Archive for the ‘Raumfahrt’ Category

Herr Schmitt auf dem Mond

2014/02/04

Das ist Astronaut Harrison »Jack« Schmitt mit der amerikanischen Flagge und, ein wenig im Hintergrund, einem Bild der Erde, hier veröffentlicht vom basisdemokratischen Informationsdachverband Wikipedia mit freundlichen Grüßen von der NASA.

Fake

Das ist ein mit Maßen ergänzter Größenvergleich von Erde und Mond aus derselben Quelle.

0402

Wer den Dreisatz anwendet, errechnet entweder, daß der Monddurchmesser 27 Prozent des Erddurchmessers oder der Erddurchmesser 367 Prozent des Monddurchmessers beträgt.

Würde Herr Schmitt einen Mond mit einem Durchmesser von 27 Prozent des Erddurchmessers von der Erde aus sehen, sähe ein solcher Mond so aus.

0403

Genauer gesagt so, denn Herr Schmitt würde ja auf der Erde stehen.

0404

Ein Mond in gewohnter Größe sähe dagegen so aus.

0405

Oder so.

0406

Oder so.

0407

Und eine Erde mit einem Durchmesser von 367 Prozent des Monddurchmessers, die Herr Schmitt vom Mond aus sehen würde, sähe dagegen so aus.

0408

Oder so.

0409

Viel Spaß beim Diskutieren.

»Mondgestein« in holländischem Museum ist nur versteinertes Holz

2013/11/10

Die investigativen Journalisten von ASSOCIATED PRESS über unbeantwortete Fragen.

'Moon rock' in Dutch museum is just petrified wood

27. August 2009 — Es ist kein grüner Käse, es könnte aber genauso gut welcher sein. (Anm.: Das Land des grünen Käses war laut US-Presse das, worin Neil Armstrong seine Fußstapfen machte.)

Das niederländische Nationalmuseum sagte am Donnerstag, daß eines seiner wertvollsten Besitztümer, ein Felsgestein, der angeblich von US-Astronauten vom Mond mitgebracht wurde, einfach nur ein Stück versteinertes Holz ist.

Rijksmuseum-Sprecherin Xandra van Gelder, die die Untersuchung, die bewies, daß das Stück eine Fälschung war, beaufsichtigte, sagte, das Museum werde es trotzdem als Kuriosität behalten.

»Es ist eine gute Geschichte, mit ein paar Fragen, die immer noch unbeantwortet sind«, sagte sie. »Wir können darüber lachen.«

Das Museum erwarb den Stein nach dem Tod des ehemaligen Ministerpräsidenten Willem Drees im Jahr 1988. Drees erhielt ihn am 9. Oktober 1969 vom damaligen US-Botschafter William J. Middendorf, als privates Geschenk bei einem Besuch der drei Apollo-11-Astronauten im Rahmen ihrer »Großer Schritt«-Tournee (»Giant Leap« goodwill tour) nach der ersten Mondlandung.

Middendorf, der in Rhode Island lebt, erklärte der niederländischen Rundfunkanstalt NOS, daß er den Stein vom US-Außenministerium bekommen hatte, konnte sich aber nicht an die genauen Details erinnern.

»Ich erinnere mich, daß [Drees] an dem kleinen Stück Stein sehr interessiert war«, wurde Middendorf von NOS zitiert. »Aber daß es nicht echt ist, darüber weiß nichts.«

Er konnte am Dienstag nicht sofort für einen Kommentar erreicht werden. (Anm.: Wozu?)

Die US-Botschaft in Den Haag sagte, sie würde die Sache untersuchen.

Das Museum hatte das Mondgestein mit einem Anruf bei der NASA überprüft, sagte Van Gelder.

Sie sagte, die Raumfahrtbehörde erklärte dem Museum dann, daß es möglich wäre, daß die Niederlande einen Stein erhalten hatten: Die NASA gab in den frühen 1970er Jahren mehr als 100 Ländern Mondgestein, dieses stammte aber von späteren Missionen.

»Offenbar dachte niemand daran, es zu bezweifeln, da es aus der Sammlung des Ministerpräsidenten kam«, sagte Van Gelder.

Der Stein wird in der Regel nicht ausgestellt; das Museum ist vor allem bekannt für seine Gemälde und andere Werke der schönen Kunste von Meistern wie Rembrandt.

Der schroffe Stein in Faustgröße mit rötlicher Tönung wurde ausgestellt, und das Schild darunter besagt: »Mit den besten Empfehlungen des Botschafters der Vereinigten Staaten von Amerika … zum gedenken des Besuchs der Apollo-11-Astronauten in den Niederlanden.« Das Schild besagt nicht, daß das Felsgestein von der Oberfläche des Mondes atammt.

Es wurde bei der Eröffnung einer Ausstellung über die Erforschung des Weltraums überreicht.

Es wurde im Jahr 2006 ausgestellt und ein Weltraumexperte informierte das Museum, es sei unwahrscheinlich, daß die NASA, drei Monate nachdem Apollo zur Erde zurückkehrte, irgendwelches Mondgestein verschenken würde.

Forscher der Freien Universität Amsterdam sagten, sie könnten auf einen Blick sehen, daß das Felsgestein wahrscheinlich nicht vom Mond stammte. Nach dem Erstbewertungsgutachten erfolgten durch sie umfangreiche Tests.

»Es ist ein uninteressanter, ziemlich wertloser Stein«, schloß Geologe Frank Beunk in einem Artikel, den das Museum veröffentlichte.

Er sagte, der Stein, den das Museum einst für mehr als eine halbe Million Dollar versicherte, wäre nicht mehr als 50 Euro/70 Dollar wert. (Anm.: Wurden in den mehr als 100 Ländern weitere Steine versichert? Falls ja, wer verkaufte die Versicherung?)

Van Gelder sagte, eine wichtige unbeantwortete Frage ist, warum Drees der Stein gegeben wurde. Im Jahr 1969 war er 83 Jahre alt und seit 11 Jahren aus dem Amt. Auf der anderen Seite war er der erfahrene Staatsmann des Landes, der Premierminister, der half, die Niederlande nach dem Zweiten Weltkrieg wieder aufzubauen.

Middendorf war von 1965 bis 1969 Schatzmeister des »Republikanischen Nationalkomitees« (»Republic National Committee«), als ihn Präsident Richard Nixon in die Niederlande sandte.

Hier finden Sie den Originalartikel, ‚Moon rock‘ in Dutch museum is just petrified wood.

Siehe auch die Erklärung von Janice Dodero und Stanley Kubrick, wie man auf den Mond fliegt, ohne darauf zu landen:

DIE GROSSE MONDLANDUNG: Die Wahrheit ist endlich raus!

Die NASA schickt einen Golfwagen zum Mars

2012/09/06

Bernard Grover über die große Marslandung.

Der ganze übertriebene Rummel um die Landung des Mars-Rovers Curiosity ist wirklich witzig. Vom Himmel fielen Begriffe wie „größte“, „komplexeste“, „ambitionierteste“ und „ehrgeizigste“, so wie das Marsgefährt selbst. Ehrlich gesagt fordert das dazu auf, den Bezug zur Wirklichkeit zu überprüfen, was wir hier gerne tun.

Zunächst einmal ist die Curiosity ein wenig mehr als 40 Jahre zu spät, um all die großen Titel zu beanspruchen. In den Jahren 1970 und 1973 landete die Sowjetunion zwei Mond-Rover namens Lunokhod 1 und 2. Sie waren etwa gleich groß und schwer und hatten mehr oder weniger die gleichen Spielsachen an Bord wie die Curiosity, einschließlich Laser- und Strahlungsdetektor.

„Lunokhod“ bedeutet übrigens „Moon Walker“, damit wurde also sogar Michael Jackson abgehängt.

Zusammmengerechnet hielten diese Rover etwas mehr als ein Jahr und reisten etwa 16 km. Sie gruben Steine aus und machten Fotos wie die Curiosity. Wenn Sie berücksichtigen, daß mittels dieser Rover noch Laserstrahlen von der Erde reflektiert werden, um die genaue Entfernung zum Mond zu messen, dann arbeiten sie seit über 40 Jahren.

Wie sieht es also mit der ehrgeizigsten Mission aus? Nun, beginnen wir damit, was Curiosity kann. Curiosity kann Fotos machen, Steine bohren und Schmutz sammeln. Das erklärte Ziel lautet, „Lebensbausteine“ zu finden. Könnte es etwas Ehrgeizigeres geben?

Nun, lassen wir die Apollo-Mond-Landungen einmal vollständig außer Acht, so, wie es anscheinend das Curiosity-Medien-Team getan hat. Beschränken wir uns stattdessen nur auf Roboter-Missionen. Und wenn wir den Ehrgeiz anhand der wissenschaftlichen Ziele messen, dann denke ich, die Idee, auf einer anderen Welt nach echtem Leben zu suchen, würde Steine übertrumpfen. Wenn wir den Ehrgeiz also anhand der möglichen Bedeutung der gewonnenen Daten messen, dann wäre die Suche nach wirklichem Leben, und nicht nur nach „Lebensbausteinen“, viel ehrgeiziger.

Eine solche Messung hat zur Folge, daß die Auszeichnung für reinen Ehrgeiz an die beiden Viking-Lander des Jahres 1976 geht. Diese ganz schön großen Lander hatten Biolabore an Bord und tatsächlich den Auftrag, Leben zu finden. Und sie taten es in jeder Hinsicht. Der Forschungsleiter für eines der Experimente, Gil Levin, kämpft seit 36 Jahren, damit irgendjemand von dieser Tatsache Kenntnis nimmt.

Seltsamerweise hat jede Mission zum Mars seit Viking nichts anderes getan, als Urlaubsfotos zu schießen und Steine nach „Zutaten“ und „Lebensbausteinen“ zu beschnuppern. Selbst wenn man argumentiert, daß die Viking-Ergebnisse mehrdeutig oder chemisch verunreinigt waren, verbietet die Möglichkeit, Leben zu finden, dann einen weiteren Versuch?

Ein weiteres Beispiel? Wie wäre es mit dem sowjetischen Venera-Lander? Im Jahr 1970 landeten wieder die Sowjets die erste Maschine auf einem anderen Planeten. Hinzu kommt, daß sie eine erdähnliche Schwerkraft bewältigen mußten, eine säurehaltige Wolkenschicht, einen 90 mal höheren Druck als auf der Erde und Oberflächentemperaturen von rund 460 °C. Venera 7 hatte erstmals Erfolg und sendete sogar vier Monate lang Daten.

In Anbetracht des Stands der damaligen Technologie und der Tatsache, daß niemand zuvor eine Maschine auf einem anderen Planeten landete, ganz schön ehrgeizig.

Wo bleibt da der übertriebene Rummel um die Curiosity-Mission? Sie ist offensichtlich nicht die ehrgeizigste Mission. Sie behandelt keine Fragen, die andere Orbiter und Lander nicht bereits hinreichend untersucht hätten. Sie ist nicht die erste Mission, aber vielleicht die größte, aber nur durch ein paar Kilogramm mehr Gewicht. Das einzig Große an dieser Mission waren die HD-Kameras und die Landung .

Der „Sieben schreckliche Minuten“ genannte Landevorgang erinnerte bemerkenswert an die Aktionen einer „Rube-Goldberg-Maschine“. Einzigartig ist die Landung wegen dem ganzen Mist, der im Umkreis von einer halben Meile um den Rover zurückblieb, darunter zwei Wolfram-Gewichte, ein Hitzeschild, ein riesiger Fallschirm mit einer Menge Seilen an einer Abdeckhaube und ein Raketenaufsatz, der für die kurze Zeit, die er auf der Bühne war, ziemlich viel Gelände in Anspruch nahm. Die Landung war auch insofern bemerkenswert, als daß sie verdammt nah am Zielpunkt lag.

Was die netten HD-Kameras betrifft, diese werden von Mike Malin von „Malin Space Science Systems“ kontrolliert. Mike Malin ist seit über zehn Jahren dafür bekannt, den Leuten, die für die Bilder bezahlten, nicht die Bilder mit der vollen Auflösung zu zeigen. Die wenige Male, als er gedrängt wurde, ein paar Bilder zu zeigen, vermasselte er sie, indem er alles, was irgendwie von Interesse war, verschwinden ließ. In anderen Worten: Ich werde nicht meinen Atem anhalten, bis die hochaufgelösten Fotos dieses Rovers zu sehen sind.

Was gibt es sonst noch, außer dem übertriebenen Rummel?

Das Rover-Management-Team redet davon, nach Wasser zu suchen. Um Gottes willen, bitte, darf ich helfen? Es gibt zwei Polkappen, randvoll mit Wasser. Die Viking-Sonden sendeten Fotos von Schnee. Es gibt Tausende an Bildern von Wasserwolken. Der Phoenix-Lander grub Eis aus. Es gibt überall Wassersickerungen. Und wenn Sie Ihren Augen trauen, gibt es sogar großartige Bilder von Seen und Teichen.

Sie erzählen uns, daß sie nach „Lebensbausteinen“ suchen. Bitte lassen Sie mich noch einmal helfen. Die Viking-Lander fanden in der Erde Mikroben. Und in einigen dieser Seen und Teiche gibt es etwas, das aussieht wie Algen, die mit den Jahreszeiten wachsen und sterben. In der Nähe des Südpols gibt es Wälder mit riesigen bäumähnlichen Dingen. Und Gott, was ist mit all den Pyramiden, Kuppeln, Bauten und riesigen Skulpturen?

Am Ende sind wir da, wo wir bereits 1976 waren, nur einige Milliarden Dollar ärmer. Sicher, wir haben viele schöne Bilder, aber keine mit einer wirklich guten Qualität. Die sind für die persönliche Sammlung von Mike Malin. Sicher, wir haben Unmengen an Daten vom Beschnuppern von Steinen, aber das begeistert nur ein paar verrückte Professoren. Im Grunde haben wir eine weitere Multi-Milliarden-Dollar-Werbung für Steine und Urlaubsbilder.

Verdienen wir nach 36 Jahren und zig Milliarden nicht etwas mehr als sieben schreckliche Minuten?

Bernard Grover ist freiberuflicher Schriftsteller / Produzent / Regisseur und lebt in Jakarta, Indonesien. Seine Arbeiten erschienen in Film und Fernsehen und in wichtigen Publikationen. Er veröffentlicht die Blogseite „Life on the Far Side“ und „Radio Far Side“.

Hier (und hier) finden Sie den Originalartikel, NASA Sends a Golf Cart to Mars (Hype and Hyperbole).

DIE GROSSE MONDLANDUNG: Die Wahrheit ist endlich raus!

2012/04/01

Janice Dodero und Stanley Kubrick erklären, wie man auf den Mond fliegt, ohne darauf zu landen.

(Anmerkungen in Klammern)

In dieser Woche (am 20. Juli 2011) jährte sich zum 42. Mal der Tag der Apollo 11 Landung. Eine gute Zeit, um offiziell eine meiner frühesten Arbeiten zu veröffentlichen.

Im Frühjahr 1969, als ich noch Journalismus studierte, wurde ich von der LA Times beauftragt, einen Artikel zu schreiben, der die Behandlung der Raumfahrt in Hollywood mit dem Apollo-Programm selbst vergleicht. Es sollte einer ihrer 08/15-Artikel werden, die in der Sonntagsausgabe landen.

Nun, daraus sollte mehr werden, als ich erwartet hatte.

Mein Artikel wurde der Öffentlichkeit fast 41 Jahre vorenthalten, aber ich kann darauf nicht ewig sitzen. Die meisten Hauptpersonen sind tot und ich werde letzten Endes auch nicht jünger. Also, was auch immer geschieht, hier ist meine Geschichte.

Wie Shakespeare vor fast 600 Jahren sagte: „Die Wahrheit wird an den Tag kommen.“

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

17. April 1969

Ich wanderte mehr als eine Stunde über das MGM-Studiogelände, bevor ich es sah. Es war ein typisch dunstiger, für die Lungen besonders anstrengender Tag in Los Angeles. Schließlich stolperte ich über den wenig genutzten Bühnenraum, der weit hinten versteckt war, direkt neben der alten Bahnhofskulisse. Die Gegend sah verlassen aus und das einzige Geräusch kam von den Zikaden, deren Lärm sich gnadenlos in mein Hirn bohrte.

Ich war kurz davor, umzudrehen und zu meinem Auto zurückzukehren, als ich meinen Namen hörte.

„Jan, hier drüben.“

Es war Stanley Kubrick und er kam mit schnellem Tempo auf mich zu. Ich hatte ihn vor ein paar Jahren bei einem Vortrag getroffen und spürte, daß er sternhagelvoll war; an jenem Abend bot ich an, sein „Fahrer“ zu sein. Wir wurden danach schnell Freunde.

„Jan, ich bin so froh, daß du gekommen bist. Du bist die einzige, der ich vertrauen kann.“

„SK, du alter Bastard. Du machst es immer so dramatisch und geheimnisvoll. Was ist denn hier los? Warum hast du mich ans letzte Ende vom MGM-Studiogelände geholt?“

„Wir können hier nicht reden. Folge mir.“

Er führte mich in Richtung Bühnenraum. Wir hielten an der Tür.

„Jan“, sagte er, „was jetzt kommt, wird irre, wenn Du diese hippe Übertreibung entschuldigst. Aber ich muß Dich bitten, kein Sterbenswörtchen zu sagen, zu niemandem“.

„Aber …“

„Kein Aber. Du kennst den alten Witz über den CIA-Agenten, der gefragt wurde, was sein Job ist und er antwortete: ‚Ich könnte es Ihnen sagen, aber dann müsste ich Sie töten.‘ Also, Du kannst mich beim Wort nehmen, Jan. Was Du zu sehen bekommst, ist kein Witz.“

Meine Neugier war stärker als ich und stimmte erst einmal zu, ruhig zu sein.

Er schwang die Tür auf und eine Kakophonie aus Hämmern und Sägen füllte sofort die staubige Luft. Kubrick führte mich hinein und schloß hinter uns schnell die offensichtlich schalldichte Tür.

Ich keuchte, als ich versuchte, alles, was vor mir war lag, aufzunehmen.

„Ziemlich beeindruckend, das sage sogar ich“, sagte Kubrick.

„S.. s.. s.. Stan, was ist das, eine Kulisse, die von ‚2001‘ übrig ist?“, stammelte ich.

„Willkommen auf der Oberfläche des Mondes“, verkündete Kubrick stolz. „Jungs, etwas weniger Lärm, geht das? Ich versuche, zu sprechen.“

Er begleitete mich durch die Kulisse und stellte mich ruhig den meisten vor. Ich konnte das Gefühl nicht loswerden, daß ich nicht länger in Kansas war. Schließlich fand ich meine Stimme wieder.

„Ist das eine Art von Museums-Diorama, Stan?“

Kubrick legte den Finger an seine Lippen und winkte mir, ihm in sein kleines Büro zu folgen.

„Nein. Das ist alles real, oder zumindest so real, wie wir es machen können, angesichts der Technologie, mit der wir arbeiten müssen. Und für den Rest der Welt wird dies praktisch die einzige ‚Mondoberfläche‘ sein, die jemals bekannt sein wird.“

„Was redest du da?“

„Jan“, sagte er, „Du wirst sich hinsetzen müssen, für den Rest davon“.

Ich akzeptierte und wühlte in meiner Tasche nach meinem Notizblock.

„Nein. Steck das weg“, sagte er. „Das ist alles ‚inoffiziell‘. Halte einfach nur die Ohren auf, weil es sein könnte, daß ich Dich daran erinnern muß, zu einem späteren Zeitpunkt in der Zukunft.“

„Anfangen müssen wir weit zurück im Kalten Krieg. Im Grunde genommen haben wir uns mit der Sowjetunion seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs eine psychologische Schlacht geliefert. Es war ein endloser Wettlauf im Anpinkeln. Der Sputnik-Start war für uns ein schweren Schlag, und seitdem haben wir uns abgerackert, um aufzuholen.

Erst packten sie einen Hund in die Umlaufbahn, und dann schickten wir ein paar Schimpansen hoch. Sie schickten weitere Hunde hoch. Schließlich wurde Juri Gagarin der erste Mann im All, und vor allem, der erste Russe. im nächsten Jahr folgt John Glenn, aber es schien, daß wir gegen die Ruskis einfach keinen Boden wettmachen konnten.“

„1962 erhöhte Kennedy dann den Einsatz. Er behauptete, daß wir gegen Ende des Jahrzehnts einen Mann auf den Mond setzen und ihn sicher zurück zur Erde bringen würden.

Mist verdammt, die NASA machte sich in die Hosen, als sie das hörte. Du siehst, es war nie ein Problem, einen Mann auf den Mond zu bekommen, aber, ihn wieder zurück zu bekommen, war nach Meinung jedes Wissenschaftlers eine unglaublich harte Nuß.“

„Offensichtlich hat sich das alles geändert, richtig? Es wird erwartet, daß Apollo 11 in ein paar Monaten startet“, sagte ich.

„Hier wird es jetzt ein wenig knifflig, Jan. Die NASA hat alles versucht, um Kennedys Frist einzuhalten, aber es war nicht drin. Es wird einfach nicht passieren. Das ist der Punkt, wo ich ins Spiel komme.“

In meinem Hirn begann ein Licht zu flackern.

Stan fuhr fort: „Ich wurde nach der Premiere von ‚2001‘ von jemandem angesprochen, der ungenannt bleiben soll, und ich wurde gebeten, mein technisches Know-how in ein ‚spezielles Projekt‘ zu stecken, das die Regierung unternehmen würde.“

„Ach du Sch***e!“, rief ich aus. „Du wirst die Mondlandung fälschen!“

„Ich werde mein Bestes tun“, sagte er stolz.

„Wie wirst Du es geheim halten, Herrgott noch mal, Du hast hier draußen eine komplette Mannschaft die daran arbeitet?“

„Entspann dich, ich habe das abgesichert. Sie alle denken, sie arbeiten an einer Fortsetzung zu ‚2001‘. Und so weit es die ‚Astronauten‘ betrifft, sie sind alle CIA-Agenten.“

„Ich verstehe es nicht, Stan, warum erzählst Du es mir?“

„Ich brauche eine Versicherung Jan. Diese Regierungskerle sind schwierige Leute. Sie sind in der Lage, so ziemlich alles zu tun, um diese Geschichte unter Verschluß zu halten. Ich muß dafür sorgen, daß jemand anderes in der Geschichte mit drin ist.“

„Danke, alter Kumpel, willst du damit sagen, daß mein Hals da jetzt mit drin hängt?“

„Nicht ganz. Alles, was ich brauche, ist, daß Du die Details aufbewahrst. Ich werde den alten Trick benutzen: ‚wenn ich unerwartet sterben sollte, gibt es einen Brief, der geöffnet wird‘. Das funktioniert in den Filmen immer. Selbstverständlich wird Dein Name nie auftauchen.“

Ich lehnte mich zurück, kratzte mich am Kopf und sagte: „SK, Du hörst nie auf, mich zu überraschen.“

*****

Etwa zwei Monate später lief die „Moonwalk“ Mini-Serie vor einem weltweiten Fernsehpublikum. Für den durchschnittlichen Laien war sie überzeugend genug.

Doch mit dem, was ich wußte, war es einfach, die „Filmfehler“ ausfindig zu machen, wie Fahnen, die in einem vermeintlichen Vakuum flattern, nummerierte Requisiten wie „Mond“-Felsen, merkwürdiges Licht und schiefe Schatten.

~~~~~

Ich weiß, daß ich damit unmöglich in Verbindung gebracht werden kann, aber ich denke, ich werde das Geschäft des Schlafmittel-Konzerns (Seconal company: Schlafmittel-Konzern; Seconal ist der Handelsname für das Schlafmittel Secobarbital) noch für viele Jahre aufrecht erhalten.

Gezeichnet,

Janice Dodero, Juli 1969

~~~~~

Anmerkung der Redaktion: Jüngste Umfragen haben gezeigt, daß 20% der Bevölkerung glauben, daß die Mondlandung gefälscht wurde.

~~~~~

Informationen über die erste Movielady, Jessica Atwater — 1910-2008 — meine Mentorin, und einige ihrer klassischen Filmkritiken finden Sie auf www.movielady.com

Hier finden Sie den Originalartikel, THE GREAT MOON LANDING HOAX: The truth is finally revealed!