Archive for the ‘Katholizismus’ Category

Atheistische Bloggerin Leah Libresco konvertiert zum Christentum

2012/06/23

Louis Casiano über einen Glaubenswechsel im Internet.

(Anmerkungen in Klammern)

Eine prominente atheistische Bloggerin erklärt, daß sie zum Christentum übertrat.

Leah Libresco machte die Ankündigung am Montag auf ihrer Patheos-Blogseite „Unequally Yoked“. Der Blog-Beitrag mit dem Titel „Das ist mein letzter Beitrag für das Atheisten-Portal auf Patheos“ beschreibt, wie Libresco zu ihrer Entscheidung kam.

Sie sagte, sie rang mit dem Sittengesetz und erforschte, woher es stammt und was dahinter steckt. Freunde sagten ihr, daß ihre Philosophie als Atheistin nicht haltbar wäre.

„Ich war bereit zuzugeben, daß es im Christentum und im Katholizismus Teile gibt, die ziemlich gut in mein moralisches System, über das ich mir äußerst sicher war, passten, während meine eigene Philosophie inzwischen ziemlich zusammengefrickelt und nicht besonders zufriedenstellend war“, schrieb sie.

Sie erwähnt eine Diskussion über Religion in der Nacht vor Palmsonntag und ein Gespräch über Moral, das sie danach mit einem Freund hatte.

Nach einem Hin-und-Her und der Aufforderung ihres Freundes, ein Argument über den Ursprung des Sittengesetzes vorzubringen, hatte sie keine Erklärung. Dann erkannte sie, daß es von einer Person oder einem Wesen kommen mußte.

„Ich glaubte, das Sittengesetz wäre nicht nur eine abstrakte und ferne platonische Wahrheit. Wie es sich zeigt, glaubte ich tatsächlich, daß es eine Art von Person war, und ebenso auch Wahrheit. Und da gab es eine Religion, die mir als der vielversprechendste Weg erschien, sich auf diese lebendige Wahrheit zu berufen“, schreibt sie.

Sie sagte, daß sie trotz ihrer neu gefundenen Religion noch immer über die kirchliche Haltung zur Homosexualität verwirrt ist. (Tja, wie wird man zu einem guten positiven Homosexuellen, der jung und alt jederzeit und überall seine vorbildliche und nachahmenswerte Liebe zeigen kann?)

Ihr Beitrag hatte bis zum Dienstagnachmittag mehr als 750 Kommentare erhalten, von denen die meisten Unterstützung und Glückwunsche zum Ausdruck brachten.

Ein Kommentar lautete: „Ich freue mich für dich, Leah! Ich habe zuvor für dich gebetet, und ich werde es noch steigern. Das Abenteuer hat gerade erst begonnen.“

Es ist nicht das erste Mal, daß ein atheistischer Blogger zur Religion gefunden hat. Ein Blogger, der sich „The Raving Atheist“ nannte, kündigte in seinem Blog vor ein paar Jahren an, daß er zum Christentum konvertierte, berichtete THE BLAZE. Der Blog-Name hat sich seitdem in „The Raving Theist“ geändert.

Laut ihrem Blog wuchs Libriesco in einem säkularen Zuhause in Long Island, New York, auf. Sie begann eine Beziehung mit einem Christen und vereinbarte, einmal in der Woche in die Kirche zu gehen, wenn er dafür in einen Tanzkurs geht. Sie schreibt, daß sich beide einander Bücher und Blogs empfahlen, die zu nächtelangen Diskussionen führten.

Libresco bloggte zuvor für den atheistischen Bereich der Pantheos-Internetseite. Sie sagte, daß ihr Blog nun in den katholischen Bereich umziehen wird. Die Patheos-Internetseite wird für Diskussionen genutzt und um Informationen über verschiedene Religionen zu finden.

Neben Patheos hat Libresco auch für den Religionsteil in der HUFFINGTON POST gebloggt. (Da wird sich die liberale linke HUFFINGTON POST aber freuen, ihren LeserInnen jetzt eine Katholikin präsentieren zu können.)

Libresco antwortete am Dienstag nicht auf eine E-Mail-Anfrage von msnbc.com.

Hier finden Sie den Originalartikel, Atheist blogger Leah Libresco converts to Christianity.

Interessant ist dieser Kommantar einer atheistischen Dame über falsche Atheisten und wahren Glauben:

Wir haben eine verloren

Ich habe noch nie von ihr gehört. *Schulterzucken* Abgesehen von MSNBC sind all die „Nachrichten“-Seiten mit dieser Geschichte natürlich christliche Seiten. Sie pinkeln sich wegen dieser Konversion in die Hose, wenn es denn tatsächlich eine Konversion ist. Ich finde es immer fragwürdig, daß Dekonversionen Leute sind (that deconversions are people), die „nie wahre Christen waren“, und ebenso, daß Atheisten, die eine Religion annehmen, jemals wahre Atheisten waren, aber in diesem Fall frage ich mich, ob sie jemals wahrhaftig eine Atheistin war.

Advertisements

Kommunismus durch Versicherungspflicht

2012/02/16

Ann Coulter über die Vorteile einer Einheitsversicherung.

(MSNBC wurde zuerst durch SPIEGEL-TV und dann durch EMMA-TV und schließlich durch Alice-Schwarzer-TV ersetzt.)

(weitere Anmerkungen in Klammern)

Eine Theorie, warum Barack Obama kostenlose Verhütungsmittel will, ist, daß es Rick Santorum hilft. Andere vermuten, es ist, weil Obama ein anti-religiöser Eiferer mit einer liberalen linken Agenda ist. Einsichtige Menschen können darüber streiten.

Am Ende könnte dies Mitt Romney helfen, die Leute daran zu erinnern, daß der „individuelle Auftrag“ das geringste Problem mit ObamaCare ist. Der „individuelle Auftrag“ ist einfach das rechtliche Argument dafür, warum ObamaCare in einem Land verfassungswidrig ist, das eine verfassungsgemäße Sozial- und Krankenversicherung hat.

Das ist weder ein katholisches Problem, noch ein religiöses. Die Konservativen gehen den Demokraten in die Falle, wenn sie es als solches bezeichnen. Es ist ein freiheitliches Problem. Oder „das F-Wort“, wie die Demokraten es nennen.

Wenn liberale Linke etwas wollen, wird es subventioniert, wenn sie es nicht wollen, wird es verboten. Und jetzt können sie ihren liberalen linken Autoritarismus über das ganze Land verhängen, indem Sie ihre Aufträge und Verbote „Versicherung“ nennen.

Liberale linke Fundamentalisten sagen: Ich verstehe nicht, warum jemand Tiere jagen muß; ich verstehe nicht, warum jemand Fleisch essen muß; ich verstehe nicht, warum jemand jeden Tag baden muß; ich verstehe nicht, warum es jemand stört, in einer wassersparenden Toilette Urin zu sehen; ich verstehe nicht, warum jemand Glühbirnen braucht.

Leckt mich, liberale Linke. Ich verstehe nicht, warum jemand eine Abtreibung, kostenlose Verhütungsmittel, Fäkal-‚Kunst‘ mit Fotos von Vaginas auf der Jungfrau Maria, Bauern ohne Landwirtschaft, oder eine 1.000.000-Dollar-Rente für Anthony Weiner braucht.

Aber ich muß das alles subventionieren.

Und jetzt sollen wir alle gezwungen werden, die gesamte Wunschliste der Stadtverordneten von Berkeley zu subventionieren, die ab jetzt „Krankenversicherung“ heißt.

Versicherungen sind nicht für gewöhnliche Aufwendungen im normalen Lauf der Dinge gedacht, wie zum Beispiel Multivitamine, Wandfarben oder Ölwechsel. Versicherungen sind für unerwartete Katastrophen: Brände, Unfälle, Krebs.

Die Grundidee ist, das Risiko von unvorhergesehenen Katastrophen für den Einzelnen auf viele Schultern zu verteilen. Ihren Tank aufzufüllen, ist zum Beispiel keine unvorhergesehene Katastrophe — unter Obama wird es aber eine sein.

Warum also fällt die Geburtenkontrolle unter eine Versicherung? Antibabypillen sind weder sehr teuer — Generika kosten etwa 20 Dollar im Monat — noch kommt die Notwendigkeit dafür wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Warum werden von Krankenversicherungen nicht Maniküren, Rückenmassagen, Karottenkuchen und Kindermädchen abgedeckt?

Liberale Linke fragen verschnupft, warum es so wichtig für die katholische Kirche ist, Versicherungs-Pläne zur Geburtenkontrolle nicht zu bezahlen, aber die bessere Frage ist: Warum ist es für liberale Linke so wichtig, sie dazu zu zwingen? Warten Sie ab, bis Sie für vibrierende Popo-Stöpsel zahlen sollen!

Die Antwort ist: sie wollen, daß die Regierung offiziell die Geburtenkontrolle genehmigt und später die Abtreibung. Das kommt als nächstes. Sie wollen es aus dem gleichen Grund, weshalb Schwule die Ehe für Schwule wollen — es ist rein symbolisch.

Laut Betty Friedan glauben Gender-Feministinnen, daß die Pille von solch einer zentralen Bedeutung für die Nation ist, daß dafür von allen gezahlt werden muß, d.h. über die Versicherung. Das Argument für subventionierte Abtreibungen wird lauten: wir glauben nicht an ein grundlegendes Menschenrecht!

Unabhängig davon, ob es kein „Recht“ ist oder doch, ist es kein Bereich für eine „Versicherung“. Abtreibung ist ein elektiver Eingriff. Keine Familie geht bankrott, weil sie für eine Abtreibung bezahlen mußte — was etwa so viel kostet wie ein Haarschnitt für John Edwards oder Bill Clinton. Können wir die Krankenkassen, für die wir alle gesetzlich verpflichtet sind, nicht auf finanziell ruinöse Probleme begrenzen?

Nein, das ist nicht vorgesehen. Ebenso wie liberale Linke die Verfassung zu einem Vehikel gemacht haben, um all die liberale linke Politik durchzusetzen, für die Amerikaner niemals wählen würden, wollen sie jetzt die „Versicherung“ für den gleichen Zweck einsetzen. Ihre neue Methode verlangt nicht einmal, daß fünf Richter am Obersten Gerichtshof zustimmen.

Gesundheitsministerin Kathleen Sebelius wird es ganz allein durchsetzen.

Alles, was in der Nähe des feministischen Herzens schlägt, ist im Begriff, ein obligatorischer Bestandteil des Versicherungsschutzes zu werden: Behandlung von Unfruchtbarkeit, Bioresonanztherapie, ein Jahr Vaterschaftsurlaub, Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom, Massagen, Aromatherapie, Alice-Schwarzer-TV, Geschlechtsangleichungen, Geschlechtsumwandlungen, Geschlechtsrückwandlungen. (Dafür sollte ein neues Wort wie Geschlechtshinundherverwandlung geschaffen werden und die Industrie, die Spielzeug zum Umschnallen anbietet, könnte dann vom Gesundheitsministerium gefördert werden — und vom Bildungsministerium, weil der ganze Krempel ja ab dem Kindergarten verfügbar sein muß.)

Und dann, wenn jede einzelne Versicherung im Land gesetzlich verpflichtet ist, eine Million liberaler linker Aufträge zu erfüllen, die nichts mit medizinischen Problemen zu tun haben, werden die Demokraten gerne bereit sein, Krankenversicherungen über die Staatsgrenzen hinweg abzuschließen. Wählen Sie eine Versicherung, die ganz weit weg ist. Alle Versicherungen werden gleich sein.

Das Diktat der regierungsamtlichen Empfängnisverhütung ist nur der Anfang der Kontrolle Ihres Lebens unter ObamaCare. Es gibt schätzungsweise 100.000 weitere Dinge, die das Gesundheitsministerin unter ObamaCare machen muß, gegen die Sie nichts machen können.

Der Gesetzesentwurf hätte „Kathleen Sebelius‘ Traumtagebuch“ heißen sollen.

Wie wir sehen, ist Sebelius keine Gesundheitsministerin, die mit dem Strom schwimmt. Sie ist eine doktrinäre Feministin, der es wichtig ist, eine Botschaft zu senden, indem sie etwas durchsetzt, das mit der Gesundheitsversorgung nur entfernt verbunden ist und alle mehr kosten wird.

Verstehen Sie, warum dies kein katholisches Problem ist? Was nutzt also ein „Kompromiß“, der die katholischen Bischöfe glücklich macht? Sie unterstützten ObamaCare! Sie sollten gezwungen werden, mit den Folgen des totalitären Regimes zu leben, das dem Rest von uns mit ihrer Hilfe aufgezwungen wird.

Vielleicht werden sie vom Auftrag der Empfängnisverhütung aus religiösen Gründen befreit — so wie Gewerkschaften und Obama-freundliche Unternehmen befreit wurden, als sie merkten, daß ObamaCare nichts ist.

Was ist mit dem Rest von uns? Diejenigen, die ObamaCare nicht unterstützen? Wir müssen weiter unter der Fuchtel einer verrückten Gender-Feministin leben, mit unbegrenzter Autorität, alles zu verbieten, was sie nicht will und alles zu subventionieren, was sie will und es „Versicherung“ zu nennen.

Falls Obama im November dieses Jahres wiedergewählt und ObamaCare nicht aufgehoben wird, dann bleibt den Republikanern bloß die Option, unter dem nächsten Republikanischen Präsidenten — falls wir je einen haben — Rick Santorum zum Leiter des Gesundheitsministeriums zu machen.

Er kann den Versicherungskonzernen verbieten, etwas wie Verhütung, AIDS oder Drogenmißbrauch abzudecken, und ihnen den Auftrag geben, alles von Homeschooling-Müttern über Homeschooling-Nachhilfe bis hin zum Kauf seines Buches „It Takes a Family“ zu subventionieren.

Solche Lifestyle-Entscheidungen haben mit „Versicherungen“ genauso viel zu tun wie Verhütungsmittel.

Hier finden Sie den Originalartikel, Communism By Insurance Mandate.

Wie die Römer

2012/01/10

Ben Shapiro über den real existierenden Sozialismus Italiens.

(Anmerkungen in Klammern)

Ich war letzte Woche mit meiner Frau in Europa. Wir verbrachten ein paar Tage davon in Italien, die meisten in Rom, mit all den touristischen Sehenswürdigkeiten: dem Kolosseum, dem Vatikan, der Spanischen Treppe. Im Wesentlichen fuhren wir die Route der Romreise von Audrey Hepburn in Ein Herz und eine Krone nach.

Und natürlich wollte meine Frau ein Souvenir kaufen. Also besuchten wir die unzähligen römischen Flohmärkte, wo Straßenhändler ihre Waren feilboten: billige Kopien von Geldbörsen, Gemälden, Schmuck. Trotz der Probleme mit dem Euro hat der Dollar einen vergleichsweise schlechten Wert, der aktuelle Wechselkurs liegt bei 1 Euro für 1,30 Dollar, also war alles relativ teuer. Doch die Märkte waren überfüllt, und das aus gutem Grund: Italiens wirkliche Wirtschaft besteht aus jenen Märkten, die nicht in den Büchern auftauchen, wo in bar bezahlt wird.

Einige Ökonomen schätzen, daß der Schwarzmarkt volle 50% der italienischen Wirtschaft ausmacht. Selbst Fodor’s Moderner Reiseführer ist über die schiere Größe dieses Marktes erstaunt: „wenn die höchsten Schätzungen zutreffend sind, ist Italiens Schwarzmarkt etwa so groß wie die gesamte Wirtschaft der Schweiz oder Indonesiens. Würden die geschätzten Zahlen des Schwarzmarktes zum offiziellen BIP hinzugefügt werden, dann würde Italien wahrscheinlich Frankreich, Großbritannien und China überholen und die viertgrößte Volkswirtschaft der Welt werden.“ Das ist für Italien natürlich seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs ein Problem; 1951 berichtete Time: „Die Erhebung von Steuern ist in Italien ein Katz-und-Maus-Spiel, das von beiden Seiten verstanden wird. Die Italiener geben in ihren Steuererklärungen nur einen winzigen Bruchteil ihres wahres Einkommens an, und im Gegenzug verdreifacht die Regierung automatisch das, was auch immer der Steuerzahler erklärt“.

Es gibt einen Grund, warum der Schwarzmarkt in Italien so groß ist: es ist der einzige Weg, wie man überleben kann. Die Immobilienpreise in Rom sind unerhört hoch, und die Steuern sind noch extremer: der Spitzensatz bei der Einkommensteuer liegt bei 43% und die Körperschaftssteuer beträgt 31,4%. Es gibt auch eine 20% Mehrwertsteuer. Kein Wunder, daß in Italien so viele Betriebe nicht jeden Tag öffnen — wozu die Mühe, wenn Sie dafür, daß Sie das Gesetz achten, von der Regierung in Form von konfiskatorischen Steuern bestraft werden?

Und doch kann Italien seinen massiven Sozialstaat nicht bezahlen. Italiens Schuldenquote beträgt jetzt 120%. Das Durchschnittsalter liegt bei weit über 40, und eine neue Generation von Kindern ist nicht auf dem Weg. Rom ist zu einem wunderschönen Relikt geworden, nicht nur in der Architektur, sondern in der Bevölkerung.

Während wir in Italien waren, mußte die Regierung eine Sparmaßnahme in Höhe von 33.000.000.000 Euro durchdrücken; in dieser Woche, waren sie lediglich in der Lage, 8.500.000.000 Euro durch Anleiheverkäufe einzunehmen. (Im TAGESSPIEGEL liest sich das so: „Die Versteigerung langjähriger Anleihen füllte Italiens Kassen mit mehr als sieben Milliarden Euro. Damit wurde das angestrebte Volumen von 5,0 bis 8,5 Milliarden Euro erreicht. Für die zehnjährige Anleihe mussten die Geldgeber aber mit einem Zins von 6,98 Prozent belohnt werden. Er lag damit unter dem im November erreichten Rekordhoch von 7,56 Prozent, aber klar über dem Marktzins für deutsche Bundesanleihen von knapp 1,9 Prozent. Bei dreijährigen Anleihen fiel der Zins von 7,89 auf 5,62 Prozent.“ Alles klar?)

Die Regierung versenkte außerdem ihre an die Inflation gekoppelten Rentenzahlungen, was bedeutet, daß die Senioren laut Reuters eine „Einkommenskürzung“ hinnahmen — obwohl diese Senioren nur dafür bezahlt werden, herumzusitzen und Espresso zu trinken. Doch jetzt werden Anreize geschaffen, damit Arbeitnehmer bis 70 beschäftigt bleiben, und im Jahr 2018 soll das Rentenalter auf 66 angehoben werden. Die italienische Regierung erhöhte außerdem wieder einmal die Steuern, dieses Mal in Form einer 1,5 prozentigen Steuer auf Geld, das nach Italien zurückfließt; und die Regierung will die Mehrwertsteuer um weitere 2% erhöhen. Steuererhöhungen sind offensichtlich die Lösung für ein Steuersystem, das die Menschen in eine Schattenwirtschaft treibt. Das neue Motto der italienischen Regierung lautet: Veni, vidi, tributarium.

Doch niemand zahlt den Tribut. Als die Regierung die neuen Maßnahmen durchdrückte, wußte sie, daß sich niemand daran halten würde. Die New York Times berichtete diese Woche:

Erst kürzlich stand Maurizio Compagnone, ein Mitarbeiter der italienischen Steuerbehörde, eines Morgens in einem Klassenzimmer vor den Schülern der Mittelstufe, hier, in einem grünen Viertel, und predigte die Tugenden des Steuerzahlers.

„Ihr mögt vielleicht denken: ‚Ich bin 13, warum sollte ich mich um die Steuern kümmern?'“, sagte er mit ernster Begeisterung, während die Schüler zusahen, leicht gelangweilt. „Aber ihr könnt einen Schritt in die richtige Richtung gehen. Ihr könnt das Verhalten der Menschen um euch herum ändern, eurer Eltern und Freunde.“

„Und die Kinder werden sie führen“, scheint die Philosophie der italienischen Regierung zu sein. Bloß daß es keine Kinder gibt, und daß die Italiener verhungern würden, wenn sie sich den Gesetzen der Regierung fügen würden. (Die 61.000.000 Italiener haben andere Mäuler, die gestopft werden wollen: „In Italien beziehen fast 500.000 Menschen ihr Gehalt aus der Politik: 180.000 als Parlamentarier, Regional-, Provinz-, Gemeinde- und Bezirksräte; der Rest als Berater und Mitarbeiter dieser Räte“.)

Was macht also ein armer Italiener? Zur Arbeit gehen, und die Regierung sich selbst überlassen. Ich habe noch nie so viele erwerbstätige Arme wie in Italien gesehen. Wo Los Angeles‘ verarmte Gegenden Treffpunkte für Drogendealer und Banden sind, scheint es in Rom blühende Märkte zu geben, wo Gauner zu überhöhten Preisen Kunstdrucke der Stadt verkaufen, und wo die Polizei wegschaut.

Meine Frau und ich kauften ein paar Bilder von einem netten jungen Mann, der uns sagte, er wäre ein Kunst-Student. Wir haben wahrscheinlich zu viel dafür bezahlt, und er war wahrscheinlich kein Kunst-Student — als ich fünf Minuten später zurückkehrte, um ihn nach dem Weg zu fragen, war der junge „Künstler“ in der Nacht verschwunden. Aber was solls? Zumindest hat er etwas verkauft. Ich werde die Bilder noch rahmen, und ich werde sie aufhängen. Und besser das Geld bleibt bei ihm, statt an einen 65-jähriger Rentner zu gehen. Wenn Italien Glück hat, wird er das Geld verwenden, um einen Hausstand zu gründen und zu heiraten — Italiens Katholizismus bedeutet, daß die Menschen, im Gegensatz zu Großbritannien oder den Niederlanden, immer noch heiraten — und ein paar Baby-Italiener in die Welt setzen, die Papas unternehmerisches Geschick dann nutzen werden, um Waren und andere Dienste zu schaffen, die andere kaufen wollen.

Die Lektion für die USA ist klar: egal wie hart die Regierung gegen Steuerhinterzieher und Schwarzarbeiter vorgeht, werden solche Aktivitäten mit einem wachsenden Gouvernantenstaat nur zunehmen. Wenn wir ein funktionierendes System wollen, müssen wir die Menschen an diesem System beteiligen, indem wir das schützen, was sie leisten und verdienen.

Hier finden Sie den Originalartikel, Doing As the Romans Do.