Kiryas Joel: Salz aus Geflügelschlachthof landet tonnenweise in Fluß

Chris Mckenna über die komplett andere Welt in der jüdischen Kleinstadt nahe New York, die noch nie etwas von Versalzung gehört hat.

KJ poultry slaughterhouse's salt cited in river readings

19. Juli 2013 — Wasseruntersuchungen in Kiryas Joel legen den Schluß nahe, daß Tonnen von Salz, die jeden Tag in einem Schlachthof verwendet werden, um Huhn zu koscherisieren, den Salzgehalt in einem Bach in die Höhe treiben, der den Fluß Ramapo speist.

Unklar ist allerdings, ob sich das Salz auf das Leben im Wasser und die Trinkwasserversorgung auswirkt, da es stromabwärts verdünnt wird.

Ein im vergangenen Jahr der Grafschaft Orange vorgelegter Bericht führt auf, daß der Geflügelverarbeitungsbetrieb »Kiryas Joel Poultry Processing Plant« pro Tag etwa 14 Tonnen Salz verwendet, von denen etwa 10 Tonnen wiedergewonnen und einer Gerberei zur Wiederverwendung verkauft werden. Der Rest verläßt die Anlage als Abwasser, das zunächst in eine nahe gelegene Kläranlage und dann in einen Nebenfluß des Ramapo gespült wird.

Die Wasserbehörde, die seit 2004 die Wasserqualität in Bächen und Flüssen überwacht, veröffentlichte im Februar einen Bericht über Kiryas Joel und machte im Frühjahr eine Folgeuntersuchung, die feststellte, daß der Salzgehalt unterhalb der Kläranlage etwa um das 20fache anstieg.

Die Wasserbehörde und die Abteilung für öffentliche Arbeiten der Grafschaft untersuchen das Problem in Absprache mit den staatlichen und bundesstaatlichen Umweltbehörden. David Church, der Planungskommissar der Grafschaft, der die Wassserbehörde leitet, sagte, daß die Grafschaft die möglichen Auswirkungen des Salzgehaltes noch untersucht und keine Schlußfolgerungen hat.

»Wir wollen sicherstellen, daß dies richtig angesprochen wird, bevor es eine Art von Problem wird«, sagte er.

Seit der Eröffnung im Jahr 2004 ist der Schlachthof zu einem bedeutenden Anbieter für koschere Läden und einen Supermarkt in der Region geworden, eine Fairway-Filiale in Paramus, New Jersey.

Es werden riesige Mengen von grobem Salz verwendet, um aus dem Fleisch, bevor es verpackt wird, alles Blut zu entfernen, wie es das jüdische Gesetz verlangt. Das Huhn wird vollständig davon bedeckt.

Im vergangenen Jahr zeigte ein Bericht an, daß der Schlachthof etwa 5 Tonnen Chlorid, eine der Komponenten von Salz, in die Kläranlage entleert. Die daraus resultierenden Auswirkungen auf das Grundwasser in der Nähe des Ramapo wurden kürzlich in einem Rechtsstreit zitiert, den die Stadt Woodbury und die Dörfer Woodbury und Harriman gegen Kiryas Joel vorbrachte.

Anwälte der drei Gemeinden schrieben, Harrimans Brunnen »weisen nun einen besonders hohen Gehalt an Chloriden aus, offenbar als Folge, zumindest teilweise, von Kiryas Joels langjähriger unzureichender Behandlung seiner Bearbeitungsabfälle des geflügelverarbeitenden Betriebs«.

Hier finden Sie den Originalartikel, KJ poultry slaughterhouse’s salt cited in river readings.

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