Archive for the ‘Ägypten’ Category

Ägyptens erste „Sexsklavinnen-Heirat“

2012/07/11

Raymond Ibrahim über den „Arabischen Frühling“ auf der kulturellen Überholspur.


Sheikh Awn erklärt seiner Nebenbraut-Frau, was sie bei ihrem „Hochzeitsgelübde“, das zu ihrer „Versklavung“ unter dem selbst ernannten Scharia-Experten führt, sagen soll.

Ägyptens „erste Sexsklavinnen-Ehe“, wie sie genannt wird, erfolgte nur wenige Tage nachdem der Muslimbruder Mohammed Morsi Präsident wurde.

Am vergangenen Montag zeigte Journalist Wael al-Ibrashi in der ägyptischen Fernsehsendung „Al Haqiqa“ („Die Wahrheit“) ein Video, das die „Heirat“ eines Mannes namens Abd al-Rauf Awn mit seiner „Sklavin“ zeigt. Bevor er die Frau, die einen nicht-ägyptischen Akzent hatte, die Koransure al-Ikhlas wiederholen ließ, sagte die Frau nicht das übliche „Ich verheirate mich mit dir“, sondern „Ich versklave mich dir“ und küßte ihn vor einem applaudierenden Publikum.

Obwohl sie ein Hijab-Kopftuch trug, erklärte ihr Besitzer-Ehemann dann, daß ihr ein solches Drumherum verboten wäre und befahl, daß es abgesteift wird, um „Allahs Gesetze nicht zu brechen“. Sie nahm Schleier und Abaya ab und enthüllte ein nach muslimischen Standards sicherlich promiskuitives rotes Kleid — alle anderen anwesenden Frauen waren verschleiert. Der Mann klatscht für sie und das Video, das hier angesehen werden kann, endet.

Ihr Besitzer-Ehemann Abd al-Rauf Awn erschien dann in der Sendung und gab sich als islamischer Gelehrter und Experte der islamischen Jurisprudenz zu erkennen, der an der Universität Al Azhar studierte. Er gab mehrere islamische Erklärungen, um seine „Ehe“ zu rechtfertigen, von der „Sunna“ oder Praxis des islamischen Propheten Mohammed, versklavte gefangene Frauen zu „heiraten“, bis zu Koransure 4.3, die muslimischen Männern befiehlt, „heiratet, was euch an Frauen gut ansteht, zwei, drei oder vier … oder was eure rechte Hand besizt!“

Für die Praxis und um Euphemismen zu vermeiden: „was eure rechte Hand besitzt“, auf Arabisch ein „melk al-yamin“, ist nach der islamischen Lehre und der Geschichte einfach eine Sexsklavin. Des weiteren legen linguistische Belege nahe, daß sie eher als Besitz betrachtet wird statt als Mensch.

Auch die Art und Weise, der Sexsklavin ihr Hijab-Kopftuch abzustreifen, wie es Awn seiner Nebenbraut-Frau befahl, hat eine Präzedenz. Während die freie — muslimische — Frau nach der islamischen Jurisprudenz den Auftrag hat, hinter einem Hijab-Kopftuch verhüllt zu sein, sind Sexsklavinnen verpflichtet, nur vom Bauchnabel bis zu den Knien bedeckt zu sein — alles andere ist entblößt. Während der Sendung erklärte Awn sogar, wie Kalif Omar, einer der ersten „gerechten Kalifen“, Sexsklavinnen ihre Kleidungsstücke abstreifte, wann immer er sie auf dem Markt übermäßig gekleidet sah.

Awn erklärte weiter, daß die Sexsklavinnen-Heirat ideal für die heutige ägyptische Gesellschaft ist. Er stützte seine Position auf Idschtihad, eine anerkannte Form der Jurisprudenz, wobei ein muslimischer Gelehrter eine neue Idee hat, die noch im Koran verwurzelt und ein Beispiel Mohammeds ist und dennoch eine ist, die besser zu den Umständen der zeitgenössischen Gesellschaft paßt. Er argumentierte, daß, wenn es um die Ehe geht, „wir Muslime zu komplizierte Dinge haben“, so daß Männer oft gezwungen sind, während ihrer Blüte Singles zu sein, um endlich im Alter von 30-40 zu heiraten, wenn von ihnen erwartet wird, ein ausreichendes Einkommen für einen Haushalt zu haben. Ebenso wollen viele ägyptische Frauen das Hijab-Kopftuch nicht in der Öffentlichkeit tragen.

Die Lösung ist nach Awn die Wiedereinführung der Sexsklaverei — was Männern erlaubt, viel früher im Leben zu heiraten und zu kopulieren, und Frauen, die sich frei kleiden wollen, dies zu tun, da sie formaljuristisch als Sexsklavinnen ohnehin verpflichtet sind, locker gekleidet zu sein.

Der andere Gast in der Sendung, Dr. Abdullah al-Naggar, ein Professor für islamische Jurisprudenz an der Universität Al Azhar, griff Awn für die Wiederbelebung dieser Praxis heftig an und forderte ihn und seine Sklavinnen-Frau auf, zu „bereuen“ und aufzuhören, den Islam zu entehren und argumentierte, daß „es keine Sex-Sklaverei mehr gibt“, was Awn mit der sarkastischen Frage beantwortete: „Wer hat gesagt, die Sex-Sklaverei ist vorbei? Was — weil die UNO das sagte?“

In vielerlei Hinsicht symbolisiert dieses Gespräch zwischen Awn, der die Sexsklavinnen-Heirat befürwortet, und dem Al-Azhar-Professor den Zusammenprall zwischen den heutigen „Islamisten“ und den „moderaten Muslimen“. Al Azhar balanciert seit langem zwischen Islam und westlicher Moderne, während die Islamisten von der Muslimbruderschaft bis zu den Salafisten, die für den Westen nur Verachtung und Respektlosigkeit übrig haben, nur allzu gerne bereit sind, eindeutig islamische Praktiken wiederzubeleben, die den westlichen Sensibilitäten trotzen.

Während dies die erste Sexsklavinnen-Heirat ist, die in der jüngeren Geschichte Ägyptens stattfindet, ist es sicherlich nicht der erste Aufruf zur Wiederbelebung dieser Praxis. Zuvor beklagte der ägyptische Scheich Huwaini, daß die „gute alte Zeit“ des Islam vorbei ist und erklärte über eine ideale islamische Gesellschaft: „Wenn ich eine Sexsklavin will, dann gehe ich auf den Markt und suche mir aus welche auch immer ich.“ Eine kuwaitische Politikerin trat ebenfalls für die Wiederbelebung der Institution der Sexsklaverei ein und schlug vor, daß Muslime weibliche Gefangene aus dem Krieg bringen sollten, speziell rußische Frauen aus dem Tschetschenienkrieg, um sie auf den Märkten von Kuwait an muslimische Männer zu verkaufen.

Der „Arabische Frühling“ blüht weiter.

Hier finden Sie den Originalartikel, Egypt’s First ‘Sex Slave Marriage’

Derweil, hinter den großen Pyramiden …

Die ersten Forderungen, Ägyptens Pyramiden zu zerstören

Laut verschiedenen Berichten in den arabischen Medien haben prominente muslimische Geistliche angefangen, den Abriß der Pyramiden zu fordern — oder, in den Worten von Saudi-Scheich Ali bin Said al-Rabi’i, den „Symbolen des Heidentums“, die Ägyptens Salafistenpartei seit langem mit Wachs verhüllen will. Bahrains „Scheich der sunnitischen Scheichs“ und Präsident der Nationalen Einheit, Abd al-Latif al-Mahmoud, forderte Mohammed Morsi, Ägyptens neuer Präsident: „Zerstört die Pyramiden und vollbringt, was der Sahabi Amr Ibn al-As nicht vollbringen konnte.“

Dies ist ein Verweis auf Amr Ibn al-As, den Gefährten des muslimischen Propheten Mohammed, und seine arabischen Stammesangehörigen, die Ägypten um das Jahr 641 überfielen und eroberten. Unter al-As und der folgenden muslimischen Herrschaft wurden viele ägyptische Altertümer als Relikte der Ungläubigkeit zerstört. Während die meisten westlichen Akademiker anders argumentieren, wurde die große Bibliothek von Alexandria — die als Sammlung von heidnischem Wissen galt, das dem Koran widerspricht — laut frühen muslimischen Schreibern unter bin al-As‘ Herrschaft entsprechend Kalif Omars Befehl zerstört.

Während die Verbrennung von Büchern im 7. Jahrhundert eine leichte Tätigkeit war, war es die Zerstörung der Pyramiden und der Sphinx nicht, selbst wenn es viele islamische Herrscher versuchten; erst Ägyptens mittelalterliche Mamluckenherrscher zerstörten bei Schießübungen die Nase der Sphinx — obwohl populäre Legenden dies immer noch dem Westler Napoleon zuschreiben.

Wie Bahrains „Scheich der Scheichs“ jetzt aber feststellt, können die Pyramiden dank der modernen Technik zerstört werden. Die einzige Frage die bleibt, ist, ob Ägyptens Muslimbruder-Präsident „fromm“ genug ist — ob er bereit ist, den Prozeß der Islamisierung zu vervollständigen, der unter den Händen von Ägyptens erstem islamischen Eroberer begann.

Ein solches Vorgehen wäre plausibel. Die Geschichte ist voller Beispiele von Muslimen, die ihr eigenes vorislamisches Kulturerbe zerstören — angefangen mit dem islamischen Propheten Mohammed selbst, der Arabiens Kaaba-Tempel zerstörte und in eine Moschee verwandelte.

Daniel Pipes fragt „Was ist mit dem Islam, daß sich seine Anhänger so oft gegen ihr eigenes Erbe wenden?“ und liefert mehrere Beispiele, von den mittelalterlichen Muslimen in Indien, die die Tempel ihrer Vorväter zerstörten, zu den zeitgenössischen Muslimen, die im Irak, in Ägypten, Israel, Malaysia und Tunesien ihr nicht-islamisches Erbe zerstören.

Was der Internationale Strafgerichtshof derzeit als ein mögliches „Kriegsverbrechen“ beschreibt sind islamische Fanatiker, die in Mali das antike Erbe der Stadt Timbuktu zerstören — alles unter „Allahu Akbar!“, Islams triumphalem Schlachtruf.

Ein Großteil dieses Hasses auf ihr eigenes vor-islamischen Erbe ist an die Tatsache geknüpft, daß sich Muslime traditionell nicht mit dieser oder jener Nation, Kultur, Erbe, oder Sprache identifizieren, sondern nur mit der islamischen Nation — der Umma.

Während sich viele Ägypter, Muslime und Nicht-Muslime, als Ägypter betrachten, haben Islamisten keine nationale Identität und identifizieren sich nur mit der „Kultur“ des Islam, die auf der „Sunna“ des Propheten und der Sprache des Islam basiert — arabisch. Dieses Gefühl wurde reflektiert, als der ehemalige Führer der Muslimbruderschaft, Mohammed Akef, erklärte: „Zur Hölle mit Ägypten“, was darauf hinweist, daß der Islam vor den Interessen seines Landes steht.

Es ist weiterhin aufschlußreich, daß solche Forderungen jetzt gemacht werden, sofort nachdem ein Mitglied der Muslimbruderschaft Ägyptens Präsident wurde. Und in den gleichen Berichten, in denen die Zerstörung des letzten der sieben Weltwunder erörtert wird, steht auch, daß die ägyptischen Salafisten von Morsi fordern, aus Ägypten alle Schiiten und Baha’í zu vertreiben.

Morsis Forderung zur Freilassung des blinden Terror-Scheichs könnte mit anderen Worten die Spitze des Eisbergs sein. Von Forderungen, die islamische Sexsklavinnen-Heirat zu legalisieren, über Forderungen, die „Moralpolizei“ einzuführen, bis hin zu Forderungen, Ägyptens Denkmäler zu zerstören, ist die Flasche unter der Vormundschaft der Muslimbrüder entkorkt und der Geist über Ägypten freigelassen worden.

Werden all jene internationalen Institutionen, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, in die andere Richtung zu schauen, wenn Menschenrechtsverletzungen von Muslimen begangen werden, damit sie nicht als „islamophob“ gelten, nun zur Kenntnis nehmen, daß die großen Pyramiden die nächsten auf der islamischen Liste zu sein scheinen, oder wird die Tatsache, daß Muslime beteiligt sind, sie wieder einmal zum Schweigen bringen — selbst wenn die ältesten Symbole der menschlichen Zivilisation in den Boden gestampft werden?

Hier finden Sie den Originalartikel, Calls to Destroy Egypt’s Great Pyramids Begin.

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Islamischer „Todes-Sex“ im Kontext

2012/05/08

Raymond Ibrahim über die Lieblingsreligion der liberalen Linken.

Die Nachricht der letzten Woche über die ägyptischen Parlamentarier, die versuchten, ein „Abschieds-Geschlechtsverkehr“-Gesetz zu erlassen, das Sex mit seiner Frau bis zu sechs Stunden nach ihrem Tod legalisiert, löste zwar Schock, Ekel und Ablehnung aus, muß aber erst noch in vollem Umfang gewürdigt werden.

Betrachten wir die ultimative Quelle für diese Praxis: es sind nicht die Muslimbrüder oder die Salafisten; wie bei den meisten islamischen Perversitäten — vom Erwachsenen-Stillen bis zur PädophilenEhe — ist die islamische Nekrophilie auf die Quelle des Islam zurückführen, seinen Propheten Mohammed, was ein Hadith — oder eine Tradition — bezeugt, der in nicht weniger als sechs der klassischen islamischen Referenz-Texte vorhanden ist, darunter Kanz al-Umal von Mutaqi al-Hindi und Al-fyugga fi Biyan al-Mahujja, ein maßgeblicher Text von Abu al-Qassim Asbahani über die sunnitische Lehre.

Nach diesem Hadith zog Mohammed sein Hemd aus und legte es auf eine tote Frau, um mit ihr im Grab zu „liegen“. Die Totengräber, die den Leichnam und den Propheten mit Schmutz begruben, riefen: „O Prophet, wir sehen dich eine Sache tun, die du noch nie mit jemand anderem tatest“, worauf Mohammed antwortete: „Ich habe sie in mein Hemd gekleidet, womit sie in himmlische Gewänder gekleidet sein möge, und ich habe mit ihr in ihrem Grab gelegen, damit der Druck des Grabes [auch bekannt als Islams ‚Qualen des Grabes‘] gemildert werden möge.“

Mohammed sagte und tat was? Sein magisches Hemd würde die tote Frau in den Himmel transportieren und sein gesegneter Körper würde sie vor dem „Druck des Grabes“ schützen? Eine zynischere — eine menschlichere — Lesart ist, daß er sein Hemd in einem natürlichen Schritt auszog, bevor er kopulierte; daß er meinte, der sexuelle Akt würde den Druck des Todes von der Leiche nehmen, „lindern“; und daß die Beobachter sie wegen der Privatsphäre und / oder vor Scham mit Schmutz bedeckten.

Diese Interpretation wiegt viel schwerer, wenn man bedenkt, daß die sekundäre Bedeutung für das Wort, das ich oben als „liegen“ übersetzte, „Geschlechtsverkehr“ ist — ein weiterer Beweis, daß das vorgeschlagene ägyptische Gesetz tatsächlich auf diesem Hadith basiert: denn das arabische Wort, das in der Phrase „Abschieds-Geschlechtsverkehr“ für „Geschlechtsverkehr“ verwendet wird, ist das gleiche Wort, das Mohammed verwendete, um mit der toten Frau zu „liegen“. Als ob all das noch nicht genug wäre, sorgen die Gesetzestexte des Islam für eine zusätzliche Validierung. Nach Al-Sharwanis Hawaschi zum Beispiel „gibt es für den Geschlechtsverkehr mit einer toten Frau keine Strafe“ und „es ist nicht notwendig, die Toten nach dem Eindringen erneut zu waschen“.

Übrigens liegt das Thema „Todes-Sex“ weit vor den ägyptischen Parlamentariern. Ich schrieb über dieses makabre Thema zum ersten Mal im Jahr 2009, basierend auf einer Sende-Episode von Vater Zakaria Botros, in der er die perversen sexuellen Gewohnheiten des Propheten Muhammad erforschte — siehe hier die Zusammenfassungen. Als die erste Folge ausgestrahlt wurde, waren viele Muslime interessanterweise wütend und leugneten die Existenz des Hadith — und riefen für den Versuch des Priesters, den Islam zu „diffamieren“, erneut dazu auf, ihn zu ermorden: doch hier ist der Hadith wieder — diesmal als „Gesetz“, das die Existenz und Legitimität der Nekrophilie im Islam weiter bestätigt.

Was zu einem abschließenden Aha-Erlebnis führt: es ist nicht länger dieser oder jene „radikale“ Kleriker, sondern die Mitglieder des Parlaments, die die bizarren islamischen Praktiken nicht nur anerkennen, sondern sie als „Gesetze“ umzusetzen versuchen — dies sollte vielleicht nicht überraschen, wenn man bedenkt, daß Anzug und Krawatte tragende muslimische Gerichtsanwälte in Ägypten Wochen zuvor einen wegen angeblicher Mohammed-„Lästerung“ angeklagten Christen mit Messern angriffen.

Was haben solche „Parlamentarier“ und „Anwälte“ sonst noch für Ägypten und seine Nachbarn auf Lager? Wenn diese wenig bekannte, widerliche Praxis einfach aufgrund eines obskuren Hadiths unterstützt wird, wie viel Unterstütztung bekommen dann die anderen Ideen des Islam? Zum Beispiel die Haltung des Islam gegenüber den von Mohammed eindeutig verurteilten Nicht-Muslimen, die für alle Zeiten bekämpft und / oder getäuscht werden sollen und in einem Zustand der Unterwerfung gehalten werden sollen?

Wenn es um den Islam geht, ist es für den Westen höchste Zeit, zu lernen, die Punkte zu verbinden.

Hier finden Sie den Originalartikel, Islamic ‘Death-Sex’ in Context.

Ägypten: Das heraufziehende Geiseldrama

2012/02/11

Alan W. Dowd über die demokratisch-islamischen Fortschritte im Frühling mit  Hitler  Mohammedanern.

(Anmerkungen in Klammern)

Vor nicht langer Zeit stellte ich hier die Frage, ob der arabische Frühling wie 2009 wäre — die gescheiterte Twitter-Revolution im Iran — oder wie 1989 — die demokratischen Revolutionen in Osteuropa — oder wie 1979 — die islamistische Revolution im Iran. Wie viele andere glaubte ich, das Ende der autokratischen Herrschaft Mubaraks wäre etwas zu feiern, doch ich machte mir Sorgen, daß das, was Mubarak letztlich ersetzt, möglicherweise kein Grund zum Feiern sein würde. Und traurigerweise ähneln Elemente des arabischen Frühlings ein Jahr später dem Jahr 1979, wie das heranziehende Geiseldrama in Ägypten beweist.

Neunzehn amerikanische Bürger, die für für namhafte und etablierte Non-Profit-Organisationen arbeiten, werden aufgrund des erfundenen Vorwurfs festgehalten, daß sie Ägypten zu destabilisieren versuchten. Ihre Büros wurden Ende Dezember überfallen, einige verkrochen sich in der US-Botschaft und allen von ihnen ist die Ausreise aus Ägypten verweigert worden. Wie das Magazin TIME (im Artikel ‚Egypt’s NGO Crisis: How Will U.S. Aid Play in the Controversy?’) feststellt, ist der Dezember vom Zeitpunkt her wichtig. Im Dezember verabschiedete der Kongreß eine Reihe von Bedingungen für die Hilfen (in Höhe von 1.300.000.000 Dollar) an das ägyptische Militär, darunter der Nachweis einer „Verpflichtung zum ägyptischen Friedensvertrag mit Israel, Fortschritte auf dem Weg zu demokratischen Reformen, und der Schutz der freien Meinungsäußerung, Vereinigungs- und Religionsfreiheit“. Abgesehen davon, daß Ägypten die beiden letzten Voraussetzungen nicht erfüllt, fügt TIME hinzu, daß Kairos Vorgehen gegen die Amerikaner „vom militärisch geführten Regime propagiert wird“.

Das ist ein wichtiger Teil der Geschichte. Dem ägyptischen Militär kommt zugute, eine zentrale Rolle gespielt zu haben, Mubarak zu überzeugen, die Macht abzugeben, und verhindert zu haben, daß Ägypten im Chaos versinkt. Das ägyptische Militär versucht sich nun als eine Art Schiedsrichter / Strippenzieher / Königsmacher. Bis zu dieser Krise betrachtete Washington die Führung durch das ägyptische Militär — obwohl es nicht ideal ist — wohl als nötig, um Ägypten politisch zusammen zu halten. Doch wenn Ägyptens ‚verantwortliche’ Parteien nach Mubarak vorhaben, Amerikaner so zu behandeln, dann ist es an der Zeit, diese auf Interessen basierende Beziehung völlig neu zu bewerten. US-Generalstabschef Martin Dempsey wird diese Botschaft in seinen Gesprächen in Kairo hoffentlich vermitteln.

Die klare und eindeutige Botschaft sollte aus drei Punkten bestehen:

— Die US-Hilfe — seit 1979 im Durchschnitt 2 Milliarden Dollar pro Jahr — wird eingestellt, wenn die Geiseln nicht befreit werden und wenn das Ägypten nach Mubarak weiterhin dem Iran nach dem Schah ähnelt. TIME formuliert es so: „[W]enn die ägyptischen Generäle mit der Razzia gegen Nichtregierungsorganisationen und der politischen Demütigung seines größten ausländischen Wohltäters davonkommen, schaffen sie einen gefährlichen Präzedenzfall für andere Regime, die die Gewässer der Demokratie testen.“ (Unwahrscheinlich, da Appeasement seit Hitler ganz groß in Mode ist.)

— Die Vereinigten Staaten sind bereit, die Verteidigungssposition (security posture) und Kräftestruktur in der Region radikal zu überdenken. Es gibt viele andere Länder in der Region, die US-Hilfsgelder annehmen werden und die USA beim Schutz der strategischen Interessen unterstützen. (Idiotisch, da Gelder eines westlich-zivilisierten Gebers an nicht-westlich-zivilisierte Nehmer seit Jahrzehnten keine Verbesserung hervorbringen.)

— Die Vereinigten Staaten werden Gewalt einsetzen, wenn amerikanische Interessen oder Bürger wieder bedroht werden. Washington kann nicht zulassen, daß eine weitere Revolution Amerika als Geisel hält. (Kann sein, siehe Reagan — kann auch nicht sein, siehe Carter.)

Natürlich ist es der Mangel an Klarheit, der Mangel an Konsistenz und der Mangel an Engagement seitens der Regierung, der zu dieser Situation beigetragen hat. Die Regierung reichte Teheran die Hand und vermied den Blick auf die freiheitliche Revolution. Die Regierung unterstützte zunächst Mubarak und warf ihn dann den Wölfen zum Fraß vor. Die Regierung ‚führte von hinten’ (‚led from behind’ — siehe ‚leading from behind’ und ‚lead from the back’), als sie in Libyen einen halbherzigen Krieg führte. Die Regierung saß wegen Syrien viel zu lange still und tat dann aus unerklärlichen Gründen nichts, um Assads Herrschaft zu beenden. Die Regierung zog plötzlich die US-Truppen aus dem Irak ab. Und die Regierung beschleunigte vor kurzem den Zeitplan für einen Truppenabzug aus Afghanistan.

Diese Aktionen und Nicht-Aktionen senden Signale an die Generäle in Kairo und Islamabad; an die Tyrannen in Teheran und Pjöngjang; an die Kaschmir-Autokraten in Moskau und Peking; an die Guerillakämpfer und Dschihadisten, die über die Erde streifen.

Natürlich ist der Präsident nicht dafür verantwortlich, daß die Geiseln genommen wurden, genauso wie Präsident Carter nicht für das iranische Geiseldrama verantwortlich war. Die Geiselnehmer, die Schläger, die Feinde der Freiheit tragen diese Verantwortung. Doch Präsidenten sind dafür verantwortlich, wie ihre Regierungen auf Krisen wie diese reagieren.

Carter tat monatelang nichts, was als Reaktion auf die Stürmung der Botschaft von Bedeutung war, und als er etwas versuchte, wurde es noch schlimmer. Was die Krise in Kairo betrifft, hat Obama wenig gesagt und nichts getan, zumindest nicht in Bezug auf die öffentliche Meinung. Vielleicht arbeitet er hinter den Kulissen. Vielleicht vertraut er darauf, daß US-Generalstabschef Dempsey die Botschaft übermittelt. So oder so — die Welt schaut zu und wartet.

Hier finden Sie den Originalartikel, The Brewing Egyptian Hostage Crisis.

Ägyptens verbrecherisches Militär macht USA zum Sündenbock

2012/02/04

Raymond Ibrahim über die demokratisch-islamischen Fortschritte im Frühling mit  Hitler  Mohammedanern.

Wie viele Male hat Ägyptens Militärregime über seine Rolle bei Fällen, in denen ägyptische Demonstranten angegriffen und getötet wurden, gelogen, seitdem es vor einem Jahr die Macht an sich gerissen hat?

Es gab zum Beispiel die Lügen über das Maspero Massaker, als das Militär christliche Kopten abschlachtete, die gegen die ständigen Angriffe auf ihre Kirchen protestierten.

Trotz der von YouTube nun anscheinend entfernten Beweise auf Video, daß das Militär mit gepanzerten Fahrzeugen Kopten überfuhr, bestand das Militärregime darauf, daß es „niemals, niemals“ Zivilisten überfuhr — die bloße Vorstellung war „unmöglich, unmöglich“. Es zeigte sogar ein Video von einem amokfahrenden Militär-Fahrzeug und behauptete, daß es von koptischen Demonstranten entführt wurde — später kam heraus, daß in Wirklichkeit ein ägyptischer Soldat am Steuer saß.

Und unlängst sagte Mohamad Tantawi, der Kopf des Militärs — und De-facto-Kopf Ägyptens — daß das weit verbreitete Video, auf dem Soldaten eine Demonstrantin schlugen, auszogen und traten „komplett gefälscht“ ist — eine lächerliche Behauptung, selbst wenn Jimmy Carter sie unterstützt.

Wer ist das jüngste Opfer, das für die Verbrechen des Militärs gegen die eigenen Bürger zum Sündenbock gemacht wird? Kein anderer als die USA.

Wiederholte Vorwürfe, daß an der Tötung ägyptischer Zivilisten amerikanische Vertreter beteiligt waren, haben die US-Botschaft in Kairo am 27 Januar veranlaßt, sie durch eine Pressemitteilung zu dementieren:

Wie wir in früheren Pressemitteilungen erklärten, entsprechen Berichte, daß Mitarbeiter oder Diplomaten der US-Botschaft an Zwischenfällen mit Fahrerflucht beteiligt waren, bei denen im Januar 2011 in Kairo US-Diplomaten-Fahrzeuge benutzt wurden, um Demonstranten zu verletzen oder zu töten, absolut nicht der Wahrheit. Erklärungen, die behaupten, daß die Schlüssel in US-Diplomaten-Fahrzeugen codiert sind und nur von US-Botschafts-Mitarbeitern verwendet werden können, entsprechen ebenfalls nicht der Wahrheit. Am 28. Januar 2011 wurden jedoch einige unserer US-Botschafts-Fahrzeuge gestohlen. Nachdem diese Fahrzeuge gestohlen wurden, hörten wir Berichte über ihre Verwendung in gewalttätigen und kriminellen Handlungen. Wenn das stimmt, bedauern wir diese Taten. Die ägyptischen Behörden haben eine Untersuchung eingeleitet, die zur Bergung einiger dieser gestohlenen Fahrzeugen führte.

Wer steckt hinter diesen Anschuldigungen? Das Militär? Wie bereits erwähnt, erhob es gegen koptische Demonstranten ähnliche Vorwürfe und sagte, daß Kopten Militär-Fahrzeuge entführten, mit denen bei Maspero Kopten überfahren wurden — was als Lüge aufgedeckt werden sollte, die über Al Dalil verbreitet wurde.

Während nicht ganz klar ist, wer hinter diesen Anschuldigungen steckt — dieser Bericht zeigt einen Anwalt eines ehemaligen ägyptischen Vertreters, der vor Gericht steht, während ältere Berichte „Kommuniqués“ erwähnen — ist natürlich klar, daß das Militärregime durch diesen jüngsten Fall, andere zu beschuldigen, wahrscheinlich etwas gewinnen würde.


Video von ägyptischen Soldaten, die eine Frau schlagen, treten und ausziehen: „komplett gefälscht“?


Bild von US-Botschafts-Fahrzeug, das im Januar 2011 ägyptische Demonstranten überfährt

Hier finden Sie den Originalartikel, Egyptian Military Scapegoats US for Its Own Crimes.