Mann aus Union City nutzte Wohltätigkeitsorganisation als illegale Bank

Ron Zeitlinger über orthodoxe Bankenkriminalität.
Union City man admits charity caught up in massive corruption sting was illegal bank

23. April 2014 — Der Betreiber einer betrügerischen Wohltätigkeitsorganisation (Anm.: der Sanz-Klausenburg-Juden) in Union City (Anm.: 37 km entfernt von der Gemeinschaft der Brooklyner Sanz-Klausenburg-Juden), die von einigen der Angeklagten in New Jerseys größter verdeckter Ermittlung wegen Korruption verwendet wurde, bekannte sich laut Bundesbehörden schuldig, Steuern hinterzogen und eine illegale Bank betrieben zu haben. (Anm.: Die Sanz-Klausenburg-Juden sind Holocaustopfer aus Nowy Sącz, dem früheren Neu Sandez.)

Moshe Schwartz, 33, auch bekannt als David Schwartz, auch bekannt als Gedalya David Schwartz, gab zu, daß er »Gemach Shefa Chaim« als Bank betrieb, die Einlagen in Millionenhöhe annahm, darunter fast 1 Mio. Dollar seines eigenen Geldes, das er vor den Regulierungsbehörden (state and federal regulators) verbarg. (Anm.: Vor dem Hintergrund des aktuellen SPIEGEL-Titelthemas »Die Wohlstandslüge: Von der Unmöglichkeit, mit Arbeit reich zu werden« wäre es investigativjournalistisch vielleicht interessant, den Hintergrund der Einlagen zu erfahren, um möglichst vielen Menschen zu ein wenig Wohlstand zu verhelfen, ohne den kostenintensiven Umverteilungsapparat der Politiker oder die Klassenkampfgebetsmühlen der Chefredakteure bedienen zu müssen.)

Die Staatsanwaltschaft sagte, daß Schwartz, der vor Richter Jose Linares erschien, wegen dem Bankendelikt bis zu fünf Jahre Gefängnis und wegen dem Steuerdelikt bis zu drei Jahre Gefängnis drohen. Jeder Verstoß wird außerdem mit einer Geldbuße von bis zu 250.000 Dollar geahndet. Schwartz soll voraussichtlich am 30. Juli 2014 verurteilt werden.

Offizielle sagten, daß die Wohltätigkeitsorganisation »Gemach Shefa Chaim« (GSC) angeblich geschaffen wurde, um bedürftigen Mitgliedern der Gemeinschaft in Union City zinslose Darlehen anzubieten. Während seines Verfahrens räumte Schwartz ein, GSC als Bank betrieben zu haben, die im Juli 2009 über 350 Kundenkonten hatte.

Im Juli 2009 wurde die Wohltätigkeitsorganisation in der verdeckten Ermittlung »Operation Bid Rig III« erwischt, als über 40 Beamte und weitere Personen angeklagt wurden (Anm.: darunter 8 Rabbiner, einer wegen illegalen Organhandels), die meisten davon, für fiktive Immobilienentwicklungsprojekte, die der Regierungsinformant Solomon Dwek bewarb, Bestechungsgelder gegeben oder genommen zu haben.

Moshe Altman, 44, Itzak Friedlander, 46, und Shimon Haber, 38, nutzten GSC-Konten, um Erlöse zu waschen, die wie Dwek behauptet hatte, Erlöse aus illegalen Aktivitäten gewesen sein sollen.

Altman bekannte sich im Dezember 2010 unter anderem der Verschwörung zum Waschen von Zahlungsinstrumenten (conspiring to launder monetary instruments) schuldig und wurde im März 2011 zu 3 ½ Jahren Gefängnis verurteilt. Friedlander bekannte sich im April 2010 der Verschwörung zum Waschen von Zahlungsinstrumenten schuldig und wurde im April 2011 zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt.

Haber bekannte sich im Januar 2010 des gleichen Vorwurfs schuldig und wurde im Mai 2010 zu fünf Monaten Gefängnis verurteilt. Haber gab zu, sich mit Altman und Friedlander verschworen zu haben, um von Dwek Geldmittel anzunehmen und die Wohltätigkeitsorganisation GSC zu nutzen, um die Geldmittel im Austausch für Genehmigungen für ein Immobilienprojekt (development approvals for a project) an einen Offiziellen von Union City zu schleusen, in dem Haber und Dwek Partner waren.

Wahlkampffinanzierungsberichte in den Akten der bundesstaatlichen Überwachungsbehörde ELEC (Election Law Enforcement Commission) zeigen am 8. Mai 2007 eine 2.500-Dollar-Spende von David Schwartz von »Gmach Shefa Chaim« an den Senatorenwahlfonds von Brian Stack. Ein Sprecher für den Senator, der auch Union Citys Bürgermeister ist, sagte, Stack spendete den Beitrag im Herbst an eine Schutzeinrichtung für häusliche Gewalt, nachdem er durch Medienberichte erfuhr, daß die Geldmittel unrein (tainted) sein könnten.

In seinem Geständnis gab Schwartz zu, im Namen der Wohltätigkeitsorganisation bei anderen Banken in North Jersey Konten eröffnet und auf diesen Konten Kundengelder hinterlegt zu haben. Dadurch waren viele GSC-Kunden in der Lage, ihre Konten zu nutzen, um sich an verdächtigen und zeitweise illegalen Aktivitäten zu beteiligen, einschließlich Steuerhinterziehung und Geldwäsche, so die Behörden.

Eine Bank bedarf einer Urkunde der Vereinigten Staaten oder des Bundesstaates, in dem die Bank tätig ist. Beurkundete Banken unterliegen der Aufsicht, Regulierung und regelmäßigen Überprüfung durch Bundes- und Landesbehörden. Schwartz und die Wohltätigkeitsorganisation GSC hanen nie eine Urkunde erhalten.

Schwartz gab außerdem zu, daß er seinem Steuervorbereiter (tax preparer) in Union City betrügerische Informationen über sein Einkommen des Jahres 2007 gab und sein Einkommen mit 24.475 Dollar angab, während es ungefähr 208.845 Dollar betrug. Schwartz gab zu, daß er sein eigenes GSC-Konto und eine falsche Identität benutzte, um sein Einkommen und Vermögen von der Steuerbehörde IRS zu verbergen, was einen Steuerverlust von 74.889 Dollar verursachte.

Hier finden Sie den Originalartikel, Union City man admits charity caught up in massive corruption sting was illegal bank.


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