»Reinheits-Patrouille« fährt Frauen zum Ritualbad

Kobi Nachshoni über orthodoxe Spülungen.

'Purity patrol car' drives women to mikveh

16. Dezember 2013 — Eine religiöse Organisation hatte eine kreative Lösung für Frauen in der Gegend von Jerusalem, deren Tage der Menstruation (Niddah) mitten im Schneesturm enden und die nun in ein Ritualbad (Mikwe) tauchen müssen, bevor sie in die Arme ihre Männer zurückkehren. (Anm.: In die Arme oder in die Lenden?)

Das jüdische Gesetz (Halacha) verbietet strikt eine Verzögerung des Eintauchens, und deshalb setzte die Organisation »Taharat Habait« einen speziellen Jeep als Patrouille ein, der auf Anfrage von Haus zu Haus fuhr und Frauen zum nächstgelegenen Ritualbad und zurück beförderte.

Der Jeep bahnte sich am Donnerstag- und Samstagabend in Jerusalem und den umliegenden Gemeinden seinen Weg durch den Schnee, damit die Frauen das monatliche Ritualbad einhalten können.

»Die höchste Priorität der Organisation ist es, das Bewußtsein für die Wichtigkeit des Familienreinheitsritualbades (the family purity mitzvah) zu schärfen«, erklärte der Vorsitzende der Organisation, Rabbi Yehezkel Mutzafi. »Wir sehen es als passend, auch unter solch schweren Bedingungen wie Regen und schwerem Schneefall zu arbeiten, so daß so viele Frauen wie möglich die Reinheitsgesetze befolgen und es schaffen, auf einfachste und bequemste Weise das Ritualbad zu erreichen.«

Zerrissene Sabbatgrenzdrähte (eruv wires) lassen die Menschen zu Hause bleiben

Religiöse Männer hatten ebenfalls Schwierigkeiten, zum Beispiel bei der Durchführung von solch trivialen Handlungen, wie mit mindestens zehn religiösmündigen Juden in der Synagoge zu beten. In den letzten Tagen und vor allem am Sabbat haben es viele schwer gefunden, in den verschneiten Gebieten in die Synagoge zu gehen. Einige beteten in Einheiten zu Hause, während es andere schafften, neun weitere Gläubige für ein improvisiertes Gebetsquorum in der Eingangshalle oder im Untergeschoß ihres Gebäudes zu versammeln.

»Wir beteten im Treppenhaus in eisiger Kälte und Nässe, aber wenn man bedenkt, was draußen vor sich ging, waren das die günstigsten Bedingungen«, sagte Uriah, ein Einwohner von Jerusalem. »Solange es eine einmalige Sache ist, ist es definitiv eine Erfahrung. Aber ich glaube nicht, daß diejenigen in den angrenzenden Straßen, die den gesamten Sabbat von der Stromversorgung abgeschnitten waren, dieser Aussage zustimmen würden.«

Ein weiteres Problem betraf die Sabbatgrenze (Eruv), eine rituelle Grenze, die Juden am Sabbat erlaubt, außerhalb der eigenen Wohnung bestimmte Gegenstände zu tragen. Befürchtungen, daß das stürmische Wetter in den Sabbatgrenzdrähten der umliegenden Städten oder Nachbarschaften Risse verursacht hätte, unterbrachen die tägliche religiöse Routine. Viele vermieden es, während des Sabbat im »öffentlichen Bereich« außerhalb ihres Hauses Gegenstände zu tragen.

Rabbiner und Vertreter der Religionsräte im ganzen Land stellten am Freitag in einem Wettlauf gegen die Zeit sicher, daß die Drähte unbeschädigt waren oder vor Beginn des Sabbat repariert werden, aber nicht jeder schaffte es, die Arbeit rechtzeitig zu erledigen.

In Städten und Gemeinden, in denen die Sabbatgrenze vor Beginn des Sabbat als intakt erklärt wurden, gab es Bedenken, daß sie Stunden später, auf dem Höhepunkt des Sturms, beschädigt wurde.

Als Ergebnis konnten die Menschen, die ihre Häuser während des Ruhetages verlassen wollten, nicht ihre Schlüssel tragen oder einen Kinderwagen schieben, während diejenigen, die zu Sabbatmahlzeiten eingeladen waren, nicht in der Lage waren, das zubereitete Essen mitzubringen, was viele veranlaßte, einfach zu Hause zu bleiben. (Anm.: Es ist wahrscheinlich nur einem Wunder oder intensiver Gebete zu verdanken, daß uns die jüdische Gemeinschaft erspart, am Sabbat gar nichts zu tragen.)

»Wir wollten Schnee, wie sie ihn im Ausland haben, und wir haben ihn den ganzen Weg«, sagte Shai, ein Anwohner aus Jerusalem. »In der Schweiz gibt es ebenfalls keine Sabbatgrenze.« (Anm.: Hat die Schweiz keine jüdische Kultur?)

Hier finden Sie den Originalartikel, ‚Purity patrol car‘ drives women to mikveh.

Dieses YNET-Highlight sorgte auf FAILED MESSIAH für mehr als 50 Kommentare, darunter:

Sarek:

Man kann erfrieren, aber man kann nicht erwarten, daß die Ehemänner warten, bis sie Sex haben. Das wäre eine grausame und ungewöhnliche Bestrafung.

Devorah:

Wenigstens haben sie Sex mit ihren Frauen, und nicht mit ihren Töchtern.

m:

Sex ist für ultraorthodoxe Juden wichtiger, als Menschen zu retten oder zu helfen, die nicht wie sie sind. Deshalb sollten sich normale Menschen oder die Regierung an diesen Vorfall erinnern und ultraorthodoxen Juden unter keinen Umständen helfen.

Was mir dabei einfällt?

Erstens die Frage, warum die öffentlich-rechtlichen Kulturbereicherungsbeauftragten der nichtjüdisch kontrollierten Massenmedien nie über derart spannende Themen berichten, um unser Bewußtsein für die jüdische Kultur zu schärfen.

Zweitens ein neues Logo für »Taharat Habait«:

Taharat Habait


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