Archive for the ‘Margaret Thatcher’ Category

Thatcher, die lesbische Abgeordnete James und die lesbische Parteiführerin Davidson

2013/04/22

AANGIRFAN über die rechte Homosexuellen-Ikone.

Thatcher; Lesbian MP; Lesbian Party Leader
Margot James mit Margaret Thatcher.

Margot James war die erste offen lesbische Konservative des britischen Parlaments.

Margot James war eine der ersten, die Margaret Thatcher gratulierten, als sie 1975 Großbritanniens Führerin der Konservativen Partei wurde.

Margot James war damals 17.

2202

Sie „schüttelte mir die Hand“.

STOURBRIDGE NEWS schreibt: „Margot James … war erfreut, mit Baronin Thatcher im Laufe der Jahre eine Vielzahl weiterer Veranstaltungen zu besuchen …“

2203
Ruth Davidson, Kickboxerin und Lesbe.

Ruth Davidson ist die Führerin der Konservativen Partei in Schottland.

Ruth Davidson ist eine Lesbe.

2204
Der schwule Kenny Everett mit Margaret Thatcher

MY MAID MISS DANNI TALLULAH schreibt: „Sie mag zwar nicht in die BDSM-Welt eingebunden sein und war auch sicherlich keine professionelle Dominatrix, doch es kann keinen Zweifel daran geben, daß Sie im wahrsten Sinne des Wortes eine ‚Domme‘ war.“

2205
Shirley Bassey 1976 mit ihren Kindern Mark, 7, und Samantha, 12. (Foto: DAILY MAIL)

Shirley Bassey ist eine führende Schwulenikone und war mit Margaret Thatcher gut befreundet.

Sie wurde zu Thatchers Beerdigung eingeladen.

2206
Shirley Bassey

Basseys Tochter Samantha, 21, wurde im Jahr 1985 im Fluß Avon bei Bristol aufgefunden — mit dem Gesicht nach unten.

2207
Reggie Kray mit Schwulenikone Shirley Bassey.

(Anm.: Ronnie und Reggie Kray waren homosexuell.)

Die Kray-Zwillinge sollen die Elite mit Kindern für Sex versorgt haben.

2208
Brad Lane mit Reggie Kray im Gefängnis Gartree. (Foto: YORKSHIRE POST)

Read on: The Kray Twins, Boys, Top People, Sex in Prisons

Hier finden Sie den Originalartikel, Thatcher; Lesbian MP; Lesbian Party Leader.

Sir Jimmy, der Pädophile, den jeder sah

2012/11/24

Craig Brown über den Promi, der vor seinem Tod als Pädo bekannt war.

Bevor er schließlich nach Rußland überlief, war der verrufene Spion Guy Burgess dafür bekannt, in Pubs in Soho betrunken aus voller Kehle zu verkünden: „Ich bin ein Spion! Ich bin ein Spion!“

Den meisten Menschen diente dies nur als Bestätigung, daß er kein Spion sein kann. Immerhin, so dachten sie, würde er es sicherlich nicht jedem sagen, wenn er wirklich ein Spion wäre.

Dies zeigt, daß die sicherste Form der Verkleidung manchmal die Wahrheit ist.

Auf diese Weise wird jeder denken: „Es muß ein Scherz sein!“

Diese Technik scheint Jimmy Savile sein Leben lang angewandt zu haben.

Für die meisten Menschen würde die Vorstellung von einem Pädophilen wahrscheinlich eine Kombination der folgenden Punkte beinhalten: 1) ein älterer Mann mit gefärbten Haaren, 2) eine grob fahrlässige Verletzung der Kleiderordnung, wie Goldlamé-Shorts, 3) eine Menge Grimassen und 4) eine Menge Gegacker und 5) ein kräftiger Arm um die Taille eines Kindes.

Wie für Pädophile üblich, war Savile kein Mauerblümchen. Er stellte nicht nur alle fünf der oben genannten Merkmale zur Schau, sondern stellte sie — alle — mindestens einmal pro Woche landesweit im Fernsehen zur Schau. Und jedem diente dieser extreme Exhibitionismus als Bestätigung, daß er unmöglich ein Pädophiler sein kann. Wir alle dachten: „Es muß ein Scherz sein!“

Und er hatte noch zwei weitere Eigenschaften eines Pädophilen: Er suchte in Bereichen Beschäftigung, die ihm regelmäßig Zugang zu Kindern verschafften, und er suchte das Mäzenentum der Mächtigen und Einflußreichen.

Er stellte sich in diesen beiden Bereichen als außerordentlich erfolgreich heraus. „Top Of The Pops“ und „Jim’ll Fix It“ gaben ihm die Chance, über blauäugige Kinder zu herrschen, und zur gleichen Zeit wurde er als Entertainer vom Establishment aufgenommen wie kein anderer davor oder danach.

Schon 1971 wurde er in Lord Longfords Untersuchungskommission über Pornografie berufen. Zehn Jahre später wollte Lord Longford Savile in eine andere Komission berufen — dieses Mal psychische Nachsorge. Im Jahr 1988 setzte das Gesundheitsministerium den Vorstand von Broadmoor ab und übertrug ihm die Verantwortung. (Anm.: Broadmoor heißt Sicherheitsverwahrung im Hochsicherheitstrakt.)

Darauf folgende Ministerpräsidenten übernahmen ihn. Die damalige Oppositionsführerin Margaret Thatcher erschien 1977 in „Jim’ll Fix It“ und begrüßte ein kleines Mädchen, das Premierministerin werden wollte. „Als ich klein war dachte ich nicht, daß es jemals eine Frau Premierministerin geben wird, aber wir hoffen, daß du es richten wirst, Jimmy (we hope you’re going to fix it, Jimmy)“, gurrte sie.

„Ich habe es bereits gerichtet, privat, aber ich wollte nicht, daß es jeder weiß“, antwortete Jimmy. Nachdem Thatcher die Nummer 10 erreicht hatte, lud sie ihn zu Weihnachten regelmäßig auf den Landsitz Chequers.

Die königliche Familie nahm ihn sich auch zu Herzen. Eine der Enthüllungen auf Prinzessin Dianas berühmten Bändern im Squidgygate-Skandal (Anm.: der unsere freie Presse wegen Lieferengpässen auf dem Medienmarkt nie erreichte) war, daß Prinz Charles Savile gebeten hatte, die Herzogin von York zu beraten, wie ihr Image zu verbessern wäre. (Anm.: squidgy — adjective [squidgier, squidgiest] informal, chiefly Brit. soft and moist.)

Später erzählte Prinzessin Diana ihrem Biographen, Andrew Morton, von der helfenden Hand Saviles, die er dem königlichen Paar 1985 geliehen hatte, als erstmals Gerüchte über ihre Eheprobleme aufgetaucht waren, und ihnen riet, Dyfed in Wales zu besuchen, das vor kurzem durch Überschwemmungen verwüstet worden war.

Um unbemerkt zu agieren, muß ein gut vernetzter Pädophiler zwangsläufig außerdem ein PR-Experte sein. Als sie 1990 seine Londoner Wohnung besuchte, kurz nachdem er (Anm.: im April) seinen Ritterschlag erhalten hatte, sah sich die Glitzerjournalistin Lynn Barber die Glückwunschtelegramme von dem Prinzen und der Prinzessin von Wales und dem Herzog von Edinburgh an, „und eine sehr süße selbstgebastelte Karte mit einem Schnappschuß von Prinzessin Bea, der Herzogin von York“. (Anm.: Prinzessin Bea wurde am 8.8.88 geboren.)

Barber sagte, sie fand den Besuch des „Stoke Mandeville Hospitals“ mit Savile „eine beunruhigende Erfahrung: als er über einer jungen querschnittsgelähmten Frau gurrte:

‚Aha, jetzt habe ich dich, meine Liebe!‘ (‚Aha, now I can have my way with you, my dear!‘) Man kann nur beten, daß sie den Witz zu schätzen weiß.“

Im Nachhinein kann man sehen, daß er wieder einmal die Burgess-Technik, die Wahrheit als Nebelwand zu nutzen, einsetzte, und sich dann dahinter versteckte. Ein paar Jahre später ging meine Frau, Frances Welch, zu der gleichen Wohnung, um ihn zu interviewen.

„So wie manche Leute von Golf-Clubs angezogen werden, werde ich von Krankenhäusern angezogen“, sagte er ihr. „Sie sind besser als Discos. Sie sind 24 Stunden geöffnet.“ Zu der Zeit schien es wie ein Witz.

Im Interview ging es über seine religiösen Überzeugungen. Frances fragte Savile, ob er denkt, in den Himmel oder in die Hölle zu kommen. „Wenn es an den goldenen Toren irgendeine Diskussion gäbe, würde ich anbieten, Sankt Petrus die Daumen zu brechen und zu sehen, wie er das liebt“, antwortete er.

Obwohl er religiös war und jede Woche die Messe besuchte und alle sechs Monate die Beichte, sagte Savile, er sei nicht evangelisch.

„Er zieht den Reißverschluß seiner ausgebeulten Trainingsjacke hoch“, beendete meine Frau die Beschreibung ihrer Begegnung. „‚Ich sage dir nicht, daß du einen Trainingsanzug tragen sollst‘, sagt er mit einem lasziven Blick. ‚Und du sagst mir nicht, daß ich Schlüpfer tragen soll.‘“

Hier finden Sie den Originalartikel, Sir Jimmy, the man who hid in plain sight.

Großbritanniens Pädophilenring: Die Personen des öffentlichen Lebens wurden genannt

2012/11/20

Nick Davies über das Schweigen des GUARDIAN und der Restmedien über die Namen der pädophilen Politiker.

(Das „Kindesmißbrauchstribunal North Wales“ — Bildquelle: REBECCA)

15. Oktober 1997 — Polizisten, Sozialarbeiter und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wurden beschuldigt, einem unerbittlichen Pädophilenring anzugehören, der Kinder in Heimen in North Wales körperlich und sexuell mißbraucht.

Die Namen der mutmaßlichen Mitglieder des Rings wurden von Zeugen in öffentlichen Sitzungen des „Kindesmißbrauchstribunals North Wales“ („North Wales Child Abuse Tribunal“) genannt, doch sie wurden durch den Vorsitzenden des Tribunals, Kronanwalt Sir Ronald Waterhouse, unterdrückt, der den Medien mit Klagen des Obersten Gerichtshofs drohte, falls sie sie drucken.

Der GUARDIAN veröffentlicht heute zum ersten Mal detaillierte Beweise über den mutmaßlichen Ring, der angeblich in Wrexham sitzt und über einen Zeitraum von 20 Jahren örtliche Kinderheime infiltriert haben soll.

Zeugen behaupten, daß Mitglieder des Rings ihre Verbindungen mit der Polizei und den sozialen Diensten nutzten, um ihre Aktivitäten zu verschleiern. Alle Angeklagten bestritten die Vorwürfe.

Zu denen, die dem Tribunal genannt wurden, gehören:

Ein Mann, der den gleichen Nachnamen trägt wie ein prominenter Unterstützer der Konservativen. Zwei Zeugen erzählten dem Tribunal von einem reichen und mächtigen Mann, der dem mutmaßlichen Ring angehörte.

Der Sohn eines einflußreichen Peers, der gegenüber der Polizei einräumte, daß er mit einem minderjährigen Knaben aus einem der Heime Sex gehabt hatte. Trotz seines Eingeständnisses wurde er nie strafrechtlich verfolgt.

Ein mächtiger Beamter, der zuvor von Vorwürfen des Mißbrauchs befreit wurde. Sechs Zeugen berichteten dem Tribunal getrennt von seiner angeblichen Vergewaltigung von Knaben. Ein weiterer meldete seine Teilnahme an Partys in Wrexham, die mit Knaben aus einem Kinderheim versorgt wurden.

Zwei Sozialarbeiter und zwei Polizisten, einer von ihnen wurde in vier verschiedenen Fällen des Mißbrauchs angeklagt und jedes Mal freigesprochen, ein anderer wurde inzwischen in einem anderen Teil des Landes wegen schwerer Unzucht mit einem Kind eingesperrt.

Mehr als ein Dutzend anderer einheimischer Männer, darunter ein Angestellter einer örtlichen Behörde, ein leitender Bewährungshelfer und ein Direktor eines großen Unternehmens.

Alle als Mitglieder des Rings Genannten bestritten die Vorwürfe, entweder in Form von Beweisen an das Tribunal oder durch ihre Anwälte. (Anm.: In Form von gefälschten Beweisen — es hat sich gezeigt, daß, obwohl in der Untersuchung Vorwürfe, die von einer Reihe von jungen Menschen gemacht wurden, diskreditiert wurden, weil sie Vorwürfe gegen Sozialarbeiter erhoben, die laut deren Aufzeichnungen während jener Zeit nicht in jenen Heimen beschäftigt waren, in Wirklichkeit, wenn die Behauptungen wahr sind, ein Sekretär im Rat von North Wales den Auftrag gab, die offiziellen Aufzeichnungen über Datumsangaben und wo und wann bestimmte Jugendliche in Heimen waren, zu verändern — siehe „Großbritanniens Politik steckt in einem Pädophilenring“.)

Als das Tribunal im vergangenen Jahr gegründet wurde, hatte man angenommen, daß die Presse in der Berichterstattung über das Verfahren die Rechtsprivilegien (laws of privilege) nutzen und Namen nennen kann, ohne Angst vor Verleumdungsklagen haben zu müssen.

Sir Ronald entschied dann allerdings, daß die Medien den Namen einer lebenden Person, die wegen des Mißbrauchs von Kindern in den Heimen von North Wales angeklagt wurde oder wahrscheinlich angeklagt werden wird, nicht berichten können, es sei denn, sie wurde zuvor wegen einer solchen Straftat verurteilt.

Seitdem hat er seine Entscheidung zweimal verlängert: Er gewährte einem Mann Anonymität, der vor 16 Jahren starb und einem anderen, der zweimal wegen sexuellen Übergriffen auf Knaben eines Heimes in North Wales verurteilt wurde.

Sir Ronald argumentierte, daß seine Entscheidung mutmaßliche Pädophile ermutigen soll, hervorzutreten und ehrlich auszusagen, ohne Angst vor Vergeltung. (Anm.: diese Entscheidung dürfte Pädophile in der Tat ermutigen — warum kann diese Entscheidung nicht auf Geschwindigkeitsüberschreiter, Steuerbetrüger, Bombenleger, Schwarzfahrer und Mörder ausgedehnt werden?) Kritiker sagen, das sei nicht notwendig, da er die Macht hat, Zeugen zur Teilnahme zu zwingen, und daß diejenigen, die hervortraten, dies taten, um die Vorwürfe zu bestreiten, und nicht um all ihre mutmaßlichen Straftaten einzugestehen.

Ein am Tribunal beteiligter Anwalt sagte, er befürchte, daß der Anonymitätsentscheid Zeugen aktiv entmutigen würde. „Zeitungsleser mögen durchaus Informationen von potenziellem Wert für dieses Tribunal haben. Sie können Mißbrauchsopfer gewesen sein, oder sie können mit den angeblichen Tätern zusammengearbeitet haben. Wenn der Presse nicht erlaubt wird, sie über die Namen derer, gegen die Vorwürfe erhoben werden, zu informieren, dann werden sie nicht erfahren, daß ihre Informationen wichtig sind. Somit werden sie nicht hervortreten.“

Das Tribunal wurde von William Hague angeordnet, dem letzten konservativen Staatssekretär für Wales, nachdem die Grafschaft Clwyd beschloß, den Bericht einer unabhängigen Untersuchung der Mißbrauchsvorwürfe in ihren Kinderheimen nicht zu veröffentlichen. Das Tribunal, das bereits seit acht Monaten Zeugen anhört, wird die Beweisaufnahme voraussichtlich bis Januar fortsetzen.

Hier finden Sie den Originalartikel, Public Figures Named in Paedophile Ring.

Die Schreibblockade der Medien über die pädophilen öffentlichen Dienstler klingt ja sowas von absolut überzeugend und einleuchtend — als ob die bissigen Kämpfer für die Wahrheit auch alle zu 100 Prozent in der Schlacht von Watergate die Zahnreihen geschlossen gehalten und wie ein Nixon geschwiegen hätten, wenn sie nur gewußt hätten, daß dies von ganz oben gewünscht wird.

Ein König Lear für Mädchen

2012/01/13

Mark Tapson über den feministischen Fantasyfilm „Die Eiserne Lady“.

(Wetten, daß der Müllhaufen der Filmgeschichte den Film von der Wertung her ziemlich schnell vergessen wird?)

(weitere Anmerkungen in Klammern)

Der neue Film „Die Eiserne Lady“ („The Iron Lady“) mit Meryl Streep als ehemalige britische Premierministerin Margaret Thatcher stellte die liberalen linken Filmemacher anfangs vor ein Dilemma: Wie eine Oscar-würdige Darstellung liefern, ohne gleichzeitig eine rechte Ikone zu ehren? Sie haben es anscheinend gelöst, indem sie einen Film über eine Feministin gemacht haben, und nicht einen über eine konservative Ikone.

Die Eiserne Lady startet in diesem Monat in den USA und zeigt Thatchers beruflichen und persönlichen Aufstieg und Niedergang — von der Tochter eines Kolonialwarenhändlers an die Spitze der Politik, und, wie es der Film zeigt, wieder zurück in die Irrelevanz aus Einsamkeit und Senilität. Nebenbei sehen wir ihren Kampf gegen die mächtigen Gewerkschaften, ihre Verteidigung des freien Marktes, ihre Beharrlichkeit gegen den sexistischen Spott ihrer politischen Kollegen, ihren Triumph im 1982er Falkland-Krieg, und ihre Churchill gleichende Weigerung, den IRA-Terroristen nachzugeben — diese Liste erweckt in mir den Wunsch, Margaret Thatcher hätte in den letzten 3 Jahren unser Land regiert.

Der Film zeigt Streep, die erfolgreichste Oscar-Preisträgerin der Geschichte, in der Rolle ihres Lebens, die ihr sicherlich eine weitere Oscar-Nominierung einbringen wird. Eine Rolle, die so polarisierend ist, wie die außergewöhnliche Eiserne Lady selbst. Einige Kritiker haben dem Film — oder zumindest Meryl Streep — begeisterte Kritiken gegeben, während ihn andere als gemein und lieblos bezeichneten, auch Angehörige von Thatchers Familie und ehemalige Freunde und Kollegen. Ein Freund der Familie sagte vor der Veröffentlichung des Films, daß Thatchers Kinder „entsetzt waren, was sie über den Film erfuhren. Sie denken, es klingt nach einer Fantasie von liberalen Linken.“

Norman Tebbit, ein Berater, der acht Jahre lang eng mit Thatcher arbeitete und der sich beschwert, daß die Filmemacher ihn und andere, die sie wirklich kannten, nicht ansprachen, schrieb auf Telegraph Online, daß „sie nach meiner Erfahrung niemals die halb hysterische, über-emotionale, chargierende Frau war, die von Meryl Streep dargestellt wird“.

Doch einigen liberalen Linken geht der Film in seiner Unfreundlichkeit gegenüber Englands heutiger (Heerführerin) Boudicca (aus dem 1. Jahrhundert) nicht weit genug. (Rückblende: Schon 1989 entstand in der bekifften britischen Dub-Szene unter den Privatisierungswahnvorstellungen ein Loblied auf die Verstaatlichung der Luft: „Privatize the Air“ von „Gary Clail & On U Sound System“.)

Stuart Jeffries schrieb auf der Internetseite von The Guardian, ihre Zeit war eine „Ära der Wut über das, was Thatcher, die Wirtschaftszerstörerin und Kriegstreiberin, England antat … Es wäre bedauerlich, wenn ‚Die Eiserne Lady‘ diese tiefe Wut übersieht und Thatcher als eine Frau herauskristallisiert, die alle Widerstände besiegt.“ (Der Originalsatz ist lesenswert, ich hatte irgendwie das Gefühl, Jürgen Habermas lebt.)

Die Wut ist aber das, worauf sich die Filmemacherinnen konzentrierten. Meryl Streep und die britische Regisseurin Phyllida Lloyd (die aussieht wie ein Hanoi-Gretchen-Klon), die beide gesagt haben, „Die Eiserne Lady“ ist „König Lear für Mädchen“, machten keinen Film über Thatchers Konservatismus, sondern einen über „eine Frau, die die Geschlechter- und Klassenschranken einer Männer-dominierten Welt zerschlagen hat“. (Oder, in moderner LGBetc Übersetzung, „eine Frau, die die Gender- und Klassenschranken einer Männer-dominierten Welt zerschlagen hat“.)

Streep und Lloyd sind schließlich nicht konservativ. „Ich bin mit vielem von ihrer Politik immer noch nicht einverstanden“, sagte Streep diplomatisch. „Aber ich fühle, daß sie daran glaubte und daß ihre Politik einer ehrlichen Überzeugung entstammte, und daß sie keine Kosmetik war, nur um das Make-up den Zeiten anzupassen.“ (Und jetzt würfeln wir alle, was diese Aussage bedeutet und hören uns nach dem Kauf der DVD/BluRay im Making-of an, wie nachhaltig sich die unglaublichen Erfahrungen der Darsteller während dem Dreh wieder einmal auf deren Lebensalltag auswirken.)

Was diese Politik betrifft, so sagte Streep in einem Interview lachend:

Wir sind nicht an König Lears Politik interessiert. Wir behaupten nicht, wir hätten für ihn gestimmt (echt, das hätte ich jetzt nicht gedacht) … Was mich interessierte, war die Rolle von jemandem, der möglicherweise monströse Dinge tut, oder törichte Dinge.

Monströse oder törichte Dinge? Streeps Ansichten über Politik und Vermächtnis eines weiblichen Lear sind ziemlich unverhohlen. Regisseurin Lloyd beschrieb ihr Ziel, das sie mit diesem Projekt verfolgt, in ähnlicher Weise:

In Teilen von England ist es jetzt sogar eine Sünde, sie als ein menschliches Wesen zu betrachten. Diese Frau ist ein Monster, eine Dämonin. Für mich bedeutete der Film, die menschliche Seite zu finden.

Obwohl sie nicht für Thatcher gestimmt hatte, jubelte Lloyd, als in England schließlich eine Frau an die Macht kam: „Es fühlte sich an wie eine für unser Team.“ Streep erinnert sich ebenfalls daran, wie eine Erregung ihr Bein hochlief:

Bei mir war es das Gleiche. Wir alle dachten, wenn es in England geschehen kann — gebunden an die Klasse, sozial erstarrt, homosexuellenfeindlich — wenn sie dort eine Führerin wählen können, dann ist es in Amerika nur Sekunden entfernt.

Moment mal — hat Meryl Streep die Engländer gerade homosexuellenfeindlich genannt? Und sozial verkalkt? Dies sind nicht gerade Äußerungen, die zu einer erfolgreichen Werbetour beitragen. Aber es kommt immer öfter vor, daß sich viele in Hollywood vergessen und ihr sozial unaufgeklärtes Publikum verachten.

Natürlich begeistern sich Feministinnen normalerweise nicht für Thatcher, trotz ihrer bahnbrechenden Politik. Ihre Ablehnung, „sogar von Feministinnen“, sagt Streep, scheint „etwas zu tun zu haben mit unserem fundierten … Unbehagen im Zusammenhang mit Frauen an der Macht. Oder unserer Angst davor.“ Nein, die feministische Ablehnung von Thatcher hat mit ihrem Konservatismus zu tun, weil sich Feministinnen äußerst unbehaglich fühlen und Angst haben, wenn konservative Frauen das feministische Ideal, „alles erreicht zu haben“, erfolgreicher verkörpern als selbsternannte Feministinnen.

Der libertäre Filmkritiker Kurt Loder behauptet, daß „der Film keine offenkundige parteiliche Agenda hat. Er zeigt gute und schlechte Seiten — abhängig von der eigenen politischen Orientierung.“ Er bemerkt jedoch, daß die vollständig erfundenen Sequenzen des Films über „die senile Eiserne Lady im Ruhestand“, die der Demenz erliegt und Gespräche mit ihrem toten Ehemann phantasiert, „äußerst unangenehm“ und geschmacklos sind.

Auch so verharmlost und untergräbt dieser Film Thatchers Platz in der Geschichte als eine konservative Legende. Als sogenannter König Lear für Mädchen erzählt der Film laut Pressemitteilung „eine Geschichte über die Macht in der Politik, und welchen Preis man dafür bezahlen muß“. Und dieser Preis besteht für Thatcher dem Film zufolge aus geistigem Verfall, Albträumen, Einsamkeit und Trauer.

„Es gab Leute, die den Film gesehen haben und völlig entsetzt waren, wer sich gerne wünschen würde, eine triumphale Saga zu sein,“ sagte Meryl Streep. Ja, Gott behüte, daß Hollywood eine der weltweit bekanntesten Konservativen politisch triumphierend darstellt, stellen Sie sich eine Hollywood-Filmbiographie über einen nationalen Führer vor, den sie vorbehaltlos bewundern, sogar anzubeten — wie wäre es mit Obama? Wäre ein solcher Film irgendetwas anderes als eine triumphale Saga?

Manche zeigen sich über die Auswirkung des Films weitgehend unbeeindruckt. Lord Tim Bell, einer der wichtigsten PR-Berater Thatchers, verwirft ihn als „kein Ereignis“. „Für ihren Platz in der Geschichte wird es keinen Unterschied machen.“ Leider unterschätzt er die Macht von Hollywood auf die Wahrnehmung ganzer Generationen, die von Geschichte wenig Ahnung haben, dank unseres liberalen linken Bildungssystems.

Hier finden Sie den Originalartikel, A King Lear for Girls.