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Epsteins Mädchen-für-alles-„Erledigerin“: Ghislaine Maxwell, Tochter des toten Unternehmers, und die Mädchen, die sie für den Stall eines Pädophilen rekrutierte

2012/01/26

Sharon Churcher über den Pädophilen Jeffrey Epstein, gegen den Hollywood ein Kindergarten ist.

Es folgt noch ein übersetzter Artikel über Jeffrey Epsteins Gefängnisbesuch.)

(weitere Anmerkungen in Klammern)


Sein Mädchen für alles: Ghislaine und Epstein in Sandringham auf Prinz Andrews Jagdgesellschaft

Eine Frau ist in der sich ständig verändernden Auswahl von Frauen, mit denen sich Jeffrey Epstein umgibt, eine Konstante geblieben.

Ghislaine Maxwell, die glamouröse Tochter des verstorbenen und in Ungnade gefallenen Zeitunsunternehmers Robert Maxwell, unterscheidet sich von den anderen Frauen in Epsteins Leben in vielerlei Hinsicht, doch am offensichtlich ist sie, mit 49, viel älter. Sie ist auch Epsteins Mädchen für alles, seine Erledigerin — für seine Betätigung von zentraler Bedeutung.

Es war Ghislaine, die 1998 die 15-jährige Virginia Roberts als Epsteins ‚Masseuse‘ rekrutierte.

Virginia begegnete Epstein zum ersten Mal in seiner Villa in Palm Beach, wo sie von Ghislaine in den Massageraum geführt wurde. Nach einem bizarren Interview mit einem nackten Epstein befahl Ghislaine Virginia, ihren Anweisungen zu folgen.

„Sie verlangte von mir, daß ich meine Hand einöle, dann griff sie einen seiner Füße und fing an, ihn zu massieren. Sie befahl mir, den anderen Fuß zu nehmen“, sagt Virginia. „Dann befahl sie mir, daß ich mich ausziehe. Er hatte Sex mit mir.

Ghislaine sagte, ‚Sie hat ein Händchen dafür.‘ Und ich dachte: ‚Das sind wichtige Leute. Ich muß etwas richtig machen.'“

Nach dem Tod ihres Vaters, der im Jahr 1991 unter mysteriösen Umständen von seiner Yacht fiel — nach seinem Lieblings-Kind ‚Lady Ghislaine‘ genannt — floh Ghislaine nach New York.

Sein Tod enthüllte ein großes finanzielles Schwarzes Loch im Zentrum seines Zeitungsunternehmens ‚Mirror Group‘, einschließlich des Pensionsfonds der Mitarbeiter.

In Großbritannien war der Name Maxwell Dreck, da Betrugsverfahren, Konkurse und Blamagen die Familie umkreisten, doch in Amerika — mit ihrem Charisma, der Liebe für die Prasserei und einem Adressbuch, gefüllt mit gut vernetzten Freunden — wurde Ghislaine in der Manhattaner Gesellschaft zu einer festen Größe.

Sie und Epstein wurden bald unzertrennlich. Erst war von Heirat die Rede, dann hieß es, sie wären wie ‚ein altes verheiratetes Paar‘, doch Epstein würde sie nicht heiraten. Erst nach einer FBI-Untersuchung über seine sexuelle Ausbeutung von Teenagern kam heraus, daß sein Interesse minderjährigen Mädchen galt.

Laut Virginia half Ghislaine, den Weg für Epstein zu ebnen, die Mädchen sexuell zu mißbrauchen, die rekrutiert wurden, um ihn zu ‚massieren‘.

Doch sie verschaffte ihm auch den Eintritt in die britische Gesellschaft, einschließlich der Freundschaft mit Prinz Andrew, die bis Freitag (den 4. März 2011) dauerte — als der Prinz dramatisch verkündete, daß er jeden Kontakt abbricht.

Zwischen 2000 und 2001 waren Andrew und Ghislaine bei nicht weniger als acht Gelegenheiten zusammen.

Epstein war bei vier der Treffen anwesend — im Mar-a-Lago Club in Florida, wo Virginia rekrutiert wurde, in Phuket, auf einer Wochenend-Party in Sandringham, und auf Windsor Castle. Darüber hinaus ist Andrew oft in Epsteins New Yorker Stadthaus gesehen worden.


Virginia Roberts mußte sich als Schülerin kleiden; Nadia Bjorlin entkam im Alter von 13

Virginia sagt: „Ich fragte Ghislaine einmal, warum sie so viele Mädchen für Jeffrey hat, da sie angeblich seine Freundin wäre, und sie schienen eine fundierte, aber nicht monogame Beziehung zu haben. Sie antwortete: ‚Es nimmt den Druck von mir, Sex mit ihm zu haben.‘

Sie sagte, daß sie schlechte Zeiten erwischt hätte. Sie hätte kein Geld entsprechend ihrem Namen. Sie wäre blamiert. Jeffrey bot ihr einen Job und dann, glaube ich, wurde sie wegen ihrer Fähigkeit, Mädchen für ihn zu beschaffen und uns zu lehren, was er wollte, ein wichtiges Instrument für ihn.

Die Ausbildung, die sie mir gab, war sehr gründlich. Es begann an meinem ersten Tag nach dem ‚Interview‘. Ich fing an, seriöse (legitimate) Massagetechniken zu lernen.

Sie lehrte mich auch, ihn emotional glücklich zu halten. Sie sagte: ‚Sei gefällig (compliant). Sei immer fröhlich. Lächle immer viel.‘

Sie sagte mir, daß ich irgendwelche Freundinnen, die geeignet sein könnten, anschleppen sollte. Sie sagte, er mochte weiße Mädchen — keine schwarzen Mädchen, niemals. Wenn es ein Mädchen einer anderen Kultur (heritage) wäre, müßte sie zu eine KO-Schönheit sein.

Sie lehrte mich auch, welche Art von Kleidung ich kaufen soll. Sein Favorit war, mich als Schülerin zu kleiden, mit Zöpfen und kleinen Faltenröcken, und Kniestrümpfen. Ghislaine schickte mich zu einem Zahnarzt, um meine Zähne weißen zu lassen und ich ging zum brasilianischen Wachsen. Er wollte, daß ich vorpubertär aussehe.

Ghislaine selbst hatte kurze Abenteuer mit Männern, einschließlich eines berühmten Hollywood-Stars. Jeffrey hatte nichts dagegen. Er war sehr gut zu ihr.

Er kaufte ihr ein Haus in New York, ein Haus in London, einen Helikopter und ein Mercedes Cabrio.

Ein britisches Mädchen, Emmy Tayler, stand Ghislaine sehr nahe. Ihre Aufgabe war es, Besorgungen für Ghislaine zu machen und den Papierkram zu erledigen.

Emmy war nicht wirklich Jeffreys Typ, sie war üppig und älter. [Sie ist jetzt 36]. Jeffrey mochte Mädchen wie mich, mit Ballerina-Figur.

Emmy und ich standen uns sehr nahe, aber ich habe ihr nicht viel über mich erzählt, und sie mir nicht viel über sich.

Sie kam in die USA, um ein Modell oder eine Schauspielerin zu werden und sagte, sie begegnete Ghislaine in New York. Ghislaine versprach ihr einen großartigen Lebensstil, wie sie es mir versprochen hatte. Sie bekam eine Wohnung im gleichen Gebäude in New York wie ich.“

Die Mail on Sunday machte Emmy letzte Woche in einem Haus in einer exklusiven Oxforder Straße ausfindig. Auf die Frage nach einem Kommentar zu ihrer Zusammenarbeit mit Epstein und Maxwell sagte sie: ‚Ich möchte nicht mit Ihnen reden.‘

Ghislaine hielt auch ‚Proben‘ für Masseurinnen, die für Epstein auf seiner privaten Karibik-Insel, Little Saint James, arbeiten sollten.

Die Interviews würden auf der benachbarten Jungferninsel St. Thomas stattfinden, und die Kandidatinnen würden aufgrund ihres Aussehens gewählt werden.

Laut einem amerikanischen männlichen Masseur, der von 1998 bis 2001 für Epstein arbeitete und ihm kräftige Massagen gab, die die jungen Frauen nicht leisten konnten, wollte Ghislaine ebenfalls regelmäßig massiert werden.

Der Therapeut, jetzt 38, der nicht wünscht, genannt zu werden, sagt: „Immer wenn sie auf der Insel waren, würden sie anrufen und fragen, wann ich kommen könnte. Es war viel Geld, 100 Dollar pro Stunde.

Ich werde nie das erste Mal vergessen, als ich Ghislaine massierte. Ich betrat den Raum, um den Tisch vorzubereiten und sie stand völlig nackt da. Es war mir sehr peinlich, doch sie war völlig unbefangen.“


Skandal: Prinz Andrew trifft Virginia zum ersten Mal im Jahr 2001 im Alter von 17 Jahren

Als er Epsteins Villa mit fünf Schlafzimmern besuchte, mit Korallenwänden und atemberaubenden 360-Grad-Blick auf das Meer, sagt er: „Ich würde regelmäßig bis zu einem Dutzend nackte junge Frauen faulenzen sehen. Das Haus liegt offen, die Terrasse und das Pooldeck ist also zu sehen.

Im Hintergrund würde klassische Musik spielen, um eine sehr entspannte Atmosphäre zu erzeugen. Würden mir die Frauen vorgestellt werden, dann als seine ‚Sekretärinnen‘.“

Laut Virginia war Ghislaine die unangefochtene Führerin der Mädchen in Epsteins Gefolge. „Sie war lustig. Sie war ausgelassen.

Ich fürchtete mich, jemals nein zu sagen. Ich war immer gefällig. Ich wußte, wenn ich zu irgendetwas nein sagen würde, wäre ich auf der Straße“, sagt sie.

Sie fügt hinzu: ‚Ghislaine war eine Fotografin, und sie machte viele der Nacktbilder, die überall in den Häusern waren, darunter jenes von mir in einer Hängematte, das Bill Clinton und Andrew und alle ihre Besucher sehen mußten.

In einem Jahr wußte ich nicht, was ich Jeffrey zu seinem Geburtstag geben soll und Ghislaine sagte: ‚Gib ihm ein Foto von dir.‘ Ich hatte ein schönes Bild von mir, liegend, neben einem Baum, voll bekleidet, aber als ich es ihr zeigte, sagte sie, ‚Nein, das kannst du ihm nicht geben.‘ Sie nahm mich und legte mich nackt in eine Hängematte und legte ein Stück durchsichtiges Netz über mich und brachte mich mit offenen Beinen in Positur, ein bißchen provokativ, und das war das Bild, das ich Jeffrey zu geben hatte.“

Ein weiteres Mädchen, das Ghislaine für Epstein aussuchte, war Nadia Bjorlin, eine Schauspielerin aus der amerikanischen Seifenoper ‚Zeit der Sehnsucht‘ (‚Days Of Our Lives‘).

Jetzt ist sie 30 — sie war gerade 13, als sie die Aufmerksamkeit des Vermögensverwalters erregte. Ihre Mutter Fary, im Iran geboren, sprach letzte Woche über die aufwühlende Erfahrung der Familie. Nadias Vater, der gefeierte klassische Dirigent Ulf Bjorlin war gerade ein Jahr zuvor gestorben, und Fary sagt, sie glaubt, daß die trauernde Schülerin ein leichtes Ziel gewesen sein muß.

„Sie ging am berühmten Interlochen Music Centre in Michigan zur Schule, als sie Epstein begegnete“, sagt Fary.

„Meine Tochter war eine Sängerin. Sie war ein Baby. Sie war ein kleines dünnes Mädchen, nicht reif für ihr Alter. Sie war 13, aber jeder dachte, sie wäre neun oder zehn.

Epstein war ein großer Spender, und er hörte von Nadia und daß ihr Vater gestorben war, sie war also verwundbar, und er kontaktierte sie. Er sagte: ‚Hier ist meine Nummer.‘

Er sagte immer wieder: ‚Komm — wirst du kommen?‘ Er sagte, er wollte helfen, ihr Mentor zu sein. Ich ließ sie ihn nicht treffen. Was für ein Mann nähert sich einem jungen Mädchen und bittet sie, ihn zu treffen?“


Robert Maxwell, ehemaliger Besitzer des Daily Mirror, ertrank beim Segeln

Es war Ghislaine, die es schaffte, sich mit Fary und Nadia anzufreunden. „Ich vertraute Ghislaine, sie war wie eine Mutter. Sie rief immer an“, sagt Fary.

„Ghislaine wollte nicht, daß ich mich mit Epstein treffe, aber ich machte es trotzdem und fragte, was er mit Nadia wollte. Er sagte, er wollte ihrer Gesangskarriere helfen. Er sagte: ‚Ich möchte wie ein Patenonkel sein.‘ Es war unheimlich.

Ich hatte ein ungutes Gefühl und sagte: ‚Stop!‘ Ich sagte ihm, ‚Nein, danke. Sie braucht Ihre Hilfe nicht.‘ Ich hielt Nadia von ihm fern. Sie hat ihn nie allein getroffen. Sie ging nie irgendwo mit ihm hin.“

Erst mit Epsteins Verhaftung wurde Fary klar, welches Schicksal ihrer Tochter drohte.

Er fiel im März 2005 in Ungnade, als die Mutter eines 14-jährigen Mädchens die Polizei in Palm Beach kontaktierte und behauptete, er hätte sie sexuell belästigt.

Als die Ermittler das Mädchen befragten, erzählte sie ihnen, eine Freundin hätte sie in das Haus eines reichen Mann eingeladen, um eine Massage durchzuführen.

Sie sagte, daß ihr in dem Haus 300 Dollar gezahlt wurden, nachdem sie strippte und den Mann massierte, und den sie als Epstein identifizierte, nachdem er eine sexuelle Handlung beging.

Eines der erfolgreich rekrutierten jungen Mädchen war Johanna Sjöberg, ein brünettes Mädchen, das regelmäßig die Kirche besucht, die angeblich als gelegentliche Hilfe im Haushalt eingestellt wurde und dann zu erniedrigenden sexuellen Diensten bewogen wurde.

Johanna studierte am Atlantic College, Palm Beach, Psychologie, als Ghislaine sich ihr im Februar 2001 auf dem Campus näherte und ihr einen Job anbot. Für 20 Dollar pro Stunde sollte die 21-Jährige in Epsteins Haus die Telefone beantworten und Getränke servieren.

In Wirklichkeit wurde von ihr erwartet, Epstein zu massieren und im Laufe der Zeit wurden die Massagen zunehmend sexuell.

In der Bibliothek von Epsteins New Yorker Stadthaus traf Johanna Ostern 2001 Prinz Andrew, als Virginia ebenfalls anwesend war.


Die Yacht, auf der Maxwell zuletzt lebend gesehen wurde, benannt nach seiner Lieblingstochter Ghislaine

„Andrew saß in einem großen Ledersessel, dahinter war ein Schreibtisch mit Fotos von Mädchen und jungen Frauen, darunter das von mir in einer Hängematte“, sagt Virginia.

„Ich glaube nicht, daß es Andrew entgangen sein konnte, als er hereinkam.“

Der Prinz hatte von Ghislaine, die ebenfalls anwesend war, eine Spitting-Image-Puppe von sich bekommen. Johanna saß auf Andrews Knie und sagte, Ghislaine ließ Virginia auf seinem anderen Knie sitzen.

Ghislaine, erinnert sich Johanna, „legte die Hand der Puppe auf Virginias Brust, dann legte Andrew seine Hand auf meine Brust.“

Virginia sagt, sie schämte sich, als ihr klar wurde, daß sie an diesem Tag gerufen worden war, um den Prinzen zu unterhalten.

Sie fügte hinzu: „Viele Jahre mochte ich diese Leute wirklich. Aber jetzt fühle ich mich wütend und benutzt.“

Es war ihre zweite Begegnung mit ihm. Früher in jenem Frühling ist sie in Ghislaines Londoner Haus dem Prinzen vorgestellt worden. Andrew schaute vorbei, und er, Ghislaine, Epstein und Virginia, hatten Tee, bevor sie in ein Restaurant und dann zum Nachtclub Tramp gingen, wo Virginia mit Andrew tanzte.

Später kehrten alle vier zu Ghislaine Haus zurück, und Epstein machte ein Bild von Andrew mit seinem Arm um Virginias entblößte Taille. Später wurde sie mit Andrew allein gelassen.

Virginia begegnete Andrew ein letztes Mal auf Epsteins Karibikinsel.

Es war während eines anschließenden Ausflugs auf die Insel, daß Epstein sagte, er wolle von ihr sein Kind (ja, Sie lesen richtig: he wanted her to have his child) — was Virginia schließlich dazu veranlaßte, zu gehen.

Ein Sprecher von Ghislaine Maxwell sagte gestern Abend, daß sie im Zusammenhang mit Vorwürfen, die gegen Jeffery Epstein gemacht wurden, nie wieder von irgendwelchen Polizeikräften oder anderen Strafverfolgungsbehörden kontaktiert wurde.

Zusätzliche Berichterstattung: Peter Sheridan, Annette Witheridge und Samantha Lawton

Hier finden Sie den Originalartikel, Epstein’s Girl Friday ‚fixer‘: Dead tycoon’s daughter Ghislaine Maxwell and the girls she hired for paedophile’s stable.