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Die Macht des neuen KGB

2012/01/16

Danila Galperovich interviewt Wladimir Bukowski.

(Lesen Sie außerdem hier Paul Beliens Interview mit Wladimir Bukowski vom 27. Februar 2006 „Former Soviet Dissident Warns For EU Dictatorship“ und hier Wladimir Bukowskis Vortrag in Brüssel vom 23. Februar 2006 „Wie Gorbatschow, Giscard d’Estaing und andere die EU neu erfanden“)

(weitere Anmerkungen in Klammern)

[Danila Galperovich führte dieses Interview auf svobodanews.ru durch. Yelena Glazova hat es für Frontpagemag.com ins Englische übersetzt.]

Eine der bekanntesten und angesehensten Persönlichkeiten der russischen Dissidentenbewegung, Wladimir Bukowski, sprach mit Radio Liberty über die Prinzipien und Methoden, die KGB-Agenten gegen freiheitliche Denker anwenden. Welche dieser Methoden werden in naher Zukunft in Rußland gegen die neuesten Proteste zum Einsatz kommen?

Wladimir Bukowski war schon immer ein scharfer Beobachter, wie der KGB nach dem Machtverlust im Jahr 1991 allmählich seine Stärke wiedererlangte. KGB Vertreter besetzen heute die höchsten Ränge der russischen Machtstruktur. Was wird in naher Zukunft passieren? Was sollte von den Teilnehmern der Proteste erwartet werden?

Dieses Interview wurde in England durchgeführt, zu Hause bei Wladimir Bukowski in Cambridge. Der erste Teil erschien in gedruckter Form am 30. Dezember 2011, Bukowskis 69. Geburtstag. Der zweite Teil des Interviews wird am 4. bis 5. Januar veröffentlicht. Da wir unseren Lesern die Übersetzung des Interviews präsentieren, gratulieren wir Wladimir ganz herzlich zu seinem Geburtstag.

Galperovich: Die jungen Menschen, die zu dem Treffen am Bolotnaya Platz kamen, sind eta 20-25 Jahre alt, und sie sind Manager, Geschäftsleute, Künstler; die Stammgäste und Nutzer von Facebook. Sie verstehen das Phänomen des KGB nicht wirklich, weil der KGB in ihrem Leben nicht als ein sichtbares Phänomen existierte. Dennoch wird diese junge Generation mit den KGB-Agenten, die Schlüsselpositionen des Landes besetzen, zu tun haben. Was sollten diese jungen Leute über ihre Gegner wissen? Was sollten sie erwarten? Welches Bewußtsein ist für diese jungen Menschen in ihrem Kampf von zentraler Bedeutung?

Bukowski: Lassen Sie mich zunächst betonen, daß die KGB-Agenten in den letzten zwanzig Jahren viel von ihrem qualitativen Scharfsinn verloren haben. Zu meiner Zeit überwachte das Zentralkomitee der Kommunistischen Partei die Aktivitäten des KGB, und ohne die Erlaubnis des Zentralkomitees war der KGB nicht einmal in der Lage, Durchsuchungen auszuführen. Diese Kontrolle von oben sorgte für geschliffenes Verhalten und präzise Aktionen; das Zentralkomitee konnte KGB-Agenten immer bestrafen, wenn sie zum Beispiel Fehler machten oder vorsätzlich und ohne Genehmigung handelten. Folglich war der KGB sehr diszipliniert, sehr professionell. Und obwohl diese Agenten auf der Höhe ihres Spiels waren, konnten wir trotzdem viele Siege erzielen, sozusagen auf ihrem eigenen Spielfeld. Alles in allem schnitten sie im Vergleich zu Stalins NKWD nicht mehr so gut ab.

Nach meiner Zeit sind sie jedoch viel tiefer gesunken. Ich bin häufig erstaunt — ihr Niveau entspricht dem einer unfähigen Landwehr aus der Provinz: sie sind nicht der KGB von früher. Sie können nicht einmal Gebäude in ihrer Hauptstadt sprengen, ohne sich zu enttarnen und Spuren zu hinterlassen. Genosse Stalin hätte sie alle erschossen. Als sie zum Beispiel Selimchan Yandarbiev in Katar töteten und danach sofort gefaßt wurden, erschien dies fast unwirklich. Warum beschlossen sie zu handeln, wenn sie von Kameras beobachtet werden? Wieso verwenden sie Telefone, die sich zurückverfolgen lassen und reisen dann zum Landhaus eines Diplomaten? Zu unserer Zeit wäre das undenkbar gewesen. Die damaligen Agenten waren viel qualifizierter.

Doch diese Realität hat auch einen erschreckenden Aspekt — diese Menschen begehen Morde, ohne wirklich nachzudenken oder zu planen und das mit voller Hingabe. Um in der Sowjetära einen Mord zu begehen, mußte man einen Plan machen, das Ziel längere Zeit beobachten, den Plan an das Zentralkomitee einreichen und dann auf die Genehmigung warten. Dies würde einige Zeit dauern. Deshalb wollte der KGB viele Morde nicht [verüben]; man mußte lange und hart arbeiten, um Morde vorzubereiten und sich mit viel Bürokratie befassen. Es war viel einfacher, die Person zu verhaften und ins Gefängnis zu schicken und dann in den Gulag. Aber heute ist es einfacher, zu töten, als zu verhaften — zu verhaften heißt, die Öffentlichkeit einzuladen, Offenheit (Glasnost) zu initiieren, Anwälte anzuziehen, und sogar die Presse, egal wie schwach oder minderwertig sie ist. Die Agenten wollen diesen Lärm nicht. Für sie haben Verhaftungen gefährliche Folgen.

Sasha Litwinenko war die erste Person, die mir diese neue Realität erklärte. Er erzählte mir, daß KGB-Agenten Morde planen, während sie in ihrer Cafeteria sitzen. Hier ist seine Geschichte: „Ich sitze ruhig da und esse meine Suppe. Ein Kollege aus einer benachbarten Abteilung setzt sich zu mir und fragt, ob ich zuverlässige kriminelle Kontakte habe. Ich sage, daß ich sie habe. Dann erklärt er: ‚Wir müssen den Deutschen aus dem Weg schaffen.‘ Ich frage: ‚Was meinen Sie mit aus dem Weg schaffen?‘ Und er sagt: ‚Es wäre auch für Sie gut; 30 Tausend ist Ihr Anteil.'“ So erledigen sie jetzt ihre Geschäfte, und so lösen sie ihre Probleme. Dies muß verstanden werden. Vergleichen Sie unsere damalige Zeit mit der heutigen, dann weist dieses Muster auf einen wichtigen, überraschenden Unterschied. Und gleichzeitig machen diese Agenten fortwährend die dümmsten Fehler. In der Sowjetunion gab es das „weise“ Zentralkomitee der Partei, wegen seiner Macht und seiner Kontrolle vom KGB gehaßt; die Agenten freuten sich, als sie von dieser Kontrolle endlich befreit waren, doch nun machen sie Fehler. Nichts funktioniert wirklich so, wie es sollte.

Galperovich: Können sie die Teilnehmer der Protestbewegung töten, die sie für die gefährlichsten halten?

Bukowski: Zu unserer Zeit war es schwierig, doch jetzt … Ich begann mit der Diskussion der Unterschiede zwischen dem sowjetischen KGB und dem KGB von heute — ich ziehe es vor, den FSB bei seinem alten Namen zu nennen. Ich muß aber auch auf einige grundlegende Gemeinsamkeiten aufmerksam machen, die, wie auch immer, bestehen bleiben. Das erste, was sich die neuen Demonstranten vor Augen halten sollten, ist, daß es aussichtslos ist, mit dem KGB irgend etwas zu vereinbaren. Alle westlichen Politiker — mit Ausnahme von Ronald Reagan — machen hier einen grundlegenden Fehler. Westliche Politiker begreifen einfach nicht, daß es unter der Spezies des Homosapiens diesen ganz besonderen Typus gibt. Mit den Vertretern dieses Typus können Sie keine Vereinbarungen treffen, weil sie nicht vorhaben, Vereinbarungen zu treffen. Ihre Aufgabe ist es, Sie zu ihren Agenten zu machen. Sie sind entweder ein Agent — potenziell oder tatsächlich — oder ein Feind; etwas anderes existiert nichts. Sie denken vielleicht, daß Sie sich selbst auf eine zivilisierte Art und Weise benehmen, wenn Sie irgendwelche Kompromisse finden, aber für sie ist jeder Kompromiss ein Zeichen von Schwäche, und es bedeutet, daß weiter Druck und Zwang aus Sie ausgeübt werden sollte. Man muß also eines bedenken — je schneller man sie durchschaut, desto weniger ist man ihr Opfer.

Ich kann Ihnen eine Geschichte erzählen. Nun, sie klingt manchmal etwas umgangssprachlich, aber ich werde versuchen, die Ecken und Kanten zu glätten.

In unserem Lager traf ich einen alten Lehrer aus Zakarpattia Oblast im Südwesten der Ukraine. Er war ein Gelehrter, konnte fünf Sprachen, war ein außergewöhnlicher Mensch. Doch ganz plötzlich fängt unser Vorgesetzter an, ihn zu bestrafen und ihn für 15 Tage in Isolationshaft zu schicken, und wiederholt dies immer wieder. Unter den Gefangenen gab es in den Lagern diesen multi-ethnischen Ausschuß — oder wie er genannt wurde. Menschen verschiedener Nationalitäten — Armenier, Juden, Ukrainer, Russen, Litauer — versammelten sich, um die Situation in der Zone zu diskutieren. Und hier taucht das neue Problem auf — unserem intelligenten Lehrer zu helfen. Ich, anstatt den Mund zu halten, sage: „Der Vorgesetzte versucht, aus ihm einen Spitzel zu machen, und unser Lehrer ist nicht in der Lage, sie alle zur Hölle zu schicken. Man sollte so schnell wie möglich das übelste Arsenal an Schimpfwörtern verwenden. Eine andere Sprache verstehen sie nicht.“

Nun, jede Initiative ist strafbar. Der Ausschuß beschloß, daß ich dem Lehrer die Situation erklären soll, sobald er aus seiner neuen Einzelhaft zurückkehrt.

Als der Lehrer aus seiner Einzelzelle kam, erklärte ich ihm die Situation und versuchte, ihm beizubringen, wie man flucht. Um die russische „Mat“, die Vulgärsprache des Fluchens (mit möglichst vielen F-Wörtern), in vollem Umfang zu nutzen — nach dem System von Stanislawski. Doch die Lippen des Lehrers wollten sich nicht bewegen. Er konnte es einfach nicht sagen. Er konnte fünf Sprachen, aber er konnte nicht fluchen. Drei Stunden wies ich ihn an. Schließlich lernte er; er begriff die Situation in voller Tiefe. Das nächste Mal, als ihn der Vorgesetzte für 15 Tage in die Isolationshaft schickte, fluchte der Lehrer laut und schmutzig, und als er mit seinen 15 Tagen fertig war, faßten sie ihn nie wieder an.

Diese Geschichte ist in der Tat eine Gulag Parabel. Sie zeigt, daß man sich gegenüber dem KGB nicht anders verhalten kann. Subtilität verstehen sie nicht; ihre Köpfe funktionieren anders. Sie wurden nur in einer Richtung ausgebildet. Und wenn Sie sie nicht mit den übelsten F-Wörtern loswerden können, halsen Sie sich ein großes Leid auf.

Galperovich: Also, diese Agenten sehen sich jetzt mit einem Massenprotest konfrontiert. Es hat in Rußland seit dem Ende der 1980er Jahre keine Massenproteste gegeben. Was wird der KGB jetzt tun?

Bukowski: Die Erfahrung gegnerischer Massenbewegungen machte der KGB während der Perestroika. Damals entschieden die Politiker, Massenbewegungen für ihre Zwecke zu entwickeln und zu pflegen. Und der KGB sollte sie kontrollieren und lenken, und diese Aufgabe wurde pflichtgemäß durchgeführt. Die Tatsache, daß niemand auf dieser Erde Massenbewegungen kontrollieren kann, ist eine ganz andere Frage. Der (von der Geheimpolizei unterstützte) Priester (Georgi Apollonowitsch) Gapon, das Phänomen Zubatovschina und sein Netzwerk aus Doppelagenten (des Polizeichefs Zubatov) — hier haben Sie die besten Beispiele für das unvermeidliche Scheitern dieser Versuche. Die Dienste dieser Agenten führten zur Revolution von 1905. Und dieses Muster taucht unvermeidlich wieder auf. Die Logik ist einfach: das Netz der Agenten, das die Massenagitation zu kontrollieren versucht, wird schließlich vor einem unausweichlichen Dilemma stehen. Die soziale Atmosphäre wird zu gegebener Zeit immer politischer und radikaler; die Protestbewegungen werden schärfer. Wenn die KGB-Strukturen diesem Prozeß widerstehen, werden sie überrumpelt und ihre Macht verlieren; wenn sie mitmachen, verlieren sie ihren Einfluß. Und dann, an einem ganz bestimmten Punkt dieses sehr dynamischen Prozesses — verlieren sie über die Massenbewegungen ihre Kontrolle.

Dennoch haben sie in der Manipulation der Massen sehr viel Erfahrung erworben. Man sollte nicht glauben, daß sie die 1980er Jahre mit Nichtstun verplemperten. Sie studierten die Muster der Manipulation und die Kontrolle der Massenagitation. Es ist auch wahr, daß dies Standardmethoden sind; der KGB hat sie nicht erfunden. Agenten aufzustellen, falsche Bewegungen zu schaffen — verschiedene „Volksfronten“ — all das ist nicht neu. Daß diese Methoden eingesetzt werden, daran habe ich keinen Zweifel. Dies sollte man erwarten. Es tauchen bereits einige Persönlichkeiten auf — ich will sie nicht nennen — die mich argwöhnisch werden lassen. Ich sehe sie mir an und etwas bleibt unklar. Aus welchen Tiefen sind sie aufgetaucht?

Galperovich: Aber da ist (Boris) Nemtsow (von der „Union der rechten Kräfte“, SPS), da ist (Georgi) Jawlinski (der Chef der Jabloko-Partei), da sind verschiedene Arten von Menschen, die nicht neu sind. Haben Sie das Gefühl, daß diese Menschen in diesen neuen Prozessen eine Zukunftsperspektive haben?

Bukowski: Einige dieser Leute haben natürlich eine Zukunft. Nemtsow zum Beispiel. Er besitzt eine einzigartige Kombination: auf der einen Seite hat er Führungserfahrung, da er Teil der Regierung war, selbst ein Gouverneur war, was in der Opposition sonst bei niemandem der Fall ist. Auf der anderen Seite sind seine Erfahrungen als Teil der Opposition glaubwürdig, und in dieser Hinsicht besitzt er Autorität. Ich bin mir sicher, daß man ihn brauchen wird. Was ist mit dem Rest? Die Persönlichkeiten, die in der Opposition am sichtbarsten sind, werden von der breiten Bevölkerung als Option nicht akzeptiert.

Zum Beispiel, mein Freund (der Ex-Schachweltmeister) Garri Gasparow — er ist ihnen zu intelligent, zu weit entfernt vom Volk, zumindest aus ihrer Sicht. (Eduard) Limonow ist eine sehr wichtige Persönlichkeit. Für einen bestimmten Teil der Jugend ist und bleibt er ein Führer — das ist unbestreitbar. Doch dies ist ein sehr kleiner Teil der Bevölkerung. Von einer breiten Bevölkerung wird er nicht akzeptiert. Jawlinski hat auf allen Seiten gearbeitet. Er ist seit 1990 in der Politik und hat alle Wege versucht, Kompromisse akzeptiert, war in vielen komplexen Situationen, und all dies bleibt in Erinnerung, diese Last der Vergangenheit wird nicht vergessen. Also glaube ich nicht, daß Jawlinski vorhat, ein Führer zu werden.

Ich glaube tatsächlich, daß wir die wirklichen Führer nicht kennen. Normalerweise tauchen die Führer dann auf, wenn der Druck am größten ist, wenn es, symbolisch gesprochen, Zeit ist, auf die Barrikaden zu gehen. Dann werden Menschen, die klug und fähig sind, die sich aber auf ihre eigenen Aufgaben konzentrieren, ihre unmittelbaren Berufe verlassen und auf die Barrikaden gehen, weil es nicht mehr möglich ist, sich zu verstecken. Der Protest wird dann von innen heraus zur Notwendigkeit. Dann werden die wirklichen Führer erscheinen — im Moment der Konfrontation! Die wirklichen Führer können weder in friedlichen Zeiten auftauchen, noch kann in der friedlichen Atmosphäre von innen heraus eine ernsthafte Opposition entstehen. Ohne eine offene Konfrontation gibt es keine Opposition! An diesem Punkt schwellen die Proteste in den verschiedenen Schichten der Öffentlichkeit an — durch diejenigen, die nicht sicher sind, womit sie sich identifizieren sollen — also gehen sie zu verschiedenen Treffen. Der Rest ist mit seinen eigenen unmittelbaren Aufgaben beschäftigt. Eine echte Krise setzt privaten Aufgaben jedoch ein Ende. Zu diesem Zeitpunkt wird es unmöglich, privaten Beschäftigungen nachzugehen.

Galperovich: Dies ist also keine Krise?

Bukowski: Ich denke, daß die erste schwere Krise im Frühjahr stattfinden wird, im März oder April. Jetzt gibt es Aufwärmphasen, Schwellungen, die sich von innen aufschaukeln. Diese Stimmung wird im Frühling radikaler. Präsidentschaftswahlen werden im Vergleich zu Parlamentswahlen in der Regel als ein Prozeß angesehen, der schwerer wiegt. Was ist ein Parlament? Was kann es tun, selbst wenn es aus den idealen Mitgliedern besteht? Aber die Präsidentenwahl in Rußland ist ein schwerer Schritt — eine Person wird der Zar des Landes! Und das erzeugt Emotionen, Stimmungen, psychologische Intensität! Man muß kein Wahrsager sein, um vorauszusehen, daß die Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen gefälscht werden — in der gleichen Weise wie die Parlamentswahlen, sogar noch mehr. Und dieser eklatante Betrug wird wieder einmal enthüllt. Es geht nicht anders, das Land ist sehr weit! Man sollte eine sprunghafte Zuspitzung der Auseinandersetzungen erwarten.

Schon jetzt hat sich die Situation sprungweise entwickelt, am 31. August gingen rund tausend Menschen zum Platz des Triumphes, während bereits 40.000 zu einer Kundgebung am Bolotnaya-Platz gingen. Die Beobachter sagen, es waren mehr — vielleicht 60.000. Dies ist eindeutig ein sehr sprunghafter Start. Man kann natürlich immer analysieren, warum dies geschah, aber man kann nicht die Realität dieses überraschenden Anstiegs negieren. Man kann nicht den Prozeß der Unruhen und Radikalisierung in der Gesellschaft verneinen. Und man muß mit einem ähnlichen Sprung im Frühling rechnen. Dies ist keine komplexe Prognose; es ist leicht absehbar. Und dann wird die Krise beginnen, und es wird Barrikaden geben, in welcher Form auch immer. Und dann werden Sie sehr viele Menschen sehen, die aus mittelmäßigen Unternehmen auftauchen, ihre Buchhaltung zur Seite legen und auf den Platz gehen, weil es sonst keine Zukunft gibt.

Das Gespräch wurde am 2. Januar 2012 um 4:00 Uhr und um 15.00 Uhr Moskauer Zeit auf russisch in einer Sonderausgabe der Sendung „Von Angesicht zu Angesicht“ [„Лицом к лицу„] ausgestrahlt.

Bücher von Wladimir Bukowski finden Sie hier.

Hier finden Sie den Originalartikel, The Power of the New KGB.

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