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Die Idioten vom „Arabischen Frühling“

2012/07/01

Debbie Schlussel über Josef Joffe.

Termini technici
fellow: Artgenosse, Genosse

Selbst wer in den letzten zehn Jahren auch nur gelegentlich eine Zeitung gelesen hat oder das Weltgeschehen beobachtete, weiß, daß die muslimische Welt ein wilder Ort ist, der nie zivilisiert sein wird und dessen einzige Version von „Demokratie“ darin besteht, wilde Artgenossen zu wählen. Jeder, der die muslimische Invasion der israelischen Botschaft in Kairo letzte Woche als Weckruf brauchte, kann weiterschlafen. Sie waren einfach nicht aufmerksam . . . nicht aufmerksam, was die „Gazastreifen-Demokratie“ in HAMASastan betrifft . . . nicht aufmerksam, was die iranisch unterstützte „irakische Demokratie“ betrifft . . . nicht aufmerksam, was die Folter-und-Rache-Koranokratie in Libyen betrifft. Ach ja, und dann gab es die Rudelvergewaltigung von Lara Logan durch die „Befreier“, die sie bejubelte, bis sie kamen, um sie zu „befreien“ . . . und die Jungfräulichkeitstests ihrer „demokratischen“ ägyptischen Artgenossen. Das ist der Islam. Das war der Islam schon immer. Er wird sich nicht ändern. Sie brauchen brutale Diktatoren, um unter den Tieren ein wenig Anschein von Stabilität zu bewahren.

Und um dies zu wissen müssen Sie wie gesagt kein Einstein sein. Sie müssen nur aufmerksam sein. Aber die größten Superhirne der selbsternannten weltpolitischen Superhirne wissen es natürlich besser als wir und unser gesunder Menschenverstand. Und das gilt für Über-Deppen wie Josef Joffe, ein „Genosse“ der „Hoover Institution“, einem so genannten konservativen Think-Tank. Zu Joffes Hoover-Kollegen gehören Fouad Ajami, der größte Bejubler des arabischen Frühlings und ein muslimischer Schiitischen-Phantast der als moderater Daniel Pipes daherstolziert, ein Schwindelriese, der den Islam nicht verdammen will und glaubt, er könne gemäßigt und friedlich sein und der sich für seine mehrere hunderttausend Dollar Jahresgehalt stattdessen hinter dem nicht vorhandenen „Islamismus“ versteckt, ohne die islamische Bedrohung, für die er den Euphemismus Feiglinge gebraucht, anzuerkennen.

Im Wall Street Journal von heute (dem 16. September 2011) hat Joffe einen Gastkommentar mit dem Titel „Die Optimisten lagen beim Arabischen Frühling falsch“. Äh, wirklich? Kein Sch**ß, Sherlock. Das Problem ist, dieser Typ gibt zu, daß er bis zu den muslimischen Ausschreitungen von letzter Woche an der israelischen Botschaft in Kairo dachte, daß die Muslime friedlich wären und eine Demokratie nach westlichem Vorbild haben könnten. Was’n Idiot! Hat er in Kairo während all der Proteste im Februar und März nicht die antisemitischen, mit Hakenkreuzen vollbeladenen, anti-israelischen Schilder bemerkt? Oder die Lara-Logan-Vergewaltigung? Oder die Jungfräulichkeitstests? Oder als was sich „Demokratie“ im Gazastreifen und der sogenannten Westbank herausstellte? Dieser Kerl ist ein Idiot. Und, ey, er ist auch Herausgeber der Wochenzeitung DIE ZEIT und Senior Fellow am Freeman-Spogli Institut. Schauen Sie sich den Teil im heutigen Wall Street Journal an, in dem er sein „Ich bin ein Idiot“-Eingeständnis macht — und beachten Sie, daß er im Rest seines Artikels Hosni Mubarak die Schuld dafür gibt: der Mann, der nicht an der Macht ist und dessen Absetzung der Grund dafür ist, daß all dies vor sich geht, das und die Tatsache, daß es Muslime sind, mit denen wir es zu tun haben:

Ich war zwar nicht allein, doch die Asche auf meinem Haupt gehört mir ganz allein. Ich dachte wie viele: wenn diese netten Massen der Mittelschicht mit Sprechchören von „Freiheit“ und „Demokratie“ auf Kairos Tahrir-Platz drängen, ohne amerikanische und israelische Flaggen zu verbrennen, dann würde schließlich das Morgengrauen über die arabische Welt hereinbrechen. Was für ein Wunder, dachte ich: Die Hunde des Hasses bellen nicht. Und was für ein wunderbarer Moment der Transzendenz! Befreien Sie die Menschen, und sie werden sich von der Besessenheit des Antiamerikanismus und Antisemitismus befreien, den ihre Herren implantiert hatten, um sie von Elend und Unterdrückung abzulenken.

Es war eine falsche Dämmerung — und nicht nur wegen der Entlassung des israelischen Botschafters letzte Woche in Kairo. Auf meinem Tisch liegt ein Reuters-Foto vom 13. Mai; die Bildunterschrift lautet: „Die Menschen am Tahrir-Platz verbrennen während einer Demonstration eine israelische Flagge.“ Solche Symbole der „Arabischen Wut“ gab es Ende Januar nicht, als die Proteste ausbrachen.

Äh, ja, es gab sie, Sie Blödmann. Es gab am Tahrir-Platz viele gut sichtbare antisemitische und Anti-Israel-Schilder. Alter, Sie brauchen ein neues Rezept für Ihre Brille. Oder eine Hirnverpflanzung.

Die Dämonen von einst sind wieder da und vermutlich waren sie nie verschwunden. Die Freitags-Demonstration am Tahrir-Platz begann als Standard-Veranstaltung — nichts als ein weiterer Protest gegen das Militärregime. Aber am Ende marschierten mehrere tausend Menschen — bewaffnet mit palästinensischen Fahnen, Brecheisen und Hämmern — direkt zur israelischen Botschaft, um ein bißchen Abrißarbeit zu leisten.

Ey, Josef, schön, daß Sie endlich aufgewacht sind. Aber es reicht nicht, es ist zu spät. Die ranzige Halal-Milch ist verschüttet. Ihr Rumgeheule wird jetzt nicht mehr helfen. Aber, danke.

Die Idioten vom Arabischen Frühling, Joffe und sein Kollege Ajami und andere, kosten die Welt eine Menge, und vor allem einen stabilen Nahen Osten. Danke Jungs, eine Zillion Mal. Und keine Sorge, der Hoover-Gehaltsscheck kommt bestimmt, trotz Ihrem Jubel für den Feind.

Alhamdillullah [Lob sei Allah].

Hier finden Sie den Originalartikel, The Morons of the “Arab Spring”

Anhang: Josef Joffes Bankrotterklärung.

Die Optimisten lagen beim Arabischen Frühling falsch

Es gibt einen Grund, warum sich der Haß auf Israel so gut mit der arabischen Öffentlichkeit vertrug.

Ich war zwar nicht allein, doch die Asche auf meinem Haupt gehört mir ganz allein. Ich dachte wie viele: wenn diese netten Massen der Mittelschicht mit Sprechchören von „Freiheit“ und „Demokratie“ auf Kairos Tahrir-Platz drängen, ohne amerikanische und israelische Flaggen zu verbrennen, dann würde schließlich das Morgengrauen über die arabische Welt hereinbrechen. Was für ein Wunder, dachte ich: Die Hunde des Hasses bellen nicht. Und was für ein wunderbarer Moment der Transzendenz! Befreien Sie die Menschen, und sie werden sich von der Besessenheit des Antiamerikanismus und Antisemitismus befreien, den ihre Herren implantiert hatten, um sie von Elend und Unterdrückung abzulenken.

Es war eine falsche Dämmerung — und nicht nur wegen der Entlassung des israelischen Botschafters letzte Woche in Kairo. Auf meinem Tisch liegt ein Reuters-Foto vom 13. Mai; die Bildunterschrift lautet: „Die Menschen am Tahrir-Platz verbrennen während einer Demonstration eine israelische Flagge.“ Solche Symbole der „Arabischen Wut“ gab es Ende Januar nicht, als die Proteste ausbrachen.

Die Dämonen von einst sind wieder da und vermutlich waren sie nie verschwunden. Die Freitags-Demonstration am Tahrir-Platz begann als Standard-Veranstaltung — nichts als ein weiterer Protest gegen das Militärregime. Aber am Ende marschierten mehrere tausend Menschen — bewaffnet mit palästinensischen Fahnen, Brecheisen und Hämmern — direkt zur israelischen Botschaft, um ein bißchen Abrißarbeit zu leisten.

Dies ist aber noch nicht alles. Israelische Führer versuchten sechs Stunden lang verzweifelt, mit der Junta Kontakt aufzunehmen; Feldmarschall Tantawi, ihr Führer, wollte weder mit dem israelischen Ministerpräsidenten noch mit seinem Verteidigungsminister sprechen. Es dauerte weitere sieben Stunden, bis ägyptische Sicherheitskräfte den letzten Israeli retteten — und dies vielleicht nur, weil Washington in der Zwischenzeit interveniert hatte.

Die Moral von dieser Geschichte ist einfach. Die Revolution kommt nicht überall hin, und das Leben ist so elend wie immer. Warum nicht also ein kleines Pogrom? Es war nicht die Junta, die diese List erfand, sondern unser guter Freund Hosni Mubarak, der in einem Kairoer Gerichtssaal jetzt um sein Leben kämpft.

Wie bleiben Despoten inmitten von Armut, Hoffnungslosigkeit und Unterdrückung an der Macht? Indem sie den Menschen ein berauschendes Gebräu aus Haß gegen die „Anderen“ verabreichen. Aber warum Israel, ein offiziell von Kairo anerkannter Nachbar, dem 30 Jahre Frieden gewährt wurde? Ein ehernes Gesetz der arabischen Politik erklärt das Paradox: Je besser die Beziehungen von Staat zu Staat, desto schlimmer sind Anti-Amerikanismus und Antisemitismus innerhalb.

Judenhaß? Ist es nicht einfach nur gerechter Antiisraelismus, der durch die Notlage der Palästinenser gespeist wird? Gehen Sie in einen Buchladen in Kairo, Amman oder Riyadh — alle sind quasi mit Israel verbündet — und Sie werden stapelweise antisemitische Traktate finden. Es sind zwar arabische Texte, aber zu 100 Prozent aus dem gestrigen Europa importiert — Ritualmordlegende, Welteroberung und alles. Ebenso die TV-Kost und Zeitungs-Karikaturen, die den Juden als Blutsauger oder Kannibalen darstellen.

Mubarak et al. hatten mit ihren Völkern einen Pakt mit dem Teufel abgemacht: Ich werde mich um die Ungläubigen kümmern, und ihr verschlingt die Phantasien, die euch auf einer Linie halten. Optimistische Vertreter des Arabischen Frühlings wie ich machten den Fehler, die hartnäckige Realität hinter der abgedroschenen Taktik zu ignorieren. Wir hätten fragen sollen: Warum sollten die Despoten diese Dämonen rufen? Weil sie ein integraler Bestandteil der politischen Kultur der Araber und deshalb so leicht zu wecken sind. Der Import des europäischen Antisemitismus begann in den 30er Jahren, lange bevor Israel geboren wurde, geschweige denn seiner Eroberung des Westjordanlandes.

Sich bei der Betrachtung einer Kultur auf den „Essentialismus“ — tiefe und dauerhafte Eigenschaften — zu berufen, ist eine heikle Sache. Kulturen ändern sich, sogar tiefgreifend, sehen Sie sich bloß Deutschlands atemberaubenden Sprung vom Nationalsozialismus in die liberale Demokratie an. Der traurige Weg der ägyptischen Revolution, die nach nur wenigen Wochen ihr giftiges Gesicht zeigte, bestätigt jedoch, wie tief dieser Ekel sitzt. Die Akzeptanz des „Anderen“, welcher der Jude ist — oder sogar ein Kopte –, ist keine Säule der islamischen Kultur. Das Gegenteil — Abscheu — ist allerdings ein hervorragender Zement für Gesellschaften mit unzähligen Konflikten: zwischen Sekten, Klassen, Stämmen und Nationalitäten, zwischen Moderne und Tradition, Stadt und Land, fromm und weltlich. Es ist das Schicksal der Juden in Europa gewesen, als Angriffsziel und einigender Faktor zu dienen, und es bleibt ihr Schicksal in Arabien.

Es hilft auch nicht, sich zu entschuldigen, wie die glücklosen Bemühungen der Regierung Netanjahu demonstrierten, als sie versuchte, die Gemüter zu beruhigen, nachdem fünf ägyptische Soldaten versehentlich getötet wurden, als israelische Truppen im vergangenen Monat Militante entlang der Sinai Grenze verfolgten. Der Mob in Kairo sagte: Die Botschaft muß weg, der Frieden muß weg, Israel muß weg.

Gibt es daraus keinen Ausweg? Sicher gibt es einen. Glückliche Länder brauchen keine Barbaren vor den Toren. Die arabische Gesellschaft ist aber nicht glücklich, weshalb ihr Kampf im Inneren den Konflikt nach Außen treibt, nach Europa und, am 11. September 2001, in die Vereinigten Staaten.

Wann wird es enden? Nicht sehr bald. Nehmen Sie das schöne, protestantische Schweden. Im 17. Jahrhundert war es die Geißel Europas und eroberte etwa die Hälfte der Staaten des Heiligen Römischen Reiches. Es beendete die Kämpfe im Jahre 1814 und nahm stattdessen den langsamen Weg in Richtung Entwicklung und Demokratie. Erst in der Mitte des 20. Jahrhunderts wurde es zu einem so trefflichen Modell der Ruhe. Wenn die Geschichte in diesem Jahrhundert sich doch auch nur etwas schneller bewegen würde.

Josef Joffe ist Herausgeber der Wochenzeitung Die Zeit, ist am Freeman-Spogli Institut als Senior-Genosse bekannt, und wird am Hoover Institut als Genosse geführt.

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