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Eine neue Sekte begeisteter Ehrenmörder

2012/02/10

Stephen Brown über die friedliebenden Jesiden.

(Anmerkungen in Klammern)

Es ist für die deutsche Polizei mittlerweile ein vertrautes Szenario. Der leblose Körper einer Jugendlichen aus dem Nahen Osten, die seit November vermißt wird. Entdeckt an einem abgelegenen Ort mit Anzeichen eines gewaltsamen Todes. Der Verdacht auf einen Ehrenmord bei einer Familie, deren Mitglieder zum Teil schon in Untersuchungshaft sitzen.

Aber dieses Mal ist die Geschichte etwas anders.

Während die meisten Ehrenmorde in Deutschland innerhalb der vier Millionen starken muslimischen Gemeinschaft verübt werden, gehörte das jüngste Opfer, die 18jährige Arzu O. aus Remminghausen, deren Leiche letzte Woche gefunden wurde, zu der wenig bekannten nahöstlichen religiösen Sekte der Jesiden. Und es sind die Anhänger diese Sekte, die in Deutschland seit kurzem für ihre Rolle in dem alptraumhaften Phänomen der Ehrenmorde bekannt sind. Bereits im Jahr 2003 schrieb DER SPIEGEL (im Artikel ‚Jagd auf Sükrüya’):

„Immer häufiger müssen Polizisten junge Frauen aus der Glaubensgemeinschaft der Jesiden vor ihren eigenen Verwandten schützen — und ihnen bei der Flucht helfen.“

Die Jesiden sind Kurden, die vor allem im Nordirak leben, aber auch in Syrien und der Türkei. Viele Jesiden sind nach Deutschland eingewandert, wo sie durch ihre Zahl von schätzungsweise 30.000 bis 80.000 die zweitgrößte Jesiden-Gemeinschaft der Welt bilden. Im Laufe der Jahrhunderte gerieten sie durch ihre religiösen Überzeugungen häufig in Konflikt mit ihren muslimischen Nachbarn, die sie immer wieder diskriminierten, unter Androhung der Todesstrafe zur Konversion zwangen, oder einfach abschlachteten. Da die Jesiden im Koran kein ‚Volk des Buches’ wie die Juden und Christen sind, wurde ihnen in islamischen Ländern kein Schutz gewährt.

Die religiösen Überzeugungen der Jesiden sind komplex wie die anderer Religionen. Die Jesiden glauben an den einen Gott, der die Welt erschuf und unter der Obhut von sieben Engeln ließ. Sie glauben nicht an den Teufel, da dies Gottes Macht begrenzen würde. Dennoch werden sie fälschlicherweise oft als Teufelsanbeter bezeichnet. Der Jesidismus wird als ’synkretistisch’ beschrieben, beeinflußt vom Sufismus und vom Zoroastrismus, der vorislamischen Religion des Iran. Es ist nicht möglich zum Jesidismus zu konvertieren; man wird hineingeboren.

Doch das Problem, das der Jesidismus für junge Jesiden-Frauen — und ein paar Männer — darstellt, die in einem modernen westlichen Staat wie Deutschland leben, wo Entscheidungsfreiheit und die Entwicklung des Individuums als Tugenden angesehen werden, ist, daß ihnen nicht erlaubt ist, außerhalb ihrer Religion zu heiraten. Sie sollen auch nicht außerhalb der drei Kasten ihrer Kultur heiraten und suchen sich in der Regel eine Cousine als Ehefrau. Und wie bei ihren muslimischen Nachbarn wird von der Frau erwartet, daß sie bei der Heirat eine Jungfrau ist.

„[W]enn ein Mädchen versucht, außerhalb der Gemeinschaft zu heiraten, wird das nicht nur als Beschmutzung der Familienehre empfunden, sondern als Bruch mit der Religion und der Gemeinschaft“, schrieb ein deutscher Reporter. (‚Warum Souzan sterben musste’ — der Reporter lebt übrigens im 18. Jahrhundert: „Man sollte auch nicht vergessen, dass es nicht so lange her ist, da der sogenannte Ehrenmord in Deutschland sogar gefeiert wurde – kein Geringerer als der Aufklärer Gotthold Ephraim Lessing lässt in seinem Stück ‚Emilia Galotti’ eine Tochter ihren Vater sogar um den Tod bitten, damit sie nicht von einem Fürsten verführt werde. Der Vater tut ihr den Gefallen.“)

Ein weiterer Grund, weshalb Jesiden wahrscheinlich nicht wollen, daß ihre Töchter außerhalb ihrer Religion heiraten, ist Geld. Laut einem Bericht kann der Brautpreis für ein Jesiden-Mädchen den zukünftigen Bräutigam und seine Familie bis zu 40.000 Euro kosten, „obwohl der höchste jesidische Geistliche … das Brautgeld jüngst auf 2500 Euro begrenzen wollte“. Eine Frau, die einen Nicht-Jesiden heiratet, würde der Familiekasse wahrscheinlich nichts bringen.

Die Polizei glaubt, daß hinter der grausigen Entdeckung in der vergangenen Woche wohl Arzus Bruch mit diesen uralten religiösen Beschränkungen liegt. Arzu, eine Gymnasiastin, hatte im letzten Sommer mit einem 23-jährigen Bäckerlehrling, einem Nicht-Jesiden, in einer Bäckerei, wo sie am Wochenende arbeitete, eine verbotene Liebesbeziehung entwickelt. Ihre Mutter und ältere Schwester hatten dort auch einmal gearbeitet. Doch der Wunsch, ihr eigenes Leben zu führen, was auch heißt, ihre eigenen Freunde zu wählen, wie es die meisten normalen Teenager tun, kostete diese lebendige, junge Frau ihr Leben.

Obwohl die ursprünglich aus der Türkei stammende Familie (laut dem Artikel ‚Arzu Ö. — verbotene Liebe zu einem Deutschen’) als ein „Paradebeispiel für eine gelungene Integration“ beschrieben wurde, handelten sie hinter verschlossenen Türen nach den kulturellen Gebräuchen ihrer archaischen Religion. Im August letzten Jahres versuchten Arzus Familienmitglieder, ihrer blühenden Romanze ein Ende zu setzen, indem sie ihr eine Tracht Prügel verpassten, was die Aufmerksamkeit der Polizei auf sich zog. Der Angriff führte nur dazu, daß Arzu von zu Hause in ein Frauenhaus flüchtete, was oft schon für einen Ehrenmord ausreicht. Einmal weg von der Familie und ohne Kontrolle und Beobachtung, auch nur für eine Nacht, ist Grund genug für die Vermutung, daß das Mädchen ihre Jungfräulichkeit verloren haben könnte.

„Jede Frau, die von zu Hause flüchtet, ist von einem Ehrenmord bedroht“, bemerkte eine deutsche Sozialarbeiterin. (Serap Cileli im Artikel ‚Getürktes Eheglück’.) Zwischen 1996 und 2006 registrierte das Bundeskriminalamt 48 solcher Fälle sowie 22 weitere versuchte, überlebte Ehrenmorde.

Andere Gründe für Ehrenmorde sind neben dem Verlust der Jungfräulichkeit ein zu westlicher — das heißt unabhängiger — Lebensstil, der Wunsch nach Scheidung, oder die Flucht vor einer bevorstehenden Zwangsheirat oder einer gewalttätigen Ehe. Der Übertritt zu einer anderen Religion wird manchmal ebenso mit dem Tod bestraft wie eine Heirat oder Freundschaft außerhalb der eigenen Religion, Rasse oder ethnischen Gruppe. Die Mörder glauben, daß ihre Familienehre nur durch das Blutopfer eines Mitmenschen wieder hergestellt werden kann.

Eine deutsche Zeitung berichtete, daß Arzu die Trennung von ihrem Freund trotz eindringlicher Warnungen von Mitarbeitern des Frauenhauses nicht ertragen konnte und in der Nacht zum 1. November bei ihm in seiner Wohnung übernachtet. Doch sein Haus lag (laut dem Artikel ‚Vermisste Arzu Ö. offenbar tot aufgefunden’) „gerade mal anderthalb Kilometer vom Elternhaus entfernt“ und wurde wahrscheinlich beobachtet. In dieser Nacht drängten sich ihre fünf Brüder und Schwestern in die Wohnung, bedrohten den Freund mit einer Handfeuerwaffe, schlugen ihn zu Boden und entführten Arzu. Das war das letzte Mal, als die junge Frau lebend gesehen wurde. Die Polizei nahm die fünf in Gewahrsam, von denen eine, die älteste Schwester, bei der Stadtverwaltung arbeitet (und wahrscheinlich als ein Paradebeispiel für eine gelungene Integration tapfer die leuchtende Multikultifackel hochhält).

Während die deutsche Polizei noch den Mord an Arzu untersucht, sucht sie einen weiteren Jesiden-Ehrenmörder: Ali Askar Hasso Barakat, ein gebürtiger Iraker. Im Namen der ‚Ehre’ ermordete Barakat im letzten Monat seine 13-jährige Tochter, Sousan, auf offener Straße mit zwei Schüssen in den Kopf und einen in den Hals. Die Tochter flüchtete aus „Angst vor dem potenziell gewalttätigen“ Vater (laut dem Artikel ‚Sie starb, weil ihre Freiheit seine Ehre bedrohte’) aus dem Haus der Familie in ein Jugendheim und wurde zu einem arrangierten, überwachten Treffen an einem neutralen Ort gelockt — durch einen Brief von ihren Eltern, in dem sie in liebevoller Sprache die Probleme diskutieren wollten, die zwischen ihnen bestanden.

„Wir sind keine Richter oder Richterin und keine Polizei; wir sind deine Eltern und möchten gerne von dir wissen, wie es dir nach sechs Monaten geht“, schrieben sie. (Schrieben sie nicht: „So steht es in dem Brief, den die Eltern vermutlich mit einem Flüchtlingshelfer des Diakonischen Werks verfassten; sie selber sprechen nur gebrochen Deutsch.“ Der Mitarbeiter der Diakonie, der den Brief für Souzans Vater und seine Frau verfaßte, wird hoffentlich wegen Beihilfe angeklagt — im Artikel ‚Tochtermord: SEK stürmt Haus in Minden’ wird erklärt: „Eine Anwältin aus Bremen wollte mit Souzan sprechen, um erneut zwischen der Familie und der Tochter zu vermitteln. Souzan hatte sich nach Harke-Informationen zunächst geweigert, überhaupt mit der Anwältin zu reden, weil auch diese einen Migrationshintergrund hat. Schließlich willigte die 13-Jährige ein. Ergebnis dieses rund zweistündigen Gesprächs sei gewesen, dass die Anwältin der Familie geraten hatte, auf die Tochter zuzugehen, sich bei ihr zu entschuldigen und so einen Weg für Kontakte neu zu ebnen. Diese ‚andere Strategie’ sollte mit einem Brief der Eltern an ihre Tochter einen Anfang nehmen. Immer wieder soll der Vater, Ali B., geweint und geäußert haben: ‚Ich verliere mein Kind. Ich sehe in meinem Leben keinen Sinn mehr.’ Was hat den 35-jährigen Iraker letztlich dazu gebracht, seine Tochter zu töten? Nur vier Tage vor der Tat hatten er und seine Frau auf Anraten der Bremer Anwältin und mit Unterstützung von Peter Jilani den Brief verfasst.“ Den vollständigen Brief, der jene Jesiden-Mädchen skeptisch machen sollte, deren Eltern in fließendem Deutsch nicht viel mehr als ’nicht deutsch’ beherrschen, finden Sie unten.)

Aber Sousans Vater hatte sie schon verurteilt und plante, die Todesstrafe nach dem Treffen durchzuführen. Der Grund? Sousans Freunde erzählten einer deutschen Zeitung, daß die Verstorbene einfach mehr Freiheit wollte. Das Blatt berichtete über die verletzte Familienehre des Vaters: „Sie schien ihm schon dadurch verletzt, dass Souzan, statt jeden Tag im Haushalt zu helfen und auf ihre drei Brüder aufzupassen, teilnehmen wollte am gesellschaftlichen Leben, als Deutsche unter Deutschen leben wollte.“ Der westliche Lebensstil einer Frau wird allzu oft zum Vorwand für einen Ehrenmord.

Vor ihrem frühen Tod schien Sousan bestens auf dem Weg zu sein, sich vollständig in die deutsche Gesellschaft zu integrierten, wenn sie es nicht schon war. „Die aufgeweckte Realschülerin war Mitglied im Judo-Verein und bei der Feuerwehr, traf sich gern nach der Schule mit einer Clique.“ Gegen ihre Mutter wird wegen der Ermordung ihrer Tochter ebenfalls ermittelt.

Die deutsche Polizei glaubt nicht, daß Sousans Vater noch in Deutschland ist. Ihm könnte sowohl bei der Flucht als auch bei der Beschaffung der Tatwaffe die Arbeiterpartei Kurdistans PKK (Partiya Karkeren Kurdistan) geholfen haben, eine kurdische Terrororganisation die gegen die Regierungen der Türkei und des Iran für ein unabhängiges Kurdistan kämpft. Die verbotene PKK, die in Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern vertreten ist, wird außerdem verdächtigt, flüchtigen Jesiden-Frauen das Leben schwer zu machen. Die Hilfe für die von der Polizei geretteten Frauen entspricht dem amerikanischen Zeugenschutzprogramm, doch das europaweite PKK-Netzwerk findet die Frauen sehr schnell.

Eine 16-jährige Jesidin wurde, wie eine deutsche Zeitung berichtet, von ihrem Bruder erwischt, als sie ihren pakistanischen Freund küsste und flüchtete in jener Nacht aus dem Haus der Familie, aus Angst vor einem Ehrenmord. Sie war mindestens fünfeinhalb Jahre auf der Flucht, lebte „in verschiedenen Städten Deutschlands, in den Niederlanden, in Belgien“, wurde aber immer entdeckt. Ein weiterer Bruder hat sich dem Programm angeschlossen, weil er sich in eine nicht-jesidische Frau verliebte.

Um diese angsterfüllten Frauen zu finden, beauftragen die jesidischen Familienoberhäupter (clan chiefs) neben der PKK auch Detektive.

„[D]ie jesidischen Clanchefs geben selten auf; sie wollen die Abtrünnigen oft mit Gewalt zurückholen — oder sich einfach rächen“, berichtete die Zeitung.

Es war tatsächlich ein Ehrenmord, der den Jesiden vor einigen Jahren die Aufmerksamkeit der Welt einbrachte. Ein 17-jähriges Jesiden-Mädchen, Du’a Khalil Aswad, wurde im Jahr 2007 im Irak zu Tode gesteinigt und ein schockierendes Video von dem Mord löste weltweit Empörung aus. Das Verbrechen des Mädchens? Sie hatte sich einen muslimischen Jungen verliebt. (Mit einem muslimischen Jungen hätte die Geschichte natürlich ein Happy End gehabt: keine kleinen Brüder großziehen, keine Hausarbeit — endlich Leben wie in Deutschland, England oder Frankreich.)

Von Integration kann in Deutschland und anderen westeuropäischen Ländern keine Rede sein. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat bereits erklärt, daß Multikulti scheiterte. (Wenn Angela Merkel Multikulti kritisiert, ist das so, als würde Renate Künast ihr Geschlecht kritisieren oder Alice Schwarzer die Schlümpfe.) Er importierte und tolerierte Barbareien wie Ehrenmorde — in die westlichen Gesellschaften, wo die Opfer ironischerweise meistens Frauen und Mädchen sind, die sich integrieren wollen. Die Jesiden-Familien, die Arzu und Sousan töteten, repräsentieren eine Anti-Zivilisation, die sich in ihren Gemeinden freiwillig von der Kultur und den Werten des Gastlandes abspalten. Und da diese anti-zivilisatorischen Gesetze und Werte die einzigen sind, die in diesen Gemeinschaften respektiert werden und die deutschen Gesetze weder respektiert noch gefürchtet werden müssen, wird das Grauen der Ehrenmorde in Deutschland fortbestehen.

(Interessant ist auch folgender Punkt aus dem FOCUS-Artikel ‚Kurden: Rätselhafter Reichtum’, der im Artikel ‚Sie starb, weil ihre Freiheit seine Ehre bedrohte’ zitiert wird: „Man kann nicht oft genug betonen, dass die überwiegende Mehrheit der Jesiden in Deutschland friedliebende Menschen sind, die Gewalt ablehnen. Oft werden sie Opfer völlig ungerechtfertigter Anschuldigungen. ‚Seit bekannt wurde, dass die 3000 Kurden in Celle bereits 500 Häuser besitzen, keimt unter den rund 70.000 Deutschen der Verdacht, in ihrer Stadt würden Drogengelder gewaschen’, berichtete FOCUS 1998, und zitierte den Oberstadtdirektor Martin Biermann (CDU) mit den Worten ‚Das Ganze stinkt zum Himmel’.“ Rechnen wir das einmal durch. 3000 geteilt durch 500 ergibt 6 Personen pro Haus. Wirtschaftlich sollte das eine Wahnsinnsleistung der Kurden sein. Noch besser sollte die Wirtschaftlichkeit bei Mietshäusern sein. Nimmt man pro Mietshaus durchschnittlich 15 Wohnungen und pro Wohnung durchschnittlich 2 Mieter an, dann ergeben sich 30 Personen pro Mietshaus. Die Kurden aus Celle sollten unbedingt Seminare veranstalten, wie man seine Wirtschaftskraft optimiert.)

Hier finden Sie den Originalartikel, A New Sect of Honor Killing Enthusiasts.

Hier ist der Brief, den der Mitarbeiter der Diakonie für Souzans Vater und seine Frau verfaßte und der jene Jesiden-Mädchen skeptisch machen sollte, deren Eltern in fließendem Deutsch nicht viel mehr als ’nicht deutsch’ beherrschen:

Guten Tag unsere liebe Tochter Souzan, es ist sehr lange her, dass wir miteinander gesprochen haben; ob wir es wollen oder nicht, wir sind eben deine Eltern und du bist unsere Tochter; deshalb sollen wir miteinander reden und die Dinge klären. Wir und deine Brüder vermissen dich sehr; sehr wahrscheinlich gibt es noch andere Menschen in Nienburg, die dich auch sehr vermissen. Und so sind wir sehr traurig. Liebe Souzan, wir sind als Eltern von dir bereit, mit dir über alles zu reden, was dir in unserer Familie nicht gefällt oder dich ärgert. Wir haben es leider versäumt mit dir zu reden und dich mal zu fragen, wie es dir geht. Nun haben wir verstanden, dass wir einige Fehler dir gegenüber gemacht haben; einer davon ist, dass wir nicht mit dir gesprochen haben. Es kann auch sein, dass wir als Mutter oder als Vater sehr viel von dir verlangt haben, ohne dich zu fragen, wie es dir dabei geht. Wir würden uns sehr freuen, wenn du uns weitere Dinge sagen würdest, wo und wie die Dinge falsch zwischen uns gelaufen sind. Wir sind keine Richter oder Richterin und keine Polizei; wir sind deine Eltern und möchten gerne von dir wissen, wie es dir nach sechs Monaten geht. Sag uns alles, was du sagen möchtest; wir wollen das mit großem Respekt annehmen. Es tut uns sehr leid, dass wir dir Leid angetan haben, ohne zu wissen, dass es dir wehgetan hat. Wir wollen die Mediation wieder aufnehmen, um mit dir ins Gespräch zu kommen. Bitte nimm das an, dass wir traurig sind, und wir wollen unser Verhalten dir gegenüber ändern. Du sollst uns helfen, in dem Du uns sagst, wie, wo und was geändert werden muss. Wir hatten heute ein sehr starkes Bedürfnis gehabt, dir einen Brief zu schreiben. Wir hoffen, du findest Zeit und Lust, auch an uns zu schreiben. Wir alle würden uns von Herzen freuen, von dir zu hören, ganz besonders Moriz. Mit Liebe und Umarmung, Deine Eltern.

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Muslimische Mutter bricht bei Aussage zu Ehrenmord an drei Töchtern und erster Frau ihres Mannes in Tränen aus

2012/01/13

Die DAILY MAIL über den aktuellen Ehrenmord-Prozeß in Kanada gegen eine Familie, die eigentlich gut integriert aussieht.

Termini technici
honor killed: ehrmordete

(Pamela Geller leitet den Artikel mit drei Zitaten ein:

„Möge der Teufel auf ihre Gräber scheißen. Ist es das, was eine Tochter sein sollte? Sollte eine Tochter solch eine Hure sein?“ — Muslimischer Vater, der seine drei Töchter und seine Frau ehrmordete.

„Gottes Fluch soll für Generationen auf ihnen sein. … Sie verrieten den Islam.“

„Ich würde es wieder tun, 100 mal“, sagte Mohammad Shafia, der an seinen drei Töchtern Ehrenmorde beging, weil sie mit den falschen Jungen ausgingen.)


Tot: Sahar Shafia, 17 wurde auf dem Rücksitz des Autos der Familie neben Rona Amir gefunden

Eine Mutter, die angeklagt ist, an drei von ihren Töchtern sowie der ersten Frau ihres Mannes Ehrenmorde verübt zu haben, brach in Tränen aus, als sie heute (am 11. Januar 2012) vor einem Gericht in Ontario aussagte.

Tooba Mohammad Yahya, 41, wird vorgeworfen, in Komplizenschaft mit ihrem Mann, Mohammad Shafia, 58, und ihrem ältesten Sohn, Hamed, 21, eines der Autos ihrer Familie, in dem sich vier ihrer Verwandten befanden, in einen Kanal gefahren zu haben.

Die Staatsanwälte sagen, daß sie dies taten, um ihre Familienehre zu schützen, weil die vier Frauen ungehorsam handelten, indem sie Freunde hatten, knappe Kleidung trugen, und nicht auf ihren strengen muslimischen Vater hörten.


Nicht allzu aufgeregt: Tooba Mohammad Yahya ist der Beteiligung an der Ermordung drei ihrer Töchter und der anderen Frau ihres Mannes angeklagt, die mit ihrer Familie in einer polygamen Beziehung lebte


Tödliche Gruppe: Mohammad Shafia (links) und sein ältester Sohn Hamed (rechts) sind ebenfalls angeklagt

Shafia war polygam und lebte sowohl mit seiner ersten Frau Rona Amir Mohammad, 52, als auch mit seiner zweiten Frau, Yahya, in ihrem Haus in Kanada.

Ronas Unfruchtbarkeit erlaubte Shafia nach islamischem Gesetz, eine zweite Frau zu nehmen, ohne sich von seiner ersten scheiden zu lassen.

Nun muß ein kanadisches Gericht beurteilen, ob Shafia, Yahya und Hamed ihre Familienmitglieder gemeinsam töteten, um die Ehre ihres Familiennamens wiederherzustellen, oder ob Rona, Zainab Shafia, 19, Sahar Shafia, 17 und Geeti Shafia, 13, alle bei einem tragischen Autounfall starben, wie es die Angeklagten behaupten.

Als das Auto am 30. Juni 2009 im Kanal gefunden wurde, war niemand auf dem Fahrersitz und drei der Toten hatten an der Rückseite des Kopfes Blutergüsse.


Seite an Seite: Yahya (Mitte), hier mit ihrem Sohn Hamed (rechts), stand am Montag vor Gericht und brach in Tränen aus, sprach jedoch nie wirklich über den Tod ihrer Verwandten, sondern nur über die Atmosphäre im Haus

Der Prozeß wurde am Montag nach einer Unterbrechung im Dezember fortgesetzt. Mohamma Yahya trat in den Zeugenstand, und während sie noch nie direkt über den Tod ihrer Verwandten gefragt, verwendet sie ihre Zeit, um die Ansicht ihres Haushalts als scharfer ein widerlegen.

Sie sagte, daß ihr Mann die Kinder nur einmal schlug, und daß er sie, wenn sie schlecht waren, nicht schlug, sondern nur verbal piesackte.

„Er machte so weiter, kontinuierlich; er beschimpfte sie nur und redete darüber kontinuierlich, wochenlang“, sagte sie bei der Verhandlung.

Andere Zeugen widersprachen und sagten dem Gericht, daß ihrer ältesten Tochter, Zainab, ein Jahr verboten wurde, die Schule zu besuchen, weil sie einen jungen pakistanisch-kanadischen Freund hatte, und daß sie aus Panik vor ihrem Vater in ein Mädchenhaus floh.


Die Polizei birgt das Auto der Familie aus dem Kanal, wo im Juni 2009 ihre Leichen gefunden wurden


Mohammad Shafia, Sohn Hamed und Tooba Mohammad Yahya (v.l.n.r.) betreten ein Gerichtsgebäude in Ontario, als der Fall am Montag fortgesetzt wurde

Die Jury hörte Zeugen, die sagten, daß Zainabs Schwestern, Sahar, 17, und Geeti, 13, von ihren Brüdern verfolgt und aufgespürt wurden, weil die Eltern sie verdächtigten, mit Jungen auszugehen; daß Sahar wiederholt sagte, ihr Vater würde sie umbringen, wenn er herausfände, daß sie einen Freund hätte; daß sie blaue Flecken an den Armen hatte; daß Mohammad, die erste Frau, die half, die Kinder zu erziehen, auch brutal behandelt wurde.

Laut Staatsanwaltschaft lief Zainab für ein paar Wochen von zu Hause weg und ihre Schwestern sagten den Behörden, sie wollten wegen der Gewalt und der strengen Erziehung ihres Vaters aus dem Hause entfernt werden.

Staatsanwältin Laurie Lacelle präsentierte vor Gericht aufgenommene Gespräche der Familie Shafia aus Fest- und Mobilnetz. In einem Telefongespräch sagt der Vater, seine Töchter „verrieten uns enorm“.

Fazil Javad, Shafias Schwiegerbruder, sagte, Shafia versuchte, ihn für einen Plan zu gewinnen, um Zainab ertrinken.

„Selbst wenn sie mich am Galgen hochzuziehen, ist mir nichts teurer als meine Ehre. Es gibt nichts Wertvolleres als unsere Ehre,“ wird Shafia von Staatsanwältin Lacelle aus der Abschrift eines Abhörprotokolls zitiert.


Auch Shafias erste Frau, Rona Amir Mohammad (links), wurde wegen der Beziehung ihrer Tochter Zainab (rechts) zu einem pakistanischen Jungen getötet


Geeti Shafia wurde ebenfalls tot im Auto aufgefunden, sie war gerade 13

Yahya zeichnete am Montag in ihrer Zeugenaussage ein ganz anderes Bild des Shafia Haushaltes: sie beschrieb ein tolerantes Haus, in dem den Mädchen nicht befohlen wurde, das traditionelle muslimische Kopftuch zu tragen, und auch nicht verboten wurde, Make-up zu tragen.

Sie bestätigte die Theorie, daß ihre Familie all ihren sieben Kindern — nicht nur den Mädchen — verbot, auszugehen, bis sie die High School abgeschlossen haben.

„Ich und Shafia und Rona, wir beschlossen, daß, (bis) zu dem Zeitpunkt, an dem die Kinder die Schule abschließen und sie … uns ihre Abschlüsse zeigen, ihnen nicht erlaubt ist, Freundinnen oder Freunde zu haben oder zu heiraten“, sagte Yahya im Zeugenstand.

Yahya stritt nicht nur über die Ansichten anderer Zeugen, darunter Shafias Schwiegerbruder, der sagte, daß Shafia ihn für einen Plan gewinnen wollte, um Zainab zuh ertränken, sondern mußte auch auf die vielen Mißstände in Ronas Tagebuch eingehen.

Rona beschrieb einen gewaltätigen und elenden Haushalt, wo sie mißbraucht und ausgegrenzt wurde. Offenbar wollte Rona die Scheidung und das war der Grund, warum sie angeblich mit Shafias ungehorsamen Töchter e(h)mordet wurde.

Der Fall wirft wichtige Fragen auf, was die Einwanderung und Integration in Kanada betrifft, wo jährlich 250.000 Einwanderer aufgenommen werden, pro Kopf die meisten, ausgenommen Australien.

Familie Shafia stammt ursprünglich aus Afghanistan, zog im Jahr 1992 aber fort und lebte dann in Pakistan, Australien und Dubai, bevor sie sich im Jahr 2007 in Kanada ansiedelten.

In den letzten Jahren haben eine Reihe von sogenannten Ehrenmorden zu Diskussionen über die Integration von Einwanderern und den Umgang mit dem Kulturschock zwischen zugewanderten Eltern und ihren Kindern geführt.

Mehr als 80 kanadische muslimische Organisationen, Imame und Gemeindevorsteher unterzeichneten einen Aufruf gegen „die Realität von häuslicher Gewalt in den eigenen Gemeinden, die aus abscheulichen und doch anhaltenden vorislamischen Praktiken entsteht, die in der fehlgeleiteten Vorstellung der Wiederherstellung der Ehre der Familie verwurzelt sind“.


Mohammad und Hamed Shafia und Tooba Mohammad Yahya (v.l.n.r.) wurden erstmals im Dezember, als der Prozeß begann, vor Gericht gebracht, und fahren nun fort, ihre Seite der Geschichte zu erzählen

Hier finden Sie den Originalartikel, Muslim mother breaks down in court as she is quizzed over ‚honour killings‘ of her three children and husband’s first wife.