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Eine Postkarte aus dem islamischen London

2012/01/05

Ben Shapiro über die Islamisierung Europas.

Termini technici
chatter of Islamic languages: Geschwätz der islamischen Sprachen
hijab: islamisches Kopftuch

(weitere Anmerkungen in Klammern)

Ich habe meine Weihnachtsferien mit meiner Frau in Rom und London verbracht. Wir kamen am Heiligabend in London an. Es ist wirklich eine tolle Stadt — wo man hinschaut, gibt es Geschichte, vom Tower bis zum Churchill Museum. Aber wohin man blickt, sieht man eine viel bedrohlichere Präsenz: den Islam.

Nun hat kein Geringerer als Premierminister David Cameron bereits zugegeben, daß die Integration der Muslime in die britische Gesellschaft dramatisch gescheitert ist. Im Februar 2011 erklärte (die deutsche Übersetzung der Erklärung finden Sie hier als pdf-Datei) Cameron:

Nach der Doktrin des staatlichen Multikulturalismus haben wir es gefördert, dass verschiedene Kulturen ihre eigenen Wege gehen, getrennt voneinander und vom Mainstream. Wir haben es versäumt, eine gesellschaftliche Vision zu vermitteln, auf die sie sich einlassen möchten. Wir haben es sogar toleriert, wenn diese Gemeinschaften, die sich abgesondert haben, Verhaltensweisen an den Tag gelegt haben, die unseren Werten entgegenstehen.

Dieses Scheitern der Integration wird sofort deutlich. Es gibt offizielle ins Arabische übersetzte Schilder — für diejenigen, die nicht Englisch sprechen oder lesen wollen. Das Geschwätz der islamischen Sprachen ist ebensoweit verbreitet wie die Muttersprache. Das islamische Kopftuch ist allgegenwärtig.

All das könnte vielleicht ein zauberhaftes Nebenprodukt des Multikulturalismus sein, wenn da nicht die Tatsache, daß ein so großer Teil der islamischen Bevölkerung von Großbritannien radikalisiert ist. Diese Radikalisierung ist unschwer zu sehen.

Da am Tag nach Weihnachten alle wichtigen offiziellen Sehenswürdigkeiten geschlossen waren, gingen meine Frau und ich zu Madame Tussauds berühmter Touristen-Falle. Als wir durch die Hallen voller berühmter Persönlichkeiten aus dem Kulturleben schlenderten, die meisten aus dem 20. Jahrhundert, stießen wir auch auf die Wachsfigur von Albert Einstein. Und dort standen fünf junge Muslime und drängten sich um die Figur — zwei Männer und drei Frauen. Während andere Gäste neben der Figur standen und lächelten, oder einen Arm um sie legten, standen diese muslimischen Persönlichkeiten neben der Figur, legten ihre Hände um ihren Hals und gaben vor, sie zu erwürgen. Zuerst konnte ich nicht glauben, was ich sah — hatte Einstein etwas getan, was diese Menschen beleidigte? Dann dämmerte es mir, daß sie dies taten, weil Einstein ein Jude war. Einstein war sogar der einzige prominente Jude bei Tussauds. Und wer würde nicht gerne einen prominenten Juden erwürgen?

Dieser Verdacht wurde ein paar Minuten später bestätigt, als wir die Wachsfigur von Adolf Hitler erreichten. Briten und Amerikaner versuchten, die Figur zu erwürgen, oder zielten mit ihren Fingern auf sie, als ob sie schießen würden, oder schrien sie an. Diese jungen Muslime standen glücklich neben ihr, lächelten, und machten Fotos mit ihr, als ob sie einen freundlichen Onkel getroffen hätten. Was sie in gewisser Weise hatten.

Natürlich sagte niemand etwas zu diesen kulturell so herrlich vielfältigen jungen Leuten. Bloß nicht den alten Imperialisten spielen, Sie wissen schon.

Doch der alte Imperialist lauert unter der Oberfläche. Bei einer Tour im Tower von London folgten meine Frau und ich einem Beefeater. Er war ein ehemaliger britischer Militär und so benahm er sich auch. Großbritannien, verkündete er, war das größte Land der Erde. Es hatte die halbe Welt zivilisiert. Es gab einen Grund, sagte er, weshalb Großbritannien das einzige Land war, das seinem Namen das Wort „Groß“ voranstellte. Als ein Australier fragte, was mit dem Großen Barriere-Riff ist, antwortete er verschmitzt: „Sie kennen es nur, weil wir darauf stießen, als wir unterwegs waren, um Ihr Land zu gründen.“ Dieser Kommentar wurde von einem leicht unangenehmen Gelächter unter den Einheimischen begleitet — aber es war gut zu hören, daß die Briten irgendwo, tief im Inneren, noch Briten sind.

Allerdings wirklich ziemlich tief. Der Tag nach Weihnachten ist im Vereinigten Königreich der sogenannte Boxing Day (ein Geschenke-Schnäppchen-Einkaufstag, der vom Andrang her einem Schlußverkauf entspricht). Es ist ein Albtraum, durch die überfüllten Straßen zu kommen, und die Geschäfte sind rappelvoll.

Es war genau dieser Tag, den die Mitarbeiter der „London Underground“ — die Arbeiter der britischen U-Bahn — auswählten, um 24 Stunden zu streiken. Was bedeutete, daß nun alle gezwungen waren, auf Taxis umzusteigen, die das Doppelte berechneten, oder den Bus zu nehmen — und der Verkehr war schlimmer als das Haar von Matthew Pocket (aus Charles Dickens Great Expectations aka Geheimnisvolle Erbschaft aka Große Erwartungen). Wofür streikten diese Arbeiter? Dreifache Bezahlung an Feiertagen und einen freien Tag — als Ausgleich dafür, daß sie am zweiten Weihnachtstag (der ein Arbeitstag ist) arbeiten müssen. Sie hatten die doppelte Bezahlung bereits eingeplant.

In jeder rationalen Gesellschaft würde die britische Regierung diese Tunichtgute unverzüglich feuern und Streikbrecher einstellen, um sie zu ersetzen. Großbritanniens Pakt mit dem Teufel nach dem Zweiten Weltkrieg ist jedoch der gleiche gewesen, wie im Rest des Westens: werdet Marxisten und befreit euch von der imperialen Aggression. Aus marxistischer Sicht führt der Kapitalismus zum Imperialismus; wird der Kapitalismus herausgezüchtet, dann verschwindet der Imperialismus ebenfalls in der Geschichte. Und so hat sich Großbritannien kastriert, sowohl wirtschaftlich als auch sozial.

(Es ist etwas komplizierter, oder einfacher: Es gibt zerstörerische Subjekte, denen die freiheitliche Demokratie seit dem Ende von Adenauer-Erlaß und sozialsozialistischem Radikalenerlaß/Extremistenbeschluß erlaubt, die freiheitliche Demokratie zu zerstören, also die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu untergraben. Diesen Subjekten sollte wie früher nach dem Zweiten Weltkrieg verboten werden, Institutionen anzugehören, die die Regierung als freiheitsfeindlich einstuft, was wiederum schwer möglich sein wird, weil diesen Subjekten der Marsch in die Institutionen erlaubt wurde und sie nun beispielsweise Gerichtsprozesse abbrechen, um die Anklage zu ändern, wie Sören Kerns Artikel Ein schwarzer Tag für Österreich über den Prozeß gegen Elisabeth Sabaditsch-Wolff zeigt.)

Doch tief in der britischen Seele regt sich das Echo des Heldentums: das Echo von Churchill und Henry V, das Echo von Elizabeth I. und Cromwell. Je mehr Zeit vergeht, desto lauter wird das Echo. Die Frage ist, ob das Echo die britische Tapferkeit wiederherstellen wird, bevor endgültig die Lichter ausgehen.

Hier finden Sie den Originalartikel, Postcard From Islamic London.

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