Archive for the ‘Bryan Singer’ Category

Anwalt: Fotos zeigen Bryan Singer mit jüngstem Mißbrauchsankläger

2014/05/15

Nancy Dillon über »Sex-Men«.

Bryan Singer seen in old photos with latest sexual abuse accuser: lawyer

5. Mai 2014 — Der Anwalt aus Florida, der den »X-Men«-Regisseur Bryan Singer öffentlich beschuldigt, minderjährige Jungen sexuell belästigt zu haben, legte am Montag Fotos vor, die seinen jüngsten Klienten mit Singer kurz vor einem angeblichen sexuellen Übergriff zeigen.

Die Fotos zeigen den unbekannten Jungen im Jahr 2006, damals 17 Jahre alt, nach der Londoner Premiere des Films »Superman Returns« neben dem berühmten Regisseur, stehend und sitzend.

Das Gesicht des Jungen wurde unkenntlich gemacht und zeigt nur seinen grün und weiß gestreiften Pullover neben Singers lächelndem Gesicht.

Eines der Fotos zeigt die Schauspielerin Kate Bosworth auf Singers Schoß.

Laut einer am Samstag im Bundesgericht eingereichten Klage bot Singer dem Jungen eine (Anm.: Droge namens) Quaalude an und drängte ihm Alkohol auf, bevor er ihn mit dem Mitangeklagten Gary Goddard, ein Produzent von Freizeitparkfahrgeschäften, für den angeblichen sexuellen Übergriff zu seiner Londoner Hotelsuite zurückbrachte.

Singer und Goddard haben die Vorwürfe zurückgewiesen und sind über die Klage hergezogen (trashed), einschließlich der Vorwürfe, daß sie den Jungen begrapschten und warteten, als ihn ein »muskelbepackter« Mann schlug.

Die Klage sagt aus, daß der Teenager zuerst gerne mit den Männern feierte, aber protestierte, als Singer seine Boxershorts auszog.

Laut der Klage hörte Singer angeblich nicht hin und befahl dem Teenager auf ihm zu sitzen und zu masturbieren.

Singer versuchte auch, ihn anal zu penetrieren, behauptet die Klage, die den Teenager nur (Anm.: fiktiv als) als John Doe Nr. 117 identifiziert.

»Was mein Klient behauptet, ist ziemlich schrecklich«, sagte Anwalt Jeff Herman am Montag nach einer Pressekonferenz zu NEW YORK DAILY NEWS.

»Er hatte Angst und empfand, dem nachkommen zu müssen, was von ihm verlangt wurde. Es hat ihn sehr in Mitleidenschaft gezogen«, sagte Herman und fügte hinzu, daß der Klient unter Angstzuständen und Depressionen leidet.

Herman sagte, daß ihn der jetzt 25jährige Mann kontaktierte, nachdem er erfuhr, daß Michael Egan III, ein anderer Klient, Singer, Goddard und zwei weitere Medienmogule vor kurzem verklagte und behauptet, in den späten 1990er Jahren auf mit Drogen- und Alkohol angeheizten Hauspartys mißbraucht worden zu sein.

»Rückblickend glaubt er (John Doe Nr. 117) jetzt, daß er angemacht (groomed) wurde, um mißbraucht zu werden. Das passiert, wenn Erwachsene nachdenken, und die anderen Klagen waren für ihn ein Auslöser«, sagte Herman.

John Doe Nr. 117 sagt, er war 14 Jahre alt, als ihn Goddard, jetzt 59, zum ersten Mal über soziale Medien kontaktierte und versprach, ihn Personen vorzustellen, die seiner Schauspielkarriere helfen könnten.

Die Klage behauptet, daß die Beziehung des Jungen mit Goddard schnell von Internetsex vor der Webcam zu echtem Sex umsprang, als Goddard anreiste, um ihn zu treffen.

Goddard, der Broadway-Produktionen von »Hair«, »Jekyll & Hyde« und »Jesus Christ Superstar« produziert hat, schickte dem Teenager nach dem Treffen angeblich eine beunruhigende E-Mail. Herman zeigte die E-Mail am Montag den Reportern und sagte, sie wäre ein Teil der physischen Beweise, die er in dem Fall verwenden will.

»Die Sache, die ich habe, die einem ›frechen‹ Foto von dir am nächsten kommt«, hieß es in der E-Mail, die sich auf ein angehängtes Foto des Teenagers bezog, der nur ein Handtuch um die Hüfte trug.

»Haha — so frech ist es auch nicht, weil du mich keins von dir machen ließest, das auch nur ein bißchen von deinem Po zeigt«, hieß es in der angeblich von Goddards E-Mail-Adresse gesendeter E-Mail.

Herman zeigte auch eine Kopie einer handschriftlichen Notiz von 2004, die Goddard dem Teenager angeblich mit einer Schachtel Hershey-Schokolade schickte. Unterzeichnet war es mit: »Liebe Grüße, Gary.«

»Er schickte diesem Jungen buchstäblich Süßigkeiten«, sagte Herman am Montag.

Goddards Anwalt kritisierte die Klage am Sonntag heftig, wobei er andeutete, der neue Kläger würde versuchen, auf den fahrenden Zug von Egans »unechten« und »falschen« Behauptungen aufzuspringen, um zu profitieren.

»Die Vorwürfe gegen Gary Goddard werden vehement bestritten und in jedem Prozeß dieser Angelegenheiten energisch verteidigt, und Herr Goddard ist gänzlich zuversichtlich, daß er in vollem Umfang rehabilitiert wird«, sagte Goddards Anwalt Alan Grodin in einer Erklärung.

Singer, dessen neuer Film »X-Men: Zukunft ist Vergangenheit« (Anm.: in den USA) am 23. Mai starten soll, brandmarkte Egans Klage zuvor als »Erpressung« (»shakedown«) und sagte, er würde sich in diesem Monat von jeglichen Aktivitäten am roten Teppich zurückziehen, um seine Stars zu schützen.

Inzwischen ist John Doe Nr. 117 bereit, als Zeuge auszusagen, wenn sein Fall vor Gericht geht, erklärte Herman THE NEWS am Montag.

Der Mann will, daß von einer Jury über eine finanzielle Entschädigung entschieden wird, sagte Herman.

Er sagte, der Mann hoffte anonym zu bleiben, zumindest am Anfang des Prozesses, um sich und seine Familienmitglieder vor einer möglichen Verleumdungskampagne zu schützen.

Herman sagte, daß er von weiteren möglichen Opfern sexuellen Mißbrauchsopfern kontaktiert worden ist, die mit Hollywood in Verbindung stehen und er plant, in der Zukunft mehr Klagen einzureichen, darunter eine, die einem anderen mutmaßlichen Sexring betrifft.

»Ich denke, das ist ein Wendepunkt für Hollywood«, erklärte er Reportern am Montag. »Die Art von Widerstand, die ich sehe, erinnert mich an die frühen Tage der Mißbrauchsskandale des Klerus in der katholischen Kirche mit den Vertuschungsdementis (blanket denials)«, sagte er. »Die Menschen wollten es nicht glauben. Sie waren nicht vorbereitet.«

Hier finden Sie den Originalartikel, Bryan Singer seen in old photos with latest sexual abuse accuser: lawyer.

Bryan Singer steht vor neuer Klage wegen sexuellem Übergriff gegen Teenager

2014/05/14

Tim Teeman über den Fall »John Doe 117« gegen Bryan Singer; im Hintergrund läuft die massenmediale Gegenanwaltsbeschallung.

Exclusive: Bryan Singer Faces New Teen Sex Assault Lawsuit

4. Mai 2014 — THE DAILY BEAST kann zeigen, daß Bryan Singer, der Regisseur von »X-Men« und anderen Hollywood-Blockbustern, von einer weiteren Rechtsklage getroffen wurde, die behauptet, daß er einen Minderjährigen sexuell mißbrauchte.

Bryan Singer wurde bereits von dem Anwalt für Michael Egan, 31, beschuldigt, Egan als Teenager in einer Reihe von Vorfällen in Hawaii und Kalifornien angeblich körperlich mißbraucht zu haben.

Die neue von Jeff Herman, Egans Anwalt, eingereichte Klage behauptet, daß Singer und der Broadway-Produzent Gary Goddard einen britischen Teenager sexuell mißbrauchten. Er wird in der Klage (Anm.: fiktiv) als »John Doe Nr. 117« aufgeführt, da er »weitere psychische Verletzungen« fürchtet, sollte sein Name enthüllt werden.

Die Anwälte für Goddard und Singer haben zuvor alle früheren Anschuldigungen gegen ihre Klienten energisch bestritten. Bryan Singer selbst behauptete, er sei das Opfer einer »kranken, verdrehten Erpressung (shakedown)«. Sein Anwalt sagte, die neuen Anschuldigungen seien »völlig falsch«.

Laut der Klage, die Herman offiziell am Montag um 14 Uhr im »Beverly Hilton Hotel« in Los Angeles verkünden will, kontaktierte Goddard den Teenager zum ersten Mal über soziale Medien, als er 14 war. Der Produzent erklärte dem jungen Mann angeblich, er sehe gut aus und daß er in London und Hollywood Personen kenne, die ihm helfen könnten, in seiner Schauspielkarriere Arbeit zu bekommen. Goddard fügte angeblich hinzu, eine dieser Personen sei Singer.

Als der Teenager 14 oder 15 war, teilte Goddard, wie die Klage behauptet, mit, daß er John Doe liebte. Er »überzeugte« den Knaben laut der Klage außerdem, ihm Nacktfotos von sich selbst zu senden, Videos von ihm, masturbierend, und nahm an einer Webcam-Session teil, in der beide nackt waren und Goddard masturbierte. Die Klage unterstellt, daß Goddard später, als der Knabe 15 oder 16 war, drängte, sich auszuziehen und daß sie sich nackt auf ein Bett legten und küßten. Bei einer anderen Gelegenheit drängte er dem Teenager laut der Gerichtsakte angeblich Alkohol auf und »verwickelte ihn in (engaged him in) Analverkehr«.

Als der Teenager 17 war, behauptet die Klage, daß Goddard dem Teenager erklärte, er und Singer würden für eine Superman-Filmpremiere nach London kommen. Die Klage behauptet, daß Singer dem Teenager auf der After-Party eine (Anm.: Droge namens) Quaalude anbot, die der Teenager zurückwies. Im Schlafzimmer der Hotelsuite, wo eine »After«-After-Party stattfand, kam es laut der Klage dazu, daß Singer und Goddard »anfingen, John Doe auf eine sexuelle Weise zu greifen«. Der Teenager forderte die Männer auf aufzuhören. Goddard kam angeblich mit einem »großen, muskelbepackten Mann« wieder, der laut der Klage anfing, den Teenager zu schlagen.

Die Klage behauptet, daß der Teenager, als Singer seine Boxershorts auszog, sagte: »Ich will das nicht tun.« Singer befahl dem Teenager laut der Klage, auf ihm zu sitzen und zu masturbieren, und wollte, daß der Teenager auf ihn ejakuliert. Singer versuchte den Teenager anal zu penetrieren. Laut der Klage kontaktierte Singer den Teenager am nächsten Morgen, um sich zu entschuldigen.

Die Klage behauptet, dem Teenager »wurde erst vor kurzem bewußt, daß er als Folge der sexuellen Handlungen der Beklagten psychische und emotionale Verletzungen, seelischen Schmerz und den Verlust der Lebensfreude erlitt. Solche Verletzungen sind schwer, anhaltend und dauerhaft.«

Die Klage behauptet, daß Singer gegen das Gesetz verstieß, indem er den Teenager sexuell mißbrauchte, daß er für »rechtswidrige Handlungen mit einem Minderjährigen« in ein fremdes Land reiste, daß er es eingerichtet hatte, sich »mit einem Minderjährigen zu treffen, um sich unzüchtig und lasziv zu verhalten«, und daß Singer auf die Weise, wie er den Teenager angeblich zwang, »Gendergewalt/geschlechtsspezifische Gewalt (gender violence)« gegen ihn ausübte.

Die Klage zitiert lieber die US-Altersgrenze von 18 Jahren, anstatt die britische Altersgrenze, die bis 1994 für schwule Männer 21 war, dann 18; und dann, im Jahr 2001, 16, gleich der heterosexuellen Altersgrenze, nach vielen Kampagnen von Schwulenrechtsaktivisten. Die Klage verdeutlicht nicht das Jahr oder die Jahre der angeblichen Straftaten. Eine Sprecherin für Herman lehnte am Sonntag ab, dies zu klären.

Die Klage behauptet, daß Goddard gegen das Gesetz verstieß, indem er mit einem Minderjährigen für rechtswidriges Verhalten in ein fremdes Land reiste und ihn ermutigte, sich an sexuellen Handlungen zu beteiligen, mit der Absicht sie »bildlich darzustellen«. Der Schaden, den Goddard angeblich verursachte, war »subtil, nicht wahrnehmbar und schädlich«. Die Klage macht außerdem geltend, daß Goddard einen Minderjährigen für Sex getroffen haben soll und in dem Hotelzimmer unter Anwendung von »Gendergewalt/geschlechtsspezifischer Gewalt« gegen den Teenager mit Singer zusammengespielt haben soll.

Marty Singer, der (Anm.: nicht verwandte) Anwalt für Bryan Singer, erklärte THE DAILY BEAST, die in der jüngsten Klage enthaltenen Behauptungen seien »völlig unwahr«.

Marty Singer sagte: »Nachdem die Substanz von Jeff Hermans früherer verleumderischer und fabrizierter Klageeinreichung in Hawaii auf der Grundlage von unangreifbaren Beweisen widerlegt wurde, hat Jeff Hermans Verzweiflung ihn dazu geführt, diese neuen anonymen Anschuldigungen gegen Brian Singer zu fabrizieren, die wir ebenfalls als völlig falsch beweisen werden.«

Der Anwalt fügte hinzu: »Es ist Zeit für die Medien und die Öffentlichkeit, ihre Aufmerksamkeit auf Jeff Hermans ruchlose Motive und Taktiken zu richten, die allein durch sein Bedürfnis angetrieben zu sein scheinen, einen unschuldigen Mann wie Bryan Singer zu erpressen (shake down). Wir beabsichtigen, für sein rücksichtsloses und unethisches Verhalten, Sanktionen gegen Jeff Herman zu erwirken.«

Alan Grodin, ein Rechtsanwalt für Goddard, erklärte THE DAILY BEAST in einer E-Mail: »Es ist eine Schande, daß die fadenscheinige Behauptung von Herman im Fall Egan zu dieser neuen Behauptung führte, die, wie wir feststellen, über 10 Jahre alt ist.« Grodin sagte, er und Goddard würden auf die neueste Klage voll reagieren, wenn sie sie angemessen eingeschätzt haben. »Im Moment werden wir sagen, daß die Vorwürfe abgelehnt werden und daß sich Gary energisch verteidigen wird.«

AKTUALISIERT, vom 6. Mai, eine umfassendere Aussage von Grodin: »Garry [sic] Goddard bestreitet vehement die äußerst schwerwiegenden, falschen und verleumderischen Anschuldigungen, die gegen ihn erhoben wurden. Und es ist eine traurige Anklage der Gesellschaft, daß, wenn in einer Klage falsche Behauptungen gemacht wurden, womöglich andere ähnliche Behauptungen folgen — vor allem, wenn eine Entschädigung beansprucht wird. Ungeachtet des Umfangs der uninformierten und schädlichen Kommentare zu der Angelegenheit in den Medien sind die Vorwürfe noch nicht geprüft worden, geschweige denn durch den Gerichtsprozeß. Wir werden diese unverschämten Vorwürfe mit nichts anderem als einer kräftigen Leugnung im Namen unserer Klienten würdigen, und durch die Bestätigung, daß sie in jedem Prozeß heftig verteidigt werden, wobei Herr Goddard gänzlich zuversichtlich ist, daß er in vollem Umfang rehabilitiert werden wird.«

Hier finden Sie den Originalartikel, Exclusive: Bryan Singer Faces New Teen Sex Assault Lawsuit.

»X-Men«-Regisseur Bryan Singer angeklagt, Minderjährigen mißbraucht zu haben

2014/05/13

L. A. Ross über den Fall Michael Egan gegen Bryan Singer.

‘X-Men’ Director Bryan Singer Accused of Sexually Assaulting Underage Boy

16. April 2014 — Laut Gerichtsakten, die THE WRAP erhielt, werden dem »X-Men«-Regisseur Bryan Singer in einer am Mittwoch eingereichten Klage Drogengebrauch (drugging), Vergewaltigung und die Ausnutzung seiner Macht vorgeworfen, um einen Teenager auszubeuten.

Laut der vor einem Bundesgericht in Hawaii eingereichten Klage war der Kläger Michael Egan, der in einer Pressemitteilung seiner Anwälte genannt wurde, 17 Jahre alt, als er von Singer unter anderem gewaltsam sodomisiert wurde, so die Vorwürfe.

Der Angeklagte, BRYAN JAY SINGER, gebrauchte (manipulated) seine Macht, seinen Reichtum und seine Position in der Unterhaltungsindustrie, um den minderjährigen Kläger durch den Gebrauch von Drogen, Alkohol, Drohungen und Anreizen sexuell zu mißbrauchen und auszubeuten, was bei dem Kläger katastrophale psychische und emotionale Verletzungen verursachte. Der Beklagte Singer tat dies im Rahmen einer Gruppe von erwachsenen Männern, die in ähnlicher Weise in der Unterhaltungsindustrie positioniert sind und Jungen in einem Sexring (sordid sex ring) hielten und ausbeuteten. Ein Hollywood-Mogul darf seine Position nicht dazu nutzen, um minderjährige Schauspieler sexuell auszubeuten.

Ein Anwalt für Singer sagte, die Klage wäre »völlig unbegründet«.

»Wir sind sehr zuversichtlich, daß Bryan in dieser absurden und diffamierenden Klage rehabilitiert wird«, sagte Martin Singer. (Anm.: Martin Singer ist nicht mit Bryan Singer verwandt.) »Es ist offensichtlich, daß diese Klage eingereicht wurde, um Publicity zu bekommen, wenn in ein paar Wochen Bryans neuer Film starten soll.«

Die Klage behauptet, daß Singer Egan mit Drogen und Alkohol versorgte und ihn im Jahr 1999 zu mehr als einer Gelegenheit für Sex nach Hawaii flog, wo Singer ihn »anal vergewaltigte«, und sie behauptet, daß Egan nicht der einzige minderjährige Junge war, der mißbraucht wurde.

Der Kläger hat ein Gerichtsverfahren ersucht und macht für die Anschuldigungen der vorsätzlichen Zufügung von emotionalem Streß, der Körperverletzung und der Verletzung der Privatsphäre durch unzumutbare Eingriffe Schadensersatzansprüche in unbestimmter Höhe geltend.

Die Klage wurde einen Monat vor dem Start von Singers nächstem Film, »X-Men: Zukunft ist Vergangenheit«, eingereicht. Fox, die Filmproduktionsfirma, die den Film veröffentlicht, teilte THE WRAP in einer Erklärung mit: »Dies sind schwere Vorwürfe und sie werden im entsprechenden Forum gelöst werden. Dies ist eine persönliche Angelegenheit, die Bryan Singer und seine Vertreter getrennt angehen werden.«

Die Klage behauptet, daß der Mißbrauch angeblich im Jahr 1998 begann, kurz nachdem Egan zu Partys in einem Haus im kalifornischen Encino gelockt wurde, ein High-School-Freund lebte. Die Klage behauptet, daß das als »M & C Estate« bekannte Haus oft der Ort von »berüchtigten Partys« war, wo erwachsene Männer angeblich männlichen Kindern nachstellten (preyed on young boys).

Laut der Klage war Egan ein Model und angehender Schauspieler. Die Dokumente behaupten, daß Singer Egan auf einer solchen Party erklärte, daß »die Erwachsenen, die im ›M & C Estate‹ wohnten oder es aufsuchten, Hollywood kontrollierten und entscheiden können, ob die Berufswünsche und Hoffnungen des Klägers realisiert werden würden« und daß er auch dabei war, als Egan gewarnt wurde, diese Männer »bei Laune« zu halten (to keep those men »happy«) oder er und seine Familie seien in Gefahr.

Die Männer erklärten Egan angeblich, sie seien sicher, daß er ihrem »Schwulenradar« (»Gaydar«) zufolge schwul wäre, obwohl Egan sagte, er sei hetero (straight), und sie drängten ihm gegen seinen Willen und oft ohne sein Wissen Drogen und Alkohol auf.

»Der Kläger wurde oft gezwungen, alkoholische Getränke und Drogen zu konsumieren, und ihm wurden auch heimlich Drogen verabreicht, wenn sie in Getränke getan wurden, die er konsumierte«, so die Klage.

Einer der Männer, der angeblich im »M & C Estate« lebte, der frühere »Digital Entertainment Network«-Vorsitzende Marc Collins-Rector, ist angeklagt, den sexuellen Mißbrauch von Egan eingeleitet zu haben, sowie für Singer arrangiert zu haben, Egan zu vergewaltigen.

Etwa 2 bis 3 Monate nachdem Collins-Rector begann, den Kläger sexuell zu mißbrauchen, pflegte der Beklagte Singer mit Collins-Rector Geselligkeit beim Schwimmbecken des Anwesens und der Kläger war im Becken. In Übereinstimmung mit den von Collins-Rector auferlegten »Vorschriften«, daß den Personen im Schwimmbeckenbereich nicht erlaubt war, Kleidung zu tragen, war der Kläger wie auch der Beklagte Singer nackt.

Collins-Rector forderte den Kläger auf, das Becken zu verlassen und der Beklagte Singer umarmte den Kläger und packte seinen nackten Hintern. Sie gingen dann zu dem Sprudelbad, wo Collins-Rector den Kläger auf seinem Schoß sitzen ließ und die Genitalien des Klägers streichelte. Collins-Rector reichte den Kläger dann an den Beklagten Singer und der Kläger wurde ersucht (was made), auf dem Schoß des Beklagten Singer zu sitzen.

Der Beklagte Singer versorgte den Kläger mit einem alkoholischen Getränk und erwähnte, für ihn in einem kommenden Film, in dem er Regie führen würde, eine Rolle zu finden. Der Beklagte Singer erklärte dem Kläger, wie »diese Gruppe« Hollywood kontrolliert und daß er sexy sei. Der Beklagte Singer masturbierte den Kläger und praktizierte dann an ihm Oralsex. Der Beklagte Singer ersuchte (solicited) den Kläger, an ihm Oralsex zu praktizieren, wogegen sich der Kläger widersetzte.

Der Beklagte Singer mißachtete den Widerwillen des Klägers eklatant und zwang den Kopf des Klägers unter Wasser, damit der Kläger an ihm Oralsex praktiziert. Als der Kläger seinen Kopf aus dem Wasser zog, um zu atmen, forderte der Beklagte Singer, daß er fortfahre, was der Kläger ablehnte. Der Beklagte Singer zwang den Kläger dann, fortzufahren, an ihm außerhalb des Pools Oralsex zu praktizieren und sodomisierte den Kläger anschließend gewaltsam.

Collins-Rector, ein verurteilter Sexualstraftäter, der sich im Jahr 2004 schuldig bekannte, fünf minderjährige Personen über die Staatsgrenzen gelockt zu haben, um Sex mit ihnen zu haben, wurde außerdem vorgeworfen, Egan eine Waffe vorgehalten und zu feuern gedroht zu haben, sollte er sich dem sexuellen Kontakt weiterhin widersetzen.

Diese Drohung überzeugte Egan angeblich davon, Singers mutmaßlichem Aufforderungen nach Sex weiterhin nachzukommen, als er nach Hawaii geflogen wurde. Singer versprach Egan angeblich auch Schauspielrollen,sollte er nachkommen.

Der Beklagte Singer versprach dem Kläger Schauspielrollen in einem »X-Men«-Film, in der Werbung und in anderen seiner Projekte und erklärte, daß er es für den Kläger arrangieren würde, für Rollen und Projekte in anderer Produktionen vorzusprechen. Wagte es der Kläger, sich den Forderungen des Beklagten Singer zu widersetzen, drohte er häufig, Collins-Rector die Weigerung des Klägers zu melden, was dem Kläger Angst machte — aufgrund von Collins-Rectors Vergangenheit, ihm und seiner Familie Schaden angedroht zu haben, zuvor seine Waffe gezeigt zu haben, den Kläger zuvor in einen Waffenschrank gesperrt zu haben, und des Vorhandenseins von Schußwaffen auf dem Paul-Mitchell-Anwesen (Paul Mitchell estate).

Während der ersten Hawaii-Reise legte Singer dem Kläger angeblich »eine Handvoll Kokain vor (against) die Nase und zwang ihn, es zu inhalieren« und »versorgte den Kläger mit einem Getränk, das er trank, was signifikant sein Bewußtsein und seine motorischen Fähigkeiten beeinträchtigte«, bevor er ihn zweimal anal vergewaltigte.

Während der ersten der oben genannten Reisen nach Hawaii wurde der Kläger in Kenntnis gesetzt, daß er die ersten zwei Nächte in einem Raum mit dem Beklagte Singer verbringen würde. In der ersten Nacht machte der Kläger einen langen Spaziergang. Als er zum Paul-Mitchell-Anwesen zurückkehrte, stieß er auf den Beklagten Sänger, der im Schwimmbeckenbbereich war. Der Beklagte Singer konfrontierte den Kläger verbal und lautstark, nicht früher für ihn verfügbar gewesen zu sein und verlangte, sich auszuziehen.

Der Beklagte Singer schüchterte den Kläger ein, indem er ihn in das Becken drückte und den Kläger für seine Haltung zurechtwies und ihn daran erinnerte, daß er da sei, um die Menschen bei Laune zu halten (keep people happy). Der Beklagte Singer legte eine Handvoll Kokain vor (against) die Nase des Klägers und zwang ihn, es zu inhalieren. Der Beklagte Singer versorgte den Kläger dann mit einem Getränk, das er trank, was sein Bewußtsein und seine motorischen Fähigkeiten deutlich beeinträchtigte.

Der Beklagte Singer betrat dann das Becken, wo er den Kläger uneinvernehmlich masturbierte und an ihm Oralsex praktizierte. Der Beklagte Singer veranlaßte den Kläger, seinen erigierten Penis am Gesäß des Beklagten Singer zu reiben. Er zwang den Kopf des Klägers unter Wasser und kopulierte den Kläger oral (and made Plaintiff orally copulate him). Er veranlaßte den Kläger, aus dem Becken zu kommen und sich mit dem Gesicht nach unten auf einen Liegestuhl zu legen. Um den sexuellen Mißbrauch fortzusetzen, spuckte der Beklagte Singer auf das Gesäß des Klägers, versohlte ihn und brachte gewaltsam (and forced) eine Handvoll Kokain auf das Gesicht des Klägers.

Dann vergewaltigte er den Kläger anal. Er veranlaßte, daß sie anschließend zum Brausebad gehen, wo er den Kläger mit einem weiteren Getränk versorgte. Der Beklagte Singer versuchte, seinen Penis in den Mund Klägers zu führen, wogegen sich der Kläger widersetzte, doch er war schließlich in der Lage, seinen Penis in den Mund Klägers zu zwingen. Der Beklagte Singer beförderte den Kläger dann in ihr Zimmer, wo er den Kläger wieder anal vergewaltigte.

Staatsanwalt Jeff Herman sagte, er plane, gegen Singer und andere an den angeblichen Partys beteiligten Personen, weitere Klagen einzureichen.

»Hollywood hat ein Problem mit der sexuellen Ausbeutung von Kindern«, sagte Herman. »Dies ist der erste von vielen Fällen, die ich einreichen werde, um diesen Opfern eine Stimme zu geben und das Problem aufzudecken.«

Herman vertrat zuvor die fünf Kläger, die den »Elmo«-Puppenspieler Kevin Clash der »Sesamstraße« beschuldigten, sie sexuell mißbraucht zu haben. Drei der Klagen wurden aufgrund von Verjährung fallengelassen, doch die Kläger gelobten, Berufung einzulegen. Ein weiterer Kläger ließ seine Beschwerde fallen, und die Klage eines fünften Klägers ist gerade aktiv.

Kevin Clash zog sich im November 2012 aus der Sesamstraße zurück, nachdem der zweite Ankläger eine Klage gegen ihn einreichte.

Pamela Chelin, Jethro Nededog und Sharon Waxman trugen zu diesem Bericht bei.

Hier finden Sie den Originalartikel, ‘X-Men’ Director Bryan Singer Accused of Sexually Assaulting Underage Boy.

Sex-Men: Die A-Schwulen von Los Angeles auf der After-Party von Roland Emmerich und Bryan Singer

2014/05/12

Die anonymen Journalisten von QUEERTY über Bacchusfeierlichkeitenn à la Hollywood.

Los Angeles’ A-Gays Gather at Roland Emmerich + Bryan Singer’s Post-Pride Party

15. Juni 2009 — Wenn es in Los Angeles etwas Schwules gibt, gibt es auf dem Anwesen von »2012«-Regisseur Roland Emmerich immer eine After-Party. Mit dem »Operation Walküre«-Regisseur/Produzent Bryan Singer (links im Bild) an seiner Seite, versammeln sich die A-Schwulen (A-gays), um ihre Aufwartung zu machen — bevor sie sich bis auf ihre »Speedos« ausziehen und in den Pool tauchen.

Mit der gestrigen Schwulenstolzparade (gay pride parade) in West Hollywood machte es nur Sinn, daß Emmerich für die Schwulen von LA wieder seine Tore öffnete. Ein Teilnehmer sendet Fotobeweise des Aufruhrs, der mit einem Auftritt von Candis Cayne (Anm.: geboren als Brendan McDaniel) unter einem Hai-Motto komplett war (am Ende wurde sie »angegriffen« und endete im Pool voller »Blut«) — obwohl die Fotos in unserem Posteingang mehr »Stehversuch« als Auftritt zeigen.

Leider können wir nicht bestätigen, ob der unfreiwillige Erwachsenenfilmstar Dustin Lance Black das Soiree des gestrigen Abends besuchte, wofür er bekannt ist.

Und Entschuldigung, wir haben weder Bilder von der After-After-Party (die in der Regel eine FKK-Politik hat), noch von dem, was passierte, als Roland und Bryan (zu sehen auf Seite 3) ein paar ausgewählte junge Männer für private Rollenbesetzungen in das Haus nahmen.

Hier finden Sie den Originalartikel, Los Angeles’ A-Gays Gather at Roland Emmerich + Bryan Singer’s Post-Pride Party.

Vier Kommentare:

Mike:

Ein Bryan-Singer-Event und es gibt keine 15jährigen Burschen? Irgendetwas stimmt hier nicht. Diese Party ist auf jeden Fall weiß.

Kyle:

Ich denke, das »A« in »A«-Schwulen steht nicht für attraktiv. Von dem, was ich auf dem Foto sehe, ist es kein besonders gutaussehendes Publikum.

prissysissy:

Was für eine Konzentration von Escorts, Pornodarstellern und durchgängig Schlampen an einem Ort.

Cam:

Wow, A-Schwuler hat sich geändert. Früher bedeutete es gutaussehend.

Die X-Men-Filme: „mutiert“ als Codewort für „schwul“

2012/01/09

Michael Brown über Sex-Men.

Termini technici
gay: schwul
openly gay: offen schwul
gay and lesbian community: schwul-lesbische Gemeinde
homosexual identity: homosexuelle Identität

(Anmerkungen in Klammern.)

Die X-Men-Filme, nach den gleichnamigen Comics, sind bekannt für ihre ungewöhnliche Besetzung mit begabten Mutanten und für ihre außergewöhnlichen Spezialeffekte. Was nicht so bekannt ist, ist die Tatsache, daß die X-Men-Filme, zusammen mit den Comics, viele Parallelen zwischen den Mutanten und der schwul-lesbischen Gemeinde ziehen. Es ist ein offenes Geheimnis, daß der jüngste Film dieser Reihe, „X-Men: Erste Entscheidung“ („X-Men: First Class“), der als Prequel für die anderen Filme dient, diese Parallelen besonders offen präsentiert.

Zach Stenz, einer der Drehbuchautoren von „X-Men: Erste Entscheidung“, erklärte im Juni (2011) auf Facebook: „Ich half, den Film zu schreiben, und kann Ihnen sagen, daß das Zeug mit der Allegorie der Rechte der Schwulen/der jüdischen Post-Holocaust-Identität/der Bürgerrechte dort absichtlich angelegt wurde. Joss Wheldon entwarf die Geschichte um das ‘Mutanten-Heilmittel‘ in den Comics speziell als Schwulen-Allegorie, und Bryan Singer brachte seine eigenen Gefühle des schwulen Außenseiters mit in die Filmreihe ein. Die ganze Szene des ‘Hast du je versucht, kein Mutant zu sein?‘ über das öffentliche Bekenntnis zur Homosexualität in X-Men 2 [aus dem Jahr 2003] ist sogar besonders subtil, und zugleich effektiv.“

Wer genau ist Bryan Singer? Er ist der offen schwule Produzent, Regisseur und Autor von X-Men, X-Men 2 und X-Men First Class. Auf der Internetseite Fridae — Motto: „Empowering Gay Asia“ (in deutschem Marketingsprech also etwa „Emanzipation für ein schwules Asien“) — schrieb ein Rezensent, daß Singer in einem Interview auf BBC (2003) erklärte, „daß ‘mutiert‘ ein Vertreter für ‘schwul‘ wäre“. Das sind die Worte von Singer, nicht meine eigenen.

(Die entsprechende Passage aus dem Interview im englischen O-Ton, festgehalten für den Atombunker:

It seems that „X-Men“ and „X-Men 2“ represent your identities as a Jew living in America and as a gay man respectively, because in this one there is a homosexuality/homophobia subtext…

Well, yeah. That is also a very relevant analogy because where certain races, even a Jewish boy or a Jewish girl, will be born into a Jewish family, or a Jewish community sometimes, or an African American or whatever minority in any given area, a gay kid doesn‘t discover he or she is gay until around puberty. And their parents aren‘t gay necessarily, and their classmates aren‘t, and they feel truly alone in the world and have to find, sometimes never find, a way to live.)

Der Rezensent mit dem Namen Helmi erklärte: „X-Men soll die Superhelden-Serie sein, die heimlich schwule Themen massiv unter die Masse bringt. Da der Comic in den 60er Jahren erschien, sahen Kritiker aus der Pop-Kultur Parallelen zwischen dem Kampf der Mutanten, eine größere Akzeptanz für die genetische Andersartigkeit zu entwickeln, und dem Kampf der schwulen Gemeinde um Akzeptanz und Anerkennung.“

Singer besetzte einige wichtige Rollen mit berühmten schwulen Schauspielern, am bekanntesten ist Sir Ian McKellen, der bei den Filmfestspielen in Cannes kurz vor der Veröffentlichung von X-Men 3 sagte: „Als Schwuler, denken einige Leute, daß es geheilt und wieder normal genacht werden sollte, und ich halte es für so anstößig, wie wenn jemand sagt, daß sie ein Heilmittel für ihre Hautfarbe haben. Diese Geschichte lag mir sehr am Herzen; sie hat eine Botschaft für junge Menschen, die vielleicht aus dem einen oder anderen Grund mit der Gesellschaft unzufrieden sind, weil die Gesellschaft auf ihre Unterschiede zeigt und sagt, daß sie gegenüber dem Rest von uns schlechter sind.“

2006 schrieb der ehemals schwule Autor Chad Thompson über „X-Men – Der letzte Widerstand“ („X-Men: The Last Stand“) auf RelevantMagazine.com: „Ich sah den Film und entdeckte, daß fast jede Szene darin genau dem Kampf entspricht, in der Gesellschaft schwule und lesbische Menschen einzubinden.“

Er hat wohl nicht übertrieben, als er „fast jede Szene“ sagte. Ein anderer Zuschauer, der sich X-Men 3 (Der letzte Widerstand) ansah, schrieb mir: „Ich sah den Film und die Verbindungen und Ähnlichkeiten waren verblüffend. Das Skript hätte perfekt funktioniert, wenn man die X-Men zu Schwulen gemacht hätte.“

Thompson erklärt: „In einer Welt, wo einige ‘normal‘ geboren sind und andere mit genetischen Mutationen, die ihnen Superkräfte geben, entscheiden diejenigen ohne Mutationen, ein Serum zu schaffen, das die Mutanten normalisieren kann. Die meisten Mutanten argumentieren, daß sie kein Heilmittel brauchen, sie behaupten, daß ihre Mutationen ihrer Identität angeboren sind, doch einige, die mit ihren Mutationen nicht glücklich sind, ergreifen die Gelegenheit zur Veränderung.“

In „X-Men: Erste Entscheidung“ entwickelt Dr. Henry „Hank“ McCoy ein Serum, das seine Mutation, die an seinen affenartigen Füßen erkennbar ist, verbergen wird, ohne seine Fähigkeiten zu entfernen, nur um festzustellen, daß das Serum seine Mutation in Wirklichkeit beschleunigt und ihn in das affenartige „Beast“ mit übermenschlichen Kräften verwandelt. Eine Therapie, die entwickelt wurde, um einen Homosexuellen in einen Heterosexuellen zu verwandeln, wird mit anderen Worten nicht funktionieren. Die homosexuelle Identität wird stattdessen verstärkt.

In Anbetracht der gesamten Thematik von „X-Men – Der letzte Widerstand“ ist diese Botschaft durchaus beabsichtigt.

Im vielleicht offensichtlichsten Beispiel, in dem „mutiert ein Vertreter für schwul“ ist, wird Hank McCoy — als seine Mutation (in „X-Men: Erste Entscheidung“) erstmals aufgedeckt wird — von seinen Kollegen die Frage gestellt, warum er seine wahre Identität nicht vorher verraten hat. Er antwortet: „Sie haben nicht gefragt, also schweig ich.“ („You didn‘t ask, I didn‘t tell.“) Schwule im Militär hätten es unter der (vom 21. Dezember 1993 bis zum 20. September 2011 geltenden) Vorschrift „Nicht fragen, schweigen“ („Don‘t Ask Don‘t Tell“) nicht besser sagen können.

Alyssa Rosenberg bezeichnet „X-Men: Erste Entscheidung“ auf ThinkProgress.org als „eine großartige Metapher für Schwulenrechte“ und bemerkt zu X-Men 2: „Icemans Besuch bei seinen Eltern nahm die Form eines öffentlichen Bekenntnisses zur Homosexualität an, komplett mit Verwirrung und Ablehnung durch ein Geschwisterchen. In ‘Erste Entscheidung‘ sind die Vergleiche noch deutlicher.“

Deutlich ist kaum eine Übertreibung, da sie am Ende des Films verkünden: „Mutant und stolz.“ Subtilität wird nicht länger benötigt.

Doch das sollte kaum überraschen. Schließlich sagte Elizabeth Taylor einst: „Wenn es Schwule nicht gäbe, Liebling, würde es kein Hollywood geben.“

Hier finden Sie den Originalartikel, „Mutant“ as a Codeword for „Gay“ in the X-Men Movies.