Archive for the ‘1989’ Category

Der Zusammenbruch des Kommunismus: Die verschwiegene Geschichte

2012/11/17

Jamie Glazov interviewt Robert Buchar über den „toten Sowjet“.

Zu Gast beim heutigen Frontpage-Interview ist Robert Buchar, außerordentlicher Professor und Autor des Kameramann-Programms (author of the Cinematography Program) am „Columbia College“ in Chicago — und politischer Flüchtling aus der ehemaligen Tschechoslowakei. Er produzierte den Dokumentarfilm „Velvet Hangover“ über die Filmemacher der tschechoslowakischen „Neuen Welle“ (1963-1969), wie sie die Zeit der „Normalisierung“ überlebten und ihre Reflexionen über die sogenannte „Samtene Revolution“ des Jahres 1989. Er ist außerdem der Autor von „Czech New Wave Filmmakers in Interviews“ und „And Reality be Damned … Undoing America: What The Media Didn’t Tell You About the End of the Cold War and Fall of Communism in Europe“. Sein neuester Dokumentarfilm ist „The Collapse of Communism: The Untold Story“.

FP: Robert Buchar, willkommen zum Frontpage-Interview. Herzlichen Glückwunsch zu Ihrem neuen Dokumentarfilm.

Buchar: Danke für die Gelegenheit, darüber zu sprechen, Jamie. Es dauerte acht Jahre, ihn fertigzustellen, aber es ist vollbracht.

FP: Beginnen wir mit dieser Frage: Warum sollten wir über den Zusammenbruch des Kommunismus reden? Warum ist es wichtig?

Buchar: Richtig, warum über etwas reden, das vor 23 Jahren passierte? Das Wort Kommunismus ist nicht einmal mehr in unserem Wortschatz und die neue Generation hat keine Ahnung, was es eigentlich bedeutet.

Und dennoch eliminierte der Kommunismus während der 70 Jahre seines Bestehens über 100 Millionen Menschen. Das sind genug Leichen, um auf unserem Planeten den Äquator zu bedecken, wenn die Körper nebeneinander gelegt werden. Als der Kommunismus im Jahr 1989 „zusammenbrach“, warfen die Medien nie die Frage auf, wo die Verantwortlichen für all die Gräueltaten waren. Wir hörten in den Medien nie, daß jemand fragte, wohin all die Kommunisten verschwanden.

Sollten wir wirklich glauben, daß Millionen von Kommunisten über Nacht Kapitalisten und gute Bürger wurden? Überraschung! Sie erwiesen sich als die Führer des neuen Systems. Es spielt keine Rolle, welche politische Partei in den ehemaligen sowjetischen Satellitenstaaten Sie betrachten, sie alle, links oder rechts, wurden von ehemaligen Kommunisten geschaffen und werden von ihnen geführt.

Der Kommunismus ist also nicht wirklich verschwunden und weg. Er paßte sich einfach an, verwandelte sich in das neue System, um seine Mission fortzusetzen.

Als Ergebnis muß der Westen jetzt mit den Konsequenzen seiner eigenen Naivität leben. Und wir müssen nicht besonders weit gehen, um zu sehen, wovon ich rede. Sehen Sie sich an, was in Amerika los ist.

FP: Was ist mit dem Kalten Krieg, ist er wirklich beendet? Wer hat gewonnen?

Buchar: Es kommt darauf an, wen Sie fragen. Es gibt Linke, die sagen, daß es ihn nie gab. Sie glauben, daß der Kalte Krieg bloß unsere eigene Propaganda war. Und es gibt Konservative, die glauben, daß sie den Kalten Krieg gewannen. Sie werden leider nie akzeptieren, daß die Perestroika nur eine Täuschung war — aus dem einfachen Grund, daß sie ihren verkündeten Sieg aufgeben und eingestehen müßten, daß sie Unrecht hatten.

Es gibt in Amerika wirklich nur sehr wenige Menschen, die glauben, daß der Westen den Kalten Krieg verlor. Aber wie wollen Sie dann erklären, daß der Sozialismus nach dem „Fall des Kommunismus“ weltweit auf dem Vormarsch ist? Der internationale Terrorismus, vom KGB geplant und unterstützt, war nach dem Zerfall der Sowjetunion fast nicht mehr existent, doch im Jahr 1996 explodierte er in der neuen Form des islamischen Terrors dann erneut und der Antia-Amerikanismus wurde, wohin man sieht, zum bevorzugten Zeitvertreib.

Der Westen erklärte zwar den Sieg und das Ende des Kalten Krieges, doch Moskaus Täuschung war nicht zu Ende. Im Gegenteil, sie wurde noch intensiver. Tschekisten haben immer noch das Sagen. Der Westen tat genau, was die KGB-Strategen erwarteten: er baute seinen Schutz ab, eliminierte die Spionageabwehr, gab Rußland Millionen von Dollar und machte es zum gleichberechtigten Partner. Es ist daran zu erinnern, daß (Anm.: der zu den Sowjets übergelaufene) Aldrich Ames damals der CIA-Chef für die Ostblockländer war und daß alle unsere Spione in Moskau hingerichtet wurden, bis auf einen, Oleg Gordievsky. Er war der (Anm.: von den Sowjets übergelaufene) Agent der Briten und er spricht über all dies in meinem Film.

Und es ist daran zu erinnern, daß Marc Rich, die verantwortliche Person, die Rußland mit Millionen von Dollar versorgte und die in letzter Minute in einem magischen schwarzen Loch verschwand, von Präsident Bill Clinton begnadigt wurde. Er lebt jetzt wer weiß wo. CIA und MI6 sind sich einig, daß die Spionage des KGB/FSB jetzt stärker ist als je zuvor.

Es spielt also keine Rolle, ob wir es den Kalten Krieg oder den Zweiten Kalten Krieg nennen — das Streben der Tschekisten nach der Weltherrschaft geht weiter. Und es wird weitergehen, solange die Tschekisten im Kreml das Sagen haben.

FP: Was das aktuelle politische System und die Wirtschaft in den ehemaligen sowjetischen Satellitenstaaten betrifft, was weiß das amerikanische Volk darüber? Und warum sollte es darüber etwas wissen?

Buchar: Die amerikanischen Menschen wissen darüber sehr wenig oder gar nichts. Sie sind damit beschäftigt, einzukaufen und sich zu unterhalten. Sie haben keine Ahnung von ausländischen Mächten, die ihr Leben gestalten. Und wenn Sie es Ihnen sagen, sehen sie Sie ungläubig an.

Als ich mit dem Manuskript meines Buches „And Reality be Damned …“ fertig war, gab ich es meinem Kollegen in Chicago, um ein Feedback zu bekommen. Er antwortete: „Um zu akzeptieren, was in Ihrem Buch steht, müßte ich alles aufgeben, was ich mein Leben lang glaubte.“

Amerikaner mögen es nicht, schlechte Nachrichten zu hören (Anm.: Europäer erwähnen wir lieber auch nicht) und als Folge wird es sie hart treffen. Das Sprichwort sagt: „Du weißt erst, was du hast, wenn du es verlierst.“ In diesem Fall könnte es aber zu spät sein. Es steht zu viel auf dem Spiel. Die Menschen schaffen es nicht, aktuelle Ereignisse im Zusammenhang zu sehen, weil sie die Geschichte ignorieren und deshalb nichts aus ihr lernen können.

Im Jahr 2005 wollte ich für meinen Film den Genossen Rudolf Hegenbart interviewen. Er war ein ranghohes Führungsmitglied des Politbüros der „Kommunistischen Partei der Tschechoslowakei“ („Komunistická strana Československa“, KSČ) , Chef der Abteilung 13, zuständig für die Überwachung der Umstellung, einschließlich der Überwachung der Dissidenten. Er lehnte meinen Wunsch ab, denn nachdem Vaclav Havel Präsident war, wurde er von Havels Leuten gewarnt, daß, wenn er jemals reden würde, er in einem Sack am Grunde der Talsperre Slapy enden würde.

Doch nachdem ich mein Buch veröffentlicht hatte, schrieb er mir folgendes: „Ihr Buch ist historisch wichtig. Ihre Informationen sind korrekt. Als ich in Moskau studierte, wurden uns all diese Sachen gelehrt.“ (Anm.: wenn Sie Vaclav Havel mit seiner „Demokratie ohne Parteien“ bisher für einen den Kommunismus bekämpfenden Kapitalisten wie Gorbatschow 1986 mit seiner „Perestroika“ und Lenin 1921 mit seiner „Neuen Ökonomischen Politik“ hielten, bedenken Sie, daß Vaclav Havel im Januar 1990 Helmut Kohl fragte: „Warum arbeiten wir nicht zusammen, um alle politischen Parteien aufzulösen? Warum richten wir nicht einfach eine Partei ein, die Partei von Europa?“) Wenn Sie Amerikanern sagen, daß das Vorhaben, das kapitalistische Amerika zu zerstören, im Jahr 1922 begann, kurz nachdem in Moskau (Anm.: im Jahr 1919) die „Kommunistische Internationale“ gegründet wurde, dann denken sie, Sie sollten einen Psychiater besuchen.

FP: Man würde denken, daß die Marxisten/Sozialisten nach all dem Versagen, Gemetzel, Völkermord und Elend jetzt diskreditiert wären. Und dennoch sind sie auf dem Vormarsch. Sagen Sie uns, wie das möglich ist und warum.

Buchar: Eine sehr gute Frage. Es ist etwas, das mich immer genervt hat. In meinem Film sagt ein Student: „Ich denke, daß der Kommunismus funktionieren könnte, wenn er richtig gemacht wird.“

Die Idee des Kommunismus/Sozialismus war für schlecht gebildete und wirtschaftlich benachteiligte Menschen schon immer attraktiv. Die Menschen lieben schöne Träume. Es ist die alte kommunistische Propaganda-Leier: „Alle kriegen das, was sie brauchen.“ Ich erinnere mich noch, daß wir in der Schule gelehrt wurden, daß unter dem Kommunismus überall auf den Straßen Autos stehen werden, und wenn man eins zum Fahren braucht, sucht man sich bloß eins aus.

Es gibt diese nie endende Propaganda/Täuschung. Das Ziel ist nicht, den Sozialismus zu errichten, sondern die westliche Demokratie zu stören und zu zerstören, speziell in Amerika. Amazon verkauft „Das Manifest der Kommunistischen Partei“ sehr gut. Nikita Chruschtschow sagte im Jahre 1959 zu Vizepräsident Richard Nixon:

„Ihr Amerikaner seid so leichtgläubig. Nein, Ihr werdet den Kommunismus nichtn vorbehaltlos akzeptieren, aber wir werden Euch weiter mit kleine Dosen des Sozialismus füttern, bis Ihr schließlich aufwachen und feststellen werdet, daß Ihr den Kommunismus bereits habt. Wir werden Euch nicht bekämpfen. Wir werden Euch wirtschaftlich so schwächen, bis Ihr wie eine überreife Frucht in unsere Hände fällt.“ (Anm.: Zu diesem Zitat gibt es viele Jahreszahlen und KEINE Quelle, bessere Chruschtschow-Zitate sind jedoch belegt, zum Beispiel: „Wenn Stalin sagt: tanze, dann tanzt ein kluger Mann.“)

Und hier sind wir auch schon ziemlich dicht am Problem. Wie ich es sehe, haben Linke ein klares Ziel und eine langfristige Strategie, und sie haben ein weltweit etabliertes Netzwerk. Sie sind gut organisiert, diszipliniert und haben die Absicht, ihr Ziel unter allen Umständen zu erreichen. Konservative haben dagegen weder ein Ziel noch eine Strategie.

Sie sind mehr auf das Individuum ausgerichtet. Geblendet durch die politische Korrektheit, werden sie sich kaum einig, wer ihr Feind ist und finden aus diesem Grund nie eine erfolgreiche Gegenstrategie.

Der einzige Ausweg ist Bildung; den Menschen das zu zeigen, was sie in den Massenmedien nicht finden und in den Schulen nicht erfahren. Und wir sprechen hier nicht über Geheim-Informationen. Stellen Sie heute jemandem eine Frage über die „Venona-Papiere“, die „Operation Solo“, die „Kommunistische Internationale“ und so weiter — er hat keine Ahnung, noch nie davon gehört. Als ich mit dem Filmen meiner Dokumentation begann, gab es an diesem Thema überhaupt kein Interesse.

Seit der Veröffentlichung meines Buches „And Reality be Damned …“ erschienen ein paar sehr interessante Bücher. Da ist Paul Kengors „The Communist“, Pavel Stroilovs „Allegations“, oder Ihr „High Noon for America: The Coming Showdown“ — um nur einige zu nennen. Blickt man in die Geschichte, dann ist die Demokratie noch sehr jung und zerbrechlich. Sie muß sorgfältig gepflegt werden, und in einer ungebildeten, verwirrten Gesellschaft kann sie nicht funktionieren. Sind die Grundlage der Stimmabgabe eine Emotion, das persönliche Erscheinungsbild des Kandidaten, seine Rasse oder religiösen Überzeugungen, dann wird die ganze Nation zu einer dysfunktionalen Familie — ein perfekter Nährboden für den Sozialismus oder eine andere Form der Diktatur.

Nebenbei bemerkt erfordert die Installation des Sozialismus keine Mehrheit. Revolutionen kommen in der Regel durch eine stark engagierte Minderheit zustande — pathetische oder manipulierte Massen helfen dabei nur.

FP: Warum können die westlichen Geheimdienste und Regierungen das Konzept der Desinformation nicht begreifen?

Buchar: Für die westliche Kultur ist Täuschung ein Fremdwort. Joseph Douglass und Bill Gertz sprechen über dieses Thema in meinem Film. Nach ihnen hat das Establishment unserer Nachrichtendienste von dem, was Täuschung darstellt, ein sehr primitives und sogar falsches Verständnis. Nur mit Anatoli Golizyns „Perestroika Deception“ bekamen sie die Möglichkeit, das Gesamtbild zu sehen, aber sie haben diese Möglichkeit trotzdem vertan. Sie weigerten sich, seine Informationen zu akzeptieren.

Bill Gertz spricht über die anti-antikommunistische Denkweise der CIA. Pete Bagley erzählte mir, daß ihm erst nach dem Ende des Kalten Krieges klar wurde, daß alle Operationen der CIA in Polen vom KGB eingerichtet wurden, um die Opposition loszuwerden. Die Tatsache, daß die Opposition in den kommunistischen Ländern in Wirklichkeit eine „künstliche Opposition“ („controlled opposition“) war, ist für die in Demokratien lebenden Menschen schwer zu glauben. Als ich im Jahr 1980 aus der Tschechoslowakei überlief, wurde ich zweimal befragt. Zuerst in Österreich, dann in den USA. Mir wurde nie eine Frage von Bedeutung gestellt. Im Jahre 2005 fragte mich ein CIA-Beamter, wie mir „RADIO FREE EUROPE“ gefiel.

Er war überrascht, als ich ihm sagte, daß der Empfang dieser Sendung sehr stark gestört wurde und es unmöglich war, sie zu hören.

Die CIA hatte einfach keine Ahnung, was hinter dem Eisernen Vorhang los war. Sie interessierten sich nicht für Ideologie und Propaganda, sondern nur für militärische Informationen. Aus diesem Grund „verpaßten sie den Anschluß“. Das Buch „Disinformation“ von Generalleutnant Ion Mihai Pacepa und Ronald Rychlak wird dieses äußerst wichtige Thema an die Öffentlichkeit bringen. Hoffen wir, daß die Amerikaner in der letzten Minute erkennen, daß sie auf die Schippe genommen wurden.

FP: Warum ist es wichtig, sich Ihren neuen Film „The Collapse of Communism: The Untold Story“ anzusehen?

Buchar: Viele Amerikaner sind heutzutage nicht glücklich, welche Richtung ihr Land eingeschlagen hat. Sie fragen sich, wie die progressiven Linken so stark wurden, daß sie aus dem Land eine weitere große EU machen. Die Geschichte und das Wachstum der amerikanischen Linken sind zwar nicht besonders bekannt, aber gut dokumentiert — die Ausbreitung des Sozialismus in den Vereinigten Staaten ist aber kein rein internes Problem. Um vollständig zu verstehen, was heute in Amerika los ist, müssen wir wissen, wer den Angriff auf unser Leben begann, wann, und wie die Strategie aussieht.

Ich interviewe jetzt seit fünf Jahren Nachrichtendienst-Experten, Dissidenten, Überläufer und Kalte Krieger. Dabei erschloß sich mir eine ganz andere Realität. In den Vereinigten Staaten braut sich etwas zusammen und der Schlüssel zum Verständnis liegt in den Jahren 1989 und 1991. Da wir uns der Endstation der sogenannten Neuen Weltordnung nähern, ist es sehr wichtig, zu erkennen, wer diese Reise plante. Wäre es möglich, daß das politische Establishment im Westen einfach nicht die Wahrheit wissen will?

FP: Robert Buchar, ich danke Ihnen, daß Sie bei uns waren — und für diesen Film und Ihre Hingabe an die Wahrheit.

Wir möchten alle unsere Leser ermuntern, sich diesen neuen Film anzusehen und www.collapseofcommunism.com zu besuchen.

Hier finden Sie den Originalartikel, The Collapse of Communism: The Untold Story.

Besonders interessant ist der Ausrutscher, daß der islamische Terrorismus eine Erfindung ist, schließlich ist FRONTPAGEMAG eine islamkritische Seite, aber egal. Und abgesehen vom falschen Chruschtschow-Zitat ist ja soweit alles richtig.

Man muß aber kein Überläufer sein, um das zu erkennen, oder zu fragen, wo die Massenmedien gerade waren, um nach dem angeblichen Zusammenbruch der Sowjetunion über die Entsowjetisierung, die Prozesse gegen die Massenmörder, die aus den Gulags strömenden Häftlinge und die Familienzusammenführungen zu berichten.

Der verstorbene Alan Stang hatte diesen Gedanken bereits im Jahr 2008.

„Der Zusammenbruch der Sowjetunion“ unter der Lupe

Wie Sie wissen, ist die Regierung von Presidente Jorge W. Boosh beim gegenwärtigen Flächenbrand im Kaukasus der Auffassung, daß Georgien Recht hat und Rußland Unrecht. Zumindest in dieser Frage liegt Boosh damit bemerkenswert eng im Bett mit Obama, denn Senator Hussein Obamas Führungsoffizier (handler) ist Zbigniew Brzezinski, der im Namen von David Rockefellers Trilateraler Kommission Jimmy Carter als Präsident einstellte, und der nun offenbar den Auftrag hat, Hussein als Präsident einzustellen. Brzezinski stimmt Boosh sicherlich zu.

Während ich dies schreibe, konfrontiert Philip Berg, ein Rechtsanwalt und Demokratischer Beamter aus Philadelphia, Senator Hussein vor einem Bundesgericht mit der Behauptung, kein gebürtiger US-Bürger zu sein. Rechtsanwalt Berg sagt, er hätte Dokumente, die beweisen, daß Hussein Obama in Kenia geboren wurde, nicht in Hawaii, und daher nicht beanspruchen kann, Präsident zu sein. Bergs Internetseite ist www.obamacrimes.com. Sehen Sie nach und entscheiden Sie selbst. Wenn Hussein Obama überlebt, wird dies noch viel mehr über Zbig Brother Brzezinski sagen.

Gehen Sie jetzt vom Flächenbrand im Kaukasus ein paar Jahre zurück und betrachten Sie sich den „Zusammenbruch der Sowjetunion“. Woher wissen wir, daß die Sowjetunion „zusammengebrochen“ ist? Wir wissen, daß sie zusammenbrach, weil die Sowjetunion sagte, daß sie es tat, und die Spatzenhirne in unseren kommunistischen Massenmedien plappern schon lange nach, was die Sowjets sagen. Soweit ich mich erinnere, schluckten die Spatzenhirne das sowjetische Vogelfutter komplett.

Erinnern Sie sich an Mike Gorbatschow. Er ist der Mann mit dem Kainsmal auf seinem Haupt. Einst war er ein sowjetischer Diktator. Am nächsten Tag „fiel“ die Sowjetunion. Und am nächsten Tag taucht Mike in San Francisco auf, schlägt sein Hauptquartier im „Presidio“ auf, der historischen US-Militärbasis, und betreibt eine steuerbefreite Stiftung (Anm.: das „State of the World Forum“), die vor dem „Zusammenbruch“ der Sowjetunion geschaffen wurde. Wußte da oben vielleicht jemand Bescheid?

Wir reden über den Mann, der das „Reich des Bösen“ leitete, die KGB-Folterkammern, den Archipel Gulag, den Mann, der auf der ganzen Welt den Terrorismus finanzierte, etc. Warum tat Washington so etwas? Hatte Mike Reue gezeigt? War aus ihm jetzt ein überzeugter Verfechter der amerikanischen Werte und der Verfassung geworden? Überhaupt nicht! In seinen Büchern erklärt er, daß er sein Leben lang ein Kommunist ist, daß der Wandel in der Sowjetunion keinen Wandel seiner Absicht bedeutet, und daß „Perestroika“ einfach ein neuer Weg ist, um überall auf der Welt den Kommunismus durchzusetzen. (Anm.: Ein Ostblockwitz lautete: Q: What comes after perestroika? A: Perestrelka. — Frage: Was kommt nach Perestroika? Antwort: Erschießung.)

Jetzt war Mike ein „Öko“. Seine Gorbatschow-Stiftung veranstaltete Treffen, an denen George H. W. Bush und andere Weltregierungs-Verschwörer teilnahmen und die Frage diskutierten, wie viele Menschen auf der Welt für den „Umweltschutz“ ausgerottet und wie sie getötet werden sollten. Ted der Verräter Turner, der fünf Kinder hat, sagt zum Beispiel: „Eine Gesamtbevölkerung von 250 – 300 Millionen Menschen, ein Rückgang um 95% der heutigen Zahlen, wäre ideal.“ Seltsamerweise hat sich Ted der Verräter nicht freiwillig zur Exekution gemeldet.

Wir reden über ein Szenario, das so unglaublich ist, daß es mit Worten kaum zu beschreiben ist. Es wäre gleichbedeutend, wenn wir Onkel Hitler oder Onkel Heinrich aus dem Bunker oder dem Konzentrationslager hierher gebracht und zu Harvard-Professoren gemacht hätten. Über dieses Szenario hätte es bergeweise Belege geben müssen. Aber unsere kommunistischen Massenmedien haben es einfach so geschluckt, ohne zu rülpsen.

Was hätten wir sehen sollen, wenn der „Zusammenbruch der Sowjetunion“ echt gewesen wäre? Die Antworten liegen auf der Hand, wenn wir ihn mit dem Zusammenbruch der Nazis am Ende des Zweiten Weltkriegs vergleichen. Zunächst erinnern wir uns, daß die Konzentrationslager der Nazis befreit wurden. Die Tore wurden geöffnet, die Opfer strömten heraus. Wir sahen sie. Wir sahen amerikanische Truppen, die sich entsetzt die Nase zuhielten. Wir sahen endlose Berichte in den Medien. Bei einem echten Zusammenbruch der Sowjetunion hätten wir die gleiche Sache im Gulag sehen sollen.

Wir sahen es nicht. Es gab keine Befreiung, es gab keine Millionen, die strömten, keine tränenreichen Familientreffen. War das keine große Geschichte? Aber es gab keine Nachrichtenberichte, nicht einmal eine ehrenvolle Erwähnung. Dies muß bedeuten, daß der Archipel Gulag noch immer intakt ist, daß die Millionen noch immer dort sind und daß es keinen Zusammenbruch gab.

Als nächstes wurde das deutsche Militär aufgelöst. Die Wehrmacht war nicht mehr. Japan wurde ebenfalls entwaffnet. Das gleiche hätte beim „Zusammenbruch“ der Sowjetunion passieren müssen. Ist es passiert? Nein. Das Militär der Sowjets blieb intakt. Ja, zu der Zeit wurde etwas über die Zerstörung von einigen Raketen gesagt, aber diese Raketen hätten planmäßig ersetzt werden sollen. Deren Abbau hatte nichts mit Abrüstung zu tun. Die Sowjets sind nach wie vor eine gewaltige militärische Macht.

Drittens sollten nun andere Leute zu sehen sein. In Deutschland wurden die Nazis rausgeschmissen und gejagt. Israel ging nach Argentinien und entführte Eichmann. In Deutschland gab es neue Namen. Konrad Adenauer — „Der Alte“ — war Kanzler. General MacArthur tat das Gleiche in Japan. Togos Militaristen verschwanden. Und wer ist jetzt in Moskau zuständig? KGB-Oberst Vlad der Pfähler Putin.

Ja, Presidente Jorge W. Boosh blickte in Putins Augen und sah in seine Seele — und ihm gefiel, was er sah. Inzwischen hat Boosh seine Meinung vermutlich geändert. Wem glauben Sie? Wie es scheint, gibt es nach dem „Zusammenbruch“ die gleichen Leute wie zuvor. Und sollte es nicht wie in Nazi-Deutschland Prozesse gegen die Kriegsverbrecher geben, gegen die Männer, die den Gulag betrieben? Gab es welche? Nein.

Betrachten Sie schließlich die Tatsache, daß es all dies bereits früher gab. 1921 brachen die von Washington und dem Westen unterstützten Roten zusammen. Es herrschte Hunger, weil der „Kriegskommunismus“ keine Wirtschaft erlaubte. Der sowjetische Diktator Lenin machte einen Schritt zurück. Er schrieb sogar ein Buch und erklärte seinen Fanatikern, daß es zur Bewahrung des Kommunismus gut wäre, ein oder zwei Schritte zurück zu gehen.

Lenin führte die „Neue Ökonomische Politik“ ein, in der einen ein wenig Handel nicht gleich ins Gefängnis brachte. „NÖP-Männer“ tauchten auf; Händler, die ein wenig handelten. Der Westen hörte, daß Lenin „zur Besinnung gekommen“ wäre. Der Kommunismus hatte „versagt“. Das Sowjetsystem würde „umstrukturiert“ werden. Auf Russisch würden Sie es wahrscheinlich „Perestroika“ nennen.

Herbert Hoover, der sieben Jahre später US-Präsident wurde, traf in Moskau als Leiter der „American Relief Administration“ ein, mit Tonnen an Lebensmitteln und Investitionskapital. Die Sowjets feierten. Der Kommunismus war gerettet. Moskaus Verdauungsprozeß dauerte drei Jahre. Dann meldete sich der Kommunismus zurück.

Washington unterstützte die Kommunisten noch einmal und rettete sie vor dem Zusammenbruch. Im Zweiten Weltkrieg tat es die Verschwörung zur Weltregierung wieder. Bitte nennen Sie mir eine kommunistische Diktatur, irgendwo, die nicht von den Vereinigten Staaten geschaffen wurde. Rotchina? Falsch. Kuba? Wieder falsch. Zimbabwe. Falsch. Ich kenne keine. Zur Förderung des Kommunismus hat die US-Regierung auf der ganzen Welt mehr getan, als irgendein anderes Land. Ohne die Vereinigten Staaten wäre der Kommunismus eine Fußnote in einem staubigen Geschichtstext.

Was sind die Folgen des letzten „Zusammenbruchs“ der Sowjetunion? Es floß wieder einmal Investmentkapital. Die Sowjets erlebten einen diplomatischen Triumph. Ihr Mann Michael Gorbaschrott erklärt jetzt amerikanischen Industriellen, was zu tun ist. Dem sowjetisch geförderten Terrorismus wird keine Aufmerksamkeit mehr gewidmet. Der Fokus liegt jetzt auf dem „islamischen Fundamentalismus“, der auf mysteriöse Weise mitten auf der Bühne auftauchte, während die Sowjets an den Seiten verschwanden, fast so, als ob die ganze Sache ein Plan war.

Erinnern Sie sich daran, daß die Sowjets die Rekrutierung, Ausbildung, Finanzierung und Etablierung von Strohmännern erfanden, die ihre Terrorismusarbeit erledigten, während die Sowjets als Philantrophen posierten. Erinnern Sie sich daran, daß der ekelerregende Jassir Arafat, Führer der Palästinensischen Befreiungsorganisation und Knabenliebhaber, sein Leben lang ein Angestellter der Sowjets war. Arafat ist natürlich nur ein Beispiel von vielen.

Die Sowjets planen solche Dinge nicht nur ein oder zwei Jahre im Voraus. Sie sind Schachmeister, sie planen in Jahrzehnten, in Generationen. Hat diese jüngere Geschichte etwas mit dem Flächenbrand im Kaukasus zu tun? Meine eine Antwort wird wie immer kurz, direkt und nachvollziehbar sein. Ich weiß es nicht. Offensichtlich gibt es eine Beziehung — ich weiß aber noch nicht, was es ist. Im Laufe der Zeit wird der Zweck vielleicht deutlich werden. Wir können uns wie üblich darauf verlassen, daß das, was uns gesagt wurde, so falsch ist wie ein Ein-Dollar-Schein.

Wir müssen uns gerade jetzt daran erinnern, was geschah. Wenn Sie nicht wissen, wo Sie in der Vergangenheit waren und was geschah, werden Sie nie verstehen, wo Sie jetzt sind und was zu tun ist. Fürs Erste ist klar, daß wir wieder zu einer amerikanischen Außenpolitik finden müssen, in der wir uns um unsere eigenen Angelegenheiten kümmern und darauf bestehen, daß andere Nationen sich um ihre Angelegenheiten kümmern.

Wir können uns leider nur auf die Tatsache verlassen, daß beide Seiten des Konflikts, Moskau und Washington, daran arbeiten, die Sache der Weltregierung voranzutreiben. Beenden wir diese kurze Übersicht mit einer Frage: Ist die gegenwärtige Inszenierung im Kaukasus eine typische Demonstration des dialektischen Materialismus, in dem die Verschwörung zur Weltregierung beide Seiten manipuliert?

Alan Stang war einer der ersten Skriptschreiber von Mike Wallace auf „Channel 13“ in New York, wo er einige der Skripte verfasste, die Mike Wallace zu CBS brachten. Stang war selbst Radiomoderator. In Los Angeles wurde er zeitgleich zu Larry King gesendet und hatte laut „Arbitron“ fast doppelt so viele Zuhörer. Er hat als Auslandskorrespondent gearbeitet. Er hat hunderte von Sonderbeiträgen in Zeitschriften im ganzen Land und etwa fünfzehn Bücher geschrieben, für die er zahlreiche Auszeichnungen erhielt, darunter eine Ehrung durch das Repräsentantenhaus von Pennsylvania für hervorragende journalistische Leistungen. Eines von Stangs Exposés hielt einen kriminellen Versuch auf, die Kontrolle über New Mexico zu erlangen, wo eine Bande ein Gerichtsgebäude eroberte, einen Richter als Geisel nahm und einen Stellvertreter ermordete. Der Plan stand kurz vor dem Erfolg bevor Stang eingriff. Ein weiteres Exposé von Stang inspirierte wichtige Reformen im bundesstaatlichen Arbeitsrecht.

Sein erstes Buch, „Es ist sehr einfach: Die wahre Geschichte der Bürgerrechte“ („It’s Very Simple: The True Story of Civil Rights“), war ein sofortiger Bestseller. Sein erster Roman, „Die höchste Tugend“ („The Highest Virtue“), der in der russischen Revolution spielt, errang eine Fünf-Sterne-Bewertung in der „West Coast Review of Books“, die in nur einem Prozent ihrer Bewertungen fünf Sterne vergab.

Stang hat in jedem amerikanischen Bundesstaat und auf der ganzen Welt Vorträge gehalten und wurde in vielen Sendungen begrüßt, darunter „Cross Fire“ auf CNN. Weil er und seine Frau in Santo Domingo in der Dominikanischen Republik die meisten Kinder hatten, wo sie damals lebten, wurde die ganze Familie gewählt, um in Sydney Pollacks „Havanna“ mit Robert Redford zu spielen, dem bis dahin teuersten Film. Alan Stang ist der Mann mit den angeklatschten Haaren in dem lächerlichen Harry-Truman-Hawaii-Shirt. Er sagt, daß er dazu gezwungen wurde.

Hier finden Sie den Originalartikel, "Soviet Collapse" Revisited.

Und hier die Definition von Außenpolitik laut George Washingtons Abschiedsbotschaft:

„… Die große Verhaltensregel hinsichtlich fremder Nationen liegt für uns darin, bei der Ausweitung unserer Handelsbeziehungen so wenig politische Verbindung wie möglich mit ihnen zu haben. Soweit wir bereits Verpflichtungen eingegangen sind, laßt sie in vollendet gutem Glauben erfüllt werden. — Hier aber laßt uns Halt machen.

Europa hat ein Gefüge primärer Interessen, die keine oder sehr entfernte Beziehungen zu uns haben. Deshalb muß es in häufige Auseinandersetzungen geraten, deren Ursachen unseren Anliegen wesentlich fremd sind. Daher also muß es unklug für uns sein, uns durch künstliche Bande in die gewöhnlichen Wechselfälle seiner Politik oder die gewöhnlichen Kombinationen und Zusammenstöße seiner Freund- oder Feindschaften zu verwickeln. Unsere abgesonderte und entfernte Lage veranlaßt uns und setzt uns instand, einen anderen Kurs zu verfolgen. Wenn wir ein einiges Volk unter einer wirksamen Regierung bleiben, ist die Zeit nicht fern, wo wir beträchtlicher Schädigung durch auswärtige Staaten trotzen können; wo wir eine Haltung einnehmen können, die die Neutralität achten lassen wird, die wir zu irgendeiner Zeit beschließen mögen; wo kriegführende Nationen angesichts der Unmöglichkeit, Erwerbungen bei uns zu machen, nicht leichthin damit spielen werden, uns zu provozieren; wo wir Krieg oder Frieden wählen können, wie unser Interesse, geleitet vom Recht, es geraten sein läßt.

Warum sich der Vorteile einer so besonderen Lage begeben? Warum unseren eigenen Boden verlassen, um auf fremdem zu stehen? Warum durch Verflechtung unseres Geschicks mit dem irgendeines Teils von Europa unseren Frieden und unseren Wohlstand in die Netze europäischer Ambition, Rivalität, Interesses, Stimmung oder Laune verstricken?

Unsere wahre Politik ist, uns fernzuhalten von allen dauernden Bündnissen mit irgendeinem Teil der ausländischen Welt; insoweit, meine ich, als wir jetzt frei sind es zu tun; denn laßt mich nicht so verstanden werden, als wäre ich für Untreue gegenüber bestehenden Verpflichtungen. Ich halte die Maxime für nicht weniger anwendbar auf öffentliche als auf private Angelegenheiten, daß ehrlich immer am längsten währt. Ich wiederhole es deshalb, laßt diese Verpflichtungen in ihrem wirklichen Sinn beobachtet werden. Aber meiner Meinung nach ist es unnötig und wäre es unklug, sie auszudehnen.

Wenn wir immer darauf sehen, uns durch geeignete Einrichtungen in achtunggebietendem Verteidigungszustand zu halten, können wir ohne Gefahr zeitweiligen Bündnissen für ungewöhnliche Notlagen vertrauen …“

Aus der „Abschiedsbotschaft“ George Washingtons, 1796

(Herbert Strauß: Botschaften der Präsidenten der Vereinigten Staaten von Amerika zur Außenpolitik, 1793-1947, S. 13 f.)

VIPs mit Reagan, Bush in Untersuchung über Homosexuellen-Prostitution verwickelt — „Callboys“ auf Mitternachtstour durchs Weiße Haus

2012/04/16

Paul M. Rodriguez und George Archibald über den US-Prostitutionsskandal — nein, nicht die „geheime Dienstleistung“ („Secret Service“) unter Obama, sondern das, was laut Washington Times unter Ronald Reagan geschah.

(Die Scans der Washington Times vom 29. Juni 1989 finden Sie hier, oder hier und hier.)

(weitere Anmerkungen in Klammern)

Dies sind drei von Hunderten von Kreditkartenbelegen, ausgestellt auf Professional Services Inc., die der Washington Times zugingen. Namen und Nummern der Kunden, die auf den Originalen zu sehen sind, wurden hier gelöscht.

Bundes- und Bezirksbehörden ermitteln gegen einen Homosexuellen-Prostitutionsring, zu dessen Kunden unter anderem ranghohe Vertreter der Regierungen Reagan und Bush, Militärs, Kongreß-Helfer sowie US-amerikanische und ausländische Geschäftsleute mit engen sozialen Bindungen zu Washingtons politischer Elite gehören, wie Dokumente, die die Washington Times erhielt, zeigen.

Einer der hochkarätigen Kunden des Rings hatte so gute Verbindungen, daß er am Sonntag, dem 3 Juli des letzten Jahres (1988) im Weißen Haus, mitten in der Nacht, eine Tour für seine Freunde arrangieren konnte. Unter den sechs Personen auf der außergewöhnlichen 01.00 Uhr Tour waren zwei männliche Prostituierte.

Die Times erfuhr, daß die Bundesbehörden, darunter der Secret Service, die strafrechtlichen Aspekte des Rings untersuchen wird und daß den männlichen Prostituierten und ihren homosexuellen Kunden mitgeteilt wurde, daß eine Grand Jury während des Sommers über die Beweise beraten wird.

Reporter dieser Zeitung untersuchten Hunderte von Kreditkartenbelegen, ausgestellt auf Firmen- und persönlichen Karten und zahlbar an den Escort-Service, der den Homosexuellenring betrieb. Viele der Belege wurden über ein sogenanntes „Sub-Merchant“ Unterkonto des Chambers Bestattungsinstitutes von einem Sohn des Besitzers gebucht, ohne das Wissen des Unternehmens.

Unter den Namen der Kunden auf den Belegen — identifiziert durch Prostituierte und Escort-Vermittler — sind Regierungsbeamte, lokal stationierte US-Militärs, Geschäftsleute, Anwälte, Banker, Kongreß-Helfer und anderes Fachpersonal.

Redakteure der Times sagten, die Zeitung würde nur die Namen derjenigen drucken, die in sensiblen staatlichen Stellen oder einflußreichen Positionen tätig sind. „Es gibt nicht die reißerische Absicht, irgendwelche Namen oder Fakten über die Operation zu veröffentlichen“, sagte Chefredakteur Wesley Pruden. (Erinnern Sie sich, was geschah, als Hans Meiser einen Prostitutionsskandal aufdecken wollte?)

Das Büro von US-Justizminister Jay B. Stephens, dem ehemaligen stellvertretenden Berater des Weißen Hauses unter Präsident Reagan, koordiniert die Untersuchung, weigerte sich aber, über die Ermittlungen oder die Grand Jury zu diskutieren.

Laut den Kreditkarten-Datensätzen finden sich mehrere ehemalige Mitarbeiter von Jay B. Stephens aus dem Weißen Haus unter den Kunden des Homosexuellen-Prostitutionsringes, und diese Personen haben die Buchungen bestätigt.

Jay B. Stephens‘ Büro, das zuerst zusagte, bei der Untersuchung der Times zu kooperieren, zog das Angebot gestern zurück und lehnte auch ab, zu sagen, ob Stephens den Fall aufgrund möglicher Interessenkonflikte wegen Befangenheit abgibt.

Mindestens ein hochrangiger Vertreter der Bush-Regierung und ein reicher Geschäftsmann, die von dem Escort Service, der den Ring betrieb, homosexuelle Prostituierte bezogen, kooperieren laut mehreren Quellen mit der Untersuchung.

Unter den Kunden, die in den vergangenen 18 Monaten Homosexuellen-Prostituiertendienste über gängige Kreditkarten abrechneten, sind Charles K. Dutcher, ehemaliger stellvertretender Direktor des Präsidentenpersonals der Reagan-Administration, und Paul R. Balach, Verbindungsmann von Arbeitsministerin Elizabeth Dole im Weißen Haus.

Charles K. Dutcher war in den 1970er Jahren ein Kongreß-Berater des ehemaligen republikanischen Abgeordneten Robert Bauman von Maryland, der aus dem Repräsentantenhaus zurücktrat, nachdem er sexuelle Beziehungen mit jungen männlichen Prostituierten einräumte. Charles K. Dutcher arbeitete auch im Mitarbeiterstab von Vizepräsident Dan Quayle, als er im Repräsentantenhaus einen Bezirk von Indiana vertrat.

Ein Zahlungsvorgang wurde auch auf der Kreditkarte eines ehemaligen Mitarbeiters des Weißen Hauses festgestellt, der in der Reagan-Administration die tägliche Zusammenfassung der Nachrichten für den Präsidenten vorbereitete. Todd A. Blodgett sagte, er hätte die Zahlung nicht getätigt.

Einer der zahlungskräftigen Großkunden des Rings ist Craig J. Spence, laut Dokumenten und Interviews mit Vermittlern und Prostituierten, die mit Craig J. Spence Sex hatten, ein Angehöriger der feinen Washingtoner Gesellschaft und ein internationaler Handelsberater.

Craig J. Spence zahlte pro Monat mehr als 20.000 Dollar für männliche Prostituierte, die ihm und seinen Freunden Sex boten, darunter anscheinend Militärpersonal, das sich als seine „Bodyguards“ ausgab. Es war Spence, der die nächtliche Tour durch Reagans Weißes Haus anordnete. Wiederholte Versuche, Spence zu erreichen, per Telefon, Fax und persönlich zu Hause, waren erfolglos.

Kreditkartenbelege bestätigen, daß Craig J. Spence über American Express- und Visa-Karten Tausende von Dollar zahlte und seine Karten für einen Escort-Service namens Professional Services Inc. manchmal auch mehrmals am Tag in Höhe von 600 Dollar belastete.

Professional Services ist laut Werbung in Washingtoner Boulevard-Zeitungen und den Gelben Seiten eine von mehreren Dachgesellschaften (one of several umbrella companies), die von den Betreibern genutzt wird, um männliche Prostituierte als Begleitpersonen zu vermitteln.

Kreditkarten-Unterlagen zeigen, daß auch Mitglieder großer Nachrichtenagenturen Escort-Dienste von dem Ring bezogen. Darunter Stanley Mark Tapscott, der ein assistierender Chef vom Dienst der Washington Times war. (Warum gibt es eigentlich keine investigativen Berichte über das „Coming Out“ von Redakteuren von Tageszeitungen, die käufliche Liebe machen?)

Stanley Mark Tapscott, dessen Rücktritt am 20. Juni 1989 angenommen wurde, sagte, er habe keine homosexuellen Begleitpersonen oder sexuelle Dienstleistungen irgendeiner Art in Anspruch genommen. Er sagte in einem Interview, er habe mit zwei Frauen gesprochen, die er über den Escort-Service im Rahmen einer Untersuchung eines Telefon-Sex-Dienstes traf, die er ein Jahr zuvor begonnen hatte, als er Redakteur des Finanzteils der Zeitung war. (Klingt fast wie die Selbstverteidigung dieses SPD-Freibeuters.) Die Zahlungen wurden auf der American-Express-Karte seiner Firma verbucht. Seinen Redakteuren war eine solche Untersuchung nicht bekannt.

Vor seiner Tätigkeit bei der Times arbeitete Stanley Mark Tapscott in der Reagan-Administration für das Büro des Personal-Managements.

Manager des Escort-Rings sagten, daß für Kunden mit spezifischen Wünschen „ein paar Frauen“ genutzt wurden, daß aber der normale Stall (the regular stable) insgesamt männlich war.

Die Dokumente zeigen, daß eine Reihe von Kunden — Rechtsanwälte, Ärzte und Geschäftsleute — Firmen-Kreditkarten nutzten, um Escort-Dienste in Anspruch zu nehmen und daß eine Reihe von Offizieren aus den Vereinigten Staaten und verbündeten Ländern — darunter ein ausländischer Offizier mit der Kreditkarte eines Verteidigungsministeriums — männliche Escort-Dienste buchten.

Ein ehemaliger ranghoher Vertreter des Pentagon sagte, daß die militärischen und zivilen Geheimdienstbehörden seit den letzten acht Jahren besorgt sind, daß „ein Nest von Homosexuellen“ auf höchster Ebene der Reagan-Regierung von sowjetisch unterstützten Spionen durchdrungen worden sein könnte, die sich als männliche Prostituierte ausgeben.

Ein großes Problem wäre laut dem ehemaligen Vertreter mit langjährigen Beziehungen zu hochkarätigen militärischen Geheimdienst-Offizieren, daß feindliche ausländische Geheimdienste junge männliche Prostituierte nutzen, um ranghohe Regierungshomosexuelle (top administration homosexuals) zu kompromittieren und erpressbar zu machen.

„Uns ist seit vielen, vielen Jahren bekannt, daß es eine Abteilung des KGB gibt, deren Aufgabe es ist, sexuellen Abweichlern nachzustellen“, sagte der pensionierte Generalleutnant Daniel Graham, ehemaliger Leiter des Verteidigungsnachrichtendienstes DIA (Defense Intelligence Agency).

Weil „heimliche“ Homosexuelle im Staatsdienst durch Erpressung für Spionagezwecke leicht „umgedreht“ werden können, so General Graham, „waren wir immer sehr bemüht, bekannten Homosexuellen keine als geheim eingestuften Informationen zu geben“.

Die von der Times Befragten bestätigten, daß es Erpressungsversuche seitens männlicher Prostituierter gab, die Geld und andere Vergünstigungen verlangten, um das geheime sexuelle Leben von Kunden zu schützen.

Die befragten Kunden sagen, daß eine Polizeirazzia am 28 Februar in einem Haus in Washington mit der Adresse 6004 34th Place NW durch Berichte über Erpressung und möglichen Kreditkartenbetrug sowie Beschwerden von Hotelbetreibern über Prostitution in Gang gesetzt wurde. (2011, als ich diesen Artikel entdeckte, fand ich hier noch ein Foto des Hauses mit der Adresse 6004 34th Place NW, das inzwischen verschwunden ist.)

Bei der von der Washingtoner Außenstelle des Secret Service geleiteten Razzia fanden die Behörden eine Telefonzentrale, die genutzt wurde, um ein halbes Dutzend von Homosexuellen-Escortdiensten zu betreiben.

Während der Razzia beschlagnahmten Secret Service Agenten und leitende Ermittler der Bezirkspolizei finanzielle Aufzeichnungen sowie Geschäftsbücher, Fotos, Tagebücher, Telefonaufzeichnungen, Adressverzeichnisse und Kundenlisten des Prostitutions-Netzwerkes und luden im Anschluß vor das Washingtoner Landgericht.

Obwohl das beschlagnahmte Material noch am Tatort der Bezirkspolizei übergeben wurde, sagen Zeugen und Strafverfolgungsbehörden, daß der Secret Service eine Kiste mit Dateien behielt, die Namen und andere Informationen über hochrangige Regierungsbeamte enthielt, die Kunden des männlichen Escortdienstes waren.

Verteter der Bezirkspolizei sagen, daß dies ihres Wissens nach das erste Mal ist, daß der Secret Service jemals an einer solchen Razzia in dieser Gegend beteiligt ist.

Zunächst bestritt der Secret Service, an der Razzia beteiligt zu sein, doch nachdem an der Adresse 34th Place am 18. Mai eine zweite Razzia erfolgte, räumte die Behörde ihre Beteiligung an der Untersuchung ein.

Secret-Service-Sprecher Bob Snow sagte, daß die Behörde wegen ihrer Zuständigkeit für Kreditkartenbetrug an der Durchsuchung und Beschlagnahmung teilnahm: „Wir greifen in der Regel auf Antrag eines US-Anwalts in solche Operationen ein … wenn der Betrug 10.000 Dollar oder mehr beträgt … Wir sind an keiner Untersuchung über lokale Prostitution beteiligt.“

Zeugen der Razzia vom Februar sagten, daß 12 Agenten des Secret Service in blauen Parkas das Haus betraten und mehrere Stunden lang Kisten mit Dateien sammelten und wegräumten.

Bundes- und Bezirksermittler haben seitdem sowohl mehrere Prostituierte verhört, die für den Ring arbeiten, als auch Kunden der Homosexuellen-Escortdienste, die unter Namen wie „Jovan“, „Man-to-Man“, „Metrodate“, „Ultimate Models“ und „Ultimate First Class“ arbeiteten.

Zusätzlich zu Kreditkartenbetrug konzentrieren sich die Ermittlungen auf illegale zwischenstaatliche Prostitution, Entführung und Ausnutzung Minderjähriger zum Zweck sexueller Perversion, Erpressung, Diebstahl sowie damit verbundenen illegalen Drogenhandel und -konsum durch Prostituierte und ihre Kunden.

Sowohl einer der wichtigsten Betreiber von Professional Services Inc. als auch ein regelmäßiger Kunde der Dienste spekulierten in getrennten Interviews, daß die Untersuchung eingestellt werden würde (would be restricted), weil „große Namen“ involviert wären.

„Henry Vinson (der Betreiber) sagte, ein hochrangiger Vertreter werde versuchen, die Ermittlungen zu blockieren und möglicherweise Erfolg haben“, erklärte Paul R. Balach, der Verbindungsmann der Arbeitsministerin zum Weißen Haus. Henry Vinson sagte, daß er glaubt, daß ein hochgestellter Regierungsvertreter, den er nicht nennen möchte, daran arbeitet, die Untersuchung zu behindern, wollte dies aber nicht näher ausführen.

Die Behörden untersuchen seit vergangenem Herbst einen möglichen Kreditkartenbetrug durch die Betreiber des Rings.

Bereits im Oktober letzten Jahres — Monate vor der Razzia — wurde Paul R. Balach von Ermittlern zu schwerem Großdiebstahls befragt, der laut ihm von einem männlichen Escort namens Jason Michael Manos begangen wurde.

In einem Interview sagte Paul R. Balach, daß er und Jason Manos im vergangenen Sommer traf und sich mit ihm nach einem bezahlten „Date“ von „Man-to-Man“ anfreundete, einer der von den Betreibern von Professional Services beworbenen Escort-Dienste. Befragungen von Freunden von Paul R. Balach bestätigten seine Beziehung zu Michael Manos.

Laut Paul R. Balach, der im Juni 1988 zum ersten Mal homosexuelle Prostituierte aus dem Netzwerk bestellte, wurden mehrere Kunden, darunter er selbst, von den Prostituierten erpresst.

Die Betreiber des Rings sagten gegenüber der Times, daß Videobänder, Tonbänder und Fotos von den sexuellen — und auch perversen — Handlungen zwischen den Kunden und den Callboys gemacht wurden.

Dokumente belegen, daß den Kunden „Videobänder“ berechnet wurden.

Professional Services versuchte für einige Kunden, den Verwendungszweck der Kreditkartenrechnung zu verbergen und stellte Rechnungen für harmlose Gegenstände wie „Urnen“ oder „Andachtsbildchen“ aus. Eines der Unternehmen für die „Kreditkarten-Abwicklung“ des Rings wurde von Robert A. Chambers gegründet, einem Beerdigungsleiter, dessen Familie Chambers Funeral Home besitzt.

Robert A. Chambers, der ein Interview ablehnte, soll in den Kreditkarten-Konten der Firma Chambers Funeral Home bei der Sovran Bank in Silver Spring sogenannte Sub-Merchant-Konten auf den Namen Professional Services Inc. eingerichtet haben. Über diese Sub-Merchant-Konten wurden die Kreditkarten-Belege und Schecks der männlichen Escort-Dienste abgewickelt.

Laut Angaben des Rechnungsprüfers von Chambers Funeral Home kündigten Vertreter der Firma auf Geheiß von W. W. Chambers, dem Oberhaupt des Familienunternehmens, das nicht genehmigte Professional-Services-Konto nach der Polizeirazzia am 28. Februar. Robert Chambers wurde zu diesem Zeitpunkt von seinem Vater offiziell aus dem Unternehmen gefeuert, sagte ein Unternehmenssprecher.

Henry Vinson, der Callboy-„Abfertiger“ („dispatcher“) von Professional Services, ist gelernter Bestatter, der auch einmal als Sachbearbeiter für das US-Represäntantenhaus arbeitete.

Paul R. Balach, der seine Prokura einmal Michael Manos verlieh, mit dem er eine „Liebesbeziehung“ hatte, sagte er sei durch die betrügerische Verwendung seiner Kreditkarte sowie durch gefälschte Unterschriften auf Schecks und Versicherungen um mehr als 40.000 Dollar geprellt worden.

Paul R. Balach ist wegen MasterCard-Rechnungen von Michael Manos in Paul R. Balachs Namen über die Zahlung von Tausenden von Dollar noch in einen Zivilprozeß mit einer örtlichen Bank involviert.

in einem Interview sagte Paul R. Balach, daß Michael Manos ihn im letzten Herbst hinters Licht führte, als er nach Griechenland reiste, um ein Beschäftigungsverhältnis bei einem griechischen Reederei-Großindustriellen zu finden, dem Michael Manos Homosexuellen-Dienste leistete.

Als Paul R. Balach aus Athen zurückkehrte, stellte er fest, daß Michael Manos von den Girokonten seiner Bank 4.000 Dollar genommen hatte — „meine Bankkonten waren überzogen“ — Sparbriefe eingelöst hatte, und bei großen Kaufhäusern entlang der Ostküste in seinem Namen rund ein Dutzend Spesenkonten eröffnet hatte.

Außerdem sagte Paul R. Balach, daß, als er auf der Reise nach Griechenland war, Michael Manos sein Auto stahl und es demolierte.

„Das war für mein Leben ein Albtraum“, sagte Paul R. Balach und erklärte, daß er sich wegen seiner „Einsamkeit und Bequemlichkeit“ („loneliness, laziness“) mit Michael Manos einließ.

Paul R. Balach sagte, seine finanziellen Verluste traten ein, nachdem Michael Manos drohte, seinen Regierungsvorgesetzten seine homosexuelle Verstrickung in den Prostitutions-Ring darzulegen. Paul R. Balach sagte, er meldete die Erpressungsversuche und andere Probleme im Zusammenhang mit Michael Manos seinem Vorgesetzten Edward Guss bei OPM (kurz für das Personalbüro der Regierung, „US Office of Personnel Management“).

Der Times ist es nicht gelungen, Michael Manos zu finden, der Berichten zufolge in den letzten Wochen in den Bezirk zurückkehrte.

Charles K. Dutcher, der jetzt eine private Beratungsfirma namens „The Dutcher Co.“ leitet, wurde angeklagt, während der letzten Jahre der Reagan-Präsidentschaft im öffentlichen Dienst Reagan-orientierte Konservative platziert zu haben.

Er beschreibt sich selbst als „bisexuell“ und sagte, „Streß“ trieb ihn dazu, zu einem männlichen Prostituierten zu gehen. „Ich nutzte den Dienst nur einmal. Ich sah die Person nur einmal. Diese Person war nicht länger als 35 Minuten da“, sagte Charles K. Dutcher.

Er bestätigte eine Zahlung von 155 Dollar, die über seine Visa-Karte gezahlt wurde. Die sexuelle Begegnung war kurz und der Sex „war sicher — sehr sicher … Ich habe Freunde, die an AIDS starben“, sagte Charles K. Dutcher.

Charles K. Dutcher sagte, er nutzte seine persönliche Position im Weißen Haus Personal nie, um irgendjemanden, von dem er wußte, daß er homosexuell war, in eine Regierungsposition zu bringen. „Meine Arbeit hatte Vorrang, nicht mein Privatleben“, sagte er.

Laut einem Kreditkarten-Beleg, wurde das Konto von Todd Blodgett am 19. Mai 1988 für männliche Escort-Dienste mit 325 Dollar belastet, „genehmigt“ durch („referral“ by) Professional Services.

Todd Blodgett, ein Mitarbeiter der Landesgruppe der Republikaner (Republican National Committee), zuständig für die landesweite „systematische Beobachtung der gegnerischen Kandidaten“ („Opposition Research“) der Demokraten, sagte in einer Reihe von Interviews, daß ein Freund, der homosexuell ist, seine Karte verwendete, um einen männlichen Escort zu beschaffen. (Homosexuelle sind eindeutig die besseren Freunde — wie viele gute Freunde haben Sie, mit denen Sie die Kreditkarte tauschen?)

Todd Blodgett brachte den Freund, Benedict J. Hastings, Antiquitätenhändler bei der Firma Bostin, am Dienstag zu einem Interview, um seine Behauptung zu untermauern, daß er nichts Illegales getan hat. Er sagte: „Ich bin unschuldig“.

Benedict Hastings sagte, daß Todd Blodgett ihm bei zahlreichen Gelegenheiten erlaubte, seine American-Express-Karte und seine Wohnung zu benutzen, und daß er wiederum Todd Blodgett gelegentlich erlaubte, seine Kreditkarte zu nutzen.

Benedict Hastings sagte, er verwendete Todd Blodgetts Kreditkarte, um unbemerkt von dem Republikanischen Mitarbeiter einen männlichen Escort zu beschaffen.

Benedict Hastings sagte, die Person wurde für ein schnelles Arrangement in Todd Blodgetts Wohnung im Bezirk als Barmann eingestellt. „Ich brauchte … jemanden, der bloß eine schwarze Fliege und Shorts tragen würde“, sagte er.

Todd Blodgett sagte, daß ihm Benedict Hastings diese und andere Rechnungen in bar erstattete, als er in die Stadt zurückkehrte. Er sagte, daß er die Details über diese Geschäfte erst in dieser Woche erfuhr, und daß er seinem Freund seit sechs Jahren „vertraut“.

Jerry Seper trug zu diesem Bericht bei.

Hier finden Sie den Originalartikel, Homosexual prostitution inquiry ensnares VIPs with Reagan, Bush — ‘Call boys’ took midnight tour of White House.

Wie naiv war eigentlich Hans Meiser, als er dachte, er könnte unter seinem Namen über Deutsche Minister im Bordell und Bundestagsabgeordnete als Kinderschänder berichten?

Hans Meiser und die Staatsgeheimnisse – Warum der bekannte Fernsehmoderator Insolvenz anmelden musste

Hans Meiser ist einer der bekanntesten deutschsprachigen Fernsehmoderatoren. Auf RTL moderierte er die Sendung »Notruf«, produzierte »Der heiße Stuhl«, die Talkshows »Bärbel Schäfer« sowie »Hans Meiser« und war auch als Quizmaster tätig. Der Mann ist ein lebendes Erfolgsrezept. Irgendwann hatte Hans Meiser die Nase voll von seichten Sendungen. Er wollte den Deutschen in einem Nachrichtenmagazin Dinge präsentieren, die sie noch nie gehört hatten: Deutsche Minister im Bordell, Bundestagsabgeordnete als Kinderschänder und viele andere wahre Begebenheiten. Doch das waren Staatsgeheimnisse. Und Hans Meiser traf auf eine Mauer des Schweigens. Seine Fernseh-Produktionsfirma hat nun Insolvenz angemeldet. Das freut die Hüter der Staatsgeheimnisse.

In der Leyboldstraße 12 in Köln-Hürth ist der Sitz der Fernsehproduktionsgesellschaft CreaTV. Zusammen mit Erich Wagner hat Hans Meiser dort ein erfolgreiches Unternehmen aufgebaut. Nun musste die Firma Insolvenz anmelden. Und Journalisten berichten, die von Hans Meiser produzierten Formate seien »offenkundig nicht mehr gefragt«. Das Gegenteil war der Fall. Hans Meiser und Erich Wagner hatten eine lange Liste mit Geschichten recherchieren lassen, die offenkundig als Staatsgeheimnisse angesehen werden. Die großen Fernsehsender waren begeistert, mochten sich allerdings mit den brisanten Reportagen nicht die Finger verbrennen.

Hans Meiser hatte im Print-Bereich schon einen Kooperationspartner gewonnen: den Bild-Chefredakteur Kai Diekmann. Die Bild-Zeitung war grundsätzlich bereit, exklusiv am Ausstrahlungstag vorab über die brisanten Fernsehreportagen der geplanten neuen Meiser-Produktion zu berichten – vorausgesetzt, sie waren gut recherchiert, hieb- und stichfest und hatten einen guten Sendeplatz. Hans Meiser hat vielen leitenden Redakteuren bei den bekannten Fernsehsendern eine lange Liste mit wahrlich exklusiven Geschichten vorgelegt.

Ausnahmslos alle Verantwortlichen waren bei den von Hans Meiser angesprochenen Fernsehsendern zunächst begeistert – dann bekamen sie kalte Füße und dachten an ihre eigene Zukunft. Kurzum: Keiner wollte die brisanten Themen im Programm haben.

Was aber waren das für Geschichten? Nachfolgend eine kleine Auswahl von mehr als 100 Themen, die eigentlich ein neues investigatives Sendeformat ergeben sollten:

Hans Meiser wollte einige Namen einer Liste von mehr als 100 deutschen Prominenten veröffentlichen, die neben Michel Friedman Kunden eines exklusiven Call-Girl-Rings gewesen waren. Hans Meiser verstand nicht, warum einzig Michel Friedman 2003 in Zusammenhang mit Zwangsprostituierten in die Schlagzeilen geriet, der Bundesinnenminister die Akte zur Chefsache machte und die Namen der anderen Kunden (unter ihnen ein Fußballtrainer, drei Fußballer der Bundesliga, zwei Schlagersänger, 17 Politiker, acht Unternehmer und 34 Journalisten) aber von der Bundesregierung wie ein Staatsgeheimnis gehütet wurden. Hans Meiser hatte viele solcher Geschichten.

Hans Meiser bot den Fernsehsendern einen Bericht über Bundestagsabgeordnete an, die regelmäßig vom Bundestag mit einem Taxischein – also auf Kosten der Steuerzahler – auf den Berliner Kinderstrich fuhren. Hans Meiser berichtete über einen ehemaligen deutschen Minister, der Stammgast in einem Berliner Bordellbetrieb ist und dort stets für Ekel unter den Prostituierten sorgt, weil sie sich in seiner Gegenwart stets eine Flasche Piccolo in den After schieben mussten – der Herr Minister pflegt den Inhalt der Flasche dann zu trinken. Der Herr Ex-Minister wirkt im Fernsehen immer so sympathisch – da kennen ihn zwei Berliner Prostituierte völlig anders. Sie bekommen Brechreiz, wenn sie den Mann sehen – aber sie brauchen das Geld. Es gab Belege für alle vorgenannten Geschichten. Und es gab bei Weitem nicht nur Rotlichtgeschichten. Hans Meiser hatte recherchieren lassen, welche Unternehmer und Politiker bestechlich waren. Und er hatte recherchieren lassen, welche Politiker eine kriminelle Vergangenheit hatten – und, kaum im Amt, die eigene Ermittlungsakte vernichten ließen.

Die Fernsehproduktionsgesellschaft CreaTV hatte Material, das kein anderer Sender in Deutschland hatte. Und nun meldete man Insolvenz an. Ein Verantwortlicher bei einem privaten Fernsehsender sagte Hans Meiser bei einem Treffen, die brisanten Themen seien wirklich gut und garantierten hohe Einschaltquoten. Er werde den Zuschauern aber vorsichtshalber lieber weiterhin Seifenopern vorservieren – alles andere sei politisch nicht durchsetzbar und schade der eigenen Karriere.

Nachdem Hans Meiser dieses Produktionsvorhaben bei vielen großen Sendern bekannt gemacht hatte, hieß es, seine Formate passten nicht ins Programm. Kurz: Es gab keine Aufträge mehr. Warum nur?