Verhaftung von Geschäftsmann in Kindesmißbrauchsfall innerhalb der Gemeinschaft der Lubawitscher Juden

FAILED MESSIAH über einen weiteren orthodoxen Kinderliebhaber in Australien.

Termini technici
Aus dem Glossar von Salcia Landmanns Jüdische Anekdoten und Sprichwörter: »jeschiwe (h. j’schiwá), wörtl. Sitz. Im J. immer nur = Talmudhochschule. Es gab — und gibt auch heute — an der Jeschiwa keinen eigentlichen Abschluß. Man kann beliebig lang weiterstudieren. Künftige Rabbiner besuchten meist eine Jeschiwa, doch bekamen sie ihre Approbation nicht durch irgendeine Art von Abschlußprüfung, sondern durch einen anderen, bereits approbierten Rabbiner, der die Kenntnisse prüfte, ohne zu fragen, wie und wo sie erworben worden waren. …«

Businessman Arrested In Chabad Child Sex Abuse Case

4. November 2013 — Wegen Vorwürfen im Zusammenhang mit sexuellem Mißbrauch von Kindern, der sich angeblich in einem Ferienlager ereignete, das dem »Jeschiwa-Zentrum« (»Yeshiva Centre«) der Lubawitscher Juden in Bondi angegliedert ist, hat die Polizei in Sydney den 49jährigen Geschäftsmann Daniel »Gug« Hayman festgenommen und angeklagt, berichtete THE AGE.

Der angebliche Mißbrauch geschah in den Jahren 1985 und 1986. Die beiden mutmaßlichen männlichen Opfer waren zum Zeitpunkt des angeblichen Mißbrauchs, der geschah, als Hayman als vorgesetzter Berater (senior counselor) in einem vom »Jeschiwa-Zentrum« geführten Lager der Lubawitscher Juden arbeitete, 14 und 16 Jahre alt.

Hayman, der zum Zeitpunkt des angeblichen Mißbrauchs etwa 21 bis 22 Jahre alt war, wurde in zwei Punkten der groben Unzucht angeklagt; eine Kaution wurde abgelehnt.

THE AGE berichtete, daß Haymans Verhaftung und Anklage »wahrscheinlich dazu führen wird, daß einige der ranghöchsten rabbinischen Persönlichkeiten Australiens wegen ihres Versagens, auf Beschwerden von Opfern zu reagieren, genau geprüft werden. Trotz Beschwerden wurde Hayman der Polizei nie gemeldet und verließ Australien, um in der jüdischen Gemeinschaft in Los Angles zu leben, wo ihn die Führer wieder abschirmten.« (Anm.: Wenn das die nichtjüdisch kontrollierten Massenmedien berichten, können wir wohl wie im Fall Savile Hunderte von Festnahmen erwarten.)

Berichten zufolge war Hayman angeblich ein Direktor einer großen jüdischen pädagogischen Organisation in Australien, »für mehrere Jahre, nachdem sein angeblicher sexueller Mißbrauch von Knaben« an Offizielle der Lubawitscher Jeschiwa gemeldet wurde.

Berichten zufolge erklärte Hayman einem seiner mutmaßlichen Opfer vor kurzem, daß ihn der Kopf der Lubawitscher Juden in Sydney, Rabbi Pinchus Feldman, wegen seiner Beziehung mit einem Knaben vor etwa 25 Jahren gescholten haben soll.

Rabbi Moshe Gutnick, der Führer der »Organisation von Rabbis von Australasien« (»Organisation of Rabbis of Australasia«), entschuldigte sich im März öffentlich, Hayman in den 1980er Jahren nicht der Polizei gemeldet zu haben.

Feldman behauptet, er habe keine Erinnerung an irgendeinen sexuellen Mißbrauch eines Kindes, der vor 25 Jahren stattgefunden haben könnte.

Rabbi Baruch Lesches, ehemaliger leitender Rabbiner der Lubawitscher Juden in Sydney, der jetzt ein leitender Rabbiner der Lubawitscher Juden in Monsey, New York, ist, hatte Aufnahmen zufolge zu Beginn dieses Jahres behauptet, daß einige von Haymans mutmaßlichen Opfern dem Sex zugestimmt haben könnten. Er mahnte auch, daß Hayman nicht der Polizei gemeldet werden sollte.

Berichten zufolge bildete die Polizei im vergangenen Jahr die Arbeitsgruppe »Strike Force Bungo«, um den sexuellen Mißbrauch von Kindern in der jüdischen Gemeinschaft im Osten von Sydney zu untersuchen.

Berichten zufolge lebte Hayman die letzten paar Jahre in Los Angeles.

Eine Pressemitteilung vom 5. November 2013 von Tzedek, der australischen Organisation gegen sexuellen Mißbrauch von Kindern:

Tzedek ist erfreut, zu bestätigen, daß der mutmaßliche Pädophile Gug Hayman wegen Kindesmißbrauchsvorwürfen, die zwei Opfer betreffen, verhaftet wurde. Dies bezieht sich auf Verbrechen, die im »Jeschiwa-Zentrum« der Lubawitscher Juden in Sydney verübt wurden.

Mehrere Tage zuvor informierte Tzedek die Polizei von New South Wales, daß Gug Hayman von seiner gegenwärtigen Heimat in Los Angeles aus Sydney besuchen würde.

Wir rufen alle auf, die Polizei bei ihren Ermittlungen mit jedweder Information zu unterstützen.

Diese Entwicklungen sind ein weiterer Beweis für das Ausmaß des gegenwärtigen Kindesmißbrauchsskandals, der die jüdische Gemeinschaft Australiens seit kurzem plagt. Bisher ist von den Festnahmen nur die jüdische Gemeinschaft von Victoria betroffen, vor allem das »Jeschiwa-Zentrum« der Lubawitscher Juden. Drei Täter wurden bereits für ihre Verbrechen inhaftiert — der ehemalige Jeschiwa-Rabbi David Kramer, der ehemalige Trainer von (Anm.: dem Dachverband aller jüdischen Sportorganisationen) Maccabi, Shannon Francis und der ehemalige Jeschiwa-Wachmann David Cyprys, der in den kommenden Wochen verurteilt wird. Ein weiterer mutmaßlicher Täter des Melbourner »Jeschiwa-Zentrums« wird in Kürze wegen zahlreicher Straftaten an mehreren Opfern vor Gericht gestellt werden, die angeblich in den letzten Jahren begangen wurden.

Wir erwarten, daß den mutigen Opfern im Fall Hayman Gerechtigkeit widerfährt.

Wir erwarten auch, daß eine Untersuchung in Bezug auf das durchgeführt wird, dessen sich die Führung der Jeschiwa in Sydney bewußt war und deren Reaktion — wir erwarten, daß jeder für seine Handlungen oder Unterlassungen voll zur Rechenschaft gezogen wird.

Tzedek kennt innerhalb der jüdische Gemeinde Australiens viele weitere Vorwürfe, vor allem, was die Täter der Jeschiwas der Lubawitscher Juden von Melbourne und Sydney betrifft. Einige der Vorwürfe betreffen die Vertuschung des Mißbrauchs durch hochrangige Persönlichkeiten innerhalb dieser Gemeinden. Leider gibt es noch eine Reihe von Hindernissen, die verhindern, daß die Opfer und Überlebenden (victims and survivors) dieser Verbrechen zur Polizei gehen. Zum Beispiel hat die Frage der Mesira, das heißt der »Kollaboration« mit der Polizei, immer noch einen starken Einfluß. Das Problem wird auch durch die Art und Weise verschärft, wie die Opfer, ihre Familien und Unterstützer von einigen behandelt werden. Wir hoffen aufrichtig, daß die jüdisch-orthodoxe rabbinische Führung einige dieser Fragen ansprechen wird, wie es einige bereits getan haben. Wir erkennen die großartige Arbeit an, die Rabbi Moshe Gutnick vor kurzem auf diesem Gebiet leistete.

Tzedek arbeitet eng mit der »Königlichen Kommission zu institutionellen Reaktionen auf sexuellen Kindesmißbrauch« (»Federal Royal Commission into Institutional Responses to Child Sexual Abuse«) zusammen. Wir hoffen und erwarten, daß zu gegebener Zeit weitere Enthüllungen folgen werden.

Tzedek glaubt, daß der einzige Weg, auf dem die jüdische Gemeinschaft vorankommen kann, darin liegt, das öffentlich aufzudecken, was in den letzten Jahrzehnten innerhalb unserer Gemeinschaft durchgesickert ist — trotz der Schande und Schmerzen, die diese Enthüllungen verursachen. Im Interesse der Opfer und Überlebenden und aus Gründen der Gerechtigkeit müssen wir die Vergangenheit anerkennen und dafür Verantwortung übernehmen. Dies wird auch dafür sorgen, daß wir eine solche Situation künftig verhindern.

Enough! No more silence.

Hier finden Sie den Originalartikel, Businessman Arrested In Chabad Child Sex Abuse Case.

Keine zwei Wochen später …

Ehemaliger jüdischer Jugendarbeiter wegen Sexualdelikten an Kindern angeklagt

15. November 2013 — Ein ehemaliger Jugendarbeiter der jüdisch-orthodoxen Jeschiwa-Gemeinschaft in Melbourne ist wegen einer Reihe von Sexualdelikten an Knaben angeklagt worden.

Aron Esriel Kestecher, 28, aus East St. Kilda, erschien am Freitag vor dem Amtsgericht Melbourne für eine Inhaftierungsanhörung (committal mention hearing).

Der ehemalige Leiter der »Chabad-Jugend« (»Chabad Youth«) wird wegen angeblichen Vorfällen zwischen 2009 und 2010 angeklagt, darunter die sexuelle Penetration eines Kindes und unzüchtige Handlungen mit einem Kind. (Anm.: Chabad ist ein Akronym aus Chochma/Weisheit, Bina/Verständnis und Daat/Wissen.)

Er beging seine angeblichen Straftaten in East St. Kilda an einem 16jährigen Knaben und einem Kaben unter 16.

In einem der angeblichen Vorfälle küßte Kestecher, damals 24, den Hals eines Knaben.

Am Freitag wurde dem Gericht außerdem erklärt, daß sich ein neuer Beschwerdeführer gemeldet hätte, was zu weiteren Anklagen und neuen polizeilichen Ermittlungen führt.

Kestecher ist nicht in Haft und mußte sich nicht bekennen.

Er soll im nächsten Monat wieder vor Gericht erscheinen.

Hier finden Sie den Originalartikel, Former Jewish youth worker charged with child sex offences.

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