Archive for the ‘Erneuerbare Energie’ Category

Elektroautos sind nicht so grün wie Sie denken

2013/03/30

Erik Palm über den politischen Erfolg des Jahrhunderts.

Study: Electric cars not as green as you think

21. Mai 2009 — Die ökologischen Vorteile von Elektroautos werden in Deutschland überraschend hinterfragt: durch die grüne Bewegung. Doch jene Risiken treffen nicht auf Amerika nicht zu, versichert die US-Lobby für Elektroautos.

Der deutsche Zweig der Umweltorganisation WWF hat zusammen mit dem „Institut für ZukunftsEnergieSysteme“ eine Studie über die Umweltauswirkungen von Elektrofahrzeugen in Deutschland durchgeführt. (Anm.: „Auswirkungen von Elektroautos auf den Kraftwerkspark und die CO2-Emissionen in Deutschland“)

Deutschland hat, genau wie die USA, das ehrgeizige Ziel der Einführung von Elektrofahrzeugen. Bis 2020 will Deutschland, das aktuell 41 Millionen Autos hat, 1 Million Elektroautos oder Plug-In Hybridfahrzeuge auf der Straße haben. Das Ergebnis der Studie lautet, daß diese Elektroautos die Treibhausgasemissionen nur marginal verringern.

Die Studie, die im März in deutscher Sprache erschien, wurde in Englisch noch nicht weit verbreitet. Der WWF Deutschland sagte, die Publikation einer Zusammenfassung in englischer Sprache ist für diesem Sommer geplant.

„Uns überraschte, daß die Kohlendioxidersparnis so gering war“, sagte Viviane Raddatz, Kfz-Sachverständige des WWF Deutschland, in einem Telefon-Interview aus Berlin.

In einem Szenario für den bestmöglichen Fall nimmt der WWF an, daß die 1 Million Elektroautos oder Plug-In Fahrzeuge mit Strom aus erneuerbaren Energien betrieben werden und die maximale Laufleistung erreichen. Elektrofahrzeuge haben aber noch nicht die Reichweite normaler Autos.

Die Reduzierung der Kohlendioxidemission dieser einen Million Elektrofahrzeuge würde für den deutschen Verkehrssektor nur 1 Prozent betragen, so die Studie, und die gesamten nationalen Kohlendioxidemissionen würden nur um 0,1 Prozent gesenkt werden. „Das ist keine besonders große Sache“, sagte Raddatz und fügte hinzu, „es wird uns aus dem Schlamassel der Emissionen nicht heraushelfen“.

Der schlimmste Fall

Das Szenario für den schlimmsten Fall sieht vor, daß die Elektroautos nicht mit Strom aus erneuerbaren Quellen laufen würden, sondern mit Strom aus Kohle.

Das könnte der Fall sein, wenn in den frühen Abendstunden mehr Strom für die Plug-in Fahrzeuge benötigt wird. Also dann, wenn die Stromnachfrage durch Pendler zu einer Tageszeit erhöht wird, wenn die Menschen nach Hause kommen und der Stromverbrauch bereits einen Höchststand erreicht.

Die deutschen Anlagen, die heute nur marginal Strom liefern, werden mit Kohle betrieben. Laut Studie ist dies das Hauptproblem. Hinzu kommt, dass, um die gleiche Menge an Energie zu produzieren, durch Kohle mehr Kohlendioxid entsteht, als durch Benzin.

„Die Ironie ist, daß für Elektroautos nicht sehr viel mehr Strom gebraucht wird“, sagte Raddatz. „Das Problem ist aber, wenn sie diesen Höchstverbrauch verursachen, dann müssten wir Kraftwerke haben, die in Betrieb gehen, (wenn) das massive Aufladen beginnt.“

Durch ein Elektroauto mit Lithium-Ionen-Akku, das mit Strom aus einem alten Kohlekraftwerk betrieben wird, könnten über 200g Kohlendioxid pro Kilometer entstehen, verglichen mit aktuellen durchschnittlichen Benzinfahrzeugen, die in Europa 160g Kohlendioxid pro Kilometer produzieren, so die Studie. Das Ziel der Europäischen Union für 2020 sind 95g Kohlendioxid pro km.

Das Problem mit dem Auflademanagement

Der WWF sagte, Systeme zur Energieverwaltung und zum Laden der Batterien könnten den Spitzenverbrauch über Nacht senken. Mit mehr als 1 Mio. Fahrzeuge in Ladestationen wird ein Lademanagement notwendig, ein ntelligentes Stromnetz ist jedoch nicht genug, so die Studie. Stromspeicher werden ebenfalls benötigt.

„Autobatterien sind eine Sache, es müssen aber auch andere Arten von Speichermedien entwickelt werden“, sagte Raddatz. „Um CO2-Einsparungen sicherstellen, wird eine Menge erneuerbare Energie benötigt.“

Das sozialsozialistische  Deutschland plant bis 2020 den Atomausstieg, der WWF hat deshalb in seiner Studie diese Energiequelle nach 2020 nicht berücksichtigt.

Wie bereits erwähnt, nimmt der WWF an, daß nur die Hälfte des derzeitigen Verkehrssystems durch Elektroautos ersetzt werden könnte.

Die Studie besagt, daß mit der gegenwärtigen Reichweite von Elektroautos durch diese bestenfalls nur die Hälfte der gefahrenen Kilometer ersetzt werden könnte.

Präsident Obama hat für die USA bis 2015 ein Ziel von 1 Million Elektrofahrzeugen festgelegt.

Der „Amerikanische Verband für Elektromobilität“ („Electric Drive Transportation Association“, EDTA), die Lobby-Organisation für Elektroautos in den USA, sagte, daß die durch die WWF-Studie in Deutschland erhobenen Risiken in den USA nicht die gleichen sein werden.

„In den USA gibt es für die Umwelt Vorteile, weil das Stromnetz immer sauberer wird“, sagte Jennifer Watts, Sprecherin der EDTA. Sie zitiert eine Studie des Forschungslabors der staatlichen Energiebehörde PNNL („Pacific Northwest National Laboratory“), die besagt, daß 73 Prozent der leichten Nutzfahrzeuge heute ohne Probleme an das Netz angeschlossen werden könnten, und eine Studie des EPRI („Electric Power Research Institute“), die zeigt, daß sich für jede Region des Landes Reduktionen der Treibhausgasemissionen ergeben, wenn das Elektroauto eingeführt wird.

Ein Ort für Elektroautos

Die deutsche Studie — die ihren Anwendungsbereich auf das Studium der Energieeffizienz beschränkt und nicht die Ökonomie von Elektrofahrzeugen berücksichtigte — schließt das Elektroauto nicht aus. Sie betont, daß Elektroautos für den Einzelnen eine zukünftige Rolle im kohlenstoffarmen Nahverkehr haben könnten. Sie schlägt ferner vor, daß marginaler Strom aus einer sauberen Quelle kommen sollte und aus einem intelligenten Stromnetz, mit einem notwendigen intelligenten Lademanagement. Aber dieses System würde viel Zeit in Anspruch nehmen, um es zu entwickeln, betont die Studie.

„Das Elektroauto ist eine ernst zu nehmende Option für den kohlenstoffarmen Transport der Zukunft“, sagte Raddatz, „muß aber mit erneuerbaren Energien verbunden werden, um etwas zu bewirken“.

Hier finden Sie den Originalartikel, Study: Electric cars not as green as you think.

Siehe auch:

— DER WESTEN: Warum Elektroautos der Umwelt schaden können

— EVANGELISCH: Pferdefuß statt Pferdestärke

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Google steckt 200 Millionen Dollar in texanischen Windpark

2013/01/28

Zain Shauk über die neuesten Fortschritte in den Gewerben und Manufacturen zur Rettung der Welt.

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Google hat wieder einmal weit ausgeholt, um in ein Projekt für erneuerbare Energien zu investieren, diesmal fließen 200 Millionen Dollar in einen Windpark in der texanischen Region Panhandle, erklärte der Konzern am Mittwoch.

Das „Spinning Spur Wind Project“, etwa 35 Meilen von Amarillo, hat 70 Siemens-Windturbinen mit einer Leistung von jeweils 2,3 Megawatt.

Der von „EDF Renewable Energy“ gebaute 161-Megawatt-Windpark wurde im Dezember in Betrieb genommen.

„Wir suchen Projekte wie ‚Spinning Spur‘, weil dies nicht nur zusätzliche erneuerbare Energien schafft und die örtliche Wirtschaft stärkt, sondern auch intelligente Investitionen darstellen, die im Verhältnis zu den Risiken attraktive Renditen bieten und uns Investitionen in einem breiten Spektrum von Vermögenswerten ermöglichen“, erklärte Kojo Ako-Asare, der leitende Unternehmensfinanzierungsmanager, auf Googles Blogseite.

„Spinning Spur“ ist der neueste Zugang im 1 Milliarde Dollar schweren Erneuerbare-Energien-Portfolio des Unternehmens in Mountain View.

Eine andere Energieinvestition von Google ist der Windpark „Atlantik Wind Connection“ vor der Küste, der 7.000 Megawatt an Windenergie erzeugen soll.

Das Projekt soll laut Google die Windkraft vor der Atlantikküste entlang einer Strecke von 250 Meilen vorantreiben, von New Jersey bis Virginia. An der ersten Phase des Projekts hat das Unternehmen eine Beteiligung in Höhe von 37,5 Prozent. (Anm.: In der zweiten Phase sieht man wahrscheinlich zu, daß man rechtzeitig aussteigt.)

Google hat auch 280 Millionen investiert, um einen Fonds zu schaffen, der bei der Finanzierung von Solarinstallationen in Eigenheimen durch SolarCity aus San Mateo helfen soll.

SolarCity zahlt für die Installation und Wartung von Solaranlagen an Häusern, mit Kunden, die an die Firma Voraus- oder monatliche Mietzahlungen leisten, so Google.

Das Unternehmen hat seit 2010 insgesamt 11 Erneuerbare-Energien-Investitionen getätigt.

„Insgesamt sind die Erneuerbare-Energien-Projekte, in die wir investiert haben, in der Lage, 2 Gigawatt Leistung zu erzeugen“, wirbt erklärte Google auf seiner Blogseite.

Ein Gigawatt sind 1.000 Megawatt. Nach Schätzungen des wichtigsten staatlichen Netzbetreibers kann ein Megawatt unter normalen Bedingungen 500 bis 700 durchschnittliche texanische Haushalte versorgen, oder etwa 200 an den heißesten Tagen.

Für den vom Windpark „Spinning Spur“ erzeugten Strom wurde laut Google SPS unter Vertrag genommen, ein Versorger für Texas und New Mexico.

Hier finden Sie den Originalartikel, Google puts $200 million in Texas wind farm.

Arthur Robinson rechnete bereits 2009 nach, wie windig Googles Investitionen sind.

Googles 1500-Dollar-Kaffeemaschinen

Google Inc. verbringt sehr viel Zeit damit, sein selbst geschaffenes Image eines „grünen“ Unternehmens zu polieren — weitgehend mit Hilfe der Solaranlage auf der Unternehmenszentrale. Google versucht auch, den Gesetzesentwurf der Regierung zum Emissionshandel zu unterstützen, indem so getan wird, als könnten Kohlenwasserstoff-, Atom- und Wasserkraft durch Solarkraft ersetzt werden.

Google erklärt, seine Multimillionen-Dollar-Solaranlage hätte in den vergangenen zwei Jahren genügend Strom erzeugt, um 5.158 Kaffeemaschinen täglich eine Stunde lang betreiben zu können. Google erwähnt jedoch nicht, daß diese Solaranlage nicht genügend Strom erzeugt, um die Computer für Googles Suchmaschine pro Tag auch nur für eine Minute betreiben zu können, und daß jede Kaffeemaschine, wenn man sie mit Solarkraft betreiben würde, pro Stück etwa 1.500 Dollar kosten würde.

Google behauptet, daß die Gebäude der Zentrale in Mountain View, Kalifornien, mit Sonnenkollektoren zugepflastert sind, die eine Leistung von 1,6 Megawatt haben. Die Installation wurde im Juni 2007 beendet, etwa zur gleichen Zeit wie die 14-Megawatt-Solaranlage auf dem Nellis Luftwaffenstützpunkt für 100 Millionen Dollar, die der „Energie-Experte“ Obama — der jetzt versucht, die Energiewirtschaft der Vereinigten Staaten zu kontrollieren — kürzlich besuchte und als Beispiel dafür ankündigte, was seine Regierung für Amerika plant.

Am 21. Juni 2009 meldete Google, daß diese Anlage 4.592.364 Kilowattstunden Strom erzeugt, oder etwa 2,29 Gigawattstunden pro Jahr. Nellis meldet 30,1 Gigawattstunden pro Jahr. Nellis produziert also 25 Prozent der angekündigten Menge und Google produziert 16 Prozent. Die scheinbaren Verluste von 75 Prozent und 84 Prozent entstehen, weil die Sonne nicht 24 Stunden am Tag scheint, und weil diese Anlagen üblicherweise überschätzt werden. Tatsächlich erzeugt die Anlage von Google im Durchschnitt nur 0,26 Megawatt — nicht 1,6 Megawatt.

Google prahlt damit, daß die durchschnittliche 24-Stunden-Leistung der Solaranlage ausreicht, um 5.158 Kaffeemaschinen täglich eine Stunde lang zu betreiben — basierend auf den täglichen Nachrichtenmeldungen. Die Kosten dieser Solaranlage werden jedoch nicht genannt. Wenn wir davon ausgehen, daß die Anlagen bei Google und Nellis ähnlich kostengünstig sind — die Technologie von beiden entspricht dem Jahr 2007 und unsere Annahme erlaubt technische Unterschiede in den Anlagen, wie die Positionsüberwachung bzw. Positionskorrektur (Solar-Tracking-Arrays) bei Nellis — dann kostete die Anlage von Google schätzungsweise 7.500.000 Dollar. Mit den aktuellen Strom- und Wartungskosten wird sich diese Solaranlage nicht einmal in mehr als 40 Jahren bezahlt machen, so daß sie nichts produziert, was einen Ertragswert hat.

Läßt man die Abschreibung, die Reinigung der Kollektoren, sowie die Mitarbeiter, die für die Anlage zuständig sind unberücksichtigt, dann ergeben diese 7.500.000 Dollar pro Kaffeemaschine 1.454 Dollar. Kostet eine Kaffeemaschine dann mit einem Händlerrabatt vielleicht 46 Dollar und schafft es die Solaranlage von Google, sie pro Tag durchschnittlich eine Stunde zu betreiben, dann beträgt der Preis pro Kaffeemaschine 1.500 Dollar.

Um es klarzustellen: Google ist ein privates Unternehmen. Wenn die Direktoren ihren Mitarbeitern Kaffeemaschinen für 1.500 Dollar zur Verfügung stellen wollen, dann gibt es keinen Grund, sich darüber zu beklagen. Immerhin ist dies nicht unser Geld — oder vielleicht doch? Google verrät nicht den Ursprung der Mittel, mit denen die Solaranlage gebaut wurde — fast alle von diesen Anlagen in den Vereinigten Staaten werden jedoch mit Steuergeldern des Bundes und der Länder gebaut. Diese Steuergelder setzen sich aus Steuergutschriften, Steuervergünstigungen, Zuschüssen öffentlich finanzierter Organisationen, und anderen steuerlichen Subventionen zusammen. Wahrscheinlich wurden diese 1.500-Dollar-Kaffeemaschinen also auf Kosten der Steuerzahler aufgestellt.

Google hat weder eine praktische, Energie erzeugende Solaranlage gekauft, noch wurde deren Kauf vom Steuerzahler akzeptiert. Stattdessen beschaffte sich Google eine 7.500.000 Dollar teure Werbung. Google stellt sich selbst als ein „grünes“ Unternehmen dar — wie grün ist es aber wirklich?

Googles Geschäft ist die Internetsuche. Die Ausrüstung besteht primär aus riesigen Reihen von Computern, die so viel Energie brauchen, daß das neue Rechenzentrum, das derzeit in Oregon in der Stadt The Dalles gebaut wird, in der Nähe des Wasserkraftwerks „Columbia River Hydroelectric Power“ liegt — nicht in der Nähe einer Solaranlage.

Wie bei dem Solar-Werbe-Projekt hält Google auch die Kosten des Stromverbrauchs der Computer geheim. Die Leistungsaufnahme der Anlage in Oregon wird auf 100 Megawatt geschätzt, 24 Stunden am Tag, 365 Tage pro Jahr. In den Vereinigten Staaten hat Google schätzungsweise 19 solcher Zentren und 17 weitere werden in anderen Ländern gebaut oder sind in der Entwicklung. Die Anlage in der Stadt The Dalles ist eine der größten. Wenn wir davon ausgehen, daß die Zentrale in der Stadt The Dalles etwa das Doppelte der durchschnittlichen Größe hat, dann verbraucht Google in den USA schätzungsweise 1.000 Megawatt — oder etwa die Leistung eines Atomreaktors von Palo Verde. Selbst wenn der tatsächliche Verbrauch von Google nur halb so hoch sein sollte, ist unsere Analyse noch brauchbar.

Würde Google mit Sonnenkollektoren, wie den am Firmensitz angepriesenen, 1.000 Megawatt Leistung produzieren, würde der Bau etwa 30.000.000.000 Dollar kosten. Außerdem wären die Kunden von Google unglücklich, wenn sie die Internetdienste nur zur Mittagszeit und bei gutem Wetter nutzen könnten, so daß die meiste Zeit eine Kohlenwasserstoff-Anlage oder ein Atomkraftwerk nötig wäre, um die benötigte Leistung zu liefern.

Wäre die Anlage mit der effizienteren Positionskorrektur aus Nellis ausgestattet, würde diese 1.000-Megawatt-Solaranlage eine Fläche von 40.000 Hektar oder 163 Quadrat-Kilometern (63 square miles) bedecken. Da Googles Gewinn pro Jahr etwa 4.000.000.000 Dollar beträgt, wären für den Bau dieser Anlage die gesamten Unternehmenserträge aus acht Jahren erforderlich — wahrscheinlich eine Ausgabe, die das Management lieber bleiben läßt.

Alternativ könnte Google die 30.000.000.000 Dollar vom amerikanischen Steuerzahler über Freunde in Washington erhalten — Google ist sehr Obama-freundlich. Damit wären die Führungskräfte von Google jedoch staatlichen Lohnkontrollen unterstellt.

Die Direktoren von Google haben für ihre Computer definitiv die beste Option gewählt. Sie betreiben ihr energieintensives Unternehmen mit Kohlenwasserstoff, Kernenergie und Wasserkraft — ihre „grüne“ Energie beschränken sie auf Kaffeemaschinen und andere kleine Dinge an ihrem Firmensitz. Die Energie, die Google in ihren Computer-Anlagen verwendet, trägt dazu bei, ein sehr nützliches Produkt zu schaffen, wie vieles andere, das die Amerikaner mit Energie produzieren können. Weder Google noch das Vermögen seiner Gründer würde ohne die Energie-Wirtschaft, die durch Amerikas freies Unternehmertum geschaffen wurde, existieren — eine Wirtschaft, die durch die Technikfeinde der „grünen“ Obama-Administration jetzt dämonisiert wird.

Das Google-Werbeabteilung praktiziert jedoch unverhohlene Heuchelei. Statt damit zu werben, daß die durchschnittliche 24-Stunden-Leistung ihrer Solaranlage in der Lage ist, 5.158 Kaffeemaschinen für eine Stunde zu betreiben — warum sagen sie uns nicht, wie lange die durchschnittliche 24-Stunden-Leistung ihrer Solaranlage Google selbst betreibt? Aus unserer Berechnung anhand dieser Zahlen sind es 23 Sekunden pro Tag.

Berücksichtigt man die Unsicherheiten aus Googles Verschwiegenheit, schätze ich, daß die gesamte 24-Stunden-Leistung aus Googles Solaranlage ausreichen wird, um Google täglich 10 bis 60 Sekunden zu betreiben — auf Anfrage weigerte sich Google, Informationen bereitzustellen, die eine genaue Schätzung erlauben würden.

Die Amerikaner importieren derzeit 30 Prozent ihres Energiebedarfs — ein Luxus, den sie sich nicht mehr leisten können. Diese 30 Prozent werden nicht in Amerika erzeugt, weil die Steuererhöhungen und Regulierungen sowie das Sponsoring zugunsten von Rechtsstreitigkeiten gegen die amerikanische Energiewirtschaft in den vergangenen 40 Jahren ein wirtschaftliches Umfeld geschaffen haben, das für die Produktion von Energie sehr ungünstig ist. Obwohl die Vereinigten Staaten also über ausreichende nukleare Ressourcen, Kohle, Öl, Erdgas und andere Kohlenwasserstoff-Ressourcen verfügen, wird die meiste neue Energie stattdessen im Ausland erzeugt.

Der Kongreß und die Obama-Regierung treiben einen neuen „Energie-Gesetzesentwurf“ voran, einschließlich des sogenannten „Emissionshandels“, was die Besteuerung und Regulierung der Energiewirtschaft stark erhöhen wird. Um diese Unterdrückung des freien Unternehmertums zu verkaufen, werben die Politiker in Washington für schicke Energietechnologien wie Sonne und Wind, ohne zu erwähnen, daß diese Methoden nur sehr geringe Mengen an Energie erzeugen und mit hohen Kosten verbunden sind. Diese Kosten sind so hoch, daß sie nicht nur enorme Subventionen durch den Steuerzahler erforderlich machen, sondern gar nicht erst in ausreichender Menge finanziert werden können — was zu Energieknappheit und hohen Energiepreisen führt, und letztlich zu Rationierungsmaßnahmen und sinkendem Wohlstand.

Google unterstützt diese politische Farce. Zur Versorgung des unbedeutenden Bürobedarfs und zur Verbesserung des öffentlichen Images verwendet Google Sonnenenergie, und um das Geschäft am laufen zu halten, werden gleichzeitig große Energiemengen genutzt, die durch Kernkraft, Kohlenwasserstoff und Wasserkraft erzeugt werden. Google denkt wohl, daß sich die Amerikaner durch „grüne“ Werbung dazu verlocken lassen, die Produkte von Google zu nutzen und die politische Agenda ihrer Freunde zu unterstützen.

Diese Heuchelei sollte nicht belohnt werden, und Google sollte sich nicht daran beteiligen.

Dr. Arthur Robinson ist Präsident und Forschungsprofessor am „Oregon Institute of Science and Medicine“.

Hier finden Sie den Originalartikel, Google’s $1,500 coffee makers.

Obama-Regierung: 10.000.000.000 Dollar für 355 Arbeitsplätze pro Jahr

2012/06/23

Der FREE BEACON berichtet, daß Nachrechnungen zur Nachhaltigkeit ergaben, daß ein grüner Arbeitsplatz den Steuerzahler jeweils 28.136.014 Dollar und 8 Cent kostet.

Laut einem Experten vom „Wissenschaftlichen Dienst des Kongresses“ („Congressional Research Service“, CRS), der am Dienstag vor dem Kongreß aussagte, investierte die Obama-Administration 10 Milliarden Dollar, um pro Jahr 355 nachhaltige grüne Arbeitsplätze im Bereich erneuerbare Energien (renewable energy jobs) zu schaffen.

Auf die Frage des Republikanischen Abgeordneten für Colorado, Cory Gardner, „wie viele Arbeitsplätze“ 2009 und 2010 unter dem von der Obama-Regierung genehmigten „1603 erneuerbare Energien Förderprogramm“ („1603 renewable energy grant program“) geschaffen wurden, räumte ein CRS-Spezialist für öffentliche Finanzen ein, daß 10 Milliarden Dollar ausgegeben wurden, um in der Bauwirtschaft über einen Zeitraum von zwei Jahren 3.666 Arbeitsplätze zu schaffen — und nur 355 Arbeitsplätze pro Jahr, die vorangetrieben werden.

Dr. Molly Sherlock, die CRS-Spezialistin, sagte zuerst, die Gesamtsumme der Arbeitsplätze wäre von der Art der Arbeit abhängig und differenzierte zwischen „induzierten“, „direkten“ und „indirekten“ Arbeitsplätzen, worauf Gardner eine Zahl verlangte.

„Ich möchte nur wissen, wie viele Arbeitsplätze geschaffen wurden“, sagte Gardner während der Anhörung.

„Wenn Sie die direkten Arbeitsplätze interessieren, dann haben wir in der Bauphase eine Schätzung von 3.666 geschaffenen direkten Arbeitsplätzen, und 355 geschaffene direkte Arbeitsplätze“, sagte Sherlock. „Direkte Arbeitsplätze wären nur die Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft und die laufenden Betriebs- und Instandhaltungsarbeiten. Aber wenn Sie die damit verbundenen Arbeitsplätze in anderen Branchen interessieren, dann sind die anderen Zahlen interessant.“

„Wenn wir also nur das erste Jahr betrachten, das heißt die durchschnittliche Zahl von Arbeitsplätzen pro Jahr, dann sind es 355 Arbeitsplätze pro Jahr — in zwei Jahren sind das pro Jahr 355 Arbeitsplätze und 10 Milliarden Dollar?“, fragte Gardner.

„Das wären die Arbeitsplätze pro Jahr, die vorangetrieben werden“, erwiderte Sherlock„, dies wären also Arbeitsplätze, die erhalten werden, die durchschnittliche Zahl von Arbeitsplätzen pro Jahr, die vorangetrieben werden, ja.“

„Für 10 Milliarden Dollar?“, fragte Gardner zur Bestätigung.

„Ja“, sagte Sherlock.

In einer Erklärung an den FREE BEACON verteidigte das Energieministerium das Förderprogramm 1603.

„Das sehr erfolgreiche steuerliche Programm 1603 hat eine entscheidende Rolle gespielt, Amerikas Industrie für erneuerbare Energien in den vergangenen drei Jahren dramatisch auszubauen, mehr als 30.000 Projekte mit erneuerbaren Energien zu unterstützen, mehr als 25 Milliarden Dollar an Investitionen in den Privatsektor zu bringen, und in Montage, Bau und Betrieb sowie im gesamten Spektrum der Versorgungskette Zehntausende von Arbeitsplätzen zu schaffen“, erklärte die Sprecherin des Energieministeriums, Jen Stutsman. „Dieses Programm hat dazu beigetragen, eine Infrastruktur zu schaffen, die im Land langfristig die wirtschaftliche Entwicklung und die Schaffung von Arbeitsplätzen anspornt und sicherstellt, daß die Vereinigten Staaten in der sauberen Energiewirtschaft weltweit wettbewerbsfähig bleiben.“

Hier finden Sie den Originalartikel, Obama administration program spent $10B to create 355 jobs per year.

Grüne Regierungs-Fiaskos nehmen zu

2012/03/06

Rich Trzupek über Kurzschlüsse.

(Anmerkungen in Klammern)

Die Obama-Administration hat drei Jahre und Milliarden an Steuergeldern investiert, um in den Vereinigten Staaten eine Industrie mit „grüner Energie“ zu schaffen. Der Präsident sagt, daß „nachhaltige“ saubere Energiequellen die Zukunft sind und über die zukünftige Sicherheit Amerikas und das Wohlergehen des ganzen Planeten entscheiden. Und doch, nach all der Zeit und all dem Geld, ist alles, was die Regierung nach diesen Bemühungen zeigen kann, eine Reihe spektakulärer Flops, die einen weniger arroganten Führer erröten lassen würden.

Das Solyndra-Fiasko erregte zwar das größte Aufsehen, ist aber schwerlich die einzige grüne Pleite des Präsidenten. Es vergeht kaum eine Woche, ohne daß wir von neuen staatlich geförderten Geldverschwendungen in „saubere Energien“ erfahren. Betrachten wir einige Beispiele.

Ende letzten Jahres (am 30. Oktober 2010) beantragte die „Beacon Power Company“ Insolvenzschutz. Beacon hatte zuvor zur Forschungsfinanzierung für die Produktion von Energiespeichern im industriellen Maßstab ein staatlich garantiertes Darlehen in Höhe von 39.000.000 Dollar erhalten. Diese Art von „Super-Batterien“ werden ausschließlich benötigt, um die Mängel und die Unzuverlässigkeit von Solar- und Windenergie zu decken. (BMW verkauft Ihnen den nächsten Superflop: Agent Ethan Hunts Superauto aus „Mission Impossible: Phantom Protokoll“ fährt superbatteriebetrieben ganze 35 — fünfunddreissig — Kilometer. Stellen Sie sich vor, wie viele Arbeitsplätze durch Konzerne wie BMW entstehen könnten, würde Angela Merkel beschließen, daß für solche Autos auf Autobahnen neben jedem Kilometrierungsschild eine Tankstelle gebaut werden muß. Hitlers Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen würden vor Neid erblassen.)

Am vergangenen Donnerstag (am 26. Januar 2012) beantragte „Ener1 Inc.“ Insolvenzschutz. Ener1 entwickelt Lithium-Akkus für Elektroautos, die von einer Firma namens Think Holdings AS hergestellt werden, die wiederum einen Herstellerbetrieb in Elkhart, Indiana, hat. Ener1 erhielt ein Konjunkturpaket über 130.000.000 Dollar sowie ein Darlehen des Energieministeriums in Höhe von 480.000.000 Dollar und versprach, in Indiana 1.400 Arbeitsplätze zu schaffen, während Think Holdings weitere 415 Arbeitsplätze schaffen würde. Bis heute hat Ener1 stolze 275 Arbeitsplätze geschaffen, während Think Holdings auf 2 Leute geschrumpft ist, die einen Betrieb bewachen, in dem etwa 100 Elektrofahrzeuge lagern — die meisten von ihnen nicht fertig.

Vor einem Jahr pries Vizepräsident Joe Biden Ener1 als eines der „100 Recovery Act-Projekte, die Amerika verändern“ („100 Recovery Act projects changing America“). Zu der Zeit sagte er: „Ein anderthalb Jahren traf diese Regierung ein Urteil. Wir entschieden, daß es nicht ausreicht, neue Arbeitsplätze zu schaffen, wir müssen komplett neue Industrien schaffen.“ (Man braucht nur ein Konjunkturerholungsgesetz und, zack, die Konjunktur erholt sich, als hätte Hitler persönlich das Gesetz erlassen — erholt sie sich nicht, muß so lange ein besseres Konjunkturerholungsgesetz her, bis sich die Konjunktur erholt.) Zu seinem Leidwesen mußte Ener1 erfahren, daß der freie Markt die Begeisterung des Vizepräsidenten nicht teilte. Die Nachfrage nach kleinen teuren Elektroautos mit kurzer Reichweite ist nicht eingetreten und damit gibt es für das Produkt von Ener1 keinen Markt.

Selbst der vielgepriesene Chevrolet Volt wurde zu einem Desaster. Abgesehen von der Brandgefahr gibt es für das Fahrzeug einfach keine Nachfrage — abgesehen von der Regierung, ein paar Konzernen, die Geld zu vergeuden haben und reichen, prominenten Baumknutschern, die sich den Luxus der Anmaßung leisten können. Chevrolet hoffte auf 10.000 verkaufte Volt im Jahr 2011. Tatsächlich wurden 7.671 verkauft. GM hat auf der Volt Fertigungsstraße vorübergehend 1.200 Arbeiter freigestellt und erwägt eine Verlangsamung der Produktion (wobei es weniger Geld verschwenden würde, die Produktion erst dann aufzunehmen, wenn eine Nachfrage einsetzt und so lange erst einmal wie die Griechen von Rettungspaketen zu leben). Eine kürzlich durchgeführte Studie ergab, daß die realen Kosten des (40.000 Dollar teuren) Volt — unter Berücksichtigung aller staatlichen Subventionen, die mit der Entwicklung und dem Bau des Fahrzeugs verbunden sind — bei über 250.000 Dollar pro Stück liegen. (Wie viele Millionen dürfte dann der BMW i8 kosten?) In Anlehnung an einen Lieblingsbegriff der Umweltbewegung ist es schwer zu erkennen, wie die Produktion des Volt auf dem freien Markt jemals nachhaltig sein könnte.

Ironischerweise werden diese grünen Katastrophen zu einem Zeitpunkt enthüllt, wenn sich wissenschaftliche Daten und Meinungen zunehmend gegen den Alarmismus der globalen Erwärmung richten, die die Regierung dazu getrieben hat, dumme grüne Investitionen zu tätigen. Am vergangenen Freitag bezogen sechzehn prominente Wissenschaftler in einem Leitartikel im Wall Street Journal gegen die Panikmacher Stellung. Unter den Unterzeichnern finden sich Koryphäen wie Richard Lindzen, Professor für atmosphärische Wissenschaften, MIT; Rodney Nichols, ehemaliger Präsident und CEO der New York Academy of Sciences; Burt Rutan, Luftfahrt-Ingenieur und Konstrukteur der Voyager und SpaceShipOne; und Harrison H. Schmitt, Apollo 17 Astronaut und ehemaliger US-Senator. die Wissenschaftler sagten unter anderem:

Die vielleicht unbequemste Tatsache ist das Fehlen der globalen Erwärmung seit mehr als 10 Jahren. Wie die „Climategate“ E-Mail des Klimaforschers Kevin Trenberth aus dem Jahr 2009 zeigt, ist dies dem Erwärmungs-Establishment bekannt: „Tatsache ist, daß wir derzeit den Mangel an Erwärmung nicht erklären können, und es ist eine Schande, daß wir es nicht können.“ Doch die Erwärmung fehlt nur, wenn man Computer-Modellen glaubt, bei denen sogenannte Rückkopplungen, die durch Wasserdampf und Wolken verursacht werden, die geringe Wirkung des CO2 erheblich verstärken. (Darum gibt es in Klimaforschungszentren wahrscheinlich auch nur Podiumsdiskussionen und keine Tage der offenen Tür, an dem man den Forschern beim forschen zusehen kann — die Bundesregierung kann nicht riskieren, daß sich unschuldige Bürger totlachen.)

Am Sonntag wies ein Artikel in der Daily Mail auf die ebenso unangenehme Tatsache hin, daß von der berüchtigten „Klimagruppe“ („Climate Unit“) der „University of East Anglia“ veröffentlichte Daten bestätigen, daß es seit 1997 keine nennenswerte Erwärmung gibt. Die Modelle, auf die sich der „Zwischenstaatliche Ausschuß für  Klimaregelungen  Klimaänderungen“ (IPCC) verläßt, prognostizierte, daß die durchschnittlichen globalen Temperaturen über die letzten anderthalb Jahrzehnte hätten steigen sollen. Warum stimmen die Voraussagen nicht mit der Realität überein? Dr. Nicola Scafetta von der Duke University in North Carolina glaubt wie viele Wissenschaftler, daß die Panikmacher beim Klima zu viel Wert auf die Rolle der Treibhausgase legen und nicht genug auf die Sonnenaktivität. „Wenn die Temperaturen weiterhin gleich bleiben oder wieder zu fallen beginnen, wird die Divergenz zwischen den Modellen und den aufgezeichneten Daten schließlich so groß werden, daß die gesamte wissenschaftliche Gemeinschaft die aktuellen Theorien in Frage stellen wird“, sagte er. (Garantiert nicht, solange die Menscheit auch andere Theorien glaubt, wie, daß, wenn Sie eine Million haben und ich keine, und Sie mir Ihre Million leihen und dafür einen Schuldschein bekommen, am Ende zwei Millionen rauskommen.)

Doch trotz der ständig wachsenden Beweise, daß „Klimawandel“ ein Hirngespinst der Phantasie eines Computers ist, fährt die Obama-Administration fort, Geld in Unternehmen zu kippen, deren einzige Existenzberechtigung darin besteht, ein nicht vorhandenes Problem zu bekämpfen. Stellen Sie sich vor, wo wir heute wären, wenn der Präsident diese Gelder nicht verschwendet und stattdessen die Entwicklung billiger zuverlässiger heimischer Energiequellen zugelassen hätte. Wir wären so viel weiter auf dem Weg zur Unabhängigkeit im Energiesektor, wenn wir unsere riesigen Reserven an Kohle und Öl anzapfen und mehr Energie von unseren Freunden in Kanada beziehen würden. Leider sorgt Obamas Energiepolitik dafür, daß unsere Abhängigkeit von ausländischem Öl zunimmt, während er gleichzeitig nichts tut, um unsere wirtschaftliche Zukunft zu sichern.

Hier finden Sie den Originalartikel, An Administration’s Green Fiascos Pile Up.

(Klicken Sie auf den letzten Link, um zu sehen wie oft die Suchmaschine diese Schlagzeile findet.)

Von Demokratischen Spendern geleitete Solar-Unternehmen erhielten Kreditbürgschaften

2012/02/06

John Rossomando über nachhaltige Sonnenenergie-Pleiten.

(Anmerkungen in Klammern)

Eine Untersuchung des ‚Daily Caller‘ hat ergeben, daß neben dem Pleite gegangenen Unternehmen Solyndra mindestens vier weitere Solarhersteller, die von der Obama-Administration mehr als 500.000.000 Dollar an Kreditbürgschaften erhalten haben, Angestellte oder Vorstandsmitglieder beschäftigen, die den Demokraten große Wahlkampfspenden zukommen ließen.

Und während sich Fragen über mögliche Verbindungen zwischen und diesen bevorzugenden finanziellen Arrangements und politischen Spenden aufdrängen, fingen Obama’s Mitarbeiter im Weißen Haus am Mittwoch plötzlich an, die Fragen des ‚Daily Caller‘ an das ‚Democratic National Committee‘ (die Parteizentrale) umzulenken.

Die Anfrage nach einem Kommentar über die Verbindung zwischen demokratischen Großspendern und Bürgschaften der Obama-Regierung für die von ihnen vertretenen Firmen beantwortete das Weiße Haus dem ‚Daily Caller‘ am Mittwoch mit einem einzigen Satz: „Wir verweisen Sie mit Ihrer Frage an das Democratic National Committee.“

Über Solyndras finanzielle Gesundheit und Bedenken hinsichtlich der langfristigen Lebensfähigkeit berichtete der Daily Caller bereits im Februar — nun sind weitere Unternehmen hinzugekommen, die ebenfalls Bürgschaften erhielten.

Diese Unternehmen leiden trotz ihres bevorzugten Status im Weißen Haus unter sinkenden Aktienkursen. Doch mit dem Ende des Geschäftsjahres der Bundesregierung am Freitag (dem 30. September 2011) könnte sich eine neue Reihe von Bürgschaften ankündigen, die mehr als neun Mal so hoch sind wie das, was die Steuerzahler bereits an dem Pleite gegangenen Unternehmen Solyndra verloren haben.

Als der Daily Caller Joe Barton kontaktierte, den Republikanischen Abgeordneten für Texas, fragte dieser: „Wer war während dieser Zeit zu Besuch im Weißen Haus?“ Barton war ein Vorsitzender im Ausschuß für Energie und Handel (House Energy and Commerce Committee). „Mit wem haben sie gesprochen und worüber haben sie gesprochen? Gibt es weitere Bürgschaften, die in Gefahr sind, nicht zurückgezahlt zu werden? Sind dies sinnvolle Investitionen oder politische Gefälligkeiten?“

„Die Menschen in Amerika haben gerade eine halbe Milliarde Dollar verloren und bevor noch mehr Geld verschwendet wird, verdienen sie, daß diese Fragen beantwortet werden. Ich denke, bis wir genau wissen, was vor sich ging, sollten wir dieses Bürgschafts-Programm abbremsen und auf jeden einzelnen Fall einen genaueren Blick werfen.“

„Die Enthüllungen zeigen immer deutlicher, daß im Fall Solyndra Warnschilder mißachtet wurden,“ fuhr Barton fort. „Doch in den nächsten 48 Stunden wird das Energieministerium weitere 5.000.000.000 Dollar an Bürgschaften bewilligen — eine Frist, die noch geändert werden kann.“

Insgesamt haben Unternehmen wie First Solar, SolarReserve, SunPower Corporation und Abengoa SA von der Obama-Administration bereits Milliarden an Krediten erhalten, um im Südwesten der USA im Rahmen von Konjunkturprogrammen Solarkraftwerke zu bauen.

Doch mit Ausnahme des sich in Privatbesitz befindenden Unternehmens SolarReserve fielen die Aktienkurse der anderen Unternehmen jedesmal, wenn sie die Abgeordneten der Obama-Administration und des Kongresses zur Zustimmung zu Kreditbürgschaften in Milliardenhöhe gewinnen konnten.

Die Zeitung Hill berichtete am Mittwoch, daß das Energieministerium dem in Santa Monica, Kalifornien ansässigen Unternehmen SolarReserve für den Bau einer Solaranlage in Nevada eine Bürgschaft in Höhe von 737.000.000 Dollar zusicherte.

Dieses Unternehmen hat Beziehungen zu Milliardär George Kaiser aus Oklahoma, der im Jahr 2008 für Präsident Obamas Wahl 53.500 Dollar spendete. Durch sein Private Equity Unternehmen Argonaut verfügt Kaiser über eine Mehrheitsbeteiligung an Solyndra.

In der Person von Steve Mitchell, der zugleich im Aufsichtsrat von Solyndra dient, hat Argonaut einen Stimmrechtsanteil im Aufsichtsrat von SolarReserve.

Darüber hinaus zeigen Aufzeichnungen der Kontrollbehörde für Präsidentenwahlen (Federal Election Commission), die das ‚Center for Responsive Politics‘ veröffentlichte, daß James McDermott, Vorstandsmitglied von SolarReserve, seit 2008 insgesamt 61.500 Dollar zu verschiedenen Demokratischen Wahlen beisteuerte, darunter 30.800 Dollar zu Obamas Präsidentschaftswahl.

McDermotts Unternehmen ‚U.S. Renewable Energy Group‘ hat an SolarReserve eine erhebliche finanzielle Beteiligung und zog wegen Verbindungen zu Harry Reid, dem Mehrheitsführer im Senat, die Aufmerksamkeit auf sich — und weil grüne Arbeitsplätze angeblich nach China gingen.

Und Lee Bailey — Vorstandskollege bei SolarReserve und Investor bei U.S. Renewables Group‘ — spendete seit dem Jahr 2008 insgesamt 21.850 Dollar an demokratische Kandidaten, darunter Präsident Obama, den Mehrheitsführer im Senat Harry Reid, die kalifornische Senatorin Barbara Boxer und die damalige Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton.

Zum Vorstand von SolarReserve gehört auch Jasandra Nyker von der (grün-alternativen) Vermögensverwaltungsgesellschaft Pacific Corporate Group, in der Ronald Pelosi, der Schwager der ehemaligen Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi, eine führende Position hat.

Andere Zahlen des Center for Responsive Politics zeigen, daß SolarReserve an die Podesta Group im Jahr 2009 100.000 Dollar für  Öffentlichdrecksarbeit  Lobbyarbeit zahlte. Der Direktor des Unternehmens ist Tony Podesta, der Bruder von John Podesta — der Barack Obamas Team zur Regierungsübernahme (transition team) leitete. (Die friedensbewegte ‚grüne Heinrich Böll Stiftung‚ beschreibt ihn so: „John Podesta leitete das ‚TransitionTeam‘ von Präsident Obama, das den Machtwechsel von der Administration Bush zur neuen amerikanischen Regierung organisierte. Er gilt als einer der Vordenker für eine neue progressive Agenda in den Vereinigten Staaten.“)

Die Finanzen von SolarReserve sind nicht öffentlich einsehbar, da das Unternehmen privat geleitet wird, doch First Solar bietet ein transparentes Beispiel. Die Aktie des Solarenergie-Unternehmens seit ihrem Höhepunkt am 17. Februar 2011, an dem sie bei 170,80 Dollar erreichte, mehr als 100 Dollar an Wert verloren. Die Aktie des Unternehmens wurde am Mittwochnachmittag mit 65,77 Dollar gehandelt.

Dieser Marktsturz kam trotz der etwa 2.100.000.000 Dollar an Kreditbürgschaften, die First Solar vom Energieministerium erhielt. Das Unternehmen verkündete am Mittwoch, daß es sich für eine weitere Kreditbürgschaft in Höhe von 1.500.000.000 Dollar vor Ablauf des 30. September nicht qualifizieren würde.

First Solar Gründer und Vorstandsvorsitzender Michael Ahearn, der laut Reuters letzten Monat von dem Unternehmen einen Aktienanteil in Höhe von 68.900.000 Dollar verkaufte, hat, zusammen mit seiner Frau, während der letzten drei Amtszyklen an die Demokratische Partei und an Demokratische Kandidaten 123.650 Dollar gespendet, vor allem in Arizona.

Das größte Solarenergie-Unternehmen der Nation gab seit 2009 außerdem mehr als 1.500.000 Dollar aus, um im Kongreß und in der Obama-Regierung eine starke Lobby für die Konjunkturpakete und die daraus resultierenden grünen Jobs zu schaffen. Dazu zählten etwa 400.000 Dollar, die an die (Unternehmensberatungsgesellschaft) Washington Tax Group LLC gezahlt wurden, die auch Solyndra vertreten. (Das Phrasendresch der Firmenbeschreibung: „The Washington Tax Group LLC is a cutting-edge government relations firm specializing in the development and implementation of legislative and regulatory solutions on a broad range of tax, energy, agricultural, and financial services matters.“)

The Motley Fool‚, die Internetseite für Anleger, meldete am Mittwoch, daß First Solar eine potenziell düstere Zukunft bevorsteht, da ihre Technologie zunehmend im Schatten der Konkurrenz steht.

„Da die Kosten für [Solar] Kollektoren sinken, werden die Systemkosten immer wichtiger, was die aktuellen Probleme von First Solar unterstreicht,“ schreibt Travis Hoium auf Motley Fool. „Kollektoren, die weniger effizient sind, benötigen mehr Land, mehr Montagekräfte, und mehr Zusatzkomponenten als Kollektoren, die effizienter sind. Und weil es in Europa Einspeisevergütungen für Aufdachanlagen gibt, ist First Solar jetzt nicht mehr zeitgemäß.“

SunPower, die Konkurrenz von First Solar, hat für ein Solar-Projekt in Kalifornien eine vergleichbare Kreditbürgschaft in Höhe von 1.300.000.000 Dollar erhalten, doch was die finanzielle Gesundheit der Gesellschaft betrifft, war Wall Street alles andere als optimistisch.

Wie die Aktie von First Solar hat SunPower in den vergangenen Monaten enorm an Wert verloren. Am 29. April 2011 erreichte sie an der Börse 21,40 Dollar und jetzt liegt die Aktie unter 8,36 Dollar. Der Morningstar aus Toronto prognostiziert, daß das Unternehmen „sowohl 2011 als auch 2012 Verluste bekanntgeben wird“. Der Morningstar warnt, daß die Technologie von SunPower „im Vergleich zu seinen Konkurrenten zu teuer“ werden dürfte und erwartet in der absehbaren Zukunft nur „mittelmäßige“ Gewinne.

Für die  Öffentlichdrecksarbeit  Lobbyarbeit von Patrick Murphy, einem engen Vertrauten von Harry Reid, dem Mehrheitsführer im Senat, hat SunPower seit 2009 mindestens 290.000 Dollar gezahlt.

Im Jahr 2010 zahlte die Wahlkampfinitiative (political action committee) von SunPower 15.650 Dollar an Kongreß-Kandidaten der Demokraten und nur 500 Dollar an einen einzigen Kandidaten der Republikaner. Mit 4.000 Dollar ging das größte Stück vom Kuchen an Reid.

Das spanische Unternehmen Abengoa Solar erhielt für ein Solar-Projekt in Arizona eine Kreditbürgschaft in Höhe von 1.450.000.000 Dollar — und hat ähnliche finanzielle Nöte. Für ein anderes Projekt in Arizona erhielt Abengoa Solar vor kurzem eine zweite Kreditbürgschaft in Höhe von 1.200.000.000 Dollar.

Doch trotz der erfolgreichen Finanzierung durch die Obama-Administration hat das Unternehmen seit März beständig an Wert verloren. Der Aktienwert fiel von einem Hoch, das vor sechs Monaten bei 16,50 Dollar lag, am Mittwoch auf 10,45 Dollar pro Aktie.

Fred Morse, der unter Carter und Reagan im Energieministerium diente, leitet für Abengoa Solar die  Öffentlichdrecksarbeit  Lobbyarbeit. Laut dem Center for Responsible Politics hat das Unternehmen seit dem Jahr 2009 an Ernst and Young 330.000 Dollar für  Öffentlichdrecksarbeit  Lobbyarbeit gezahlt.

Laut dem Institute for Energy Research nahm Abengoa Solar auch die Hilfe der Demokratischen Senatorin für Kalifornien Dianne Feinstein in Anspruch, um das Energieministerium zu schnelleren Kreditbürgschaften zu drängen.

„Es ist falsch, wenn wir den Staat entscheiden lassen, wer die Gewinner und die Verlierer sind“, sagte Mark Kramer, ein Fakultätsmitglied der Wharton School of Business an der University of Pennsylvania. „Wenn sie nicht privat finanziert werden können, dann sollten sie wohl nicht existieren.“

In einem Interview mit dem Daily Caller beschrieb Kramer diese Firmen als Fehlinvestitionen, deren Zusammenbruch nicht die Steuerzahler finanzieren sollten.

Doch Rhone Resch, der Geschüftsführer des Industrieverbandes Solarenergie (Solar Energy Industries Association), verteidigt das Kreditbürgschaftsprogramm als eine Investition in saubere Technologien, die Tausende von Arbeitsplätzen geschaffen und die Innovation vorangetrieben haben.

Er vertritt die Meinung, daß die Vereinigten Staaten in die amerikanischen Solarunternehmen investieren müssen, damit sie wachsen, was angesichts der chinesischen Konkurrenz schwieriger geworden ist.

Der harte Wettbewerb wurde als ein Hauptgrund angegeben, als Evergreen Solar aus Massachusetts und SpectraWatt aus New York Anfang dieses Jahres Gläubigerschutz beantragten.

Hier finden Sie den Originalartikel, More solar companies led by Democratic donors received federal loan guarantees.