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Neue Genomstudie zerstört Ansprüche der Zionisten auf Palästina

2014/02/02

The Snordster von VOICE123 vertonte am 25. Januar 2014 Jim Deans Artikel »New Genome Study Destroys Zionist Claims to Palestine« vom 1. März 2013.

1. März 2013 — Am 14. Dezember 2012 stellte Dr. Eran Elhaik fast zwei Generationen jüdischer Genomforschung auf den Kopf.

Er ging sogar noch weiter. Der junge israelisch-amerikanische Genetiker hat früheren Forschern vorgeworfen, akademische Betrüger zu sein und er leistete die Forschung, um dies zu untermauern.

Wie konnten sich die jüdischen Wissenschaftler vor ihm so getäuscht haben? Ganz einfach, sagt Dr. Elhaik: »Zuerst entschieden diese Forscher, welche Schlußfolgerungen sie finden wollten und dann machten sie sich auf den Weg, um Beweise zu finden, die sie unterstützen.« Ich mache keinen jüdischen Wissenschaftler schlecht. Was Elhaik beschrieben hat, ist ein kompletter Betrug.

Aber warum? Warum sollten Juden, die auf akademische Leistungen so stolz sind, riskieren, sich einem kollektiven Schwindel auszusetzen, der irgendwann entdeckt werden muß? Dr. Elhaik taucht nicht in den Treibsand der Politik, aber ich werde es gerne tun.

Sie begingen den Betrug einzig für den gefälschten biblischen Anspruch auf Palästina, der in ihrem Glauben verankert ist, ein abgesondertes Volk zu sein. Dies unterscheidet sie von allen anderen, weil sie mit ihrem Blut einen Rechtsanspruch stellten.

Sie setzten alles auf die DNA als Kaufbeleg, ein gottgegeber Strichcode für einen Pass nach Palästina. Dr. Ehaik radierte nun den Strichcode weg. Er war leicht ablösbar und nie im Blut.

Aber warum taten sie es? Die zweite Hälfte der Antwort, die seine Untersuchung nicht zu erkennen gab, war, daß es einen Haufen atheistischer und kommunistischer Juden gab, der sich einen Weg schoß, um das Land zu übernehmen — unter dem moralischen Deckmantel von »Gott gab es nur uns«.

Ich muß sagen, daß ich gegenüber diesen atheistischen Juden, die sich auf Gottes Rechtsanspruch und Pass beriefen, bereits ein bißchen mißtrauisch war, bevor ich in meiner Bibliothek ein Bücherregal mit Judacia hatte. Es war natürlich Propaganda. Schon immer. Und eine Geschichte für einen anderen Tag ist die Frage, warum eine ganze Akademikergemeinschaft, die es besser wissen sollte, niederkauert und sich selbst erniedrigt, indem sie zuläßt, daß der Betrug nicht nur auf die Welt gebracht, sondern fortgesetzt wird.

Arthur Koestlers Buch »Der Dreizehnte Stamm« hatte einen wesentlichen Einfluß darauf, den Betrug zu knacken. Es wurde veröffentlicht, als die zionistische Propaganda sehr versiert darin war, einen angesehenen jüdischen Autor zu ignorieren. Die bereits neutralisierte akademische Gemeinschaft brauchten sie nicht zu fürchten und Köstlers Buch stellte für den gefälschten Anspruch auf das Land durch die Zionisten weder eine moralische Herausforderung noch einen Wendepunkt dar.

Dr. Elhaik nagelt die Betrüger buchstäblich ans Kreuz: »… [sie] gingen davon aus, daß die Juden eine Gruppe darstellen, die von anderen Nationen genetisch isoliert ist.« Und weil Juden genetisch nie isoliert waren, zeigte das, wie fehlerhaft und widersprüchlich die anderen Studien waren.

Ich fragte mich, welche Massenvernichtungswaffe die Tyrannen der jüdischen Lobby gegen den jungen israelisch-amerikanischen Genetiker einsetzen würden.

Ich hatte Alan Dershowitz erwartet, der er ihn als einen sich selbst hassenden Juden denunzieren würde, wohingegen in Wirklichkeit Dershowitz der sich selbst hassende Jude ist. Er und Abe Foxman stehen jährlich im Wettbewerb für das negativste jüdische Stereotyp und den besten Tyrannen.

Doch der Angriff blieb aus. Der 32jährige Dr. Elhaik wird weiterhin wie Arthur Koestler behandelt, sogar in höchstem Maße, denn seine wissenschaftliche Arbeit wurde von der »Oxford University Press« veröffentlicht, in der renommierten Zeitschrift »Genome Biology and Evolution«.

Aber denken Sie, daß es die zionistischen Propagandisten sorgen würde, daß die Masse der Öffentlichkeit jemals etwas von seiner Forschung erfährt? Natürlich nicht. Und würden diese Vorgeblichkeitsjuden riskieren, seiner Arbeit 100 Mal mehr Aufmerksamkeit zu geben, indem sie ihn öffentlich angreifen?

Kommen wir zurück zu dem, was Dr. Elhaik fand. Erst entschieden diese Forscher, welches Endergebnis sie finden wollten und dann machten sie sich auf die Suche nach Beweisen, um es zu stützen. »Mein Eindruck ist, daß ihre Ergebnisse geschrieben wurden, bevor sie die Forschung begannen. Sie haben zuerst ihren Pfeil abgeschossen — und dann die Zielscheibe darum gemalt.«

Denken Sie einen Augenblick über das nach, was er sagte. Klingt das wie jemand, der vor der Macht der jüdischen Lobby in Amerika zittert oder wie jemand, der Harikiri begeht, weil er denkt, daß seine Karriere vorbei ist? Nein, das »sie haben die Zielscheibe darum gemalt« war keine Bemerkung aus dem Stegreif, sondern eine, die er für ein Interview mit HAARETZ gewählt hatte.

Das ist kein junger Mann, der auf den Schultern von Betrügern steht, im Gegenteil, er steht auf ihren akademischen Knochen, denn er hat sie bloßgestellt.

Mehr von seinem HAARETZ-Interview: »›Die verschiedenen Gruppen von Juden in der heutigen Welt haben keine gemeinsame genetische Herkunft. Wir reden hier über Gruppen, die sehr heterogen und ausschließlich durch die Religion verbunden sind.‹

Im Endeffekt, so behauptet er, ist das ›Genom der europäischen Juden ein Mosaik der alten Völker und sein Ursprung ist weitgehend chasarisch‹.«

Jetzt zu einigen der wissenschaftlichen Highlights. Dr. Elhaiks Forschung zeigt, daß das dominierende Element im Erbgut der europäischen Juden chasarisch ist. Bei mitteleuropäischen Juden beträgt es 38% und bei osteuropäischen Juden 30%.

Dazu kommt, daß das Genom in beiden Gruppen überwiegend westeuropäisch ist. Welch eine Überraschung.

Das römische Reich ist die dominierende Linie, diejenigen, die an der Grenze siedelten, wie pensionierte Soldaten, und mit den Einheimischen Familien gründeten.

Es gab dort einige jüdische Kaufleute, und Elhaik fand einige nahöstliche Wurzeln, die, wie er vermutet, mesopotamisch sind und ein bißchen aus dem biblischen Israel.

Der Kern ist jedoch, daß die Israel-Verbindung ein so kleiner Teil ihres gesamten Genoms ist, daß es ihren DNA-Rechtsanspruch auf das Land aufhebt. Der gute Dr. Elhaik würde in diesem Sumpf nicht umherwandern, ich werde es aber tun und die Dinge beim Namen nennen.

Was Dr. Elhaik entdeckt hat, ist ein »umgekehrter Holocaust«, die Erfindung von Unmengen von Pseudojuden, die auf das Land Palästina genausowenig einen Blutanspruch haben wie ich, selbst wenn ich konvertierte.

Was ich gerade erklärte, hinterfragt in keiner Weise eine religiöse oder kulturelle Zugehörigkeit. Aber wie wir alle wissen, sind die meisten Juden nicht religiös, auch nicht in Israel, wo weit mehr als die meisten nicht religiös sind. Zieht man das ab, dann ist alles, was bleibt, der Stamm, die DNA, die sie an eine gemeinsame Geschichte der Verfolgung bindet. Doch das ist jetzt alles weg, in Luft aufgelöst.

Wer unter uns hat nicht die Spur einer Erbanlage eines Volkes, das in alten Zeiten gelitten hätte, oder sogar verschiedener Völker, vielleicht fünf oder zehn? Warum sollten wir den Vorgeblichkeitsjuden, die als Club-Med-Vorfahren eine »all inclusive«-Behandlung genossen, erlauben, unseren Genpool auf die hinteren Plätze im Bus des historischen Leidens zu schicken. Ich finde das einfach ein bißchen zu bequem.

Sind diese »Juden« dann also nur eine Bande, vereinigt gegen alle, die nicht zur Bande gehören? Haben sie die ganze Geschichte erfunden wie Bandenmitglieder, die einen Eid leisten und ein Territorium verteidigen?

Und ist das nicht das, was Herzl und vor ihm andere als Möglichkeit sahen, ein Territorium als Land zur Vereinigung von Juden, die sich untereinander sonst immer wie Katzen und Hunde bekämpften?

Und wird die 2000jährige Verfolgung nicht meistens von denen behauptet, die in Wirklichkeit gar nicht von diesem Volk abstammen?

Wer hat hier in Wirklichkeit wen geholocaustet, und warum? Wir hatten Golda Meirs ständigen Holocaust des palästinensischen Volkes, mit ihrem berühmt-berüchtigten: »Es gibt kein palästinensisches Volk.«

Ist das nicht Dr. Elhiaks poetische Gerechtigkeit, uns den wissenschaftlichen Beweis zu liefern, daß es ein solches biblisches jüdisches Volk, als das sie sich selbst präsentiert haben, gar nicht gibt? Und wird dadurch nicht auch die historische »antisemitische« Verleumdung zu einem Betrug, durch ein Volk, das selbst nicht semitisch ist?

Ich denke, es wird Zeit anzufangen, mit den Gründungsmythen reinen Tisch zu machen. Ich muß zugeben, daß ich nie eine Freikarte erwartet hätte, um von einem intelligenten jungen israelischen Arzt von der »Johns Hopkins Universität« die Wahrheit hören zu dürfen, dessen moralisches Ruder sich nicht vom Kurs abbringen läßt.

Er ist kein Gangster, wer auch immer seine Vorfahren waren. Wir nennen dies Führung, vielleicht mit einem Hauch von Moses, der die Mär des Gründungsmythos für diejenigen teilt, die auf die andere Seite gehen möchten.

Wir werden nun sehen, ob sich andere ebenfalls entscheiden, frei zu sein oder weiterhin bei der Bande bleiben. Die militanten Israelis wußten immer, daß dieser Tag kommen würde. Dafür waren ihre Atomwaffen gedacht, schon immer. Sie wußten es.

Sie selbst haben nie daran geglaubt. Sie waren Atheisten, um des Himmels willen.

Hier finden Sie den Originalartikel, New Genome Study Destroys Zionist Claims to Palestine und hier die Vertonung.

Siehe auch:

Zusammenfassung: Das fehlende Glied der jüdischen europäischen Vorfahren: Eine Gegenüberstellung der Rheinland-Hypothese und der Chasaren-Hypothese

Die ultimative Schatzsuche nach dem jüdischen Volk

Die Erfindung des jüdischen Volkes: Israels Gründungsmythos auf dem Prüfstand

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Die ultimative Schatzsuche nach dem jüdischen Volk

2013/03/09

Ofer Aderet über die Erfindung des jüdischen Volkes.

Auf seiner Suche nach den Vorfahren des jüdischen Volkes entdeckte Eran Elhaik, daß einige Aschkenasim ihren Ursprung nicht im Reich Juda haben, sondern im Chasarischen Reich.

The Jewish people's ultimate treasure hunt
Ein Bild vom 30. Juli 2005 zeigt eine Ausgrabung eines aus dem 11. bis 12. Jahrhundert stammenden Hauses in Itil, eine Stadt an der Seidenstraße, die den Chasaren als Hauptstadt diente, die etwa 1280 km südlich von Moskau lag. Foto: AP

28. Dezember 2012 — „Stellen Sie sich eine Gruppe von Blinden vor, die zum ersten Mal in ihrem Leben auf einen Elefanten stößt. Sie berühren ihn mit ihren Händen, um zu begreifen, worum es sich bei diesem Tier handelt. Doch jeder untersucht nur einen Körperteil, so daß am Ende jeder von ihnen einen anderen Eindruck gewinnt, um welche Art von Tier es sich handelt.“ Mit Hilfe dieses alten indischen Gleichnisses, versucht der Genetiker Dr. Eran Elhaik eines der umstrittensten Themen im Studium der Geschichte zu illustrieren: die Herkunft des jüdischen Volkes.

„Seit Jahren haben Wissenschaftler verschiedene Erklärungen vorgeschlagen, woher die Juden kommen“, sagt der gebürtige Israeli Elhaik und listet die verschiedenen Theorien auf, die im vergangenen Jahrhundert zu Lösung des Rätsels vorgeschlagen wurden. Doch jede Erklärung bietet nur einen partiellen Hinweis, und, zu allem Übel, widersprechen die Erklärungen einander.

„Meine Studie ist die erste, die eine umfassende Theorie vorschlagen soll, die alle scheinbar widersprüchlichen Befunde erklärt“, behauptet der junge Gelehrte in einem Telefonat aus seinem Haus in Maryland. Der 32jährige Elhaik führte seine Forschung an der „School of Public Health“ der „Johns Hopkins University“ in Baltimore, Maryland, durch. Anfang dieses Monats veröffentlichte er seine Erkenntnisse in einem Artikel in der von OXFORD UNIVERSITY PRESS herausgegebenen Zeitschrift GENOME BIOLOGY AND EVOLUTION: „Das fehlende Glied der jüdischen europäischen Vorfahren: Eine Gegenüberstellung der Rheinland-Hypothese und der Chasaren-Hypothese“ („The Missing Link of Jewish European Ancestry: Contrasting the Rhineland and the Khazarian Hypotheses“). Einer der Wissenschaftler, der den Artikel vor seiner Veröffentlichung bewertete, beschrieb ihn als tiefgreifender als alle früheren Studien über die Herkunft des jüdischen Volkes.

Elhaik, der sein Licht nicht unter den Scheffel stellt, beschreibt seine Studie in unserem Telefon-Interview als „Durchbruch“ und sagt, daß er die wissenschaftlichen Grundlagen für eine alte und umstrittene Theorie schuf, die behauptet, daß die europäischen oder aschkenasischen Juden Nachkommen der Chasaren sind. Das Chasarenreich bestand aus verschiedenen Völkern (Iraner, Türken, Slawen, Kaukasier und andere), und herrschte über ein riesiges Gebiet, das sich im Mittelalter vom Schwarzen Meer bis zum Kaspischen Meer erstreckte. Laut dieser Theorie konvertierten die Chasaren im achten Jahrhundert zum Judentum, und ihre Nachkommen sind die „europäischen“ oder Aschkenasi-Juden, die heute in Israel und der Diaspora leben.

The quest for the Jewish gene
Hier finden Sie ein größeres Bild — Bildquelle: HAARETZ

Laut der allgemein akzeptierten Geschichtsschreibung stammen die Juden von den Bewohnern des Königreichs Juda ab, die verbannt wurden und nach Tausenden von Jahren des Exils wieder in ihre Heimat zurückkehrten — den heutigen Staat Israel. Die neue Studie unterstützt dagegen die These, daß die Juden von verschiedenen Völkern abstammen, die in verschiedenen Regionen im Mittelmeerraum lebten, und die in verschiedenen Epochen zum Judentum konvertierten. Laut dieser Theorie kann die Geschichte von der Vertreibung aus Juda, das Leben im Exil, das die Juden in den Ländern der Diaspora führten und ihre ständige Sehnsucht nach ihrer Heimat, als ein Mythos angesehen werden.

„Meine Forschung widerlegt 40 Jahre an genetischen Studien, die alle davon ausgegangen sind, daß die Juden eine von anderen Nationen genetisch isolierte Gruppe darstellen“, erklärt Elhaik. Seine Studie basiert auf umfassenden genetischen Daten, die in anderen Studien veröffentlicht wurden. In Ermangelung solcher Daten über die Chasaren selbst, stützte sich Elhaik auf Zahlen von Populationen, die denen der Chasaren genetisch ähnlich sind, wie Georgiern, Armeniern und Kaukasiern — ein Verfahren, das von Forschern auf seinem Gebiet häufig eingesetzt wird. Elhaik sagt, „sie sind alle aus der gleichen genetischen ‚Suppe‘ entstanden“.

Nachdem er zahlreiche Analysen unter Einsatz verschiedener Techniken durchführte, von denen einige noch nie zuvor angewandt wurden, entdeckte der Forscher das, was er als die chasarische Komponente des europäischen Judentums beschreibt. Nach seinen Erkenntnissen ist das dominierende Element im Erbgut der europäischen Juden chasarisch. Unter mitteleuropäischen bzw. osteuropäischen Juden dominiert diese Komponente in ihrem Genom mit einem Anteil von 38 bzw. 30 Prozent.

Welche Komponenten, die das Genom der europäischen Juden ausmachen, gibt es noch?

Elhaik: „[Sie] stammen vor allem aus Westeuropa, das im Römischen Reich verwurzelt ist, und dem Nahen Osten, dessen Ursprung wahrscheinlich Mesopotamien ist, obwohl es möglich ist, daß ein Teil dieser Komponente den israelischen Juden zugeschrieben werden kann.“

Letzteres Datum ist von erheblicher Bedeutung, weil es die europäischen Juden mit Israel „wiederverbindet“. Allerdings macht die Komponente dieser Verbindung nur einen kleinen Teil des Genoms aus, und diese Zahl ist statistisch nicht signifikant genug, um zu begründen, daß das Königreich Juda der Ursprung der Juden ist.

Laut Elhaiks Studie gibt es bei den Juden im Iran, im Kaukasus, in Aserbaidschan und in Georgien eine kontinuierliche genetische Größe, die sie mit den europäischen Juden verknüpft. Mit anderen Worten, es ist möglich, daß diese Gruppen gemeinsame Vorfahren haben — nämlich die Chasaren.

Der Genetiker führt des Weiteren aus, daß es unter den verschiedenen Gruppen von europäischen und nichteuropäischen Juden keine verwandtschaftlichen oder familiären Verbindungen gibt: „Die verschiedenen Gruppen von Juden in der heutigen Welt haben keine gemeinsame genetische Herkunft. Wir reden hier über Gruppen, die sehr heterogen und ausschließlich durch die Religion verbunden sind.“

Im Endeffekt, so behauptet er, ist das „Genom der europäischen Juden ein Mosaik der alten Völker und sein Ursprung ist weitgehend chasarisch“.

Andere Studien

Ähnliche Untersuchungen, die von anderen Wissenschaftlern durchgeführt wurden, darunter einige in Israel und anderen Ländern gefeierte Professoren, kommen zu ganz anderen Ergebnissen. Im vergangenen Sommer veröffentlichte OXFORD UNIVERSITY PRESS beispielsweise das Buch „Das Erbe: Eine Geschichte des jüdischen Volkes“ („Legacy: A Genetic History of the Jewish People“), das versucht, die verschiedenen Studien zusammenzufassen, die in den letzten zwei Jahrzehnten mit dieser Angelegenheit im Zusammenhang standen. Der Autor, Professor Dr. Harry Ostrer, der an der „Yeshiva University“ am „Albert Einstein College of Medicine“ in den Fachbereichen Pathologie, Genetik und Kinderheilkunde unterrichtet, argumentiert, daß alle Juden eine gemeinsame genetische Herkunft und ähnliche genetische Eigenschaften haben. Laut Ostrer ist diese gemeinsame Herkunft nicht chasarisch sondern nahöstlich. Folglich, im Einklang mit seiner Theorie, sind die Juden Nachkommen der Bewohner dieser Region, die dort vor Tausenden von Jahren lebten, verbannt wurden und kürzlich in ihre Heimat zurückkehrten — das heißt, dem heutigen Israel.

Im Gegensatz zu Elhaik fand Ostrer keinen signifikanten Nachweis für eine Verbindung zwischen den Juden und dem Chasarenreich. Darüber hinaus sind die Juden vom genetischen Standpunkt aus, so argumentiert er, näher an den Palästinensern, Beduinen und Drusen als an den Chasaren. Seine Erkenntnisse stützen das Argument, daß die Juden ihren Ursprung im Nahen Osten haben.

Elhaik, der Ostrers Studie bezweifel, behauptet, daß die bisherige Forschung zum Thema „keine empirische Grundlage hat, sich manchmal sogar widerspricht und Schlußfolgerungen bietet, die einfach nicht überzeugend sind“.

Er fügt hinzu: „Mein Eindruck ist, daß ihre Ergebnisse geschrieben wurden, bevor sie die Forschung begannen. Sie haben zuerst ihren Pfeil abgeschossen — und dann die Zielscheibe darum gemalt.“

Im Gegensatz zu anderen Forschern glaubt Elhaik nicht an die Existenz eines einzigartigen jüdischen Gens: „Jeder Mensch ist ein genetisches Amalgam. Keine Bevölkerungsgruppe hat jemals in völliger Abgeschiedenheit von anderen Gruppen gelebt.“ Die Behauptung, daß das Genom vieler Juden eine nahöstliche Komponente enthält, die beweist, daß die Juden aus dieser Region stammen, entkräftet er ebenfalls: „Die Mehrheit der Juden weist die nahöstliche Genkomponente nicht in der Menge auf, die wir zu finden erwarten würden, wenn sie Nachkommen der Juden der Antike wären.“

Elhaik weiter: „Ironischerweise waren einige der Chasaren iranischer Herkunft. Ich denke, es ist naheliegend, anzunehmen, daß die Iraner in nicht unerheblichem Maße zum jüdischen Mosaik beigetragen haben.“

HAARETZ hat sich in den letzten Wochen an eine Reihe von Wissenschaftlern aus Israel und dem Ausland gewandt, darunter Historiker und Genetiker, und sie gefragt, was sie von dem neuen Artikel hielten. Die Historiker lehnten es ab, zu antworten, indem sie darauf verwiesen, daß sie auf dem Gebiet der Genetik keine Erfahrung hätten. Was die Genetiker betrifft, waren sie aus anderen Gründen nicht zur Kooperation bereit. Während einige von ihnen die Anfrage von HAARETZ einfach ignorierten, behaupteten andere, sie wären mit der spezifischen Disziplin der Bevölkerungsforschung nicht vertraut oder zu sehr in Zeitnot, um zu antworten.

Der einzige Gelehrte, der bereit war, seine Meinung zu äußern — und dies mit großer Begeisterung tat –, war Shlomo Sand, Professor für Geschichte an der „Universität Tel Aviv“ und Autor des Bestsellers „Die Erfindung des jüdischen Volkes: Israels Gründungsmythos auf dem Prüfstand“, das im Jahr 2008 von RESLING PRESS auf Hebräisch veröffentlicht wurde — eine englische Übersetzung von Yael Lotan wurde im Jahr 2009 von VERSO veröffentlicht. In den Regalen in seinem kleinen Büro an der „Universität Tel Aviv“ finden sich Übersetzungen des Buches, das jetzt in 22 Sprachen erhältlich ist.

Für Genetiker, die jüdische Gene suchen, hat Sand einige harte Worte der Kritik: „Für einen Ignoranten wie mich, schien Genetik schon immer mit einem Heiligenschein gekrönt zu sein — als eine exakte Wissenschaft, die sich mit quantitativen Ergebnissen befaßt und deren Schlußfolgerungen unwiderlegbar sind.“ Als er damit begann, Artikel über das Thema der Herkunft der Juden zu lesen, stellte er fest, daß er sich geirrt hatte: „Ich entdeckte Genetiker — jüdische Genetiker — deren Kenntnis der Geschichte mit dem endete, was für ihre Prüfungen zur Hochschulreife notwendig war. So würde ich meine Biologiekenntnisse beschreiben. Am Gymnasium hatten sie gelernt, daß es eine jüdische Nation gibt, und auf der Grundlage dieser historischen Erzählung rekonstruieren sie ihre wissenschaftlichen Erkenntnisse.

Ihre Suche nach dem Ursprung eines gemeinsamen Gens zur Charakterisierung eines Volkes oder einer Nation ist sehr gefährlich“, sagt Sand. Mit einigen Vorbehalten nennt er das Beispiel der Deutschen, „die ebenfalls nach einer gemeinsamen Komponente der Blutsbande suchten“. Die Ironie der Geschichte, betont er, kommt in der Tatsache zum Ausdruck, daß, „während in der Vergangenheit jeder, der die Juden als Rasse definierte, als Antisemit verunglimpft wurde, wird heute jeder, der nicht darauf vorbereitet ist, sie als Rasse zu definieren, als Antisemit bezeichnet“.

Sands fügt hinzu: „Früher dachte ich, daß Fakten nur in Disziplinen wie Geschichte und Literatur verschieden interpretiert werden können, doch dann ich habe entdeckt, daß die gleiche Sache in der Genetik getan wird. Es ist sehr leicht möglich, bestimmte Ergebnisse groß herauszustellen, während andere marginalisiert werden, und Ihre Studie als wissenschaftliche Forschung zu präsentieren. Eine Spezialisierung in Genetik kann eine unglaublich hohen Unkenntnis der Geschichte schaffen.“

Hier finden Sie den Originalartikel, The Jewish people’s ultimate treasure hunt.

Wer jetzt auf den Gedanken kommt, eine Grafik der genetischen Kartierung des menschlichen Genoms zu studieren, um zu sehen, ob das Volk mit dem jüdischen Genom Ähnlichkeiten mit den Nachbarvölkern hat, begeht ein Gedankenverbrechen und wird mit Gehirnwäsche durch die nichtjüdisch kontrollierten Medien bestraft.

The Missing Link of Jewish European Ancestry: Contrasting the Rhineland and the Khazarian Hypotheses

Hier finden Sie ein größeres Bild.

Zusammenfassung: Das fehlende Glied der jüdischen europäischen Vorfahren: Eine Gegenüberstellung der Rheinland-Hypothese und der Chasaren-Hypothese

2013/02/05

Eran Elhaik / Johns Hopkins School of Medicine über die Erfindung des jüdischen Volkes.

Termini technici
— Jewish European Ancestry: jüdische europäische Vorfahren
— Rhineland Hypotheses: Rheinland-Hypothese
— Khazarian Hypotheses: Chasaren-Hypothese

The Missing Link of Jewish European Ancestry: Contrasting the Rhineland and the Khazarian Hypotheses
(Anm.: Dieses Bild — hier in groß — diskutieren die Massenmedien nicht.)

Die Frage der jüdischen Abstammung ist mehr als zwei Jahrhunderte lang Gegenstand von Kontroversen gewesen und muß noch geklärt werden. Die „Rheinland-Hypothese“ stellt die osteuropäischen Juden als eine „isolierte Bevölkerung“ dar, die aus einer kleinen Gruppe von deutschen Juden entstand, die in Richtung Osten wanderten und schnell expandierten. Alternativ schlägt die „chasarische Hypothese“ vor, daß die osteuropäischen Juden von den Chasaren abstammen, eine Mischung aus türkischen Clans, die den Kaukasus in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten besiedelten und im 8. Jahrhundert zum Judentum konvertierten. Mesopotamische und griechisch-römische Juden verstärkten das judaisierte Reich kontinuierlich bis ins 13. Jahrhundert. Nach dem Zusammenbruch ihres Reiches flohen die jüdischen Chasaren nach Osteuropa. Diese Beteiligung der jüdischen Chasaren erklärt daher den Aufstieg des europäischen Judentums. Bisher ist die Beteiligung der Chasaren jedoch nur empirisch geschätzt worden, da das Fehlen von genomweiten Daten aus den Populationen des Kaukasus die Prüfung der chasarischen Hypothese ausschloß. Die jüngst erfolgte Sequenzierung der modernen Populationen des Kaukasus veranlaßte uns, die Chasaren-Hypothese zu überprüfen und sie mit der Rheinland-Hypothese zu vergleichen. Um diese beiden Hypothesen zu vergleichen, wandten wir ein breites Spektrum genetischer Analysen der Bevölkerung an. Unsere Ergebnisse stützen die chasarische Hypothese und stellen das europäische jüdische Genom als ein Mosaik aus nahöstlich-kaukasischen, europäischen und semitischen Abstammungen dar und festigen damit frühere widersprüchliche Berichte über die jüdische Abstammung. Weiterhin beschreiben wir einen deutlichen Unterschied zwischen den kaukasischen Populationen, der durch die frühe Anwesenheit von Judäern im Süd- und Zentralkaukasus zu erklären ist. Unsere Ergebnisse haben bedeutende Auswirkungen für medizinische Studien und für die demographischen Kräfte, die die genetische Vielfalt im Kaukasus prägten.

Hier und hier finden Sie den Originalartikel, The Missing Link of Jewish European Ancestry: Contrasting the Rhineland and the Khazarian Hypotheses.

Hier, hier und hier finden Sie die Studie als PDF-Datei.