Der jüdische Kanzlerkandidat — Ein Thriller, basierend auf echtem Antisemitismus

Toby Axelrod über zionistische Gutenachtgeschichten.
Thriller based on real-life antisemitism

3. Mai 2013 — Könnte Deutschland jemals einen jüdischen Bundeskanzler haben? Die Vorstellung mag weit hergeholt erscheinen, ist aber das Szenario, das der britische Schriftsteller und Journalist David Crossland ausgeheckt hat, um seine Sorgen über Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit im modernen Deutschland zu vermitteln.

In »Der jüdische Kandidat« (»The Jewish Candidate«), ein englischsprachiger Thriller, der auszugsweise auf SPIEGEL ONLINE und als E-Book erscheinen soll, wird Frank Carver, ein Reporter des fiktiven LONDON CHRONICLE, nach Deutschland geschickt, um über Rudolf Gutmans wegweisenden Wahlkampf zu berichten. Carver deckt einen Neonaziplan auf, Gutman zu töten. Und so nimmt die Geschichte ihren Lauf.

Natürlich hofft David Crossland, daß es ein spannendes Buch wird. Doch seine Beweggründe gehen tiefer. Er übt schwerwiegende Kritik an Deutschlands Scheitern, seinen Rechtsextremen entgegenzutreten.

Das Thema könnte kaum aktueller sein. Markus Löning, Deutschlands führender Menschenrechtsbeauftragter, entschuldigte sich kürzlich bei den Vereinten Nationen für die Fehler bei der Untersuchung einer 10jährigen Serie von Einwanderermorden (immigrant murders), die er als »eine der schlimmsten Menschenrechtsverletzungen in den letzten Jahrzehnten in Deutschland« bezeichnete. Ein Prozeß, in dem es um den extremistischen Nationalsozialistischen Untergrund (National Socialist Union) geht, beginnt am 6. Mai in München.

Deutschland »versucht, ein normaleres Land zu werden, doch es hat dieses Problem, das es zu lange ignoriert hat«, sagte David Crossland, 46, ein politischer Korrespondent, der auch die Neonaziszene behandelt hat. In Gegenden des ehemaligen Ostdeutschland» werden Sie ein Problem haben, wenn Sie nicht deutsch aussehen«, fügte er hinzu.

Hier finden Sie den Originalartikel, Thriller based on real-life antisemitism.

Siehe auch:

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