irak zu bauen.

In die „Lesen Sie meine Lippen“-Rubrik gehört Präsident Grinsebackes Vorschlag, die bestehende 90.000-Dollar-Grenze für Sozialversicherungssteuern anzuheben. Würde das nicht auf die Steuererhöhung hinauslaufen, über die Präsident Grinsebacke sagte, daß er sie ablehnen würde? Erinnnern Sie sich, daß Präsident Grinsebackes Vater die Wiederwahl verlor, weil er die Steuern erhöhte, nachdem er uns zuvor sagte, daß er sie nicht erhöhen würde. „Lesen Sie meine Lippen.“ Aber Präsident Grinsebacke muß sich natürlich nicht mehr sorgen, ob er wiedergewählt wird.

Seit dem Massenmörder Franklin Roosevelt ist die Partei der Dreckokraten mehr und mehr die Partei der allmächtigen Regierung geworden. Clinton war sicherlich ein Verfechter davon. Präsident Grinsebacke grinst zwar weiter über ein freies Unternehmertum (Free Enterprise) und die neue Eigentümergesellschaft („Ownership Society“), aber er läßt alle vorhergehenden Präsidenten der Dreckokraten, einschließlich Clinton und sogar Johnson, wie Ebenezer Scrooge aussehen.

Ich könnte hier als Beweis ein paar Meter statistischen Kompost einfügen, aber das wäre redundant. Sie kennen die Zahlen so gut wie ich. Unter Präsident Grinsebacke hat das Budget jede Bedeutung verloren. Der Dollar kollabiert.

Das neue Buch von Finanzanalyst Jim Turk hat tatsächlich den Titel „The Coming Collapse of the Dollar“. Was passiert, wenn die Nationen, die derzeit US-Papiere kaufen, aussteigen? Sie kaufen uns gerade unser Land weg. Der „Dollar“ wird bald nicht mehr die Reservewährung der Welt sein.

Bitte zeigen Sie mir einen Teil ihres Lebens, in den sich die Regierung unter Präsident Grinsebacke nicht einmischt und fragen Sie sich, ob das einem Dreckokraten gelungen wäre. Wäre Clinton damit davongekommen? Nein. Präsident Grinsebacke kam davon, weil er ein Dreckublikaner ist und routinemäßig seine Begeisterung für sogenannte Dreckublikaner-Ideen kundtut. Sie sehen die klassische Umsetzung des marxistischen dialektischen Materialismus, in dem wir von zwei Seiten mit dem gleichen Bazillus bedrängt werden.

Frage: Wenn uns ein Präsident in die Knie zwingen wollte, was würde er tun? Ja, ich weiß, ein solcher Gedanke ist undenkbar, unerträglich und unmöglich. Denken Sie ihn trotzdem, nur für einen Moment. Bleiben Sie unauffällig, damit niemand merkt, was Sie tun. Wenn ein US-Präsident wirklich das Ziel hätte, dieses Land zu zerstören, was würde er tun?

Offensichtlich könnte er dies nur unter Ausflüchten tun. Er dürfte sein Ziel nicht ankündigen. Er müßte über freies Unternehmertum reden, über die Bibel, über Moral, über Patriotismus, über die Ausweitung der Freiheit auf der ganzen Welt. Das sind die Sachen, über die er reden würde. Ist das nicht genau das, was Präsident Grinsebacke jetzt tut?

Gibt es einen Punkt, an dem die Dreckublikaner-Zombies aufwachen und endlich erkennen, daß Kaiser Grinsebacke ein rotes Kleid trägt? Ich bezweifle es, weil sie Präsident Grinsebacke verehren wie eine Religion. Die Heilige Grinsebacke wird bald im Pantheon der Dreckublikaner neben dem Heiligen Ronald zu sehen sein.

Was bedeutet, daß das Schicksal der Nation von Ihnen abhängt. Ist das nicht inspirierend?

Alan Stang war einer der ersten Skriptschreiber von Mike Wallace auf „Channel 13“ in New York, wo er einige der Skripte verfasste, die Mike Wallace zu CBS brachten. Stang war selbst Radiomoderator. In Los Angeles wurde er zeitgleich zu Larry King gesendet und hatte laut „Arbitron“ fast doppelt so viele Zuhörer. Er hat als Auslandskorrespondent gearbeitet. Er hat hunderte von Sonderbeiträgen in Zeitschriften im ganzen Land und etwa fünfzehn Bücher geschrieben, für die er zahlreiche Auszeichnungen erhielt, darunter eine Ehrung durch das Repräsentantenhaus von Pennsylvania für hervorragende journalistische Leistungen. Eines von Stangs Exposés hielt einen kriminellen Versuch auf, die Kontrolle über New Mexico zu erlangen, wo eine Bande ein Gerichtsgebäude eroberte, einen Richter als Geisel nahm und einen Stellvertreter ermordete. Der Plan stand kurz vor dem Erfolg bevor Stang eingriff. Ein weiteres Exposé von Stang inspirierte wichtige Reformen im bundesstaatlichen Arbeitsrecht.

Sein erstes Buch, „Es ist sehr einfach: Die wahre Geschichte der Bürgerrechte“ („It’s Very Simple: The True Story of Civil Rights“), war ein sofortiger Bestseller. Sein erster Roman, „Die höchste Tugend“ („The Highest Virtue“), der in der russischen Revolution spielt, errang eine Fünf-Sterne-Bewertung in der „West Coast Review of Books“, die in nur einem Prozent ihrer Bewertungen fünf Sterne vergab.

Stang hat in jedem amerikanischen Bundesstaat und auf der ganzen Welt Vorträge gehalten und wurde in vielen Sendungen begrüßt, darunter „Cross Fire“ auf CNN. Weil er und seine Frau in Santo Domingo in der Dominikanischen Republik die meisten Kinder hatten, wo sie damals lebten, wurde die ganze Familie gewählt, um in Sydney Pollacks „Havanna“ mit Robert Redford zu spielen, dem bis dahin teuersten Film. Alan Stang ist der Mann mit den angeklatschten Haaren in dem lächerlichen Harry-Truman-Hawaii-Shirt. Er sagt, daß er dazu gezwungen wurde.

„Erstveröffentlichung auf EtherZone.com: Weiterveröffentlichung unter Angabe dieses Hinweises und der Linkadresse.“

Hier finden Sie den Originalartikel, Bush Shows True Colors: The Red And The Pink.

Zum Glück hat sich wenigstens das politische Sexualverhalten hierzulande dank der Aufklärungsarbeit der Massenmedien inzwischen als gehässige Erfindung herausgestellt.

Fräulein Körner arbeitete nie als Bademeisterin

Die Kebse des deutschen Bundespräsidenten, die dem Papst ihre unkeusche Hand reichen wird, wurde vor allem durch ihre Tätowierung bekannt.

Am 22. September (2011) wird Papst Benedikt XVI. um 10.30 Uhr auf dem Flughafen Berlin-Tegel ankommen.

Um 11.15 Uhr erfolgt die offizielle Begrüßung durch den deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff, 52.

Wulff gehört zur Homo- und Abtreibungspartei CDU.

Er bezeichnet sich als katholisch.

Chaotische Verhältnisse

Wulff ist seit dem Jahr 1988 mit seiner Ehefrau Christiane verheiratet.

Die zwei lernten sich im Jahr 1983 kennen, als sie beide in Osnabrück Rechtswissenschaften studierten.

Dem Paar wurde im Jahr 1993 die Tochter Annalena geboren.

Im Juni 2006 gab Wulff bekannt, daß er die Familie mit seiner Ehefrau und Tochter verraten wolle.

Im März 2008 verkuppelte sich der Ehebrecher vor dem Staat mit einem gewissen Fräulein Bettina Körner, 37.

Einen Monat später gebar das Fräulein ihm den illegitimen Sohn Linus Florian, der protestantisch getauft wurde.

Die dekadenten Protestanten legitimierten Wulffs Lotterleben und Verrat an Frau und Kind, indem sie für ihn eine evangelische Trauung inszenierten.

Das Fräulein brachte den im Jahr 2003 von einem anderen Mann geborenen illegitimen Sohn Leander Balthasar in die Verkuppelung ein.

Im vergangenen Mai schob der Berliner Homo- und Regime-Jesuit, Pater Klaus Mertes, die Schuld für Wulffs familiäre Betrügereien und persönliches Lotterleben dem Papst in die Schuhe.

Ein Burg-Fräulein

Dem konkubinierenden Fräulein gelang es in der Vergangenheit über eine Tätowierung auf dem rechten Schulterblatt, die konzentrierte Aufmerksamkeit der deutschen Medienbosse auf sich zu ziehen.

Was die händereibenden niedersächsischen Sozialisten über diese Tätowierung erzählen, ist in Berlin ein offenes Geheimnis.

Ehebrecher Wulff stammt aus Niedersachsen.

Nach Angaben der Genossen war der deutsche Konkubinats-Präsident schon vor der Tattoo-Medienkampagne nicht der einzige Kenner dieser Hautmarkierung.

Denn seine Kebse, die dem Papst ihre unkeusche Hand reichen wird, soll in Niedersachsen einer beruflichen Tätigkeit nachgegangen sein, bei der die Tätowierung möglicherweise einem weiteren Publikum zu Gesicht kam.

Fräulein Körner arbeitete nie als Bademeisterin.

Bekannt geworden sei die Tätowierung, als sie ihren Lebensunterhalt als Bardame in einem „Château“ am Schwanensee verdiente.

Dieses solle sich in der Nähe der Stadt Wolfsburg befinden.

In ihm würden auch Manager des Automobilherstellers ‘Volkswagen AG’ verkehren.

Wulff gehört in Familien-Therapie

Nach Angaben der Genossen besitzt Wulff die Mobiltelefon-Nummern der Chefredakteure der Berliner Regimezeitungen.

Um sie bei Laune zu halten, stelle er sich ihnen gerne für Homestorys und Hintergrundgespräche zu Verfügung.

Die ‘Welt am Sonntag’ vom vergangenen Sonntag publizierte einen zweiseitigen Artikel über Wulff und seine Herkunft.

Dabei erzählt er wie so oft, daß er seine an Multiple Sklerose erkrankte Mutter gepflegt habe, was aber nicht ganz der Faktenlage entsprechen soll.

Wulff stammt selber aus völlig zerrütteten Familienverhältnissen.

Seine Eltern trennten sich, als Wulff zwei Jahre alt war. Sein Vater verfiel einer wenig ehrenhaften Dame.

Anschließend lebte Wulffs Mutter im Ehebruch. Als er sechzehnjährig war, verließ auch der Unzuchtspartner seiner Mutter die Familie.

Die Schwester des Bundespräsidenten, Bettina Mertschaft-Wulff, 49, lebt – nach Angaben der deutschen Illustrierten ‘Bunte’ – von Hartz IV in Niedersachsen.

Ihre äußere Kennzeichen sind Augenbrauen-Piercing und Indianermähne.

Ihren ebenfalls verlotterten Bruder hat sie nach Angaben der ‘Bunten’ das letzte Mal vor dreizehn Jahren am Grab ihres gemeinsamen Vaters gesehen.

Wieso haben liberale linke Politiker mit der ganzen Geschichte überhaupt ein Problem? Wo bleibt die konzertierte Antidiskriminierungskampagne von links bis rechts?

Da wir heute bereits homosexuelle Politiker haben, warum morgen nicht Prostituierte? Und übermorgen Kinderprostituierte als Juniormanager in der Partei- und Gewerkschaftsjugend?

Reagan-Berater und die „geheime“ Regierung

2012/06/11

Alfonso Chardy über Reagans faschistische Zukunft nach der Krise (an der zur Zeit Obama bastelt).

(weitere Anmerkungen in Klammern)

WASHINGTON — Ermittler des Kongresses und Regierungsbeamte kamen zu dem Schluß, daß einige von Präsident Reagans Top-Beratern fast von dem Tag an, als Reagan sein Amt antrat, praktisch eine parallele Regierung außerhalb der traditionellen Behörden und Abteilungen des Kabinetts betrieben.

Die Ermittler glauben, daß die Aktivitäten der Berater weit über die geheimen Waffenlieferungen an den Iran und die Hilfe für die Contras, die derzeit untersucht werden, hinausgingen.

Oberstleutnant Oliver North erarbeitete zum Beispiel einen Plan zur Aussetzung der Verfassung im Falle einer nationalen Krise wie einem Atomkrieg, gewalttätigen internen Meinungsverschiedenheiten oder nationalem Widerstand gegen eine Invasion des US-Militärs im Ausland.

Als der damalige Justizminister William French Smith von dem Vorhaben erfuhr, protestierte er schriftlich bei Norths Chef, dem damaligen Nationalen Sicherheitsberater Robert McFarlane.

Die Berater führten ihre Aktivitäten über geheime Kontakte in der gesamten Regierung aus, und zwar mit Personen, die auf ihre Anweisung handelten, ihnen offiziell aber nichts mitteilten.

Die Aktivitäten dieser Kontakte wurden durch den Nationalen Sicherheitsrat koordiniert, so die Beamten und Ermittler.

Für die Aktivitäten der Berater, die von gut unterrichteten Quellen als parallele Regierung beschrieben wurden, scheint es keine formelle Anweisung gegeben zu haben.

In einer geheimen Beurteilung der Aktivitäten bezeichnete sie der leitende Anwalt des Iran-Contra-Ausschusses des Senats als eine „geheime Regierung innerhalb der Regierung“.

Das Arrangement erlaubte der Reagan-Administration, zu behaupten, sie wären nicht in kontroverse oder illegale Aktivitäten involviert, so die Beamten.

„Es war die allerplausibelste Weise, es abzustreiten“, sagte ein gut informierter Beamter, der seit 1982 in der Reagan-Administration diente und oft an der verdeckten Unterstützung der Contras in Nicaragua mitarbeitete.

Die Rollen der Beamten auf höchster Ebene und von Reagan selbst sind noch nicht klar. Es wird jedoch erwartet, daß dies ein primäres Thema wird, wenn North vor den am Dienstag beginnenden Iran-Contra Ausschüssen erscheint. Es wird auch angenommen, daß Sonderermittler Lawrence Walsh in seiner Untersuchung der Iran-Contra-Affäre versuchen wird, zu beweisen, daß sich Regierungsbeamte an einer kriminellen Verschwörung beteiligten.

Ermittler: Berater bildeten Schattenregierung

Die Kabinettssekretäre und ihre Helfer wußten von den Aktivitäten der Berater lange Zeit nichts. Befragungen zeigen, daß, wenn sie in regelmäßigen Abständen Operationen entdeckten, sie sich beschwerten oder versuchten, sie zu behindern.

Doch niemand stellte die Aktivitäten jemals generell in Frage, möglicherweise aufgrund des Glaubens, daß die Berater mit der Zustimmung des Präsidenten handeln würden, so die Beamten.

Laut bisherigen Berichten von Helfern, Freunden und hochrangigen ausländischen Beamten wußte oder genehmigte Reagan zumindest einige der Aktionen der geheimen Gruppe.

Der Besuch in Libyen 1985 von William Wilson, damals US-Botschafter im Vatikan und ein enger Freund Reagans, um sich mit Libyens Staatschef Oberst Muammar al-Gaddafi zu treffen, ist ein solcher Fall, sagten Beamte letzte Woche. Außenminister George Shultz tadelte Wilson, doch laut den Beamten wußte Reagan von der Reise im Voraus.

Die Ermittler glauben, daß das Herz der geheimen Struktur der Jahre 1983 bis 1986 Norths Büro neben dem Weißen Haus im Old Executive Office Building war (heute das Eisenhower Executive Office Building).

Norths Einfluß innerhalb der geheimen Struktur war laut den Quellen so groß, daß er in der Lage gewesen wäre, die Umlaufbahnen von Satelliten zu ändern, um auf der ganzen Welt sowjetische Schiffe zu verfolgen, zu fordern, daß hochfliegende Spionageflugzeuge zu geheimen Missionen über Kuba und Nicaragua starten oder sich um empfindliche Aktivitäten im Inland zu kümmern.

Viele Initiativen

Beamte und Ermittler sagten, daß die Struktur auch einige der engsten Freunde und Berater Reagans beinhaltete, wie den ehemaligen nationalen Sicherheitsberater William Clark, Justizminister Edwin Meese und den verstorbenen CIA-Direktor William Casey.

Die Ermittler des Kongresses sagten, das Geschäft mit dem Iran war nur eine der Initiativen der Gruppe. Sie sagten, die Aufdeckung des ungewöhnlichen Arrangements ist womöglich ein Erbe ihrer Untersuchung.

„Nach der Feststellung, daß auf höchster Ebene eine politische Entscheidung gefaßt wurde, um die Verantwortung für die Contra-Unterstützung dem Nationalen Sicherheitsrat zu übertragen …, untersuchen wir, wie diese Entscheidung umgesetzt wurde“, schrieb der Chefberater des Senatsausschusses, Arthur Liman, in einem geheimen Memorandum an die Führer des Ausschusses, den Demokratischen Senator Daniel Inouye für Hawaii und den Republikanischen Senator Warren Rudman für New Hampshire, bevor die Anhörungen am 5. Mai begannen.

„Das ist der Teil der Geschichte, der das ganze Geheimnis aufdeckt — die Regierung in der Regierung, die vom [Executive Office Building] aus betrieben wurde, von einem Oberstleutnant mit eigenem Heer, eigener Luftwaffe, eigenen Diplomaten, eigenen Geheimdienstagenten und eigenen Mitteln“, schrieb Limon in dem Memorandum, von dem Teile dem MIAMI HERALD mitgeteilt wurden.

Ein Sprecher von Liman lehnte einen Kommentar ab, bestritt aber nicht die Existenz des Memorandums.

Ein Beamter des Weißen Hauses wies die Idee zurück, daß irgendwelche von Reagans Beratern geheim operieren würden.

„Der Präsident hat seine außenpolitischen Positionen immer wieder vor der Öffentlichkeit geäußert und sich mit dem Kongreß beraten,“ sagte der Beamte.

Es begann 1980

Ermittler des Kongresses sowie derzeitige und ehemalige Beamte aus CIA, Außenministerium und Pentagon, die befragt wurden, sagten, sie haben noch immer keine vollständige Aufzeichnung über die Aktivitäten der Berater.

Doch nach ihren Untersuchungen und persönlichen Erfahrungen glauben sie, daß die Wurzeln der geheimen Regierung in die letzten Wochen von Reagans Wahlkampf im Jahr 1980 zurückreichen.

Beamte sagen, die Genesis war womöglich eine Entscheidung von William J. Casey — Reagans Wahlkampf-Manager und ein ehemaliger Offizier des Vorläufers der CIA im Zweiten Weltkrieg — im Oktober 1980, um eine sogenannte „October Surprise Group“ zu schaffen, die Jimmy Carters wahnwitzige Verhandlungen mit dem Iran zur Freilassung von 52 amerikanischen Geiseln überwachen sollte.

Die vom außenpolitischen Wahlkampfberater Richard V. Allen geleitete Gruppe wurde wegen der Befürchtung geschaffen, Carter könnte vor der Wahl am 4. November in letzter Minute eine „Oktober-Überraschung“ zur Freilassung der Geiseln abziehen. Eine der ersten Amtshandlungen der Gruppe war ein Treffen mit einem Mann, der behauptete, den Iran zu repräsentieren und der anbot, die Geiseln an Reagan freizulassen.

Reagans erster Nationaler Sicherheitsberater Allen und Laurence Silberman, ein anderer Wahlkampfberater, erzählten dem MIAMI HERALD von dem Treffen im April. Sie sagten, daß es McFarlane — damals Berater für das Senate Armed Services Committee (zur parlamentarischen Kontrolle des Verteidigungsministeriums) — arrangierte und daran teilnahm. McFarlane wurde später Reagans Nationaler Sicherheitsberater und spielte eine Schlüsselrolle in der Iran-Contra-Affäre. Allen und Silberman sagten, sie lehnten das Angebot ab, die Geiseln an Reagan freizulassen.

Diebstahl von Anweisungen

Berater des Kongesses verknüpfen jetzt einen weiteren Wahlkampfzwischenfall mit der gleichen Gruppe von Beratern: den Diebstahl von vertraulichen Anweisungen aus Carters Wahlkampf vor dem Carter-Reagan-Wahlkampfduell am 28. Oktober 1980.

Sie glauben, daß Casey die Anweisungen erhielt und das Materiel an James Baker übergab, ein weiterer hoher Wahlkampfberater von Reagan, der in Reagans erster Amtszeit Stabschef im Weißen Haus war.

Nach Reagans Vereidigung richtete sich die Gruppe schnell ein, so die Beamten. Innerhalb weniger Monate kam es zu Konflikten zwischen den Beratern und den Beamten in den traditionellen Behörden.

Offenbar wegen Einwänden des Außenministeriums legte Casey, der damalige CIA-Direktor, Reagan sechs Wochen nach dessen Vereidigung einen Vorschlag zur verdeckten Unterstützung von Anti-Sandinista-Gruppen vor, die 1979 nach der Revolution aus Nicaragua geflohen waren.

Ermittler: North spielte eine große Rolle

Noch ist unklar, ob Casey den Plan mit Reagan freigab. Doch nach einem Regierungsbeamten, der mit der Vereinbarung vertraut ist, flog die CIA im November 1981 einen argentinischen Militärführer, General Leopoldo Galtieri, heimlich nach Washington, um ein geheimes Abkommen auszuarbeiten, unter dem Offiziere des argentinischen Militärs nicaraguanische Rebellen ausbilden.

Etwa zur gleichen Zeit schloß North seinen Transfer vom Marineinfanteriekorps zum Nationalen Sicherheitsrat ab. Diejenigen, die im Jahr 1981 mit North arbeiteten, erinnern sich an seine ersten Aufgaben als Routineaufträge — wenn auch nicht unwichtige.

Sie erinnerten sich, daß North den Auftag bekam, den „Football“ zu tragen — die Aktentasche mit den geheimen Notfallplänen für einen Atomkrieg, die überall mitgenommen wird, wo der Präsident hingeht. Später erweiterte North sein Aufgabengebiet auf die nationale Notfallplanung. In dieser Funktion beschäftigte er sich mit dem umstrittenen nationalen Krisenplan der Notfallbehörde FEMA (Federal Emergency Management Agency).

Der nationale Krisenplan

Von 1982 bis 1984 unterstützte North die Notfallbehörde FEMA — das nationale Krisen-Management der US-Regierung — bei der Überarbeitung der Notfallpläne für den Umgang mit Atomkrieg, Aufständen oder umfangreicher militärischer Mobilmachung.

Norths Zusammenarbeit mit der Notfallbehörde FEMA löste den ersten großen Zusammenstoß zwischen der offiziellen Regierung und den Beratern aus und veranlaßte den damaligen Justizminister William French Smith im Jahr 1984 zu einem formellen Protestschreiben.

Smith war in der vergangenen Woche in Europa und konnte für eine Stellungnahme nicht erreicht werden.

Ein Regierungsbeamter, der mit Norths Zusammenarbeit mit der Notfallbehörde FEMA vertraut ist, sagte jedoch, daß der damalige Direktor Louis O. Guiffrida, ein enger Freund von Meese, North in Treffen während dieser Zeit als FEMA-Kontakt zum Nationalen Sicherheitsrat NSC erwähnte. (Der basisdemokratische Informationsdachverband Wikipedia schreibt nicht Guiffrida, sondern Giuffrida, obwohl diese AP-Meldung vom 24. Januar 1985 zeigt, daß die Wikipedia-Schreibweise falsch ist.)

Guiffrida konnte für eine Stellungnahme nicht erreicht werden, FEMA-Sprecher Bill McAda bestätigte die Beziehung jedoch.

„FEMA-Beamte traf sich in der Zeit von 1982 bis 1984 mit Oberst North“, sagte McAda. „Diese Treffen waren der Aufgaben von Oberst North mit dem Nationalen Sicherheitsrat und den FEMA-Verantwortlichkeiten in bestimmten Bereichen der nationalen Sicherheit angemessen.“

Der Grund für den Zusammenstoß zwischen der FEMA und Smith war ein geheimer Notfallplan, der forderte, während einer nationalen Krise die Verfassung aufzuheben, die Kontrolle über die Vereinigten Staaten an die FEMA zu übergeben, militärische Befehlshaber als Führer der staatlichen und lokalen Regierungen zu ernennen und das Kriegsrecht zu erklären.

Der Plan definierte nicht, was eine nationale Krise ist — verstanden wurde es aber als Atomkrieg, gewalttätige und weit verbreitete interne Meinungsverschiedenheiten oder nationaler Widerstand gegen eine militärische Invasion im Ausland.

Der Beamte sagte, der Notfallplan wurde als Teil einer Verfügung des Präsidenten oder als ein Gesetzespaket geschrieben, das Reagan im Nationalen Sicherheitsrat unterzeichnen würde, bevor eine schwere Krise entsteht (until a severe crisis arose).

Die Kriegsrecht-Anteile des Plans entwarf John Brinkerhoff, Guiffridas Stellvertreter für die nationalen Bereitschafts-Programme (national preparedness programs) der FEMA, in einem Memorandum vom 30 Juni 1982. Der MIAMI HERALD erhielt eine Kopie des Memorandums.

Das in Brinkerhoffs Memorandum skizzierte Szenario ähnelte einem Papier, das Guiffrida 1970 im „Army War College“ in Carlisle, Pennsylvania, geschrieben hatte, in dem er im Falle eines Volksaufstandes von schwarzen Militanten das Kriegsrecht befürwortet. Das Papier befürwortete auch die Ergreifung von mindestens 21 Millionen „amerikanischen Negern“ Und deren Transfer in „Sammelstellen oder Umsiedlungslager“.

Als Justizminister Smith die FEMA-Pläne sah, war er besorgt. Am 2. August 1984 schickte er McFarlane einen Brief, in dem er seine Einwände darlegte, und drängte darauf, die Unterzeichnung der Direktive zu verzögern.

„Ich glaube, daß die der Notfallbehörde FEMA zugewiesene Rolle in der revidierten Verfügung des Präsidenten ihre eigentliche Funktion als Koordinierungsstelle für die Notfallplanung übersteigt“, äußerte Smith in dem Schreiben an McFarlane, das der MIAMI HERALD erhielt. „Diese Abteilung und andere haben wiederholt ihre ernsten politischen und rechtlichen Einwände geäußert, der Notfallbehörde FEMA die Rolle eines ‚Notfall-Zaren‘ zu geben.“

Es ist unklar, ob die Verfügung des Präsidenten unterzeichnet wurde oder ob sie die Kriegsrechts-Pläne enthält. Quellen des Kongresses, die mit dem nationalen Katastrophenschutz vertraut sind, sagten, sie glauben, daß Reagan im Jahr 1984 eine Verfügung des Präsidenten unterzeichnete, in der Maßnahmen zur nationalen Mobilmachung revidiert wurden, die sich mit der Zivilbevölkerung im Falle eines Atomkrieges oder einer anderen Krise befassen.

Geplante Nachrichten-Lecks

Ungefähr zu der Zeit, als das Thema in der Reagan-Administration ein Feuerwerk auslöste, wurde North von McFarlane und Casey von der nationalen Krisenplanung zur verdeckten internationalen Führung der Contras verwiesen. Der Transfer erfolgte, nachdem North ein persönliches Interesse gezeigt hatte und erkannte, daß weder das Außenministerium noch eine andere staatliche Stelle das Problem behandeln wollten, als 1984 früh klar wurde, daß der Kongreß eine offizielle Unterstützung der Rebellen verbieten wird.

Beamte und Ermittler glauben, daß Norths neues Einsatzgebiet und sein Organisationstalent, seine Kreativität und seine Energie, die er dem Thema widmete, allmählich dazu führten, daß seine Macht und sein Ansehen innerhalb der verdeckten Struktur zunahmen.

Die Ermittler glauben jetzt, daß auch Meese in der geheimen Regierung eine Rolle gespielt haben soll, diese sei aber weniger klar.

Meese nannte dem Nationalen Sicherheitsrat manchmal private US-Bürger, die dann durchleuchtet und kontaktiert werden konnten, um sie für die Unterstützung der Contras in Nicaragua zu gewinnen.

Einer dieser Unterstützer, Philip Mabry aus Fort Worth, sagte dem MIAMI HERALD früher in diesem Jahr, daß er 1983 von anderen Konservativen in Texas aufgefordert wurde, Meese, der damals Berater im Weißen Haus war, zu kontaktieren, wenn er den Contras helfen wollte. Nachdem er sich an Meeses Büro wandte, empfing Mabry von Meese einen Brief, den der MIAMI HERALD erhielt, der ihn unterrichtete, daß sein Name den „geeigneten Leuten“ gegeben worden wäre.

Mabry sagte, daß ihm kurz danach eine Frau, die sich als Meeses Sekretärin kenntlich machte, den Namen und die Telefonnummer einer anderen NSC-Sekretärin gab, die ihm wiederum North und seine Sekretärin, Fawn Hall, als Kontakte gab.

Meeses Sprecher im Justizministerium, Patrick Korten, bestreitet, daß Meese ein Teil von Norths geheimem Contra-Versorgungsnetz war und erklärt, daß sich Meese nicht erinnern kann, in Contra-Angelegenheiten North irgendjemand genannt zu haben.

Neben Norths Rolle als Contra-Kommandant und Geldbeschaffer wurde North der geheime Aufseher des Außenministeriums-„Amtes für öffentliche Diplomatie“ („Office of Public Diplomacy“), durch das die die Reagan-Administration Informationen verbreitete, die Nicaragua als Bedrohung für seine Nachbarn und die Vereinigten Staaten darstellten.

Eine nachrichtendienstliche Quelle, die mit Norths Beziehung mit diesem Büro vertraut ist, sagte, North wäre an vielen der am besten publizierten Nachrichten-Lecks direkt beteiligt gewesen, darunter die Ankündigung am Wahltag, dem 4. November 1984, daß sowjetische MiG-Kampfjets auf dem Weg nach Nicaragua wären.

McFarlane war vermutlich der hohe Beamte in der Administration, der den Reportern erzählte, daß der sowjetische Frachter Bakuriani, der von einem sowjetischen Hafen im Schwarzen Meer nach Nicaragua unterwegs war, wahrscheinlich MiGs transportieren würde.

Der Geheimdienstmitarbeiter sagte, daß North offensichtlich den Vorschlag machte, daß der Presse die Information am Wahltag zugespielt werden soll, so daß sie Millionen von Menschen erreichen würde, die sich das Wahlergebnis ansehen. CBS und NBC strahlten den Bericht an diesem Abend aus.

Clark hatte eine Schlüsselrolle

Das Leck führte zu einer neuen Konfrontation zwischen der regulären Bürokratie und den Beratern des Präsidenten. Der offizielle Sprecher des Außenministeriums, John Hughes, wollte den Bericht herunterspielen und wies darauf hin, daß es nicht bewiesen wäre, daß die Bakuriani MiGs transportierten würde. Zur gleichen Zeit erklärten die Mitarbeiter des „Amtes für Öffentliche Diplomatie“, die unter Norths Leitung handelten, daß sich die Kisten im Inneren des Schiffes befinden würden und daß die MiGs immer noch eine Möglichkeit wären. (Und selbst wenn es wahr gewesen wäre — wie soll eine Ladung Flugzeuge eines Frachters, das zu jener Zeit technisch wahrscheinlich noch nicht das Fassungsvermögen hatte, wie es heute die Weltraumfrachter der Hollywood-Außerirdischen haben, Amerika angreifen?)

Die Quelle sagte, daß North, um einen genaueren Blick zu nehmen, vom Luftwaffenstützpunkt Beale in der Nähe von Sacramento, Kalifornien, ein hochfliegendes Spionageflugzeug vom Typ SR-71 Blackbird anforderte, um in Nicaragua über den Hafen von Corinto zu fliegen, während die Bakuriani ihre Fracht löschte. Die Bilder zeigten, daß die Bakuriani nicht MiGs, sondern Hubschrauber entlud.

Die Ermittler kamen zu dem Schluß, daß North war nicht der einzige Berater war, der außerhalb der traditionellen Regierungskanäle operierte.

Andere waren unter dem Namen RIGLET bekannt — laut Richard Melton, dem Untergebenen von Abrams, bestand diese halb-offizielle Einheit aus North; Alan Fiers, einem CIA-Beauftragten für zentralamerikanische Angelegenheiten; und Elliott Abrams, dem aktuellen stellvertretenden Minister für inter-amerikanische Angelegenheiten. Melton enthüllte die Existenz von RIGLET in einer eidesstattlichen Aussage vor dem Iran-Contra-Untersuchungsausschuß. Der Name RIGLET ist eine Verkleinerungsform für RIG: Restricted Interagency Group.

Zu den Aktionen von RIGLET gehörte die Anweisung an Lewis Tambs, den US-Botschafter in Costa Rica, die Contras zu unterstützen, um im Süden von Nicaragua eine Front aufzubauen. Tambs, der im vergangenen Jahr plötzlich zurücktrat, nachdem seine Verbindungen zu North aufgedeckt wurden, bezeugte die Anweisungen vor den Iran-Contra-Ermittlern.

Die Schlüsselrolle für die parallele Regierung spielte wohl William Clark, Reagans zweiter Nationaler Sicherheitsberater. Es war während der Amtszeit von Clark, daß North im Nationalen Sicherheitsrat an Einfluß gewann.

Ein Mitglied der Arbeitsgruppe sagte, daß Clark aus dem Pentagon und der CIA auch mehrere Offiziere in mittleren Positionen rekrutierte, die im Jahr 1983 in einer speziellen Arbeitsgruppe für Zentralamerikan arbeiteten, um auf Hilfe für El Salvador zu drängen.

„Richter Clark war der Großvater des Systems“, sagte er. „Ich arbeitete im Pentagon an einem anderen Thema, als mein Chef sagte, daß ich aufgrund von besonderen Umständen der Arbeitsgruppe zugewiesen werde.“

Ein ehemaliger Regierungsbeamter, der mit Clarks Aktivitäten vertraut war, sagte, daß Clark außerdem vor Wilsons Reise im November 1985, die erfolgte, nachdem McFarlane Clark im Nationalen Sicherheitsrat ersetzte, Kontakte zwischen Vatikan-Botschafter Wilson und Libyen genehmigt hätte.

Der ehemalige Beamte sagte, Wilson hätte für die Reagan-Administration auch geheime Missionen in einem lateinamerikanischen Land durchgeführt, wo Wilson angeblich Kontakte mit hochrangigen Beamten unterhielt. Die Quelle bat, das Land nicht zu nennen, weil das System noch aktiv ist und die Spannungen beider Länder unter Umgehung der regulären Bürokratien reduziert hätte.

Anfragen an die Büros von Wilson und Clark in Kalifornien wurden nicht beantwortet.

Hier finden Sie den Originalartikel, Reagan Aides And The ‘Secret’ Government.

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VIPs mit Reagan, Bush in Untersuchung über Homosexuellen-Prostitution verwickelt — „Callboys“ auf Mitternachtstour durchs Weiße Haus

2012/04/16

Paul M. Rodriguez und George Archibald über den US-Prostitutionsskandal — nein, nicht die „geheime Dienstleistung“ („Secret Service“) unter Obama, sondern das, was laut Washington Times unter Ronald Reagan geschah.

(Die Scans der Washington Times vom 29. Juni 1989 finden Sie hier, oder hier und hier.)

(weitere Anmerkungen in Klammern)

Dies sind drei von Hunderten von Kreditkartenbelegen, ausgestellt auf Professional Services Inc., die der Washington Times zugingen. Namen und Nummern der Kunden, die auf den Originalen zu sehen sind, wurden hier gelöscht.

Bundes- und Bezirksbehörden ermitteln gegen einen Homosexuellen-Prostitutionsring, zu dessen Kunden unter anderem ranghohe Vertreter der Regierungen Reagan und Bush, Militärs, Kongreß-Helfer sowie US-amerikanische und ausländische Geschäftsleute mit engen sozialen Bindungen zu Washingtons politischer Elite gehören, wie Dokumente, die die Washington Times erhielt, zeigen.

Einer der hochkarätigen Kunden des Rings hatte so gute Verbindungen, daß er am Sonntag, dem 3 Juli des letzten Jahres (1988) im Weißen Haus, mitten in der Nacht, eine Tour für seine Freunde arrangieren konnte. Unter den sechs Personen auf der außergewöhnlichen 01.00 Uhr Tour waren zwei männliche Prostituierte.

Die Times erfuhr, daß die Bundesbehörden, darunter der Secret Service, die strafrechtlichen Aspekte des Rings untersuchen wird und daß den männlichen Prostituierten und ihren homosexuellen Kunden mitgeteilt wurde, daß eine Grand Jury während des Sommers über die Beweise beraten wird.

Reporter dieser Zeitung untersuchten Hunderte von Kreditkartenbelegen, ausgestellt auf Firmen- und persönlichen Karten und zahlbar an den Escort-Service, der den Homosexuellenring betrieb. Viele der Belege wurden über ein sogenanntes „Sub-Merchant“ Unterkonto des Chambers Bestattungsinstitutes von einem Sohn des Besitzers gebucht, ohne das Wissen des Unternehmens.

Unter den Namen der Kunden auf den Belegen — identifiziert durch Prostituierte und Escort-Vermittler — sind Regierungsbeamte, lokal stationierte US-Militärs, Geschäftsleute, Anwälte, Banker, Kongreß-Helfer und anderes Fachpersonal.

Redakteure der Times sagten, die Zeitung würde nur die Namen derjenigen drucken, die in sensiblen staatlichen Stellen oder einflußreichen Positionen tätig sind. „Es gibt nicht die reißerische Absicht, irgendwelche Namen oder Fakten über die Operation zu veröffentlichen“, sagte Chefredakteur Wesley Pruden. (Erinnern Sie sich, was geschah, als Hans Meiser einen Prostitutionsskandal aufdecken wollte?)

Das Büro von US-Justizminister Jay B. Stephens, dem ehemaligen stellvertretenden Berater des Weißen Hauses unter Präsident Reagan, koordiniert die Untersuchung, weigerte sich aber, über die Ermittlungen oder die Grand Jury zu diskutieren.

Laut den Kreditkarten-Datensätzen finden sich mehrere ehemalige Mitarbeiter von Jay B. Stephens aus dem Weißen Haus unter den Kunden des Homosexuellen-Prostitutionsringes, und diese Personen haben die Buchungen bestätigt.

Jay B. Stephens‘ Büro, das zuerst zusagte, bei der Untersuchung der Times zu kooperieren, zog das Angebot gestern zurück und lehnte auch ab, zu sagen, ob Stephens den Fall aufgrund möglicher Interessenkonflikte wegen Befangenheit abgibt.

Mindestens ein hochrangiger Vertreter der Bush-Regierung und ein reicher Geschäftsmann, die von dem Escort Service, der den Ring betrieb, homosexuelle Prostituierte bezogen, kooperieren laut mehreren Quellen mit der Untersuchung.

Unter den Kunden, die in den vergangenen 18 Monaten Homosexuellen-Prostituiertendienste über gängige Kreditkarten abrechneten, sind Charles K. Dutcher, ehemaliger stellvertretender Direktor des Präsidentenpersonals der Reagan-Administration, und Paul R. Balach, Verbindungsmann von Arbeitsministerin Elizabeth Dole im Weißen Haus.

Charles K. Dutcher war in den 1970er Jahren ein Kongreß-Berater des ehemaligen republikanischen Abgeordneten Robert Bauman von Maryland, der aus dem Repräsentantenhaus zurücktrat, nachdem er sexuelle Beziehungen mit jungen männlichen Prostituierten einräumte. Charles K. Dutcher arbeitete auch im Mitarbeiterstab von Vizepräsident Dan Quayle, als er im Repräsentantenhaus einen Bezirk von Indiana vertrat.

Ein Zahlungsvorgang wurde auch auf der Kreditkarte eines ehemaligen Mitarbeiters des Weißen Hauses festgestellt, der in der Reagan-Administration die tägliche Zusammenfassung der Nachrichten für den Präsidenten vorbereitete. Todd A. Blodgett sagte, er hätte die Zahlung nicht getätigt.

Einer der zahlungskräftigen Großkunden des Rings ist Craig J. Spence, laut Dokumenten und Interviews mit Vermittlern und Prostituierten, die mit Craig J. Spence Sex hatten, ein Angehöriger der feinen Washingtoner Gesellschaft und ein internationaler Handelsberater.

Craig J. Spence zahlte pro Monat mehr als 20.000 Dollar für männliche Prostituierte, die ihm und seinen Freunden Sex boten, darunter anscheinend Militärpersonal, das sich als seine „Bodyguards“ ausgab. Es war Spence, der die nächtliche Tour durch Reagans Weißes Haus anordnete. Wiederholte Versuche, Spence zu erreichen, per Telefon, Fax und persönlich zu Hause, waren erfolglos.

Kreditkartenbelege bestätigen, daß Craig J. Spence über American Express- und Visa-Karten Tausende von Dollar zahlte und seine Karten für einen Escort-Service namens Professional Services Inc. manchmal auch mehrmals am Tag in Höhe von 600 Dollar belastete.

Professional Services ist laut Werbung in Washingtoner Boulevard-Zeitungen und den Gelben Seiten eine von mehreren Dachgesellschaften (one of several umbrella companies), die von den Betreibern genutzt wird, um männliche Prostituierte als Begleitpersonen zu vermitteln.

Kreditkarten-Unterlagen zeigen, daß auch Mitglieder großer Nachrichtenagenturen Escort-Dienste von dem Ring bezogen. Darunter Stanley Mark Tapscott, der ein assistierender Chef vom Dienst der Washington Times war. (Warum gibt es eigentlich keine investigativen Berichte über das „Coming Out“ von Redakteuren von Tageszeitungen, die käufliche Liebe machen?)

Stanley Mark Tapscott, dessen Rücktritt am 20. Juni 1989 angenommen wurde, sagte, er habe keine homosexuellen Begleitpersonen oder sexuelle Dienstleistungen irgendeiner Art in Anspruch genommen. Er sagte in einem Interview, er habe mit zwei Frauen gesprochen, die er über den Escort-Service im Rahmen einer Untersuchung eines Telefon-Sex-Dienstes traf, die er ein Jahr zuvor begonnen hatte, als er Redakteur des Finanzteils der Zeitung war. (Klingt fast wie die Selbstverteidigung dieses SPD-Freibeuters.) Die Zahlungen wurden auf der American-Express-Karte seiner Firma verbucht. Seinen Redakteuren war eine solche Untersuchung nicht bekannt.

Vor seiner Tätigkeit bei der Times arbeitete Stanley Mark Tapscott in der Reagan-Administration für das Büro des Personal-Managements.

Manager des Escort-Rings sagten, daß für Kunden mit spezifischen Wünschen „ein paar Frauen“ genutzt wurden, daß aber der normale Stall (the regular stable) insgesamt männlich war.

Die Dokumente zeigen, daß eine Reihe von Kunden — Rechtsanwälte, Ärzte und Geschäftsleute — Firmen-Kreditkarten nutzten, um Escort-Dienste in Anspruch zu nehmen und daß eine Reihe von Offizieren aus den Vereinigten Staaten und verbündeten Ländern — darunter ein ausländischer Offizier mit der Kreditkarte eines Verteidigungsministeriums — männliche Escort-Dienste buchten.

Ein ehemaliger ranghoher Vertreter des Pentagon sagte, daß die militärischen und zivilen Geheimdienstbehörden seit den letzten acht Jahren besorgt sind, daß „ein Nest von Homosexuellen“ auf höchster Ebene der Reagan-Regierung von sowjetisch unterstützten Spionen durchdrungen worden sein könnte, die sich als männliche Prostituierte ausgeben.

Ein großes Problem wäre laut dem ehemaligen Vertreter mit langjährigen Beziehungen zu hochkarätigen militärischen Geheimdienst-Offizieren, daß feindliche ausländische Geheimdienste junge männliche Prostituierte nutzen, um ranghohe Regierungshomosexuelle (top administration homosexuals) zu kompromittieren und erpressbar zu machen.

„Uns ist seit vielen, vielen Jahren bekannt, daß es eine Abteilung des KGB gibt, deren Aufgabe es ist, sexuellen Abweichlern nachzustellen“, sagte der pensionierte Generalleutnant Daniel Graham, ehemaliger Leiter des Verteidigungsnachrichtendienstes DIA (Defense Intelligence Agency).

Weil „heimliche“ Homosexuelle im Staatsdienst durch Erpressung für Spionagezwecke leicht „umgedreht“ werden können, so General Graham, „waren wir immer sehr bemüht, bekannten Homosexuellen keine als geheim eingestuften Informationen zu geben“.

Die von der Times Befragten bestätigten, daß es Erpressungsversuche seitens männlicher Prostituierter gab, die Geld und andere Vergünstigungen verlangten, um das geheime sexuelle Leben von Kunden zu schützen.

Die befragten Kunden sagen, daß eine Polizeirazzia am 28 Februar in einem Haus in Washington mit der Adresse 6004 34th Place NW durch Berichte über Erpressung und möglichen Kreditkartenbetrug sowie Beschwerden von Hotelbetreibern über Prostitution in Gang gesetzt wurde. (2011, als ich diesen Artikel entdeckte, fand ich hier noch ein Foto des Hauses mit der Adresse 6004 34th Place NW, das inzwischen verschwunden ist.)

Bei der von der Washingtoner Außenstelle des Secret Service geleiteten Razzia fanden die Behörden eine Telefonzentrale, die genutzt wurde, um ein halbes Dutzend von Homosexuellen-Escortdiensten zu betreiben.

Während der Razzia beschlagnahmten Secret Service Agenten und leitende Ermittler der Bezirkspolizei finanzielle Aufzeichnungen sowie Geschäftsbücher, Fotos, Tagebücher, Telefonaufzeichnungen, Adressverzeichnisse und Kundenlisten des Prostitutions-Netzwerkes und luden im Anschluß vor das Washingtoner Landgericht.

Obwohl das beschlagnahmte Material noch am Tatort der Bezirkspolizei übergeben wurde, sagen Zeugen und Strafverfolgungsbehörden, daß der Secret Service eine Kiste mit Dateien behielt, die Namen und andere Informationen über hochrangige Regierungsbeamte enthielt, die Kunden des männlichen Escortdienstes waren.

Verteter der Bezirkspolizei sagen, daß dies ihres Wissens nach das erste Mal ist, daß der Secret Service jemals an einer solchen Razzia in dieser Gegend beteiligt ist.

Zunächst bestritt der Secret Service, an der Razzia beteiligt zu sein, doch nachdem an der Adresse 34th Place am 18. Mai eine zweite Razzia erfolgte, räumte die Behörde ihre Beteiligung an der Untersuchung ein.

Secret-Service-Sprecher Bob Snow sagte, daß die Behörde wegen ihrer Zuständigkeit für Kreditkartenbetrug an der Durchsuchung und Beschlagnahmung teilnahm: „Wir greifen in der Regel auf Antrag eines US-Anwalts in solche Operationen ein … wenn der Betrug 10.000 Dollar oder mehr beträgt … Wir sind an keiner Untersuchung über lokale Prostitution beteiligt.“

Zeugen der Razzia vom Februar sagten, daß 12 Agenten des Secret Service in blauen Parkas das Haus betraten und mehrere Stunden lang Kisten mit Dateien sammelten und wegräumten.

Bundes- und Bezirksermittler haben seitdem sowohl mehrere Prostituierte verhört, die für den Ring arbeiten, als auch Kunden der Homosexuellen-Escortdienste, die unter Namen wie „Jovan“, „Man-to-Man“, „Metrodate“, „Ultimate Models“ und „Ultimate First Class“ arbeiteten.

Zusätzlich zu Kreditkartenbetrug konzentrieren sich die Ermittlungen auf illegale zwischenstaatliche Prostitution, Entführung und Ausnutzung Minderjähriger zum Zweck sexueller Perversion, Erpressung, Diebstahl sowie damit verbundenen illegalen Drogenhandel und -konsum durch Prostituierte und ihre Kunden.

Sowohl einer der wichtigsten Betreiber von Professional Services Inc. als auch ein regelmäßiger Kunde der Dienste spekulierten in getrennten Interviews, daß die Untersuchung eingestellt werden würde (would be restricted), weil „große Namen“ involviert wären.

„Henry Vinson (der Betreiber) sagte, ein hochrangiger Vertreter werde versuchen, die Ermittlungen zu blockieren und möglicherweise Erfolg haben“, erklärte Paul R. Balach, der Verbindungsmann der Arbeitsministerin zum Weißen Haus. Henry Vinson sagte, daß er glaubt, daß ein hochgestellter Regierungsvertreter, den er nicht nennen möchte, daran arbeitet, die Untersuchung zu behindern, wollte dies aber nicht näher ausführen.

Die Behörden untersuchen seit vergangenem Herbst einen möglichen Kreditkartenbetrug durch die Betreiber des Rings.

Bereits im Oktober letzten Jahres — Monate vor der Razzia — wurde Paul R. Balach von Ermittlern zu schwerem Großdiebstahls befragt, der laut ihm von einem männlichen Escort namens Jason Michael Manos begangen wurde.

In einem Interview sagte Paul R. Balach, daß er und Jason Manos im vergangenen Sommer traf und sich mit ihm nach einem bezahlten „Date“ von „Man-to-Man“ anfreundete, einer der von den Betreibern von Professional Services beworbenen Escort-Dienste. Befragungen von Freunden von Paul R. Balach bestätigten seine Beziehung zu Michael Manos.

Laut Paul R. Balach, der im Juni 1988 zum ersten Mal homosexuelle Prostituierte aus dem Netzwerk bestellte, wurden mehrere Kunden, darunter er selbst, von den Prostituierten erpresst.

Die Betreiber des Rings sagten gegenüber der Times, daß Videobänder, Tonbänder und Fotos von den sexuellen — und auch perversen — Handlungen zwischen den Kunden und den Callboys gemacht wurden.

Dokumente belegen, daß den Kunden „Videobänder“ berechnet wurden.

Professional Services versuchte für einige Kunden, den Verwendungszweck der Kreditkartenrechnung zu verbergen und stellte Rechnungen für harmlose Gegenstände wie „Urnen“ oder „Andachtsbildchen“ aus. Eines der Unternehmen für die „Kreditkarten-Abwicklung“ des Rings wurde von Robert A. Chambers gegründet, einem Beerdigungsleiter, dessen Familie Chambers Funeral Home besitzt.

Robert A. Chambers, der ein Interview ablehnte, soll in den Kreditkarten-Konten der Firma Chambers Funeral Home bei der Sovran Bank in Silver Spring sogenannte Sub-Merchant-Konten auf den Namen Professional Services Inc. eingerichtet haben. Über diese Sub-Merchant-Konten wurden die Kreditkarten-Belege und Schecks der männlichen Escort-Dienste abgewickelt.

Laut Angaben des Rechnungsprüfers von Chambers Funeral Home kündigten Vertreter der Firma auf Geheiß von W. W. Chambers, dem Oberhaupt des Familienunternehmens, das nicht genehmigte Professional-Services-Konto nach der Polizeirazzia am 28. Februar. Robert Chambers wurde zu diesem Zeitpunkt von seinem Vater offiziell aus dem Unternehmen gefeuert, sagte ein Unternehmenssprecher.

Henry Vinson, der Callboy-„Abfertiger“ („dispatcher“) von Professional Services, ist gelernter Bestatter, der auch einmal als Sachbearbeiter für das US-Represäntantenhaus arbeitete.

Paul R. Balach, der seine Prokura einmal Michael Manos verlieh, mit dem er eine „Liebesbeziehung“ hatte, sagte er sei durch die betrügerische Verwendung seiner Kreditkarte sowie durch gefälschte Unterschriften auf Schecks und Versicherungen um mehr als 40.000 Dollar geprellt worden.

Paul R. Balach ist wegen MasterCard-Rechnungen von Michael Manos in Paul R. Balachs Namen über die Zahlung von Tausenden von Dollar noch in einen Zivilprozeß mit einer örtlichen Bank involviert.

in einem Interview sagte Paul R. Balach, daß Michael Manos ihn im letzten Herbst hinters Licht führte, als er nach Griechenland reiste, um ein Beschäftigungsverhältnis bei einem griechischen Reederei-Großindustriellen zu finden, dem Michael Manos Homosexuellen-Dienste leistete.

Als Paul R. Balach aus Athen zurückkehrte, stellte er fest, daß Michael Manos von den Girokonten seiner Bank 4.000 Dollar genommen hatte — „meine Bankkonten waren überzogen“ — Sparbriefe eingelöst hatte, und bei großen Kaufhäusern entlang der Ostküste in seinem Namen rund ein Dutzend Spesenkonten eröffnet hatte.

Außerdem sagte Paul R. Balach, daß, als er auf der Reise nach Griechenland war, Michael Manos sein Auto stahl und es demolierte.

„Das war für mein Leben ein Albtraum“, sagte Paul R. Balach und erklärte, daß er sich wegen seiner „Einsamkeit und Bequemlichkeit“ („loneliness, laziness“) mit Michael Manos einließ.

Paul R. Balach sagte, seine finanziellen Verluste traten ein, nachdem Michael Manos drohte, seinen Regierungsvorgesetzten seine homosexuelle Verstrickung in den Prostitutions-Ring darzulegen. Paul R. Balach sagte, er meldete die Erpressungsversuche und andere Probleme im Zusammenhang mit Michael Manos seinem Vorgesetzten Edward Guss bei OPM (kurz für das Personalbüro der Regierung, „US Office of Personnel Management“).

Der Times ist es nicht gelungen, Michael Manos zu finden, der Berichten zufolge in den letzten Wochen in den Bezirk zurückkehrte.

Charles K. Dutcher, der jetzt eine private Beratungsfirma namens „The Dutcher Co.“ leitet, wurde angeklagt, während der letzten Jahre der Reagan-Präsidentschaft im öffentlichen Dienst Reagan-orientierte Konservative platziert zu haben.

Er beschreibt sich selbst als „bisexuell“ und sagte, „Streß“ trieb ihn dazu, zu einem männlichen Prostituierten zu gehen. „Ich nutzte den Dienst nur einmal. Ich sah die Person nur einmal. Diese Person war nicht länger als 35 Minuten da“, sagte Charles K. Dutcher.

Er bestätigte eine Zahlung von 155 Dollar, die über seine Visa-Karte gezahlt wurde. Die sexuelle Begegnung war kurz und der Sex „war sicher — sehr sicher … Ich habe Freunde, die an AIDS starben“, sagte Charles K. Dutcher.

Charles K. Dutcher sagte, er nutzte seine persönliche Position im Weißen Haus Personal nie, um irgendjemanden, von dem er wußte, daß er homosexuell war, in eine Regierungsposition zu bringen. „Meine Arbeit hatte Vorrang, nicht mein Privatleben“, sagte er.

Laut einem Kreditkarten-Beleg, wurde das Konto von Todd Blodgett am 19. Mai 1988 für männliche Escort-Dienste mit 325 Dollar belastet, „genehmigt“ durch („referral“ by) Professional Services.

Todd Blodgett, ein Mitarbeiter der Landesgruppe der Republikaner (Republican National Committee), zuständig für die landesweite „systematische Beobachtung der gegnerischen Kandidaten“ („Opposition Research“) der Demokraten, sagte in einer Reihe von Interviews, daß ein Freund, der homosexuell ist, seine Karte verwendete, um einen männlichen Escort zu beschaffen. (Homosexuelle sind eindeutig die besseren Freunde — wie viele gute Freunde haben Sie, mit denen Sie die Kreditkarte tauschen?)

Todd Blodgett brachte den Freund, Benedict J. Hastings, Antiquitätenhändler bei der Firma Bostin, am Dienstag zu einem Interview, um seine Behauptung zu untermauern, daß er nichts Illegales getan hat. Er sagte: „Ich bin unschuldig“.

Benedict Hastings sagte, daß Todd Blodgett ihm bei zahlreichen Gelegenheiten erlaubte, seine American-Express-Karte und seine Wohnung zu benutzen, und daß er wiederum Todd Blodgett gelegentlich erlaubte, seine Kreditkarte zu nutzen.

Benedict Hastings sagte, er verwendete Todd Blodgetts Kreditkarte, um unbemerkt von dem Republikanischen Mitarbeiter einen männlichen Escort zu beschaffen.

Benedict Hastings sagte, die Person wurde für ein schnelles Arrangement in Todd Blodgetts Wohnung im Bezirk als Barmann eingestellt. „Ich brauchte … jemanden, der bloß eine schwarze Fliege und Shorts tragen würde“, sagte er.

Todd Blodgett sagte, daß ihm Benedict Hastings diese und andere Rechnungen in bar erstattete, als er in die Stadt zurückkehrte. Er sagte, daß er die Details über diese Geschäfte erst in dieser Woche erfuhr, und daß er seinem Freund seit sechs Jahren „vertraut“.

Jerry Seper trug zu diesem Bericht bei.

Hier finden Sie den Originalartikel, Homosexual prostitution inquiry ensnares VIPs with Reagan, Bush — ‘Call boys’ took midnight tour of White House.

Wie naiv war eigentlich Hans Meiser, als er dachte, er könnte unter seinem Namen über Deutsche Minister im Bordell und Bundestagsabgeordnete als Kinderschänder berichten?

Hans Meiser und die Staatsgeheimnisse – Warum der bekannte Fernsehmoderator Insolvenz anmelden musste

Hans Meiser ist einer der bekanntesten deutschsprachigen Fernsehmoderatoren. Auf RTL moderierte er die Sendung »Notruf«, produzierte »Der heiße Stuhl«, die Talkshows »Bärbel Schäfer« sowie »Hans Meiser« und war auch als Quizmaster tätig. Der Mann ist ein lebendes Erfolgsrezept. Irgendwann hatte Hans Meiser die Nase voll von seichten Sendungen. Er wollte den Deutschen in einem Nachrichtenmagazin Dinge präsentieren, die sie noch nie gehört hatten: Deutsche Minister im Bordell, Bundestagsabgeordnete als Kinderschänder und viele andere wahre Begebenheiten. Doch das waren Staatsgeheimnisse. Und Hans Meiser traf auf eine Mauer des Schweigens. Seine Fernseh-Produktionsfirma hat nun Insolvenz angemeldet. Das freut die Hüter der Staatsgeheimnisse.

In der Leyboldstraße 12 in Köln-Hürth ist der Sitz der Fernsehproduktionsgesellschaft CreaTV. Zusammen mit Erich Wagner hat Hans Meiser dort ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut. Nun musste die Firma Insolvenz anmelden. Und Journalisten berichten, die von Hans Meiser produzierten Formate seien »offenkundig nicht mehr gefragt«. Das Gegenteil war der Fall. Hans Meiser und Erich Wagner hatten eine lange Liste mit Geschichten recherchieren lassen, die offenkundig als Staatsgeheimnisse angesehen werden. Die großen Fernsehsender waren begeistert, mochten sich allerdings mit den brisanten Reportagen nicht die Finger verbrennen.

Hans Meiser hatte im Print-Bereich schon einen Kooperationspartner gewonnen: den Bild-Chefredakteur Kai Diekmann. Die Bild-Zeitung war grundsätzlich bereit, exklusiv am Ausstrahlungstag vorab über die brisanten Fernsehreportagen der geplanten neuen Meiser-Produktion zu berichten – vorausgesetzt, sie waren gut recherchiert, hieb- und stichfest und hatten einen guten Sendeplatz. Hans Meiser hat vielen leitenden Redakteuren bei den bekannten Fernsehsendern eine lange Liste mit wahrlich exklusiven Geschichten vorgelegt.

Ausnahmslos alle Verantwortlichen waren bei den von Hans Meiser angesprochenen Fernsehsendern zunächst begeistert – dann bekamen sie kalte Füße und dachten an ihre eigene Zukunft. Kurzum: Keiner wollte die brisanten Themen im Programm haben.

Was aber waren das für Geschichten? Nachfolgend eine kleine Auswahl von mehr als 100 Themen, die eigentlich ein neues investigatives Sendeformat ergeben sollten:

Hans Meiser wollte einige Namen einer Liste von mehr als 100 deutschen Prominenten veröffentlichen, die neben Michel Friedman Kunden eines exklusiven Call-Girl-Rings gewesen waren. Hans Meiser verstand nicht, warum einzig Michel Friedman 2003 in Zusammenhang mit Zwangsprostituierten in die Schlagzeilen geriet, der Bundesinnenminister die Akte zur Chefsache machte und die Namen der anderen Kunden (unter ihnen ein Fußballtrainer, drei Fußballer der Bundesliga, zwei Schlagersänger, 17 Politiker, acht Unternehmer und 34 Journalisten) aber von der Bundesregierung wie ein Staatsgeheimnis gehütet wurden. Hans Meiser hatte viele solcher Geschichten.

Hans Meiser bot den Fernsehsendern einen Bericht über Bundestagsabgeordnete an, die regelmäßig vom Bundestag mit einem Taxischein – also auf Kosten der Steuerzahler – auf den Berliner Kinderstrich fuhren. Hans Meiser berichtete über einen ehemaligen deutschen Minister, der Stammgast in einem Berliner Bordellbetrieb ist und dort stets für Ekel unter den Prostituierten sorgt, weil sie sich in seiner Gegenwart stets eine Flasche Piccolo in den After schieben mussten – der Herr Minister pflegt den Inhalt der Flasche dann zu trinken. Der Herr Ex-Minister wirkt im Fernsehen immer so sympathisch – da kennen ihn zwei Berliner Prostituierte völlig anders. Sie bekommen Brechreiz, wenn sie den Mann sehen – aber sie brauchen das Geld. Es gab Belege für alle vorgenannten Geschichten. Und es gab bei Weitem nicht nur Rotlichtgeschichten. Hans Meiser hatte recherchieren lassen, welche Unternehmer und Politiker bestechlich waren. Und er hatte recherchieren lassen, welche Politiker eine kriminelle Vergangenheit hatten – und, kaum im Amt, die eigene Ermittlungsakte vernichten ließen.

Die Fernsehproduktionsgesellschaft CreaTV hatte Material, das kein anderer Sender in Deutschland hatte. Und nun meldete man Insolvenz an. Ein Verantwortlicher bei einem privaten Fernsehsender sagte Hans Meiser bei einem Treffen, die brisanten Themen seien wirklich gut und garantierten hohe Einschaltquoten. Er werde den Zuschauern aber vorsichtshalber lieber weiterhin Seifenopern vorservieren – alles andere sei politisch nicht durchsetzbar und schade der eigenen Karriere.

Nachdem Hans Meiser dieses Produktionsvorhaben bei vielen großen Sendern bekannt gemacht hatte, hieß es, seine Formate passten nicht ins Programm. Kurz: Es gab keine Aufträge mehr. Warum nur?