Archive for the ‘George W. Bush’ Category

Journalist Carl Bernstein: Für den Irakkrieg sind zum Teil „jüdische Neokonservative“ verantwortlich

2013/05/02

Tiffany Gabbay über die unsichtbare Hand und einen MSNBC-Moderator, der locker den 1. Preis von Pisa gewinnen würde.

Termini technici
Neokonservative: Trotzkisten werden heute als „Neokonservative“ bezeichnet. Sie sind „Konservative“, weil sie die Sowjetunion ablehnten, sind aber immer noch Marxisten.

Journalist Carl Bernstein Tells Joe Scarborough: 'Jewish Neocons' Responsible in Part for Iraq War

Der angesehene und kontroverse Journalist Carl Bernstein sagte Joe Scarborough von MSNBC am Freitag, daß der „geisteskranke“ Irakkrieg von Bush, Cheney und „den jüdischen Neokonservativen verübt wurde, die die Welt neu gestalten wollten“.

Carl Bernstein rechtfertigte seine Gehässigkeit über die Juden dann, indem er sagte, „vielleicht kann ich das sagen“, da er selbst Jude ist.

Für seinen Teil bemerkte der Moderator von „Morning Joe“, daß manche Menschen Bernstein vielleicht beschuldigen könnten, unter einer „Bush-Geisteskrankheit“ zu leiden.

„Das war ein geisteskranker Krieg, der uns wirtschaftlich und moralisch in die Tiefe zog“, begann Bernstein.

„Wir zogen gegen einen Mann in den Krieg, der absolut nichts mit 9/11 zu tun hatte. Es war ein Vorwand! Es ist unerklärlich und wir haben da Cheney, und wir haben da Bush, und wir haben da die jüdischen Neokonservativen, die die Welt neu gestalten wollten. Vielleicht kann ich das sagen, weil ich Jude bin. Um ein bestimmtes Ergebnis herbeizuführen …“

Als Reaktion auf das, was viele für eine Bemerkung halten könnten, die für Juden beleidigend ist, ergriff Scarborough das Wort und sagte, daß Bernstein vorgeworfen werden kann, Symptome einer „Bush-Geisteskrankheit“ zu zeigen.

„Es wäre viel schlimmer, wenn das ein Baptist aus dem Süden gesagt hätte“, begann der Moderator von „Morning Joe“.

„Aber ich denke wirklich, daß Ihnen da manche eine ‚Bush-Geisteskrankheit‘ vorwerfen würden, daß es da diese große Verschwörung der Neokonservativen gab, und Sie sagten jüdische Neokonservative, daß sie irgendwie unter einem Vorwand für den Staat Israel in den Krieg zogen.“

Bernstein wehrte sich gegen Scarboroughs Behauptung, doch der MSNBC-Moderator prügelte weiter auf den Autor ein, der am bekanntesten dafür ist, neben dem kontroversten Jorunalistenkollegen Bob Woodward den Kern der Berichterstattung über den Watergate-Skandal geliefert zu haben. (Anm.: Was war eigentlich das Schlimme an Watergate, d. h., zu welchem Schaden für die Gesellschaft hätte die Tat geführt, wenn sie nicht aufgedeckt worden wäre?)

Scarborough fuhr fort:

„Lassen Sie mich wiederholen. Wenn Sie der Präsident der Vereinigten Staaten wären. Wenn Sie der Oberbefehlshaber der Vereinigten Staaten wären und ein Jahr zuvor werden die Vereinigten Staaten von Amerika von Terroranschlägen getroffen und der CIA-Direktor, dessen Job und Aufgabe es ist, jeden einzelnen Tag Informationen zu verfolgen, kommt ins Weiße Haus und sagt zu Ihnen, Herr Präsident, es ist eine todsichere Sache, Saddam Hussein hat Massenvernichtungswaffen. Sie können George W. Bush für eine Menge Dinge kritisieren. Sie können ihn kritisieren, nicht mit Colin Powell gesprochen zu haben, der der General ist, der ein Jahrzehnt zuvor den Krieg im selben Land leitete. Sie können sagen, er hätte länger warten sollen, er hätte warten sollen und hoffen, daß die Sanktionen funktionieren würden. Aber was kann man nicht sagen kann, Carl, ist, daß dies eine geisteskranke, völlig von der Realität losgelöste Entscheidung war, weil Sie der Präsident der Vereinigten Staaten sind. Lassen Sie uns das einfach durchspielen. Wenn Sie der Präsident der Vereinigten Staaten sind und der CIA-Direktor und so ziemlich jede andere Agentur mit Informationen auf dem Globus sagt, Saddam Hussein hat Massenvernichtungswaffen, und Sie spüren, daß Sie gegen ihn vorgehen müssen. Wenn Sie das nicht tun, wenn Sie das nicht tun, und dann wird Amerika getroffen, was sagen Menschen wie Carl Bernstein dann ein Jahrzehnt später?“

Sehen Sie hier das Video.

Hier finden Sie den Originalartikel, Journalist Carl Bernstein Tells Joe Scarborough: ‚Jewish Neocons‘ Responsible in Part for Iraq War.

Siehe auch: Kevin MacDonald: Die Neokonservativen und die Juden

Vertuscht Tony Blair den Pädophilenskandal?

2012/11/29

Wayne Madsen über die Pädo-Regierungen Blair und Bush.

(Wer jetzt überrascht ist, sollte seiner Gesundheit zuliebe langsam anfangen, mit Rauchen, Fernsehen und Tageszeitung aufzuhören.)

6. April 2007 — Während der britische Premierminister Tony Blair im „Adelstitel für Geld“-Skandal strafrechtlich verdächtigt wird, haben wir erfahren, daß es einen noch explosiveren Skandal gibt, den Blair bis jetzt hinter der drakonischen britischen Politik sogenannter „D-Notices“ verstecken konnte — Regierungsanordnungen zur „nationalen Sicherheit“, die den britischen Medien verbieten, über bestimmte Fälle zu berichten.

Im Jahr 1999 führte eine internationale Ermittlung mit dem Decknamen „Operation Ore“ gegen Kinderpornographie und Pädophile durch Großbritanniens „National Criminal Intelligence Service“ allein im Vereinigten Königreich zur Identifizierung von 7.250 Verdächtigen. In dem Fall wurden 1.850 Personen strafrechtlich verfolgt und 1.451 verurteilt. Fast 500 Personen wurden von der Polizei befragt — „unter Vorsicht“ („under caution“), das heißt, sie waren Verdächtige. Gegen 900 Personen wird weiter ermittelt. Im Frühjahr 2003 ergriff die britische Polizei im Rahmen von „Operation Ore“ schließlich einige Hauptverdächtige, darunter hochrangige Mitglieder der Regierung Blair.

Blair erließ jedoch eine „D-Notice“, was in einem Maulkorb für die Presse resultierte, keine Details der Ermittlungen zu veröffentlichen. Als Grund für die „D-Notice“ zitiert Blair den drohenden Krieg im Irak. Die Polizei entdeckte auch Verbindungen zwischen britischen Pädophilieverdächtigen der Labour-Regierung und dem belgischen und portugiesischen Kinderhandel zum Zwecke der Prostitution — darunter Knaben aus dem Waisenhaus Casa Pia in Portugal. (Anm.: Seltsamerweise scheint im Hintergrund an den Marionettenfäden jemand so mächtig zu sein, daß sich auch unsere Massenmedien an alte und neue „D-Notices“ halten und die Namen der Kinderschänder nicht veröffentlichen und auf Rekordauflagen und -umsätze verzichten.)

Tony Blair erstickt Ermittlungen gegen Pädophile

In den Vereinigten Staaten bildete „Operation Avalanche“ das Gegenstück zu „Operation Ore“. Von 35.000 Personen, gegen die ermittelt wurde, klagten die US-Behörden allerdings nur 100 an. Die internationalen Ermittlungen gegen Pädophile begannen, als die Polizei von Dallas und die US-Postpolizei (US Postal Inspection Service) die Büros von „Landslide Productions“ in Fort Worth, Texas, durchsuchten und Aufzeichnungen über Tausende von Personen auf der ganzen Welt, die Kinderpornokunden der Firma waren, beschlagnahmten. Landslides glückliche Tage als ein in Fort Worth ansässiger internationaler Online-Markt für Kinderpornographie war während der Amtszeit von George W. Bush als Gouverneur von Texas. (Anm.: Landslide-Gründer Thomas Reedy wurde ursprünglich zu 1.335 Jahren Gefängnis verurteilt, die Strafe wurde später auf 180 Jahre reduziert.)

WMR hat erfahren, daß die Regierung Bush, wie die von Blair, in Führungspositionen mit Pädophilen besetzt ist. Das Pädophilennetzwerk erstreckt sich auch auf die US-Rüstungsindustrie, insbesondere auf einige der Unternehmen, die am sexuellen Mißbrauch von Minderjährigen in offenen und verdeckten US-Gefängnissen beteiligt waren — in Abu Ghraib, Guantanamo, Afghanistan, Thailand, im Kosovo, und jetzt in drei Gefängnissen in Äthiopien.

Hier finden Sie den Originalartikel, Blair covering up paedophile scandal?

Quizfrage: Wie lang könnte ein Artikel sein, in dem versucht wird, das Problem totzuquatschen?

Sehen Sie selbst und staunen Sie, und sehen Sie sich im Originalartikel ganz unten unbedingt die süßen erotisch angehauchten Ritter spielenden Kinder an, die ich hier nicht zeige, obwohl sie nicht pornographisch sind, aber dennoch die typischen Bilder, die Kinderliebhaber zwischen Aufstehen und Schlafengehen so sammeln.

(Und ja, logisch machen Polizisten bei Ermittlungen auch Fehler, diese Fehler fordern aber regelmäßig sehr viel weniger Menschenleben als die Fehler von Politikern, weil die Polizei naturgesetzlich bedingt nicht so viel stümpert wie die Politik.)

Teil 1:

DOSSIER ‚OPERATION ORE‘: DER (BISHER) GRÖSSTE POLIZEI-, JUSTIZ- UND MEDIENSKANDAL DES NEUEN JAHRTAUSENDS, TEIL 1

39 Selbstmorde wegen hysterischer Ermittler allein im UK

Teil 1: Der Fall „Operation Ore“

Von Karl Weiss

“Operation Ore”, das ist jene grosse Polizeioperation, die 1999 in den USA begann und viele Zehntausende von angeblichen Konsumenten von Kinderpornographie betraf, u.a. auch Pete Townshend. Es hat sich im April/Mai 2007 endgültig herausgestellt, dass sie alle – oder fast alle – Opfer von Ringen von Kreditkartenbetrügern wurden. Sie wurden angeklagt und zum Teil auch verurteilt aufgrund von völlig unzureichenden Anhaltspunkten (ihre Kreditkartendaten waren benutzt worden, um bestimmte Sites zu besuchen, unter denen auch Kinderporno-Sites gewesen sein sollen).

Obwohl jetzt aufgrund der zähen Arbeit des britischen Journalisten und Computer-Spezialisten Duncan Campbell erwiesen ist, sie dürften (fast) alle unschuldig gewesen sein, negiert die Polizei weiterhin die Rehabilitation der Verdächtigen, die zu Opfern wurden. Aber, was das Unglaubliche ist: Nicht eines unserer Massenmedien in Deutschland berichtet über diesen Skandal. Auch in Grossbritannien gibt es wenig öffentliche Information, wo es allein 39 Selbstmorde von so Angeklagten gab.

Auch wenn in Deutschland dieser unglaubliche Fall von Verfolgung Unschuldiger völlig von den Massenmedien unter den Teppich gekehrt wird, zeigt er doch exemplarisch, welche absurden Blüten die „Kinderporno“-Hysterie zu treiben vermag. 7272 Briten und mehr als 1400 Deutsche wurden 2002/2003 und später völlig unschuldig der Kinderporno-Herstellung bzw. des Zusammenhangs mit einem Internet-Kinderporno-Ring verdächtigt und öffentlich angeschwärzt.

Der Kinderporno-Vorwurf wird zum Ersatz der mittelalterlichen Hexenjagd.

Die ganze Aktion, in den USA genannt ‚Operation Avalanche’, in Grossbritannien ‚Operation Ore’, in Deutschland „Operation Pecunia“ oder „Aktion Pecunia“ begann 1999. In den USA hatte das FBI einen Hinweis auf Kinderporno-Sites im Internet bekommen und begann zu ermitteln. Man wurde dann auch schnell fündig. Es gab einen Zugangsschlüssel-Verkäufer für Internet-Sites, davon viele Porno-Seiten, mit dem Namen ‚Landslide’, dessen Besitzer ein gewisser Thomas Reedy war. Angeblich waren unter den vielen Websites und Porno-Sites, die über seine Eingangsseite unter der Bezeichnung ‚Keyz’ liefen(das ist eine Verballhornung von keys, also Schlüssel; man kaufte dort Schlüssel zum Zugang zu anderen Websites), auch Kinderporno-Seiten oder jedenfalls die Ankündigung von solchen.

Eigentlich war das von der Firma ‚Landslide’ im Internet angebotene ‚Keyz’-System eine Zahl- und Zugangsstelle für andere Websites (einschliesslich einer Altersprüfung in bestimmten Fällen; die Altersprüfung findet in den USA durch die Kreditkarten statt, die üblicherweise nur Erwachsenen haben). Es wurden über diese Zahl- und Zugangsstelle so viele Websites angelaufen, die eine Bezahlung zum Zugang verlangten, dass Reedy völlig die Übersicht verloren hatte, welche Sites das waren. In seinem Prozess konnte er glaubhaft versichern, er hatte nicht die geringste Ahnung, ob da eventuell auch Sites mit Kinderpornographie dabei waren. Das nahm man ihm allerdings nicht ab und er wurde verurteilt.

Das FBI erwirkte einen Durchsuchungsbefehl und beschlagnahmte die „Keyz“-Computer. Dort fand man die Nummern und Namen der Kreditkartenbesitzer, die sich Zugang zu Seiten bei ‚Landslide’ erkauft hatten. Auf richterliche Anordnung mussten die Kreditkartenorganisationen die Daten (Adressen usw.) der dazugehörigen Kartenbesitzer herausrücken. Es handelte sich weltweit um etwa 250 000 und allein in den USA um etwa 35 000 Personen, die so in den Verdacht gerieten, etwas mit Kinderpornographie zu tun zu haben. In Grossbritannien waren es 7 272, in Deutschland über 1 400 Personen, in der Schweiz erhielt die Operation den Namen ‚Genesis’ und betraf ebenfalls Hunderte von Verdächtigen. Offenbar sind auch andere Länder betroffen, aber darüber liegen keine Informationen vor.

Es war eine Mitteilung zusammen mit den anderen Dokumenten von den USA in die anderen Länder geschickt worden mit dem Inhalt: Auf der Startsite von ‚Landslide’ bzw. ‚Keyz’ habe es einen Knopf zum Klicken gegeben, der eindeutig als „Kinder-Pornographie“ gekennzeichnet war. Alle, die gezahlt hätten, mussten diesen Knopf angeklickt haben. Damit, so die britische (und wahrscheinlich auch bundesrepublikanische) Polizei, sei ihre Schuld bewiesen, auch wenn man kein Kinderporno auf den Computern findet.

Später (2005) stellte sich heraus, diese Behauptung stimmte nicht. Sie stammte aus der Aussage eines Polizisten, der mit Untersuchungen betraut war, eines gewissen Steve Nelson und wurde später widerrufen. Der Zugang zu ‚Landslide’ oder ‚Keyz’ hatte in Wirklichkeit zunächst nichts mit Kinderpornographie zu tun, wenn auch innerhalb dieses Netzwerks tatsächlich Kinderpornographie angetroffen wurden sein soll.

Duncan Campbell, ein englischer Journalist und Computer-Experte, der jahrelang Aufklärungs-und Recherche-Arbeit in diesen Fall gesteckt hat und der im Jahr 2006 Zugang zu Kopien der Original-Festplatten des ‚Keyz’-Netzwerks erhalten hat, beschreibt den Zusammenhang folgendermassen:

Wenn man auf die Startseite von ‚Keyz’ kam, war nicht der geringste Hinweis auf Kinderporno zu finden. Ging man dann auf eine bestimmte (von zig) Unterseiten, tauchten unten auf der Site sogenannte Fremdanzeigen auf, die ständig wechselten. Zu bestimmten Zeitpunkten konnte jemand, der auf diese Untersite gestossen war, dort den Hinweis finden: „Hier klicken für Kinderporno“. Die entsprechenden Seiten, die dort verlinkt waren (eventell auch nur eine) gab es zum Zeitpunkt der Untersuchungen 2006 nicht mehr.

Hätten die Ermittler in den USA damals direkt diese forensischen Untersuchungen vorgenommen, wären sie wahrscheinlich noch auf die tatsächlichen Kinderpornoseiten gestossen oder eventuell auch auf „Fake“-Seiten (die also nur abkassieren, aber gar nichts zeigen). Es gibt keinerlei Belege, dass die eigentlichen Hersteller der Kinderpornos auf diesen Seiten je zur Rechenschaft gezogen wurden, sofern da wirklich Kinderporno zu sehen war.

In den USA wurden denn auch von den 35 000 Betroffenen lediglich etwa 100 tatsächlich verurteilt, weil man zusätzliche Beweise gefunden hatte, z.B. Kinderporno im Computer. Nicht so in Grossbritannien. Scotland Yard gab sich mit der genannten Mitteilung zufrieden und klagte alle des Konsums von Kinderpornographie an, deren Kreditkarten-Nummer von den US-Behörden übermittelt worden waren.

Es hätte ausgereicht, die Computer von einem Fachmann untersuchen zu lassen, wie das nun erst im Jahre 2006 geschah. Der hätte sofort (und hat dann auch 2006/ Anfang 2007) die Spuren der Fälscher gefunden. Die Kreditkartenüberweisungen wurden nämlich nicht von einzelnen Websites, eine nach der Anderen, gemacht, sondern pulkweise von nur wenigen Sites. Die Ergebnisse der forensichen Untersuchungen der sechs Festplatten von ‚Keyz’ liegen seit Anfang 2007 vor und wurden im wesentlichen im April und Mai 2007 veröffentlicht.

Die britischen (und wohl auch deutschen) Behörden forderten aber gar nicht Kopien der Original-Computer-Festplatten zur forensischen Untersuchung an. Ebensowenig wurde Steve Nelson als Zeuge einvernommen.

So wurden Tausende von Personen völlig unschuldig des Konsums von Kinderporno angeklagt, aufgrund einer schriftlich übermittelten nicht überprüften Aussage eines Polizisten, der niemals in Grossbritannien, der Schweiz oder der Bundesrepublik aussagte. Immer nach dem Motto: „Grosser Bruder von jenseits des Atlantiks befiehl, wir folgen“.

Die Verfolgungen, Festnahmen, Durchsuchungen usw. in Europa begannen 2002/2003 und zogen sich bis vor kurzem hin. Ein Teil der Fälle ist bis heute noch nicht zu den Akten gelegt.

In der Folge der Hausdurchsuchungen und Beschlagnahme von Hunderttausenden von Festplatten, CDs, DVDs, Disketten und anderen Datenträgern waren in den betroffenen Ländern für Jahre wesentliche Teile der Ermittlungskapazitäten der Polizeiapparate lahmgelegt, weil all dies Material auf Kinderpornos durchsucht werden musste. Es kann nur vermutet werden, wieviele ernsthafte Verbrechen ungesühnt blieben, weil man hinter vermeintlichen Kinderporno-Konsumenten her war.

Man lese nur, welch schwerwiegender Polizei-Fehler inzwischen bereits Teil einer Enzyklopädie, dem englischen ‚Wikipedia’ ist:

„…many of the people making charges at child porn sites were using stolen credit card information (and the police arrested the real owners of the credit cards, not the actual viewers). Plus, thousands of credit card charges were made where there was no access to a site, or access to only a dummy site. When the police finally checked, they found 54,348 occurrences of stolen credit card information in the Landslide database. The British police failed to provide this information to the defendants, and some implied that they had checked and found no evidence of credit card fraud when no such check had been done.“

„…viele der Leute, die für den Zugang zu Kinderporno-Sites zahlten, verwendeten gestohlene Kreditkarten-Informationen und die Polizei nahm die wirklichen Kreditkartenbesitzer fest und nicht jene, die wirklich Kinderporno sahen. Ausserdem wurden Tausende von Abbuchungen auf Kreditkarten gemacht, wo es überhaupt keinen Zugang zu Kinderporno-Sites gab oder nur Zugang zu Schein-Sites ohne Inhalt. Als die Polizei am Ende zusammenzählte, fanden sie 54 348 Fälle von gestohlenen Kreditkarten-Informationen in der ‚Landslide’- Daten-Basis. Die britische Polizei gab diese Information aber nicht an die Verteidiger der Verdächtigen weiter, einige Polizisten behaupteten sogar, sie hätten nach Anzeichen von Kreditkartenbetrug gesucht, aber nichts gefunden, obwohl eine solche Suche gar nicht stattgefunden hatte.“

Es wird deutlich, was in England wirklich geschah: Anfänglich sonnte sich die Polizei in der positiven Öffentlichkeit, die sie gewann, als sie scheinbar Tausende von „abscheulichen Kinderschänder-Nestern“ aushob.

Ab dann war es nur noch der Versuch, die wirklichen Tatsachen unter dem Teppich zu halten und die anfänglich gemachten schwerwiegenden Fehler zu rechtfertigen und zu vertuschen. Dazu wurde gedreht, gefälscht und gelogen. Man entschied sich, die einmal erfundene Geschichte weiterhin zu unterstützen, auch wenn dafür alle Regeln der korrekten Polizeiarbeit missachtet werden mussten.

Die Folgen waren tragisch. Es wurde das Leben vieler, vieler Menschen zerstört. Auf der englischen Wikipedia-Site kann man nachlesen, was allein in Grossbritannien geschah:

“In the United Kingdom, it has led to 7,250 suspects identified, 4,283 homes searched, 3,744 arrests, 1,848 charged, 1,451 convictions, 493 cautioned, 879 investigations underway, 109 children removed from suspected dangerous situations and at least 35 suicides.”

„Im Vereinigten Königreich (Grossbritannien) hat die Operation zu 7 250 Verdächtigen geführt, 4 283 Wohnungen wurden durchsucht, 3 744 Personen wurden festgenommen, 1 848 Personen wurden angeklagt, 1451 verurteilt, 493 sind auf Kaution in Freiheit, gegen 879 wird weiterhin ermittelt, 109 Kinder wurden aus vermuteten „gefährlichen Situationen“ entfernt und mindestens 35 der angeklagten Personen begingen Selbstmord.“

Die Zahl der Selbstmorde, allein in Grossbritannien, ist inzwischen auf 39 gestiegen. Wie viele sich in Deutschland umgebracht haben, konnte nicht in Erfahrung gebracht werden.

In der Praxis sah das typischerweise so aus: Das Haus oder die Firma des Verdächtigen wurde von einer Heerschar von Polizisten heimgesucht. Der Presse und anderen Medien gab man bereitwillig Auskunft, wer und warum hier im Verdacht stehe. Innerhalb von kurzer Zeit wurde die Nachricht in alle Winde gestreut: „Der Herr X hat etwas mit Kinderporno im Internet zu tun!“

Die Familie, Nachbarn, Freunde, Kunden, Bekannte, Arbeitskollegen, Vorgesetzte, Richter in Scheidungsprozessen (und Personen, die bekannte Persönlichkeiten kannten,), Geschäftspartner, Kunden, alle wussten, der Mann war mit einem Grossaufgebot der Polizei wegen Kinderporno im Internet bedacht worden. Er musste also ein Schwerverbrecher sein.

In fast allen Fällen wurde der Beschuldigte zumindest zeitweise ins Gefängnis gesteckt, was für die Öffentlichkeit den Eindruck schwerster Verbrechen noch verstärkte. Viele kamen nur durch Bezahlen einer Kaution frei, was immer bereits ein Anerkennen der Schuld beinhaltete und in der Regel nur bei Verbrechen, nicht bei Vergehen, angewandt wird.

Angesichts der Tatsache, dass fast alle Menschen kaum jemand mehr verabscheuen als solche, die Kinder missbrauchen und daraus Vorteil mit Bildern im Internet schlagen, ist diejenige Person damit erledigt. Ausser vielleicht Kindermord gibt es keinen vernichtenderen Verdacht als diesen. Es gibt kaum einen Bekannten mehr, kaum ein Familienmitglied, kaum Freunde oder kaum Ehefrauen, die mit so einem Individuum noch etwas zu tun haben wollen.

Macht man sich klar, dass fast alle (oder sogar alle) Verdächtigen unschuldig waren und niemals Kinderporno im Net angesehen haben, geschweige denn etwas mit der Herstellung solcher Pornofilme oder –bilder zu tun hatten, ist das schwerwiegend.

Zwar gab es in vielen Fällen vereinzelte Ehefrauen, Freunde oder Bekannte, vor allem aber Mütter, die den verzweifelten Beteuerungen der Betroffenen Glauben schenkten, sie hätten nichts mit Kinderporno zu tun, aber fast alle wurden direkt in die Hölle befördert, wie die meisten von ihnen das beschrieben: Sie wurden entlassen, die Frauen liessen sich scheiden, Freunde kannten sie nicht mehr, jegliche sozialen Kontakte wurden fast unmöglich – aber am schwerwiegendsten war für die meisten, denen das geschah: Die Kinder wurden ihnen weggenommen.

Dies betraf nicht nur die oben genannten 109 „Entfernungen von gefährdeten Kindern“, sondern weit mehr, denn dazu kamen die Fälle, in denen die geschiedenen Ehefrauen, die natürlich die Kinder zugesprochen bekamen, mit dem Argument dieser Verdächtigung jegliches Besuchsrecht des Vaters verhindern konnten.

Auch heute noch, nachdem bereits klar geworden ist, dass es sich praktisch ausschliesslich um Unschuldige handelt, sind viele Väter völlig von ihren Kindern getrennt.

Eine andere schwere Folge für einen Teil der Betroffenen war die öffentliche Blossstellung gegenüber Geschäftspartnern ihrer Firmen. Wer wollte wohl noch mit verurteilten „Pädophilen“ irgendeine Art von Geschäften machen? Es ist nicht bekannt, wieviele Unternehmen schliessen mussten, aber auch der Verlust von allen Computern einschliesslich der Backup-Kopien und damit von jeglicher Dokumentation führt regelmässig in solchen Fällen schon zum Schliessen der Firma.

Dagegen steht das, was den Tausenden von Verdächtigen (in Wirklichkeit Opfern) überhaupt vorgeworfen wurde, in keiner Relation. Es handelte sich ja nicht um den Vorwurf, Kinder missbraucht zu haben oder Fotos von Sex mit Kindern ins Internet gestellt zu haben, sondern um den weit weniger schweren Vorwurf, sich im Internet zur Verfügung stehende Bilder von Sex mit Kindern angesehen zu haben.

Auf dieses Delikt (Konsum von Kinderporno) steht zum Beispiel in Deutschland maximal 2 Jahre Gefängnis in schweren Fällen, das entspricht dem Strafmass von Sachbeschädigung. Bei einer Erstverurteilung heisst das in der Regel Geldstrafe oder Strafe auf Bewährung. Der Schaden, der den Verdächtigten entstand, wäre also auch dann nicht angemessen zum Vorwurf gewesen, wenn es sich tatsächlich um Konsumenten von Kinderpornos gehandelt hätte. Es ist möglich, dass sich unter den Verdächtigten auch wirklich solche Konsumenten befanden, aber das kann heute gar nicht mehr festgestellt werden – vor allem nicht, da es keinen Zugang für eventuell von Verteidigern beauftragten Sachverständige zu den sechs Original-Festplatten des ‚Keyz’-Netzwerks oder Kopien davon gibt.

Schuldsprüche

Warum, so wird man nun natürlich fragen, sind dann aber wirklich Viele verurteilt worden? Nun, in den USA wurden, sei es Zufall oder nicht, bei etwa 100 der 35000 Betroffenen Kinderporno auf den Computern angetroffen, das sind also 3 Promille der Verdächtigen. Dies hätte schon zu Vorsicht in den anderen Ländern führen müssen, denn es ist extrem unwahrscheinlich, dass 99,7% derer, die Kinderporno im Internet kaufen, nichts davon auf ihren Computer herunterladen. Da hätte der Verdacht auf gestohlene Kreditkarten-Informationen schon automatisch kommen müssen.

In Grossbritannien wurden 1 451 Personen verurteilt, das sind fast hundert Mal mehr im Verhältnis zu den 7 250 Verdächtigen als im Vergleich in den USA. In den USA waren es 0,3%, in GB 20%. Das hätte die Gerichtsbarkeit im UK schon aufmerksam werden lassen müssen, denn die US-Gerichtsbarkeit hat nicht im mindesten den Ruf, Kinderporno-Fälle lasch zu bestrafen, eher im Gegenteil.

Gehen wir näher in die Verurteilungen in England, so stellt sich schnell heraus, fast alle beruhen auf einem ‚Deal’, so wie auch jene von Pete Townshend. Das angelsächsische Recht kennt die Möglichkeit von ‚Deals’, das bedeutet, gegen den Preis, sich schuldig zu bekennen, wird derAngeklagte nur zu einer geringen Strafe verurteilt (gering im Verhältnis zum ursprünglichen Vorwurf). Da in diesem Fall von Konsum von Kinderporno die möglichen Strafen sowieso schon niedrig waren, blieben teilweise nur noch symbolische Strafen übrig.

So erhielt zum Beispiel Pete Townshend, die berühmteste der Personen, die angeklagt waren, nur eine „Strenge Verwarnung“, musste sich dafür aber schuldig bekennen und dies ist auch als strafrechtliche Verurteilung in den Akten. Ebenso ist er auf der öffentlich zugänglichen Liste der „Sex-Offender“ (sexuelle Angreifer) geführt.

Nun benutzt die Polizei, im April 2007 zu diesen neuen Entdeckungen über den Kreditkartenschwindel im Fall befragt, diese Tatsache als Ausrede, um zu verhindern, sich entschuldigen und eigene Fehler zugeben zu müssen. Man höre die Antwort, die der leitende Polizist und Direktor des „Child Exploitation and Online Protection Centre“ und wesentlicher Leiter der ‚Operation Ore‘ in England, Jim Gamble, dem BBC-Kanal 4 auf die Vorhaltungen bezüglich des polizeilichen Vorgehens sagte:

„Es handelt sich hier nicht um Kreditkarten-Fälschung (…) Der grösste Teil der Verurteilten hat sich … vor Gericht … für schuldig erklärt.“

Das ist, um es vorsichtig auszudrücken, infam.

Sehen wir uns die Situation der 1 451 verurteilten Peronen an (oder jedenfalls der überwältigenden Mehrheit von ihnen), als die Gerichtsverfahren eröffnet wurden: Fast alle hatten alles verloren, was ihnen lieb und teuer war, obwohl sie wussten, sie waren unschuldig. Soweit sie Polizisten waren, Richter, Lehrer oder Seelsorger (es war auch ein stellvertretender Schulleiter darunter), auch ihre Arbeit.

Zu all dem drohte ihnen nun auch noch eine Gefängnisstrafe, denn die Verteidiger mussten ihnen mitteilen: Trotz der unakzeptablen Beweislage (die eigentlich niemals hätte zu einer Verurteilung führen dürfen, noch nicht einmal zu Haftbefehlen) würde angesichts der aufgewühlten öffentlichen Meinung und der allgemeinen öffentlichen Hysterie angesichts von Kinderpornofällen eine Verurteilung extrem wahrscheinlich sein.

In dieser Situation wurde ihnen vom Staatsanwalt (der ja Verurteilungen vorweisen muss) der Deal angeboten: Wenn er sich des Delikts Konsum von Kinderporno schuldig erklärt, erhält er nur eine symbolische Strafe (wie Townshend) oder eine Bewährungsstrafe.

So ging ein grosser Teil von ihnen auf den ‚Deal’ ein, was heute von den verantwortlichen Polizisten als Beweis für das Zutreffen der Anklagen gewertet wird. So wird ein System sich selbst erfüllender Prophezeiungen geschaffen, basiert auf der allgemeinen Kinderporno-Hysterie. Die ‚Organisation der Geschädigten von Operation Ore‘ nennt das moderne Hexenjagd.

Kreditkartenbetrug

Wie ging der Kreditkartenbetrug vor sich? Kriminelle Grossorganisationen wie auch kleine Einzelverbrecher beschaffen sich die Kreditkartennummern, Ablaufdaten, die dazugehörigen Namen und, wenn nötig, auch die zweistellige Nummer auf der Rückseite der Karte, die als Schutz gegen solchen Betrug gilt.

Dazu gibt es verschiedene Methoden. Die damals meist verwendete ist das Hacken von Internet-Verkaufsseiten, wo der Käufer alle diese Daten eingeben muss und wo sie der Hacker „abschöpft“. Ein guter Hacker kann so Tausende von Datensätzen pro Tag erlangen.

Eine andere Methode sind Lockvogel-Angebote zu unglaublich niedrigen Preisen im Internet, wo man die Datensätze gutgläubiger Käufer erlangt, das versprochene billige Gut aber natürlich nie den Käufer erreicht.

Dieser letzte Fall war der Trick, mit dem man eine grosse Anzahl der britischen Angeklagten der Operation Ore um ihre Kreditkarteninformationen gebracht hatte. Es handelte sich in diesem Fall um eine in Florida beheimatete Website, die Luxusgüter wie zum Beispiel ganze Garten-Grills und ähnliches im Internet zu interessanten Preisen zum Verkauf anboten. Das erklärt, warum relativ viele gutsituierte Personen unter den Verdächtigen in Grossbritannien waren.

Der dritte und heute meist verwendete Schwindel, um an einen Satz kompletter Kreditkarten-Daten zu kommen, ist das heute als „Phishing“ schon berühmte Verfahren. Man offeriert den Zugang zu einer grossen Porno-Website (oder einer anderen Site mit vielen Interessenten) zu einem extrem geringen Preis, in der Anfangszeit meist ein Dollar, heute üblicherweise 1,99 Dollars. Man muss zum Bezahlen alle Karten- und persönlichen Daten eingeben (angeblich, um eine Altersüberprüfung durchzuführen) und schon hat der Verbrecher einen kompletten Datensatz, den er selbst verwenden oder im Internet zum Verkauf anbieten kann.

Diese Art von Kreditkartenschwindel wird „Carding“ genannt. Die Daten wurden von Mitte der Neunziger Jahren an in internationalen Schwarzmärkten über das Internet zum Kauf angeboten. Es gab Websites mit nur Mitgliederzutritt und auch Chat-Gruppen, wie „Carders market“, „Dark market“, „Talk Cash“ und „The Vouchard“, in denen ganze Wagenladungen solcher gestohlener Kreditkarten-Informationen angeboten und verkauft wurden. Die Preise reichten von 30 Dollar für eine einzelne, noch nicht kriminell verwendete VISA-Gold-Karte bis hin zu einem „Bulk“ von 4000 gestohlenen American-Express-Karten-Daten zum Vorzugspreis von 10 000 Dollar, also gerade mal 2 Dollar 50 pro Stück.

„Carding“ über „Fake“- oder wirkliche Porno-Sites ist der einfachste Weg, Millionen zu machen, denn es braucht nichts geliefert zu werden. Man kann aus entfernten Ländern arbeiten (so war die Website bei der letzhin von der deutschen Polizei verfolgten ‚Operation Mikado’ auf den Philippinen gehostet).

Man öffnet eine Porno-Site, eventuell auch einfach nur ein Titelblatt mit einem fetzigen Titel und benutzt nun die Kreditkarten-Daten, die man gephished oder gekauft hat, um Abbuchungen von den Konten der Kreditkartenbesitzer vorzunehmen. Daher kommen dann Zahlungen im Bulk statt eine nach der anderen von einzelnen Seiten. Üblicherweise werden kleinere Beträge von unter 50 Dollar im Einzelfall abgebucht. Man wiederholt diese Abbuchungen monatlich, so als ob der Kreditkartenbesitzer sich Zugang gekauft hätte mit monatlichen Zahlungen.

Nur ein Teil der Kreditkartenbesitzer verlangen üblicherweise die Rückzahlung von ihren Kreditkartenorganisationen über die Bank, welche die Kreditkarte ausgestellt hat (was bei zurückliegenden Fällen extrem schwierig und arbeitsaufwendig ist, wie der Autor bestätigen kann, der selbst schon Opfer einer solchen Straftat geworden ist). Die meisten der Kreditkartenbesitzer bemerken diese Abbuchungen gar nicht oder können nicht herausfinden wie man Rückzahlungen bekommt.

Im zweiten Teil: Die Berühmtheiten unter den Verdächtigen, die Rolle der Polizei; im dritten Teil: Die Rolle der Politik und der Massenmedien

Veröffentlicht am 10. Juli 2007 in der Berliner Umschau

Teil 2:

DOSSIER `OPERATION ORE`, TEIL 2: DIE BERÜHMTHEITEN UNTER DEN VERDÄCHTIGTEN, DIE ROLLE DER POLIZEI

Teil 2: Die Berühmtheiten unter den Verdächtigten und die Rolle der Polizei

Von Karl Weiss

“Operation Ore”, das ist jene grosse Polizeioperation, die 1999 in den USA begann und viele Zehntausende von angeblichen Konsumenten von Kinderpornographie betraf, u.a. auch Pete Townshend. Es hat sich im April/Mai 2007 endgültig herausgestellt, dass sie alle – oder fast alle – Opfer von Ringen von Kreditkartenbetrügern wurden. Sie wurden angeklagt und zum Teil auch verurteilt aufgrund von völlig unzureichenden Anhaltspunkten (ihre Kreditkartendaten waren benutzt worden, um bestimmte Sites zu besuchen, unter denen auch Kinderporno-Sites gewesen sein sollen).

Obwohl jetzt aufgrund der zähen Arbeit des britischen Journalisten und Computer-Spezialisten Duncan Campbell erwiesen ist, sie dürften (fast) alle unschuldig gewesen sein, negiert die Polizei weiterhin die Rehabilitation der Verdächtigen, die zu Opfern wurden. Aber, was das Unglaubliche ist: Nicht eines unserer Massenmedien in Deutschland berichtet über diesen Skandal. Auch in Grossbritannien gibt es wenig öffentliche Information, wo es allein 39 Selbstmorde von so Angeklagten gab.

Die betroffenen „Celebrities“

Der bekannteste Fall in Grossbritannien (ausserhalb der Musiker-Fälle) war der des Polizisten Brian Stevens, der zu jahrelangen entsetzten Äusserungen in Leserbriefen und im Internet führte.

Es hatte kurz vor dem Beginn der „Operation Ore“ in England einen Aufsehen erregenden Fall gegeben, indem zwei Mädchen, Holly und Jessika, entführt und ermordet worden waren. Stevens hatte als Polizist in besonders herausragender Weise während des ganzen Falls Jessikas Eltern beigestanden und sie auf dem Laufenden gehalten. Die Intimität mit der Familie ging so weit, dass sie den Polizisten auf der Beerdigung ein Gedicht vortragen liess. Die Revolverblätter hatten tränentreibende Geschichten veröffentlicht und Brian Stevens war fast zu einer Art von Nationalhelden geworden, jedenfalls zum Beispiel eines wirklich guten Menschen.

Eine Woche später ging die Nachricht durch den Blätterwald, er sei wegen Kinderporno im Internet festgenommen worden.

Das Entsetzen war englandweit. Wenn ein so guter Mensch zu so etwas fähig war, dann gab es niemand mehr, dem man trauen konnte, niemand, der noch Hoffnung auf eine Zukunft der Menschheit geben konnte, dann war alles verloren!

Selbst in deutschen Internetforen wurde dieser Fall diskutiert, unter anderem unter der Überschrift „Da fehlen mir die Worte“.

Stevens wurde vom Dienst suspendiert, musste Untersuchungshaft und Hausdurchsuchung sowie die öffentliche Anprangerung über sich ergehen lassen. Das letzte, was man von ihm gehört hat, ist der Prozess gegen ihn, dessen Ausgang noch offen ist und die Gewissheit, er werde aus dem Polizeidienst entlassen.

Einer anderer der Betroffenen war der Direktor der englischen Filiale der City Bank, John Adams. In den Jahren 1998 und 1999 wurde die Kreditkarte seiner Familie mehrmals von Verbrechern belastet, in diesem Fall die bekannte Gambino-Mafia-Familie, die später Vorbild der Fernsehserie „The Sopranos“ war. Die Gambinos verkauften die Daten zum Teil und nutzten sie auch selbst. Im Juni 1999 waren seine Kreditkarten-Daten erneut zweimal benutzt worden, diesmal um auf eine der Kinderporno-Seiten im Landslide-Netzwerk zuzugreifen (so jedenfalls 7 Jahre später die Anklage der Polizei).

Im Mai 2006 sah sich Adam einer Armee von Polizisten gegenüber, die in sein Haus eindrangen und alle persönlichen Sachen der Familie durchwühlten. Die herbeigeholten Anwälte machten die Polizisten auf die Möglichkeit des Kreditkartenschwindels aufmerksam, aber nach deren Aussage grinsten diese nur darüber. Sie hätten angeblich noch nie von Kreditkartenschwindel gehört. Erst eine zweitägige Gerichtsverhandlung im September 2006 konnte klären, was passiert war. Adams, der bereits wusste, was faul war, hatte sich auf keinen ‚Deal’ eingelassen.Schliesslich gab die Polizei zu, er sei unschuldig und entschuldigte sich bei ihm.

Ein anderer Berühmter unter den Opfern von „Operation Ore“ war Paul Grout aus Hull, ein Arzt, der einen Einsatz zur Rettung vom Menschenleben bei einem grossen Eisenbahnunfall in Selby geleitet hatte und seitdem als Nationalheld in England galt. Seine Kreditkartendaten wurden nicht Opfer der US-Mafia, sondern von zwei indonesischen Gangstern gephished. Im Oktober 2002 drangen Polizisten „wie Sturmtruppen“ in sein Haus ein, wie seine Frau berichtete. Danach kamen nach ihrer Aussage „18 Monate reine Hölle“. Auf seinen Computern und Datenträgern wurde nichts gefunden, trotzdem wurde er der Anstiftung zur Verbreitung von Kinderporno angeklagt. Erst nach zwei Jahren fand sich schliesslich ein Richter, der dem Albtraum ein Ende bereitete. Der Richter seines Prozesses sagte, die Anklage beruhe auf „Unsinn“ und wies die Geschworenen an, ihn freizusprechen. Er konnte mit dem Berühmten-Bonus rechnen, doch viele weniger Bekannte waren nicht so glücklich.

Ein dritter mehr oder weniger Berühmter unter den Opfern der modernen Hexenjagd war der leitende Manager einer Computerfirma Brian Cooper aus Brighton. Er kaufte Fahradteile im Internet bei einer US-Firma mit seiner Kreditkarte und wurde dabei von einem Hacker aus Indonesien seiner Daten beraubt (auch andere Betroffene in Grossbritannien gaben an, im Internet Fahradteile gekauft zu haben). Bei der Hausdurchsuchung, die auch bei ihm mit absolut übertriebenem Personalaufgebot durchgeführt wurde, sagte man seiner Frau, er stelle eine Gefahr für die Kinder dar.

Man brauchte 6 Monate, um die Computer zu untersuchen und fand nichts. Cooper hatte zum Zeitpunkt der Hausdurchsuchung bereits die falschen Abbuchungungen auf seiner Kreditkarte angezeigt, aber auch das half ihm nicht. Die Polizei weigerte sich, seine Unschuld zu bestätigen und sich zu entschuldigen. Die E-Mail-Adresse, unter der er angeblich Zugang zu Kinderporno erreicht haben sollte, lautete a@a.com, was jeden vernünftigen Polizisten bereits aufmerksam hätte werden müssen. Schliesslich, im April 2006, entschuldigte sich die Polizei von Sussex bei ihm und erklärte, die Untersuchungen seinen offensichtlich unnötig gewesen.

Die Musiker

Die bei weitem Berühmtesten unter den Betroffenen aber waren die Rock-Musiker. Da war einmal der „Massive Attack“-Star Robert del Naja (alias „3D“) und da war eben Pete Townshend, der legendäre Vormann, Textschreiber und Komponist von „The Who“, der auch als Solo-Musiker und in anderen Gruppen wichtige Erfolge hatte. Einer seiner Songs, „Who are you?“, ist heute Titelmelodie der häufig gesehenen US-TV-Serie CSI. Inzwischen gibt es auch wieder „The Who“, wobei von der Originalbesetzung Pete Townshend und Roger Daltrey übrig geblieben sind.

‚The Who’ sind eine der ersten grossen und einflussreichsten Bands in der gesamten Geschichte des Rock ´n Roll. Ab dem Moment, als ihr Song „My Generation“ 1965 in die Charts kam, war der Rock nie wieder derselbe. Ihr Album „Thommy“ von 1969 hat die Art, Alben zu machen, grundlegend verändert. Pete Townshend hat sogar die Anschlagtechnik der Gitarristen verändert, als er die bekannte „Windmühle“ erfand. Auf dem inzwischen legendären Festival von Woodstock in den USA waren die Who eine der Hauptattraktionen. Aus der heutigen Sicht kann Pete Townshend als einer der wesentlichsten Musiker des 20.Jahrhunderts angesehen werden.

Townshend und del Naja waren – stellvertretend für die anderen – vom ersten Moment der „Operation Ore“ an in den Mittelpunkt des Interesses getreten, denn die britische Polizei hatte beide Namen gezielt an die Presse durchsickern lassen, noch bevor die beiden selbst von ihrem Schicksal wussten.

Da immer mit dem Namen Pete Townshend verbunden, wurde die „Operation Ore“ zu einem Medienereignis, was die reine Mitteilung von Festnahmen und Hausdurchsuchungen niemals geworden wäre. Die gesamte europäische Presse, das Fernsehen, die Rundfunksender stürzten sich geifernd auf die neue Sensation: Pete Townshend ist Kinderschänder! Kein noch so kleiner Fernsehsender, der nicht seine Schwarte an dem Musiker wetzen musste: Pete Townshend ist Kinderschänder!

Das ist, vor allem wenn man die persönliche Tragödie von Pete Townshend in Betracht zieht, eine Ungehäuerlichkeit.

Als die Hausdurchsuchungen bei den Musikern begannen, auch hier von einem Riesenaufgebot von Polizisten durchgeführt, war bereits nach zehn Minuten die gesamte Presse und das Fernsehen mit laufender Kamera vor dem Haus. Die Musiker wurden abgeführt wie Schwerverbrecher, vor den Augen der Welt!

Sie wurden auch keineswegs nach kurzer Zeit wieder freigelassen, wie das eigentlich hätte selbstverständlich sein müssen, sondern bei del Naja wurde die volle Spanne von 48 Stunden ausgenutzt, die man einen Verdächtigen ohne Haftbefehl festhalten kann, während Pete Townshend die negative Seite der Berühmtheit kennenlernte: Es wurde Untersuchungshaft gegen ihn verhängt und eine Kaution festgelegt, bei deren Bezahlung er bedingt freikommen könnte. Kaution zahlen bedeutet aber immer gleichzeitig Anerkennung von Schuld. Wer unschuldig ist, braucht nicht auf Kaution freikommen. Theoretisch!

Auch viele anderen der Angeklagten der „Operation Ore“ wurden in Untersuchungshaft gesteckt und kamen nur gegen Kaution frei, wodurch sie schon ihre Schuld anerkannt hatten. Bei Pete Townshend, dem ersten in der Reihe, gab es ein besonderen Grund: Er hatte bei seinem ersten Verhör in Polizeigewahrsam zugegeben, sich im Internet Zugang zu einer Kinderporno-Site verschafft zu haben. Man hatte ihm verweigert, Details dessen, was man ihm eigentlich vorwarf, zu offenbaren und er war automatisch davon ausgegangen, die Polizei hätte seinen tatsächlichen Ausflug in die Welt des Kinderporno herausgefunden.

Pete Townshend hat nämlich ein spezielles Verhältnis zur Frage des sexuellen Angriffs auf Kinder: Er ist sich fast sicher, als Fünf- oder Sechsjähriger von einem Verwandten missbraucht worden zu sein, denn er hatte Blitz-Erinnerungen an solche Szenen. Dies ist typisch für vergewaltigte Kinder: Sie verdrängen die Erinnerungen, sie kommen aber in bestimmten Zusammenhängen als kurze, blitzartige ‚Flash-Lights’ in das Gedächtnis zurück.

Die Rock-Oper „Thommy“, deren Text und Musik von Pete Townshend ist, enthält u.a. auch die Szene des von seinem Onkel missbrauchten Titelhelden („I’m your wicked uncle Ernie“).

Aus diesem Grund hatte Pete Townshend, der an seiner Biographie arbeitete, versucht, sich besser an das Geschehene zu erinnern und zu diesem Zweck eine Kinderporno-Site im Internet besucht, denn er dachte, dann käme die Erinnerung an jene Szenen zurück. Nur war jene Kinderpornosite keine von den Landslide-Sites, es war ein völlig anderer Fall. Da er aber glaubte, erwischt worden zu sein, versuchte er den verhörenden Beamten zu erklären, warum er dies getan hatte.

Die hatten natürlich nichts anderes zu tun, als sofort der Weltöffentlichkeit mitzuteilen, Pete Townshend hätte gestanden.

Was daraus in den Massenmedien wurde, kann man sich vorstellen: Pete Townshend ist Kinderschänder und er hat bereits gestanden! Er hat behauptet, die Kinderpornosite für seine Biographie angeklickt zu haben! Das ist die lausigste Ausrede des Jahrhunderts!

Del Naja wurde bereits nach einem Monat in dürren Worten mitgeteilt, die Anklage sei fallengelassen worden, man habe nichts auf den Computern gefunden. Eine Entschuldigung hat er bis heute nicht erhalten. Allerdings hat das Britische Innenministerium im Jahre 2006 die neue Kinder-Schutz-Organisation der britischen Sicherheitskräfte mit einem Song an die Öffentlichkeit gebracht, der von Del Naja geschrieben wurde, „Teardrop“. Auch eine Art von Entschuldigung.

Pete Townshend dagegen war aufgrund seines voreiligen „Geständnisses“ tief im Fall verstrickt. In Wirklichkeit hatte man gar nichts gegen ihn in der Hand. Auf seinen Computern wurde keinerlei Kinderporno gefunden. Die Site, die er angeblich innnerhalb des Landslide-Netzwerkes angeklickt haben sollte, mit Namen „Alberto“, hatte ausserdem nichts mit Kinderporno zu tun.

Jedenfalls sahen seine Anwälte angesichts der allgemeinen Hysterie über den bekannten Rockmusiker als Kinderschänder (hatte man nicht schon immer gewusst, Rock-Musik ist kriminell?) keinen besseren Ausweg, als ihm die Annahme der Kautionszahlung und dann auch die Annahme des angebotenen Deals zu empfehlen. So ist Pete Townshend heute auf der offiziellen britischen Liste der „Sex Offenders“, wo eigentlich nur Kinderschänder und Vergewaltiger und ähnliche Verbrecher gelistet sein sollten.

Pete Townshend beschreibt fast wortgleich mit Anderen die Zeit unter Verdacht und Anklage als eine durchlebte Hölle und die ganze Aktion als eine Hexenjagd.

Die Rolle der Polizei und der anderen Sicherheitsorgane

Die Polizei hat vom ersten Augenblick der Operation Ore an immer versucht, den Unterschied zwischen Kinderschändern, die also selbst Sex mit Kindern machen oder sie dazu veranlassen, Sex zu machen sowie von Herstellern von Kinderpornos in Bild oder Video und von Kinderporno-Verkäufern im Internet einerseits und von reinen Konsumenten von Kinderporno andererseits zu verwischen. Dadurch appellierte sie an die einstimmmige Empörung der öffentlichen Meinung über Leute, die mit Kindern Sex machen und über Leute, die Kinder zu Sex veranlassen und fotografiern und filmen.

Nicht ein einziges Mal während der ganzen Vorgänge hat jemand von der Polizei klargestellt, es handele sich ausschliesslich um den Verdacht des KONSUMS von Kinderporno und nicht um Herstellung oder Verbreitung von Kinderporno. Im Gegenteil, es wurden bei einer Reihe von Angeklagten auch die Vorwürfe der Verbreitung von Kinderporno mit in die Anklage aufgenommen, obwohl dafür überhaupt keine Anhaltspunkte, geschweige denn Beweise vorlagen. Bis heute verteidigt die britische Polizei die völlig unverhältnismässigen Mittel der Operation u.a. damit, es sei ja eben auch in einer Anzahl von Fällen um Verbreitung von Kinderporno gegangen.

Verurteilt wurde nie jemand für die Verbreitung. Damit steht fest, Polizei und Staatsanwaltschaft haben böswillig gehandelt, als sie den Vorwurf der Verbreitung mit in einige Anklagen aufnahmen. Es ging darum, die Absurdität der ganzen Aktion zu verschleiern.

Hier ergibt sich auch eine Parallele mit der im Jahr 2007 von der Polizei in Sachsen-Anhalt durchgeführten ‚Operation Mikado’. Auch hier hatte man lediglich Konsumenten im Visier, weil es zu umständlich war, die Täter zu finden, die sich hinter einer philippinischen Site versteckten. Auch hier wurde wieder und wieder in den Medien die Aussagen der Polizisten und Staatasanwälte von ‚Kinderschändern’, von ‚Kinderporno-Ringen im Internet’ und von ‚Pädophilen’ widergegeben, während in Wirklichkeit nur nach Konsumenten gefahndet worden war.

In diesem Fall war ja die vom Bundesverfassungsgericht ausdrücklich verbotene Rasterfahndung angewandt worden, also das Anwendung eines Rasters, das automatisch und in der weiten Überzahl Nicht-Betroffene erfasst. Als ein Rechtsanwalt gegen diesen Verfassungsbruch Klage einreichte, tat der Vorsitzende des Verbandes der Kriminalbeamten ein Übriges, wiederum die Unterschiede verwischend und erklärt, ein Erfolg dieser Klage wäre ein Durchbruch für die „Kinderschänder“. Die Vermischung der Täter mit den Konsumenten hat also Methode.

Hauptsächlich aber haben Polizei, Richter und Staatsanwaltschaften gesündigt, als sie völlig unverhältnismässige Mittel im Verhältnis zum schlichten Vorwurf des Konsums eingesetzt haben (noch einmal: das entspricht in der Schwere einer einfachen Sachbeschädigung). Hausdurchsuchungen mit riesigen Anzahlen von Polizisten, Untersuchungshaft, Durchsickern-Lassen von Namen und Terminen von Hausdurchsuchungen an Presse und Fernsehen, Kautionen für Freilassung, Deals mit den Verteidigern, all dies war extrem unverhältnismässig zum Vorwurf des Konsums.

Der Eindruck bei allen, die irgendeinen Kontakt zu einem der Verdächtigten hatten, war: Es konnte sich nicht um einfachen Konsum von Kinderpornobildern handeln. Es musste auch zumindest die Mitgliedschaft in Internet-Kinderpornoringen mit betroffen sein.

In Teil 3 von `Operation Ore`: Die Rolle der Politik und der Massenmedien

Veröffentlicht am 12. Juli 2007 in der Berliner Umschau

Teil 3:

DOSSIER `OPERATION ORE`, TEIL 3: DIE ROLLE DER POLITIK UND DER MEDIEN

Teil 3: Die Rolle der Politik und der Medien

Von Karl Weiss

“Operation Ore”, das ist jene grosse Polizeioperation, die 1999 in den USA begann und viele Zehntausende von angeblichen Konsumenten von Kinderpornographie betraf, u.a. auch Pete Townshend. Es hat sich im April/Mai 2007 endgültig herausgestellt, dass sie alle – oder fast alle – Opfer von Ringen von Kreditkartenbetrügern wurden. Sie wurden angeklagt und zum Teil auch verurteilt aufgrund von völlig unzureichenden Anhaltspunkten (ihre Kreditkartendaten waren benutzt worden, um bestimmte Sites zu besuchen, unter denen auch Kinderporno-Sites gewesen sein sollen).

Obwohl jetzt aufgrund der zähen Arbeit des britischen Journalisten und Computer-Spezialisten Duncan Campbell erwiesen ist, sie dürften (fast) alle unschuldig gewesen sein, negiert die Polizei weiterhin die Rehabilitation der Verdächtigen, die zu Opfern wurden. Aber, was das Unglaubliche ist: Nicht eines unserer Massenmedien in Deutschland berichtet über diesen Skandal. Auch in Grossbritannien gibt es wenig öffentliche Information, wo es allein 39 Selbstmorde von so Angeklagten gab.

Die Rolle der Politik

Charakteristisch für die Teilnahme der Politiker an Internet-Kinderporno-Fällen ist die der sachsen-anhältischen Innenministerin im Fall „Operation Mikado“. Da waren ja insgesamt 22 Millionen Namen von Bundesbürgern anhand ihrer Kreditkarten von VISA und Mastercard (Eurocard) überprüft worden, eine Rasterfahndung mit Einbeziehen von Millionen Unbeteiligten, die vom Bundesverfassungsgericht mit Bezug auf einen früheren Fall ausdrücklich als grundgesetzwidrig eingestuft wurde.

Was die Ministerin dazu auf einer Pressekonferenz freudestrahlend verkündete, war atemberaubend: Man habe ja private Firmen mit der Auswahl der Betroffenen beauftragt (nämlich die beiden Kreditkarten-Unternehmen), daher könne von polizeilicher Rasterfahndung keine Rede sein.

Das lässt Düsteres für die Zukunft ahnen: Der Bundestrojaner wird dann wohl auch von privaten Unternehmen in unsere Computer eingeschleust werden, wenn alle Computerbesitzer der Bundesrepublik in ihren privatesten Äusserungen im Internet überwacht werden.

Das Thema der „Kinderschänder“, der „Pädophilen“ (die der damalige Kanzler Schröder gleich generell auf Dauer weggesperrt wissen wollte) und der „Internet-Porno-Ringe“ ist schlicht ein Lieblingsthema der Politker-Kaste. Es bietet alles, was den Stolz der Ungeliebten erfreut:

  • Zunächst lenkt es in idealer Weise ab. Man braucht nur die „Kinderschänder“ hochzuspielen (auch wenn sie sich dann nur als Verdächtige des Konsums von Kinderporno im Internet herausstellen) und schon wird das Herz jedes Bundesbürgers mit Abscheu erfüllt und er geht in holder Eintracht mit dem Politker auf die Jagd nach den abscheulichen Verbrechern. Da bleibt dann kein Platz mehr für Abscheu vor dem Politker, der gerade beschlossen hatt, kleine arme Länder wie Afghanistan mit Truppen und Bomben zu überfallen oder Hartz IV beschlossen hat, die Armut in der Bundesrepublik auf neue Höhen treibend, oder die Rente mit 67 (demnächst mit 70), oder die erneute Kürzung der Renten oder die Verpflichtung der Eltern, ihre Kinder von bis zu 25 Jahren weiter bei sich wohnen zu lassen, wenn sie keine Arbeit finden, oder sich in die enge Umarmung mit dem US-Präsidenten zu begeben, der „nur“ 600 000 Ziviltote im Irak auf dem Gewissen hat oder, oder … oder.
  • Der arme vielgeplagte Politiker, der „leider“ Massnahmen gegen den kleinen Mann beschliessen muss, kann sofort wieder Punkte gut machen bei der Bevölkerung, wenn er mit dem Beben der Empörung in der Stimme nach der Identifizierung eines Kinderschänders oder Kindermörders fordert, nun müsse endlich Schluss damit sein, dass bekannte Kinderschänder wieder auf die Kinder im Land losgelassen würden. Er PERSÖNLICH werde dafür sorgen, dass nun endlich die Gesetze geändert werden und so etwas nicht mehr vorkommt. Da kommt im Herzen des Bundesbürgers die Wärme der Geborgenheit auf. Mit solchen Politikern wird endlich alles besser! Die kleine Nebensächlichkeit, dass es diese Gesetze längst gibt, dass alle, die Kinder vergewaltigt haben, bereits zu lebenslänglich und Sicherheitsverwahrung (Wegsperren auf Dauer) verurteilt werden können, ist ja nicht so wichtig, wenn es gilt, grosse Worte zu machen. Das sind die gleichen, die am darauffolgenden Tag Lafontaine des „Populismus“ anklagen.
  • Schliesslich lässt sich diese Sache noch parteipolitisch ausschlachten. Ist man im Land an der Macht und „die anderen“ im Bund, kann man auf die Gesetzgebungs-Verantwortung des Bundes hinweisen, die sträflich vernachlässigt wurde von „den anderen“. Im umgekehrten Fall kann man auf die Landeszuständigkeit für die Freilassung nach dem Abbüssen der Strafe verweisen, die auf unverantwortliche Weise von „den anderen“ zugelassen wurde usw.

Kurz, das Thema ist der Liebling aller Politiker. Nichts kommt einem Politker mehr zu pass, als wenn in regelmässigen Abständen Kinder ermordet oder vergewaltigt werden. Dann gibt man Erklärungen vor laufender Kamera ab und die kommen als erste Meldung in der ‚tagesschau’. Aber auch die Fälle von Internet-Taten kommen sehr gelegen, wie die sachsen-anhältische Innenministerin deutlich gemacht hat. Vorher wusste kaum jemand im Land, dass Sachsen-Anhalt eine Innenmisisterin hat! Dafür kann man denn schon mal 22 Millionen Bundesbürger überprüfen, nicht wahr?

Man darf ja nicht vergessen, solche gewaltigen „Operationen“ von Polizei, Staatsanwaltschaft, gegebenenfalls noch dem BKA, können ja nicht einfach von kleinen Gendarmen beschlossen werden. Sie alle unterstehen ja dem Bundeskanzler und/oder dem Innenminister und/oder dem Landes-Innenminister und die gehören alle Parteien an, die wissen, wann mal wieder das Durchsuchen der Kreditkarten der Bundesbürger angesagt ist.

„Operation Ore“ und „Pecunia“ sind nicht von der Politik zu trennen. Dies wurde auch deutlich in einer Anfrage eines Abgeordneten des baden-württembergischen Landtags von Anfang 2003, als die „Operation Ore“ gerade in allen Zeitungen stand. Öffentlichkeitswirksam antwortete die Landesregierung mit stolzen Zahlen: 178 der 1400 in Deutschland angeklagten „Kinderschänder“ hätte man in Baden-Württemberg ausgemacht, man habe bereits 2176 Videos beschlagnahmt, 249 Computer und 17343 „Datenträger“. Man stelle sich nur vor, wie viele Polizei-Arbeitsstunden auf die armen baden-württembergischen Polizisten zukamen, um alle 17343 Datenträger, einen nach dem anderen, zu durchsuchen, um am Ende festzustellen, alle Verdächtigungen beruhten auf der falschen Aussage eines US-Polizisten.

Die Rolle der Massenmedien

Insgesamt ist die Rolle der Medien bei „Operation Ore“ so charakteristisch, dass einem bei genauerem Hinsehen die ganze wirkliche Aufgabe dieser Massenmedien im heutigen Kapitalismus klar wird nur an diesem einzigen Fall.

Die Rolle der Medien muss mindestens genauso ernst wie die von Politikern, Polizei und Staatsanwaltschaft eingeschätzt werden. Das Vorgehen der Polizei, die Frage, ob verhältnismässig zum Vorwurf vorgegangen wurde, hat nicht ein einziges der Medien gestellt. Die naheliegenden Fragen, z.B. ob man denn die entsprechenden Festplatten untersucht hätte oder ob man die Möglichkeit von Kreditkartenbetrug gebührend in die Erwägungen gezogen habe, wurden nie gestellt.

Die Medien, sei es in Grossbritannien oder Deutschland, stellen nichts mehr oder weniger als Papageien der offiziellen Verlautbarungen der Strafverfolgungsbehörden dar, ja in einigen Fällen wurde sogar „noch eine Schippe draufgelegt“.

Als charakteristisch seien hier die zwei Fälle der Artikel der FAZ und der taz angeführt unter einer grossen Zahl von Veröffentlichungen, als in Deutschland und im UK viele verhaftet wurden:

Hier, was die FAZ schrieb (März 2003):

„Im Zusammenhang mit den Ermittlungen gab Scotland Yard (…) die Festnahme von (…) Männern bekannt. Sie stünden im Verdacht, Bilder von Kindesmissbrauch aus dem Internet heruntergeladen und zum Teil weiter verbreitet zu haben.(…)

Spektakulärster Fall war bislang im Januar die vorübergehende Festnahme von Rock-Gitarrist Pete Townshend. Der Mitbegründer der Gruppe „The Who“ hatte eine US-Webseite mit Kinderpornos besucht und dafür gezahlt. Nach seinen Angaben wollte er nur für seine eigene Biografie recherchieren. Er wurde auf Kaution frei gelassen.“

Wird im ersten Absatz noch von „Verdacht“ gesprochen (auch hier wieder die infame Behauptung, es handele sich zum Teil auch um Weiterverbreitung), so bleibt dies im zweiten Absatz bereits weg. Es steht bereits fest: „hatte … besucht und dafür gezahlt“. Das Erwähnen seiner Erklärung mit der Biographie ist so verkürzt, dass jeder vernünftige Mensch nur zum Schluss kommen kann, dies sei eine Ausrede.

Die einfachsten Grundregeln eines verantwortlichen Journalismus, wie etwa keine feststehenden Tatsachen behaupten, solange die Person nicht dafür verurteilt ist, sondern immer Formeln benutzen wie „Verdacht auf“, „nach Angaben der Polizei“, „wird verdächtigt“, „ist angeklagt“ usw., werden missachtet.

Besonders infam ist hier die völlig verkürzte Aussage über Townshends Einlassung zur Biographie. Hat man nicht den Platz, um einen Sachverhalt inhaltlich darzustellen, muss man ihn weglassen und nicht in extrem verdrehter, verkürzter Weise bringen.

Shame on you, FAZ!

Glaubte jemand, dies sei nicht mehr zu toppen, so führe er sich den Artikel zum gleichen Zeitpunkt (Beginn 2003) von einem Subjekt (Journalist kann man das nicht nennen) mit Namen Kutzmany aus der ‚Taz’ zu Gemüte:

„Gitarrenschänder unter Verdacht (…)

Ob Pete Townshend tatsächlich ein Pädophiler ist, kann zurzeit noch niemand genau sagen. Fakt ist: Der Gitarrist von „The Who“ ist einer von rund 7.300 verdächtigen Briten, deren Kreditkartendaten vom FBI bei einem amerikanischen Anbieter von Kinderpornografie entdeckt wurden.

Townshend (57), treibende Kraft von „The Who“, die bei Liveauftritten gern Gitarren an den Verstärkern zerschlugen, (…)

Die Pädophilen kommen aus allen Berufen und sozialen Schichten. Politiker und Fernsehprominente sind dabei, Richter auch. 50 Polizisten finden sich auf der Liste. Die Prominenz Townshends bringt dem Thema in Großbritannien eine Aufmerksamkeit, die ihm in Deutschland versagt blieb: Schon Mitte September 2002 nämlich griffen die deutschen Behörden bei der „Aktion Pecunia“ zu. 1.100 Durchsuchungen meldete das BKA. Es wurden 47.000 Datenträger und 25.000 Videos beschlagnahmt (…)

Sowohl „Operation Ore“ als auch „Pecunia“ stützen sich auf Daten, die das amerikanische FBI im Rahmen der „Operation Avalanche“ („Operation Lawine“) gegen den Texaner Thomas Reedy sicherstellte. Der Geschäftsführer der Kinderpornofirma „Landslide“ („Erdrutsch“)… (…) auf der Landslide-Homepage gab es ein Feld mit der Beschriftung: „Für Kinderpornos hier klicken“. Auf diesen Knopf hat auch Pete Townshend gedrückt.

Seine Verwicklung in den Fall hat ihm jetzt sogar eine Erwähnung bei der Verleihung des American Music Awards eingebracht. Er sei „ganz erschüttert“, sagte Elton John, der die Show eröffnet hatte.“

Da wird wieder, wie bei der Frankfurter Zeitung, hinter der angeblich ein kluger Kopf stecke, der gleiche Trick angewandt, um gar nicht erst den Verdacht aufkommen zu lassen, die „Pädophilen“ seinen eventuell unschuldig. Am Anfang spricht man noch von „verdächtigen Briten“ und betont, man könne noch nichts Endgültiges über die Schuld von Townshend sagen. Aber diese Zurückhaltung wird dann schnell durch Gewissheiten ersetzt: Es handelt sich nun um „Pädophile“ (diesen Vorwurf hat die Polizei nie erhoben, ein Pädophiler macht – im umgangssprachlichen Gebrauch – Sex mit Kindern), nicht um des Konsums von Kinderporno Verdächtige.

Landslide wird hier zur „Kinderpornofirma“, dabei konnte Reedy nie etwas anderes vorgeworfen werden, als Zugang zu Kinderpornoseiten ermöglicht zu haben. Dann kommt die Behauptung mit dem Knopf, auf den alle Verdächtigen geklickt haben müssen. Das hätte genauer nachgefragt werden müssen. Journalismus kann sich nicht darin erschöpfen, polizeiliche Angaben ungeprüft in die Zeitung zu schreiben.

Dann wird es noch abenteuerlicher: Townshend hätte auf diesen Knopf geklickt. Das hat weder die Polizei je behauptet noch ein Staatsanwalt, das hat er auch nicht zugegeben – es war schlicht nicht so. Es bleibt völlig offen, woher der „Journalist“ dies hat, wenn nicht aus den eigenen Fingern gesogen.

Die bei weitem infamste Dreckschleuderei ist aber die Überschrift des Artikel im Zusammenhang mit dem Begriff „Pädophile“. In Anlehnung an „Kinderschänder“ nennt der unsägliche Schreiberling Townshend „Gitarrenschänder“, weil die „Who“ in ihrer Anfangsphase öfters Gitarren zerschlagen haben. Damit ist klar, was Townshend ist, ein Schwerverbrecher. Hat sich nicht auch sein Kollege Elton John erschüttert gezeigt?

In einer ernsthaften Würdigung der „Who“ im deutschen Wikipedia wird das Zerschlagen der Guitarren ausdrücklich als „künstlerisches Element“ des Auftritts gekennzeichnet. Umso deutlicher wird da nun das unsägliche „Gitarrenschänder“.

Das ist Kloakenjournalismus der niedrigsten Kategorie, selbst Kloaken-‚Bild’ hätte das kaum besser gemacht. Shame on you, taz!

Wollen wir der ‚taz’ zu gute halten, dies sei ein einmaliger Ausrutscher gewesen. Den Herrn Kutzmany hat man hoffentlich längst entlassen.

Wie man an diesen beiden Beispielen sehen kann, haben deutsche Massenmedien sehr wohl –und schändlich – über ‚Operation Ore’ berichtet – damals, als es darum ging, ein ungehäures Netzwerk von Hunderttausenden von pädophilen Internet-Missbrauchern zu konstatieren.

Die Frage stellt sich, was berichten sie nun, da, beginnend im Jahr 2005 und nun ganz intensiv seit Januar bis Juni 2007 die Nachrichten eingehen, dass es sich im wesentlichen um die Verfolgung Unschuldiger handelt.

Im britischen Medienwald haben unter anderem einer der BBC-Sender, der ‚Guardian’ und der ‚Independent’, ebenso ‚BBC-News’ und die ‚Sunday Times’ hierüber berichtet, immer noch wenig angesichts der Grösse des Skandals.

Die deutschen Massenmedien dagegen üben sich in Schweigen – und zwar absolut! Man mache sich die Mühe, im Internet „Operation Ore“ oder „Operation Pecunia“ auf Deutsch zu googeln (man muss übrigens bei dieser Suche „Operation Ore“ in Anführungszeichen setzen, sonst bekommt man ein Unzahl von Ergebnissen, in denen die beiden Worte ohne Zusammenhang vorkommen. Ebenso muss man ausdrücklich darauf bestehen, nur Seiten auf deutsch zu bekommen, sonst wird die englischsprachige Literatur als Ergebnis geliefert, auch wenn man auf dem deutschen google.de ist).

Man wird nicht eine, ich wiederhole: NICHT EINE EINZIGE Notiz auch nur eines der Massenmedien in Deutschland finden, in der über die aufkommenden Zweifel an der Schuld der Angeklagten und schliesslich die Beweise für die Unschuld fast aller berichtet wird.

Mit anderen Worten: Nicht eine Zeitung, nicht ein grösserer Radiosender, nicht eine Fernsehstation, nicht ein angebliches Nachrichtenmagazin, nicht eine Illustrierte in Deutschland hielt es für nötig, nach der ausführlichen Berichterstattung über das Aufspüren von Hunderttausenden von angeblichen Kinderporno-Pädophilen im Internet in den Jahren 2002 und 2003 nun auch zu berichten, dass sich dies alles als völllig verfehlte Aktion gegen Opfer von Kriminellen oder mit anderen Worten als der grösste Polizei- und Justiz-Skandal (in Bezug auf die Zahl betroffener Opfer) des neuen Jahrtausends herausgestellt hat.

Damit weitet sich dieser Skandal auch noch zu einem Medien-Skandal aus.

Es ist somit bewiesen, die deutsche Landschaft der Massenmedien ist völlig gleichgeschaltet, zu 100%. Zunächst berichtete man nur, was die Polizei oder das BKA verlauten liessen, ohne eine einzige kritische Frage zu stellen. Wenn sich das Ganze dann als riesiger Fall der Verfolgung Unschuldiger herausstellt, sieht man weg und lässt die Opfer allein.

Es ist auch relativ leicht zu verstehen, wie so etwas zustandekommt: Polizei, Staatsanwaltschaften und BKA liefern den Massenmedien immer wieder „Privilegierte Informationen“ über Ermittlungen, die eigentlich der Geheimhaltung unterliegen, aber den Medien einen „Sensations-Vorsprung“ verschaffen. Es ist klar: Wer Negatives über die Polizeiarbeit berichtet, könnte nicht mehr in den Genuss dieser Privilegien kommen.

Trotzdem ist es bemerkenswert, dass im Gegensatz zu anderen Ländern sich nicht ein Einziges, vielleicht kleineres, in der Reihe der Massenmedien findet, das ausschert und auch einmal Kritisches zur Arbeit von Polizei, BKA und Staatsanwaltschaften berichtet.

Es kann ja den deutschen Massenmedien nicht entgangen sein, dass es Neues zu diesem Thema gibt, denn Berichte im BBC-Radio, der ‚Sunday Times’ und dem ‚Guardian’ sind schliesslich nichts Verstecktes oder wenig zugänglich, zumal all dies leicht findbar im Internet dokumentiert ist.

Machen Sie nur die Probe und googeln Sie die gleichen Worte im englischen ‚google.com’. Sie werden eine Unzahl neuerer Einträge finden. Man kann da tage- und wochenlang über dies Thema lesen.

Auch kann man in der deutschen ‚Wikipedia’ nachsehen. Es gibt keine Erwähnung der ‚Operation Pecunia’ und bei ‚Operation Ore’ wird man aufgefordert, selbst einen Artikel zu schrieben.

Lediglich auf der Site von Pete Townshend in der deutschen Wikipedia findet sich ein Hinweis:

„Die ‚Sunday Times’ berichtete am 3. Juli 2005, dass unabhängige Experten die beschlagnahmte LANDSLIDE-Webseite rekonstruiert hätten, und keinerlei Kinderpornografie gefunden hätten.“

Im Gegensatz dazu enthält die englische Wikipedia (oben schon verlinkt) eine eigene Seite hierfür mit allen Links zu den neueren Artikeln mit den Entdeckungen über ‚Operation Ore’ als das, was sie wirklich ist: Eine wirkliche Tragödie und ein dreifacher wirklicher Skandal.

Veröffentlicht am 14. Juli 2007 in der Berliner Umschau

Der Zusammenbruch des Kommunismus: Die verschwiegene Geschichte

2012/11/17

Jamie Glazov interviewt Robert Buchar über den „toten Sowjet“.

Zu Gast beim heutigen Frontpage-Interview ist Robert Buchar, außerordentlicher Professor und Autor des Kameramann-Programms (author of the Cinematography Program) am „Columbia College“ in Chicago — und politischer Flüchtling aus der ehemaligen Tschechoslowakei. Er produzierte den Dokumentarfilm „Velvet Hangover“ über die Filmemacher der tschechoslowakischen „Neuen Welle“ (1963-1969), wie sie die Zeit der „Normalisierung“ überlebten und ihre Reflexionen über die sogenannte „Samtene Revolution“ des Jahres 1989. Er ist außerdem der Autor von „Czech New Wave Filmmakers in Interviews“ und „And Reality be Damned … Undoing America: What The Media Didn’t Tell You About the End of the Cold War and Fall of Communism in Europe“. Sein neuester Dokumentarfilm ist „The Collapse of Communism: The Untold Story“.

FP: Robert Buchar, willkommen zum Frontpage-Interview. Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neuen Dokumentarfilm.

Buchar: Danke für die Gelegenheit, darüber zu sprechen, Jamie. Es dauerte acht Jahre, ihn fertigzustellen, aber es ist vollbracht.

FP: Beginnen wir mit dieser Frage: Warum sollten wir über den Zusammenbruch des Kommunismus reden? Warum ist es wichtig?

Buchar: Richtig, warum über etwas reden, das vor 23 Jahren passierte? Das Wort Kommunismus ist nicht einmal mehr in unserem Wortschatz und die neue Generation hat keine Ahnung, was es eigentlich bedeutet.

Und dennoch eliminierte der Kommunismus während der 70 Jahre seines Bestehens über 100 Millionen Menschen. Das sind genug Leichen, um auf unserem Planeten den Äquator zu bedecken, wenn die Körper nebeneinander gelegt werden. Als der Kommunismus im Jahr 1989 „zusammenbrach“, warfen die Medien nie die Frage auf, wo die Verantwortlichen für all die Gräueltaten waren. Wir hörten in den Medien nie, daß jemand fragte, wohin all die Kommunisten verschwanden.

Sollten wir wirklich glauben, daß Millionen von Kommunisten über Nacht Kapitalisten und gute Bürger wurden? Überraschung! Sie erwiesen sich als die Führer des neuen Systems. Es spielt keine Rolle, welche politische Partei in den ehemaligen sowjetischen Satellitenstaaten Sie betrachten, sie alle, links oder rechts, wurden von ehemaligen Kommunisten geschaffen und werden von ihnen geführt.

Der Kommunismus ist also nicht wirklich verschwunden und weg. Er paßte sich einfach an, verwandelte sich in das neue System, um seine Mission fortzusetzen.

Als Ergebnis muß der Westen jetzt mit den Konsequenzen seiner eigenen Naivität leben. Und wir müssen nicht besonders weit gehen, um zu sehen, wovon ich rede. Sehen Sie sich an, was in Amerika los ist.

FP: Was ist mit dem Kalten Krieg, ist er wirklich beendet? Wer hat gewonnen?

Buchar: Es kommt darauf an, wen Sie fragen. Es gibt Linke, die sagen, daß es ihn nie gab. Sie glauben, daß der Kalte Krieg bloß unsere eigene Propaganda war. Und es gibt Konservative, die glauben, daß sie den Kalten Krieg gewannen. Sie werden leider nie akzeptieren, daß die Perestroika nur eine Täuschung war — aus dem einfachen Grund, daß sie ihren verkündeten Sieg aufgeben und eingestehen müßten, daß sie Unrecht hatten.

Es gibt in Amerika wirklich nur sehr wenige Menschen, die glauben, daß der Westen den Kalten Krieg verlor. Aber wie wollen Sie dann erklären, daß der Sozialismus nach dem „Fall des Kommunismus“ weltweit auf dem Vormarsch ist? Der internationale Terrorismus, vom KGB geplant und unterstützt, war nach dem Zerfall der Sowjetunion fast nicht mehr existent, doch im Jahr 1996 explodierte er in der neuen Form des islamischen Terrors dann erneut und der Antia-Amerikanismus wurde, wohin man sieht, zum bevorzugten Zeitvertreib.

Der Westen erklärte zwar den Sieg und das Ende des Kalten Krieges, doch Moskaus Täuschung war nicht zu Ende. Im Gegenteil, sie wurde noch intensiver. Tschekisten haben immer noch das Sagen. Der Westen tat genau, was die KGB-Strategen erwarteten: er baute seinen Schutz ab, eliminierte die Spionageabwehr, gab Rußland Millionen von Dollar und machte es zum gleichberechtigten Partner. Es ist daran zu erinnern, daß (Anm.: der zu den Sowjets übergelaufene) Aldrich Ames damals der CIA-Chef für die Ostblockländer war und daß alle unsere Spione in Moskau hingerichtet wurden, bis auf einen, Oleg Gordievsky. Er war der (Anm.: von den Sowjets übergelaufene) Agent der Briten und er spricht über all dies in meinem Film.

Und es ist daran zu erinnern, daß Marc Rich, die verantwortliche Person, die Rußland mit Millionen von Dollar versorgte und die in letzter Minute in einem magischen schwarzen Loch verschwand, von Präsident Bill Clinton begnadigt wurde. Er lebt jetzt wer weiß wo. CIA und MI6 sind sich einig, daß die Spionage des KGB/FSB jetzt stärker ist als je zuvor.

Es spielt also keine Rolle, ob wir es den Kalten Krieg oder den Zweiten Kalten Krieg nennen — das Streben der Tschekisten nach der Weltherrschaft geht weiter. Und es wird weitergehen, solange die Tschekisten im Kreml das Sagen haben.

FP: Was das aktuelle politische System und die Wirtschaft in den ehemaligen sowjetischen Satellitenstaaten betrifft, was weiß das amerikanische Volk darüber? Und warum sollte es darüber etwas wissen?

Buchar: Die amerikanischen Menschen wissen darüber sehr wenig oder gar nichts. Sie sind damit beschäftigt, einzukaufen und sich zu unterhalten. Sie haben keine Ahnung von ausländischen Mächten, die ihr Leben gestalten. Und wenn Sie es Ihnen sagen, sehen sie Sie ungläubig an.

Als ich mit dem Manuskript meines Buches „And Reality be Damned …“ fertig war, gab ich es meinem Kollegen in Chicago, um ein Feedback zu bekommen. Er antwortete: „Um zu akzeptieren, was in Ihrem Buch steht, müßte ich alles aufgeben, was ich mein Leben lang glaubte.“

Amerikaner mögen es nicht, schlechte Nachrichten zu hören (Anm.: Europäer erwähnen wir lieber auch nicht) und als Folge wird es sie hart treffen. Das Sprichwort sagt: „Du weißt erst, was du hast, wenn du es verlierst.“ In diesem Fall könnte es aber zu spät sein. Es steht zu viel auf dem Spiel. Die Menschen schaffen es nicht, aktuelle Ereignisse im Zusammenhang zu sehen, weil sie die Geschichte ignorieren und deshalb nichts aus ihr lernen können.

Im Jahr 2005 wollte ich für meinen Film den Genossen Rudolf Hegenbart interviewen. Er war ein ranghohes Führungsmitglied des Politbüros der „Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei“ („Komunistická strana Československa“, KSČ) , Chef der Abteilung 13, zuständig für die Überwachung der Umstellung, einschließlich der Überwachung der Dissidenten. Er lehnte meinen Wunsch ab, denn nachdem Vaclav Havel Präsident war, wurde er von Havels Leuten gewarnt, daß, wenn er jemals reden würde, er in einem Sack am Grunde der Talsperre Slapy enden würde.

Doch nachdem ich mein Buch veröffentlicht hatte, schrieb er mir folgendes: „Ihr Buch ist historisch wichtig. Ihre Informationen sind korrekt. Als ich in Moskau studierte, wurden uns all diese Sachen gelehrt.“ (Anm.: wenn Sie Vaclav Havel mit seiner „Demokratie ohne Parteien“ bisher für einen den Kommunismus bekämpfenden Kapitalisten wie Gorbatschow 1986 mit seiner „Perestroika“ und Lenin 1921 mit seiner „Neuen Ökonomischen Politik“ hielten, bedenken Sie, daß Vaclav Havel im Januar 1990 Helmut Kohl fragte: „Warum arbeiten wir nicht zusammen, um alle politischen Parteien aufzulösen? Warum richten wir nicht einfach eine Partei ein, die Partei von Europa?“) Wenn Sie Amerikanern sagen, daß das Vorhaben, das kapitalistische Amerika zu zerstören, im Jahr 1922 begann, kurz nachdem in Moskau (Anm.: im Jahr 1919) die „Kommunistische Internationale“ gegründet wurde, dann denken sie, Sie sollten einen Psychiater besuchen.

FP: Man würde denken, daß die Marxisten/Sozialisten nach all dem Versagen, Gemetzel, Völkermord und Elend jetzt diskreditiert wären. Und dennoch sind sie auf dem Vormarsch. Sagen Sie uns, wie das möglich ist und warum.

Buchar: Eine sehr gute Frage. Es ist etwas, das mich immer genervt hat. In meinem Film sagt ein Student: „Ich denke, daß der Kommunismus funktionieren könnte, wenn er richtig gemacht wird.“

Die Idee des Kommunismus/Sozialismus war für schlecht gebildete und wirtschaftlich benachteiligte Menschen schon immer attraktiv. Die Menschen lieben schöne Träume. Es ist die alte kommunistische Propaganda-Leier: „Alle kriegen das, was sie brauchen.“ Ich erinnere mich noch, daß wir in der Schule gelehrt wurden, daß unter dem Kommunismus überall auf den Straßen Autos stehen werden, und wenn man eins zum Fahren braucht, sucht man sich bloß eins aus.

Es gibt diese nie endende Propaganda/Täuschung. Das Ziel ist nicht, den Sozialismus zu errichten, sondern die westliche Demokratie zu stören und zu zerstören, speziell in Amerika. Amazon verkauft „Das Manifest der Kommunistischen Partei“ sehr gut. Nikita Chruschtschow sagte im Jahre 1959 zu Vizepräsident Richard Nixon:

„Ihr Amerikaner seid so leichtgläubig. Nein, Ihr werdet den Kommunismus nichtn vorbehaltlos akzeptieren, aber wir werden Euch weiter mit kleine Dosen des Sozialismus füttern, bis Ihr schließlich aufwachen und feststellen werdet, daß Ihr den Kommunismus bereits habt. Wir werden Euch nicht bekämpfen. Wir werden Euch wirtschaftlich so schwächen, bis Ihr wie eine überreife Frucht in unsere Hände fällt.“ (Anm.: Zu diesem Zitat gibt es viele Jahreszahlen und KEINE Quelle, bessere Chruschtschow-Zitate sind jedoch belegt, zum Beispiel: „Wenn Stalin sagt: tanze, dann tanzt ein kluger Mann.“)

Und hier sind wir auch schon ziemlich dicht am Problem. Wie ich es sehe, haben Linke ein klares Ziel und eine langfristige Strategie, und sie haben ein weltweit etabliertes Netzwerk. Sie sind gut organisiert, diszipliniert und haben die Absicht, ihr Ziel unter allen Umständen zu erreichen. Konservative haben dagegen weder ein Ziel noch eine Strategie.

Sie sind mehr auf das Individuum ausgerichtet. Geblendet durch die politische Korrektheit, werden sie sich kaum einig, wer ihr Feind ist und finden aus diesem Grund nie eine erfolgreiche Gegenstrategie.

Der einzige Ausweg ist Bildung; den Menschen das zu zeigen, was sie in den Massenmedien nicht finden und in den Schulen nicht erfahren. Und wir sprechen hier nicht über Geheim-Informationen. Stellen Sie heute jemandem eine Frage über die „Venona-Papiere“, die „Operation Solo“, die „Kommunistische Internationale“ und so weiter — er hat keine Ahnung, noch nie davon gehört. Als ich mit dem Filmen meiner Dokumentation begann, gab es an diesem Thema überhaupt kein Interesse.

Seit der Veröffentlichung meines Buches „And Reality be Damned …“ erschienen ein paar sehr interessante Bücher. Da ist Paul Kengors „The Communist“, Pavel Stroilovs „Allegations“, oder Ihr „High Noon for America: The Coming Showdown“ — um nur einige zu nennen. Blickt man in die Geschichte, dann ist die Demokratie noch sehr jung und zerbrechlich. Sie muß sorgfältig gepflegt werden, und in einer ungebildeten, verwirrten Gesellschaft kann sie nicht funktionieren. Sind die Grundlage der Stimmabgabe eine Emotion, das persönliche Erscheinungsbild des Kandidaten, seine Rasse oder religiösen Überzeugungen, dann wird die ganze Nation zu einer dysfunktionalen Familie — ein perfekter Nährboden für den Sozialismus oder eine andere Form der Diktatur.

Nebenbei bemerkt erfordert die Installation des Sozialismus keine Mehrheit. Revolutionen kommen in der Regel durch eine stark engagierte Minderheit zustande — pathetische oder manipulierte Massen helfen dabei nur.

FP: Warum können die westlichen Geheimdienste und Regierungen das Konzept der Desinformation nicht begreifen?

Buchar: Für die westliche Kultur ist Täuschung ein Fremdwort. Joseph Douglass und Bill Gertz sprechen über dieses Thema in meinem Film. Nach ihnen hat das Establishment unserer Nachrichtendienste von dem, was Täuschung darstellt, ein sehr primitives und sogar falsches Verständnis. Nur mit Anatoli Golizyns „Perestroika Deception“ bekamen sie die Möglichkeit, das Gesamtbild zu sehen, aber sie haben diese Möglichkeit trotzdem vertan. Sie weigerten sich, seine Informationen zu akzeptieren.

Bill Gertz spricht über die anti-antikommunistische Denkweise der CIA. Pete Bagley erzählte mir, daß ihm erst nach dem Ende des Kalten Krieges klar wurde, daß alle Operationen der CIA in Polen vom KGB eingerichtet wurden, um die Opposition loszuwerden. Die Tatsache, daß die Opposition in den kommunistischen Ländern in Wirklichkeit eine „künstliche Opposition“ („controlled opposition“) war, ist für die in Demokratien lebenden Menschen schwer zu glauben. Als ich im Jahr 1980 aus der Tschechoslowakei überlief, wurde ich zweimal befragt. Zuerst in Österreich, dann in den USA. Mir wurde nie eine Frage von Bedeutung gestellt. Im Jahre 2005 fragte mich ein CIA-Beamter, wie mir „RADIO FREE EUROPE“ gefiel.

Er war überrascht, als ich ihm sagte, daß der Empfang dieser Sendung sehr stark gestört wurde und es unmöglich war, sie zu hören.

Die CIA hatte einfach keine Ahnung, was hinter dem Eisernen Vorhang los war. Sie interessierten sich nicht für Ideologie und Propaganda, sondern nur für militärische Informationen. Aus diesem Grund „verpaßten sie den Anschluß“. Das Buch „Disinformation“ von Generalleutnant Ion Mihai Pacepa und Ronald Rychlak wird dieses äußerst wichtige Thema an die Öffentlichkeit bringen. Hoffen wir, daß die Amerikaner in der letzten Minute erkennen, daß sie auf die Schippe genommen wurden.

FP: Warum ist es wichtig, sich Ihren neuen Film „The Collapse of Communism: The Untold Story“ anzusehen?

Buchar: Viele Amerikaner sind heutzutage nicht glücklich, welche Richtung ihr Land eingeschlagen hat. Sie fragen sich, wie die progressiven Linken so stark wurden, daß sie aus dem Land eine weitere große EU machen. Die Geschichte und das Wachstum der amerikanischen Linken sind zwar nicht besonders bekannt, aber gut dokumentiert — die Ausbreitung des Sozialismus in den Vereinigten Staaten ist aber kein rein internes Problem. Um vollständig zu verstehen, was heute in Amerika los ist, müssen wir wissen, wer den Angriff auf unser Leben begann, wann, und wie die Strategie aussieht.

Ich interviewe jetzt seit fünf Jahren Nachrichtendienst-Experten, Dissidenten, Überläufer und Kalte Krieger. Dabei erschloß sich mir eine ganz andere Realität. In den Vereinigten Staaten braut sich etwas zusammen und der Schlüssel zum Verständnis liegt in den Jahren 1989 und 1991. Da wir uns der Endstation der sogenannten Neuen Weltordnung nähern, ist es sehr wichtig, zu erkennen, wer diese Reise plante. Wäre es möglich, daß das politische Establishment im Westen einfach nicht die Wahrheit wissen will?

FP: Robert Buchar, ich danke Ihnen, daß Sie bei uns waren — und für diesen Film und Ihre Hingabe an die Wahrheit.

Wir möchten alle unsere Leser ermuntern, sich diesen neuen Film anzusehen und www.collapseofcommunism.com zu besuchen.

Hier finden Sie den Originalartikel, The Collapse of Communism: The Untold Story.

Besonders interessant ist der Ausrutscher, daß der islamische Terrorismus eine Erfindung ist, schließlich ist FRONTPAGEMAG eine islamkritische Seite, aber egal. Und abgesehen vom falschen Chruschtschow-Zitat ist ja soweit alles richtig.

Man muß aber kein Überläufer sein, um das zu erkennen, oder zu fragen, wo die Massenmedien gerade waren, um nach dem angeblichen Zusammenbruch der Sowjetunion über die Entsowjetisierung, die Prozesse gegen die Massenmörder, die aus den Gulags strömenden Häftlinge und die Familienzusammenführungen zu berichten.

Der verstorbene Alan Stang hatte diesen Gedanken bereits im Jahr 2008.

„Der Zusammenbruch der Sowjetunion“ unter der Lupe

Wie Sie wissen, ist die Regierung von Presidente Jorge W. Boosh beim gegenwärtigen Flächenbrand im Kaukasus der Auffassung, daß Georgien Recht hat und Rußland Unrecht. Zumindest in dieser Frage liegt Boosh damit bemerkenswert eng im Bett mit Obama, denn Senator Hussein Obamas Führungsoffizier (handler) ist Zbigniew Brzezinski, der im Namen von David Rockefellers Trilateraler Kommission Jimmy Carter als Präsident einstellte, und der nun offenbar den Auftrag hat, Hussein als Präsident einzustellen. Brzezinski stimmt Boosh sicherlich zu.

Während ich dies schreibe, konfrontiert Philip Berg, ein Rechtsanwalt und Demokratischer Beamter aus Philadelphia, Senator Hussein vor einem Bundesgericht mit der Behauptung, kein gebürtiger US-Bürger zu sein. Rechtsanwalt Berg sagt, er hätte Dokumente, die beweisen, daß Hussein Obama in Kenia geboren wurde, nicht in Hawaii, und daher nicht beanspruchen kann, Präsident zu sein. Bergs Internetseite ist www.obamacrimes.com. Sehen Sie nach und entscheiden Sie selbst. Wenn Hussein Obama überlebt, wird dies noch viel mehr über Zbig Brother Brzezinski sagen.

Gehen Sie jetzt vom Flächenbrand im Kaukasus ein paar Jahre zurück und betrachten Sie sich den „Zusammenbruch der Sowjetunion“. Woher wissen wir, daß die Sowjetunion „zusammengebrochen“ ist? Wir wissen, daß sie zusammenbrach, weil die Sowjetunion sagte, daß sie es tat, und die Spatzenhirne in unseren kommunistischen Massenmedien plappern schon lange nach, was die Sowjets sagen. Soweit ich mich erinnere, schluckten die Spatzenhirne das sowjetische Vogelfutter komplett.

Erinnern Sie sich an Mike Gorbatschow. Er ist der Mann mit dem Kainsmal auf seinem Haupt. Einst war er ein sowjetischer Diktator. Am nächsten Tag „fiel“ die Sowjetunion. Und am nächsten Tag taucht Mike in San Francisco auf, schlägt sein Hauptquartier im „Presidio“ auf, der historischen US-Militärbasis, und betreibt eine steuerbefreite Stiftung (Anm.: das „State of the World Forum“), die vor dem „Zusammenbruch“ der Sowjetunion geschaffen wurde. Wußte da oben vielleicht jemand Bescheid?

Wir reden über den Mann, der das „Reich des Bösen“ leitete, die KGB-Folterkammern, den Archipel Gulag, den Mann, der auf der ganzen Welt den Terrorismus finanzierte, etc. Warum tat Washington so etwas? Hatte Mike Reue gezeigt? War aus ihm jetzt ein überzeugter Verfechter der amerikanischen Werte und der Verfassung geworden? Überhaupt nicht! In seinen Büchern erklärt er, daß er sein Leben lang ein Kommunist ist, daß der Wandel in der Sowjetunion keinen Wandel seiner Absicht bedeutet, und daß „Perestroika“ einfach ein neuer Weg ist, um überall auf der Welt den Kommunismus durchzusetzen. (Anm.: Ein Ostblockwitz lautete: Q: What comes after perestroika? A: Perestrelka. — Frage: Was kommt nach Perestroika? Antwort: Erschießung.)

Jetzt war Mike ein „Öko“. Seine Gorbatschow-Stiftung veranstaltete Treffen, an denen George H. W. Bush und andere Weltregierungs-Verschwörer teilnahmen und die Frage diskutierten, wie viele Menschen auf der Welt für den „Umweltschutz“ ausgerottet und wie sie getötet werden sollten. Ted der Verräter Turner, der fünf Kinder hat, sagt zum Beispiel: „Eine Gesamtbevölkerung von 250 – 300 Millionen Menschen, ein Rückgang um 95% der heutigen Zahlen, wäre ideal.“ Seltsamerweise hat sich Ted der Verräter nicht freiwillig zur Exekution gemeldet.

Wir reden über ein Szenario, das so unglaublich ist, daß es mit Worten kaum zu beschreiben ist. Es wäre gleichbedeutend, wenn wir Onkel Hitler oder Onkel Heinrich aus dem Bunker oder dem Konzentrationslager hierher gebracht und zu Harvard-Professoren gemacht hätten. Über dieses Szenario hätte es bergeweise Belege geben müssen. Aber unsere kommunistischen Massenmedien haben es einfach so geschluckt, ohne zu rülpsen.

Was hätten wir sehen sollen, wenn der „Zusammenbruch der Sowjetunion“ echt gewesen wäre? Die Antworten liegen auf der Hand, wenn wir ihn mit dem Zusammenbruch der Nazis am Ende des Zweiten Weltkriegs vergleichen. Zunächst erinnern wir uns, daß die Konzentrationslager der Nazis befreit wurden. Die Tore wurden geöffnet, die Opfer strömten heraus. Wir sahen sie. Wir sahen amerikanische Truppen, die sich entsetzt die Nase zuhielten. Wir sahen endlose Berichte in den Medien. Bei einem echten Zusammenbruch der Sowjetunion hätten wir die gleiche Sache im Gulag sehen sollen.

Wir sahen es nicht. Es gab keine Befreiung, es gab keine Millionen, die strömten, keine tränenreichen Familientreffen. War das keine große Geschichte? Aber es gab keine Nachrichtenberichte, nicht einmal eine ehrenvolle Erwähnung. Dies muß bedeuten, daß der Archipel Gulag noch immer intakt ist, daß die Millionen noch immer dort sind und daß es keinen Zusammenbruch gab.

Als nächstes wurde das deutsche Militär aufgelöst. Die Wehrmacht war nicht mehr. Japan wurde ebenfalls entwaffnet. Das gleiche hätte beim „Zusammenbruch“ der Sowjetunion passieren müssen. Ist es passiert? Nein. Das Militär der Sowjets blieb intakt. Ja, zu der Zeit wurde etwas über die Zerstörung von einigen Raketen gesagt, aber diese Raketen hätten planmäßig ersetzt werden sollen. Deren Abbau hatte nichts mit Abrüstung zu tun. Die Sowjets sind nach wie vor eine gewaltige militärische Macht.

Drittens sollten nun andere Leute zu sehen sein. In Deutschland wurden die Nazis rausgeschmissen und gejagt. Israel ging nach Argentinien und entführte Eichmann. In Deutschland gab es neue Namen. Konrad Adenauer — „Der Alte“ — war Kanzler. General MacArthur tat das Gleiche in Japan. Togos Militaristen verschwanden. Und wer ist jetzt in Moskau zuständig? KGB-Oberst Vlad der Pfähler Putin.

Ja, Presidente Jorge W. Boosh blickte in Putins Augen und sah in seine Seele — und ihm gefiel, was er sah. Inzwischen hat Boosh seine Meinung vermutlich geändert. Wem glauben Sie? Wie es scheint, gibt es nach dem „Zusammenbruch“ die gleichen Leute wie zuvor. Und sollte es nicht wie in Nazi-Deutschland Prozesse gegen die Kriegsverbrecher geben, gegen die Männer, die den Gulag betrieben? Gab es welche? Nein.

Betrachten Sie schließlich die Tatsache, daß es all dies bereits früher gab. 1921 brachen die von Washington und dem Westen unterstützten Roten zusammen. Es herrschte Hunger, weil der „Kriegskommunismus“ keine Wirtschaft erlaubte. Der sowjetische Diktator Lenin machte einen Schritt zurück. Er schrieb sogar ein Buch und erklärte seinen Fanatikern, daß es zur Bewahrung des Kommunismus gut wäre, ein oder zwei Schritte zurück zu gehen.

Lenin führte die „Neue Ökonomische Politik“ ein, in der einen ein wenig Handel nicht gleich ins Gefängnis brachte. „NÖP-Männer“ tauchten auf; Händler, die ein wenig handelten. Der Westen hörte, daß Lenin „zur Besinnung gekommen“ wäre. Der Kommunismus hatte „versagt“. Das Sowjetsystem würde „umstrukturiert“ werden. Auf Russisch würden Sie es wahrscheinlich „Perestroika“ nennen.

Herbert Hoover, der sieben Jahre später US-Präsident wurde, traf in Moskau als Leiter der „American Relief Administration“ ein, mit Tonnen an Lebensmitteln und Investitionskapital. Die Sowjets feierten. Der Kommunismus war gerettet. Moskaus Verdauungsprozeß dauerte drei Jahre. Dann meldete sich der Kommunismus zurück.

Washington unterstützte die Kommunisten noch einmal und rettete sie vor dem Zusammenbruch. Im Zweiten Weltkrieg tat es die Verschwörung zur Weltregierung wieder. Bitte nennen Sie mir eine kommunistische Diktatur, irgendwo, die nicht von den Vereinigten Staaten geschaffen wurde. Rotchina? Falsch. Kuba? Wieder falsch. Zimbabwe. Falsch. Ich kenne keine. Zur Förderung des Kommunismus hat die US-Regierung auf der ganzen Welt mehr getan, als irgendein anderes Land. Ohne die Vereinigten Staaten wäre der Kommunismus eine Fußnote in einem staubigen Geschichtstext.

Was sind die Folgen des letzten „Zusammenbruchs“ der Sowjetunion? Es floß wieder einmal Investmentkapital. Die Sowjets erlebten einen diplomatischen Triumph. Ihr Mann Michael Gorbaschrott erklärt jetzt amerikanischen Industriellen, was zu tun ist. Dem sowjetisch geförderten Terrorismus wird keine Aufmerksamkeit mehr gewidmet. Der Fokus liegt jetzt auf dem „islamischen Fundamentalismus“, der auf mysteriöse Weise mitten auf der Bühne auftauchte, während die Sowjets an den Seiten verschwanden, fast so, als ob die ganze Sache ein Plan war.

Erinnern Sie sich daran, daß die Sowjets die Rekrutierung, Ausbildung, Finanzierung und Etablierung von Strohmännern erfanden, die ihre Terrorismusarbeit erledigten, während die Sowjets als Philantrophen posierten. Erinnern Sie sich daran, daß der ekelerregende Jassir Arafat, Führer der Palästinensischen Befreiungsorganisation und Knabenliebhaber, sein Leben lang ein Angestellter der Sowjets war. Arafat ist natürlich nur ein Beispiel von vielen.

Die Sowjets planen solche Dinge nicht nur ein oder zwei Jahre im Voraus. Sie sind Schachmeister, sie planen in Jahrzehnten, in Generationen. Hat diese jüngere Geschichte etwas mit dem Flächenbrand im Kaukasus zu tun? Meine eine Antwort wird wie immer kurz, direkt und nachvollziehbar sein. Ich weiß es nicht. Offensichtlich gibt es eine Beziehung — ich weiß aber noch nicht, was es ist. Im Laufe der Zeit wird der Zweck vielleicht deutlich werden. Wir können uns wie üblich darauf verlassen, daß das, was uns gesagt wurde, so falsch ist wie ein Ein-Dollar-Schein.

Wir müssen uns gerade jetzt daran erinnern, was geschah. Wenn Sie nicht wissen, wo Sie in der Vergangenheit waren und was geschah, werden Sie nie verstehen, wo Sie jetzt sind und was zu tun ist. Fürs Erste ist klar, daß wir wieder zu einer amerikanischen Außenpolitik finden müssen, in der wir uns um unsere eigenen Angelegenheiten kümmern und darauf bestehen, daß andere Nationen sich um ihre Angelegenheiten kümmern.

Wir können uns leider nur auf die Tatsache verlassen, daß beide Seiten des Konflikts, Moskau und Washington, daran arbeiten, die Sache der Weltregierung voranzutreiben. Beenden wir diese kurze Übersicht mit einer Frage: Ist die gegenwärtige Inszenierung im Kaukasus eine typische Demonstration des dialektischen Materialismus, in dem die Verschwörung zur Weltregierung beide Seiten manipuliert?

Alan Stang war einer der ersten Skriptschreiber von Mike Wallace auf „Channel 13“ in New York, wo er einige der Skripte verfasste, die Mike Wallace zu CBS brachten. Stang war selbst Radiomoderator. In Los Angeles wurde er zeitgleich zu Larry King gesendet und hatte laut „Arbitron“ fast doppelt so viele Zuhörer. Er hat als Auslandskorrespondent gearbeitet. Er hat hunderte von Sonderbeiträgen in Zeitschriften im ganzen Land und etwa fünfzehn Bücher geschrieben, für die er zahlreiche Auszeichnungen erhielt, darunter eine Ehrung durch das Repräsentantenhaus von Pennsylvania für hervorragende journalistische Leistungen. Eines von Stangs Exposés hielt einen kriminellen Versuch auf, die Kontrolle über New Mexico zu erlangen, wo eine Bande ein Gerichtsgebäude eroberte, einen Richter als Geisel nahm und einen Stellvertreter ermordete. Der Plan stand kurz vor dem Erfolg bevor Stang eingriff. Ein weiteres Exposé von Stang inspirierte wichtige Reformen im bundesstaatlichen Arbeitsrecht.

Sein erstes Buch, „Es ist sehr einfach: Die wahre Geschichte der Bürgerrechte“ („It’s Very Simple: The True Story of Civil Rights“), war ein sofortiger Bestseller. Sein erster Roman, „Die höchste Tugend“ („The Highest Virtue“), der in der russischen Revolution spielt, errang eine Fünf-Sterne-Bewertung in der „West Coast Review of Books“, die in nur einem Prozent ihrer Bewertungen fünf Sterne vergab.

Stang hat in jedem amerikanischen Bundesstaat und auf der ganzen Welt Vorträge gehalten und wurde in vielen Sendungen begrüßt, darunter „Cross Fire“ auf CNN. Weil er und seine Frau in Santo Domingo in der Dominikanischen Republik die meisten Kinder hatten, wo sie damals lebten, wurde die ganze Familie gewählt, um in Sydney Pollacks „Havanna“ mit Robert Redford zu spielen, dem bis dahin teuersten Film. Alan Stang ist der Mann mit den angeklatschten Haaren in dem lächerlichen Harry-Truman-Hawaii-Shirt. Er sagt, daß er dazu gezwungen wurde.

Hier finden Sie den Originalartikel, "Soviet Collapse" Revisited.

Und hier die Definition von Außenpolitik laut George Washingtons Abschiedsbotschaft:

„… Die große Verhaltensregel hinsichtlich fremder Nationen liegt für uns darin, bei der Ausweitung unserer Handelsbeziehungen so wenig politische Verbindung wie möglich mit ihnen zu haben. Soweit wir bereits Verpflichtungen eingegangen sind, laßt sie in vollendet gutem Glauben erfüllt werden. — Hier aber laßt uns Halt machen.

Europa hat ein Gefüge primärer Interessen, die keine oder sehr entfernte Beziehungen zu uns haben. Deshalb muß es in häufige Auseinandersetzungen geraten, deren Ursachen unseren Anliegen wesentlich fremd sind. Daher also muß es unklug für uns sein, uns durch künstliche Bande in die gewöhnlichen Wechselfälle seiner Politik oder die gewöhnlichen Kombinationen und Zusammenstöße seiner Freund- oder Feindschaften zu verwickeln. Unsere abgesonderte und entfernte Lage veranlaßt uns und setzt uns instand, einen anderen Kurs zu verfolgen. Wenn wir ein einiges Volk unter einer wirksamen Regierung bleiben, ist die Zeit nicht fern, wo wir beträchtlicher Schädigung durch auswärtige Staaten trotzen können; wo wir eine Haltung einnehmen können, die die Neutralität achten lassen wird, die wir zu irgendeiner Zeit beschließen mögen; wo kriegführende Nationen angesichts der Unmöglichkeit, Erwerbungen bei uns zu machen, nicht leichthin damit spielen werden, uns zu provozieren; wo wir Krieg oder Frieden wählen können, wie unser Interesse, geleitet vom Recht, es geraten sein läßt.

Warum sich der Vorteile einer so besonderen Lage begeben? Warum unseren eigenen Boden verlassen, um auf fremdem zu stehen? Warum durch Verflechtung unseres Geschicks mit dem irgendeines Teils von Europa unseren Frieden und unseren Wohlstand in die Netze europäischer Ambition, Rivalität, Interesses, Stimmung oder Laune verstricken?

Unsere wahre Politik ist, uns fernzuhalten von allen dauernden Bündnissen mit irgendeinem Teil der ausländischen Welt; insoweit, meine ich, als wir jetzt frei sind es zu tun; denn laßt mich nicht so verstanden werden, als wäre ich für Untreue gegenüber bestehenden Verpflichtungen. Ich halte die Maxime für nicht weniger anwendbar auf öffentliche als auf private Angelegenheiten, daß ehrlich immer am längsten währt. Ich wiederhole es deshalb, laßt diese Verpflichtungen in ihrem wirklichen Sinn beobachtet werden. Aber meiner Meinung nach ist es unnötig und wäre es unklug, sie auszudehnen.

Wenn wir immer darauf sehen, uns durch geeignete Einrichtungen in achtunggebietendem Verteidigungszustand zu halten, können wir ohne Gefahr zeitweiligen Bündnissen für ungewöhnliche Notlagen vertrauen …“

Aus der „Abschiedsbotschaft“ George Washingtons, 1796

(Herbert Strauß: Botschaften der Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika zur Außenpolitik, 1793-1947, S. 13 f.)

Die Assassinen der Illuminatensekte

2012/11/07

Dean Henderson mit Auszügen aus „Big Oil & Their Bankers“, Kapitel 3.

In den 1920er Jahren erweckte ein junger Ägypter namens Hassan Al-Banna die Muslimbruderschaft wieder zum Leben — ihren Ursprung hatte sie in der gleichen „Großen Loge von Kairo“ („Grand Lodge of Cairo“), die auch die Kabbalisten, Freimaurer, Templer und deren Illuminati-Vorstand hervorgebracht hatte. Al-Banna war ein Bewunderer von Adolf Hitler.

In den 1930er Jahren wurde seine Gruppe ein Arm des Nazi-Geheimdienstes. Während des Zweiten Weltkriegs besuchte der Großmufti von Palästina als Vertreter der Muslimbruderschaft Deutschland, um arabische Nazis für eine internationale SS-Division anzuwerben. Die in Kroatien ansässige Gruppe wurde als muslimische „Handschar-Division“ bekannt.

Der britische Geheimdienst stellte nach dem Krieg die Flüchtigen ein und schickte sie mit Hilfe der Franzosen nach Ägypten. Dort wurden sie an die CIA verkauft, die sie verwendete, um die aufkeimende linke arabische nationalistische Bewegung des ägyptischen Präsidenten Gamal Nasser zu infiltrieren und anzugreifen. Nasser verstaatlichte den Suezkanal, holte sowjetische Berater und verbot die Muslimbruderschaft. Der Führer der ägyptischen Muslimbruderschaft, Sayyid Qutb, erhielt vom saudischen König Faisal Zahlungen, um Nasser zu untergraben.

In den 1950er Jahren quartierte die CIA die Führer der Muslimbruderschaft nach Saudi-Arabien um, wo sie Madrasas eröffneten, die eine Mischung aus Nationalsozialismus und Wahhabismus lehrten. Scheich Abdallah Azzam war der Mentor von Osama bin Laden. MI6, Mossad und CIA förderten den faschistischen Wahhabismus, obwohl er von muslimischen Ländern mehr als 60 Mal als Ketzerei verurteilt wurde. Es wird nur in Saudi-Arabien und von den afghanischen Taliban praktiziert. Muslimbruderschafts-Führer Sayyid Qutb erklärte in den 1960er Jahren: „Amerika schuf den Islam.“

CIA-Direktor Allen Dulles war ein Anwalt für das Nazi-Kombinat „I.G. Farben“ und leitete während des Zweiten Weltkriegs den CIA-Vorgänger OSS (Office of Strategic Services). Nach dem Krieg war Dulles OSS-Chef in Bern, wo er dem Schweizer Nazi François Genoud half, das Nazi-Vermögen auf Schweizer Bankkonten zu transferieren. Im Jahr 1952 gründete Dulles in Lausanne die „Banque Commerciale Arabe“. Die Bank stellte einen Pakt zwischen der CIA und dem Muslimbruder Benoist-Mechin dar und besteht aus Mitgliedern der königlichen Familie Saud.

Teil dieses faustischen Paktes war, daß das Haus Saud dem US-Geheimdienst Informationen bereitstellt, wie man bewußtseinskontrollierte Mörder schafft. Die Muslimbruderschaft behauptet, diese Technik im 11. Jahrhundert während der Kreuzzüge als erste perfektioniert zu haben, als sie den brutalen Geheimbund der Assassinen schuf, der bewußtseinskontrollierte „Einzeltäter“ einsetzte, um an nationalistischen muslimischen Sarazenen politische Morde zu verüben. Bei ihren Angriffen auf fortschrittliche Araber arbeiteten die Assassinen der Muslimbruderschaft gemeinsam mit den eindringenden Templern.

Im selben Jahr, als Allen Dulles — Freimaurer 33. Grades, Templer, Gründungsmitglied des „Rates für Auswärtige Beziehungen“ („Council on Foreign Relations“, CFR) und Rockefellers Cousin — seine Allianz mit dem Haus Saud einging, begann die CIA mit LSD aus den schweizerischen Sandoz-Laboratorien der Bankiersdynastie Warburg ihr Bewußseinskontrollprogramm MKULTRA. Dulles‘ OSS-Assistent in Bern war James Warburg.

Mit Sydney Gottlieb am Steuer wollte MKULTRA einen „Manchurian Kandidaten“ schaffen — einen bewußtseinskontrollierten Attentäter für verdeckte CIA-Operationen. Die Stadt Lausanne, wo Dulles seine Geschäfte machte, beherbergte auch eine von Nazi-Geheimdienstoffizier Otto Skorzeny geführte Gruppe, die als „Nazi International“ bekannt war.

Die Assassinen haben ihren Namen von dem arabischen Wort „Hashshasin“, was „Haschischraucher“ bedeutet. „Assasseen“, ein weiteres arabisches Wort, heißt übersetzt „Hüter der Geheimnisse“. Die Gruppe wurde 1094 von Hasan-i Sabbah gegründet, der seinen Nachnamen mit der herrschenden Gaunerfamilie von Kuwait teilt, die ebenfalls vom Haschemiten-Clan abstammt. Hasan wurde in den Geheimnissen der hebräischen Kabbala geschult und studierte an der „Großen Loge von Kairo“, die auch die afghanischen Roshaniya-Aufklärer hervorbrachten, die das Land im 16. Jahrhundert unter der Führung des islamischen Mystikers Bāyazid Ansāri terrorisierten.

Die Assassinen entstanden aus der muslimischen Sekte der Ismailiten, die geltend macht, vom hebräischen Patriarchen Abraham und seiner Ersatzfrau Hagar abzustammen. Die Ismailiten bildeten „Gesellschaften der Weisheit“, aus denen die „Große Loge von Kairo“ wurde. Die Drusen der Loge machten geltend, daß sowohl Christen als auch Muslime und ihr Protokoll die französische Loge „Großer Orient“ („Grand Orient“) widerspiegeln. Die „Große Loge von Kairo“ brachte die Fanatiker hervor, die den Templerorden in ihren Kreuzzugsschlachten gegen nationalistische muslimische Sarazenen unterstützten.

Sabbah, der sich der Großmeister nannte, gründete seine eigene Ismailiten-Sekte der Assassinen. Die Gruppe folgte dem Dogma, daß der Zweck die Mittel heiligt, ein Glaube, den sie mit ihren freimaurerischen Brüdern teilten und ein Markenzeichen der heutigen religiösen und neo-darwinistischen Fundamentalisten auf der ganzen Welt.

Der Freimaurer-Historiker Albert Mackey schreibt, die Assassinen „-Verbindungen zu den Templern haben, wie historisch erwiesen, wohl einen gewissen Einfluß auf diesen Orden gehabt, einige seiner esoterischen Dogmen und Zeremonien zu formen oder zumindest vorzuschlagen … Die Templer gingen zu verschiedenen Zeiten gütliche Einigungen und Verträge mit den Assassinen ein.“

Laut Marco Polo übernahm Sabbah ein Tal, wo er von üppigen Gärten umgebene und von schönen Frauen frequentierte Paläste baute. Junge Besucher wurden unter Drogen gesetzt und glaubten, das Paradies gefunden zu haben. Sabbah versprach ihnen dann eine Rückkehr ins Paradies, wenn sie für ihn politische Morde verüben würden. Sabbahs Versprechen wird bis zum heutigen Tag von Tausenden von jungen islamistischen Märtyrerbombern eingehalten, deren Missionen durch das Haus Saud finanziert werden.

Der islamische Fundamentalismus begann seinen modernen kometenhaften Aufstieg im britisch verwalteten Indien und fand in Pakistan ein dauerhaftes Zuhause. Das Land entstand 1947, als die Briten versuchten, Muslime und Hindus zu trennen. Der pakistanische Islamismus wurde von Sayyid Abul Ala Maududi und einer Reihe von Militärjuntas, die von der Illuminatensekte unterstützt wurden, fortgesetzt. Spirituelles Epizentrum ist die „Aga Khan Stiftung“ („Agha Khan Foundation“) in Karachi, eine Tochtergesellschaft des britischen Behördententakels „Crown Agency“ des Hauses Windsor.

Die Mehrheit der westlichen arabischen Verbündeten begrüßen den islamischen Fundamentalismus, der ziemlich deckungsgleich mit dem globalen Monopolkapitalismus ist, da beide auf eine Rückkehr der Herrschaft unter einer feudalistischen Monarchie hoffen. Die meisten arabischen Feinde des Westens sind säkulare Sozialisten, die die Ausbeutung der Ölvorkommen durch die Vier Reiter (Anm.: Exxon, Chevron, Shell, BP — siehe „The Four Horsemen Behind America’s Oil Wars“) und deren Eigentümer aus acht internationalen Bankiersfamilien stoppen will. Die großen arabischen Führer, darunter der ägyptische Nasser, der algerische Boumedienne, der libysche Gaddafi, der syrische Assad und der irakische Al-Bakr unterstütz(t)en alle einen säkularen Sozialismus, der für die Elite der Illuminatensekte eine sehr reale Bedrohung darstellt — obwohl Gaddafi, um genau zu sein, ein Anarcho-Syndikalist ist.

Nach der iranischen Revolution von 1979 informierten CIA und MI6 den Ayatollah über iranische linke Gruppen wie die Tudeh-Partei, die Nationale Front und die Volksmudschahedin. Diese nationalistischen Parteien hatten Mohammad Mossadegh, das Opfer des CIA/BP-Coups von 1954, unterstützt und später durch ihre Anschläge auf Ölanlagen durch das „Komitee der 60“ („Committee of 60“) in der Provinz Chuzestan die iranische Revolution angeführt.

Die Mullahs stoppten den Verkauf von Öl gegen Waffen mit Israel und starteten eine Schreckensherrschaft — über 4.000 Tudeh-Parteiführer wurden ermordet und mehr als 10.000 gefoltert und inhaftiert. Im Jahr 1989 viele der Inhaftierten wurden zum Tode verurteilt. Khomeini verbot dann die Parteien und bezeichnete sie als „satanische Marxistenelemente“, was nicht einmal der Schah getan hatte. Die USA nutzten islamische Extremisten, um die iranische Linke auszurotten. Sie hatten genau dasselbe getan, als sie Saddam Hussein im Irak installierten, um die „Irakische Kommunistische Partei“ zu terrorisieren.

1978 gestattete der Mossad der fundamentalistischen Hamas, sich als einzige palästinensische Gruppe in Israel zu registrieren. Die Israelis nutzten die islamistische Hamas als eine bequeme Keule gegen Jassir Arafat — dessen Palästinensische Autonomiebehörde aus Fatah und PLO hervorging, die beide eine säkulare linke Agenda des Nationalismus und der arabischen Einheit verfolgten.

Hamas erhält regelmäßig Gelder von den Saudis ohne Intervention durch die Israelis, während Geld für die PLO von israelischen Behörden routinemäßig beschlagnahmt wird. Nach dem Golfkrieg stoppte das Haus Saud die Finanzierung der PLO, um Arafat für seinen Widerstand gegen die US-Bombardierung des Irak zu bestrafen, während die Hamas weiterhin von den Saudis finanziert wurde.

Die Hamas ist ein Ableger der Muslimbruderschaft. Ihre Selbstmordattentäter sind die Assassinen von heute, die Israel als Vorwand für weitere Aggressionen gegen die Palästinenser dienen. Der ehemalige israelische Ministerpräsident Ariel Scharon spielte im Jahr 1988 eine entscheidende Rolle bei der Gründung der Hamas, als seine Likud-Partei in den besetzten palästinensischen Gebieten des Gazastreifens und der West Bank 800 Genehmigungen für soziale Einrichtungen ausstellte — an Islamisten.

Während seiner Amtszeit in israelischen Likud-Regierungen von 1977 bis 1992 diente Scharon — der Schlächter von Schatila — sowohl den rechten (Anm.: rechts klingt seltsam in einem Land, das Lenins „Neue Ökonomische Politik“ kopierte und das Schnellplanungskommissionen und ein sozialisiertes Gesundheitswesen kennt — siehe auch die vertraute geballte Faust im Kach-Logo und im JDL-Logo) Untergrundterrornetzwerken der „Gusch Emunim“- und der „Kach“-Bewegung/JDL als ideologischer Guru. Er stand im Mittelpunkt der Landbetrüger-Bande, die Millionen einnahm, indem sie Juden in Manhattan und Moskau Häuser verkaufte, die während der 1980er und 1990er Jahre in illegalen Siedlungen auf palästinensischem Land gebaut wurden.

Zu Scharons Partnern zählten Rupert Murdoch, Botschafter Sir David Ormsby-Gore, Prinz Johannes von Thurn und Taxis, Sir Edmund Peck und „World Jewish Congress“-Präsident Edgar Bronfmann, Besitzer des Energiekonzerns „ConocoPhillips“. Die ersten Planungssitzungen für diesen Landraub im Jahr 1982 auf Scharons Ranch in Negev besuchten außerdem Henry Kissinger, MI6 Nahost-Spezialist Nicholas Elliot und Louis Mortimer Bloomfield, Zahlmeister für die Briefkastenfirma Permindex und das Kennedy-Attentat.

Laut dem ehemaligen Mossad-Führungsoffizier Victor Ostrovsky bewaffnete der Mossad die ägyptische Muslimbruderschaft im Jahr 1986 mit Waffen von Mudschaheddin aus Afghanistan und gab den Terroristen des Islamischen Dschihad eine Zielliste. Im Rahmen seines „Jordanien ist Palästina“-Destabilisierungsplans bewaffnete der Mossad im selben Jahr Islamisten in Jordanien, um und alle Palästinenser nach Jordanien zu drängen, während West Bank und Gazastreifen beschlagnahmt wurden.

Verärgert über die Bereitschaft der Regierung Bush, in Madrid bei Friedensgesprächen zwischen Israel und den Palästinensern zu vermitteln, setzte der Mossad laut Ostrovsky drei Hamas-Extremisten ein, um Bush im Oktober 1991 in Madrid zu ermorden. Als ihr Plan scheiterte, wurden diese Palästinenser, wie viele vor ihnen, nach Nes Ziyyona gebracht — eine israelische Anlage zur Prüfung von ABC-Waffen, wo an militanten Palästinensern regelmäßig Experimente durchgeführt werden. Eine ähnliche Mossad-Einrichtung, getarnt als Krankenhaus, existiert in Soweto, Südafrika, wo arme Schwarze Opfer von Experimenten werden.

Die USA nutzen regelmäßig islamische Extremisten, um ihre geopolitischen Ziele zu erreichen. 1982 vereitelte Syriens sozialistische Regierung einen Aufstand militanter Islamisten. Einer der Anführer des Aufstands war Abdallah Yusuf Azzam, der später die CIA-Ausbildung der Mudschaheddin in Peshawar überwachte. Hasan at-Turabi, Anführer der sudanesischen Militärregierung, wird durch den Führer der dortigen Muslimbruderschaft namens Nationale Islamische Front unterstützt.

Bis die Medien berichteten, daß Osama bin Laden den Sudan Mitte der 1990er Jahre als Basis für al-Qaida nutzte, hatten die USA zu den sudanesischen Fanatikern enge Beziehungen. Scheich Omar Abdel Rahman, der Geistliche, den die CIA in die USA brachten, um für die Zerschlagung Jugoslawiens islamische Kämpfer zu rekrutieren, erhielt sein Visum vom US-Konsulat in Khartum.

In den USA verschmilzt die Muslimbruderschaft mit Louis FarrakhansNation of Islam“. Am 21. Februar 1965 ließ die „Nation of Islam“ Malcolm X niederschießen, der sich mit den Islamisten entzweite, nachdem eine Reise nach Mekka sein Weltbild veränderte. Vor der Reise sprach Malcolm X in der Art von Farrakhan und predigte „Black Power“ gegen die „weißen Teufel“. Nach seiner Rückkehr ließ er seine rassische Analyse zugunsten der Klasse fallen und konzentrierte sich auf Gewerkschaften und verarmte Weiße — wie Dr. Martin Luther King, als er ermordet wurde. (Anm.: Gegen den Mythos Mike King hilft der Artikel „Die Bestie als Heiliger: Die Wahrheit über Martin Luther King“ — Google wirbt dafür mit der Aussage: „Aus Rechtsgründen hat Google 16 Ergebnis(se) von dieser Seite entfernt.“)

John Muhammad, der Scharfschütze, dem im Oktober 2002 in der Umgebung von Washington D.C. dreizehn Menschen zum Opfer fielen, behauptete, kürzlich zur „Nation of Islam“ konvertiert zu sein, zu deren Spendern der texanische Ölmilliardär H. L. Hunt gehörte. Hunt traf sich am Tag vor dem Kennedy-Attentat mit Jack Ruby (Jacob Leon Rubenstein) und verschwand dann für einen Monat nach Mexiko. Louis Farrakhan verschwand nach den Schüssen auf Malcolm X auf ähnliche Weise.

„Nation of Islam“-Führer Elijah Muhammad war ein selbsternannter Bote des „Nation of Islam“-Gründers „Meister Fard“ („Master Fard“). Fard wies Muhammad an, die Ursprünge des Islam, der Freimaurerei und der Kabbala zu studieren. Fard imitiert die Templerorden-Propaganda, daß Jesus nicht am Kreuz starb.

Während die „Bruderschaft vom Berg Zion“ („Prieuré de Sion“) erklärt, daß Jesus nach Frankreich ging und die königliche „Sangreal“-Blutlinie (frz. sang réal, „königliches Blut“) der Merowinger begründete, behauptete Fard, Jesus landete in Pakistan, dem globalen Epizentrum des Islamismus, wo der spirituelle Gott/König der Muslimbruderschaft Aga Khan residierte. Das war auch der Ort, wo sich der moderne MI6-Assassine und Lieblingsbösewicht der Illuminatensekte „versteckte“ — Osama bin Laden.

Hier finden Sie den Originalartikel, Illuminati Assassins.

Siehe auch: Das Kartell der Federal Reserve: der Roundtable und die Illuminati

Tod einer Verschwörung: Johnny Gosch, Jeff Gannon und Hunter S. Thompson

2012/10/25

Tim Schmitt mit dem interessantesten Artikel über den Jungen, der 1982 verschwand — denn nach dem Artikel „verschwand“ das Magazin, das ihn veröffentlichte.

(Anm.: Das Cover der Druckausgabe — Bildquelle: DECLARE PEACE)

April 2005 — Noreen Gosch sitzt im „Village Inn“ in West Des Moines und schafft es, trotz ihrer überlebensgroßen Persönlichkeit in dem fast leeren Restaurant unbemerkt eine Tasse Kaffee zu trinken. Sie legt ihre Gedanken offen dar und ist bereit, ihre Informationen mit anderen zu teilen, doch bleibt sie auf eine Art und Weise vorsichtig und nachdenklich, die fälschlicherweise oft als kalt und abweisend erscheinen kann. Sie überlegt sorgfältig, während sie über ihren Sohn Johnny spricht — und über die Beteiligten einer bizarren Verschwörungstheorie rund um sein Verschwinden im Jahr 1982.

„Nur weil Sie etwas nicht glauben wollen“, sagt Noreen langsam, „heißt das nicht, daß es nicht wahr ist.“

Eine Aussage, die wiederholt werden muß:

„Nur weil Sie etwas nicht glauben wollen, heißt das nicht, daß es nicht wahr ist.“

Wer die Theorien rund um Johnny Goschs Verschwinden am 5. September 1982 gehört hat — und wer in Iowa hat das nicht? — weiß, daß sie nur schwer zu glauben sind. Wenn es in den oberen Ebenen der Regierung und Strafverfolgungsbehörden pädophile Satanisten gibt, die auf dem schwarzen Markt Kinder verkaufen und sie zu Prostitution, Pornographie, Erpressung und weitaus schlimmeren Dingen zwingen, ist es leichter, solche Dinge einfach nicht zu glauben.

Aber sie könnten wahr sein.

Und Noreen weiß dies nur zu gut. Daß ihr Kind entführt, sexuell mißbraucht, gefoltert, einer Gehirnwäsche unterzogen und in die Sklaverei verkauft wurde, wollte Sie zuerst nicht glauben, doch jetzt ist es eine unbestreitbare Wahrheit.

Und auch viele andere akzeptieren die Existenz eines riesigen Netzwerks von Personen aus der Öffentlichkeit — mächtige Politiker, Wirtschaftsführer, Strafverfolgungs- und Regierungsbeamte –, die unter Entarteten in einer Subkultur leben, in der es Entführungen, Kinderpornographie, Snuff-Filme, Drogen, Teufelsanbetung und Gehirnwäsche gibt. Und Noreen glaubt, daß Johnny von denen, die ihn entführten, in dieses Leben gezwungen wurde — und hunderte von anderen Kindern mit ihm.

(Anm.: Vermisstenmeldung aus dem Jahr 1984; Johnny Gosch war eines der ersten Kinder, deren Vermisstenmeldungen auf Milchkartons erschienen — Bildquelle: WANDERVOGELDIARY)

Doch Johnnys Geschichte wurde tausende Male erzählt. Sie wurde ebenso häufig analysiert, abgestritten und belächelt, und wir haben weder die Zeit, noch die Absicht, sie in voller Länge zu wiederholen. Wie tragisch es auch sein mag, es gibt nichts Neues, und die in der Geschichte Beteiligten schweigen oder werden seit Jahren einfach vermißt.

Bis vor kurzem.

In den vergangenen Monaten gab es unter den Menschen, die mit seinem Fall und der Verschwörungstheorie in Verbindung stehen, eine Vielzahl von Aktivitäten. Und einige glauben, daß Johnny Gosch gefunden wurde und sehr lebendig ist.

Die jüngsten Ereignisse begannen mit Jeff Gannon, dem rechten Journalisten, der mit falschem Namen und ohne Zeugnis Zugang zum Pressekorps des Weissen Hauses fand. Kurz darauf folgte der Tod von Hunter S. Thompson. Die Festnahmen von zwei Männern in Nebraska und Virginia, innerhalb weniger Tage nach der Gannon-Geschichte und Thompsons Tod, die scheinbar in keinem Zusammenhang stehen, spielen ebenfalls eine Rolle.

Und einige machen den Vorschlag, daß all diese Ereignisse mit dem 12-jährigen Zeitungsjungen aus West Des Moines zusammenhängen, der vor 23 Jahren entführt wurde.

Johnny lebt

Ende Januar kam heraus, daß ein konservativer Journalist in Washington D.C. Zugang zum Pressekorps des Weissen Hauses fand, trotz der Tatsache, daß er einen falschen Namen verwendete, und trotz der Tatsache, daß er einmal als homosexueller Luxus-Callboy arbeitete.

Jeff Gannon war ein Korrespondent des Weißen Hauses für TALON NEWS, der regelmäßig an Pressesitzungen im Weißen Haus und an mindestens vier Pressekonferenzen mit Präsident George W. Bush teilnahm. Am 26. Januar 2005 stellte Gannon dem Präsidenten eine Frage, die so freundlich und sachlich falsch war, daß sich einige seiner Kollegen seine Vergangenheit ansahen.

TALON NEWS entpuppte sich als Werkzeug der Republikanischen Partei, und Gannons Zeugnisse als Journalist bestanden lediglich aus einem Trainingskurs an der „Leadership Broadcast School of Journalism“. Nach zwei Trainingstagen, die 50 Dollar kosteten, war Gannon offiziell ein Absolvent einer Journalistenschule und auf dem Weg ins Pressekorps im Weißen Haus.

Bald wurde entdeckt, daß Gannon in Wirklichkeit Jeff Guckert heißt und daß er auch den Spitznamen „Bulldog“ hatte, als er sich als homosexueller Callboy und persönlicher Trainer ins Internet stellte und für seine „diskreten“ Dienstleistungen 200 Dollar pro Stunde berechnete.

Gannon wurde am 8. Februar aus dem Weißen Haus entfernt und beendete seine Tätigkeit für TALON NEWS und „Gannongate“ wurde schnell zum Präsidenten-Skandal der Stunde, doch die Geschichte verschwand aus der Öffentlichkeit, als Politiker und Medien ihre Aufmerksamkeit eifrig auf solch wichtige Themen wie Steroide im Baseball und Terri Schiavo lenkten.

Doch es dauerte nicht lange, bis Blogseiten die Geschichte der Regierung von Präsident Bushs Vater aufgriffen, der von einem Skandal getroffen wurde, in dem ein hochrangiger Beamter männlichen Teenagerprostituierten private Nacht-Touren durch das Weiße Haus gab. Die NEW YORK TIMES und die WASHINGTON POST schrieben beide über die Geschichte, die schließlich zum Tod des Washingtoner Lobbyisten Craig Spence führte, der Berichten zufolge die Besuche anordnete. Spence, so wurde vorgeschlagen, wollte öffentlich zugeben, daß er die Jungen im Teenageralter benutzte, um hochrangige Politiker zu erpressen. Er beging Suizid, bevor er die Gelegenheit hatte. (Anm.: Siehe „Die Pädophilokratie“, das aus dem Englischen übersetzte Buch „The Pedophocracy“ von David McGowan auf www.anti-kinderporno.de — Craig Spence wird an dieser Stelle erwähnt.)

Mit einem schwulen Callboy im Weißen Haus der Regierung Bush und vielen der gleichen Beamten aus den 80er Jahren, die wieder an der Macht sind, stellt sich die Frage nach einem Zusammenhang.

Der Privatdetektiv Sherman H. Skolnick schrieb am 19. Februar auf der für Verschwörungstheorien bekannten Internetseite RENSE einen Artikel über das Gannon-Debakel und erklärte, daß Jeff Gannon Johnny Gosch ist.

Andy Stephenson, ein Blogger aus Seattle, der mit den Details im Fall Johnny Gosch und den im Buch „The Franklin Cover-Up“ beschriebenen Kindersexringen in Nebraska vertraut ist, ging der Behauptung mit einer Gruppe anderer Autoren nach. Sie suchten nach markanten Punkten auf Gannons Körper und verglichen sie mit denen, die über Johnny Gosch berichtet wurden. Sie berücksichtigten das Fehlen von persönlichen Informationen über Gannons frühe Jahre. Sie zogen in Betracht, daß Johnny für Erpressungszwecke als schwuler Prostituierter verwendet wurde. Sie zogen in Betracht, daß im Rahmen der Regierungprogramme „MONARCH“ und „MKULTRA“ Kinder, darunter Johnny, entführt und einer Gehirnwäsche unterzogen wurden, um ihre eigenen Pläne voranzutreiben. Und sie kontaktierten Noreen Gosch und diskutierten mit ihr diese Idee — sie hörte diese Theorie zum ersten Mal — und auch sie kamen zu dem Schluß, daß Jeff Gannon kein anderer als Johnny Gosch ist.

Das Internet ist seitdem mit der Theorie voll. Und in gewisser Weise ergibt sie durchaus Sinn. Ein Kind wird im Rahmen eines streng geheimen Programm zur Bewußtseinskontrolle entführt und einer Gehirnwäsche unterzogen — und jetzt, als Erwachsenen, warum sollte man ihn nicht auf Pressekonferenzen im Weißen Haus einsetzen, um den Präsidenten besser aussehen zu lassen? Viele machten den Vorschlag, daß Gannon ein Kind aus dem „Project MONARCH“ sei, das erwachsen wurde.

Laut Ermittlern wie Skolnick ist Gannon in ranghohe Spionageaktivitäten involviert und außerdem ein Experte für Folter. Er soll ein Durchdringungsexperte sein, der Sex benutzt, um negative Daten über US- und ausländische Regierungsbeamte zu sammeln, und soll im Weißen Haus auch für das Leck im Fall Valerie Plame verantwortlich sein, das angeblich dazu führte, daß 70 verdeckte Ermittler des CIA ermordet wurden.

Wieder andere vermuten, daß Gosch die Identität von James Gannon/Jeff Guckert annahm und Zugang zum Weißen Haus suchte, um letztendlich die Menschen aufzudecken, die ihn entführten und ihm und seiner Familie die Hölle bereiteten. Gannon soll einen Vertrag mit einem russischen Verlag haben, von dem einige glauben, daß daraus ein Enthüllungsbuch folgt, das diejenigen aufdeckt, die für seine „Dienstleistungen“ bezahlt haben, und ebenso den Pädophilenring, dem er als Gosch nach seiner Entführung zum Opfer fiel.

„Ich bin 99 Prozent überzeugt, daß er Johnny Gosch ist“, sagt Ted Gunderson, ein pensionierter FBI-Agent, der seit mehr als einem Jahrzehnt am Fall Gosch arbeitet. „Der einzige Weg, wie ich 100 Prozent sicher sein würde, ist, wenn es einen DNA-Test gäbe, oder wenn er es zugeben würde.“

Er stützt sich auf eine vertrauliche Quelle, von der er behauptet, eine Aussage auf Videoband zu haben, auf der Gannon als Gosch identifiziert wird.

„In der Vergangenheit hat mir meine Quelle gesagt, daß er mit Johnny Gosch Kontakt gehalten hat“, sagt Gunderson. „Sagen wir einfach, er ist in einer Position, um es zu wissen. Die Kinder sind alle miteinander in Kontakt. Es ist ein Band, das sie alle teilen.“

Die Kinder, auf die er sich bezieht, sind diejenigen, die in die Sexsklavereiringe und in die staatlich geförderten Programme zur Bewußtseins- und Verhaltenskontrolle gezwungen werden. Ein Mann namens Paul Bonacci ist eines dieser „Kinder“, der behauptet, an der Entführung von Johnny Gosch beteiligt gewesen zu sein, und sagt, daß er gezwungen wurde, die erste Person zu sein, die Johnny mißbrauchen mußte. Bonacci hat lange behauptet, Teil des riesigen Kindernetzes zu sein, die geschult wurden, um für die Regierung zu arbeiten und durch abweichende sexuelle Handlungen die Erpressung von Politikern zu ermöglichen.

Im Jahr 1999 gewann Bonacci eine Klage in Höhe von 1 Million Dollar gegen Lawrence E. King, den ehemaligen Direktor der „Franklin Community Federal Credit Union“ in Nebraska, den er beschuldigt, ihn in den Pädophilenring gezwungen zu haben. Der Bundesrichter entschied, daß Bonacci in seiner Aussage die Wahrheit sagte, darunter seine Behauptung, daß er einer von mehreren jungen männlichen Prostituierten war, die in den 1980er Jahren durch das Weiße Haus tourten.

Gunderson behauptet, daß Bonacci nicht seine Quelle für die Gannon-ist-Gosch-Behauptung sei, fügt aber hinzu, daß Bonacci ihm eine Weile zuvor mitteilte, daß Gosch sein Aussehen verändert hätte. John DeCamp, Autor von „The Franklin Cover-Up“ (Anm.: Plaudernde Politgrößen? Vorsicht!), sagt, daß Bonacci ihm dasselbe erzählte.

„Ich weiß, daß Johnny Gosch sein Aussehen veränderte und daß die Veränderungen, von denen ich gehört habe, damit übereinstimmen, wie Gannon jetzt aussieht“, sagt er. „Paul sagte mir, Sie könnten direkt neben ihm stehen, ohne zu wissen, daß es Johnny ist.“

Und er sagt, daß Gannon diese Frage gestellt wurde, er sich aber weigert, die Frage zu beantworten.

„Ein Kollege in New York City ging an seine Tür und fragte ihn nach seiner Mutter in Iowa, und er schlug ihm die Tür zu“, sagt er. „Darüber würde er überhaupt nicht reden.“

Der Instinkt einer Mutter

Noreen Gosch hat sich das Videoband, das Gunderson mit seinem Informanten gemacht hat, angesehen, und glaubt, daß der Mann glaubwürdig ist.

„Ted schickte mir ein Video von seinem Interview mit seiner Quelle, und er sagte, Gannon sei Gosch — und er sagte es, ohne zu zögern“, erinnert sich Noreen. „Und er sagte, er wisse es seit Monaten.“

Als die Theorie zum ersten Mal aufkam, wurde Noreen alle 15 Minuten von Bloggern, Ermittlern, Radio- und Fernsehsendern angerufen, und alle fragten, ob sie Gannon als ihren Sohn identifizieren würde. Sie hat es nicht getan. Sie verglich die zahlreichen Fotos aus dem Internet mit denen von Johnny, sich selbst und John Gosch Sr. und suchte nach ähnlichen Merkmalen.

(Anm.: Geklont? Johnny Gosch und Jeff Gannon — Bildquelle Gosch/Bildquelle Gannon)

„Ich konnte einige der Ähnlichkeiten sehen, über die die Blogger redeten“, sagt sie. „Ich konnte bei (Gannon) die Merkmale sehen, die Johnny hatte. Und als ich Paul Bonacci das letzte Mal sah, erzählte er mir, daß Johnny sein gesamtes Erscheinungsbild wieder geändert hätte. Daß er sich jetzt seinen Kopf rasiert.“

Sie sagt, das Muttermal auf Johnnys Brust ist zumindest auf einem Foto dem Mal sehr ähnlich, das auf Gannons Brust zu sehen ist. Und sie weist darauf hin, daß Gannon auf der gleichen Stelle wie Johnny einen Fleck auf seiner rechten Wange hat. Manchmal ist sie fast überzeugt. Aber es reicht nicht aus, und sie kann einfach nicht mit Sicherheit sagen, ob Gannon ihr Sohn ist.

„Die Leute haben mich gefragt, warum ich ihn nicht erkennen kann, wenn ich ihn 1997 sah, und ich sage ihnen, daß ein Bild aus dem Internet anders ist als jemand, der in Ihrer Küche sitzt“, sagt sie.

Noreen behauptet, daß Johnny sie 1997 in ihrer Wohnung in West Des Moines besuchte, ihr aber sagte, er könne nicht aus seinem Versteck, weil sein und ihr Leben in große Gefahr käme.

Aber was ist mit ihrem Bauchgefühl, ihrem mütterlichen Instinkt?

„Ehrlich gesagt, es ändert sich“, sagt sie. „Manchmal denke ich, ‚Oh, ja, das sieht ihm ähnlich‘, und ein anderes ist es zu viel, daran zu denken. Es ist schwer zu glauben. Ich habe deswegen viele schlaflose Nächte gehabt. Ich wünschte wirklich, ich könnte es mit Sicherheit sagen.“

Aber Noreen ist nicht dumm. Sie weiß wie riskant es ist, auf die eine oder andere Art und Weise zu sagen, daß dies ihr Sohn sei. Wenn er es ist, und er sich entschieden hat, nichts zu sagen, versteht sie, daß er für seine Geheimhaltung seine Gründe hat, die wahrscheinlich lebensbedrohlich sind, und sie ihn sehr wohl in Gefahr bringen könnte. Sollte sich ihre Behauptung, daß Gannon Johnny ist, später als falsch herausstellen, dann würde sie jede Glaubwürdigkeit verlieren. „Selbst wenn er (Gannon) es zugeben sollte, würde ich immer noch einen DNA-Test wollen“, sagt sie. „Es ist so surreal. Es sind fast 23 Jahre vergangen und wir wissen, daß er am Leben ist, aber es ist einfach nicht möglich, Ihr Kind, das Sie lieben, zu finden. Wenn sich herausstellen würde, daß dies Johnny ist, wäre es für alle, die wissen, was passiert ist, ein Segen, und alles wäre in Ordnung.“

Versteckte Hinweise

Das wird in absehbarer Zeit wohl nicht geschehen. Obwohl das Internet dem Thema Millionen von Wörtern widmete und von Hunderten von Internet-Detektiven Untersuchungen durchgeführt wurden, hat Gannon die Spekulationen nicht zugegeben.

Trotzdem, so sagen einige, gibt Gannon auf seiner Internetseite www.jeffgannon.com, die immer noch (Anm.: bis 2010) aktiv ist, Hinweise auf seine wahre Identität.

Kurz nachdem die Theorie bekannt wurde, schrieb Gannon den Artikel „So versteckt, daß es jeder sieht“ („Hiding in Plain Sight“) und die Kolumne „Angst und Schrecken im Presseraum“ („Fear and Loathing in the Press Room“), den manche für einen Verweis auf den kürzlich verstorbenen Hunter S. Thompson halten, dem in den 1980er Jahren ebenfalls Aktivitäten in Kindersklaverei- und Pädophilenringe vorgeworfen wurden — siehe weiter unten.

Andere halten schon seinen Namen für einen Hinweis auf seine wahre Identität. Jeff Gannon und James Guckert haben beide die gleichen Initialen wie Johnny Gosch. Darüber hinaus richtete Noreen kurz nach Johnnys Verschwinden einen persönlichen Appell an die Herausgeber von „THE DES MOINES REGISTER“, Johnnys Arbeitgeber. Die Zeitung druckte ihren Brief und verspottete ihn, indem sie der Polizei erlaubte, ihn zu zerpflücken. Den Namen des Herausgebers war James Gannon.

„Ich würde sagen, daß dies versteckte Botschaften sind“, sagt Gunderson, der dies für einen Versuch von Gannon hält, seine Identität durchschlüpfen zu lassen.

Jim Rothstein, ein pensionierter New Yorker Kriminalbeamter, der mehr als 35 Jahre diente und während eines großen Teils davon gegen Kindersklaverei und Pädophilenringe ermittelte, stimmt zu, daß die Beweise stark darauf hindeuten, daß Gannon in Wirklichkeit Johnny Gosch ist.

„Für mich sieht Gannon wie Johnny aus“, sagt Rothstein. „Es paßt einfach alles — das Profil, die Vorgehensweise, einfach alles.“

Rothstein beschäftigt sich seit den letzten Jahren als Privatdetektiv mit dem Fall Gosch und sagt, daß er daran arbeitet, den endgültigen Beweis für Gannons wahre Identität zu bekommen.

„Wir versuchen, eine DNA-Probe von ihm zu bekommen“, sagt er. „Ich verstehe immer noch nicht, warum niemand weiß, wo er (Gannon) 10 Jahre lang war.“

Im Internet gibt es einige Artikel über Gannons Leben, doch laut Rothstein beruhen sie auf fadenscheinigen Informationen.

„Belege lassen sich leicht herstellen“, sagt er. „Vielleicht starb ein Kind namens Guckert und jemand übernahm dessen Identität. Wenn es nicht Johnny Gosch ist, dann ist es eines der anderen Kinder wie Johnny Gosch.“

Noreen sagt: „Wenn all das wahr ist, glaube ich nicht, daß er bereit war, jetzt aufgedeckt zu werden.“

Hunter S. Thompson und Snuff-Filme

Die Gannon/Gosch-Verbindung wurde erstmals am frühen Morgen des 20. Februar publik. Später am selben Tag wurde Hunter S. Thompson als Opfer einer scheinbar selbstverschuldeten Schußverletzung tot in seiner Wohnung aufgefunden. (Anm.: Hier, in der letzten Zeile, finden Sie eine Verbindung zwischen Hunter S. Thompson und einem bekannten US-Politiker.)

Nur wenige Menschen haben Thompson und Gosch jemals in Verbindung gebracht, doch diejenigen, die mit den in „The Franklin Cover-Up“ dokumentierten Geschichten über Kindesmißbrauch und Pädophilie vertraut sind, ein Buch, das der ehemalige Senator von Nebraska, John DeCamp, im Jahr 1994 veröffentlichte, begreifen die Verbindung.

In seinem Buch bezieht sich DeCamp auf viele Interviews und Diskussionen mit Paul Bonacci, dem jungen Mann, der behauptet, an der Entführung von Johnny Gosch beteiligt gewesen zu sein. Bonacci erzählte schreckliche Geschichten, zu Sex mit Erwachsenen und anderen Kindern gezwungen worden zu sein. In einem Fall erinnert er sich, daß er mit einem anderen Jungen, den er nicht kannte, nach Nevada geflogen wurde. Sie nahmen dort einen anderen Passagier auf und steuerten einen abgelegenen Ort an, wo Bonacci, so sagt er, gezwungen wurde, mit dem jüngeren Jungen Sex zu haben. Bonacci behauptet in diesem Buch, daß der Junge auch gezwungen wurde, mit erwachsenen Männern Sex zu haben, die den Jungen dann mit einem Schuß in den Kopf töteten. Bonacci sagt, er wurde dann zu Sex mit der Leiche gezwungen.

Der Passagier, den sie in Nevada aufnahmen, filmte die ganze Sache, und Bonacci erinnerte sich daran, daß sein Name Hunter Thompson war.

„Ich denke, es ist irgendwie seltsam, daß Hunter Thompson zu diesem Zeitpunkt Suizid begehen sollte“, sagt Gunderson. „Mehrere Kinder sagten uns, daß er bei Snuff-Filmen Regie führte. Ich denke, es ist sehr gut möglich, daß er ermordet wurde, und ich vermute, daß alles zusammenhängt.“

Im Internet wird spekuliert, daß Thompson entweder umgebracht wurde, um zu verhindern, daß er etwas sagt, oder daß er sich umgebracht hat, weil er befürchtete, daß sich seine Rolle als Regisseur von Kinder-Snuff-Filmen bewahrheiten würde.

DeCamp äußerte auch eine gewisse Überraschung über den Zeitpunkt von Thompsons Tod und sagt, daß er Bonaccis Behauptung für wahr hält. Stephenson, der Blogger aus Seattle, der den Fall Gosch untersucht hat, ist ebenfalls mißtrauisch.

„Ich frage mich, ob er etwas wußte. Angesichts der Aussage von Paul (Bonnaci) über den Snuff-Film, denke ich, daß er ziemlich viel wußte“, sagt er. „Der Zeitpunkt für seinen Tod war interessant.“

Der Snuff-Film, den Thompson mit Paul Bonacci angeblich machte, soll, ausgehend von Bonaccis Beschreibung der Umgebung, in Bohemian Grove gefilmt worden sein, eine Art Sommerlager für die Reichen und Mächtigen. Bohemian Grove ist ein abgelegenes Gebiet außerhalb von Sacramento, Kalifornien, wo sich führende Politiker und Würdenträger jährlich zu einer Ruhepause mit neo-heidnischen Aktivitäten treffen, einschließlich der gespielten Opferung von Menschen vor einer großen, „Moloch“ genannten Eulen-Statue. Die Teilnehmer dieses Rituals, das sie „Die Einäscherung der Sorge“ („The Cremation of Care“) nennen, kleiden sich wie Druiden und singen vor „Moloch“.

Informationen über diese Zusammenkünfte sind schon länger bekannt, doch Videomaterial ist erst vor kurzem aus dem Ort durchgesickert. Das Gelände ist ziemlich abgesichert und weltweit nur wenigen Menschen zugänglich. Als Kind konnte Bonacci keinen Zugang gehabt haben, doch er beschrieb den Ort genau, einschließlich der großen Eulen-Statue.

Noreen Gosch sagt, daß ihre Internetseite www.johnnygosch.com an einen Abend mehr als 50 Besucher hatte, die aus einem 16-km-Radius um Bohemian Grove kamen.

Der pädophile CIA-Mann

In ihrem Buch „Warum Johnny nicht nach Hause kann“ („Why Johnny Can’t Come Home“) schreibt Noreen Gosch über einen Mann, der sie nur sechs Monate nach Johnnys Verschwinden kontaktierte und behauptete, daß er für eine Regierungsbehörde arbeiten würde, die pädophile Organisationen untersucht.

George Paul Bishop — oft nur als Paul Bishop bekannt — gab sich als CIA-Mann aus und behauptete, im Juli 1984 in Des Moines eingetroffen zu sein, um den Goschs seine Unterstützung anzubieten. Bevor er ging, stellte er eine detaillierte Karte des Tatorts der Entführung zur Verfügung. Laut Noreens Buch rief Bishop oft aus dem Washingtoner Büro von Senator Charles Grassley an, mit dem Noreen an Johnnys Fall gearbeitet hatte.

„Paul Bishop rief mich viele Male aus Senator Grassleys Büro an, und wenn er mit dem Gespräch fertig war, reichte er das Telefon einem von Grassleys Mitarbeitern, mit denen ich vertraut war“, schrieb Noreen in ihrem im Jahr 2000 veröffentlichten Buch. „Das hat mich überzeugt, daß Paul in Washington bekannt wäre.“

Deshalb glaubte Noreen, daß Bishop für die Absicherung ihrer Einladung verantwortlich wäre, um im US-Capitol vor Senator Arlen Specters „Anhörung über die organisierte Kriminalität und deren Verbindung zu Entführungen“ („Hearing on Organized Crime and its Relationship to Kidnapping“) auszusagen. Bishop holte Noreen tatsächlich von ihrem Washingtoner Hotel ab und begleitete sie zu den Anhörungen.

Bishops Kontakt wurde intensiver, und er bezeichnete Noreen sogar als „Mama“ („Mom“), doch plötzlich, 1985, verschwand er von der Bildfläche. Die Telefonnummer, die er hinterlassen hatte, war nicht mehr gültig, und niemand wußte, wie man ihn erreicht. Seit fast 20 Jahren hatte niemand von ihm etwas gehört oder gesehen, bis er am 4. Februar dieses Jahres (Anm.: 2005) plötzlich in Virginia festgenommen wurde, nachdem die Polizei in seinem Haus ein explizites Video von einem 16-jährigen Jungen fand.

Nachdem eine Beschwerde einging, daß Bishop Teenagern bei sich Zuhause erlauben würde, zu trinken und Drogen zu nehmen, durchsuchten Kriminalbeamte die Räumlichkeiten und fanden das Band.

Noreen fragt sich jetzt, ob Bishop in Johnnys Fall auf der falschen Seite stand. War er in die Entführung verwickelt und zu der Zeit lediglich bemüht, die Aufdeckung zu verhindern? Sollte durch seine Verhaftung eine größere Geschichte verheimlicht werden?

Oder war er von Anfang an ehrlich und seine jüngste Verhaftung lediglich ein Versuch, ihn zu diskreditieren, bevor er jemand Mächtigen bedroht und aufdeckt?

So oder so, Bishop schien über Johnnys Verschwinden im Jahr 1982 eine Menge zu wissen, und sein plötzliches Auftauchen, das zeitgleich mit der Geschichte von Jeff Gannon zusammenfällt, und dem Tod von Thompson, und der Verhaftung eines anderen Mannes, der in den Fall verwickelt ist (siehe unten) — das sind für einige Leute zu viele Zufälle.

„Es ist üblich, jemanden hereinzulegen und zu verhaften, um ihn zu diskreditieren“, sagt Rothstein.

Der Fotograf

Rusty Nelson behauptete, daß er einmal ein Angebot von 50.000 Dollar von Hunter S. Thompson ablehnte, bei der Produktion von einem Snuff-Film zu helfen. Das Angebot kam angeblich, weil Nelson mit Lawrence E. King arbeitete, der wichtigen Figur in der „Franklin-Vertuschung“ („Franklin Cover-Up“), der vorgeworfen wurde, in einen Kindersklaverei- und Pädophilenring verwickelt zu sein. Nelson begleitete King oft zu besonderen Partys, wo er als Fotograf arbeitete und kompromittierende Fotos von hochkarätigen Personen mit Jungen und Mädchen machte.

Nelson sagte vor Gericht aus, daß er als Fotograf teilnahm, behauptet aber, daß er, obwohl er kompromittierende Fotos machte, nie pornographische Hardcorebilder machte und daß er jedwede Beteiligung an Kinderpornographie absolut ablehnte. Und er behauptet, daß King für diesen Zweck einen Nelson-Doppelgänger anstellte, um mit den Fotos sowohl die mächtigsten Leute als auch Nelson selbst zu kompromittieren. Nelson hat zugegeben, Zehntausende von Fotos gemacht zu haben, von denen viele beschlagnahmt und entweder vernichtet wurden oder dauerhaft unter Verschluß kamen, um die abgebildeten Personen zu schützen.

Trotz seiner Dementis saß Nelson für seine Fotos einige Zeit im Gefängnis, nachdem er vor Jahren in Oregon mit einem Lieferwagen voller Fotos festgenommen wurde, von denen mindestens eines der Bilder eine minderjährige Person bei einer nicht ganz legalen Aktivität gezeigt haben soll. Er lebt seit einiger Zeit in Nebraska und bietet privaten Ermittlern alle Informationen an, die er kann, um zu versuchen, sein Leben wieder zu kitten. Zuletzt arbeitete er mit einem Freund, um ein auf Hochzeitsfotografien spezialisiertes Studio zu eröffnen.

Doch zwei Tage nach Thompsons Tod wurde Nelson von der Polizei verhaftet, angeblich weil er sich nicht als Sexualstraftäter registrierte — in einer Grafschaft, in der er nicht mehr wohnt.

John DeCamp holte Nelson aus dem Gefängnis und sagt, daß er denkt, daß die Verhaftung eine Warnung an ihn und andere sein sollte, am besten den Mund zu halten. Andere stimmen dem zu.

„Das Timing ist interessant“, sagt Stephenson. „Besonders in Verbindung mit Thompsons Tod und Paul Bishops Verhaftung. Ich würde die Männer wegen Suizidgefahr unter Beobachtung stellen lassen.

“Ich glaube, bald wird eine Menge Mist am Dampfen sein„, fügt er hinzu. “Ich wundere mich wirklich über das Timing. Ich habe mich oft gefragt, warum all diese Leute plötzlich aus der Versenkung auftauchen. Ich frage mich, ob eine ‚Säuberungsaktion‘ läuft. Ich glaube nicht, daß Ungerechtigkeit das öffentliche Bewußtsein jemals verläßt. Ich denke, hier passiert weit mehr, als wir wissen.“

Warum also jetzt? Nach all dieser Zeit? Warum das erneute Interesse am Fall Johnny Gosch und den Geschichten über Kindesentführungen, Sklaverei und Prostitution? Klingt die Theorie zu wahr, daß Gannon in Wirklichkeit Johnny Gosch ist?

Eine Vermutung ist, daß die Akteure in dem Jahrzehnte alten Skandal durch die erhöhe Aufmerksamkeit der Medien nervös werden und versuchen, sich zu schützen.

Nick Bryant, der Mann, der Gannon in seinem Haus konfrontierte und nach Johnny Gosch fragte, hat an dieser Geschichte offenbar bereits seit mehreren Jahren gearbeitet und sucht nun einen Verleger. (Anm.: 2009 erschien sein Buch „The Franklin Scandal: A Story of Powerbrokers, Child Abuse and Betrayal“)

Rothstein sagt, daß er seit mindestens drei Jahren mit Bryant arbeitet, und daß Bryants Geschichte ursprünglich in ROOLING STONE erscheinen sollte, dann aber verworfen wurde. Die NEW YORK TIMES und einige andere Medien haben Berichten zufolge an der Geschichte vor kurzem ebenfalls Interesse gezeigt.

Bryant wollte sich dazu nicht äußern. Rothstein sagt aber, daß, seit Bryant anfing, seinen Artikel herumzuzeigen, die Akteure wieder aktiv geworden sind.

„Etwas ist jetzt am Kochen“, sagt er. „Sie werden den Wölfen jemanden zum Fraß vorwerfen, es ist aber nicht abzusehen, auf welcher Ebene.“

Wer an der Geschichte beteiligt ist, gibt zu, daß sie wie eine verrückte Verschwörungstheorie klingt, doch der Beweis für die Verschwörung ist einfach zu groß.

„Ich glaube an eine Verschwörung, weil es eine Verschwörung gibt“, so Gunderson, der sagt, daß er erst vor zwei Wochen von einem Unbekannten mit einer Schußwaffe durch seine Nachbarschaft gejagt wurde.

Und Rothstein fügt hinzu: „Wenn an der Entführung dieses Kindes zwei Menschen beteiligt waren, dann ist es eine Verschwörung. Da diese Leute nicht allein arbeiten, ist es ebenfalls eine Verschwörung. Sie versuchen, Sie zu diskreditieren, indem sie Sie einen Verschwörungstheoretiker nennen. Dann bin ich ein Verschwörungstheoretiker — weil es genau das ist.“

Letzten Endes ist es eine Geschichte über einen Jungen, der seiner Familie gestohlen wurde. Diese Tragödie geht in den komplizierten Theorien und Vermutungen häufig verloren, trotzdem bleibt es die einzige, unbestreitbare Wahrheit in der Geschichte.

„Ich hoffe, daß wir in Kontakt kommen“, sagt Noreen über ihren Sohn. „Wir wissen, daß er lebt, und bis vor ein paar Jahren wußten wir, was er machte. Vielleicht könnte er mit seiner Mutter in Kontakt kommen, aber zurück nach Des Moines ziehen, um hier zu leben? Diese Möglichkeit ist verschlossen. Ich höre die schrecklichen Dinge, die die Menschen über mich sagen. Angesichts der Dinge, die er durchgemacht hat, kann ich mir vorstellen, was sie über ihn sagen.

„Johnny weiß, daß ich alles versucht habe, und wer kann schon sagen, daß es vorbei ist. Wir wissen es nicht.“

Pointblank Des Moines
521 Fleur, Suite A-2
Des Moines, Iowa 50321
515-953-4822
515.953.1394 (fax)

Hier finden Sie den Originalartikel, Death of a Conspiracy — Johnny Gosch, Jeff Gannon, Hunter Thompson and the unraveling of a troubling tale.

Nachdem der Artikel erschien, wurde das Magazin, POINTBLANK, sofort verkauft und fusioniert, und 10 Mitarbeiter wurden gekündigt, darunter der Autor des Artikels. Das Magazin heißt seitdem CITYVIEW.

Bush bekennt Farbe: rot und rosarot

2012/09/16

Alan Stang über das Sexleben im Weißen Haus vor und nach Clinton.

Termini technici
Republicrud: Dreckublikaner
Democrud: Dreckokraten
President Smirk: Präsident Grinsebacke [Bush]
President Scumbag: Präsident Drecksack [Clinton]
bu**er: Ars*****ker
District of Criminals: Kriminellenhochburg Washington
gay basher: Schwulenschläger

(Im Gedenken an Alan Jay Stang; * 16. Februar 1932; † 19. Juli 2009)

Wie dumm ist die Partei der Dreckublikaner eigentlich? Wir sind dabei, es herauszufinden. Lange vor der Wahl von 2000 warnte ich, daß der einzige Unterschied zwischen Bush und Clinton darin besteht, daß Letzterer die Neigung hat, seine Hose fallen zu lassen und Sex haben zu wollen, was die Medien nutzten, um von seinem Verrat mit Rotchina abzulenken.

Ich hatte mich geirrt. Abgesehen von China können Sie sagen, daß Präsident Grinsebacke viel schlimmer ist als Präsident Drecksack, und die gleichen kommunistischen Massenmedien, die den einen in Schutz nahmen, schützen auch den anderen, während die Dreckublikaner-Zombies gedankenlos versuchen, alles zu erklären. Gehen wir die Liste durch.

Durch welches Loch gelangt ein homosexueller Prostituierter, der einen Alias benutzt und vorgibt, ein Reporter zu sein, ins Pressekorps des Weissen Hauses und bleibt dort zwei Jahre, um dem Präsidenten harmlose Fragen zu stellen? Unnötig zu sagen, daß die Dreckublikaner-Zombies und ihre Medien-Potemkins Limbaugh, Hannity, etc. vor einem Rätsel stehen.

Die Chronologie zeigt uns, daß der Ars*****ker kurz nach 9/11 ins Weiße Haus kam, als die Kriminellenhochburg Washington zu einer Stadt im Belagerungszustand wurde. Ist es sinnvoll, darüber zu spekulieren, daß es in einer solchen Atmosphäre so leicht sein könnte, an den Präsidenten heranzukommen und daß seine Sicherheitsleute so inkompetent sein könnten? Ist es möglich, daß niemand etwas wußte? Oder ist es wahrscheinlicher, daß Präsident Grinsebacke und seine Leute nichts Falsches darin sahen?

Berücksichtigen Sie, daß Grinsebacke ein Homosexualist ist — jemand, der „normal“ sein kann und die Perversion dennoch vorantreibt. Wir sehen das in dem kürzlich veröffentlichten Gespräch, das der ehemalige Freund von Grinsebacke heimlich aufzeichnete. Wir sahen es am Tag nach der letzten Wahl, als der biologisch weibliche „Ehepartner“ von Grinsebackes Dil**-Tochter als Mitglied der Familie auf der Bühne erschien.

Menschen, die mitschreiben und Punkte zählen, sagen uns, daß, wenn es darum geht, Sodomiten in Top-Positionen zu ernennen, der Drecksack im Vergleich zur Grinsebacke wie ein „Schwulenschläger“ aussieht. Die Sodomiten-Medien lecken jetzt Blut. Sie suchen nach anderen heimlichen Sodomiten, die sich „outen“ sollen, was daran erinnert, warum Sicherheitsexperten diese Perversion immer als ein Risiko einschätzen, das zur Disqualifikation führt .

Natürlich passierte etwas Ähnliches im Weißen Haus der Dreckublikaner unter dem Heiligen Ronald, einschließlich Kreditkartenbelastungen für Sodomitendienste, bloß daß es keinen Sodomiten gab, der als Reporter posierte. Und denken Sie daran, daß die Kommunisten die organisierte Sodomie als Waffe einsetzen, um die moralischen Grundlagen der Nation zu zerstören.

Wir erfahren jetzt, daß Grinsebacke mit den Monstern im Irak verhandelt — die Monster, die 1.400 unserer Männer ermordet haben. Laut Theorie morden die Monster, weil wir die Wirtschaft ruiniert haben, so daß der Terrorismus die einzige Arbeit ist, die sie finden können — finanziert mit den Milliarden, die Saddam zurückließ.

Was gibt es da zu verhandeln? Falls Sie es noch nicht gehört haben, werden Sie jetzt denken, Sie sind verrückt, aber Grinsebacke schlägt offenbar vor, die Monster zu bezahlen, damit sie mit dem Morden, Entführen und Enthaupten aufhören. Alle anderen stehen ja auch auf der Gehaltsliste des Staates. Warum nicht auch die Terroristen im Irak? Bekämen sie auch staatliche Gesundheitsversorgungsleistungen und staatlichen Schulunterricht mit Hirnwäschegarantie für ihre Kinder? Wenn ja, dann würden wir beim Krieg sogar noch was sparen.

Das bedeutet wahrscheinlich, daß Himmler und Dr. Mengele zu früh geboren wurden, für Präsident Grinsebackes revolutionären Vorschlag gibt es jetzt aber einen Präzedenzfall. Wie Sie sich vielleicht erinnern können, gab es ein paar sowjetische KGB-Generäle, die für das Heimatschutzministerium gearbeitet haben und denen sich jetzt der Kommunist Markus Wolf anschließen wird, der ehemalige Chef der Stasi, der ohne Zweifel helfen wird, den neuen Personalausweis zu perfektionieren. Ihre Papiere bitte!

Dieser Ausweis, auch bekannt als Führerschein, wird nicht helfen, den Terrorismus zu bekämpfen — womit er begründet wird. Er dient der Zusammenführung von uns mit Kanada und Mexiko auf dem Weg zur Weltregierung und bringt gar nichts gegen Grinsebackes Kumpels in der Sowjetunion und in Rotchina, die weltweit größten Förderer des Terrorismus.

Als Präsident Grinsebacke seinen Amtseid leistete, verkündete er in ebenso vielen Worten, daß es auf dem Teppich im Oval Office in Zukunft weder Spermaspuren noch Knieabdrücke von Praktikantinnen gäbe. Doch jetzt verknüpfte sein Vater den Namen seiner Familie mit dem Mann, der durch seinen Sohn abgewählt wurde. George „Neue Weltordnung“ Bush (41) und Bill „Auf die Knie und nimm einen Zug an meiner Zigarre“ Clinton sind ein Element.

Sie reisen zusammen und suchen nach Tsunami-Opfern. Bush (41) sagt sogar, er und Clinton sind schon lange Freunde. Was ist passiert? Signalisiert die Verschwörung für eine Weltregierung, daß Roboter Hillary, die landesweit führende Ursache für Hexenschuß, unser nächster Präsident wird?

Beachten Sie auch, daß die kommunistischen Medien derzeit links und rechts darüber reden, wie schlecht die UNO ist. Aber sie lieben die UNO. Die UNO ist genauso kommunistisch wie sie. Bis jetzt konnte sie nichts falsch machen. Aber jetzt berichten sie jeden Tag über den „Öl für Lebensmittel“-Skandal, über Mädchen, die als UNO-Sexsklavinnen benutzt werden, über die Mißstände von Kofi Annan, etc.

Aber erledigt der ehemalige Präsident Drecksack nicht alle Arten von humanitären Dingen unter der Zustimmung der UNO? Warum wird Kofi nicht ausgezahlt und Präsident Drecksack zur Rettung geschickt? Als Präsident der Welt könnte er so viele exotische Frauen nageln, wie ein Mann mit einem Bypass anbaggern kann. Und Roboter Hillary wäre Präsident der ehemaligen Vereinigten Staaten.

Ist das der Plan? Meine Antwort ist wie immer kurz, direkt und nachvollziehbar. Ich weiß es nicht. Aber wenn überhaupt kein Grund zur Sorge besteht, warum stehen dann Ihre Nackenhaare zu Berge? Sie werden sehen, ich habe Recht. Wir wissen, daß Bush (41) keine Mühen scheut. Muß ich hinzufügen, daß die Dreckublikaner-Zombies vor einem Rätsel stehen?

Apropos Clinton und Irak, erinnern Sie sich daran, daß Präsident Grinsebacke seinen Unmut über den „nationalen Bauprozeß“ („nation building“) seines Vorgängers äußerte und uns zu verstehen gab, er würde ihn stoppen. Viele Amerikaner waren begeistert, weil die US-Regierung keine Nation bauen sollte, unsere eigene eingeschlossen. Jetzt will Präsident Grinsebacke Geld, um den Irak zu bauen.

In die „Lesen Sie meine Lippen“-Rubrik gehört Präsident Grinsebackes Vorschlag, die bestehende 90.000-Dollar-Grenze für Sozialversicherungssteuern anzuheben. Würde das nicht auf die Steuererhöhung hinauslaufen, über die Präsident Grinsebacke sagte, daß er sie ablehnen würde? Erinnnern Sie sich, daß Präsident Grinsebackes Vater die Wiederwahl verlor, weil er die Steuern erhöhte, nachdem er uns zuvor sagte, daß er sie nicht erhöhen würde. „Lesen Sie meine Lippen.“ Aber Präsident Grinsebacke muß sich natürlich nicht mehr sorgen, ob er wiedergewählt wird.

Seit dem Massenmörder Franklin Roosevelt ist die Partei der Dreckokraten mehr und mehr die Partei der allmächtigen Regierung geworden. Clinton war sicherlich ein Verfechter davon. Präsident Grinsebacke grinst zwar weiter über ein freies Unternehmertum (Free Enterprise) und die neue Eigentümergesellschaft („Ownership Society“), aber er läßt alle vorhergehenden Präsidenten der Dreckokraten, einschließlich Clinton und sogar Johnson, wie Ebenezer Scrooge aussehen.

Ich könnte hier als Beweis ein paar Meter statistischen Kompost einfügen, aber das wäre redundant. Sie kennen die Zahlen so gut wie ich. Unter Präsident Grinsebacke hat das Budget jede Bedeutung verloren. Der Dollar kollabiert.

Das neue Buch von Finanzanalyst Jim Turk hat tatsächlich den Titel „The Coming Collapse of the Dollar“. Was passiert, wenn die Nationen, die derzeit US-Papiere kaufen, aussteigen? Sie kaufen uns gerade unser Land weg. Der „Dollar“ wird bald nicht mehr die Reservewährung der Welt sein.

Bitte zeigen Sie mir einen Teil ihres Lebens, in den sich die Regierung unter Präsident Grinsebacke nicht einmischt und fragen Sie sich, ob das einem Dreckokraten gelungen wäre. Wäre Clinton damit davongekommen? Nein. Präsident Grinsebacke kam davon, weil er ein Dreckublikaner ist und routinemäßig seine Begeisterung für sogenannte Dreckublikaner-Ideen kundtut. Sie sehen die klassische Umsetzung des marxistischen dialektischen Materialismus, in dem wir von zwei Seiten mit dem gleichen Bazillus bedrängt werden.

Frage: Wenn uns ein Präsident in die Knie zwingen wollte, was würde er tun? Ja, ich weiß, ein solcher Gedanke ist undenkbar, unerträglich und unmöglich. Denken Sie ihn trotzdem, nur für einen Moment. Bleiben Sie unauffällig, damit niemand merkt, was Sie tun. Wenn ein US-Präsident wirklich das Ziel hätte, dieses Land zu zerstören, was würde er tun?

Offensichtlich könnte er dies nur unter Ausflüchten tun. Er dürfte sein Ziel nicht ankündigen. Er müßte über freies Unternehmertum reden, über die Bibel, über Moral, über Patriotismus, über die Ausweitung der Freiheit auf der ganzen Welt. Das sind die Sachen, über die er reden würde. Ist das nicht genau das, was Präsident Grinsebacke jetzt tut?

Gibt es einen Punkt, an dem die Dreckublikaner-Zombies aufwachen und endlich erkennen, daß Kaiser Grinsebacke ein rotes Kleid trägt? Ich bezweifle es, weil sie Präsident Grinsebacke verehren wie eine Religion. Die Heilige Grinsebacke wird bald im Pantheon der Dreckublikaner neben dem Heiligen Ronald zu sehen sein.

Was bedeutet, daß das Schicksal der Nation von Ihnen abhängt. Ist das nicht inspirierend?

Alan Stang war einer der ersten Skriptschreiber von Mike Wallace auf „Channel 13“ in New York, wo er einige der Skripte verfasste, die Mike Wallace zu CBS brachten. Stang war selbst Radiomoderator. In Los Angeles wurde er zeitgleich zu Larry King gesendet und hatte laut „Arbitron“ fast doppelt so viele Zuhörer. Er hat als Auslandskorrespondent gearbeitet. Er hat hunderte von Sonderbeiträgen in Zeitschriften im ganzen Land und etwa fünfzehn Bücher geschrieben, für die er zahlreiche Auszeichnungen erhielt, darunter eine Ehrung durch das Repräsentantenhaus von Pennsylvania für hervorragende journalistische Leistungen. Eines von Stangs Exposés hielt einen kriminellen Versuch auf, die Kontrolle über New Mexico zu erlangen, wo eine Bande ein Gerichtsgebäude eroberte, einen Richter als Geisel nahm und einen Stellvertreter ermordete. Der Plan stand kurz vor dem Erfolg bevor Stang eingriff. Ein weiteres Exposé von Stang inspirierte wichtige Reformen im bundesstaatlichen Arbeitsrecht.

Sein erstes Buch, „Es ist sehr einfach: Die wahre Geschichte der Bürgerrechte“ („It’s Very Simple: The True Story of Civil Rights“), war ein sofortiger Bestseller. Sein erster Roman, „Die höchste Tugend“ („The Highest Virtue“), der in der russischen Revolution spielt, errang eine Fünf-Sterne-Bewertung in der „West Coast Review of Books“, die in nur einem Prozent ihrer Bewertungen fünf Sterne vergab.

Stang hat in jedem amerikanischen Bundesstaat und auf der ganzen Welt Vorträge gehalten und wurde in vielen Sendungen begrüßt, darunter „Cross Fire“ auf CNN. Weil er und seine Frau in Santo Domingo in der Dominikanischen Republik die meisten Kinder hatten, wo sie damals lebten, wurde die ganze Familie gewählt, um in Sydney Pollacks „Havanna“ mit Robert Redford zu spielen, dem bis dahin teuersten Film. Alan Stang ist der Mann mit den angeklatschten Haaren in dem lächerlichen Harry-Truman-Hawaii-Shirt. Er sagt, daß er dazu gezwungen wurde.

„Erstveröffentlichung auf EtherZone.com: Weiterveröffentlichung unter Angabe dieses Hinweises und der Linkadresse.“

Hier finden Sie den Originalartikel, Bush Shows True Colors: The Red And The Pink.

Zum Glück hat sich wenigstens das politische Sexualverhalten hierzulande dank der Aufklärungsarbeit der Massenmedien inzwischen als gehässige Erfindung herausgestellt.

Fräulein Körner arbeitete nie als Bademeisterin

Die Kebse des deutschen Bundespräsidenten, die dem Papst ihre unkeusche Hand reichen wird, wurde vor allem durch ihre Tätowierung bekannt.

Am 22. September (2011) wird Papst Benedikt XVI. um 10.30 Uhr auf dem Flughafen Berlin-Tegel ankommen.

Um 11.15 Uhr erfolgt die offizielle Begrüßung durch den deutschen Bundespräsidenten Christian Wulff, 52.

Wulff gehört zur Homo- und Abtreibungspartei CDU.

Er bezeichnet sich als katholisch.

Chaotische Verhältnisse

Wulff ist seit dem Jahr 1988 mit seiner Ehefrau Christiane verheiratet.

Die zwei lernten sich im Jahr 1983 kennen, als sie beide in Osnabrück Rechtswissenschaften studierten.

Dem Paar wurde im Jahr 1993 die Tochter Annalena geboren.

Im Juni 2006 gab Wulff bekannt, daß er die Familie mit seiner Ehefrau und Tochter verraten wolle.

Im März 2008 verkuppelte sich der Ehebrecher vor dem Staat mit einem gewissen Fräulein Bettina Körner, 37.

Einen Monat später gebar das Fräulein ihm den illegitimen Sohn Linus Florian, der protestantisch getauft wurde.

Die dekadenten Protestanten legitimierten Wulffs Lotterleben und Verrat an Frau und Kind, indem sie für ihn eine evangelische Trauung inszenierten.

Das Fräulein brachte den im Jahr 2003 von einem anderen Mann geborenen illegitimen Sohn Leander Balthasar in die Verkuppelung ein.

Im vergangenen Mai schob der Berliner Homo- und Regime-Jesuit, Pater Klaus Mertes, die Schuld für Wulffs familiäre Betrügereien und persönliches Lotterleben dem Papst in die Schuhe.

Ein Burg-Fräulein

Dem konkubinierenden Fräulein gelang es in der Vergangenheit über eine Tätowierung auf dem rechten Schulterblatt, die konzentrierte Aufmerksamkeit der deutschen Medienbosse auf sich zu ziehen.

Was die händereibenden niedersächsischen Sozialisten über diese Tätowierung erzählen, ist in Berlin ein offenes Geheimnis.

Ehebrecher Wulff stammt aus Niedersachsen.

Nach Angaben der Genossen war der deutsche Konkubinats-Präsident schon vor der Tattoo-Medienkampagne nicht der einzige Kenner dieser Hautmarkierung.

Denn seine Kebse, die dem Papst ihre unkeusche Hand reichen wird, soll in Niedersachsen einer beruflichen Tätigkeit nachgegangen sein, bei der die Tätowierung möglicherweise einem weiteren Publikum zu Gesicht kam.

Fräulein Körner arbeitete nie als Bademeisterin.

Bekannt geworden sei die Tätowierung, als sie ihren Lebensunterhalt als Bardame in einem „Château“ am Schwanensee verdiente.

Dieses solle sich in der Nähe der Stadt Wolfsburg befinden.

In ihm würden auch Manager des Automobilherstellers ‘Volkswagen AG’ verkehren.

Wulff gehört in Familien-Therapie

Nach Angaben der Genossen besitzt Wulff die Mobiltelefon-Nummern der Chefredakteure der Berliner Regimezeitungen.

Um sie bei Laune zu halten, stelle er sich ihnen gerne für Homestorys und Hintergrundgespräche zu Verfügung.

Die ‘Welt am Sonntag’ vom vergangenen Sonntag publizierte einen zweiseitigen Artikel über Wulff und seine Herkunft.

Dabei erzählt er wie so oft, daß er seine an Multiple Sklerose erkrankte Mutter gepflegt habe, was aber nicht ganz der Faktenlage entsprechen soll.

Wulff stammt selber aus völlig zerrütteten Familienverhältnissen.

Seine Eltern trennten sich, als Wulff zwei Jahre alt war. Sein Vater verfiel einer wenig ehrenhaften Dame.

Anschließend lebte Wulffs Mutter im Ehebruch. Als er sechzehnjährig war, verließ auch der Unzuchtspartner seiner Mutter die Familie.

Die Schwester des Bundespräsidenten, Bettina Mertschaft-Wulff, 49, lebt – nach Angaben der deutschen Illustrierten ‘Bunte’ – von Hartz IV in Niedersachsen.

Ihre äußere Kennzeichen sind Augenbrauen-Piercing und Indianermähne.

Ihren ebenfalls verlotterten Bruder hat sie nach Angaben der ‘Bunten’ das letzte Mal vor dreizehn Jahren am Grab ihres gemeinsamen Vaters gesehen.

Wieso haben liberale linke Politiker mit der ganzen Geschichte überhaupt ein Problem? Wo bleibt die konzertierte Antidiskriminierungskampagne von links bis rechts?

Da wir heute bereits homosexuelle Politiker haben, warum morgen nicht Prostituierte? Und übermorgen Kinderprostituierte als Juniormanager in der Partei- und Gewerkschaftsjugend?