Archive for the ‘Apple’ Category

Warum der Mac Pro 2013 teurer ist als der Mac Pro 2012?

2013/11/20

Zählen Sie doch einmal die Arbeitskräfte, die allein in der Produktionsphase zu sehen sind, die das für die Leistung vernachlässigbare Strangpressen und Polieren des Aluminiumgehäuses zeigt, das nach Inbetriebnahme nicht mehr im Mittelpunkt steht:

Che Guevara auf dem iPhone

2012/03/29

Humberto Fontova unterstützt „Guevara“ — die app für Apples iPhone.

Fehlendes iPhone-Zitat: „Nicht schießen! Ich bin Che und ich bin für euch lebend wertvoller als tot!“

Das war klar. Jetzt gibt es Che-Guevara-Zitate für das iPhone.

Viele von uns, die kein Kunde dieses zweifellos hippen Produkts sind, fürchten aber, daß Che Guevaras allerhippste Zitate fehlen werden — darunter die folgenden:

„[I]ch, der eklektische Sezierer von Doktrinen und Psychoanalytiker von Dogmen, werde mit dem Geheul eines Besessenen die Barrikaden oder Schützengräben stürmen, meine Waffe in Blut tauchen und, rasend vor Wut, jeden Besiegten, der mir in die Hände fällt, niedermetzeln. … Schon spüre ich, wie sich meine Nüstern blähen und den bitteren Geruch von Pulver und Blut, von feindlichem Tod einsaugen; schon spannt sich mein Leib, bereit zu dieser Schlacht, und ich mache mein Sein zu einem Tempel, damit in ihm mit neuen Erschütterungen und neuen Hoffnungen das Wolfsgeheul des siegreichen Proletariats widerhallt.“ Aus Che Guevaras eigenem Tagebuch, das 2004 als „Die Reise des jungen Che“ verewigt wurde, wobei Produzent Robert Redford „übersah“, dieses zweifellos dramatische Zitat in seinen Film zu übernehmen.

„Der Haß als Faktor des Kampfes, der unbeugsame Haß dem Feinde gegenüber, der den Menschen über seine physischen Grenzen hinaus antreibt und ihn in eine wirksame, gewaltsame, selektive und kalte Tötungsmaschine verwandelt. … Wir lehnen jede friedliche Annäherung ab. Gewalt ist unvermeidlich. Um den Sozialismus zu verwirklichen, müssen Ströme von Blut fließen! … Der imperialistische Feind muß sich wie ein gehetztes Tier fühlen, wo immer er sich bewegt. So werden wir ihn zerstören! Diese Hyänen (Amerikaner) sind nur für die Ausrottung geeignet. Wir müssen unseren Haß lebendig erhalten, und zu einem Anfall steigern! Der Sieg des Sozialismus ist Millionen von atomaren Opfern wert!“ So sprach die Ikone der Blumenkinder.

„Nicht schießen! Ich bin Che und ich bin für euch lebend wertvoller als tot!“ Die Bitte mit dem aufgesetzten Politikerlächeln wurde am 8. Oktober 1967 in Quebrada de Yuro, Bolivien, gewimmert, als Che seine voll geladen Waffen senkte. Zu dieser Zeit schleppte sich Che mit seinem Guerilla-Befehlshaber Willy durch das Grün und versuchte, sich von einem Feuergefecht davonzumachen, als sie sich zwei bolivianischen Soldaten gegenüber sahen.

Zwei kommunistische Guerilla-Pfeifenköpfe gegen zwei bolivianische Soldaten — und Ches blutrünstiges Getöse war wie weggeblasen. Wie immer, wenn ihm Männer — oder Knaben — gegenüber traten, die sich verteidigen können. Sein Repertoire bestand darin, ihnen aus fünf Fuß Entfernung die Schädel wegzupusten, während sie gefesselt und geknebelt waren. Erstaunlicherweise ließen sich Steven Soderbergh und Benicio del Toro jede Möglichkeit entgehen, ein solches Drama in ihrem jüngsten Film bildlich darzustellen.

„Der Neger ist träge und gibt sein ganzes Geld für Frivolitäten und Alkohol aus, wohingegen der Europäer zukunftsweisend, organisiert und intelligent ist.“

„Was wird unsere Revolution für die Schwarzen tun? Warum, wir werden für die Schwarzen genau das tun, was Schwarze für die kubanische Revolution taten. Damit meine ich: nichts!“

„Der Neger erhielt seine rassische Reinheit durch seine bekannte Gewohnheit, Bäder zu meiden.“ Als ob Che hier mitreden könnte.

„Viva Che!“ brüllte Jesse Jackson, als er sich in Havanna im Jahr 1984 Arm in Arm mit Fidel Castro zeigte.

„Ich bin wie Che mit Glitzerkram!“ singt Rapper Jay Z.

„Die Lösungen für die Probleme der Welt liegen hinter dem Eisernen Vorhang … . Wären die Atomraketen hier geblieben, hätten wir sie auf das Herz der USA gerichtet, sogar auf New York City. Der Sieg des Sozialismus ist Millionen von atomaren Opfern wert!“ Halten Sie auf „Friedens“-Demonstrationen Ausschau nach Che T-Shirts.

„Mexikaner sind ein Haufen von analphabetischen Indianern.“ Man beachte die zahlreichen Che-Banner und T-Shirts auf Mai-Demonstrationen mexikanischer Immigranten.

„Bolivianische Campesinos sind einfach Tiere.“ Man beachte die häufigen Kniefälle des bolivianischen Präsidenten Evo Morales gegenüber dem Geist von Che Guevara und seinem Puppenspieler Fidel Castro.

„Die Jugend hat die undankbare Hinterfragung von staatlichen Aufträgen zu unterlassen. Stattdessen hat sie sich dem Studium, der Arbeit und dem Militärdienst zu widmen, und sollte lernen, als Masse zu denken und zu handeln. Der Geist der Rebellion ist verwerflich.“

„Che ist unser fünftes Bandmitglied!“ sagte Tom Morello von Rage Against the Machine.

Ches ist wahres Vermächtnis ist einfach nur Terror, Mord und wehleidige Feigheit

Che Löwenherz gehört wirklich auf die Universitäten. In der Regel findet man sein Bild aber an den falschen Stellen. Es gehört an die Fachbereiche Marketing, Öffentlichkeitsarbeit, Werbung und vor allem Psychologie. Seine Geschichte und seine Lehren sind faszinierend und wertvoll, aber nur im Licht von Sigmund Freud oder P.T. Barnum. „Jede Minute wird ein Mensch geboren, den man ausnehmen kann“, sagte P.T. Barnum. Ach, wären Sie doch noch am Leben, um das Che-Phänomen zu sehen. In Wirklichkeit werden jede Sekunde 10 geboren.

Che ist ein „Guerilla-Held“, der im wirklichen Leben nie in einen Guerilla-Krieg kämpfte. Als er schließlich kurz einen berührte, wurde er geschlagen und kapitulierte wie ein wehleidiges, wimmerndes Wrack.

Che ist ein kaltblütiger Mörder, der Tausende ohne Gerichtsverfahren hinrichtete, für den gerichtliche Beweise ein „unnötiges bürgerliches Detail“ waren, der betonte, „Revolutionäre müssen kalte, durch puren Haß motivierte Tötungsmaschinen werden“, der monatelang bis zum Morgengrauen aufblieb, um Todesurteile für unschuldige und ehrenhafte Männer zu unterzeichnen, dessen Büro in La Cabana ein Fenster hatte, von dem aus er die Hinrichtungen beobachten konnte — und heute schmücken seine T-Shirts Menschen, die die Todesstrafe ablehnen!

Che ist ein humorloser Abstinenzler, ein altmodischer Bürohengst, ein notorischer Spielverderber — und Sie sehen sein T-Shirt auf MTV! Kompetente Psychologen, falls vorhanden, werden das eines Tages vielleicht erklären.

Che zeichnete sich in einer Sache aus: Massenmord an wehrlosen Männern. Er war ein Stalinist bis ins Mark, ein altmodischer Bürokrat und ein ruhiger, kaltblütiger — aber niemals wirklich kämpfender — Killer. Ches wahres Vermächtnis besteht einfach nur aus Terror, Mord und wehleidiger Feigheit.

Hier finden Sie den Originalartikel, Che Guevara on IPhone.

Lagert Apples Suizid-Fabrik Arbeitsplätze an noch billigere chinesische Bauern aus?

2012/01/26

David Gewirtz über die Arbeitsbedingungen beim Produzenten von Steve Jobs elektronischem Schminkkasten.

(Literaturempfehlung für alle, die schon immer etwas von Wirtschaft verstehen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten: Der zerdachte Staat von Walter Wannenmacher oder jedes x-beliebige Buch von Roland Baader.)

(weitere Anmerkungen in Klammern)

Zusammenfassung: Kaufen Sie sich Ihre Geräte aus der Consumer-Elektronik-Branche. Dadurch gelangt Nahrung in Münder. Es gelangt aber auch Blut an unsere Hände.

Dies ist eine schwierige Geschichte, denn sie ist schrecklich, egal wo man anfängt. Selbst wenn Sie dachten, Sie würden die ganze Geschichte kennen — Sie kennen sie nicht. Wir fanden diese Woche heraus, daß es noch schlimmer kommt.

Zunächst einige Hintergrundinformationen.

„Laufe in deinen Tod“

Apples iPad, iPhone und andere Apple-Produkte werden in China von einer 61.000.000.000-Dollar-Firma namens Foxconn hergestellt. Laut Reuters ist Foxconn der weltweit größte Hersteller elektronischer Komponenten. Außer für Apple produziert Foxconn unter anderem auch für HP und Dell.

Im vergangenen Mai erfuhren wir von einer Reihe von Suiziden auf Apples Produktionsstraße. Bis zum 27. Mai (2010) hatten 16 Menschen versucht, sich durch einen Sprung von Fabrikdächern ihr Leben zu nehmen — 12 erfolgreich. Mindestens 20 weitere wurden aufgehalten, bevor sie springen konnten. Reuters berichtet, daß chinesische Arbeiter „Foxconns chinesischen Namen verdreht haben, so daß er jetzt wie ‚Laufe in deinen Tod‘ klingt“.

51 Cent pro Stunde

Die Firma spannt Netze zwischen den Gebäuden, um Menschen, die springen, zu fangen. Foxconn-Vorstand Terry Gou erklärt: „Es ist eine ungeschickte Lösung, aber sie kann Leben retten.“

Am 10. jeden Monats haben die Arbeiter bei Foxconn ihren einzigen guten Tag. Das liegt daran, weil sie das chinesische Äquivalent von 130 Dollar bekommen. Das sind 130 Dollar für etwa 240 Stunden Arbeit. Die Rechnung ist beunruhigend. Diese Arbeiter verdienen etwa 51 Cent pro Stunde.

Es ist anzumerken, daß Apples Arbeiter bei Foxconn Überstunden machen, so daß sie pro Woche 70 Stunden arbeiteten. Apple ordnete an, daß pro Woche maximal 20 Überstunden gemacht werden dürfen, weshalb die Arbeiter bei Foxconn jetzt nur 60 Stunden pro Woche arbeiten. Natürlich verdienen sie immer noch nur 51 Cent pro Stunde.

Im Gegensatz dazu liegt das Reinvermögen von Terry Gou laut Forbes bei 5.500.000.000 Dollar. Steve Jobs Reinvermögen liegt bei 6.100.000.000 Dollar.

51 Cent pro Stunde sind anscheinend zu viel

Ich schrieb eine Menge über die chinesischen Arbeiter in (meinem Buch) How To Save Jobs. Ich schrieb darüber, daß „Mittelschicht“ für viele chinesische Arbeiter bedeutet, stolze 2 Dollar pro Tag zu verdienen — ein Teil jenes Kapitels ist auf CNN zu finden: China on $2 a day. Ein Arbeiter bei Foxconn verdient viel mehr als ein klassischer chinesischer Bauer.

In „How To Save Jobs“ sprach ich darüber, wie die „Mittelklassierung“ chinesischer Arbeiter die Kosten von Waren für amerikanische Unternehmen, die Arbeitsplätze nach China auszulagern, nach oben treiben wird. Ich schrieb, da Arbeiter in China mehr verdienen, müssen Unternehmen an neuen Orten Arbeiter suchen — Menschen, die bereit sind, für weniger Geld zu arbeiten.

Dies ist eine Möglichkeit, was bei Foxconn geschah. Und genau hier wird unsere Geschichte noch beunruhigender.

In Longhua, einem Vorort der riesigen chinesischen Industriestadt Shenzhen, arbeiten die meisten Foxconn-Arbeiter. Es scheint, daß für die Arbeiter in Shenzhen 51 Cent pro Stunde zu viel sind. Denken Sie daran, diese Arbeiter arbeiten unter einem solchen Druck, daß sich im Einzugsgebiet der Fabrik Suizide häufen.

Laut einem anderen Bericht von Reuters investiert Foxconn für ein neues Werk in Chengdu in der Größenordnung von 10.000.000.000 Dollar. Warum? Laut Reuters „expandiert Foxconn … dorthin, wo die Löhne niedriger und die Arbeiter zahlreicher sind“.

Foxconn investiert Milliarden von Dollar, um ein Werk zu bauen, wo es den Arbeitern noch weniger als 51 Cent pro Stunde bezahlen kann.

Der Rest der Geschichte

Auf der anderen Seite ist die Geschichte differenzierter, als es auf den ersten Blick scheint. In der Reuters-Meldung vom Mai wird Gou mit den Worten zitiert, daß er erwägt, mit den Fabriken dichter in die Nähe der Familien der Arbeiter zu ziehen.

Sowohl Gou als auch Jobs befinden sich in einer Zwickmühle. Laut dem Reuters-Interview schien Gou wegen den Todesfällen der Arbeiter wirklich besorgt zu sein, steht aber auch vor dem Problem, mit einer beinahe wahnsinnigen Nachfrage mithalten zu müssen, die die Arbeiter bis zum Zerreißen belastet.

Wir von der Presse sind daran nicht unbeteiligt. Wann immer Apple — und, in geringerem Umfang, andere Anbieter — nicht mit der Nachfrage mithalten können, kritisieren wir häufig das Management wegen der schlechten Planung. Dies kann durchaus bedeuten, daß unsere Kritik dadurch ausgeräumt wird, daß einige ausländische Arbeiter über ihre Grenzen hinaus belastet werden.

Es sollte auch darauf hingewiesen werden, daß das Foxconn-Werk für ein Schwellenland eigentlich sehr fortschrittlich ist. Die Arbeiter verdienen deutlich mehr als fast alle anderen, die in China die gleiche Arbeit machen.

Beklagenswerte Arbeitsbedingungen sind nicht nur auf Foxconn beschränkt — nicht einmal auf China. Es gibt einen faszinierenden Film mit dem Titel Shipbreakers, der die absolut erbärmlichen Bedingungen in Indien zeigt, unter denen Arbeiter (ähnlich wie in dem Film Eisenfresser) alte Schiffe abwracken. Die Arbeiter sind dabei zu sehen, wie sie über Metallschrott und durch giftiges Wasser laufen — barfuß.

Aber selbst damit ist nicht alles so klar, wie es sein könnte. Diese schlecht bezahlten Arbeiter würden sonst verhungern, und Hunderttausende aus dem ganzen Land machen sich auf den Weg und wandern zum Hafen der Schiffsverschrotter, weil es eine Arbeit ist, die sich lohnt — auch wenn sie tötet.

Die traurige Tatsache ist, daß der weltweite durchschnittliche Jahreslohn 7.000 Dollar beträgt. Bedenkt man, wie viel wir in Amerika verdienen und wie viele Reiche es weltweit gibt, bedeutet das, daß es auf dem Planeten eine enorme Zahl von Menschen gibt, die viel weniger als 7.000 verdienen.

In China beträgt der durchschnittliche Jahreslohn pro Person 4.325 Dollar. Angesichts der extremen Einkommensunterschiede zwischen Milliardären wie Terry Gou und armen Bauern im Hinterland, verdienen Milliarden von Chinesen jedes Jahr viel weniger.

Hier ist eine Vorstellung: bei meinen Recherchen für How To Save Jobs, errechnete ich, daß in China und Indien mehr Menschen hungern als es in Amerika Menschen gibt.

Was sollen wir tun? Was sollen wir denken?

Dies ist ein zutiefst beunruhigendes Thema. Brauchen wir Amerikaner unser elektronisches Spielzeug wirklich so sehr, daß wir bereit sind, wegzuschauen, wenn unsere Mitmenschen durch den Druck sterben, unter den sie gestellt werden, um das Leben von Sklaven zu führen? (Die Frage geht weiter an die Apple-süchtige  Kinderpartei  Piratenpartei, die gerne bereit wäre, für ihr Spielzeug eine Null mehr zu bezahlen, wenn es überall auf der Welt Armuts-Gleichheit und Gratis-Nahverkehr gäbe.)

Ja, ich weiß, diese Leute werden bezahlt und Sklaven werden nicht bezahlt, aber wo ziehen wir die Grenze? An welchem Punkt wird alles zu viel — die Anstrengung, die Überstunden, das Verbot, mit anderen Arbeitern zu reden, die Arbeitsbedingungen, daß Arbeitnehmer stundenlang stehen müssen, ohne sich bewegen oder strecken zu können, die Schläge, an welchem Punkt wird all das für uns zu viel, um es akzeptieren zu können?

Es ist nicht leicht zu beantworten. Millionen von Amerikanern verlassen sich auf ihre Arbeit in der Elektronik- und Computerindustrie und diese Arbeitsplätze sind letztlich abhängig von unseren kontinuierlichen Einkäufen bezahlbarer Elektronik. Wenn wir den Kauf unserer iPads und iPhones — und Laptops und Desktops und Motherboards — stoppen, würden die Amerikaner Arbeitsplätze verlieren.

Wir können diese Geräte auch nicht in den USA bauen und verkaufen.

Laut Wolfram Alpha beträgt der amerikanische Medianlohn 42.270 Dollar pro Jahr. (Medianlohn heißt, daß je die Hälfte der Lohnempfänger mehr bzw. weniger als diese Zahl x erreicht.) Das bedeutet, jeder Arbeiter kostet die amerikanischen Arbeitgeber in der Regel 15,57 Dollar pro Stunde. Lassen wir die hohen Kosten für die Arbeitgeberleistungen außer acht. Trotzdem verdient der typische amerikanische Arbeitnehmer 30-mal mehr als der Arbeiter bei Foxconn.

Das iPad der unteren Preisklasse kostet 499 Dollar. Würden es Amerikaner bauen, müßte es 14.970 Dollar kosten. Niemand würde ein iPad für 14.970 Dollar kaufen. Niemand würde einen Laptop der mittleren Preisklasse für 23.970 Dollar kaufen. Niemand würde ein Smartphone für 5.970 Dollar kaufen.

Der einzige Weg, an unsere preiswerten Elektronikprodukte zu bekommen, ist, ganz wörtlich, über das Blut anderer Menschen, die im Elend arbeiten.

Und doch.

Wenn wir uns einfach entscheiden, auf den Kauf von Elektronikprodukten zu verzichten, würden nicht nur amerikanische Arbeitsplätze verloren gehen, sondern auch die Arbeitsplätze jener ärmlichen chinesischen Arbeiter.

Die traurige, traurige, schrecklich traurige Tatsache ist, daß diese Arbeitsplätze tatsächlich für viele der Arbeiter bei Foxconn gut sind. Weil sie so viel mehr als ihre chinesischen Brüder verdienen, versuchen sie verzweifelt, die Arbeit zu behalten, auch wenn die Arbeit, fast wörtlich, Folter ist. Durch die Arbeit bei Foxconn können sie Geld nach Hause schicken, zu hungernden Familien, können sie einige ihrer Kinder zur Schule schicken, können sie leicht aufsteigen, auf der unfaßbar brutalen ökonomischen Leiter, die in China existiert.

Sind diese Mißstände Terry Gous Schuld? Sind sie Steve Jobs‘ Schuld? Sind sie unsere Schuld?

Chinesische Arbeiter — und viele andere Menschen auf der ganzen Welt — leben unter furchtbaren Bedingungen. Wir Amerikaner haben weit mehr Glück, alle von uns, als es sich fast jeder hier vorstellen kann.

Ich sähe gerne, daß Terry Gou die schrecklichen Beschränkungen seiner Arbeiter aufhebt. Hier in Amerika möchte ich die Führungskräfte bei Apple, die für den Vertrag mit Foxconn verantwortlich sind, ermutigen, Foxconn zu helfen, besseren Arbeitsbedingungen Vorrang zu geben.

Tatsache ist, wir werden unsere Elektronikprodukte weiter kaufen. Die gute Nachricht ist, daß dadurch Nahrung in Münder gelangt. Die schlechte Nachricht ist, daß dadurch auch Blut an unsere Hände gelangt. So ist unsere Welt.

Hier finden Sie den Originalartikel, Is Apple’s suicide factory outsourcing to even cheaper Chinese peasants?