Wie Goldman Sachs in Kindersexhandel investierte

Cassie Murdoch über Einnahmequelle Nr. 2.001.911 des rothschildbürgerischen Weltreichs.

How Goldman Sachs Invested in Child Sex Trafficking

2. April 2012 — Die Investmentbank Goldman Sachs zählt nicht gerade zu Amerikas beliebtesten Institutionen, bedenkt man die Stimmung gegen Wall Street und die Rolle beim Zusammenbruch der Weltwirtschaft. Und jetzt werden die Dinge noch ein kleines bißchen schlimmer. Nick Kristof von der NEW YORK TIMES deckte auf, daß Goldman Sachs ein Anteilseigner an dem Unternehmen ist, das BACKPAGE betreibt, eine Internetseite, die er als »das größte Forum für Sexhandel mit minderjährigen Mädchen in den Vereinigten Staaten« bezeichnet. Oh nein. Kunden als Deppen (Muppets) zu bezeichnen ist schlecht, aber die Vergewaltigung von Kindern ist so tief, tiefer geht es nicht.

Betrachten wir also die grausigen Details. BACKPAGE gehört einem Unternehmen namens »Village Voice Media«, dem auch die berühmte Zeitung VILLAGE VOICE gehört. Es war nie zuvor klar, wer genau die Eigentümer von »Village Voice Media« sind, bis Kristof neugierig wurde und herausfand, daß es Finanziers privater Unternehmensbeteiligungen sind, zu denen auch Goldman Sachs gehört. Goldman Sachs hat einen Anteil von 16 Prozent, sie besitzen also nicht das ganze Ding, aber doch mehr als nichts. Sie werden nicht überrascht sein zu hören, daß Goldman Panik bekam, als die NEW YORK TIMES auftauchte, und versuchte, seine Aktien abzustoßen. Sehr edel. Am Freitagnachmittag erklärten sie Kristof, sie hätten »soeben eine Vereinbarung unterzeichnet, um ihre Anteile an das Management zu verkaufen«. Wie schön für sie. Gut, daß sie ihre Anteile an einem Unternehmen, das Kindersexhandel ermöglicht, an jemand anderen umschichten (unload), anstatt den besagten Betreiber für Kindersexhandel zu zerstören, Sie wissen schon, zum Wohle der Welt.

Während Kristof die Enttarnung von BACKPAGE zu seiner eigenen Mini-Mission — hier und hier sind seine beiden vorherigen Artikel — gemacht hat, sind auch viele andere hinter der Firma her. Sie wurden mit zahlreiche Protesten konfrontiert, einige kamen vom »Rebecca-Projekt für Menschenrechte« (»Rebecca Project for Human Rights«), das auch hinter der Internetseite CRAIGSLIST her war, die im Jahr 2010 ihre »erotischen Dienstleistungen« einstellte. Generalstaatsanwälte von 48 US-Bundesstaaten haben BACKPAGE ebenfalls aufgerufen, ihre Werbeanzeigen für Erwachsenendienstleistungen einzustellen, und 19 US-Senatoren haben jetzt einen ähnlichen Brief verfaßt. BACKPAGE hat bisher erklärt, daß sie nicht herausgegriffen werden sollten, weil viele andere Internetseiten ähnliche Probleme haben. Naja, keine besonders reichhaltige Entschuldigung. Sie haben auch gesagt, sie sollten weitermachen dürfen (get a pass), weil sie versuchen, Werbeanzeigen für Minderjährige auszusieben und den Behörden zu melden. Also Leute, dafür gibt es ein extradickes Lob. Gute Arbeit.

Natürlich bietet BACKPAGE nicht nur Werbeanzeigen für Sex mit Minderjährigen, es gibt viele legitime Anzeigen von Erwachsenen, aber es ist keine Frage, daß sie ein Mitspieler in Sachen Zuhälterei von Minderjährigen und anderen schrecklichen Dingen sind, und als Ergebnis räumen sie danach schön auf. Kristof schrieb am 17. März:

»Laut dem Medienforschungsunternehmen ›AIM Group‹ entfallen auf BACKPAGE rund 70 Prozent der Werbung für Prostitution, von fünf Internetseiten, die in den Vereinigten Staaten solche Anzeigen schalten und an Werbeanzeigen für Prostitution jährlich mehr als 22 Millionen Dollar verdienen.«

22 Millionen Dollar sagen Sie? Kein Wunder, daß sie die Sexanzeigen nicht aufgeben wollen. Trotz halbherziger Dementis ist »Village Voice Media« grundsätzlich immun gegen den Druck der Öffentlichkeit, vor allem, weil sie in Privatbesitz sind. (Anm.: Ist eigentlich schon mal jemand aufgefallen, daß sich Politiker begeistert wie Bluthunde für Privatbesitz einsetzen, wenn es sich um private Beteiligungsgesellschaften handelt, sonst aber Privatbesitz unter dem Deckmantel der sozialen Verantwortung wie Bluthunde zerfleischen?) Doch jetzt, nachdem es Kristof gelang, Dokumente zu bekommen, die einige der Besitzer verraten, könnten sich die Dinge ändern.

Es scheint, daß die beiden größten Anteilseigner Jim Larkin und Michael Lacey sind, die zusammen etwa die Hälfte der Anteile besitzen und die Firma auch leiten. Goldman besitzt einen 16-Prozent-Anteil und ist offenbar der bekannteste der anderen Eigentümer. Sie investierten im Jahr 2000, bevor BACKPAGE mit »Village Voice Media« fusionierte. Weitere wichtige Anteilseigner sind eine Investmentgesellschaft namens Trimaran, die jetzt auch versucht, die Aktien loszuwerden, Alta Communications und Brynwood Partners.

Kristof weist darauf hin, daß Goldman ein gigantisches Unternehmen ist und diese Investition für sie nur winzig war:

»Ich habe keinen Grund zu denken, daß Goldmans Top-Führungskräfte von der Verbindung zu Sexhandel wußten. Goldman ist stolz auf seine Geschlechterarbeit (work on gender): seine Initiative ›10.000 Frauen‹ (›10,000 Women‹) leistet rund um den Globus hervorragende Arbeit zur Unterstützung von Frauen in der Wirtschaft.«

Junge, Junge, können wir bitte von der Idee loskommen, daß die Unterstützung einer guten Sache auf irgendeine Weise etwas anderes ausgleicht, das schrecklich ist? Und nur weil diejenigen an der Spitze des Eisbergs vielleicht nicht gewußt haben, was los war, gab es auf einer anderen Ebene sicherlich Leute, die es taten. Goldman hatte vier Jahre lang einen Sitz im Vorstand von »Village Voice Media«, und wie Kristof sagt: »Es gibt keinen Hinweis darauf, daß Goldman oder sonst jemand seine Eigentümerschaft verwendete, um ›Village Voice Media‹ aufzufordern, Begleitserviceanzeigen aufzugeben oder Altersüberprüfungen durchzuführen.« Das ist die Art von Note-1-Verhalten, das wir von »Bürgern« der Wall Street gewöhnlich erwarten können, es gibt also wirklich keinen Grund, erneut außer sich zu geraten.

Was an dieser ganzen Sache so amüsant ist, sprich: so verrückt, daß Sie zu einem jener Menschen werden, die in den Nebel blicken und über nichts Besonderes kichern, ist, daß, sobald Kristof neugierig wurde, sowohl eine Goldman-Sprecherin als auch ein Sprecher für Trimaran sagten, sie hätten »keinerlei Einfluß auf die Firmenoperationen«. Etwas ist an dieser Aussage unglaublich falsch. Es ist wahr, daß sie möglicherweise nicht am Tagesgeschäft des Unternehmens beteiligt waren, aber wenn Sie etwas besitzen, dann haben Sie darüber auch eine gewisse Kontrolle. Kristof weist zu Recht darauf hin, daß sie diese Kontrolle genutzt haben könnten, um etwas zu verändern:

»Würden die Minderheitsaktionäre, darunter Goldman, zusammenarbeiten, statt zu den Notausgängen zu hetzen, dann könnten sie auf ›Village Voice Media‹ Druck ausüben, um die Begleitserviceanzeigen aufzugeben.«

Das bringt uns nun in die perverse Position, eigentlich zu wünschen, daß sich Goldman weiterhin an einem Unternehmen beteiligen sollte, das Zuhältern und dem Verkauf von Kindern dient, in der Hoffnung, daß sie das Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt dazu bewegen könnten, etwas weniger böse zu sein. Natürlich müssen wir unsere hübschen kleinen Köpfe mit all diesen komplexen Fragen nicht belasten, weil sie offensichtlich bei den ersten Anzeichen von Ärger absprangen, ohne sich um das eigentliche Problem irgendwelche Sorgen zu machen. Während es zwar nicht viel geben mag, was man wegen Goldmans Rolle tun kann, abgesehen davon, angewidert zu sein, können wir diese Sache zumindest der offiziellen Liste von Gründen hinzufügen, auf Wall Street wütend zu sein, und es sollte den Demonstranten von »Occupy Wall Street« — ja, sie demonstrieren immer noch — etwas Neues geben, das sie auf ihre Schilder schreiben können. (Anm.: Während wir inzwischen keine Genies brauchen, um zu ahnen, daß die OWS-Bewegung künstliche Opposition war, können wir uns zumindest wundern, warum auf ihren Schildern nie einleuchtende libertäre Dinge standen wie »Das Geldsystem ist ein Pyramidensystem« oder »Ungedecktes Papiergeld ist wertloses Geld«, selbst wenn inzwischen bekannt ist, daß die libertären Juden Ludwig von Mises und Ayn Rand zwei weitere rothschildbürgerische Agenten waren.)

Hier finden Sie den Originalartikel, How Goldman Sachs Invested in Child Sex Trafficking.

Und hier die offizielle Goldman-Pressemeldung aus Rothschilds Nachrichten- und Aufklärungsabteilung REUTERS, gut plaziert an einem Sonntagnachmittag (Sun Apr 1, 2012 3:32pm), an dem Diskussionen am Arbeitsplatz statistisch etwas seltener stattfinden:

Goldman-Fonds steigt aus Unternehmen aus, das eine Seite für Sexhandel besitzt

1. April 2012 — Ein privater Beteiligungsfonds der Goldman Sachs Group (GS.N) hat sich bereit erklärt, die Beteiligung an dem Medienunternehmen, das ein Forum für Sexhandel betreibt, an das Management des Unternehmens zurückzuverkaufen, sagte eine Sprecherin am Sonntag.

GS Capital Partners III unterzeichnete am Freitag einen Verkaufsvertrag für seinen 16-Prozent-Anteil am Unternehemen »Village Voice Media«, das die Internetseite namens BACKPAGE besitzt.

Der Fonds begann im März mit »Village Voice Media« zu verhandeln, nach der Feststellung im Jahr 2010, daß »die Richtung des Unternehmens unbequem« wurde, und Goldmans Unfähigkeit, seine Operationen zu beeinflussen, sagte Andrea Raphael, eine Sprecherin von Goldman Sachs.

Der Verkauf wurde erstmalig am Samstag in einem Artikel von Nicholas Kristof in der NEW YORK TIMES berichtet. Der Fonds war auch letzte Woche Gegenstand eines Artikels von Kristof.

Raphael sagte, daß der Fonds im Jahr 2000 in »Village Voice« 30 Millionen Dollar investierte. Die Investition wurde im Jahr 2006 in eine 16prozentige Minderheitsbeteiligung umgewandelt, als »Village Voice« mit »New Times« fusionierte.

Sie lehnte es ab, den Verkaufspreis aufzudecken, sagte aber, daß der Fonds eine »große Mehrheit« seiner Investition verlor.

Village Voice Media stand nicht sofort für einen Kommentar zur Verfügung. (Anm.: Hätten Sie nicht bis Montag warten können?)

Internetwerbung für Prostitution erwirtschaftete im Februar auf fünf US-Internetseiten laut dem Medien- und Kleinanzeigenberater »AIM Group« mindestens 3,1 Mio. Dollar Einnahmen, ein Anstieg von 9,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Fast 80 Prozent der Einnahmen wurden BACKPAGE zugeschrieben, sagte AIM in einem am 22. März veröffentlichten Bericht.

»Village Voice Media« besitzt die alternative Zeitung VILLAGE VOICE, die im Jahr 1955 gegründet wurde.

Im Laufe der Jahre veröffentlichte die Zeitung bahnbrechende Untersuchungen und erhielt drei Pulitzer-Preise. Die Anzeigenrubrik (back pages) hingegen ist seit Jahrzehnten eine Bastion der Begleitservicewerbung.

BACKPAGE veröffentlicht außerdem im ganzen Land Listen für Hunderte von anderen Kleinanzeigen (posts lists for hundreds of other classified advertising throughout the country).

Hier finden Sie den Originalartikel, Goldman fund to exit company owning sex traffic site.

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