Ultraorthodoxe Juden lehnen neue Vorschriften gegen Geldwäsche ab

FAILED MESSIAH über koscheres Kohlemachen.
Haredim Opposed New Anti Money Laundering Regulations

20. März 2014 — Trotz des Widerstands ultraorthodoxer Juden werden israelische Geldwechsler bald mit härteren Meldevorgaben konfrontiert, wie HAARETZ berichtete.
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Das Komitee für Verfassung und Recht (Constitution and Law Committee) der Knesset genehmigte gestern Vorschriften, die dazu bestimmt sind, zu verhindern, daß Geldwechsler zur Geldwäsche benutzt werden.
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Jüdisch-ultraorthodoxe Mitglieder der Knesset lehnten die Änderungen ab und sprachen sich aus verfahrensrechtlichen Gründen gegen das Votum des Komitees aus, was das Komitee zwang, zwei Stunden später eine neue Abstimmung vorzunehmen. Das Ergebnis der zweiten Abstimmung war unverändert: 5 Mitglieder der Knesset stimmten für die neuen Regelungen, 4 stimmten dagegen.
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In neun Monaten werden Geldwechsler verpflichtet sein:

• große Transaktionen, Einzelheiten zu den Kunden und deren Namen der Anti-Geldwäsche-Behörde (Anti-Money Laundering Authority) der Regierung zu melden.

• ein Prinzip der Kundenkenntnis (know your customer policy) umzusetzen, um sicherstellen, daß die Kunden nicht mit Kredithaien oder terroristischen Gruppen in Verbindung stehen.

• alle internationalen Transaktionen über 5.000 Schekel (1.445 Dollar) zu melden, ohne die Identität des Kunden angeben zu müssen.

• alle Transaktionen über 10.000 Schekel (2.890 Dollar) in bar oder über 50.000 Schekel (14.450 Dollar) anderer Art zu melden.

• alle Kunden oder Empfänger von Fremdwährungsgeschäften zu identifizieren, deren Gesamtgeschäft in einem beliebigen Zeitraum von sechs Monaten 200.000 Schekel (57.800 Dollar) überschreitet, zusammen mit der Identifizierung der Herkunft der Geldmittel, die gewwchselt werden.

• alle verdächtigen Transaktionen zu melden.

Ähnliche Regelungen galten bisher nur für Banken, was ein Schlupfloch hinterließ, das von kriminellen Organisationen und Terrorgruppen ausgenutzt wurde — und von ultraorthodoxen Juden, »deren viele Mitglieder stark in Transaktionen ohne Bücher (off-the-books transactions) involviert sind, um Steuern zu vermeiden«, berichtete HAARETZ.

Zusammen mit Änderungen, die für Steuervorschriften geplant sind, werden die neuen Geldwechselvorschriften der jüdisch-ultraorthodoxen Gemeinschaft einen Schlag versetzen, fügte das Blatt hinzu.

Berichten zufolge sagen Experten, daß die Geldwechsler wichtige Kanäle für die organisierte Kriminalität sind, um Geld zu waschen. Berichten zufolge haben Sie außerdem gesagt, daß viele Geldwechsler kriminellen Gruppen gehören.

Die Geldwechsler lehnten die Änderungen ab.

»Das Problem ist heute nicht das Sammeln von Informationen über Kunden. Das Problem ist die mangelnde Durchsetzung der bestehenden Vorschriften. Die Behörde weiß sehr gut, daß neben den geregelten Geldwechslern eine große Industrie von unbeaufsichtigten Wechslern tätig ist«, sagte Adi Barkai, ein Anwalt von Geldwechslern. (Anm.: Und?)

Im Jahr 2009 wurden fünfzehn ultraorthodoxe US-Juden festgenommen, von denen die meisten Rabbiner waren und wegen Geldwäsche und damit verbundenen Vorwürfen angeklagt. Die Rabbiner nutzten ihre Wohltätigkeitsorganisationen, um Geld zu waschen, das in Israel in Bargeld getauscht und dann den ursprünglichen »Spendern« zurückgegeben wurde, abzüglich einer Gebühr für die Rabbiner. Die meisten bekannten sich schuldig.

Hier finden Sie den Originalartikel, Haredim Opposed New Anti Money Laundering Regulations.

Ein Kommentar:

Allan:

»Berichten zufolge sagen Experten, daß die Geldwechsler wichtige Kanäle für die organisierte Kriminalität sind, um Geld zu waschen. Berichten zufolge haben Sie außerdem gesagt, daß viele Geldwechsler kriminellen Gruppen gehören.«

Junge, das klingt vertraut. War da nicht ein gewisser ansonsten sanftmütiger Rabbi, der vor 2000 Jahren lebte, der berühmt dafür war, die Geldwechsler aus dem Tempel zu werfen?


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