Der Iran hat zum Nikolaus Atomwaffen

Zwei israelische Meldungen (ARUTZ SHEVA und MAARIV) über Irans Fortschritte bei der Monatsproduktion einer Atombombe.

Der Iran könnte in 36 Tagen eine Atomwaffe produzieren

Israelische Experten: Teheran ist auch nach einem Abkommen in der Lage, innerhalb von knapp über einem Monat eine Waffe zu produzieren. Die USA erlauben dem Iran auch, die Anlage in Arak zu bauen.

Iran Could Produce a Nuclear Weapon Within 36 Days

28. November 2013 — Der Iran könnte in etwas mehr als einem Monat mit einer Atomwaffe bewaffnet sein, berichtete MAARIV am Donnerstag. Der Bericht wurde in dieser Woche an Diplomaten und internationale Experten weitergeleitet.

Weniger als eine Woche nachdem zwischen den Westmächten und der iranischen Regierung ein Abkommen über das Atomprogramm erreicht wurde, haben israelische Experten geschätzt, daß Teherans Zeitplan für die Urananreicherung nur um bis zu zwei Wochen verzögert wurde, so der Bericht.

Die Schätzung kann Netanjahus Verurteilung der Vereinbarung — ein Interimsabkommen, das die Wirtschaftssanktionen für eine Verlangsamung der iranischen Atomproduktion aufhebt, aber nicht beendet — als einen »historischen Fehler« bestätigen.

Die Sorge in Israel ist, daß der Iran auf eine internationale Krise oder einer innere Krise in den Vereinigten Staaten warten wird, um dies als erste Gelegenheit für die Produktion einer Atombombe zu nutzen. Die Vereinbarung bietet dem iranischen Atomprogramm internationale Unterstützung, indem es eine Fortsetzung in jedweder Kapazität (in any capacity) erlaubt und so die Weltgemeinschaft kraftlos macht, einen nuklearen Iran aus rechtlichen Gründen zu stoppen.

Der Bericht stellt fest, daß der Iran wahrscheinlich seine 18.000 Zentrifugen anwerfen und eine Atombombe produzieren wird, wenn die Islamische Republik die goldene Gelegenheit dazu sieht, dies zu tun — ob eine Vereinbarung besteht oder nicht (deal or no deal). Ein Atomsprengkopf wäre dann in weniger als 36 Tagen bereit.

Laut der Vereinbarung wird der Iran gezwungen, etwa die Hälfte seines Urans unter einen Anreicherungswert von 20% zu verdünnen, was die zweite Hälfte intakt läßt. Die Vereinbarung erlaubt dem Iran auch, sein unangereichertes Uran — etwa 8 Tonnen — auf den niedrigen Wert von 3,5% anzureichern.

Während diese Zahlen für Uneingeweihte niedrig klingen, behaupten Experten, daß diese Anreicherungswerte immer noch ausreichend sind, um fünf Atomsprengköpfe zu produzieren. Ein weiteres Problem: Die Iraner haben nicht die Ressourcen, um ihr bereits angereichertes Uran zu reduzieren.

Unterdessen haben die USA dem Iraner (the Iranian) ihre Unterstützung erklärt, ihren Kernreaktor in Arak »weiterzubauen«. Die Unterstützung basiert auf Bedingungen, die verhindern, daß Teheran Kernbrennstoff produziert oder den Schwerwasserreaktor nutzt; Experten behaupten jedoch, daß diese nicht ständig überwacht werden können.

Arak ist im Rahmen der Vereinbarung ein Hauptstreitpunkt zwischen den Mächten gewesen; laut MAARIV ist bis jetzt noch kein endgültige Entscheidung getroffen worden. Anfang dieses Monats erklärte der iranische Außenminister Javad Zarif, daß, während er der Vereinbarung zustimmt, er es weiterhin unterstützen wird, den Reaktor in Arak zu bauen.

Jen Paski, die Sprecherin des Weißen Hauses, erklärte, daß Washington im Unklaren ist, was Zarifs Absichten sind, und betonte, daß das Bauen erlaubt ist, die Herstellung nuklearer Sprengköpfe jedoch nicht.

Hier finden Sie den Originalartikel, Estimate: Iran Could Produce a Nuclear Weapon Within 36 Days.

Und hier der zweite Artikel in der Übersetzung aus der hebräischen Blümchensprache:

Experten: Der Iran könnte innerhalb von 36 Tagen eine Atombombe haben

Innerhalb eines Monats eine Atombombe: Weniger als eine Woche nach der Unterzeichnung der historischen Vereinbarung zwischen dem Westen und dem Iran, glauben israelische Offizielle, daß die mit dem Iran erreichte Vereinbarung dessen Durchbruch für eine Atombombe nur um ein paar Wochen verzögert.

Iran could get nuclear bomb within 36 days

27. November 2013 — Israelische Offizielle machten deutlich, daß Teheran auch nach der Vereinbarung innerhalb eines Monats Uran auf ein ausreichendes Niveau für die Entwicklung militärischer Fähigkeiten anreichern kann. Die USA haben dem iranischen Außenminister erklärt, daß sie die Fortsetzung der Konstruktion des Atomreaktors in Arak genehmigt haben.

Die Sorge in Israel ist, daß die Iraner den Vorteil einer internationalen Krise oder einer internen Krise in den USA für den Durchbruch zu einer Atombombe nutzen werden, mit dem Verständnis, daß die internationale Gemeinschaft sie trotz der strengen Kontrollen, die mit den verschiedenen Atomanlagen-Vereinbarungen erzielt wurden, nicht aufhalten kann.

Ausländische Diplomaten und wichtige ausländische Gesellschaften schätzen, daß die Iraner eine Entscheidung treffen werden, die Vereinbarungen mit den Supermächten zu ignorieren, wenn sie sich für die Entwicklung einer Bombe bereit fühlen. In diesem Fall werden sie ihre 18.000 Zentrifugen betreiben — von denen in diesen Tagen nur zehntausend aktiv sind — und in der Lage sein, innerhalb von 36 Tagen Uran auf ein ausreichendes militärisches Potential anzureichern.

Im Rahmen der Vereinbarung werden die Iraner verpflichtet, alles auf 20 Prozent angereicherte Uran auf ein moderates, niedrigeres Niveau umzuwandeln. Doch die Vereinbarung erlaubt den Iranern, die Menge an Uran, die in ihrem Besitz ist, etwa acht Tonnen, weiterhin auf ein niedriges Niveau von 3,5 Prozent anzureichern. Diese Menge reicht für den Bau von fünf Bomben. Die Iraner haben jedoch keine Mittel, ihr angereichertes Uran zu reduzieren.

Inzwischen haben die USA dem Iran ihre Unterstützung erklärt, die »Konstruktion« des Kernreaktors in Arak fortzusetzen. Laut den Amerikanern sind Kernbrennstoffproduktionsaktivitäten und der Betrieb des Schwerwasserreaktors ausgeschlossen.

Der Reaktorbetrieb in Arak wurde eingestellt, als in Genf die Vereinbarung über das Atomprogramm Teherans zwischen den Mächten und dem Iran unterzeichnet wurde. Zuvor hatte der iranische Außenminister Muhammad Jawdat Zarif erklärt, daß sein Land die Vereinbarung respektiert, den Reaktor aber weiterhin bauen wird.

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Paski, sagte, sie ist nicht sicher, was Zarif meinte. Sie stellte fest, daß die Entwicklung von Kernmaterial Luxus ist, nicht aber der Bau und die Infrastruktur. Zu Beginn der Woche schrieb MAARIV, daß die iranische Version der Vereinbarung Kommentare entfernte, die die Zulässigkeit von Teherans Atomprogramm betreffen. Einer der Kommentare, die weggelassen wurden, führt die genauen Bedingungen auf, die durch die Regeln festgesetzt werden.

Gestern traf in Israel der französische Vertreter für die Atomgespräche in Genf ein, Jacques Audibert, der politische Direktor des französischen Außenministeriums. Simon Gass, der britische Vertreter, besuchte Israel gestern zu Gesprächen. Sie trafen sich mit Yuval Steinitz, dem Minister für internationale Beziehungen und Nachrichtendienste und Offiziellen des Außenministeriums und des Nationalen Sicherheitsrates.

Der Zweck der Besuche ist es, Israel zu überzeugen, ein Interimsabkommen zu akzeptieren und über die Vereinbarung mit dem Iran mit den Mächten in einen Dialog zu treten. Gass versprach: »Wir setzen die wichtigsten Sanktionen für Öl und das Bankensystem fort.« Laut Gass werden diese Sanktionen gegen den Iran ein Anreiz sein, eine umfassende Vereinbarung zu erreichen.

Irans und Nordkores »Advanced Accelerator Missiles«

Zur gleichen Zeit deckten US-Offizielle alarmierende Informationen über eine gemeinsame Entwicklung von modernen Flugkörpern durch den Iran und Nordkorea auf, die zum Teil entworfen werden, um Langstreckenraketen zu starten. »Dies ist eine völlig neue Richtung in Bezug auf das, was sie bisher getan haben«, sagte ein US-Offizieller.

Laut dem Bericht, der auf jüngsten Nachrichtendienstberichten der amerikanischen Regierung basiert, besuchten die iranischen Raketenwissenschaftler in den letzten Monaten Nordkorea, zuletzt Ende Oktober, das heißt, parallel zu den Gesprächen zwischen dem Iran und den sechs Weltmächten über einen Kompromiß im Atomprogramm.

Der Bericht zeigt auch, daß die iranische Delegation eine Gruppe von industriellen Technikern von »Shahid Hemmat« — Shahid Hemmat Industrial Group — beinhaltete, die für die Entwicklung von Flüssigkraftstoff-Raketensystemen verantwortlich sind. (Anm.: Gibt es auch welche, die mit Holz befeuert werden?) Der Zweck des Besuchs war dem Nachrichtendienstbericht zufolge, aufmerksam die Entwicklung des »Nordkoreanischen Modernen Beschleunigers« (»North-Korean Advanced Accelerator«/»צפון-קוריאני של מאיץ מתקדם«) mit einem Gewicht von 80 Tonnen zu untersuchen, der laut amerikanischen Offiziellen in der Zukunft verwendet werden könnte, um Langstreckenraketen oder eine Raumfähre mit chemischen Sprengköpfen zu starten.

Hier finden Sie den Originalartikel, הערכות: איראן תוכל להגיע לפצצה גרעינית בתוך 36 יום.

Während diese beiden Artikel nur wegen der idiotischen Zeitspanne interessant sind, finden sich in der politischen Propaganda viele frühere Atombombenhinweise.

Omer Kabir stellte auf KABIRISM eine Liste mit Scans von Artikeln aus YEDIOT AHRONOTH über Irans Atombomben zusammen, deren Überschriften hier auf Englisch und nachfolgend auf Deutsch zu finden sind. (Weitere Atombombenhinweise gab es bereits in den Jahren 1967, 1974 und 1979.)

Khomeini’s atomic bomb in final stage of production

26. Juni 1984: Der Iran wird in weiteren sieben Jahren in der Lage sein, eine Atomwaffe zu produzieren.

15. November 1991: Nuclear-Experte: Der Iran wird bis zum Ende des Jahrzehnts eine Atomwaffe haben, oder in sieben bis acht Jahren, wenn China, Pakistan und Argentinien ihn weiterhin unterstützen.

15. Juni 1992: Innerhalb von 10 Jahren wird Syrien eine Atomwaffe haben.

20. September 1992: Der Iran wird in den nächsten fünf bis acht Jahren eine betriebsbereite Atomwaffe haben.

21. Januar 1993: Rabin: Der Iran hat die Manpower und wird in den kommenden zehn Jahren eine Atomwaffe bekommen.

24. Januar 1993: Der Iran ist im Besitz einer Atomwaffe für den sofortigen Einsatz.

9. Januar 1995: Der Iran kann zu jeder Zeit die Nuklearfähigkeit erreichen.

27. Dezember 1995: Der Iran will bis zum Jahr 2001 eine Atomwaffe.

27. Juni 1997: USA: Der Iran wird um das Jahr 2000 eine Atomwaffe haben.

10. Juli 2001: Der Iran wird Israel innerhalb von vier Jahren mit einer Atomwaffe bedrohen.

8. August 2003: IDF: Vorbereitung für eine iranische Atombombe im Jahr 2005

20. August 2004: Der Iran verkündet: Wir werden innerhalb von vier Jahren eine Atomwaffe erreichen.

8. Juli 2005: Israelische Geheimdienstquellen: Innerhalb von zwei Jahren werden sie eine Bombe im Regal haben.

Dezember 2005: Der gesamte Nahe Osten wird sich mit Atomwaffen bewaffnen.

26. März 2006: Iranische Atombombe in drei Jahren.

22. Juni 2006: Olmert: Innerhalb weniger Monate wird der Iran in der Lage sein, eine Atombombe zu bauen.

22. Juni 2011: Der Iran wird in ein oder zwei Jahren eine Atomwaffe haben.

Und weitere Atombombenhinweise ab dem Jahr 1984 gibt es hier.

Nachfolgend eine Internetsuchhilfe für weitere Atomwaffenangebote, mit der Sie für jede Talkshow die passende Bedrohung finden:

→ Der Iran hat in acht Jahren Atomwaffen.

→ Der Iran hat in sieben Jahren Atomwaffen.

→ Der Iran hat in sechs Jahren Atomwaffen.

→ Der Iran hat in fünf Jahren Atomwaffen.

→ Der Iran hat in vier Jahren Atomwaffen.

→ Der Iran hat in drei Jahren Atomwaffen.

→ Der Iran hat in zwei Jahren Atomwaffen.

→ Der Iran hat in einem Jahr Atomwaffen.

→ Der Iran hat in zehn Monaten Atomwaffen.

→ Der Iran hat in acht Monaten Atomwaffen.

→ Der Iran hat in sechs Monaten Atomwaffen.

→ Der Iran hat in vier Monaten Atomwaffen.

In Vorbereitung:

→ Der Iran hat zu Weihnachten schon wieder Atomwaffen.

→ Der Iran hat in 48 Stunden Atomwaffen.

→ Der Iran hat in 24 Stunden Atomwaffen.

Leider glauben Israelis diesen Quatsch mit Politsoße mehr als jeder revolutionäre Durschnittsbürger.

Siehe auch:

Einen »Israelischen Frühling« wird es nie geben

Eine Antwort to “Der Iran hat zum Nikolaus Atomwaffen”

  1. Der Iran hat zu Weihnachten (schon wieder) Atomwaffen | PRAVDA TV – Live The Rebellion Says:

    […] Quelle: criticomblog.wordpress.com vom 15.12.2013 […]

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