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Die Verführung von Hannah Montana

2012/01/06

Michelle Malkin über die Sexstörungen der Unterhaltungsindustrie.

(Ein Artikel, der übersetzt werden mußte, weil die sexuell stimulierten Medien 2008 nur die Gebetsmühlen der prüden Amerikaner und Moral-Apostel drehten: hier, hier, hier oder hier. Die Druckerschwärze für Artikel gegen katholische Priester muß preiswerter sein als die für Artikel gegen liberale linke Pädo-Künstler wie Simone de Beauvoir, Will McBride, Jim Buckley, Rudy Frederiksen, David, Hamilton, Doug Hutchison, David Malakoff, Roman Polanski, Pietro Polizzi, Arnold Schwarzenegger, Paul Reubens oder Jeffrey Jones.)

(weitere Anmerkungen in Klammern)

Erst Britney. Dann Lindsay. Und jetzt: Miley Cyrus. Werden sie jemals lernen?

Mit „sie“ meine ich nicht die Mädchen. Ich meine deren Eltern. Wo sind sie? Was zum Teufel denken sie?

Ich weiß nicht, wie oft ich diese Fragen im Laufe der Jahre gestellt habe, wenn junge, sympathische Hollywood-Starlets aufsteigen, schwindelerregenden Ruhm und Reichtum erreichen, und dann als halbnackte Drogen-Wracks mit seelenlosen Augen abstürzen.

Sind Eltern ohne Skrupel eher bereit, ihre Töchter den Wölfen der Vergnügungsindustrie zu opfern? Oder raubt das Unterhaltungsgewerbe Müttern und Vätern, die es besser wissen sollten, den gesunden Menschenverstand? So oder so sind sie der Kindesvernachlässigung schuldig.

Miley Cyrus, für diejenigen von Ihnen, die keine Mädchen im Haus haben, ist die 15-jährige Sängerin/Schauspielerin mit der erfolgreichen Fernsehserie „Hannah Montana“, einer lukrativen Tournee, und einem Disney Imperium im Wert von fast 1.000.000.000 Dollar. Zum Glück begeistert sich meine 7-jährige Tochter mehr für Pferde als für Superstars. Der Micky-Maus-Konzern versucht wegen dem Foto-GAU nun, eine Kernschmelze zu verhindern.

Annie Leibovitz war die Fotografin. Das Magazin ist Vanity Fair. Warum diese beiden Namen bei den Erwachsenen unter den Cyrus‘ nicht Alarmglocken in der Größe von Texas losgehen ließen, ist mir schleierhaft. Leibovitz hat den Ruf, ihre Objekte unter dem Deckmantel der „Kunst“ in schlüpfrige Posen zu quatschen. Sie setzte Demi Moore nackt und schwanger auf die Titelseite von Vanity Fair.

Scarlett Johansson und Keira Knightley erschienen ebenfalls unbekleidet auf der Titelseite des Magazins; Johanssons Rücken war völlig blank. Eine weitere vielversprechende junge Schauspielerin, Rachel McAdams, hatte die Würde, Klasse und Selbstbeherrschung, sich zu weigern. Als sie am Set erschien und entdeckte, was die Redakteure wollten, ging sie und feuerte ihren Vertreter. (Ich selbst würde gehen, wenn ich sehe, daß mich jemand fotografieren will, der aussieht wie eine Mischung aus einem aufgeplatzten Leibovitz-Sofakissen und den von taz-Autorin Anja Maier in ihrem Buch Lassen Sie mich durch, ich bin Mutter beschriebenen taz-Leserinnen.)

Wo waren also die Eltern von Miley, als das Fotoshooting stattfand? Papa hing eine Weile in der Gegend herum und posierte für einige der Fotos, auf denen Miley bauchnabelfrei über sein Knie drapiert wurde — Vanity Fair veröffentlichte schnell ein Video von diesen Szenen, um irgendwie zu „beweisen“, daß Miley nicht manipuliert wurde:

Laut NYPost ging Billy Ray jedoch, bevor das umstrittene Nacktfoto aufgenommen wurde, und irgendwie hatten auch Mileys Großmutter und ihr Lehrer, die sie beaufsichtigen sollten, keine Ahnung, was los war:

Mileys Eltern hatten das Fotoshooting verlassen und waren nicht anwesend, als das letzte Foto gemacht wurde, und sie sahen von der fraglichen Aufnahme auch keine digitalen Bilder“, sagte eine Miley-Sprecherin gestern der NYPost.

Ihre Großmutter und ihr Lehrer sollten sie laut dem Magazin People beaufsichtigen.

„Annie überzeugte sie, daß es künstlerisch sein würde“, erfuhr People von einem Insider. „Ihre Eltern sind wie gelähmt.“

Laut dem Artikel in Vanity Fair erkannte Miley selbst, daß sie von einer listigen Leibovitz zu dem Foto bequatscht wurde:

Und obwohl die Pose Annie Leibovitz‘ Idee war, könnte das zurückhaltende Oben-ohne-Porträt eines Kindes als ein Schritt in Richtung Erwachsenen-Fotografie gesehen werden. „Ich denke, es ist wirklich künstlerisch“, sagt Cyrus. „Es war nicht schmuddelig. … Und man kann zu Annie nicht nein sagen. Sie ist so niedlich. Sie bekommt diesen Dackelblick und man ist weg.

(Den Dackelblick bekamen all diese Lehrerinnen womöglich auch.)

Jemand hätte da sein sollen, um zu intervenieren. Und es gab reichlich Gelegenheiten, um „Nein“ zu sagen.

Zum Beispiel, als Leibovitz die 15-Jährige becircte, ihre Kleider auszuziehen.

Oder als sie den Teenager zu roten Lippen und rauchigen Augen becircte.

Oder als sie dem Mädchen ein Seidentuch gab und ihr Haar zerzauste und ihr sagte, über die Schulter zu blicken und auszusehen, als wäre sie gerade nach einem One-Night-Stand aufgewacht.

Die Erwachsenen, die Miley Cyrus umgaben, entzogen sich ihrer Verantwortung, um ihre Interessen zu schützen. Mama und Papa wurden von Vanity Fairs Glanz geblendet. Vanity Fair sah kein 15-jähriges Mädchen. Sie sahen Dollar-Zeichen aus dem Verkauf des Magazins. Und Annie Leibovitz sah nichts weiteres als eine weitere Trophäe und Haut, Haut, Haut.

Die Schuld trifft aber nicht allein die Eltern und die Großmutter und den Lehrer. Leibovitz und Graydon Carter, der liberale linke Herausgeber von Vanity Fair, sollten sich schämen.

Eine „Künstlerin“? Ein Redakteur von einer „Literaturzeitschrift?“ Unsinn. Sie sind die elitäre Version von Softporno-Produzenten wie Joe Francis, der Gründer von Girls Gone Wild, der mit seinen Kameramännern Mädchen becircte, sich auszuziehen — nur raffinierter und mit hochgeistiger Anmaßung.

Graydon Carter wird von Andrew Bolt folgendermaßen zusammengestaucht:

„Ah, ja, Carter, der Poseur, der Hochglanzschleim durchdrückt während er wie ein New-Age-Jünger das Öko-Heil predigt — ein Golfstrom-Prophet in einem Büßerhemd von Dior, das ist er. Ein Schwindler. Rettet die Umwelt, brüllt er, während er die Umwelt zerstört, die eigentlich am wichtigsten ist. Unsere moralische Umwelt.“

Und Janice Turner schreibt:

Leibovitz griff zu dem Trick, den notgeile alte Künstler seit Jahrhunderten anwenden, um kleine Mädchen zu verführen: sie verkaufte Miley, daß die Bilder „künstlerisch“ wären. Dies ist aber kein Fest auf die Schönheit des Jungseins. Es ist ein himmelschreiendes Foto aus einem Schlafzimmer. Leibovitz sah das Schockpotenzial, den sabbernden Kitzel, einen Star, der für die Mädchenhaftigkeit in Disneys Hannah Montana bekannt ist, so zu drapieren, als hätte sie gerade ihr entjungfernder erster Freund fotografiert.

Noch zynischer ist die Entscheidung von Vanity Fairs Moralwächter Graydon Carter, die Bilder zu veröffentlichen. Er sah den sexuellen Marktplatz und das Potenzial einer Teenager-Ausgabe mit einer Kind-Frau wie Cyrus. Vor einigen Jahren zählte eine Internetseite sogar die Tage und Stunden bis zu Britney Spears Volljährigkeit.

Es sind die Drogenprobleme und Eßstörungen von Lindsay Lohan und der Wahnsinn von Britney Spears — beide waren Disney-Kinderstars — die am Gewissen von Leibovitz, Carter und Mileys Eltern nagen sollten. Miley sollte mit Verantwortung in Richtung Erwachsenen-Karriere geführt werden, wenn es das ist, was sie will — und das Geld und die Schlagzeilen einer verwüsteten Lolita überspringen.

Hier finden Sie den Originalartikel, The seduction of Hannah Montana.