Archive for the ‘Beamte und öffentlicher Dienst’ Category

Korruptionsvorwürfe: Montreals erster jüdischer Bürgermeister verhaftet

2013/06/18

FAILED MESSIAH über die Fallstricke des Profits.

Montreals erster jüdischer Bürgermeister Michael Applebaum und der jüdische städtische Mitarbeiter und ehemalige Stadtrat Saulie Zajdel sind vom Anti-Korruptions-Dezernat der Provinz festgenommen worden. Applebaum drohen 14 Anklagen im Zusammenhang mit zwei Immobilienprojekten zwischen 2006 und 2011.

Montreal's First Jewish Mayor Busted For Alleged Corruption
Montreals Bürgermeister Michael Applebaum und der Lubawitscher Rabbi David Cohen

CTV NEWS berichtet:

Montreals Bürgermeister Michael Applebaum ist vom Anti-Korruptions-Dezernat der Provinz festgenommen worden und ihm drohen 14 Anklagen im Zusammenhang mit zwei Immobilienprojekten zwischen 2006 und 2011.

Die Anklagepunkte beinhalten Betrug, Vertrauensbruch, Verschwörung, Absprachen und Korruption in kommunalen Angelegenheiten, sagten Ermittler der „Permanenten Antikorruptionseinheit“ („Unité permanente anticorruption“, UPAC) am Montagmorgen auf einer Pressekonferenz.

„Es gab Bestechungsgelder, die eine Entscheidung, Zulassungen oder die Konzessionsvergabe (permit distribution) beeinflußten“, sagte der französichsprechende UPAC-Kommissar Robert Lafreniere.

Die Polizei sagt, die untersuchten Transaktionen waren „mehrere Hunderttausende von Dollar“ wert.

Applebaum wurde am Montag um etwa 6 Uhr in seinem Haus im Verwaltungsbezirk Notre-Dame-de-Grace festgenommen.

Außerdem wurden zwei weitere Personen verhaftet:

  • Saulie Zajdel, der in einem Ministeramt für den Bundeshaushalt der Tories am ethnischen Bürgerkontakt (ethnic outreach) arbeitete. Er wurde wegen Vertrauensbruch, Betrug und Korruption angeklagt.
  • Jean Yves Bisson, ein ehemaliger Konzessionsdirektor (director of permits), der in Applebaums West-End-Gemeinde arbeitete.

„Die Botschaft ist klar: alle Handlungen, die die Integrität des Staates gefährden, sind inakzeptabel“, sagte Lafreniere, der mit UPAC-Dezernatsleiter Andre Boulanger erschien.

Die Beamten sagten, 20 Polizisten haben an der Untersuchung teilgenommen und es ist möglich, daß in den kommenden Tagen mehr Menschen verhaftet werden.

Vor sieben Monaten, nachdem im Wahlkampf versprochen wurde, das Rathaus zu säubern, wurde Applebaum zum Interimsbürgermeister von Montreal gewählt.

Applebaum, der Montreals erster englischsprachiger Bürgermeister seit 100 Jahren ist, hat bereits gesagt, daß er in der nächsten Kommunalwahl im November nicht kandidieren wird.

Montreals Rathaus wurde im vergangenen Februar bei einer Razzia von UPAC-Ermittler durchsucht, die auch städtische Ämter in verschiedenen Bezirken der Stadt im Visier hatten — darunter auch jenes, das Applebaum seit vielen Jahren als Stadtrat vertrat.

Jetzt fordern viele von Applebaums ehemaligen Verbündeten seinen sofortigen Rücktritt.

Der ehemalige langjährige Bürgermeister des in der Nähe gelegenen Laval, Gilles Vaillancourt, wurde letzten Monat bei einer Durchsuchung verhaftet und des Betrugs und Gangstertums (gangsterism) angeklagt.

1802
Brief des Lubawitscher Rabbiners Menachem Mendel Schneerson an Saulie Zajdel, in dem er ihn segnet, als Stadtrat zu kandidieren

1803
Saulie Zajdel

Hier finden Sie den Originalartikel, Montreal’s First Jewish Mayor Busted For Alleged Corruption.

Sexpädagogik bekommt die Note schwierig

2013/05/23

Nick Martin über lesbisch-bisexuell-schwul-transgenderell-transexuell-tuntige Inklusivität in Chemie, Biologie, Geographie, Informatik, Mathematik, Physik, Religion, Sport, Deutsch, etc.

Sex-ed proposal graded difficult

Der Vorschlag von Lehrern aus Manitoba, das Thema sexuelle Orientierung in die gesamten Lehrpläne aufzunehmen, würde für Kanada wahrscheinlich eine Premiere sein, vielleicht auch für die USA.

„Ich kenne sicherlich keine“ solch breiten Maßnahmen in irgendeiner anderen Jurisdiktion, sagte Carolyn Duhamel, verantwortliche Direktorin des Schulbehördenverbandes Manitoba (Manitoba School Boards Association).

„Ich nehme an, die meisten Schulbehörden wissen es nicht. Offensichtlich ist es etwas, über das wir ein wenig nachdenken sollten“, sagte Duhamel.

Die Direktorin der Lehrergesellschaft Manitoba (Manitoba Teachers‘ Society) will, daß ihre 15.000 Mitglieder eine Resolution unterstützen, die von der Provinz fordert, „sicherzustellen, daß sich gleichgeschlechtliche Familien und lesbisch-bisexuell-schwul-transgenderell-transexuell-tuntige Menschen und Themen (LBGTTQ people and themes) in allen Lehrplänen widerspiegeln“.

Die Lehrergesellschaft Manitoba hält ihre jährliche Hauptversammlung vom 23. bis 25. Mai 2013.

„Jede Lehrplanänderung ist in der Regel ein langer Prozeß“, der Jahre dauern kann, um Material zu entwickeln und es in jedem Jahr von einem Thema, geschweige denn, allen Themen, aufzunehmen, sagte Duhamel. „Das ist ein ziemlich langwieriger und komplexer Prozeß.“

Allerdings, sagte sie, kann es sein, daß Lehrer, wenn es von der Lehrergesellschaft Manitoba und der Provinz gebilligt wird, eine gewisse Flexibilität bei der Gestaltung von Unterrichtsplänen haben könnten, die an Themen arbeiten, die die Lehrergesellschaft Manitoba will, was ein kürzerer Prozeß wäre. „Wenn man über die Integration von Lernthemen spricht, haben sie einen gewissen Spielraum, was sie wählen, um zu diesen Lernergebnissen zu kommen“, sagte sie. (Anm.: Warum legalisiert man nicht einfach zeitlich fristfreie Sexehen zwischen Lehrern und Schülern?)

Die Lehrpläne der Provinzen müssen von allen Schulen Manitobas, öffentlich und privat, befolgt werden. Der Verband unabhängiger Schulen von Manitoba (Manitoba Federation of Independent Schools) hat auf eine Anfrage für ein Interview nicht reagiert. Der oppositionelle Bildungskritiker Kelvin Goertzen aus Steinbach war am Freitag nicht verfügbar.

Die Meldung von WINNIPEG FREE PRESS, die am Donnerstag über die bevorstehende Abstimmung der Lehrer berichtete, löste einen Sturm aus — bis Donnerstagabend erschienen auf der Internetseite von WINNIPEG FREE PRESS 565 Kommentare.

Die meisten Kommentare, fast alle sind anonym, griffen den Vorschlag an.

Hier ist eine Auswahl:

kefri: „Mathe wird nun ein fünfminütiger Diavortrag zwischen einem Vortrag über die globale Erwärmung / Umweltschutz für Anfänger und Anti-Mobbing-Reformkursen für soziale Gerechtigkeit sein. Denn in dem Utopia der Neuen Demokratischen Partei (New Democratic Party), auf das wir uns zubewegen, sind berufliche Fähigkeiten wirklich nicht so wichtig. Wer muß schon lesen, solange wir uns alle ordentlich schuldig fühlen, weiß, hetero und Kanadier zu sein!“

TruthThatHurts: „Ich wünschte wirklich, die Lehrergesellschaft Manitoba würde die Bildung erst beim Lesen, Schreiben und Rechnen in Ordnung bringen. Dann, sobald das geschehen ist, können sie weitere Kurse über die Gesellschaft hinzufügen.“

Nicholas James: „Das sind fantastische Neuigkeiten. Ein inklusiveres Bild der Gesellschaft ist ein großer Schritt. Dies ist keine Agenda oder ein Trick, um ‚Kinder schwul zu machen‘. Dies ist ein akkurates Bild der Gesellschaft. Weiter so!“

intangible: „Ich bin ziemlich sicher, daß dies nicht bedeutet, irgendetwas über Sex zu unterrichten. (Anm.: Vielleicht sollten JournalistInnen hier eine Lanze brechen und den Mut aufbringen, gesellschaftskritisch über ihr metrogeschlechtliches Sexualleben zu berichten.) Es wird eher die Idee inkludiert, daß Eltern/Paare nicht immer männlich+weiblich sind, wenn in der in der Klasse auf Familien verwiesen wird. Ob es Ihnen gefällt oder nicht, es ist schon längst Realität. Diese Realität zu ignorieren, gibt Kindern, die gleichgeschlechtlichen Eltern haben, ein schlechtes Gefühl, wenn sie immer wieder hören, daß ‚echte‘ Familien anders sind als ihre Familien.“ (Anm.: Ich kann mich nicht erinnern, in der Schule jemals gehört zu haben, was eine echte Familie ist.)

Basslicker: „Ich bin jeden Tag mehr froh, daß meine Frau und ich keine Kinder haben. Ich würde verrückt werden. Was für eine Verschwendung von Zeit und Geld. Mit all den Problemen im Bildungssystem und in der Justiz und in allem anderen, sind die Menschen besorgt, daß ein mathematisches Problem keine Schwulen enthält?“

Easter of Eden: „Und trotz all dieser Fortschritte bringen die Schulen Absolventen hervor, die nicht buchstabieren können, ohne Hilfe keine Grundrechenarten können, keinen ordentlichen Absatz zusammenbekommen, fast nichts über Geographie und Geschichte wissen — aber wir machen Fortschritte.“

Hier finden Sie den Originalartikel, Sex-ed proposal graded difficult.

Sozialkundelehrer suchte Schüler für Auftragsmord

2013/04/26

Alyssa Newcomb über Lehrer-Schüler-Sozialbindungen auf der Subebene.

Accused Murder For Hire Teacher Considered Hiring Student

Laut einem vor Gericht abgespielten Telefongespräch erwog ein Lehrer einer Oberschule aus Florida, dem ein Morplan gegen einen ehemaligen Kollegen vorgeworfen wird, einen ehemaligen Schüler mit dem Mord zu beauftragen.

James Pepe, 55, ein Sozialkundelehrer an der „Bloomingdale High School“ in Hillsborough County, der von seinen Schülern wünschte, „Doktor Professor Pepe“ genannt zu werden, wurde am Donnerstag in der Schule verhaftet.

Ihm wird vorgeworfen, versucht zu haben, Robert Meredith, einen ehemaliger Kollegen, ermorden zu lassen. Die beiden Männer hatten offenbar beide an der „Strawberry Crest High School“ gearbeitet.

Am Samstag spielten die Staatsanwälte vor Gericht ein Telefongespräch zwischen Pepe und einem Freund ab, der später die Polizei informierte.

„Was hast du mit Bob Meredith vor?“, fragte der Freund.

„Ich will, daß er getötet wird“, antwortete der Mann, bei dem es sich laut den Staatsanwälten um Pepe handelt.

Laut Polizei wollte Pepe, daß Meredith getötet wird, weil er glaubte, der Lehrer würde Gerüchte verbreiten, daß er ein Kinderschänder wäre.

Meredith sagte, er wisse von Pepe, hätte mit ihm aber nicht verkehrt.

„Wenn Sie in der Schule sind, haben Sie nur wenig Zeit, mit Ihren Kollegen zu sprechen. Und schon gar nicht, auszugehen“, sagte Meredith dem ABC-Sender WFTS-TV. „Das kam wie ein Schock.“

Meredith, der immer noch ein Lehrer ist, sagte, er hatte mit Pepe nie irgendwelche harten Worte oder eine Konfrontation.

„Ich glaube nicht, daß ich dafür in irgendeiner Weise schuldig bin“, sagte er. „Wenn es ein Problem gibt, ist es 100 Prozent auf der anderen Seite.“

In einem Anruf vom 13. September sagte Pepe einem verdeckten Ermittler, daß er bereit war, für „ein Problem, um das er sich kümmern könnte“, 2.000 Dollar zu zahlen.

Die Behörden begannen im August, gegen Pepe zu ermitteln, nachdem der Mann, den er kontaktierte, um Meredith zu töten, befürchtete, daß er es ernst meinte und die Behörden informierte.

„Aus einer Fixierung wurde eine wirkliche Wut“, sagte ein Sprecher der Polizei von Plant City gegenüber ABC.

Die Polizei informierte das FBI, das laut den Behörden dann einige Telefonate zwischen Pepe und einem verdeckten Ermittler aufnahm.

In der Aufnahme, in der Pepe dem verdeckten Ermittler vor zwei Wochen angeblich sagte, er wäre bereit, ihm 2.000 Dollar zu zahlen, scheute sich Pepe, den Ermittler persönlich zu treffen.

Pepe wird wegen Aufforderung zum Mord im Gefängnis von Hillsborough County festgehalten. Ihm wurde nicht angeboten, gegen Kaution freizukommen.

Suzan Clarke von ABC trug zu diesem Bericht bei.

Hier finden Sie den Originalartikel, James Pepe: Accused Murder For Hire Teacher Considered Hiring Student.

Polizist wegen Kinderpornographie festgenommen

2013/01/26

Mila Mimica über einen Pädo-Staatsdiener aus Gloucester, Virginia.

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24. Januar 2013 — Ein Zivilpolizist der Norfolk Marinewerft wurde am Donnerstag wegen Kinderpornographie und Sendens unangemessener Nachrichten an eine Teenagerin verhaftet.

Laut Sheriff D. W. Warren vom Büro des Sheriffs der Grafschaft Gloucester kontaktierten ein 17jähriges Opfer und ihre Mutter am 14. Januar wegen einer SMS-Nachricht, die das Mädchen von einem Mann erhielt, den sie im letzten Jahr im Internet kennengelernt hatte, die Behörden.

Warren sagte, daß dieser Mann, der 39jährige John Andrew Steele, der Teenagerin SMS-Nachrichten schickte, seit sie sich im Dezember im Internet kennenlernten. Die Teenagerin und ihre Mutter behaupten, daß Steele die Teenagerin in einer Textnachricht aufforderte, ihm Nacktbilder von ihr selbst zu schicken.

Als die Behörden am Mittwochabend bei Steele in Virginia Beach eintrafen, fanden sie „digitale Beweise“ und klagten Steele in zwei Fällen wegen Kinderpornographie an.

Außerdem wurde er in zwei Fällen angeklagt, ein Kommunikationsgerät genutzt zu haben, um eine minderjährige Person zu bestimmten Sexualdelikten aufzufordern, die mit der SMS-Nachricht in Verbindung stehen, die er der Teenagerin aus Gloucester schickte.

Steele ist hinter Gittern, ohne Kaution.

Hier finden Sie den Originalartikel, Officer arrested for child porn.

Das war ein Beispiel für eine Suche nach den Worten arrested police officer child porn — es folgen vier weitere Beispiele aus den letzten beiden Monaten.

Kinderpornographie: ehemaliger Polizist aus Calgary erneut verhaftet

14. Januar 2013 — Einem pensionierten Polizisten, der zuvor wegen des Besitzes von Kinderpornographie inhaftiert wurde, droht eine zusätzliche Anklage wegen Kinderpornographie sowie wegen eines sexuellen Übergriffs und wegen Bedrohung.

Die Polizei Calgary leitete im letzten Januar aufgrund von Vorwürfen, daß eine Frau in ihren 50ern von ihrem Ex-Freund bedroht wurde, eine Untersuchung ein.

Die Polizei sagte, daß das Opfer auch behauptete, sie sei von dem Angeklagten sexuell angegriffen worden, während die beiden eine Beziehung hatten.

Staff Sgt. Ryan Ayliffe von der Einheit für häusliche Konflikte bestätigte, daß sich das Paar über den Zeitraum von einem Jahr verabredet hatte und alle Vorwürfe aus dieser Zeit stammten.

Der sexuelle Übergriff ereignete sich angeblich während ihrer Beziehung in einem ihrer gemeinsamen Aufenthaltsorte, sagte er.

Während der Untersuchung erhielt die Polizei Informationen, daß der Verdächtige auf Kinderpornographie zugegriffen hatte, sagte er.

Die Polizei verhaftete am Freitag in der Gemeinde Willow Park einen Mann und führte bei ihm eine Hausdurchsuchung durch.

Stephen Huggett, 58, der vor sechs Jahren, nach 25 Jahren bei der Polizei Calgary, in den Ruhestand trat, ist wegen eines sexuellen Übergriffs mit einer Schußwaffe, Erpressung, Bedrohung und Besitz von Kinderpornographie angeklagt worden.

Sein erstes Erscheinen vor Gericht wurde für Montag geplant.

Als die Einheit für häusliche Konflikte die Untersuchung startete, waren gegen Huggett laut Ayliffe nicht länger irgendwelche Auflagen in Kraft.

Ayliffe wollte nicht kommentieren, ob das Opfer körperlichen Schaden erlitt oder welche Art von Waffe bei dem angeblichen sexuellen Übergriff verwendet wurde.

„Ein sexueller Übergriff mit einer Schußwaffe kann potentiell mit Schaden verbunden sein“, sagte er. „Aber angesichts dessen, was das Opfer durchgemacht hat, geht es ihm gut.“

Ayliffe sagte, es ist unklar, wie viel Material bei der Suche beschlagnahmt wurde, fügte aber hinzu, daß es zu weiteren Anklagen kommen könnte, da die Ermittler die Beweise weiter sichten.

Huggett wurde zuvor im Jahr 2009 zu neun Monaten Gefängnis verurteilt, nachdem ein Richter entschied, daß der pensionierte Polizist Kinderpornographie sammelte.

Huggett argumentierte vor Gericht, daß er die Videos und Bilder im Rahmen eines geheimen Feldzugs sammelte, um die Opfer zu retten.

Die Richterin glaubte ihm nicht.

„Stephen Huggett war sich bewußt, daß er eine Straftat beging. Dies geschah über einen langen Zeitraum“, so Richterin Barbara Veldhuis im August 2009. „Er besaß die Kinderpornographie, und er behielt sie.

Es gibt absolut keinen Beweis, daß er damit irgendetwas tat, was von legitimer Natur war. Damit meine ich, bei irgendeiner Polizeibehörden irgendwelche Untersuchungen voranzutreiben oder die Beweise aufgrund seiner Pensionierung, oder weil seine Ermittlung an irgendeinem Punkt in eine Sackgasse geriet, einer Polizeibehörde zu übergeben.“

Hier finden Sie den Originalartikel, Former Calgary police officer re-arrested on child pornography charges.

Der Nächste, bitte!

Ehemaliger Polizist wegen Kinderpornographie festgenommen

11. Januar 2013 — Ein ehemaliger Polizist, gegen den seit einigen Monaten wegen Kinderpornographie ermittelt wird, ist verhaftet worden.

George Puskas, 31, wurde am Donnerstagabend von US-Marshals verhaftet.

Laut dem dem Polizeichef von Ripley trat er im Mai 2012 — mitten in einer Untersuchung, derzufolge er Kinderpornographie in seinem Besitz hatte — aus der Polizei Ripley aus. Außerdem wurde ihm für die Zeit von 2010 bis 2011 eine sexuelle Beziehung mit einem 14jährigen Mädchen vorgeworfen.

Bürgermeisterin Carolyn Rader sagt, während dies für die Abteilung und die Stadt ein blaues Auge gewesen ist, fühlt sie mit Puskas Familie mit.

„Wir denken an seine Frau und das Baby zu Hause“, sagte sie. „Wenn man in einer kleinen Gemeinde lebt, und jeder jeden kennt, ist die ganze Situation einfach nur traurig.“

Gleichzeitig wurden in Ripley am Freitagabend zwei neue Polizisten vereidigt.

Polizeichef R. L. Fridley sagt, dies ist eine gute Lektion, daß Taten Konsequenzen haben.

„Wir tolerieren keine Polizisten, die solche Handlungen begehen“, sagte er.

Puskas ist jeweils in einem Fall wegen Besitz von Kinderpornographie, Verbreitung von Kinderpornographie und Annahme Kinderpornographie angeklagt. Sie sind alle Bundes-Gebühren.

Puskas wird laut Gerichtsakten beschuldigt, sexuelle Handlungen mit dem Teenager gefilmt zu haben und die Aufnahmen anderen Personen zum Betrachten gesendet zu haben.

Die Ermittler sagen, daß auf seinem Computer Hunderte von Videos und Fotos gefunden wurden.

Puskas wird am 15. Januar vor Gericht erwartet.

Hier finden Sie den Originalartikel, Former Police Officer Arrested on Child Porn Charges.

Der Nächste, bitte!

Polizist wegen Kinderpornographie festgenommen

10. Dezember 2012 — Ein Polizist aus Berryhill, Tennessee, wurde von der Polizei Murfreesboro letzte Woche wegen des Besitzes von Kinderpornographie verhaftet.

Robert C. White, 56, aus New Salem Highway, wurde am 7. Dezember verhaftet, nachdem die Abteilung für Kinderdienste der Polizei Murfreesboro einen Hinweis auf Kinderpornographie erhielt.

Die Detectives Tommy Roberts und Tannas Knox entdeckten angeblich Beweise für Kinderpornographie und White wurde zum Verhör gebracht. White wurde anschließend in fünf Fällen wegen sexueller Ausbeutung von Minderjährigen angeklagt.

Laut dem Verhaftungsbericht könnten weitere Anklagen erhoben werden.

White wird in der Strafanstalt der Grafschaft Rutherford verwahrt. Seine Kaution wurde auf 500.000 Dollar festgesetzt. Er soll am 15. Januar 2013 vor Gericht erscheinen.

Hier finden Sie den Originalartikel, Police officer arrested for child porn.

Der Nächste, bitte!

Ehemaliger Polizist aus Moncks Corner wegen Kinderpornographie festgenommen

6. Dezember 2012 — Ein ehemaliger Polizist aus Moncks Corner wurde heute verhaftet, nachdem Ermittler sagten, daß sie auf seinem Computer Kinderpornographie auslasen / hochluden. (Anm.: Unsere Medien würden wohl nur etwas in der Art von „nachdem Ermittler auf dem Computer kinderpornographische Bilder fanden“ schreiben — da „upload“ auch „auslesen“ bedeutet, hier der Originalsatz: A former Moncks Corner police officer was arrested today after investigators said they uploaded child porn from his computer.)

Laut der Strafverfolgungsbehörde South Carolina ist Robert Carlton Shirer, 44, aus Moncks Corner, North Highway 17A, in 20 Fällen wegen sexueller Ausbeutung zweiten Grades einer minderjährigen Person angeklagt.

Laut Haftbefehl nutzten die Ermittler am 26. Juli, 27. August und 3. Oktober ein Filesharing-Netzwerk, um auf Shirers privaten Computer zahlreiche Dateien auszulesen / heraufzuladen, die Kinder bei sexuellen Handlungen zeigen. (Investigators uploaded numerous files showing children engaged in sexual activities from Shirer’s home computer through a file-sharing network July 26, Aug. 27 and Oct. 3, according to the arrest warrants.)

Laut Polizeichef Chad Caldwell schied Shirer am Montag aus dem Dienst aus. Er sagte nicht, wie lange Shirer im Polizeidienst gewesen war.

Von der Rechtspflegeakademie (Criminal Justice Academy) South Carolina waren keine Informationen verfügbar.

Shirer wurde nach einer Untersuchung verhaftet, an der die Strafverfolgungsbehörde South Carolina, die „Internet Crimes Against Children Task Force“ der Generalstaatsanwaltschaft South Carolina, die Polizei Greenwood, Indiana, und das Büro des Sheriffs der Grafschaft Brevard, Florida, beteiligt waren.

Shirer ist im Gefängnis der Grafschaft Berkeley inhaftiert.

Hier finden Sie den Originalartikel, Former Moncks Corner police officer arrested on child porn charges.

In EU-finanziertem Zentrum: Kinder posieren als IRA-Terroristen

2013/01/22

Jonathan Owen und Kunal Dutta über den schmalen Grat zwischen Gutmensch und Wutbürger.

Ehemalige Mitglieder der „Provisorischen irisch-republikanischen Armee“ („Provos“) prahlen mit Waffen vor jungen Kindern, die dann mit einer AK-47 fotografiert werden

Children pose as IRA terrorists at EU-funded centre

27. März 2011 — Fotos von als IRA-Terroristen verkleideten Kindern, die mit Waffen posieren, lösten gestern unter den Gruppen der Opfer in Nordirland Wut aus und veranlaßten die Polizei, die Kinderbeauftragte sowie die Europäische Union zu Untersuchungen.

Der Streit betrifft ein Gemeindezentrum in South Armagh, das Millionen an Pfund von der Europäischen Union erhalten hat, einschließlich Mitteln, die den Frieden und sozialen Zusammenhalt fördern sollen.

Sich selbst als „das Juwel in der Krone des South Armagh Tourismus“ beschreibend, veranstaltete das Ti Chulainn Zentrum in der Nähe von Mullaghbawn eine von Sinn Féin organisierte Jugendveranstaltung, auf der Dutzende von Kindern die Gespräche von ehemaligen IRA-Terroristen hörten.

In dem Zentrum wurden Maschinenpistolen, Gewehre, Pistolen, fahrbare Maschinengewehre, ein Raketenwerfer und sogar eine Panzerfaust ausgestellt, und die Kinder wurden mit Handfeuerwaffen, Gewehren und AK-47s fotografiert.

Es ist nicht bekannt, ob es sich bei den Waffen um Nachbildungen handelte oder ob sie vom Entwaffnungsprozeß unerfaßt blieben.

Die Bilder mit dem Titel „North Armagh Märtyrer in South Armagh“ wurden ins Internet gestellt. Eines, mit der Überschrift „IRA Dude“, zeigt einen mit einer AK-47 posierenden Jungen, gekleidet mit schwarzem Barett, Sonnenbrille, Lederhandschuhen und Kampfuniform.

Nur wenige Monate bevor die Fotos auftauchten wurde das Zentrum kritisiert, weil EU-Gelder für Werbetouren zur Förderung der „stolzen Tradition des Widerstandes gegen die britische Herrschaft in Irland“ verwendet wurden. (Anm.: So etwas im Zeitalter der Neuen Europäischen Sowjetunion?)

Die Bilder kamen in der vergangenen Woche ans Licht, nachdem der Vater eines Jungen, der die Veranstaltung besuchte, die Gruppe für Opfer von Terroristen „Familien handeln für unschuldige Verwandte“ („Families Acting for Innocent Relatives“, Fair) kontaktierte.

William Frazer von Fair sagte: „Der Sohn fragte seinen Vater, ob er der Sinn Fein Jugend beitreten könne. Ich glaube, sie hatten eine hitzige Diskussion, und während dieser entdeckt der Mann die Fotos auf Facebook. Er war verstört und fest entschlossen, sicherzustellen, daß kein anderes Kind mit dem gleichen Druck konfrontiert sein sollte. Er fühlte sich nicht wohl, zur Polizei zu gehen und konnte Sinn Fein nicht, so daß er auf mich zu. Er sagte mir: ‚Sie müssen versuchen, dem ein Ende zu setzen. Die Kinder werden von ihnen vergiftet mit Haß erfüllt‘.“ (Anm.: Klingt eher nach einer Mischung aus ver.di-Jugend / Grüner Jugend / RAF-Jugend, liest man die Ex-Internetseite „Ógra Sinn Féin“: „The long-term aim of Ógra Shinn Féin is to establish a thirty-two county democratic socialist republic.“ Die hochmotivierende Seifenblase einer sozialistischen Republik findet sich auch auf www.meathsinnfein.ie)

Dominic Bradley, Mitglied der SDLP (Social Democratic and Labour Party) im Parlament von Noirdirland (Northern Ireland Assembly) für Newry and Armagh, verurteilte die „raffinierte Gewaltverherrlichung sowie die bewaffneten Mitglieder der Provisorischen irisch-republikanischen Armee, die kleine Kinder hineinziehen“.

Barrie Halliday, Parlamentskandidat der TUV (Traditional Unionist Voice) für Newry und Armagh in den Wahlen im Mai, sagte: „Uns wird ständig gesagt, daß wir die Vergangenheit vergessen sollen, weil für Nordirland eine neue Ära begonnen hat. Diese ekelhaften Bilder zeigen jedoch, daß dies Lügen sind.“

Patricia Lewsley, Nordirland’s Kinderbeauftragte versprach, den Vorfall zu untersuchen. „Meine Arbeit besteht darin, Behörden und Organisationen für ihre Taten zur Verantwortung zu ziehen“, sagte sie.

Die Bilder wurden während eines Wochenendes zum Gedenken gefallener IRA-Mitglieder aufgenommen. Am Sonntag, dem 3. Oktober 2010 marschierten Republikaner durch Mullaghbawn zum Ti Chulainn Zentrum, wo am „South Armagh Roll of Honour“ zum Gedenken an die IRA-Männer ein Denkmal enthüllt wurde.

Der INDEPENDENT vom Sonntag hat festgestellt, daß der Marsch nicht angemeldet war. Die Polizei von Nordirland bestätigte gestern, daß sie eine Untersuchung eingeleitet hat. Die EU Sonderprogrammstelle (Special EU Programmes Body), die das Zentrum aus einem EU-Friedensprogramm bezuschußt hat, wird auch die Fotografien untersuchen.

Weder das Ti Chulainn Zentrum noch Sinn Fein reagierten auf Anfragen für einen Kommentar.

Der Streit kommt zu einer Zeit, in der die britische Regierung ein zehn Jahre altes Förderprogramm, das im Rahmen des Friedensprozesses unternommen wurde, beendet, welches Katholiken als Rekruten für die nordirische Polizei gegenüber Protestanten bevorzugt.

Hier finden Sie den Originalartikel, Children pose as IRA terrorists at EU-funded centre.

Was kommt als nächstes? Eine EU-finanzierte Ausstellung im Kanzleramt, bei der sich Kinder als Rudi Dutschke, Andreas Baader oder Angela Merkel verkleiden?

Gottesdienst mit Lincoln: Mehr Politik, mehr Politiker, mehr Staat, mehr Polizeistaat

2013/01/18

Thomas J. DiLorenzo über Steven Spielbergs Gehirnwäsche-Meisterwerk „Lincoln“.

Termini technici
Booboisie: Diplom-Idiotologen
— hedge: verhandeln (to hedge: ein Sicherungsgeschäft abschließen; winden; behindern; erschweren)

Time’s Rx: More Politics, More Politicians, More Lincoln Worship

„Im Mittelpunkt von Steven Spielbergs neuem Film steht Abraham Lincoln als politischer Stratege. Er jongliert mit dem Patronat, handelt mit Wählerstimmen, verhandelt Prinzipien und manövriert am Rande der Täuschung. Er redet, schmeichelt und droht.“

~ David Von Drehle, „Lincoln: Was die Präsidentschaftskandidaten des Jahres 2012 vom Meisterpolitiker von 1862 lernen können“ („Lincoln to the Rescue: What the Master Politician of 1862 Can Teach the Presidential Hopefuls of 2012“, TIME, 5. Nov. 2012)

„Lincoln war ein Meisterpolitiker, das heißt, ein Lügner, Manipulator und Verschwörer.“

~ Murray N. Rothbard, „Zwei gerechte Kriege: 1776 und 1861“ („Two Just Wars: 1776 and 1861“)

Steven Spielberg muß eine Pinocchio-Nase gewachsen sein, als er vor kurzem verkündete, daß sein Film über Lincoln — basierend auf dem Buch „Team of Rivals“ von der bekennenden Plagiatorin Doris Kearns-Goodwin — kein politischer Film wäre, da er erst nach der Wahl veröffentlicht wird (siehe „A Plagiarist’s Contribution to Lincoln Idolatry“, meine Buchkritik von Goodwins Buch auf LewRockwell.com). Am 5. November 2012 ließ TIME die Katze aus Spielbergs Sack und veröffentlichte eine glühende Hommage — auf Politik, Politiker, Gouvernantenstaat und die Legende von Abraham Lincoln.

Auf dem Cover ist ein Bild von Schauspieler Daniel Day-Lewis als Lincoln mit der Schlagzeile: „Was würde Lincoln tun?“ Die Ausgabe enthält eine langatmige Abhandlung von Lincoln-Historiker/-Götzendiener David Von Dehle; einen „Zuschauer-Ratgeber“ von der unehrlichen Doris Kearns-Goodwin; und die Geschichte „Wie Daniel Day-Lewis zu Lincoln wurde“.

Zweck der Lincoln-Legende ist schon immer, zu behaupten, daß unsere „Erlösung“ in der Politik liegt, nicht in Gott. Lincoln ist unser säkularer „Gott“, und unsere Herrscher lassen uns das nie vergessen. Das ist der Grund, warum die US-Regierung in den vergangenen Jahren zum Gedenken an „Abes“ 200. Geburtstag Millionen für die Veröffentlichung von Dutzenden von Büchern, Konferenzen, Filmen, Dokumentationen, Dramen, etc. ausgab (das war 2009 und die „Feierlichkeiten“ halten immer noch an). Das ist der Zweck des kommenden Spielberg-Films und des Freudenfestes in den Medien.

Wahrheit und Lügen über Politik und Politiker

In seinem TIME-Essay setzt David Von Drehle die eineinhalb Jahrhundert lange Vergöttlichung (die schlimmste Art von Gotteslästerung) von Lincoln fort, indem er feiert, wie verlogen und hinterhältig dieser Politiker war. Er zitiert zustimmend Lincolns Anwaltspartner William Herndon, der sagte, Lincoln war der „geheimniskrämerischste Mensch, der je existierte“. Man fragt sich, warum er so „geheimniskrämerisch“ sein mußte, wenn das, was er tat, im „öffentlichen Interesse“ war, wie uns ständig erzählt wird.

Lincoln war in erster Linie ein schmieriger, kleinkarierter Gouvernantenstaatsapparatschik aus Illinois. Wie Drehle schreibt, schenkte er „der Politik kleinkarierte Aufmerksamkeit“ und „brachte jede Woche Dutzende von Stunden zu, mühsam die schnell wachsende Zahl von Regierungsarbeitsplätzen zu verteilen, die er zur Verfügung hatte“. Lincoln „widmete dennoch Berge an Zeit, um durch das erste Steuergesetz (internal-revenue act) autorisierte Steuersammler auszuwählen“, selbst als die Konföderierten auf dem Schlachtfeld einen Sieg nach dem anderen einfuhren und Washington, D.C., eingenommen zu werden drohte.

Laut Drehle tat er dies alles, um „die Union zusammen zu halten“. Falsch. Er tat dies, um die freiwillige Union der Gründerväter zu zerstören und sie durch ein imperialistisches Imperium zu ersetzen. Die Idee einer freiwilligen Union ist offenbar eines jener „Prinzipien“, die Lincoln „verhandelte“, was Drehle so glücklich macht. Er drohte wegen Einfuhrzöllen in seiner ersten Antrittsrede mit Krieg, und machte seine Drohung wahr, nachdem er die Konföderierten überlistete, in Fort Sumter den ersten Schuß abzugeben (wo kein Mensch verletzt, geschweige denn getötet wurde — außer ein Pferd).

Lincoln wird in TIME auch für die Invasion der Südstaaten angebetet, wodurch er Verrat beging (Artikel III, Abschnitt 3 der US-Verfassung definiert: „Als Verrat gegen die Vereinigten Staaten gilt nur die Kriegführung gegen sie …“ Was genau das ist, was Lincoln tat. Andere Arten der Sicherung von Prinzipien, über die wir wahrscheinlich begeistert sein sollen, sind seine illegale Aussetzung des Habeas-Corpus-Grundsatzes; Massenverhaftungen von Zehntausenden von politischen Kritikern aus dem Norden ohne ordentliches Verfahren; die Einstellung von Hunderten von Zeitungen der Opposition; die Zensur der Post; die Beschlagnahme von Schußwaffen; Wahlfälschung; die Deportation eines Kongreßabgeordneten der Opposition (Clement L. Vallandigham); die Orchestrierung der illegalen Abspaltung von West Virginia, dem letzten der Union beigetretenen Sklavenstaat; und mehr.

Lincolns größter Fehler

Lincoln war in der Tat ein Meisterpolitiker, wie im Zitat am Anfang dieses Artikels von Murray Rothbard beschrieben. Als ein solcher war sein größter Fehler, daß er seine berühmten politischen Fähigkeiten nicht nutzte, um das zu tun, was der Rest der Welt mit der Sklaverei tat — sie friedlich abzuschaffen. Dazu gehören alle der Nordstaaten sowie Großbritannien, Spanien, Frankreich, Dänemark, Schweden, die Niederlande, und alle anderen Länder, in denen die Sklaverei im neunzehnten Jahrhundert existierte (siehe „Greatest Emanzipation“ von Jim Powell, und „Slavery in New York“ von der „New York Historical Society“; „Disowning Slavery“ by Joanne Pope-Melish, und die Internetseite, „Slavery in the North“).

Anstatt die Sklaverei friedlich in der britischen Tradition zu beenden, führte Lincolns gewissenloses, betrügerisches, bedrohendes, und diktatorisches Verhalten, das von Spielberg, Goodwin, Drehle und TIME so gelobt wird, nach neuen Schätzungen zum Tod von mehr als 800.000 Amerikanern, und zu mehr als doppelt so vielen Verkrüppelten. Übertragen auf die heutige Bevölkerung wären das mehr als 8 Millionen amerikanische Tote in einem vier Jahre langen Krieg.

Doch wie uns Drehle beschwichtigend mitteilt, ist Lincolns hinterhältiges, manipulatives und betrügerisches Verhalten das, was ihm ermöglichte, „die visionären Gesetze zu verabschieden, die die transkontinentale Eisenbahn, das moderne Steuersystem, die Heimstätten-Bewegung und die staatlichen Universitäten schufen“. Also keine Sorge. „Es hat noch nie einen Moment in der Geschichte gegeben, in dem so viel in so kurze Zeit komprimiert wurde“, zitiert Drehle einen politischen Zeitgenossen von Lincoln. Die Innenpolitik der Regierung Lincoln wurde „The New Deal“ genannt, eine Phrase, die von Roosevelt 70 Jahre später plagiiert werden würde.

Die staatlich subventionierten transkontinentalen Eisenbahnen waren kolossal ineffizient und führten zum größten Korruptionsskandal in der Geschichte, bis heute, und das „moderne Steuersystem“ in Form der nationalen Währungs– und Zahlungsmittelgesetze (National Currency Acts ans Legal Tender Acts) verstaatlichte die Geldmenge, was zu endlosen monetären Manipulationen und Auf-und-Abschwungs-Zyklen führte, die durch nachfolgende Generationen von ebenso gerissenen Politikern wie Lincoln verursacht wurden. Wie der Historiker Ludwell Johnson zeigte, ging das meiste Land, das unter dem „Heimstätten-Gesetz“ weggegeben wurde, an Großunternehmer der Bereiche Bergbau, Eisenbahn, Forstwirtschaft und anderen Branchen, die die Republikanische Partei unterstützten; und die Gesetze für die staatlichen Universitäten (Land Grant Acts) öffneten die Tür zur Verstaatlichung und Politisierung der Hochschulen — und der Pest der politischen Korrektheit. Hurra für Lincoln!

Die Tatsache, daß die Republikanische Partei das Land in Richtung der merkantilistischen Whig-Agenda aus Unternehmenssubventionen, protektionistischen Zöllen und einem verstaatlichten Geldsystem fahren konnte, gibt der von Doris Kearns Goodwin und Steven Spielberg erzählten Geschichte die Lüge, daß Lincoln, wenn es um Politik ging, so ein unvergleichliches Genie war. Als die Demokraten im Süden die Union verließen und so das Recht verwirkten, über die Ausdehnung der Sklaverei in den Territorien — das große Thema der Wahl von 1860 — etwas zu sagen, war die Republikanische Partei in der Lage, zu tun, was sie wollte, unabhängig von Lincoln.

Die meisten der großen gesellschaftlichen Probleme von heute — von Arbeitslosigkeit und Armut über Verbrechen bis hin zum sinkenden Lebensstandard und weiter — werden durch die Politisierung der Gesellschaft verursacht, die schon seit Generationen andauert und von liberalen Linken wie Steven Spielberg und Doris Kearns-Goodwin vergöttert und gefeiert wird. Sie nehmen immer wieder hochkarätige Schauspieler, Visagisten, und Kameramänner, um Lincolns verrotteter Leiche einen glänzenden Auftritt zu geben, und die Diplom-Idiotologen über ihre eigene Geschichte dumm und glücklich und ungebildet zu halten.

Amerikas Gründerväter würden heute beim Betrachten von Spielbergs Lincoln Tomaten im Kino werfen. Der erste Wurf käme wahrscheinlich von Thomas Jefferson, da er glaubte, daß die Regierung „von den Ketten der Verfassung gebunden“ sein muß — so wenig vertrauenswürdig waren Politik und Politiker. In seiner Abschiedsrede erinnerte George Washington die Amerikaner, daß Politiker in der Regel „schlaue, ehrgeizige und gewissenlose Menschen“ sind, und Thomas Paine schrieb, die Regierung sei bestenfalls „ein notwendiges Übel“. Das ist genau das Gegenteil der infantilen Tiraden von TIME und Spielbergs „Lincoln“.

Thomas J. DiLorenzo ist Professor für Wirtschaftswissenschaften am Loyola College in Maryland und Autor von „The Real Lincoln“, „Lincoln Unmasked: What You’re Not Supposed To Know about Dishonest Abe“, „How Capitalism Saved America“, „Hamilton’s Curse: How Jefferson’s Archenemy Betrayed the American Revolution – And What It Means for America Today“ und „Organized Crime: The Unvarnished Truth About Government“.

Hier finden Sie den Originalartikel, Time’s Rx: More Politics, More Politicians, More Lincoln Worship.

Siehe auch:

— mehr-freiheit.de: Abraham Lincoln

Von wegen „Siehe auch“, die Seite existiert nicht mehr, was wieder einmal beweist, wie genial Blogseiten sind: sie kosten nichts und laufen ewig.

Den Text hatte ich zum Glück archiviert:

Abraham Lincoln

Abraham Lincoln, geboren am 12.02.1809, gestorben am 15.04.1865, war von 1861 bis 1865 der 16. Präsident der USA. Er hat zweifellos sein Land nachhaltig verändert, ob zum Guten oder zum Schlechten, soll hier untersucht werden. Er gilt als großer Staatsmann, weil er die Sklaven befreit habe. Wir wollen herausfinden, ob auch für ihn die Aussage Lord Actons gilt: „Great men are almost always bad men.“

In der herkömmlichen Geschichtsschreibung heißt es, daß Lincoln einen Krieg geführt habe, um die Sklaverei in den Südstaaten der USA zu beseitigen. Tatsächlich hat er am 22.09.1862 mit der Emancipation Proclamation die Sklavenhaltung entschädigungslos abgeschafft. War das ein Ausdruck der Freiheitsliebe, wie Lincoln selbst es immer behauptete? In seiner berühmten Rede am 19.11.1863 auf dem Schlachtfeld von Gettysburg erklärte er, daß sein Ziel sei: „…government of the people, by the people, for the people.“

„The Gettysburg speech was at once the shortest and the most famous oration in American history…the highest emotion reduced to a few poetical phrases. Lincoln himself never even remotely approached it. It is genuinely stupendous. But let us not forget that it is poetry, not logic; beauty, not sense. Think of the argument in it. Put it into the cold words of everyday. The doctrine is simply this: that the Union soldiers who died at Gettysburg sacrificed their lives to the cause of self-determination – that government of the people, by the people, for the people, should not perish from the earth. It is difficult to imagine anything more untrue. The Union soldiers in the battle actually fought against self-determination; it was the Confederates who fought for the right of their people to govern themselves.“ H.L. Mencken

Ging es um die Sklaven?

  • In den Südstaaten gab es eine breite Bewegung zur Abschaffung der Sklaverei. Der Oberkommandierende der Südstaatenarmee, General Robert E. Lee, schrieb 1856 z. B. in einem Brief an seine Frau: „…that slavery as an institution, is a moral and political evil in any country.“
  • Zu Beginn der 60er-Jahren des 19. Jahrhunderts war die Sklavenhaltung nur noch in den USA, Brasilien und Cuba legal. Auch dort war die Befreiung der Sklaven auf der Tagesordnung. Die Sklaverei war nicht nur moralisch diskreditiert, sondern auch ökonomisch gesehen immer weniger rentabel. Weltweit ging die Zahl der Sklaven in dem Maße zurück, wie die Industrialisierung voranschritt.
    Nur in den USA wurde die Sklaverei durch einen Krieg beseitigt. In allen anderen Ländern, wo Sklavenhaltung betrieben worden war, erfolgte die Abschaffung ohne Anwendung von Gewalt.
  • In seiner Amtsantrittsrede erklärte Lincoln: „I have no purpose, directly or indirectly, to interfere with the institution of slavery in the states where it exists. I believe I have no lawful right to do so, and I have no inclination to do so.“
    Bald erkannte die Kriegspartei in den Nordstaaten, daß sich die Sklavenfrage sehr gut eignete, um den Krieg gegen die Südstaaten zu rechtfertigen. Im August 1862 empfahl der Herausgeber der New York Times in einem Leitartikel, die Abschaffung der Sklaverei als Zweck des Krieges zu deklarieren, damit dieser an moralischer Legitimation gewinne. Zu diesem Zeitpunkt war Lincoln noch nicht von der propagandistischen Nützlichkeit dieser Behauptung überzeugt. Am 25. August 1862 erklärte Lincoln in einem Leserbrief an die NYT: „My paramount object in this struggle is to save the Union, and it is not either to save or destroy slavery. If I could save the Union without freeing any slave I would do it, and if I could save it by freeing all the slaves I would do it; and if I could save it by freeing some and leaving others alone, I would also do that. What I do about slavery and the colored race, I do because I believe it helps to save the Union.“
  • Doch bald erkannte Lincoln, daß die Sklavenfrage eine enorme außenpolitische Bedeutung hatte. England, dessen Textilindustrie von der Baumwolle der Südstaaten abhängig war, litt besonders unter der Blockade der Häfen der Südstaaten durch die Unionsflotte. In der englischen Öffentlichkeit gab es eine breite Unterstützung für die Sezession der Südstaaten. Es war bekannt, daß William Gladstone,der damalige Schatzkanzler und spätere Ministerpräsident der britischen Regierung, eine militärische Intervention Großbritanniens zugunsten der Südstaaten befürwortete. Lincoln wußte, daß er den Eintritt Englands in den Krieg, der kriegsentscheidend gewesen wäre, nur verhindern konnte,wenn es ihm gelang, den Krieg des Nordens gegen den Süden als einen Kampf um die Sklaverei darzustellen. Die Emancipation Declaration hatte genau diesen Zweck und Lincoln erreichte mit ihr das gewünschte Ziel, England vom Eintritt in den Krieg an der Seite der Südstaaten abzuhalten. Lord Acton bemerkte dazu: „Slavery was not the cause of secession, but the reason of its failure.“
  • Die Emancipation Declaration Lincolns erklärte die Skaverei nur in den von der Union abgefallenen Südstaaten für illegal, nicht aber in den 4 Sklavenhalterstaaten, die in der Union verblieben waren: Delaware, Kentucky, Maryland und Missouri. Außerdem wurden jene Landkreise in den Südstaaten, die sich der Sezession vom Norden nicht angeschlossen hatten, von der Geltung der Proklamation ausgenommen, d. h., daß dort Sklaven weiterhin legal gehalten werden konnten. Überdies enthielt die Proklamation die Bestimmung, daß sie zum vorgesehenen Datum, dem 1. Januar 1863, nicht in Kraft treten werde, wenn vor diesem Termin die abgefallenen Südstaaten wieder in die Union zurückkehrten. Lincoln war also ein sehr selektiver Sklavenbefreier.

Der ökonomische Hintergrund

Wenn es nicht um die Sklaverei ging, worum ging es dann? Warum haben sich die Südstaaten zur Sezession entschlossen? Und vor allem: warum ließ Lincoln sie nicht gehen? Um diese Fragen zu beantworten, müssen wir die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Nord und Süd näher betrachten.

Vor dem Sezessionskrieg bezog die Bundesregierung 80% ihrer Einnahmen aus Zöllen. Der Süden exportierte drei Viertel seiner Produktion, vor allem Baumwolle, nach Übersee und wollte für die Erlöse seiner Exporte Industriewaren aus Europa kaufen, die ein besseres Preis-/Leistungsverhältnis hatten als die Industrieprodukte des Nordens. Die industriell geprägten Staaten Neu-Englands waren bestrebt, durch hohe Schutzzölle ihre nicht wettbewerbsfähige Industrie vom Weltmarkt abzuschirmen.

Die Südstaaten, in denen ein Drittel der Bevölkerung der USA lebte, zahlten drei Viertel aller Bundessteuern, von denen der Großteil dem Norden zugute kam. In der Legislative des Bundes waren die Vertreter der Südstaaten bereits seit längerer Zeit in der Minderheit. Die Repräsentanten der Nordstaaten nutzten ihre Überzahl, um die überwiegend vom Süden aufgebrachten Steuern vor allem für Projekte im Norden auszugeben.

Die Unternehmer und Konsumenten des Südens waren gezwungen, entweder hohe Einfuhrzölle auf europäische Waren zu bezahlen oder Industrieprodukte des Nordens zu kaufen, deren Preis durch die Schutzzölle künstlich hoch gehalten wurde. Egal welches der beiden Übel sie wählten, in jedem Fall wurde Reichtum vom Süden in den Norden transferiert.

Der Süden sah sich zu recht als Objekt wirtschaftlicher Ausbeutung durch den Norden. Bereits in 1832 hatte die Bundesregierung versucht, einen extrem hohen Einfuhrzoll durchzusetzen, war aber durch einen Volksaufstand in South Carolina daran gehindert worden. Lincoln, der Führer einer neuen radikalen Partei, versprach im Wahlkampf die Rückkehr zu einer Politik der extremen Benachteiligung des Südens. Seine wichtigstes Wahlversprechen war die Wiedereinführung hoher Einfuhrzölle. Nach der Wahl verwirklichte er zielstrebig sein Programm. Am 2. März 1861 setzte er im neu gewählten Parlament ein drastische Erhöhung des Einfuhrzolls durch. Er betrug nun 47% des Wertes importierter Güter, das war eine Verdopplung gegenüber dem bisher gültigen Zollsatz.

Die Südstaaten erkannten, daß sie innerhalb der Legislative des Bundes der Tyrannei der Mehrheit hilflos ausgeliefert waren. Im März 1861 wurde in Montgomery, Alabama, der Konföderation der Südstaaten eine neue Verfassung gegeben. Diese war kein völlig neues Dokument, sondern eher der Versuch, die freiheitliche Verfassung der USA zu bewahren und in einigen entscheidenden Punkten zu verbessern. Zu den Änderungen gehörten:

  • die Abschaffung der allgemeinen Wohlfahrtsklausel, die bisher immer als Vorwand gedient hatte, um Zuständigkeit und Umfang der Bundesregierung auszudehnen;
  • die Beschränkung der Regierungszeit des Präsidenten auf eine einzige Amtszeit von 6 Jahren;
  • die Abschaffung aller Zölle, d. h. uneingeschränkter Freihandel;
  • das Verbot, Steuereinnahmen für öffentliche Arbeiten zu verwenden, mit Ausnahme der Regulierung von Flüssen und Häfen.

Der Historiker Charles Adams beschrieb sehr genau den Kriegsgrund: „Secession was unquestionably the cause of the Civil War…Southern slavery was to be tolerated by the North; Southern free ports were not.“

Lincolns Kriegsführung

Der in der Bevölkerungszahl und seinen industriellen Kapazitäten eindeutig unterlegene Süden war bestrebt, einen Krieg zu vermeiden. Nicht so Lincoln, der darauf aus war, den Süden so lange zu provozieren, bis dieser den ersten Schuß abgab. Auf dem Boden der Südstaaten gab es etliche militärische Anlagen des Bundes, voll allem in den Häfen, um das Eintreiben der Zölle durchzusetzen. Dazu gehörte auch Fort Sumter,das den Hafen von Charleston beherrschte und als Zitadelle der Steuereintreiber galt. Gegen den Rat seines Außenministers William Henry Seward und seines militärischen Beraters General Winfield Scott entsandte Lincoln weitere Bundestruppen nach Fort Sumter, wohl wissend, daß dieser Schritt in der angespannten Lage zum Krieg führen mußte.

In den ersten drei Monaten des Krieges herrschte Lincoln als absoluter Diktator ohne jede gesetzliche Grundlage. Er war Verwaltung, Gesetzgebung und Rechtssprechung in einer Person. Gegen den großen Widerstand vieler Bürger führte er die allgemeine Wehrpflicht ein, die in vielen Gegenden gewaltsam durchgesetzt werden mußte, wobei es zu blutig niedergeschlagenen Aufständen kam.

Der Krieg im Süden wurde von Lincoln besonders grausam, unter Mißachtung der bis dahin gültigen Kriegsregeln, geführt. Murray Rothbard bemerkt dazu: „…in this war between the States, the South may have fought for its sacred honor, but the Northern war was the very opposite of honorable. We remember the care with which the civilized nations had developed classical international law. Above all, civilians must not be targeted; wars must be limited. But the North insisted on creating a conscript army, a nation in arms, and broke the 19th-century rules of war by specifically plundering and slaughtering civilians, by destroying civilian life and institutions so as to reduce the South to submission. Sherman’s infamous march through Georgia was one of the great war crimes, and crimes against humanity, of the past century-and-a-half.“

Der Sezessionskrieg kostete 620.000 Soldaten das Leben. Hunderttausende Zivilisten in den Südstaaten fielen dem Terror der Unionstruppen zum Opfer. Der Süden wurde weitgehend zerstört, seine wirtschaftliche und kulturelle Infrastruktur als Konkurrent des Nordens ausgeschaltet. Eine Generation seiner Bewohner mußte in tiefer Armut leben und der durch den Krieg verursachte Entwicklungsrückstand des Südens hielt bis weit in das 20. Jahrhundert an.

Lincolns Herrschaft im Norden

Lincolns Krieg war im Norden keineswegs populär. Außerhalb Neu Englands, wo Lincoln relativ viel Rückhalt hatte, war eine Mehrheit der Bevölkerung dagegen, den Süden mit Waffengewalt in der Union zu halten. In vielen Nordstaaten, wie z. B. Maryland, New Jersey und Pennsylvania, forderte eine breite Volksbewegung die Unabhängigkeit ihrer jeweiligen Staaten von der Union. So schlug nach Kriegsausbruch der Bürgermeister von New York City vor, daß sich seine Stadt von der Union trennen solle, um mit dem Süden Frieden zu schließen und mit ihm freien Handel zu treiben.

Auf diese Friedensbestrebungen reagierte Lincoln mit drakonischen Unterdrückungsmaßnahmen:

  • er hob die normale Gerichtsbarkeit auf und führte Kriegsrecht ein, sogar in Staaten, die weit von der Front entfernt waren und ein funktionierendes Rechtswesen hatten, wie New York, Ohio und Illinois;
  • er suspendierte das seit Jahrhunderten bestehende habeas corpus Recht, das besagt, daß Beschuldigte nur auf Grund einer richterlichen Anordnung verhaftet bzw. in Haft gehalten werden können und ließ 30.000 politische Gegner ohne ordentliches Gerichtsverfahren einkerkern;
  • er befahl das Verbot von 300 oppositionellen Zeitungen;
  • er beschlagnahmte alles Eigentum, das „der Rebellion der Konföderierten nützt“ (Konfiskationsgesetz vom 6. 8. 1861) und zwangsverpflichtete viele Unternehmen;
  • er löste bundesstaatliche Parlamente auf, die sich seiner Politik widersetzten und warf deren Abgeordnete ins Gefängnis.

In seiner Wirtschaftspolitik setzte Lincoln eine Ausweitung der Macht des Staates durch. Die Bundesregierung, die sich bis dahin vor allem durch die Erhebung von Zöllen finanziert hatte, führte am 5. August 1861 erstmals in der US-Geschichte eine Einkommensteuer ein. In 1862 folgte der Internal Revenue Act,mit dem eine Steuerbürokratie geschaffen wurden, wie wir sie heute kennen. Die neu geschaffene Behörde wurde mit dem Einzug einer Fülle zusätzlicher Steuern beauftragt: Briefmarkensteuer, Luxussteuern, Verbrauchssteuern, Erbschaftssteuer, Mehrwertsteuer auf Industrieprodukte.

Die zusätzlichen Einnahmen wurden genutzt, um neue Bürokratien zu schaffen, so z. B.: Bureau of Internal Revenue, Department of Agriculture, Bureau of Immigration. Die Grundlagenforschung wurde militarisiert und ihre Finanzierung zentralisiert. Viele Wirtschaftsbereiche wurden einer Regulierung unterworfen, die einer weitgehenden Enteignung gleichkam. Beschlagnahmungen privaten Eigentums waren an der Tagesordnung.

Das Erbe von Lincoln

Lincoln zerstörte die Republik, die auf den freiheitlichen Ideen der Günderväter beruhte. Bereits bei der Gündung der USA gab es eine Auseinandersetzung zwischen liberalen Kräften, deren wichtigster Repräsentant Thomas Jefferson war, und Befürwortern einer kollektivistischen Ideologie, die in Alexander Hamilton ihren Wortführer hatten. Damals konnten sich die Liberalen durchsetzen und eine Verfassung schaffen, die:

  • die Befugnisse des Staates eng begrenzte;
  • den Schutz des Eigentums und der Vertragsfreiheit garantierte;
  • eine weitgehende Autonomie der einzelnen Bundesstaaten gewährleistete.

„The destruction of the South and its Jeffersonian Ideals of a free market, a non-interventionist foreign policy, and a limited central government were replaced by the ideals of Hamilton, thereby completely transforming the American government created by its founders. The Civil War was, in effect, a new constitutional convention held on the battlefield, and the original document was drastically amended by force in order to have a strong centralized federal government…“ John Denson

Lincoln schuf durch seine besonders grausame Kriegsführung einen Präzedenzfall, auf den sich „große Männer“ nach ihm berufen konnten. Lincoln demonstrierte, daß der angeblich edle Zweck jedes Mittel rechtfertigt, daß ein „humanitäres“ Ziel die Mißachtung des Völkerrechts erlaubt. Lincoln und seine Generäle Ulysses Grant und William Sherman führten mit voller Absicht und systematisch einen Terrorfeldzug gegen die Zivilbevölkerung des Südens und dies alles im Namen höchster Ideale. Lincoln gehört zu jenem Politikertypus, den Isabel Paterson so treffend als „Humanist mit Guillotine“ bezeichnet hat.

„…by targeting and butchering civilians, Lincoln and Grant and Sherman paved the way for all the genocidal horrors of the monstrous 20th century…we must never forget…those who, in modern times, opened the Pandora’s Box of genocide and the extermination of civilians: Sherman, Grant, and Lincoln.“ Murray Rothbard

Das Recht auf Sezession

„Das Selbstbestimmungsrecht in bezug auf die Frage der Zugehörigkeit zum Staate bedeutet also: wenn die Bewohner eines Gebietes, sei es eines einzelnen Dorfes, eines Landstriches oder einer Reihe von zusammenhängenden Landstrichen, durch unbeeinflußt vorgenommene Abstimmungen zu erkennen gegeben haben, daß sie nicht in dem Verband jenes Staates zu bleiben wünschen, dem sie augenblicklich angehören, sondern einen selbständigen Staat bilden wollen oder einem anderen Staat zuzugehören wünschen, so ist diesem Wunsch Rechnung zu tragen.“ Ludwig von Mises

Ein Blick in die Verfassungsgeschichte der USA zeigt, daß die Sezession des Südens nicht nur legitim, sondern auch legal war. Die USA selbst sind durch eine Sezession entstanden, bezeichnenderweise ebenfalls verursacht durch einen Streit über die Besteuerung durch die Zentralgewalt. Die 13 amerikanischen Kolonien, die sich vom britischen Empire lossagten,waren 13 eigenständige Republiken mit jeweils eigenen Verfassungen, welche die Zuständigkeiten der Regierungen stark begrenzten, die Rechte der Bürger gegenüber dem Staat betonten und eine Gewaltenteilung vorschrieben. Diese 13 selbständigen Republiken entsandten Vertreter in den Continental Congress, aus dem sich später eine Konföderation bildete, um den gemeinsamen Kampf gegen den britischen König zu führen. Die damaligen Sezessionisten waren der Auffassung, daß ihr Verhältnis zum Empire auf einem Vertrag beruhte, der jederzeit kündbar ist. Es ist offenkundig, daß die Schöpfer der US-Verfassung in ihr einen Vertrag sahen, der genauso kündbar war wie der, den sie gerade dem britischen König gekündigt hatten. Die Gründerväter der USA haben nicht für sich das Recht der Sezession in Anspruch genommen, um dies in Zukunft anderen zu verweigern.

„…does anyone seriously believe for one minute that any of the 13 states would have ratified the Constitution had they believed that it was a perpetual one-way Venus fly trap – a one-way ticket to sovereign suicide? …The separate Southern states then exercised their contractual right as sovereign republics to come together in another confederation, the Confederate States of America. If the American Revolutionary War was just, then it follows as the night the day that the Southern cause, the War for Southern Independence, was just.“ Murray Rothbard

Wenn die politischen Erben Lincolns am 4. Juli den Jahrestag der Unterzeichnung der Unabhängigkeitserklärung der amerikanischen Kolonien, also einen Sezessionsakt, feiern und gleichzeitig die kriegerische Unterdrückung einer anderen Sezession rechtfertigen, dann ist das pure Heuchelei.

Die Alternative

Die Soldaten der Südstaaten zogen nicht in den ihnen aufgezwungenen Sezessionskrieg, um die Sklavenhaltung zu verteidigen. Nur eine sehr kleine Gruppe im Süden hatte überhaupt Sklaven. Andererseits darf man nicht vergessen, daß die Armee der Konföderierten ausschließlich aus Freiwilligen bestand. Diese griffen nicht zu den Waffen, um für die Besitzansprüche einiger Plantagenbesitzer zu kämpfen. Im Sezessionskrieg ging es um:

  • Zwangsmitgliedschaft in einem Staat oder nationale Selbstbestimmung;
  • Zentralismus oder Föderalismus;
  • Protektionismus oder Freihandel;
  • hohe oder niedrige Steuern;
  • Interventionsstaat oder wirtschaftliche Freiheit der Bürger;
  • Zwang zum Kriegsdienst oder Freiwilligenarmee.

Die Niederlage der Südstaaten im Sezessionskrieg bedeutete die Ausschaltung der von Thomas Jefferson begründeten freiheitlichen Linie der USA-Politik. Abraham Lincoln hat die Verfassung der USA auf dem Schlachtfeld umgeschrieben. An die Stelle eines Bündnisses gleichberechtigter Bundesstaaten trat ein aggressiver Zentralstaat, der immer mehr Zuständigkeiten für sich beanspruchte. Der Weg in den sozialistischen Wohlfahrtsstaat war eröffnet.

„I saw in State Rights the only availing check upon the absolutism of the sovereign will, and secession filled me with hope… Therefore I deemed that you were fighting the battles of our liberty, our progress, and our civilization; and I mourn for the stake which was lost at Richmond more deeply than I rejoice over that which was saved at Waterloo.“ Lord Acton,in einem Brief an General Robert E. Lee

„…I yet believe that the maintenance of the rights and authorities reserved to the states and the people [is] … the safeguard to the continuance of a free government … whereas the consolidation of the states into one vast republic, sure to be aggressive abroad and despotic at home, will be the certain precursor of that ruin which has overwhelmed all those that have preceded it.“ Robert E. Lee,in seinem Brief an Lord Acton vom 15. Dezember 1866

Literatur

Rothbard, Murray: America’s Two Just Wars: 1775 and 1861. In: Denson, John V. (Hg.), The Costs of War. America’s Pyrrhic Victories. Transaction Publishers, New Brunswick and London, 2. Auflage, 2001.

Gamble, Richard: Rethinking Lincoln. In: Denson, John V. (Hg.), The Costs of War. Ebd.

Denson, John V.: War and American Freedom. In: Denson, John V. (Hg.), The Costs of War. Ebd.

Jimmy Savile — „Er war die Spitze des Eisbergs“

2013/01/16

Eileen Fairweather über den populären Promi-Pädo und seine Freunde.

(Der Rest des Eisbergs wird stückchenweise auftauchen — regelmäßig dann, wenn ein Bandenmitglied aus Großbritanniens Pädophilenring unter den Radieschen-Radar abtaucht.)

Die umfassende Untersuchung von Sir Jimmy Saviles verdorbenen Aktivitäten richtet die Aufmerksamkeit erneut auf Vorwürfe eines möglichen Pädophilenrings auf Jersey und eine „Kultur der Vertuschung“.

Jimmy Savile: 'He was the tip of the iceberg’

Das Kinderheim „Haut de la Garenne“. Sir Jimmy Savile bestritt, jemals auf Jersey gewesen zu sein

In den düsteren Tagen des März 2008 versammelten sich die Medien der Welt vor dem Kinderheim „Haut de la Garenne“ auf der Insel Jersey. (Anm.: Wie könnte die Top-Lage für eine Kinderhändler-Immobilie wohl aussehen? Mitten im Stadtzentrum? An einer gut frequentierten Straße? Von den Nachbarn einsehbar? Insel mit schalldichtem Keller? Ich weiß es nicht.) Die Polizei suchte nach möglichen menschlichen Überresten und anderen Beweisen, nachdem fast 200 ehemalige Bewohner des Heims Mißbrauchsvorwürfe durch Mitarbeiter und Besucher behaupteten, einschließlich Folter und Vergewaltigung, über viele Jahre hinweg, und daß einige Jugendliche „verschwunden“ waren.

Britische Polizeikräfte vom Festland, die zuvor die Leitung übernahmen, um die „endemische Korruption“ in Jerseys Gendarmerie auszurotten, leiteten die historisch einmalige Ermittlung gegen Kindesmißbrauch auf der Insel.

Nun stützen zwei jener Polizisten, Jerseys ehemaliger Polizeichef Graham Power und der ehemalige stellvertretende Polizeichef Lenny Harper, der leitende Ermittler im Mißbrauchsfall „Haut de la Garenne“, die Forderungen der Opfer nach einer externen Stelle zur Untersuchung der Vorwürfe, daß Sir Jimmy Savile und andere Personen, darunter einige Promis, auf Jersey regelmäßig Kinder sexuell mißbrauchten. (Anm.: Wenn die beiden ihre Ergebnisse nicht anonym / unter Künstlernamen im Internet veröffentlichen, sind sie so gut wie tot — oder werden kaltgestellt wie Hans Meiser, nachdem er zu laut „Pädophilie bei Politikern üblich“ dachte.)

Die schockierenden Enthüllungen über Saviles verdorbenes Verhalten haben, zur Erleichterung der Mißbrauchsopfer von Jersey, die Aufmerksamkeit erneut auf „Haut de la Garenne“ gelenkt. Ihrer Ansicht nach bestätigt es ihre Vorwürfe, daß das Haus den Mittelpunkt eines gut geschützten Pädophilenringes bildete.

Während der Untersuchung im Jahre 2008 wurden gegen Savile und andere berühmte und mächtige Leute Anschuldigungen erhoben. Anfang dieser Woche enthüllte der TELEGRAPH, daß der Schauspieler Wilfrid Brambell aus der Fernsehkomödie „Steptoe and Son“ ein weiterer Täter war. Einer der beiden Knaben, die er in den siebziger Jahren in der Oper von Jersey in einem Hinterzimmer mißbrauchte, stammte aus dem Kinderheim „Haut de la Garenne“.

Die Polizei Jersey hat bestätigt, daß ein Bewohner von „Haut de la Garenne“ im Jahre 2008 während der Untersuchung Mißbrauchsvorwürfe gegen Savile in der Mitte der Siebziger vorbrachte, aber sagte, es gab keine ausreichenden Beweise für eine Untersuchung. Die Behörde hat auch bestätigt, daß sie in den letzten Tagen von drei weiteren Savile-Opfern auf Jersey kontaktiert wurde.

Carrie Modral, Vorsitzende der „Jersey Care Leavers‘ Association“ (Anm.: leaver = Abgänger), eine Wohltätigkeitsorganisation von Menschen, die in Pflegeheimen lebten, sagt: „Es ist gut, daß der Savile-Skandal die Menschen jetzt mehr über das nachdenken läßt, was hier geschah. Aber warum gibt Jersey es im Fall Savile jetzt zu? Weil er tot ist, und er kann nicht sprechen oder all die anderen großen Namen zu Fall bringen. (Anm.: Hervorhebung von mir.) Sie sehen es so, daß wir, die Opfer, weiter über Promis reden, die in ‚Haut de la Garenne‘ Kinder mißbrauchen, also gut: ‚Hier ist einer, er ist tot, und er kann nicht reden.‘ Savile war aber nur die Spitze des Eisbergs.“

Lenny Harper stimmt zu: „Savile wählte seine Opfer mit großer Sorgfalt; Jugendliche mit Schwächen und Problemen in Pflegeheimen. Wenn sie sich beschwerten, wurden sie als Unruhestifter bezeichnet, oder brutal runtergemacht. Wir wissen aus Gerichtsverfahren und Aussagen, die [während der Untersuchung im Jahr 2008] an mein Team gemacht wurden, daß Kinder aus Pflegeheimen auf Jersey unter dem Vorwand von Erholungsreisen an die Mitglieder der Jacht-Gesellschaft und andere prominente Bürger ‚ausgeliehen‘, dann aber mißbraucht und oft vergewaltigt wurden.

Wenn sich diese Kinder beschwerten, wurden sie geschlagen und [in ‚Haut de la Garenne‘] in Kellern eingesperrt, deren Existenz die Behörden von Jersey im Jahr 2008 bestritten, die auf Filmmaterial auf YouTube jedoch noch immer zu sehen sind. Welche Chancen hatten sie? Das war für Savile das perfekte Jagdrevier. Die Mächtigen von Jersey hofieren jeden mit noch so losen Verbindungen zum britischen Königshaus. Saville war für sie ein hohes Tier und Kinder hätten nicht die geringste Chance gehabt, sich über ihn zu beschweren. Es war für ihn so einfach.“

In „Haut de la Garenne“ waren Mißbrauchsgerüchte seit Jahren weit verbreitet, doch laut Harper wurden die Versuche von jüngeren Polizisten, denen zu helfen, die Anschuldigungen machten, „von korrupten älteren vereitelt“. Er behauptet, daß die Untersuchung von 2008 das Establishment von Jersey so wütend und verlegen machte, daß eine Kampagne initiiert wurde, um die leitenden Polizisten zu verleumden und Sie als leichtgläubig und geldverschwendend zu bezeichnen.

Die Grabungsarbeiten in dem Heim wurden diskreditiert, angeblich wurde nichts gefunden, doch selbst Harpers kritische Nachfolger in der Untersuchung geben zu, daß mindestens drei menschliche Knochenfragmente gefunden wurden und die Zähne von Kindern — von 10 bis 65 Kindern aller Altersstufen. (Anm.: Wenn aus staatlichen Heimen in Großbritannien jährlich fast 10.000 Kinder „verschwinden“, kann dies nur durch einen von ganz oben abgesegneten Selbstbedienungsladen geschehen, an dem nicht nur die trottelige Politik beteiligt sein muß, sondern auch deren korrupte Sprachrohre, schließlich sind den britischen Medien die Namen der Pädophilen bekannt, auch dem TELEGRAPH, doch sie zu veröffentlichen würde dem langfristigen EU-Ziel, Pädophilie zu legalisieren, so kräftig ans Bein pinkeln, daß es zehn Meilen gegen den Wind zu bemerken wäre, selbst für Leute, die an Nasenblindheit leiden.)

Dies wurde laut Harper nie ausreichend geklärt. „Sie waren nicht von einem Friedhof von vor langer Zeit oder allesamt Tierknochen, doch es war unmöglich, die Knochen zu datieren. Ein Anthropologe sagte, sie wären ein paar Jahrzehnte alt, ein anderer sagte jedoch, sie könnten nicht datiert werden. Wir werden es nie wissen. Sie waren definitiv menschlich und von Jugendlichen.“

Harper trat im Herbst 2008 in den Ruhestand, um mehr Zeit mit seiner Tochter und ihre jungen Familie zu verbringen, nachdem sein Schwiegersohn, ein Offizier in der Armee, im Irak getötet wurde. Sein unterstützender Polizeichef Graham Power, ein ehemaliger leitender Polizist der Londoner Polizei und Empfänger des Polizeiordens der Königin, wurde im November 2008 suspendiert. Gegen beide Polizisten wurde später, im Rahmen der Jersey-Untersuchung, durch externe Stellen ermittelt, für Fehlverhalten wurden aber keine Beweise gefunden. (Anm.: Da haben Sie es!)

Jerseys ehemaliger Gesundheitsminister, Stuart Syvret, der in den Ermittlungen 2008 die Opfer und Polizei unterstützte, wurde auch entlassen. Er wurde im vergangenen Jahr wegen der Veröffentlichung einer schweren Anschuldigung inhaftiert, die eine andere Materie betrifft, welche aus rechtlichen Gründen nicht beschrieben werden kann. (Ooooch, und kein britischer Journalist hat einen befreundeten Journalisten im Ausland, zu dem er etwas durchsickern lassen kann?)

Syvret erklärte dem Telegraph: „Jimmy Savile mißbrauchte auf Jersey Kinder. Ich glaubte seinen Opfern. So wie ich den beiden Menschen glaube, die mir von Kindesmißbrauch auf Jersey in den Siebzigern durch eine andere TV-Persönlichkeit erzählten [die in dieser Woche als Brambell bestätigt wurde]. So wie ich denjenigen glaubte, die mir erzählten, daß die Behörden zu jener Zeit ihre Beschwerden über jahrelangen Mißbrauch in Jerseys Kinderheimen durch andere Personen ignoriert hatten. Savile ist tot, warum müssen wir also in den elenden Details graben? Weil das entscheidende Merkmal in diesem Fall nicht so sehr die einzelnen Verbrechen sind, so schlimm — und schädlich für die Opfer — sie auch sind. Es ist vielmehr das, was ich die ‚Kultur der Vertuschung‘ nenne.“

Als Ergebnis der Auswirkungen (fallout) der Ermittlungen gegen „Haut de la Garenne“ wurde die Öffentlichkeit in dem Glauben gelassen, daß Harper und sein Team auf die Mißbrauchsvorwürfe überreagiert hätten. Doch als Ergebnis der Untersuchung sind seitdem drei Menschen wegen Mißbrauchs verurteilt worden und für über 100 Opfer sind zum jetzigen Stand Entschädigungen vereinbart worden — viele weitere Zivilprozesse sind anhängig. Die Polizei hatte Vorwürfe gegen 150 Personen, viele wurden nie ausreichend untersucht — einschließlich Savile. (Anm.: Denken Sie noch einmal daran, daß aus staatlichen Heimen jährlich 10.000 Kinder „verschwinden“.) Aus Jersey gibt es mindestens vier bekannte Opfer von Savile, und mindestens ein Opfer offenbarte deren Mißbrauch im Jahr 2008 bei der Polizei, doch erst jetzt werden ihre Vorwürfe ernsthaft in Betracht gezogen.

Jerseys Polizei hat bestätigt, daß ein Opfer im Jahr 2008 gegen Savile Vorwürfe erhob. Doch aus Gründen, die noch unklar sind, wird angenommen, daß die Vorwürfe nicht in die Aussagen abgetippt wurden, die die hochrangigen Polizisten sahen. (Anm.: Wahrscheinlich war die Schreibmaschine kaputt.) Es wird angenommen, daß Savile immer leugnete, in „Haut de la Garenne“ gewesen zu sein und drohte, eine Zeitung zu verklagen, die behauptete, daß er das Heim besuchte. (Anm.: Zu verklagen? Es ist nicht zufällig etwas seltsam, daß die Medien, die sich bis in alle Ewigkeit als Watergate-Kämpfer für die Wahrheit feiern werden, die bereit sind, dafür bei lebendigem Leib im Fernehen zur Hauptsendezeit verbrannt zu werden, in diesem Fall den Klagedrohungen nachgeben und darauf verzichten, berühmt zu werden?)

Obwohl die Londoner Polizei die Anfragen wegen angeblicher Verbrechen Saviles in ganz Großbritannien koordiniert, sind es individuelle Polizeikräfte, von denen erwartet wird, sie im Detail zu untersuchen. Carrie Modral sagt, daß wenige der Opfer Jerseys Polizei vertrauen, dies zu tun. „Diese Gelegenheit schwand, als Jerseys Establishment die guten Polizisten los war“, sagt sie.

Es war ein Mitglied der „Jersey Care Leavers’ Association“, die der Polizei im Jahr 2008 sagte, daß sie im Heim „Haut de la Garenne“ von Savile mißbraucht wurde. „Die Nachrichten über Savile brachten alles zurück, sie ist in großer Not“, sagt Modral. „Savile war ein regelmäßiger Besucher, nicht nur in ‚Haut de la Garenne‘, sondern auch in anderen Kinderheimen auf der Insel. Er war nicht der einzige Besucher. Das Opfer hat einen weiteren bekannten Namen genannt, der das Heim mit Savile besuchte.“

Sie fügte hinzu: „Ich kann Ihnen sagen, daß zwei Mitarbeiter, die sie in einem anderen Heim mißbrauchten, inhaftiert wurden, und daß die Behörden mit ihr eine finanzielle Entschädigung vereinbart haben. Doch ein anderer Mann, in einer Machtposition, der ‚Haut de la Garenne‘ regelmäßig besuchte und sie dort mißbrauche, ist noch frei ist wird nun durch den Staat in einer verantwortungsvollen Position beschäftigt.“

Lenny Harper hat dem TELEGRAPH bestätigt, daß er diesen Mann wegen angeblicher Vergewaltigung zwei anderer Kinder in dem Heim verhaftete: „Ich gab den Behörden eine Menge von Informationen über ihn, aber er wird von ihnen noch immer in einer leitenden Position beschäftigt“, sagt Harper. „Es gab zwei solide Vergewaltigungsvorwürfe gegen ihn, die zu einem weiteren Vorgehen geführt hätten, wenn es in Großbritannien gewesen wäre. Es gab ähnliche Beweise. Doch der Generalstaatsanwalt von Jersey entschied, daß es keine gab.

Als wir die Ausgrabungen begannen, tauchte dieser Mann auf und verlangte Zugang zu der Stelle. Er wollte angeblich einige Sachen, die er vor Jahren zurückgelassen hätte. Doch der Name dieses Mannes weckte bei den Opfern mehr Angst als jeder andere in der Untersuchung.“

Carrie Modral war der gleichen Meinung: „Er kämpfte mit harten Bandagen. Und mir wurde gesagt, daß er klar machte, daß er Freunde hätte und sich in Sicherheit fühlte. Wenn er untergeht, wird er wegen dem, was er über andere Menschen weiß, die Regierung [von Jersey] stürzen. Die Presse muß sich nun all die anderen großen Namen ansehen, die das Heim besuchten.“

Was Savile dem Opfer antat, war „schrecklich, aber eine Kleinigkeit“ im Vergleich zu dem, was ihr andere angetaten, sagt Modral. „Savile legte sie auf sein Knie und schob seine Hand ihren Rock hoch. Dann versuchte er, ihre kleine Schwester zu berühren, und sie zog sie weg, als er anfing, sie zu liebkosen. Sie wurde in ‚Haut de la Garenne‘ bereits von Mitarbeitern mißbraucht, so daß sie wußte, was er tun würde. Stellen Sie sich vor, selbst so jung zu sein und zu versuchen, Ihre kleine Schwester zu retten. Sie waren 11 und neun.“

Modral sagt, sie begegnete Savile, als er einen Jugendclub auf der Insel besuchte. „Es ist lächerlich, daß er sagte, er war nie hier. Er kam immer auf die Insel, um Wohltätigkeits-Spaziergänge zu eröffnen, und das Kinderheim [zu besuchen] und die Kinder würden hingehen [um ihn zu sehen]. Ich mochte den Mann nicht, ich blieb ihm fern, ich fand ihn beängstigend, schon seinen Blick.“ (Anm.: An den Blick gewöhnt man sich zwangsläufig, schließlich sieht man auch Elton John oder Mick Jagger so häufig in den Medien, daß einen das irgendwann abstumpft.)

Nun tauchen mögliche Verbindungen zwischen dem Mißbrauch in Kinderheimen auf Jersey und dem früheren berüchtigten Pädophilenring in Kinderheimen im Londoner Stadtteil Islington auf. Eine Schlüsselfigur in dem Ring, Nicholas Rabet, Islingtons stellvertretender Leiter der Kinderheime, stammte von der Insel Jersey. Er war dort in der Kinderbetreuung tätig und nahm regelmäßig Kinder aus den Heimen im Norden Londons auf Campingreisen auf die Insel.

Rabet flüchtete aus Großbritannien, nachdem ihn die Presse bloßstellte, wurde im Jahr 2006 aber in Thailand angeklagt, dort 30 Knaben mißbraucht zu haben — der jüngste war sechs. Er hat sich umgebracht, bevor er vor Gericht gestellt werden konnte. (Anm.: Schon wieder einer weniger, der reden könnte.) Sein Verbündeter, Neil Hocquart, tötete sich im Jahr 1991 in der Untersuchungshaft in Ely, Cambridgeshire, nachdem Hunderte von Pädophilenvideos bei ihm gefunden wurden. (Anm.: Und wieder einer weniger, der reden könnte.) Er war in einem Heim in Norfolk aufgewachsen und wurde nach Guernsey gebracht, wo er der „Schiffsjunge“ eines Kapitäns wurde, bevor er nach Großbritannien zurückkehrte, um für den Pädophilenring Kinder zu rekrutieren. Karin Ward aus jener ITV-Dokumentation über Savile, die die aktuellen Untersuchungen auslöste, hat den Mißbrauch durch den Star während eines Camping-Ausflugs nach Jersey aus ihrem Kinderheim in Norfolk beschrieben.

Der ehemalige Polizeichef von Jersey, Graham Power, sagt, die Tatsache, daß mehr als 100 Opfer auf Jersey nun außergerichtliche Einigungen erhalten haben und eine erhebliche Zahl von Zivilverfahren noch anhängig sind, verdeutlicht das Ausmaß des Mißbrauchs. Er sagt, er versteht, warum die Opfer den örtlichen Polizeikräften mißtrauen, die Vorwürfe gegen Savile zu untersuchen: „Das Ausmaß des Mißbrauchs, zu dem es in dieser kleinen Gemeinde kam, war so groß, daß völlig klar zu sein scheint, daß den zuständigen Personen in den Behörden von dem, was vor sich ging, etwas bekannt gewesen sein muß — und von dem, was wir bisher wissen, scheinen sie nichts getan zu haben, um die Kinder zu schützen, die in Einrichtungen mißbraucht worden sind, die von ihrer eigenen Regierung betrieben wurden. Dies ist eine Angelegenheit, die eine ehrliche und unabhängige Prüfung verdient.“

Alan Collins, ein Anwalt der für „Pannone“ tätig ist, eine auf Mißbrauchsfälle spezialisierte Anwaltskanzlei, die 58 der Opfer vertritt, sagt, daß zunächst die Mitarbeiter und das Management von „Haut de la Garenne“ im Vordergrund lagen. „Jimmy Savile war ein Nebenschauplatz. Ich könnte wirklich nicht sagen, wie viele von ihnen Savile genannt haben. Allerdings gab es einige Personen, die ihn nannten — er wurde mehrfach genannt, nicht nur einmal. Alle Vorwürfe müssen jetzt en masse hinsichtlich ähnlicher Beweistatsachen betrachtet werden, denn jetzt sehen wir ein größeres Puzzle. Jeder einzelne Vorwurf macht jetzt mehr Sinn. Savile ist tot, aber andere, die sie mißbrauchten, sind es nicht.“

Der Kronanwalt, William Bailhache, gab im Juni 2009 eine Erklärung heraus, die besagt, daß zwei historische Ermittlungen wegen Mißbrauchs wegen eines Mangels an Beweisen fallen gelassen wurden. (Anm.: Und daran werden Politik, Justiz und Medien auch diesmal nichts ändern wollen.) „Fälle dieser Art sind oft schwierig. Es gibt selten irgendwelche unabhängigen Beweise, und die Fälle laufen häufig darauf hinaus, daß die Aussage einer Person gegen die einer anderen steht … Ein Verzicht auf die Strafverfolgung bedeutet nicht notwendigerweise, daß denjenigen, die Beschwerden vorgebracht haben, nicht geglaubt wird. Eine Entscheidung, keine Strafverfolgung aufzunehmen, bedeutet nur, daß der Kronanwalt nach gründlicher Erwägung aller verfügbaren Beweise und anderer Informationen entschieden hat, daß ein Freispruch wahrscheinlicher ist als eine Verurteilung.“ (Anm.: Wer künftig etwas hat, sollte also erwägen, es unter seinem Künstlernamen im Internet in einem Forum zu veröffentlichen, das sich außerhalb seines Heimatlandes befindet. Im schlimmsten Fall würde sich nur bestätigen, daß nicht nur die Medien kontrolliert werden, sondern auch das Internet. Doch der Künstlername hat immerhin den Vorteil, daß derjenige keine Angst haben müßte, am nächsten Tag tot aufzuwachen.)

Hier finden Sie den Originalartikel, Jimmy Savile: ‘He was the tip of the iceberg’

Und hier der Kinderhändlerstützpunkt „Basis Delta Zero“ im Kinderheim „Haut de la Garenne“ auf Jersey mit dem populären Promi-Pädo:

16-01

Zur Auffrischung pisageschädigter Gedächtnisse der Fall Hans Meiser vom 13. Februar 2009:

Hans Meiser und die Staatsgeheimnisse – Warum der bekannte Fernsehmoderator Insolvenz anmelden musste

Hans Meiser ist einer der bekanntesten deutschsprachigen Fernsehmoderatoren. Auf RTL moderierte er die Sendung »Notruf«, produzierte »Der heiße Stuhl«, die Talkshows »Bärbel Schäfer« sowie »Hans Meiser« und war auch als Quizmaster tätig. Der Mann ist ein lebendes Erfolgsrezept. Irgendwann hatte Hans Meiser die Nase voll von seichten Sendungen. Er wollte den Deutschen in einem Nachrichtenmagazin Dinge präsentieren, die sie noch nie gehört hatten: Deutsche Minister im Bordell, Bundestagsabgeordnete als Kinderschänder und viele andere wahre Begebenheiten. Doch das waren Staatsgeheimnisse. Und Hans Meiser traf auf eine Mauer des Schweigens. Seine Fernseh-Produktionsfirma hat nun Insolvenz angemeldet. Das freut die Hüter der Staatsgeheimnisse.

16-02

In der Leyboldstraße 12 in Köln-Hürth ist der Sitz der Fernsehproduktionsgesellschaft CreaTV. Zusammen mit Erich Wagner hat Hans Meiser dort ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut. Nun musste die Firma Insolvenz anmelden. Und Journalisten berichten, die von Hans Meiser produzierten Formate seien »offenkundig nicht mehr gefragt«. Das Gegenteil war der Fall. Hans Meiser und Erich Wagner hatten eine lange Liste mit Geschichten recherchieren lassen, die offenkundig als Staatsgeheimnisse angesehen werden. Die großen Fernsehsender waren begeistert, mochten sich allerdings mit den brisanten Reportagen nicht die Finger verbrennen.

Hans Meiser hatte im Print-Bereich schon einen Kooperationspartner gewonnen: den Bild-Chefredakteur Kai Diekmann. Die Bild-Zeitung war grundsätzlich bereit, exklusiv am Ausstrahlungstag vorab über die brisanten Fernsehreportagen der geplanten neuen Meiser-Produktion zu berichten – vorausgesetzt, sie waren gut recherchiert, hieb- und stichfest und hatten einen guten Sendeplatz. Hans Meiser hat vielen leitenden Redakteuren bei den bekannten Fernsehsendern eine lange Liste mit wahrlich exklusiven Geschichten vorgelegt.

Ausnahmslos alle Verantwortlichen waren bei den von Hans Meiser angesprochenen Fernsehsendern zunächst begeistert – dann bekamen sie kalte Füße und dachten an ihre eigene Zukunft. Kurzum: Keiner wollte die brisanten Themen im Programm haben.

Was aber waren das für Geschichten? Nachfolgend eine kleine Auswahl von mehr als 100 Themen, die eigentlich ein neues investigatives Sendeformat ergeben sollten:

Hans Meiser wollte einige Namen einer Liste von mehr als 100 deutschen Prominenten veröffentlichen, die neben Michel Friedman Kunden eines exklusiven Call-Girl-Rings gewesen waren. Hans Meiser verstand nicht, warum einzig Michel Friedman 2003 in Zusammenhang mit Zwangsprostituierten in die Schlagzeilen geriet, der Bundesinnenminister die Akte zur Chefsache machte und die Namen der anderen Kunden (unter ihnen ein Fußballtrainer, drei Fußballer der Bundesliga, zwei Schlagersänger, 17 Politiker, acht Unternehmer und 34 Journalisten) aber von der Bundesregierung wie ein Staatsgeheimnis gehütet wurden. Hans Meiser hatte viele solcher Geschichten.

Hans Meiser bot den Fernsehsendern einen Bericht über Bundestagsabgeordnete an, die regelmäßig vom Bundestag mit einem Taxischein – also auf Kosten der Steuerzahler – auf den Berliner Kinderstrich fuhren. Hans Meiser berichtete über einen ehemaligen deutschen Minister, der Stammgast in einem Berliner Bordellbetrieb ist und dort stets für Ekel unter den Prostituierten sorgt, weil sie sich in seiner Gegenwart stets eine Flasche Piccolo in den After schieben mussten – der Herr Minister pflegt den Inhalt der Flasche dann zu trinken. Der Herr Ex-Minister wirkt im Fernsehen immer so sympathisch – da kennen ihn zwei Berliner Prostituierte völlig anders. Sie bekommen Brechreiz, wenn sie den Mann sehen – aber sie brauchen das Geld. Es gab Belege für alle vorgenannten Geschichten. Und es gab bei Weitem nicht nur Rotlichtgeschichten. Hans Meiser hatte recherchieren lassen, welche Unternehmer und Politiker bestechlich waren. Und er hatte recherchieren lassen, welche Politiker eine kriminelle Vergangenheit hatten – und, kaum im Amt, die eigene Ermittlungsakte vernichten ließen.

Die Fernsehproduktionsgesellschaft CreaTV hatte Material, das kein anderer Sender in Deutschland hatte. Und nun meldete man Insolvenz an. Ein Verantwortlicher bei einem privaten Fernsehsender sagte Hans Meiser bei einem Treffen, die brisanten Themen seien wirklich gut und garantierten hohe Einschaltquoten. Er werde den Zuschauern aber vorsichtshalber lieber weiterhin Seifenopern vorservieren – alles andere sei politisch nicht durchsetzbar und schade der eigenen Karriere.

Nachdem Hans Meiser dieses Produktionsvorhaben bei vielen großen Sendern bekannt gemacht hatte, hieß es, seine Formate passten nicht ins Programm. Kurz: Es gab keine Aufträge mehr. Warum nur?

Der Autor dieses Artikels (Anm: Udo Ulfkotte) kennt Hans Meiser seit mehreren Jahren. Der Inhalt dieses Berichtes wurde nicht mit Hans Meiser abgesprochen. Aber der Inhalt entspricht von der ersten bis zur letzten Zeile der Wahrheit. Deutsche Jounalisten waren zu feige gewesen, um einer ganzen Reihe von Prominenten die Maske vom Gesicht zu ziehen.

Derweil wurde in Deutschland eine Kampagne gegen Kindesmißbrauch gestartet, allerdings ohne Hans Meiser, der die Täter ja benennen könnte, aber immerhin können sich einige der üblichen Verdächtigen künftig mit weißen Schleifen tarnen.

BUNDESREGIERUNG: Neue Kampagne gegen Kindesmissbrauch

Prävention sei eine der Waffen gegen Kindesmissbrauch in Deutschland. Deshalb möchte der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung nun mit prominenter Hilfe das Land mobilisieren.

16-03

„Wir wollen ein gesamtgesellschaftliches Bündnis ins Leben rufen und starten deshalb die größte Kinderschutzkampagne in Deutschland“, sagte der „Unabhängige Beauftragte für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs“, Johannes-Wilhelm Rörig (links im Bild), am Mittwoch (10.01.2013) vor der Presse in Berlin. Herzstück der Kampagne unter dem Titel „Kein Raum für Missbrauch“ sind Spots für Fernsehen und Internet.

Erdacht wurden die Spots von Dani Levy (rechts im Bild), einem Berliner Regisseur, der mit Beziehungskomödien wie „Alles auf Zucker“ berühmt wurde und bisher wenig mit ernsten Themen gearbeitet hat. Auch die Spots sind weniger düster, als man vielleicht erwarten würde. „Wir wollten keine klischeehaften Bilder wie zum Beispiel leere Schaukeln verwenden, sondern das Thema inhaltlich neu aufbauen“, erklärte Levy sein Konzept. „Wir wollen frontal, positiv und hell in die Geschichte gehen, keine gebückte Haltung einnehmen, sondern nach vorne schauen.“

Gefährdete Lebensräume zeigen

Die beiden Spots, 30 und 45 Sekunden lang, zeigen typische Alltagssituationen von Kindern in der Kita, der Schule, beim Sport, in der Kirche, in Kliniken oder beim Nachhilfeunterricht. „Wir zeigen die gefährdeten Lebensräume, die wir schützen müssen“, sagte Levy.

Die Spots enden mit einem Appell, sich an der Kampagne der Bundesregierung zu beteiligen. Möglich ist das auch durch das Tragen eines weißen „X“. Das ist eine kleine Anstecknadel, die zum Beispiel ähnlich der roten Aids-Schleife am Jacken-Reviers getragen werden kann. Die Farbe Weiß soll für die Verletzbarkeit der Kinder stehen. Das „X“ soll Sicherheit und Schutz symbolisieren, andererseits aber auch Warnsignal sein.

Einige Fernsehsender in Deutschland haben bereits zugesagt, die Spots kostenlos auszustrahlen. Die öffentlich-rechtliche ARD wolle aber zunächst abwarten, wie sich die Kampagne entwickelt, hieß es. Deshalb werden die Spots von der ARD nicht im Haupt-, sondern nur in den Regionalprogrammen ausgestrahlt.

„Kein Raum für Missbrauch“

Aufklären und informieren sollen auch Straßenplakate sowie insgesamt zehn Informationsblätter für Eltern und Fachkräfte, aber auch für Kinder selber. In comicartiger Aufmachung können sich die Heranwachsenden über ihre Rechte informieren. „Dein Körper gehört dir“ oder „Du hast das Recht, Nein zu sagen“ – darauf sollen die Kinder hingewiesen werden.

Eltern können mit einer vorgefertigten Postkarte bei Schulen oder Vereinen nachfragen, ob es schon Schutzkonzepte gegen Kindesmissbrauch gibt. Fachkräfte werden über Fortbildungen informiert. Im Internet gibt es eine zentrale Anlaufstelle unter „www.kein-raum-fuer-missbrauch.de„. Hier können auch die Spots angeschaut werden.

Kein Geld von den Kirchen

Die flächendeckende Einführung von Schutzkonzepten für Kinder sei eines von drei Zielen der Kampagne, so Rörig. Er möchte darüber hinaus eine stärkere gesamtgesellschaflliche Sensibilisierung für das Thema, um den „Schatten der Ahnungslosigkeit zu erhellen“. Und drittens soll das Reden über Kindesmissbrauch erleichtert werden. Auf Elternabenden, berichtete Dani Levy, selber Vater zweier Kinder, werde das Thema noch immer tabuisiert. Deshalb sei es nötig, dass „die Politik breiter vorgeht“.

„Prävention fällt nicht vom Himmel“, fasste Rörig seine Motivation für die Kampagne zusammen. Er habe sich im Vorfeld erfolgreich in vielen Vereinen und bei Politikern Unterstützer gesucht. Auch die evangelische und katholische Kirche in Deutschland hätten zugesagt, sich an der Kampagne beteiligen zu wollen, ohne allerdings Geld beizusteuern.

Rückschlag für öffentliche Auseinandersetzung

An Einrichtungen beider Kirchen waren im Jahr 2010 dutzende Fälle von Kindesmissbrauch bekannt geworden. Seitdem wird in Deutschland viel über solche Straftaten gesprochen. Die Bundesregierung hat einige Maßnahmen wie einen Runden Tisch und eine Opferhotline eingerichtet. Konkrete Verschärfungen des Strafrechts oder bessere Entschädigungen für Opfer wurden noch nicht beschlossen.

Einen Rückschlag in der öffentlichen Aufarbeitung des Themas gab es Anfang der Woche. Die Katholische Kirche gab bekannt, sich vorzeitig aus einem von zwei zentralen Forschungsprojekten zurückzuziehen, weil eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Hannoveraner Kriminologen Christian Pfeiffer nicht mehr möglich sei. Pfeiffer wiederum sprach von Zensur und Behinderung seiner Arbeit. Das vor zwei Jahren begonnene Projekt sollte sexuelle Gewalt durch Priester umfassend aufarbeiten und dabei auch viele Akten vergangener Jahrzehnte nutzen.

Der Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, Rörig, hofft nun, dass dieser Vorfall keine negativen Auswirkungen auf seine Kampagne haben werde. Er wisse aber, dass dies „kein gutes Signal für die Betroffenen ist“ und appellierte deshalb an die Kirche, „das Projekt fortzuführen und eine gute Lösung zu präsentieren“.

Unterdessen gab die Deutsche Bischofskonferenz bekannt, rechtlich gegen die Zensurvorwürfe vorgehen zu wollen. Pfeiffer sei aufgefordert worden, nicht mehr von Zensur in der Kirche zu sprechen, weil dies schlichtweg falsch sei. (Anm: Ja klar, aber glaubt schon der Kirche, der Politik oder den Medien?)

Und überhaupt, vor knapp mehr als zwei Jahren, am 22. September 2009, berichtete der TAGESSPIEGEL, daß für die gleiche Kampagne bereits Wim Wenders GEZ-Knete pulverisierte — können die Hochleistungsbeamten der Bundesregierung nicht einfach Wim Wenders‘ erfolgreiche Kampagne ein zweites Mal ausstrahlen? Oder war Wim Wenders Werk so grottenschlecht und ineffizient wie Klaus Wowereits Flughafen oder Angela Merkels Rettungsschirme? Schon damals wäre ein Anruf bei Hans Meiser kostengünstiger gewesen.

Kampagne gegen Missbrauch

Am Dienstag stellte die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung in Berlin ihre neue Kampagne gegen Kindesmissbrauch vor. Regisseur der zugehörigen Fernsehspots ist Filmemacher Wim Wenders.

16-04
Im Kern der Kampagne gegen Kindesmissbrauch stehen die Fernsehspots des Filmemachers Wim Wenders. – FOTO: DPA

Ein gesichtsloser Unbekannter drückt einem Jungen die Hand vor den Mund. Das Gesicht hinter der Hand wird älter und älter, bis irgendwann ein Erwachsener die Hand wegdrückt und mit düsterem Blick verkündet: „Er sagte: Das bleibt ein Geheimnis zwischen uns. Das Schweigen hat mich ein Leben lang zum Opfer gemacht.“ Die Szene ist Teil eines Spots, den der Regisseur Wim Wenders gedreht hat und der Kern einer neuen Kampagne gegen sexuellen Missbrauch von Kindern ist. Am Dienstag stellte Christine Bergmann, die Missbrauchsbeauftragte der Bundesregierung, die Kampagne vor. „Es geht darum, das Schweigen zu brechen“, sagte sie. Und Wenders ergänzte, er habe mitgewirkt, um die Botschaft „Sprechen hilft“ in die „Herzen und Köpfe“ der Menschen zu tragen.

Wenders arbeitete wie alle anderen beteiligten Künstler umsonst. Der Spot wird auch kostenlos in diversen TV-Sendern ausgestrahlt.

Gleichzeitig gab Bergman einen Zwischenbericht der Anlaufstelle für Missbrauchsopfer. 2500 Personen hätten sich bisher gemeldet. Zunehmend mehr Betroffene berichteten von Missbrauch im Familienkreis. Der älteste Anrufer war 80 Jahre alt, der jüngste zehn. 85 Prozent der Opfer nannten Männer als Täter, 60 Prozent hatten noch nie über ihre Geschichte geredet. Das Durchschnittsalter der Anrufer liegt bei etwa 50 Jahren. Sogar elf Täter haben sich, anonym wie alle Anrufer, gemeldet. Eine Psychotherapeutin der Anlaufstelle erklärte, man habe versucht, den Tätern vor allem die Leiden der Opfer nahe zu bringen.

Der Kinder- und Jugendpsychiater Jörg Fegert, der die Arbeit der Anlaufstelle wissenschaftlich begleitet, erklärte, zu seinem großen Erstaunen habe es viel mehr Anrufer aus dem Westen Deutschlands sowie aus Großstädten gegeben als aus dem Osten und vom Land. Gründe dafür konnte er nicht nennen. Sehr viele Anrufer forderten eine Verlängerung der Verjährungsfrist bei sexuellem Missbrauch. Bergmann schloss sich dieser Auffassung an.

Teilnehmer gesucht für Lebensmittelstudie für den Mars

2012/12/14

Man könnte neidisch werden: Hawaii hat dank dem amerikanischen Wohlfahrtsstaat viel schönere Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen als „Hierzulande“.

Mars-U

Auf Big Island ist für 2013 ist eine 4-monatige Analogversuchsphase geplant

Forscher von der „University of Hawaii at Manoa“ (UHM) suchen Bewerber für eine Studie zur Entwicklung von Lebensmitteln für eine mögliche Weltraumerforschungsmission zum Mars.

UHM-Forscher aus Informations- und Computerwissenschaften suchen, zusammen mit der „Cornell University“, acht Teilnehmer zwischen 21 und 65 Jahren, die an der viermonatigen Studie teilnehmen sollen.

Die Studie umfaßt die Geschmacks- und Geruchsprüfung von Weltraumlebensmitteln, die bekannt dafür sind, „fad“ zu sein, in kontrollierten Lebensräumen, was die Nutzung von Ausrüstungsgegenständen wie Raumanzügen erfordert, um mögliche Erkundungsumstände zu simulieren.

Das Training für die Teilnehmer wird im Herbst des Jahres 2012 angeboten, zusammen mit einer angemessenen Entschädigung.

Die Teilnehmer erhalten täglich eine Besoldung von 25 Dollar plus einen Bonus, wenn sie die Studie beenden. (Anm.: Einen Bonus in Höhe von 5.000 Dollar. Plus Rundreise, Verpflegung und Unterkunft.)

Die viermonatige Analogversuchsphase ist für Anfang 2013 geplant.

Die Anmeldefrist für Bewerbungen ist der 29. Februar 2012.

Um sich zu bewerben, besuchen Sie http://www.manoa.hawaii.edu/hi-seas.

Hier finden Sie den Originalartikel, Participants Sought For Mars Food Study.

Und so trostlos sieht dank der Anstrengungen schwarz-rot-grün-gelber EU-Piraten dagegen unser sich elendig abmühender Wohlfahrtsstaat im PAZ-Wochenrückblick mit Hans Heckel aus:

Geld und Macht

Wie die EU die Jugendarbeitslosigkeit abschafft, was der Reichstag 1914 versäumt hat, und warum Politiker doch die Wahrheit sagen

Endlich wird gehandelt: EU-Sozialkommissar László Andor will die Jugendarbeitslosigkeit in der Europäischen Union verbieten. Wer unter 25 Jahre alt und arbeitslos ist, soll spätestens vier Monate nach Ende seiner Ausbildung oder nach der Entlassung aus seiner vorherigen Stelle eine neue Beschäftigung bekommen. Er denkt dabei vor allem an Umschulungen und Weiterbildungsmaßnahmen sowie an Praktika, die vom EU-Sozialfonds bezuschusst werden sollen.

Offenbar hat der Herr Andor noch nicht alles vergessen von seiner Jugend in der Ungarischen Volksrepublik. Sein Muster zur Problembewältigung wurde in den sozialistischen Ländern jahrzehntelang erfolgreich erprobt: Wenn’s Schwierigkeiten gab, kam eine Kommission, plante die Probleme einfach weg und schon waren sie (so gut wie) verschwunden. Zumindest aus der Öffentlichkeit, denn das Ganze war stets begleitet von einer überaus kritischen Presse, die sich gar nicht satt sabbeln konnte vor Begeisterung über die sagenhaften Fortschritte in Folge der Beschlüsse des letzten Parteitags.

Die Jugendlichen werden Andor den Ausflug in den realen EU-Sozialismus danken. Ihnen winkt eine strahlende Karriere als unbezahlter Praktikant, der Akten von A nach B und anschließend wieder von B nach A schleppen darf, wobei er wertvolle Berufserfahrungen sammelt für sein nächstes Praktikum.

Deutschland könnte Vorreiter sein, denn bei uns existiert bereits ein großartiges Netz von Einrichtungen für Andors Vorhaben. Da werden beispielsweise arbeitslose Friseurinnen zu Maurern umgeschult, auch Theatergruppen für Arbeitslose gibt es, wo deren Kreativität befreit wird. Die deutsche Umschulungs- und Weiterbildungsindustrie kommt auf einen Gesamtumsatz, der den Verteidigungshaushalt übertrifft, sagen Schätzungen – zahlt alles der Steuerzahler.

Steuerzahler sind Leute, die das Glück haben, den Fängen der Weiterbildungsindustrie entwischt zu sein. Vor Jahren will ein übler Verräter bei einer Untersuchung nämlich herausgefunden haben, dass Arbeitslose, die einfach nur arbeitslos sind, höhere Chancen auf eine richtige Stelle haben als solche, die die leere Zeit mit Umschulungen und ähnlichen „Wiedereingliederungsmaßnahmen“ gefüllt haben. Für die Weiterbildungskonzerne eine schöne Sache, denn auf diese Weise gehen ihnen die Kunden niemals aus.

Der eigentliche Clou von Andors Arbeitslosigkeitsverbot liegt indes woanders: Nach sehr kurzer Zeit wird sich nämlich herausstellen, dass die Mittel des EU-Sozialfonds für Millionen solcher Maßnahmen viel zu knapp bemessen sind. Schon haben wir wieder einen Grund, den EU-Haushalt kräftig aufzublähen. Da Geld Macht ist, wächst so auch erneut der Einfluss der Brüsseler Zentrale gegenüber den Nationalstaaten: „Mehr Europa!“

Nicht umsonst war EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy so beleidigt, als einige Nordländer jüngst eine Verschlankung des EU-Beamtenapparates verlangten, um Geld zu sparen. Daraus wurde zum Glück nichts, was insbesondere dem gerissenen Ratspräsidenten zu verdanken ist. Mehr noch: Mit feiner Regie hat es Van Rompuy so hingebogen, dass in den Augen der Öffentlichkeit nicht er, sondern London schuld war am Platzen der EU-Haushaltsberatungen. Respekt!

Der Beschluss zum Verbot der Jugendarbeitslosigkeit reiht sich ein in eine lange Kette zukunftsweisender Vereinbarungen auf europäischer Ebene. Erinnern Sie sich noch an den „Lissabon-Prozess“? Im Jahre 2000 hatten die Staats- und Regierungschefs auf ihrem Gipfel in Lissabon beschlossen, die EU bis 2010 zur wettbewerbsfähigsten und innovativsten Wirtschaftsregion auf der ganzen Welt zu machen. Fürwahr: Wer auf das Europa des Jahres 2000 blickt und dies mit seinem heutigen Zustand vergleicht, der erkennt den alten Kontinent kaum wieder. Auf den Straßen von Madrid, Lissabon und Athen ist richtig Leben eingekehrt!

Die launige Stimmung in Athen hat einen guten Grund. Aus Berlin kam die frohe Kunde, dass alles Gerede über die Möglichkeit eines griechischen Staatsbankrotts hohles Geschwätz ist. Der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Norbert Barthle, hat nämlich herausgefunden, dass ein Staatsbankrott der Griechen mit dem deutschen Haushaltsrecht gar nicht vereinbar und daher gesetzlich verboten sei. Er meinte das nicht etwa als Witz, sondern vollkommen ernst. Hätten sie auf der „Titanic“ die Unsinkbarkeit doch bloß in die Hausordnung aufgenommen – nichts wäre passiert. Und hätte der Reichstag 1914 die Kriegskredite nur unter der „strengen Auflage“ gewährt, dass Deutschland auch gewinnt, wäre Kaiser Wilhelm 1918 als Sieger durchs Brandenburger Tor geritten, und Hitler wäre der Name einer Familie geblieben, die unter anderem einen durchschnittlichen Künstler des 20. Jahrhunderts hervorgebracht hat, mehr nicht.

Wie beruhigend, dass wir heute in Europa so viel vorausschauender handeln als diese fahrlässigen Idioten damals. Gut, bleiben wir fair. Nach Eisberg, Marne-Schlacht und Stalingrad ist man immer schlauer. Und so unglaublich es klingt: Einiges spricht dafür, dass wir demnächst sogar noch schlauer sein werden als jetzt.

Woher wir das wissen wollen? Von Angela Merkel höchstpersönlich! Ganz sanft bereitete uns die Großmeisterin der Salamitaktik kurz vor dem CDU-Parteitag auf eine unerwartete Neuigkeit vor: Ein weiterer „Schuldenschnitt“ (von Hetzern Bankrott oder Pleite genannt) für Hellas sei vielleicht doch nicht ganz auszuschließen. Das deutsche Haushaltsrecht? Ach, das legen wir zu den anderen Regeln und Verträgen, die aus dem Mülleimer für gebrochene Gesetze quellen. Auf so eine Krise muss man flexibel reagieren und darf sich „innovativen Lösungen“ (Lissabon-Prozess!) nicht verschließen. Jetzt schimpfen wieder einige: Die Politiker hätten uns nicht die Wahrheit gesagt und so.

Stimmt gar nicht, Politiker drücken sich heute nur anders aus als in früheren Epochen. Wer ihre Worte korrekt deutet, ist immer auf dem Laufenden. Als sie Anfang 2010 sagten, sie seien „zuversichtlich, dass Griechenland seine Probleme ohne fremde Hilfe lösen“ könne, meinten sie: Leute, der Zug ist abgefahren, die schaffen das nie und nimmer. Als Angela Merkel und Wolfgang Schäuble beim ersten Rettungspaket für Athen im Mai 2010 dann versprachen, es werde „kein zweites Rettungspaket geben“, meinten sie bloß „zweites Rettungspaket“. Als sie beim zweiten Rettungspaket versprachen, es werde „keine Dauerrettung geben“, meinten sie bloß „Dauerrettung“. Als sie verkündeten, es werde „keinen Schuldenschnitt für Athen“ geben, meinten sie nur „Schuldenschnitt für Athen“. Und als sie schließlich feierlich schworen, es werde „keinen zweiten Schuldenschnitt …“ – Sie wissen schon. Wenn uns Angela Merkel also eines Tages verspricht, es werde „keinen Atomkrieg in Europa geben“, sollten wir zusehen, dass wir hier wegkommen.

Das Beste am Schuldenschnitt ist, dass die Schulden dann weg sind. Endlich aufatmen! Die „Gläubiger“ sind ohnehin finstere Gesellen. Oder? Na ja, Gläubiger sind auch die griechischen Pensionsfonds, die gesetzlich verpflichtet waren, 77 Prozent ihrer Anlagen in griechische Staatsanleihen zu stecken. Nach einem weiteren Schnitt wird ihnen nicht viel bleiben.

Daher drängen Europas Linke ja so eilig auf die Einführung „gemeinsamer europäischer Sozialnormen“, von denen, Sie ahnen es, „die Deutschen am meisten profitieren würden“. Irgendeiner muss die griechischen Altersruhegelder schließlich berappen, wenn die dortigen Pensionsfonds skalpiert worden sind. Da ist es doch wie immer das Günstigste, wenn wir das „im Rahmen der europäischen Solidarität alle gemeinsam schultern“. Bis auch Deutschland pleite ist? Aber nein, das verbietet ganz gewiss unser deutsches Haushaltsrecht.

Reisewarnung für die USA — Diebstähle auf Flughäfen durch Sicherheitsbeauftragte

2012/12/03

Megan Chuchmach, Randy Kreider und Brian Ross erklären, warum Ihre Wertgegenstände bei einer Sicherheitskontrolle durch die Heimatschutzbehörde nicht völlig sicher sind.

tsa

Ein verurteilter Sicherheitsbeauftragter der „Behörde für Sicherheit im Transportwesen“ („Transportation Security Administration“, TSA) sagt, er war Teil einer „Kultur“ der Gleichgültigkeit, die es korrupten Mitarbeitern erlaubte, dank der laschen Aufsicht und Hinweisen von TSA-Kollegen ungestraft Jagd auf Gepäckstücke und persönliche Gegenstände zu machen.

„Es kam sehr, sehr häufig vor“, sagte Pythias Brown, ein ehemaliger TSA-Beauftragter am „Newark Liberty International Airport“ in New Jersey, der zugibt, in einem Zeitraum von vier Jahren aus Gepäck- und Sicherheitskontrollen Gegenstände im Wert von mehr als 800.000 Dollar gestohlen zu haben.

„Es war sehr bequem, etwas zu stehlen“, sagte er.

Nachdem er aus dem Gefängnis entlassen wurde und sich zum ersten Mal öffentlich äußerte, sagte Brown gegenüber ABC NEWS, daß seine vierjährige Verbrechensserie nur ein Ende fand, weil er versuchte, einen Fotoapparat, den er aus dem Gepäck eines CNN-Produzenten entwendete, bei eBay zu verkaufen, aber vergaß, sämtliche Aufkleber des Nachrichtensenders zu entfernen.

„Es war so einfach, daß ich selbstgefällig wurde“, sagte Brown.

Brown ist einer von fast 400 TSA-Beauftragten, die in den vergangenen zehn Jahren wegen Diebstahls von Passagieren entlassen wurden. Zwischen 2003 und 2012 sind laut TSA bisher 381 TSA-Beauftragte wegen Diebstahls entlassen worden, darunter 11 in diesem Jahr.

In einer Erklärung an ABC NEWS heißt es, die Agentur hat „für Diebstahl eine Null-Toleranz-Politik und entläßt jeden Mitarbeiter, der ermittelt wird, einen Passagier bestohlen zu haben“.

Die Agentur bestreitet, daß Diebstahl ein weit verbreitetes Problem ist, sagt jedoch, die Zahl der entlassen Beauftragten „stellt weniger als ein halbes Prozent der Beauftragten dar, die angestellt worden sind“. (Anm.: Ich weiß nicht, wie viel Prozent der Flugpassagiere durch ein halbes Prozent Sicherheitsbeauftragte bestohlen werden können, aber wenn sich die diebischen Sicherheitsbeauftragten auf ein halbes Prozent der Flugpassagiere beschränken würden, wären dies umgerechnet auf eine Boing 747 etwa 2 Personen — vielleicht ist es sicherer, mit offenem Rucksack zu Fuß zu gehen.)

Kritiker aus dem Kongreß sagen, das Problem sei keine Überraschung, da die TSA die Vergangenheit des Personals, das für die Sicherheitskontrollen eingestellt wird, nicht gründlich überprüft.

„Die TSA ist wahrscheinlich der schlimmste Personaldienstleister der gesamten Bundesregierung“, sagte der Republikanische Abgeordnete für Florida, John Mica, der Vorsitzende des „Ausschusses für Transport und Infrastruktur“ („House Committee on Transportation and Infrastructure“). „Es ist ein Skandal — für die Öffentlichkeit und für unsere Luftsicherheit.“

Brown, dem zugewiesen wurde, das Gepäck hinter den Abfertigungsschaltern zu durchleuchten, sagte, er arbeitete oft allein, und ihm wurde gesagt, daß die installierten Überwachungskameras, die Diebstähle verhindern sollen, nicht funktionierten, und er wurde nie befragt, wenn er sich verdächtig verhielt.

„Es war so einfach“, sagte Brown. „Ich ging mit einem Nintendo Wii in der Hand einfach aus der Kontrollstelle. Niemand sagte ein Wort.“

Er sagte, er lernte bald, die Röntgenscanner so zu lesen, um die wertvollsten Gegenstände zum Stehlen zu finden.

„Ich konnte sagen, ob es Fotoapparate oder Laptops oder tragbare Kameras waren, oder welche Art von Elektronik in der Tasche war“, sagte Brown.

Zum Zeitpunkt seiner Verhaftung bot er auf seiner eBay-Seite 80 Fotoapparate, Videospiele und Computer zum Verkauf an.

„Es war wie auf Drogen zu sein“, sagte er ABC NEWS. „Es war wie ‚Was tue ich hier?‘, aber am nächsten Tag war machte ich es gleich wieder.“

Brown beschrieb ein Beispiel, als er auf Beschwerden von Fluggästen über Diebstähle hingewiesen wurde.

„Ein Herr, der im Büro arbeitete, kam eines Tages zu mir und sagte: ‚Im Büro reden sie über Sie. Seien Sie vorsichtig.‘ Ich sagte, ‚Okay.‘ “

Brown sagte ABC NEWS, daß er sich entschied, an die Öffentlichkeit zu gehen und seine Verbrechen zuzugeben, um die Fluggäste zu warnen, was mit Gepäck, das durch die TSA kontrolliert wird, passieren kann.

Selbst die speziellen TSA-Schlösser, die für Reisegepäck verkauft werden, funktionieren nicht, sagt Brown, weil die TSA-Mitarbeiter lernten, wie man sie knackt, ohne entdeckt zu werden.

Der verurteilte TSA-Beauftragte sagte, daß er glaubt, daß die meisten Menschen, die für die Agentur arbeiten, ehrlich sind, daß aber die schlechte Arbeitsmoral und ein niedriger Lohntarif dazu führten, daß einige versucht waren, zu stehlen.

„Sie dachten nicht, daß es okay wäre, sie machten es aber und sagten: ‚Es ist mir egal. Sie bezahlen mich nicht. Sie behandeln mich falsch.‘ Aber als die Leute dann sehen, daß sie daraus profitieren könnten, dann wurde es riesig“, sagte Brown.

Hier finden Sie den Originalartikel, Convicted TSA Officer Reveals Secrets of Thefts at Airports.

Verhafteter Schulleiter hatte 10 versteckte Kameras

2012/11/29

Ellen Huet über Freizeitgestaltung mit Lebensabschnittspartnern im Sektor Beamte und öffentlicher Dienst (wenn es dunkel wird und die Vorhänge zugezogen werden).


Schulleiter Eric Dean Lewis

Laut Polizei hatte ein Schulleiter einer Grundschule in Santa Clara, der am Montag in sechs Punkten wegen Drogenbesitzes angeklagt wurde, in seiner Wohnung in San Francisco auch 10 versteckte Kameras, darunter eine in einem Plüschtier.

Eric Lewis, 42, wurde am Donnerstag in San Francisco in einem Caltrain Bahnhof nahe Fourth Street / King Street wegen des Bereitstellens von Methamphetamin und GHB — K.O.-Tropfen — an einen verdeckten Drogenfahnder verhaftet.

Der Drogenfahnder, der für die „Santa Clara County Drug Task Force“ arbeitet, kontaktierte Lewis über eine Datingseite für Schwule, nachdem ein Hinweis einging, daß Lewis mit Drogen zu tun haben könnte.

Laut Polizei wurden bei der Durchsuchung von Lewis‘ Wohnung in der 15. Straße im Stadtteil Mission sieben Ecstasy-Pillen, 4,8 Gramm Methamphetamin, vier Ampullen GHB, drei Methamphetamin-Pfeifen und eine Waage mit Drogenrückständen gefunden.

Laut Polizeibericht fanden die Ermittler der Drogenfahndung in einem Schlafzimmerschrank auch 10 Mini-Kameras, darunter eine, die in der Nase eines Teddybärs versteckt war. Andere Kameras waren laut der Polizei in einem Kleiderbügel, einem Feuerzeug und einer Uhr versteckt.

Die Ermittler sagten, sie nahmen die Kameras, Festplatten und Computer sowie alle Drogen und Utensilien an sich. Lewis bleibt bis zur Zahlung einer Kaution von 25.000 Dollar im Bezirksgefängnis von Santa Clara. Er ist von der Schule unbezahlt beurlaubt worden.

Lewis wurde am Montag in fünf Punkten wegen Drogenvergehen angeklagt, darunter zwei Punkte wegen Beförderung, Verkauf oder Vertrieb von Meth und GHB und drei Punkte wegen Besitz von Meth, GHB und Ecstasy für den Verkauf. Er wurde auch in einem Punkt wegen Besitz von Drogen-Utensilien angeklagt.

Die Ermittler fanden keine Belege, daß die Montague Grundschule in Santa Clara, wo er seit sieben Jahre Schulleiter ist, in irgendwelche von Lewis‘ angeblichen Aktivitäten verwickelt wäre. Laut Polizeibericht verschickte Lewis während er an der Montague Grundschule arbeitete Texte im Zusammenhang mit der Bereitstellung von Drogen.

Hier finden Sie den Originalartikel, Arrested principal had 10 hidden cameras.

Bei der von Eric Lewis besuchten Internetseite handelte sich zwar um diese Funseite für mehr Spaß im Männerleben, zur Zerschlagung dieses klischeehaften Irrbildes läßt sich jedoch einwenden, daß es genauso gut auch eine der vielen anderen Internetseiten hätte sein können, auf denen Männer wie Eric Lewis einfach nur verzweifelt einen vom Intellekt passenden Gesprächspartner suchen.

Und bei einer Debatte über das Thema Drogen sollte berücksichtigt werden, methodisch fundiert und angemessen zu diskutieren, Pro- und Contra-Argumente zu sammeln, diese sachlich abzuwägen, und schließlich sorgfältig zu schlußfolgern, weshalb Chemikalien im Hirn zu befürworten sind.

Damit unschuldige Männer wie Eric Lewis am Ende nicht in dieser Schublade landen:

Drogenkonsum: Unter Schwulen „sieben Mal höher“

Zweijährige Umfrage in der lesbisch-schwul-bisexuell-transgenderellen Gemeinde deckt „problematischen Drogenmißbrauch“ auf

Es ist nicht klar, ob es ein Coping-Mechanismus gegenüber Homophobie oder einfach nur das hektische Partyleben ist, doch neue Zahlen deuten darauf hin, daß schwule Menschen (gay people) sieben Mal häufiger illegale Drogen zu sich nehmen als die Normalbevölkerung, mit einem von fünf Befragten, der Anzeichen einer Abhängigkeit von Drogen oder Alkohol zeigt.

Mehr als ein Drittel der schwulen, lesbischen und bisexuellen Menschen nahmen laut der größten Studie ihrer Art im letzten Monat mindestens eine illegale Droge. Ob Drogenkonsum eine psychologische Krücke ist, ein Weg zur Integration in die „Szene“, oder vielleicht beides, bei der der Normalbevölkerung liegt diese Zahl laut der Straftatenstudie CSEW (Crime Survey for England and Wales) bei nur 5 Prozent.

Aktivisten beschrieben die Ergebnisse gestern als „Weckruf“, während Spezialisten warnten, daß schwule Menschen riskieren, von traditionellen Drogenbehandlungsdiensten ausgeschlossen zu werden. Der Bericht, der von der „Stiftung Lesben und Schwule“ („Lesbian and Gay Foundation“, LGF) und der „University of Central Lancashire“ durchgeführt wurde, die über einen Zeitraum von zwei Jahren mehr als 4.000 Menschen untersuchte, warnt, daß es „unter lesbischen, schwulen und bisexuellen Menschen einen signifikanten problematischen Drogenkonsum“ gibt und die Gefahr eines „erheblichen verborgenen Schadens“.

Die am häufigsten verwendeten Drogen unter den Befragten waren Partydrogen wie Cannabis und Poppers, gefolgt von Kokain, Ecstasy, Ketamin und Amphetaminen. Sie haben im letzten Monat 10 Mal häufiger Kokain verwendet als die Normalbevölkerung, und 13 Mal häufiger Ketamin. Der Heroinkonsum war bei beiden Populationen vergleichbar, doch die Verwendung von Crack-Kokain war in der Schwulengemeinde wieder höher.

Read on: Drug use ’seven times higher‘ among gays