Archive for the ‘Muslimbruderschaft’ Category

Die Assassinen der Illuminatensekte

2012/11/07

Dean Henderson mit Auszügen aus „Big Oil & Their Bankers“, Kapitel 3.

In den 1920er Jahren erweckte ein junger Ägypter namens Hassan Al-Banna die Muslimbruderschaft wieder zum Leben — ihren Ursprung hatte sie in der gleichen „Großen Loge von Kairo“ („Grand Lodge of Cairo“), die auch die Kabbalisten, Freimaurer, Templer und deren Illuminati-Vorstand hervorgebracht hatte. Al-Banna war ein Bewunderer von Adolf Hitler.

In den 1930er Jahren wurde seine Gruppe ein Arm des Nazi-Geheimdienstes. Während des Zweiten Weltkriegs besuchte der Großmufti von Palästina als Vertreter der Muslimbruderschaft Deutschland, um arabische Nazis für eine internationale SS-Division anzuwerben. Die in Kroatien ansässige Gruppe wurde als muslimische „Handschar-Division“ bekannt.

Der britische Geheimdienst stellte nach dem Krieg die Flüchtigen ein und schickte sie mit Hilfe der Franzosen nach Ägypten. Dort wurden sie an die CIA verkauft, die sie verwendete, um die aufkeimende linke arabische nationalistische Bewegung des ägyptischen Präsidenten Gamal Nasser zu infiltrieren und anzugreifen. Nasser verstaatlichte den Suezkanal, holte sowjetische Berater und verbot die Muslimbruderschaft. Der Führer der ägyptischen Muslimbruderschaft, Sayyid Qutb, erhielt vom saudischen König Faisal Zahlungen, um Nasser zu untergraben.

In den 1950er Jahren quartierte die CIA die Führer der Muslimbruderschaft nach Saudi-Arabien um, wo sie Madrasas eröffneten, die eine Mischung aus Nationalsozialismus und Wahhabismus lehrten. Scheich Abdallah Azzam war der Mentor von Osama bin Laden. MI6, Mossad und CIA förderten den faschistischen Wahhabismus, obwohl er von muslimischen Ländern mehr als 60 Mal als Ketzerei verurteilt wurde. Es wird nur in Saudi-Arabien und von den afghanischen Taliban praktiziert. Muslimbruderschafts-Führer Sayyid Qutb erklärte in den 1960er Jahren: „Amerika schuf den Islam.“

CIA-Direktor Allen Dulles war ein Anwalt für das Nazi-Kombinat „I.G. Farben“ und leitete während des Zweiten Weltkriegs den CIA-Vorgänger OSS (Office of Strategic Services). Nach dem Krieg war Dulles OSS-Chef in Bern, wo er dem Schweizer Nazi François Genoud half, das Nazi-Vermögen auf Schweizer Bankkonten zu transferieren. Im Jahr 1952 gründete Dulles in Lausanne die „Banque Commerciale Arabe“. Die Bank stellte einen Pakt zwischen der CIA und dem Muslimbruder Benoist-Mechin dar und besteht aus Mitgliedern der königlichen Familie Saud.

Teil dieses faustischen Paktes war, daß das Haus Saud dem US-Geheimdienst Informationen bereitstellt, wie man bewußtseinskontrollierte Mörder schafft. Die Muslimbruderschaft behauptet, diese Technik im 11. Jahrhundert während der Kreuzzüge als erste perfektioniert zu haben, als sie den brutalen Geheimbund der Assassinen schuf, der bewußtseinskontrollierte „Einzeltäter“ einsetzte, um an nationalistischen muslimischen Sarazenen politische Morde zu verüben. Bei ihren Angriffen auf fortschrittliche Araber arbeiteten die Assassinen der Muslimbruderschaft gemeinsam mit den eindringenden Templern.

Im selben Jahr, als Allen Dulles — Freimaurer 33. Grades, Templer, Gründungsmitglied des „Rates für Auswärtige Beziehungen“ („Council on Foreign Relations“, CFR) und Rockefellers Cousin — seine Allianz mit dem Haus Saud einging, begann die CIA mit LSD aus den schweizerischen Sandoz-Laboratorien der Bankiersdynastie Warburg ihr Bewußseinskontrollprogramm MKULTRA. Dulles‘ OSS-Assistent in Bern war James Warburg.

Mit Sydney Gottlieb am Steuer wollte MKULTRA einen „Manchurian Kandidaten“ schaffen — einen bewußtseinskontrollierten Attentäter für verdeckte CIA-Operationen. Die Stadt Lausanne, wo Dulles seine Geschäfte machte, beherbergte auch eine von Nazi-Geheimdienstoffizier Otto Skorzeny geführte Gruppe, die als „Nazi International“ bekannt war.

Die Assassinen haben ihren Namen von dem arabischen Wort „Hashshasin“, was „Haschischraucher“ bedeutet. „Assasseen“, ein weiteres arabisches Wort, heißt übersetzt „Hüter der Geheimnisse“. Die Gruppe wurde 1094 von Hasan-i Sabbah gegründet, der seinen Nachnamen mit der herrschenden Gaunerfamilie von Kuwait teilt, die ebenfalls vom Haschemiten-Clan abstammt. Hasan wurde in den Geheimnissen der hebräischen Kabbala geschult und studierte an der „Großen Loge von Kairo“, die auch die afghanischen Roshaniya-Aufklärer hervorbrachten, die das Land im 16. Jahrhundert unter der Führung des islamischen Mystikers Bāyazid Ansāri terrorisierten.

Die Assassinen entstanden aus der muslimischen Sekte der Ismailiten, die geltend macht, vom hebräischen Patriarchen Abraham und seiner Ersatzfrau Hagar abzustammen. Die Ismailiten bildeten „Gesellschaften der Weisheit“, aus denen die „Große Loge von Kairo“ wurde. Die Drusen der Loge machten geltend, daß sowohl Christen als auch Muslime und ihr Protokoll die französische Loge „Großer Orient“ („Grand Orient“) widerspiegeln. Die „Große Loge von Kairo“ brachte die Fanatiker hervor, die den Templerorden in ihren Kreuzzugsschlachten gegen nationalistische muslimische Sarazenen unterstützten.

Sabbah, der sich der Großmeister nannte, gründete seine eigene Ismailiten-Sekte der Assassinen. Die Gruppe folgte dem Dogma, daß der Zweck die Mittel heiligt, ein Glaube, den sie mit ihren freimaurerischen Brüdern teilten und ein Markenzeichen der heutigen religiösen und neo-darwinistischen Fundamentalisten auf der ganzen Welt.

Der Freimaurer-Historiker Albert Mackey schreibt, die Assassinen „-Verbindungen zu den Templern haben, wie historisch erwiesen, wohl einen gewissen Einfluß auf diesen Orden gehabt, einige seiner esoterischen Dogmen und Zeremonien zu formen oder zumindest vorzuschlagen … Die Templer gingen zu verschiedenen Zeiten gütliche Einigungen und Verträge mit den Assassinen ein.“

Laut Marco Polo übernahm Sabbah ein Tal, wo er von üppigen Gärten umgebene und von schönen Frauen frequentierte Paläste baute. Junge Besucher wurden unter Drogen gesetzt und glaubten, das Paradies gefunden zu haben. Sabbah versprach ihnen dann eine Rückkehr ins Paradies, wenn sie für ihn politische Morde verüben würden. Sabbahs Versprechen wird bis zum heutigen Tag von Tausenden von jungen islamistischen Märtyrerbombern eingehalten, deren Missionen durch das Haus Saud finanziert werden.

Der islamische Fundamentalismus begann seinen modernen kometenhaften Aufstieg im britisch verwalteten Indien und fand in Pakistan ein dauerhaftes Zuhause. Das Land entstand 1947, als die Briten versuchten, Muslime und Hindus zu trennen. Der pakistanische Islamismus wurde von Sayyid Abul Ala Maududi und einer Reihe von Militärjuntas, die von der Illuminatensekte unterstützt wurden, fortgesetzt. Spirituelles Epizentrum ist die „Aga Khan Stiftung“ („Agha Khan Foundation“) in Karachi, eine Tochtergesellschaft des britischen Behördententakels „Crown Agency“ des Hauses Windsor.

Die Mehrheit der westlichen arabischen Verbündeten begrüßen den islamischen Fundamentalismus, der ziemlich deckungsgleich mit dem globalen Monopolkapitalismus ist, da beide auf eine Rückkehr der Herrschaft unter einer feudalistischen Monarchie hoffen. Die meisten arabischen Feinde des Westens sind säkulare Sozialisten, die die Ausbeutung der Ölvorkommen durch die Vier Reiter (Anm.: Exxon, Chevron, Shell, BP — siehe „The Four Horsemen Behind America’s Oil Wars“) und deren Eigentümer aus acht internationalen Bankiersfamilien stoppen will. Die großen arabischen Führer, darunter der ägyptische Nasser, der algerische Boumedienne, der libysche Gaddafi, der syrische Assad und der irakische Al-Bakr unterstütz(t)en alle einen säkularen Sozialismus, der für die Elite der Illuminatensekte eine sehr reale Bedrohung darstellt — obwohl Gaddafi, um genau zu sein, ein Anarcho-Syndikalist ist.

Nach der iranischen Revolution von 1979 informierten CIA und MI6 den Ayatollah über iranische linke Gruppen wie die Tudeh-Partei, die Nationale Front und die Volksmudschahedin. Diese nationalistischen Parteien hatten Mohammad Mossadegh, das Opfer des CIA/BP-Coups von 1954, unterstützt und später durch ihre Anschläge auf Ölanlagen durch das „Komitee der 60“ („Committee of 60“) in der Provinz Chuzestan die iranische Revolution angeführt.

Die Mullahs stoppten den Verkauf von Öl gegen Waffen mit Israel und starteten eine Schreckensherrschaft — über 4.000 Tudeh-Parteiführer wurden ermordet und mehr als 10.000 gefoltert und inhaftiert. Im Jahr 1989 viele der Inhaftierten wurden zum Tode verurteilt. Khomeini verbot dann die Parteien und bezeichnete sie als „satanische Marxistenelemente“, was nicht einmal der Schah getan hatte. Die USA nutzten islamische Extremisten, um die iranische Linke auszurotten. Sie hatten genau dasselbe getan, als sie Saddam Hussein im Irak installierten, um die „Irakische Kommunistische Partei“ zu terrorisieren.

1978 gestattete der Mossad der fundamentalistischen Hamas, sich als einzige palästinensische Gruppe in Israel zu registrieren. Die Israelis nutzten die islamistische Hamas als eine bequeme Keule gegen Jassir Arafat — dessen Palästinensische Autonomiebehörde aus Fatah und PLO hervorging, die beide eine säkulare linke Agenda des Nationalismus und der arabischen Einheit verfolgten.

Hamas erhält regelmäßig Gelder von den Saudis ohne Intervention durch die Israelis, während Geld für die PLO von israelischen Behörden routinemäßig beschlagnahmt wird. Nach dem Golfkrieg stoppte das Haus Saud die Finanzierung der PLO, um Arafat für seinen Widerstand gegen die US-Bombardierung des Irak zu bestrafen, während die Hamas weiterhin von den Saudis finanziert wurde.

Die Hamas ist ein Ableger der Muslimbruderschaft. Ihre Selbstmordattentäter sind die Assassinen von heute, die Israel als Vorwand für weitere Aggressionen gegen die Palästinenser dienen. Der ehemalige israelische Ministerpräsident Ariel Scharon spielte im Jahr 1988 eine entscheidende Rolle bei der Gründung der Hamas, als seine Likud-Partei in den besetzten palästinensischen Gebieten des Gazastreifens und der West Bank 800 Genehmigungen für soziale Einrichtungen ausstellte — an Islamisten.

Während seiner Amtszeit in israelischen Likud-Regierungen von 1977 bis 1992 diente Scharon — der Schlächter von Schatila — sowohl den rechten (Anm.: rechts klingt seltsam in einem Land, das Lenins „Neue Ökonomische Politik“ kopierte und das Schnellplanungskommissionen und ein sozialisiertes Gesundheitswesen kennt — siehe auch die vertraute geballte Faust im Kach-Logo und im JDL-Logo) Untergrundterrornetzwerken der „Gusch Emunim“- und der „Kach“-Bewegung/JDL als ideologischer Guru. Er stand im Mittelpunkt der Landbetrüger-Bande, die Millionen einnahm, indem sie Juden in Manhattan und Moskau Häuser verkaufte, die während der 1980er und 1990er Jahre in illegalen Siedlungen auf palästinensischem Land gebaut wurden.

Zu Scharons Partnern zählten Rupert Murdoch, Botschafter Sir David Ormsby-Gore, Prinz Johannes von Thurn und Taxis, Sir Edmund Peck und „World Jewish Congress“-Präsident Edgar Bronfmann, Besitzer des Energiekonzerns „ConocoPhillips“. Die ersten Planungssitzungen für diesen Landraub im Jahr 1982 auf Scharons Ranch in Negev besuchten außerdem Henry Kissinger, MI6 Nahost-Spezialist Nicholas Elliot und Louis Mortimer Bloomfield, Zahlmeister für die Briefkastenfirma Permindex und das Kennedy-Attentat.

Laut dem ehemaligen Mossad-Führungsoffizier Victor Ostrovsky bewaffnete der Mossad die ägyptische Muslimbruderschaft im Jahr 1986 mit Waffen von Mudschaheddin aus Afghanistan und gab den Terroristen des Islamischen Dschihad eine Zielliste. Im Rahmen seines „Jordanien ist Palästina“-Destabilisierungsplans bewaffnete der Mossad im selben Jahr Islamisten in Jordanien, um und alle Palästinenser nach Jordanien zu drängen, während West Bank und Gazastreifen beschlagnahmt wurden.

Verärgert über die Bereitschaft der Regierung Bush, in Madrid bei Friedensgesprächen zwischen Israel und den Palästinensern zu vermitteln, setzte der Mossad laut Ostrovsky drei Hamas-Extremisten ein, um Bush im Oktober 1991 in Madrid zu ermorden. Als ihr Plan scheiterte, wurden diese Palästinenser, wie viele vor ihnen, nach Nes Ziyyona gebracht — eine israelische Anlage zur Prüfung von ABC-Waffen, wo an militanten Palästinensern regelmäßig Experimente durchgeführt werden. Eine ähnliche Mossad-Einrichtung, getarnt als Krankenhaus, existiert in Soweto, Südafrika, wo arme Schwarze Opfer von Experimenten werden.

Die USA nutzen regelmäßig islamische Extremisten, um ihre geopolitischen Ziele zu erreichen. 1982 vereitelte Syriens sozialistische Regierung einen Aufstand militanter Islamisten. Einer der Anführer des Aufstands war Abdallah Yusuf Azzam, der später die CIA-Ausbildung der Mudschaheddin in Peshawar überwachte. Hasan at-Turabi, Anführer der sudanesischen Militärregierung, wird durch den Führer der dortigen Muslimbruderschaft namens Nationale Islamische Front unterstützt.

Bis die Medien berichteten, daß Osama bin Laden den Sudan Mitte der 1990er Jahre als Basis für al-Qaida nutzte, hatten die USA zu den sudanesischen Fanatikern enge Beziehungen. Scheich Omar Abdel Rahman, der Geistliche, den die CIA in die USA brachten, um für die Zerschlagung Jugoslawiens islamische Kämpfer zu rekrutieren, erhielt sein Visum vom US-Konsulat in Khartum.

In den USA verschmilzt die Muslimbruderschaft mit Louis FarrakhansNation of Islam“. Am 21. Februar 1965 ließ die „Nation of Islam“ Malcolm X niederschießen, der sich mit den Islamisten entzweite, nachdem eine Reise nach Mekka sein Weltbild veränderte. Vor der Reise sprach Malcolm X in der Art von Farrakhan und predigte „Black Power“ gegen die „weißen Teufel“. Nach seiner Rückkehr ließ er seine rassische Analyse zugunsten der Klasse fallen und konzentrierte sich auf Gewerkschaften und verarmte Weiße — wie Dr. Martin Luther King, als er ermordet wurde. (Anm.: Gegen den Mythos Mike King hilft der Artikel „Die Bestie als Heiliger: Die Wahrheit über Martin Luther King“ — Google wirbt dafür mit der Aussage: „Aus Rechtsgründen hat Google 16 Ergebnis(se) von dieser Seite entfernt.“)

John Muhammad, der Scharfschütze, dem im Oktober 2002 in der Umgebung von Washington D.C. dreizehn Menschen zum Opfer fielen, behauptete, kürzlich zur „Nation of Islam“ konvertiert zu sein, zu deren Spendern der texanische Ölmilliardär H. L. Hunt gehörte. Hunt traf sich am Tag vor dem Kennedy-Attentat mit Jack Ruby (Jacob Leon Rubenstein) und verschwand dann für einen Monat nach Mexiko. Louis Farrakhan verschwand nach den Schüssen auf Malcolm X auf ähnliche Weise.

„Nation of Islam“-Führer Elijah Muhammad war ein selbsternannter Bote des „Nation of Islam“-Gründers „Meister Fard“ („Master Fard“). Fard wies Muhammad an, die Ursprünge des Islam, der Freimaurerei und der Kabbala zu studieren. Fard imitiert die Templerorden-Propaganda, daß Jesus nicht am Kreuz starb.

Während die „Bruderschaft vom Berg Zion“ („Prieuré de Sion“) erklärt, daß Jesus nach Frankreich ging und die königliche „Sangreal“-Blutlinie (frz. sang réal, „königliches Blut“) der Merowinger begründete, behauptete Fard, Jesus landete in Pakistan, dem globalen Epizentrum des Islamismus, wo der spirituelle Gott/König der Muslimbruderschaft Aga Khan residierte. Das war auch der Ort, wo sich der moderne MI6-Assassine und Lieblingsbösewicht der Illuminatensekte „versteckte“ — Osama bin Laden.

Hier finden Sie den Originalartikel, Illuminati Assassins.

Siehe auch: Das Kartell der Federal Reserve: der Roundtable und die Illuminati

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Ägyptens erste „Sexsklavinnen-Heirat“

2012/07/11

Raymond Ibrahim über den „Arabischen Frühling“ auf der kulturellen Überholspur.


Sheikh Awn erklärt seiner Nebenbraut-Frau, was sie bei ihrem „Hochzeitsgelübde“, das zu ihrer „Versklavung“ unter dem selbst ernannten Scharia-Experten führt, sagen soll.

Ägyptens „erste Sexsklavinnen-Ehe“, wie sie genannt wird, erfolgte nur wenige Tage nachdem der Muslimbruder Mohammed Morsi Präsident wurde.

Am vergangenen Montag zeigte Journalist Wael al-Ibrashi in der ägyptischen Fernsehsendung „Al Haqiqa“ („Die Wahrheit“) ein Video, das die „Heirat“ eines Mannes namens Abd al-Rauf Awn mit seiner „Sklavin“ zeigt. Bevor er die Frau, die einen nicht-ägyptischen Akzent hatte, die Koransure al-Ikhlas wiederholen ließ, sagte die Frau nicht das übliche „Ich verheirate mich mit dir“, sondern „Ich versklave mich dir“ und küßte ihn vor einem applaudierenden Publikum.

Obwohl sie ein Hijab-Kopftuch trug, erklärte ihr Besitzer-Ehemann dann, daß ihr ein solches Drumherum verboten wäre und befahl, daß es abgesteift wird, um „Allahs Gesetze nicht zu brechen“. Sie nahm Schleier und Abaya ab und enthüllte ein nach muslimischen Standards sicherlich promiskuitives rotes Kleid — alle anderen anwesenden Frauen waren verschleiert. Der Mann klatscht für sie und das Video, das hier angesehen werden kann, endet.

Ihr Besitzer-Ehemann Abd al-Rauf Awn erschien dann in der Sendung und gab sich als islamischer Gelehrter und Experte der islamischen Jurisprudenz zu erkennen, der an der Universität Al Azhar studierte. Er gab mehrere islamische Erklärungen, um seine „Ehe“ zu rechtfertigen, von der „Sunna“ oder Praxis des islamischen Propheten Mohammed, versklavte gefangene Frauen zu „heiraten“, bis zu Koransure 4.3, die muslimischen Männern befiehlt, „heiratet, was euch an Frauen gut ansteht, zwei, drei oder vier … oder was eure rechte Hand besizt!“

Für die Praxis und um Euphemismen zu vermeiden: „was eure rechte Hand besitzt“, auf Arabisch ein „melk al-yamin“, ist nach der islamischen Lehre und der Geschichte einfach eine Sexsklavin. Des weiteren legen linguistische Belege nahe, daß sie eher als Besitz betrachtet wird statt als Mensch.

Auch die Art und Weise, der Sexsklavin ihr Hijab-Kopftuch abzustreifen, wie es Awn seiner Nebenbraut-Frau befahl, hat eine Präzedenz. Während die freie — muslimische — Frau nach der islamischen Jurisprudenz den Auftrag hat, hinter einem Hijab-Kopftuch verhüllt zu sein, sind Sexsklavinnen verpflichtet, nur vom Bauchnabel bis zu den Knien bedeckt zu sein — alles andere ist entblößt. Während der Sendung erklärte Awn sogar, wie Kalif Omar, einer der ersten „gerechten Kalifen“, Sexsklavinnen ihre Kleidungsstücke abstreifte, wann immer er sie auf dem Markt übermäßig gekleidet sah.

Awn erklärte weiter, daß die Sexsklavinnen-Heirat ideal für die heutige ägyptische Gesellschaft ist. Er stützte seine Position auf Idschtihad, eine anerkannte Form der Jurisprudenz, wobei ein muslimischer Gelehrter eine neue Idee hat, die noch im Koran verwurzelt und ein Beispiel Mohammeds ist und dennoch eine ist, die besser zu den Umständen der zeitgenössischen Gesellschaft paßt. Er argumentierte, daß, wenn es um die Ehe geht, „wir Muslime zu komplizierte Dinge haben“, so daß Männer oft gezwungen sind, während ihrer Blüte Singles zu sein, um endlich im Alter von 30-40 zu heiraten, wenn von ihnen erwartet wird, ein ausreichendes Einkommen für einen Haushalt zu haben. Ebenso wollen viele ägyptische Frauen das Hijab-Kopftuch nicht in der Öffentlichkeit tragen.

Die Lösung ist nach Awn die Wiedereinführung der Sexsklaverei — was Männern erlaubt, viel früher im Leben zu heiraten und zu kopulieren, und Frauen, die sich frei kleiden wollen, dies zu tun, da sie formaljuristisch als Sexsklavinnen ohnehin verpflichtet sind, locker gekleidet zu sein.

Der andere Gast in der Sendung, Dr. Abdullah al-Naggar, ein Professor für islamische Jurisprudenz an der Universität Al Azhar, griff Awn für die Wiederbelebung dieser Praxis heftig an und forderte ihn und seine Sklavinnen-Frau auf, zu „bereuen“ und aufzuhören, den Islam zu entehren und argumentierte, daß „es keine Sex-Sklaverei mehr gibt“, was Awn mit der sarkastischen Frage beantwortete: „Wer hat gesagt, die Sex-Sklaverei ist vorbei? Was — weil die UNO das sagte?“

In vielerlei Hinsicht symbolisiert dieses Gespräch zwischen Awn, der die Sexsklavinnen-Heirat befürwortet, und dem Al-Azhar-Professor den Zusammenprall zwischen den heutigen „Islamisten“ und den „moderaten Muslimen“. Al Azhar balanciert seit langem zwischen Islam und westlicher Moderne, während die Islamisten von der Muslimbruderschaft bis zu den Salafisten, die für den Westen nur Verachtung und Respektlosigkeit übrig haben, nur allzu gerne bereit sind, eindeutig islamische Praktiken wiederzubeleben, die den westlichen Sensibilitäten trotzen.

Während dies die erste Sexsklavinnen-Heirat ist, die in der jüngeren Geschichte Ägyptens stattfindet, ist es sicherlich nicht der erste Aufruf zur Wiederbelebung dieser Praxis. Zuvor beklagte der ägyptische Scheich Huwaini, daß die „gute alte Zeit“ des Islam vorbei ist und erklärte über eine ideale islamische Gesellschaft: „Wenn ich eine Sexsklavin will, dann gehe ich auf den Markt und suche mir aus welche auch immer ich.“ Eine kuwaitische Politikerin trat ebenfalls für die Wiederbelebung der Institution der Sexsklaverei ein und schlug vor, daß Muslime weibliche Gefangene aus dem Krieg bringen sollten, speziell rußische Frauen aus dem Tschetschenienkrieg, um sie auf den Märkten von Kuwait an muslimische Männer zu verkaufen.

Der „Arabische Frühling“ blüht weiter.

Hier finden Sie den Originalartikel, Egypt’s First ‘Sex Slave Marriage’

Derweil, hinter den großen Pyramiden …

Die ersten Forderungen, Ägyptens Pyramiden zu zerstören

Laut verschiedenen Berichten in den arabischen Medien haben prominente muslimische Geistliche angefangen, den Abriß der Pyramiden zu fordern — oder, in den Worten von Saudi-Scheich Ali bin Said al-Rabi’i, den „Symbolen des Heidentums“, die Ägyptens Salafistenpartei seit langem mit Wachs verhüllen will. Bahrains „Scheich der sunnitischen Scheichs“ und Präsident der Nationalen Einheit, Abd al-Latif al-Mahmoud, forderte Mohammed Morsi, Ägyptens neuer Präsident: „Zerstört die Pyramiden und vollbringt, was der Sahabi Amr Ibn al-As nicht vollbringen konnte.“

Dies ist ein Verweis auf Amr Ibn al-As, den Gefährten des muslimischen Propheten Mohammed, und seine arabischen Stammesangehörigen, die Ägypten um das Jahr 641 überfielen und eroberten. Unter al-As und der folgenden muslimischen Herrschaft wurden viele ägyptische Altertümer als Relikte der Ungläubigkeit zerstört. Während die meisten westlichen Akademiker anders argumentieren, wurde die große Bibliothek von Alexandria — die als Sammlung von heidnischem Wissen galt, das dem Koran widerspricht — laut frühen muslimischen Schreibern unter bin al-As‘ Herrschaft entsprechend Kalif Omars Befehl zerstört.

Während die Verbrennung von Büchern im 7. Jahrhundert eine leichte Tätigkeit war, war es die Zerstörung der Pyramiden und der Sphinx nicht, selbst wenn es viele islamische Herrscher versuchten; erst Ägyptens mittelalterliche Mamluckenherrscher zerstörten bei Schießübungen die Nase der Sphinx — obwohl populäre Legenden dies immer noch dem Westler Napoleon zuschreiben.

Wie Bahrains „Scheich der Scheichs“ jetzt aber feststellt, können die Pyramiden dank der modernen Technik zerstört werden. Die einzige Frage die bleibt, ist, ob Ägyptens Muslimbruder-Präsident „fromm“ genug ist — ob er bereit ist, den Prozeß der Islamisierung zu vervollständigen, der unter den Händen von Ägyptens erstem islamischen Eroberer begann.

Ein solches Vorgehen wäre plausibel. Die Geschichte ist voller Beispiele von Muslimen, die ihr eigenes vorislamisches Kulturerbe zerstören — angefangen mit dem islamischen Propheten Mohammed selbst, der Arabiens Kaaba-Tempel zerstörte und in eine Moschee verwandelte.

Daniel Pipes fragt „Was ist mit dem Islam, daß sich seine Anhänger so oft gegen ihr eigenes Erbe wenden?“ und liefert mehrere Beispiele, von den mittelalterlichen Muslimen in Indien, die die Tempel ihrer Vorväter zerstörten, zu den zeitgenössischen Muslimen, die im Irak, in Ägypten, Israel, Malaysia und Tunesien ihr nicht-islamisches Erbe zerstören.

Was der Internationale Strafgerichtshof derzeit als ein mögliches „Kriegsverbrechen“ beschreibt sind islamische Fanatiker, die in Mali das antike Erbe der Stadt Timbuktu zerstören — alles unter „Allahu Akbar!“, Islams triumphalem Schlachtruf.

Ein Großteil dieses Hasses auf ihr eigenes vor-islamischen Erbe ist an die Tatsache geknüpft, daß sich Muslime traditionell nicht mit dieser oder jener Nation, Kultur, Erbe, oder Sprache identifizieren, sondern nur mit der islamischen Nation — der Umma.

Während sich viele Ägypter, Muslime und Nicht-Muslime, als Ägypter betrachten, haben Islamisten keine nationale Identität und identifizieren sich nur mit der „Kultur“ des Islam, die auf der „Sunna“ des Propheten und der Sprache des Islam basiert — arabisch. Dieses Gefühl wurde reflektiert, als der ehemalige Führer der Muslimbruderschaft, Mohammed Akef, erklärte: „Zur Hölle mit Ägypten“, was darauf hinweist, daß der Islam vor den Interessen seines Landes steht.

Es ist weiterhin aufschlußreich, daß solche Forderungen jetzt gemacht werden, sofort nachdem ein Mitglied der Muslimbruderschaft Ägyptens Präsident wurde. Und in den gleichen Berichten, in denen die Zerstörung des letzten der sieben Weltwunder erörtert wird, steht auch, daß die ägyptischen Salafisten von Morsi fordern, aus Ägypten alle Schiiten und Baha’í zu vertreiben.

Morsis Forderung zur Freilassung des blinden Terror-Scheichs könnte mit anderen Worten die Spitze des Eisbergs sein. Von Forderungen, die islamische Sexsklavinnen-Heirat zu legalisieren, über Forderungen, die „Moralpolizei“ einzuführen, bis hin zu Forderungen, Ägyptens Denkmäler zu zerstören, ist die Flasche unter der Vormundschaft der Muslimbrüder entkorkt und der Geist über Ägypten freigelassen worden.

Werden all jene internationalen Institutionen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, in die andere Richtung zu schauen, wenn Menschenrechtsverletzungen von Muslimen begangen werden, damit sie nicht als „islamophob“ gelten, nun zur Kenntnis nehmen, daß die großen Pyramiden die nächsten auf der islamischen Liste zu sein scheinen, oder wird die Tatsache, daß Muslime beteiligt sind, sie wieder einmal zum Schweigen bringen — selbst wenn die ältesten Symbole der menschlichen Zivilisation in den Boden gestampft werden?

Hier finden Sie den Originalartikel, Calls to Destroy Egypt’s Great Pyramids Begin.

Keine Wahl in Ägypten

2012/01/18

Daniel Greenfield über islamische Demokratie.

In der Anfangsphase der Proteste am Tahrir-Platz schrieb ich:

59 Prozent der ägyptischen Muslime wollen Demokratie und 95 Prozent wollen eine großteils islamische Politik. 84 Prozent glauben, Abtrünnige sollten zum Tode verurteilt werden. So wird die Demokratie in Ägypten aussehen. Eine einstimmige Mehrheit will einen islamischen Staat und eine knappe Mehrheit will Demokratie. Wer wird Ihrer Meinung nach siegen? Eine demokratische Mehrheit des Landes unterstützt die Ermordung von Menschen im Namen des Islam. Mubaraks Regierung tötet keine Abtrünnigen oder Ehebrecher. Ein demokratisches Ägypten wird es tun. Warum? Weil es der Wille des Volkes ist.

Fast ein Jahr später haben wir das demokratische Ägypten, das jeder, dem die Realitäten der Region klar waren, erwartet haben sollte. Ein ägyptisches Parlament aus Salafisten und Muslimbrüdern in einem Land aus Islamisten, die Köpfe abhacken wollen und Islamisten, die denken, daß es klüger ist, ihre Macht zu konsolidieren, bevor sie Köpfe abhacken.

Der Zweck dieses Artikels ist nicht die Beschimpfung von liberalen Linken und übrig gebliebenen Neokonservativen, die im Namen der Demokratie Mubaraks Sturz unterstützten. Das ist eine Verschwendung von Atem und Zeit. Ideologen, die einer Ideologie verpflichtet sind, die die Welt in einer Art und Weise erklärt, die moralisch und gerecht erscheint, werden mit dem, was sie tun, nicht aufhören, nur weil die Folgen katastrophal sind.

Jetzt wollen sie, daß wir in Syrien eingreifen. Will sonst noch jemand, daß wir in Syrien eingreifen? Der Emir von Katar, besser bekannt als der Mann hinter Al Jazeera, der die ganze Lüge des arabischen Frühlings zu einem internationalen Mythos vorantrieb, um nicht-islamistische Regime in der Region zu stürzen. Der Emir winkt ein wenig offensichtlich nach Truppen, die in Syrien einzumarschieren sollen, anstatt sich zurückzulehnen und seine Al-Jazeera-Propagandisten die harte Arbeit machen zu lassen, dem Westen eine unabhängige Demokratiebewegung zu verkaufen — doch das Pro-Demokratie-Volk hörte nicht zu.

Es hörte einfach nicht zu, egal wie oft ihm gesagt wurde, daß die Muslimbruderschaft die dominierende Kraft hinter der „Pro-Demokratie-Revolution“ wäre und daß sie die Nutznießer sein würden, wenn Mubarak gestürzt wäre. Für sie war alles nur Lärm. Die Demokratie würde alles überwinden und die gleichen Twitter-Aktivisten, mit denen sie so eng befreundet waren, würden die neue Verfassung schreiben.

Jetzt sind wir also den langen Weg gegangen und die ägyptische Demokratie trägt ein Schwert und eine Burka. „Das muß man der Muslimbruderschaft lassen. Sie haben diese Revolution wie eine Geige gespielt. Und tun es noch immer. Brilliant.“ Das Zitat stammt von Sandmonkey, einem der beliebtesten Aktivisten vieler Blogger und Experten, die Mubaraks Beseitigung befürworteten. Jetzt gibt es keinen Raum mehr für Illusionen. Mubaraks Beseitigung zu unterstützen war ein Fehler und es ist Zeit, es zuzugeben und sich die verfügbaren Optionen anzuschauen.

Option 1. So tun, als ob die Muslimbruderschaft oder ein Flügel davon gemäßigt ist. Dies ist der Ansatz der liberalen Linken, die damit beschäftigt sind, zu erklären, daß die Muslimbruderschaft unsere beste Hoffnung ist, um die Salafisten zu bändigen und die moderaten Salafisten die beste Hoffnung sind, um die extremistischen Salafisten zu bändigen. Das sind die Menschen, die, wenn sie mit einem Stamm von Kannibalen eingesperrt wären, anfangen würden, die Kannibalen in Gemäßigte und Extremisten aufzuteilen und die Gemäßigten mit ihre Fingern füttern würden, um die Extremisten in Schach zu halten.

Option 2. So tun, als würde sich die Bruderschaft so lange an den demokratischen Prozeß halten, bis sich die liberalen Linken in Ägypten zusammenreißen und die Wahlen gewinnen. Nennen wir diese Strategie „dem Kannibalenstamm Locke vorlesen“. Sie kommt von den gleichen Leuten, die dachten, El Baradei würde in Ägypten augenblicklich ein neues Zeitalter der Demokratie eingeleiten.

Option 3. Das ägyptische Militär stärken und sämtliche Maßnahmen unterstützen, damit es an der Macht bleibt und die alleinige Macht auszuübt. Kein schöner Satz, ich weiß. Es bedeutet, die Menschen zu unterstützen, die für Jungfräulichkeitstests und viele andere noch häßlichere Dinge sind. Es bedeutet, das zu tun, was wir die ganze Zeit getan haben, arabische Diktatoren zu unterstützen, die auf die Menschenrechte pfeifen und das Land blindlings ausrauben. Es ist auch die einzige Option.

Ich meine damit nicht nur, daß es die einzige Option ist, um den Aufstieg der Islamisten zu verhindern und die Umwandlung von Ägypten in einen weiteren Iran. Ich meine, daß es die einzige Option ist, die tatsächlich existiert.

Unsere Unterstützung kann an die Muslimbrüder, das ägyptische Militär oder El Baradei und eine magische Truppe tanzender Demokrataten gehen, und das Endergebnis wird immer noch eine Diktatur mit einer Geheimpolizei sein, die Dissidenten terrorisiert und das Land blindlings ausraubt. Das ist die einzige Form von Regierung, die es in der muslimischen Welt gibt.

Bei dieser Form von Regierung gibt es geringfügige Abweichungen. Im Iran ist die Oligarchie, die das Land regiert und blindlings ausraubt, explizit islamisch. In Ägypten ist es das Militär. In der Türkei ist es eine Gruppe von islamistischen Industriellen. In Afghanistan ist es ein Haufen von Banden. Die Einzelheiten spielen keine große Rolle, außer, daß die Islamisten etwas von dem Geld, das sie stehlen, nutzen, um den Terrorismus gegen uns zu finanzieren und sie sind in der Regel repressiver als die säkulare oder semi-säkulare Alternative.

Auf der Liste gibt es keine Option, die Ägypten in einen säkularen Staat verwandelt, der die Menschenrechte respektiert. Es wäre nie passiert und es wird jetzt nicht passieren. Wenn die Muslimbruderschaft das Militär in die Schranken weist und die vollständige Kontrolle übernimmt, dann wird nur eine Oligarchie durch eine andere ersetzt. Und die Oligarchie wird nicht lange brauchen, weil sie bereits existiert. So oder so werden Demonstranten blutig geschlagen und die Geheimpolizei, die sich mit den Dissidenten befaßt, wird größtenteils die gleiche Geheimpolizei sein.

Option 3 ist die einzige echte Option, und sie ist nicht vielversprechend. Der Geist der bezaubernden Bruderschaft ist aus der Flasche und das ägyptische Militär ist keine säkulare Macht, wie sie das türkische Militär war. Es hat kein wirkliches Interesse daran, die Bruderschaft zurückzuhalten — sie ist der Hebel gegen uns und gegen jedes unserer Demokratie-Projekte. Dennoch ist es die einzige Option, weil die Obama-Alternative die ägyptische Demokratie weiterhin vorantreibt, wodurch die Macht der Bruderschaft direkt wächst, im Gegensatz zur Stärkung des Militärs, wodurch die Macht der Bruderschaft nur indirekt wächst.

Wenn alles vermasselt ist, wird es keine guten Optionen mehr geben. Es wird nur eine Liste mit kleineren Übeln geben. Für die Gläubigen der allgemein heilbringenden Kirche der Demokratie ist die Machtergreifung der Muslimbruderschaft ein kleineres Übel als zuzugeben, daß die Wahlurne vielleicht den Willen des Volkes widerspiegelt und nicht irgendeine spirituelle Kraft, die allen zu Menschenrechten und Freiheit verhilft. Sie wollen dem Prozeß mehr Zeit geben, damit er arbeiten kann. Er wird arbeiten. In der gleichen Richtung.

Das Mäntelchen aus Recht und Säkularismus, das Ägypten hatte, war nicht angeboren — es stammt aus seiner Kolonialzeit. Das ägyptische Militär und einige wohlhabende Kairoer Familien und Intellektuelle waren ein bißchen moderner, weil sie westlich beeinflußt waren, nicht weil sie irgendeine indigene Quelle der Moderne vertraten. Demokratie brachte den Willen des Volkes für den Islam hervor. Mehr Demokratie bedeutet mehr Islam.

Als ihnen Demokratie gegeben wurde, wählten die palästinensischen Araber Hamas. Als ihnen Demokratie gegeben wurde, wählten die Tunesier die islamistischen Schläger von Ennahda. Als ihnen Demokratie gegeben wurde, wählten die Ägypter die Salafisten und die Bruderschaft. Das Muster ist unschwer zu erkennen. Der Prozeß kann mit den exakt gleichen Ergebnissen immer und immer fortgesetzt werden, bis wir es kapieren. Nicht, bis sie es kapieren. Uns werden die Wolkenkratzer und Kinder ausgehen, bevor ihnen klar, wird, daß der Islam nicht die Antwort auf all ihre und unsere Probleme ist.

Solange die meisten Muslime weiter glauben, daß ihre Rechte und Gesellschaften am besten durch den Islam abgesichert sind und nicht durch ein System, das die Rechte des Einzelnen unvoreingenommen schützt, wird sich dieser Prozeß endlos wiederholen. Und das ist ihr Problem — unser Problem ist, uns zu schützen, während sie experimentieren und als Grundlage für eine Zivilgesellschaft Texte benutzen, die von massenmordenden fanatischen Vergewaltigern geschrieben wurden.

Die Idee der Bush-Ära, daß das zu tun, was das Beste für sie sein soll, auch das Beste für uns sein soll, ist auf mehreren Ebenen falsch. Unsere erste Pflicht ist, das zu tun, was das Beste für uns ist, was wahrer denn je ist, weil es wirklich nichts gibt, das wir tun können, was das Beste für sie ist. Nur sie können die Entscheidung treffen, aus dem Stillstand aufzubrechen. Und solange, bis sie diese Entscheidung treffen und bereit sind, der Gemeinschaft der zivilisierten Völker beizutreten, ist es unsere einzige Aufgabe, das zu tun, was für unsere Völker und unsere Nationen das Beste ist.

Es ist nichts falsch daran, die Tyrannei in Ägypten zu unterstützen, wenn die Alternative eine noch schlimmere, von der Wahlurne geheiligte Tyrannei ist. Es ist nichts falsch daran, einem Prozeß ein Ende zu setzen, an dessen Ende Ägyptens Frauen weggesperrt und die verbliebenen Christen in Säuberungsaktionen verhaftet werden. Es ist nichts falsch daran, denjenigen die Tür vor der Nase zuzuknallen, die uns töten würden, weil ihnen ihr heiliges Buch sagt, daß es ihr Weg ins Paradies ist. Es ist nichts falsch daran, ein Regime zu unterstützen, das uns nicht bekriegen wird, egal wie undemokratisch es sein könnte. Unsere erste Pflicht gehört nicht fremden Demokratien des Terrors, sondern unserem eigenen Leben und unserer eigenen Freiheit.

Die ganze Geschichte, warum liberale Linke die Islamisten stärken, lesen Sie in Jamie Glazovs „Vereint im Haß: Die Romanze der Linken mit Tyrannei und Terror“ („The Left’s Romance with Tyranny and Terror“).

Hier finden Sie den Originalartikel, Out of Options in Egypt.

Lektionen auf dem langen Weg zum islamischen Kopftuch

2012/01/09

Raymond Ibrahim über die Islamisierung Ägyptens.

Termini technici
hijab: islamisches Kopftuch

Obige Karikatur, die zum ersten Mal auf CagleCartoons.com erschien und nun auch in der arabischen Blogosphäre zu sehen ist, zeigt, wie demokratische Wahlen dazu dienen, Ägypten zu islamisieren: unverschleierte Frauen gehen zur Wahl — von der „überwacht“ — und enden gründlich verschleiert und islamisiert.

Apropos Schleier und Bruderschaft, hier ist ein interessantes Video vom ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser (1956-1970), das zeigt, wie sehr sich die Zeiten geändert haben.

Nasser sagte vor einer großen Versammlung, daß er im Jahr 1953 mit der kooperieren wollte und sich mit ihrem Führer traf. Nasser lernte daraus, daß die einzige Antwort auf die Bruderschaft nicht Zusammenarbeit, sondern Unterdrückung ist, eine Lektion, die John Kerry und andere in der gegenwärtigen Regierung zu Recht beherzigen sollten.

Laut Nasser war die allererste Forderung des Führers der Bruderschaft, daß das islamische Kopftuch nach Ägypten zurückzukehren soll, „daß jede Frau, die auf der Straße zu sehen ist, ein Kopftuch tragen soll“.

Das Publikum brach über diese, damals irrsinnige Forderung in Gelächter aus; eine Person brüllte, „Soll er es tragen!“, was noch mehr Lachen und Applaus auslöste. Nasser erklärte dem Führer der Bruderschaft weiter, daß, sollten sie das islamische Kopftuch durchsetzen, die Leute sagen würden, daß Ägypten wieder zu den dunklen Zeiten zurückgekehrt wäre — unter weiterem Gelächter — und fügte hinzu, daß die Ägypter solche Angelegenheiten in der Privatsphäre der eigenen Wohnung hüten sollten.

Doch der Führer der erklärte ihm, daß Nasser selbst, als Präsident Ägyptens, das islamische Kopftuch durchsetzen muß, worauf Nasser antwortete:

Mein Herr, ich weiß, Sie haben eine Tochter in der Schule, und sie trägt kein Kopftuch oder irgendetwas! [Gelächter] Warum sorgen Sie nicht dafür, daß sie das Kopftuch trägt? [Gelächter] Sie können also nicht dafür sorgen, daß es ein Mädchen, Ihre eigene Tochter, trägt, und trotzdem wollen Sie von mir, daß es 10 Millionen Frauen tragen?“ [Gelächter und Applaus]

Ein halbes Jahrhundert später und nichts davon ist zum Lachen: der Hijab ist in Ägypten üblich, wenn nicht sogar die volle Burka, und die Muslim-Bruderschaft, die seit Jahrzehnten verboten war und im Gefängnis saß, weil sie versuchte, Ägypten in ein dunkles islamisches Zeitalter zurückzuführen, ist nun bereit, die Nation zu regieren — alles unter US-Anleitung.

Wie Scheich Osama al-Qusi kürzlich sagte, war der große „Fehler“ von Nassers Nachfolger, Präsident Anwar Sadat,

nicht, daß er diese [Muslimbruderschaft] Gruppen aus dem Gefängnis entließ, nachdem sie Gamal Abdel Nasser eingesperrt hatte; sondern daß er ihnen grünes Licht gab, um in allen Bereichen der ägyptischen Gesellschaft zu arbeiten — zu denken, er würde sie nutzen, um seine sozialistischen und kommunistischen Gegner loswerden. So erlaubte er ihnen, in den Gewerkschaften und Schul-Gewerkschaften zu arbeiten — und gab ihnen jede Möglichkeit, öffentliche Ämter zu bekleiden [hinzugefügte Hervorhebungen laut Originaltext].

Mit anderen Worten, Sadats großer Fehler — der ihn das Leben kostete — war, daß er der ein gewisses Maß an Legitimität verlieh, wodurch sie sich in die ägyptische Gesellschaft schleichen konnten.

So ist jedenfalls der Lauf der Zeit: wird nicht gegengesteuert, dann wird das, was einmal irrsinnig war, zum Beispiel der Antrag der Bruderschaft von 1953, „daß jede Frau, die auf der Straße zu sehen ist, ein Kopftuch tragen soll“, langsam und allmählich Teil der Kultur.

Daher stellt die Scharia eine Bedrohung für den Westen dar — nicht, weil sie den Menschen im Westen auferlegt wird, sondern weil sich deren Aspekte, Stück für Stück, Jahrzehnt für Jahrzehnt, allmählich einschleichen können.

Hier finden Sie den Originalartikel, Lessons on the Long Road to Hijab.