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Trayvon Martin: Die Wiederbelebung von Rodney King

2012/04/28

Ben Shapiro schließt liberale linke Gedächtnislücken.

(Anmerkungen in Klammern)

Die Wirtschaft ist marode. Ein Schwarzer kommt unter weniger als klaren Umständen zu Schaden, die Rassenhetzer sind schnell dabei und verkünden, daß der gewalttätige Vorfall Amerikas endemischen Rassismus symbolisiert. Die Männer, die für den Vorfall verantwortlich sind, kommen vor Gericht und werden weitgehend freigesprochen. Der Präsident der Vereinigten Staaten steckt mitten in seiner Wiederwahl und zerreißt das Urteil.

Dies ist der Fall Rodney King. Und daran muß erinnert werden, weil die Ähnlichkeiten zwischen ihm und dem Fall Trayvon Martin viel zu unheimlich sind, als daß man sie ignorieren könnte. Und es muß daran erinnert werden, daß der Fall King mit einer amerikanischen Großstadt endete, die in Flammen stand.

Am 2. März 1991 fuhren Rodney King und zwei seiner Freunde, Bryant Allen und Freddie Helms, durch Los Angeles. King fuhr betrunken — wahrscheinlich mit dem Doppelten der gesetzlichen Promillegrenze. Zwei Polizisten sahen King um 00.30 Uhr bei einer Geschwindigkeitsübertretung. Sie verfolgten King durch die Straßen von Los Angeles, wobei King mit Bleifuß und über 130 kmh (80 mph) durch Wohngebiete raste. King gab später zu, daß er versuchte, den Polizisten zu entkommen, weil ihn ein Alkohol- oder Drogenmißbrauch am Steuer als Bewährungsverstoß bei einer Anklage wegen Raubes wieder zurück ins Gefängnis gebracht hätte.

Schließlich war Kings Fahrzeug von Polizisten umgeben. Allen und Helms stellten sich ruhig und wurden nicht verletzt. King weigerte sich jedoch, aufzutauchen und blieb im Fahrzeug. Als er das Fahrzeug verließ, griff er nach seinem Hosenbund; einer der Polizisten zog die Waffe und befahl King, sich auf den Boden zu legen. Er folgte. Doch als ihn vier Polizisten — Laurence Powell, Timothy Wind, Theodore Briseno und Rolando Solano — überwältigen wollten, teilte er aus. Stacey Koon taserte King dann. King weigerte sich jedoch, nach unten zu gehen. Die Polizisten, denen bekannt ist, daß Taser diejenigen, die davon getroffen werden, sofort flachlegen, glaubten, daß King auf PCP (Phencyclidin) war.

Das ist der Zeitpunkt, als die berühmte Aufnahme begann. Powell, Wind, und Briseno fingen an, King zu schlagen, der wiederholt versuchte, aufzustehen. Nach 56 Schlägen lag King schließlich still.

Die Polizei lehnte das Video zunächst ab; die Person, die es aufgenommen hatte, gab es dann den Medien. Der Aufschrei war ohrenbetäubend. Die vollständigen Fakten des Falles wurden der Öffentlichkeit nicht mitgeteilt — dem Publikum wurde der Eindruck vermittelt, daß die Polizisten einfach beschlossen, einen etwas unkooperativen Schwarzen zu verprügeln.

Koon, Powell, Briseno und Wind wurden des Einsatzes unverhältnismäßiger Gewalt angeklagt. Das Schwurgerichtsverfahren sollte ursprünglich in einer Gegend stattfinden, in der Minderheiten vorherrschen, wurde aber nach Simi Valley verlegt, eine sehr weiße Gegend. Die vier Polizisten wurden im Wesentlichen freigesprochen.

Und die Unruhen brachen aus. Gewaltige Unruhen in South Central Los Angeles. Geschäfte wurden geplündert. Insbesondere Geschäfte von Asiaten wurden zum Ziel der Angriffe und bis auf den Boden niedergebrannt.

Und die Rassenhetzer machten weiter. Sie erklärten, daß die Polizisten freigesprochen wurden, weil Weiße erfreut waren, zu sehen, wie King verprügelt wird. Die Demokratische Kongreßabgeordnete für Kalifornien Maxine Waters wurde schnell zur Anwältin für die Aufständischen und verlangte, daß Präsident George H. W. Bush eine Erklärung veröffentlicht, die das Urteil anprangert und eine Untersuchung durch das Justizministerium ankündigt.

Und Präsident Bush folgte: „Von außerhalb des Prozesses betrachtet war es schwer zu verstehen, wie das Urteil mit dem Video übereinstimmen könnte. Diese Bürgerrechtler, mit denen ich mich traf, waren verblüfft. So wie ich und Barbara und meine Kinder.“

Bis zum Ende der Unruhen waren 53 Menschen getötet worden, fast 2.400 verletzt, und mehr als 3.000 Geschäfte beschädigt. Die finanziellen Verluste betrugen fast 1 Milliarde Dollar.

Machen Sie sich bereit. Im Fall Trayvon Martin finden sich die gleichen Elemente. Die anfängliche Raserei der Medien schürte die Emotionen des amerikanischen Volkes, ohne ihnen sämtliche Fakten mitzuteilen. So wie Rodney King der Öffentlichkeit als anständiger Kerl präsentiert wurde, den die Polizei gezielt verfolgte, wurden Trayvon Martins engelsgleiche, fünf Jahre alte Bilder hervorgekramt und von den Medien als Blume der amerikanischen Jugend verbreitet. So wie die Polizisten im Rodney-King-Prozeß schnell — ohne Beweise — als Rassisten verteufelt wurden, so wurde auch George Zimmerman schnell als weißer Rassist dargestellt, obwohl er nach dem meisten, was man hört, ein nicht-rassistischer Lateinamerikaner ist. So wie die Rassenhetzer aus der Versenkung auftauchten, um im Namen für Rodney King politische Aufklärungsarbeit zu leisten, so arbeiten sie es auch mit Trayvon Martin. So wie ein kleinmütiger Präsident dem politischen Druck eines Kommentars zu Rodney King nachgab, so prescht auch in diesem Fall ein rassenhetzerischer kleinmütiger Präsident in die Schlacht.

Und wird es Unruhen geben? Nach Twitter zu urteilen, lautet die Antwort sicherlich ja. Es gibt nicht genügend Hinweise, um Zimmermann zu verurteilen. Es gibt aber mehr als genug Hinweise darauf, daß diejenigen, die für Rodney randalierten, nur allzu gerne bereit sind, das gleiche für Trayvon zu tun.

Hier finden Sie den Originalartikel, Trayvon Martin: Rodney King, Redux.

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