Außenministerium und PR-Firma erfinden Israel als Land der Leistungen

Anshel Pfeffer über die Schrottmarke Israel.

Termini technici
Image [im Arsche, engl. ´imidʒ], das; -[s], -s
(Vorstellung, Bild von jmdm. od. etw. [in der öffentlichen Meinung])

Foreign Ministry, PR firm rebrand Israel as land of achievements

6. Oktober 2008 — Israel wird bis Ende dieses Jahres ein neues internationales Image haben, wenn das Rebranding-Projekt des Außenministeriums erfolgreich ist. Die britische Firma »Acanchi«, die das Ministerium beauftragte, um das neue Image zu basteln, ist jetzt in der Endphase der Vorbereitung, die neue Marke zu lancieren.

Fiona Gilmore, Gründerin von »Acanchi« und eine führende Expertin im Rebranding von Ländern und Städten, reiste letzte Woche durch das Land und traf sich mit einer breiten Palette von Israelis — Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, Geschäftsleute, Akademiker und Aktivisten. Ihre Mission ist die Schaffung einer Marke, die vom arabisch-israelischen Konflikt losgelöst ist und sich stattdessen auf die wissenschaftlichen und kulturellen Errungenschaften Israels konzentriert.

Der Vertrag mit der Firma »Acanchi«, die geholfen hat, Schauplätze vom Libanon bis Nordirland neu zu erfinden, wurde vor etwa sechs Wochen unterzeichnet. (Anm.: Welche Schauplätze? Jüdische Gemeinschaften?)

Die Rebranding-Idee wurde erstmals vom israelischen Konsulat in New York nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001 vorgeschlagen. Die Idee war, daß mit dem Krieg gegen den islamischen Terror, der plötzlich global geworden war, Israel eine Gelegenheit hatte, seinem Image als Hauptquelle für Konflikte mit der islamischen Welt zu entkommen.

Das Projekt umfaßte umfangreiche Recherchen über Israels internationales Image, die ursprünglich von amerikanischen Experten durchgeführt wurden, die von internationalen jüdischen Spendern angeheuert und bezahlt wurden. Ende 2005 entschied das Außenministerium jedoch, die Bemühung zu einem offiziellen Programm des Ministeriums zu machen. Seitdem hat es ein paar Pilotprojekte durchgeführt, wie zum Beispiel internationale Journalisten einzuladen, um durch Israels Weinindustrie zu reisen.

»Unsere Recherchen zeigen, daß im Wesentlichen Israels Marke der Konflikt ist«, sagte Ido Aharoni, der Ministeriumsbeamte, der für das Programms verantwortlich ist. »Selbst diejenigen, die erkennen, daß Israel im Recht ist, sind davon nicht angezogen, weil sie es als Lieferant von schlechten Nachrichten sehen. Die Schlußfolgerung ist, daß es für Israel wichtiger ist, attraktiv zu sein als im Recht.«

Hier finden Sie den Originalartikel, Foreign Ministry, PR firm rebrand Israel as land of achievements.

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