Rabbinergericht belegt Israelin mit 140 Dollar Geldstrafe pro Tag, um sie zur Beschneidung ihres Sohnes zu zwingen

FAILED MESSIAH über die Zukunft der Beschneidungsdebatte.

Rabbinical Court Fines Woman $140 Per Day In Effort To Try To Force Woman To Circumcise Her Son

25. November 2013 — Eine Israelin wird von einem staatlichen Rabbinergericht jeden Tag mit einer Geldbuße von 500 NIS (140 Dollar) belegt, weil sie sich weigert, ihren ein Jahr alten Sohn zu beschneiden, obwohl es für Juden in Israel keine gesetzliche Verpflichtung gibt, ihre Söhne beschneiden zu lassen und die Frau und ihr Mann nicht religiös sind, berichtete 972MAG, basierend auf einem Nachrichtenbericht, der heute auf ARUTZ 2 ausgestrahlt wurde.

Das Rabbinergericht Haifa verhängte die Geldbuße, nachdem der Mann der Frau an das Gericht appellierte, die Frau zu zwingen, den Sohn beschneiden zu lassen. Das Paar befindet sich in Scheidung. Nach israelischem Gesetz müssen sich alle Juden, sogar säkulare, durch staatliche Rabbinergerichte scheiden lassen, die nun nahezu ausschließlich unter jüdisch-ultraorthodoxer Kontrolle stehen. Diese Gerichte können Ehepartner, die sich ihren Anordnungen widersetzen, ins Gefängnis bringen, und mit der vollen Unterstützung von Polizei und Strafverfolgung Geldbußen und andere Strafen erheben.

»Ich habe viele Informationen über die Beschneidung aufgenommen und beschlossen, mit der Beschneidung nicht fortzufahren. Ich habe kein Recht, an seinen Genitalien zu schneiden und ihn zu verstümmeln, und das Gericht ist nicht befugt, mich zu zwingen«, erklärte die Frau ARUTZ 2. Sie sagte auch, sie sei arbeitslos und habe nicht das Geld, um die Strafe zu bezahlen, und behauptete, daß ihr Mann ursprünglich zustimmte, ihren Sohn unbeschnitten zu lassen, aber seine Meinung während des Scheidungsprozesses änderte.

Die Rabbiner-Richter sagten in ihrer Entscheidung, daß die Frau die Beschneidung blockierte, um zu versuchen, mit ihrem Mann eine Versöhnung zu erzwingen.

Aber diese Rabbiner-Richter wiesen auch auf ihre Befürchtung hin, daß durch eine jüdisch-israelische Frau, der erlaubt wird, ihren Sohn unbeschnitten zu lassen, vor dem Hintergrund der weltweit wachsenden Bewegung gegen die rituelle Beschneidung von Männern in anderen Teilen der Welt, ein Präzedenzfall geschaffen werden könnte.

»Wir haben jetzt seit einiger Zeit in vielen Ländern in Europa und in den Vereinigten Staaten öffentliche und juristische Kämpfe gegen die jüdische rituelle Beschneidung (Brit Mila) erlebt. Die Öffentlichkeit in Israel hat wie ein Mann (has stood as one man) gegen diese Trends gestanden, die sie als einen weiteren Aspekt von Zurschaustellungen (displays) von Antisemitismus sieht, der bekämpft werden muß. Wie wird die Welt reagieren, wenn auch hier die Frage der Beschneidung dem Ermessen einer (Anm.: modern-orthodoxer Singular) Person nach ihren (Anm.: modern-orthodoxer Plural) eigenen Überzeugungen gegeben wird?«, schrieben die Rabbiner-Richter.

Wegen Israels drakonischen Religionsgesetzen kann die Frau diese Entscheidung Berichten zufolge nur in Regress nehmen, indem sie an Israels Hohes Gericht (High Court of Justice) appelliert.

Hier finden Sie den Originalartikel, Rabbinical Court Fines Woman $140 Per Day In Effort To Try To Force Woman To Circumcise Her Son.


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