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Lektionen auf dem langen Weg zum islamischen Kopftuch

2012/01/09

Raymond Ibrahim über die Islamisierung Ägyptens.

Termini technici
hijab: islamisches Kopftuch

Obige Karikatur, die zum ersten Mal auf CagleCartoons.com erschien und nun auch in der arabischen Blogosphäre zu sehen ist, zeigt, wie demokratische Wahlen dazu dienen, Ägypten zu islamisieren: unverschleierte Frauen gehen zur Wahl — von der „überwacht“ — und enden gründlich verschleiert und islamisiert.

Apropos Schleier und Bruderschaft, hier ist ein interessantes Video vom ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser (1956-1970), das zeigt, wie sehr sich die Zeiten geändert haben.

Nasser sagte vor einer großen Versammlung, daß er im Jahr 1953 mit der kooperieren wollte und sich mit ihrem Führer traf. Nasser lernte daraus, daß die einzige Antwort auf die Bruderschaft nicht Zusammenarbeit, sondern Unterdrückung ist, eine Lektion, die John Kerry und andere in der gegenwärtigen Regierung zu Recht beherzigen sollten.

Laut Nasser war die allererste Forderung des Führers der Bruderschaft, daß das islamische Kopftuch nach Ägypten zurückzukehren soll, „daß jede Frau, die auf der Straße zu sehen ist, ein Kopftuch tragen soll“.

Das Publikum brach über diese, damals irrsinnige Forderung in Gelächter aus; eine Person brüllte, „Soll er es tragen!“, was noch mehr Lachen und Applaus auslöste. Nasser erklärte dem Führer der Bruderschaft weiter, daß, sollten sie das islamische Kopftuch durchsetzen, die Leute sagen würden, daß Ägypten wieder zu den dunklen Zeiten zurückgekehrt wäre — unter weiterem Gelächter — und fügte hinzu, daß die Ägypter solche Angelegenheiten in der Privatsphäre der eigenen Wohnung hüten sollten.

Doch der Führer der erklärte ihm, daß Nasser selbst, als Präsident Ägyptens, das islamische Kopftuch durchsetzen muß, worauf Nasser antwortete:

Mein Herr, ich weiß, Sie haben eine Tochter in der Schule, und sie trägt kein Kopftuch oder irgendetwas! [Gelächter] Warum sorgen Sie nicht dafür, daß sie das Kopftuch trägt? [Gelächter] Sie können also nicht dafür sorgen, daß es ein Mädchen, Ihre eigene Tochter, trägt, und trotzdem wollen Sie von mir, daß es 10 Millionen Frauen tragen?“ [Gelächter und Applaus]

Ein halbes Jahrhundert später und nichts davon ist zum Lachen: der Hijab ist in Ägypten üblich, wenn nicht sogar die volle Burka, und die Muslim-Bruderschaft, die seit Jahrzehnten verboten war und im Gefängnis saß, weil sie versuchte, Ägypten in ein dunkles islamisches Zeitalter zurückzuführen, ist nun bereit, die Nation zu regieren — alles unter US-Anleitung.

Wie Scheich Osama al-Qusi kürzlich sagte, war der große „Fehler“ von Nassers Nachfolger, Präsident Anwar Sadat,

nicht, daß er diese [Muslimbruderschaft] Gruppen aus dem Gefängnis entließ, nachdem sie Gamal Abdel Nasser eingesperrt hatte; sondern daß er ihnen grünes Licht gab, um in allen Bereichen der ägyptischen Gesellschaft zu arbeiten — zu denken, er würde sie nutzen, um seine sozialistischen und kommunistischen Gegner loswerden. So erlaubte er ihnen, in den Gewerkschaften und Schul-Gewerkschaften zu arbeiten — und gab ihnen jede Möglichkeit, öffentliche Ämter zu bekleiden [hinzugefügte Hervorhebungen laut Originaltext].

Mit anderen Worten, Sadats großer Fehler — der ihn das Leben kostete — war, daß er der ein gewisses Maß an Legitimität verlieh, wodurch sie sich in die ägyptische Gesellschaft schleichen konnten.

So ist jedenfalls der Lauf der Zeit: wird nicht gegengesteuert, dann wird das, was einmal irrsinnig war, zum Beispiel der Antrag der Bruderschaft von 1953, „daß jede Frau, die auf der Straße zu sehen ist, ein Kopftuch tragen soll“, langsam und allmählich Teil der Kultur.

Daher stellt die Scharia eine Bedrohung für den Westen dar — nicht, weil sie den Menschen im Westen auferlegt wird, sondern weil sich deren Aspekte, Stück für Stück, Jahrzehnt für Jahrzehnt, allmählich einschleichen können.

Hier finden Sie den Originalartikel, Lessons on the Long Road to Hijab.

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