Breivik in der Vernehmung: Das ist »die antikommunistische Widerstandsbewegung«

Torgeir P. Krokfjord, Frode Hansen, Sindre Granly Meldalen und Line Brustad über Anders Behring Breivik und das europäische Terrornetzwerk (Gladio).

Breivik i avhør: Dette er «den antikommunistiske motstandsbevegelsen»

1. April 2012 — »Ja, guten Tag, mein Name ist Kommandant Anders Behring Breivik von der norwegischen antikommunistischen Widerstandsbewegung (norske antikommunistiske motstandsbevegelsen)«, sagte der Schütze bei der Polizei, als er die Notrufnummer von Utøya wählte und behauptete, er würde sich ergeben.

In der Polizeivernehmung hat Breivik diese angebliche Organisation erklärt. Er erklärte auch, daß er ein neues Netzwerk aus inhaftierten Mördern und Antiislamisten starten würde, wurde DAGBLADET gesagt.

Die Polizei ging mit Breivik hart ins Gericht (har gått hardt på), um mehr über diese angebliche Organisation zu erfahren. Und wollte er zuvor keine Namen der mutmaßlichen Komplizen, spirituellen Freunde oder Partner nennen, hat Breivik in der Vernehmung jetzt mehrere mutmaßliche Mitglieder erwähnt.

Der Lasermann

Breivik behauptet, daß Personen, die hinter insgesamt 50 Anschlägen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg stecken, diese Bewegung bilden.

Peter Mangs, bekannt als »der andere Lasermann« («den andre lasermannen») sitzt im Gefängnis und wird verdächtigt, in Malmö drei Morde und 15 Mordversuche verübt zu haben. Er verwies auf Breivik als »vielleicht den größten Widerstandskämpfer« in Skandinavien vor dem 22. Juli, wurde DAGBLADET gesagt.

Außerdem glaubt Breivik, daß die Braune Armee Fraktion — die deutschen Neonazis Beate Zschäpe (36), Uwe Bohnhardt [sic!] (34) und Uwe Mundlos (38) — auch Teil dieser Bewegung war. (Anm.: Der Gedanke könnte zwar an der Links-Rechts-Dialektik und vielleicht auch an der Rechts-Links-Dialektik kratzen, aber wahrscheinlich war auch die Rote Armee Fraktion Teil dieser Bewegung.)

Die beiden Letzteren sind tot, während Zschäpe im Gefängnis sitzt, nachdem DVDs aufgedeckt wurden, wo gezeigt wird, daß die drei sowohl hinter der Ermordung von neun türkischen Kioskbesitzern von 2000 bis 2006 steckten und den zwei Bombenanschlägen von 2000 und 2004, die zusammen mehr als 30 Unschuldige verletzten.

Wunsch nach Kontakt

»Ich arbeite daran, sowohl Peter als auch Beate zu kontaktieren und ihnen vor ihren Prozessen moralische Unterstützung zu bieten. Ich werde sie als Nationalhelden Schwedens beziehungsweise Deutschlands feiern und ihnen Zugang zu meinem nationalistischen revolutionären Unterstützungsnetzwerk (nasjonalistiske revolusjonære støttenettverk) bieten.«

DAGBLADET wurde gesagt, daß Breivik erklärt hat, daß er ein neues Netzwerk aus Gefangenen und antiislamistischen Nationalisten starten wird. (Anm.: Alle Blogger, die noch an al-Qaida und Fjordman glauben, sind herzlich eingeladen.)

Dies sollte ein europaweites Gefangenennetzwerk (fenglingsnettverk) sein. Breivik hat der Polizei erklärt, daß er will, daß dem Netzwerk schließlich auch russische und dänische Rechtsextremisten angehören, zu denen er angeblich Kontakt hat, und auch hochrechtsextremistische (høyreekstremistiske) Motorradbanden.

Er kann Briefe versenden

Ein engagierter Mitarbeiter in der Ila Gefängnis- und Verwahrungsanstalt (Ila fengsel og forvaringsanstalt) geht die gesamte Post durch, die eintrifft oder von dem Massenmörder (massedrapsmannen) versendet wird.

»Dies sind vertrauliche Informationen. Viele der Themen, über die er in der letzten Zeit befragt wird, sind zentrale Themen, die in der Hauptverhandlung erörtert werden. Wir wollen uns über den Inhalt der Vernehmungen nicht äußern — das sind Polizeidokumente«, sagt Breiviks Verteidigerin Vibeke Hein Bæra zu DAGBLADET.

Hier finden Sie den Originalartikel, Breivik i avhør: Dette er «den antikommunistiske motstandsbevegelsen» Og nå vil han starte en ny organisasjon.

Was die jungen Journalisten von DAGBLADET übersehen haben, finden Sie hier auf NO FAKE INFO in einer alten Presseerklärung des norwegischen Verteidigungsministeriums (norwegisch oder englisch übersetzt) vom 24. November 1995 zum militärischen Widerstand »Stay behind«.

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