Angeklagter Rabbi darf Israel gegen 6,3 Millionen Dollar Kaution verlassen

FAILED MESSIAH über den Preis der Freiheit.
Rabbi Yoshiyahu Yosef Pinto Reportedly Indicted, Free To Leave Country After Posting $6.3 Million Bail

30. Mai 2014 — Der ultraorthodoxe sephardische »kabbalistische« Rabbi Yosef Yoshiyahu Pinto ist offenbar wegen Bestechung, Geldwäsche, Behinderung der Justiz und Nötigung angeklagt worden und darf gegen eine Kaution von 22 Millionen Schekel, etwa 6,3 Millionen Dollar, nach New York, berichtete MAARIV letzte Nacht.

Die Bestechungsvorwürfe beruhen auf Pintos angeblichem Bestechungsversuch des hochrangigen Polizeibeamten Ephraim Bracha, der ohne das Wissen von Pinto und seiner Frau Deborah, die ihren Mann angeblich unterstützte, ein Aufzeichnungsgerät benutzte.

Berichten zufolge hat Deborah Pinto wegen dieser ganzen Affäre zweimal versucht, Suizid zu begehen. Ihr jüngster Suizidversuch war Anfang der Woche.

Pinto ist einer der zehn reichsten Rabbiner in Israel, mit einem Dollar-Reinvermögen im zweistelligen Millionenbereich.

Hier finden Sie den Originalartikel, Rabbi Yoshiyahu Yosef Pinto Reportedly Indicted, Free To Leave Country After Posting $6.3 Million Bail.

Ein Kommentar:

put a square into a hole:

Es steht ihm frei, Israel zu verlassen. Ha ha ha, er wird nie zurückkehren. Er wird glücklich und zufrieden im noblen New York leben. Ich bin sicher, daß er sein ganzes Geld auf einem wohltätigen Konto hat, das für ihn sehr wohltätig sein wird. Er wird allen erzählen, daß er und seine Frau Zeit brauchen, um durch den Central Park zu gehen, um einen klaren Kopf zu bekommen. Er wird nie nach Israel zurückkehren.

Knappe zwei Jahre zuvor berichtete Laura Rozen über seinen Wirkungskreis:

Rabbi, der mit US-Gesetzgebern in Verbindung steht, in israelischer Bestechungsuntersuchung befragt

0202

12. Oktober 2012 — Rabbi Yosef Yoshiyahu Pinto, ein charismatischer Rabbi mit einer großen und einflußreichen Anhängerschaft in New York, ist in Israel wegen Vorwürfen befragt worden, daß er versucht haben soll, einen ranghohen israelischen Ermittler der Polizei zu bestechen, berichten israelische Medien am Freitag. Die sich vertiefende rechtliche Überprüfung von Rabbi Pinto in Israel erfolgt, während sein ehemaliger Topberater im Rahmen einer Wahlkampffinanzierungsermittlung des FBI gegen einen Kongreßabgeordneten, dem vorgeworfen wird, Rabbi Pintos Anhänger zu illegalen Wahlkampfspenden gezwungen zu haben, am Freitag vor einem Bundesgericht in New York erschien.

MAARIV berichtete, daß Pinto vorgeworfen wird, in einer verdeckten Ermittlung einem hohen israelischen Polizeiermittler für Informationen zu einer Untersuchung wegen Geldwäsche ein Bestechungsgeld in Höhe von 200.000 Dollar angeboten zu haben.

Avi Ashkenazi von MAARIV berichtete, daß Rabbi Pinto von der israelischen Polizei am Donnerstag wegen des Verdachts befragt wurde, »versucht zu haben, Brigadegeneral Ephraim Bracha, den Chef der Polizeiermittlungsabteilung (Police Investigation Division), zu bestechen«.

»Begleitet von Kriminalbeamten und ein Abhörgerät tragend, erhielt der Polizist [Bracha] von Pinto 100.000 Dollar in bar, wofür er im Austausch Informationen über die Ermittlungen gegen Hazon Yeshaya, eine Wohltätigkeitsorganisation, liefern sollte«, schrieb MAARIV.

Pintos Anwalt erklärte der Zeitung, daß der Rabbi bei der Beantwortung der Fragen mit der Polizei zusammengearbeitet hat und nichts Falsches getan hat. Der Rabbi und seine Frau sind in Ashdod, Israel, zu Hausarrest freigelassen worden, um weitere Fragen zu beantworten, hieß es.

Rabbi Pinto, 38, hat in Israel und den USA eine einflußreiche Anhängerschaft entwickelt, und er hat enge Verbindungen zu US-Gesetzgebern. Im August verhaftete das FBI den ehemaligen Topberater des Rabbis, der für Michael Grimm, den Republikanischen New Yorker Kongreßabgeordneten für Staten Island, als Geldbeschaffer gearbeitet hatte. AL-MONITOR berichtete im August, daß die sieben größten Spender für den Wahlkampf des Mehrheitsführers des Repräsentantenhauses Eric Cantor im Jahr 2008 von Mitgliedern von Rabbi Pintos Gemeinde kamen.

Am Freitag erklärte ein Sprecher der US-Staatsanwaltschaft im östlichen Bezirk von New York AL-MONITOR, daß Ofer Biton, der ehemalige Berater von Rabbi Pinto und Geldbeschaffer für Grimm, am Freitag zu seinem Fall eine Anhörung vor der US-Bezirksrichterin Roslynn Mauskopf hatte.

Biton informierte das Gericht am Freitag auch, daß er sich einen zweiten Verteidiger nahm, Alan Vinegrad, der in dem Bezirk der US-Staatsanwalt war.

Der im August wegen einem Einwanderungsbetrugsvorwurf verhaftete Biton kam in der vergangenen Woche unter Hausarrest frei, nachdem ein ehemaliger Geschäftspartner von Grimm seine Kaution in Höhe von 1,5 Mio. Dollar stellte.

John Meringolo, ein Verteidiger für Biton, hat gesagt, daß die Staatsanwälte auf Biton Druck ausüben, damit er in ihrer Wahlkampffinanzierungsuntersuchung gegen Grimm kooperiert. Meringolo erklärte AL-MONITOR zu Beginn dieser Woche, daß er plant, den Fall vor Gericht zu bringen.

Partner von Pinto haben behauptet, daß Grimm auf Rabbi Pintos Anhänger wegen Wahlkampfspenden Druck ausübte, die teilweise über dem gesetzlichen Limit lagen oder von Personen kamen, die für US-Wahlkämpfe nicht spenden dürfen. Grimm, der im nächsten Monat für eine Wiederwahl kandidiert, hat die Vorwürfe bestritten.

Hier finden Sie den Originalartikel, Rabbi linked to US lawmakers questioned in Israel graft probe.


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