Israels Oberrabbinat erklärt, daß das Saugen mit dem Mund bei der Beschneidung vorzuziehen ist

Die Kosher Nostra meldet über die Sprachrohre JEWISH TELEGRAPHIC AGENCY und HAARETZ, daß in Deutschland das Saugen des Blutes vom Penis des Babys mit dem Mund erwünscht ist.

Israel’s chief rabbinate says oral suction at circumcision is preferred

24. April 2013 — Die Praxis des Saugens des Blutes vom Penis des Babys mit dem Mund (Metzitzah B’peh) wird in Deutschland aufgrund einer Klage geprüft, die gegen einen Berliner Rabbi wegen angeblicher Körperverletzung während einer Beschneidung (Brit Mila) eingereicht wurde.

Israels Oberrabbinat hat sich in der Frage der Praxis eines in Deutschland umstrittenen Beschneidungsrituals eingeschaltet und erklärt, daß das Saugen des Blutes vom Penis des Babys mit dem Mund zu bevorzugen ist.

Die Praxis, bei der das Blut der Beschneidungswunde oral gesaugt wird, wird in Deutschland geprüft, da gegen einen Berliner Rabbi wegen angeblicher Körperverletzung während einer Beschneidung Klage eingereicht wurde.

Rabbi Moshe Morsiano, Vorsitzender der „Beschneidungsabbteilung für Israels Oberrabbinat“ („Division of Circumcision for the Chief Rabbinate of Israel“), betonte in einem Brief vom 22. April, daß es keine Rechtfertigung gibt, das Saugen des Blutes vom Penis des Babys mit dem Mund zu vermeiden, „es sei denn, der Beschneider (Mohel) hat einen Wunde in seinem Mund oder eine ansteckende Krankheit“. (Anm.: Und Autofahrer müssen in Israel bei Rot nur halten, wenn Gefahr droht.)

Der Brief war an Rabbi Jehuda Teichtal gerichtet, den Kopf der Lubawitscher Juden in Berlin und einer von mehreren offiziellen Rabbis in der Stadt. Teichtal forderte die Antwort an, nachdem ein Anti-Beschneidungs-Aktivist gegen ihn Anzeige erstattete und behauptete, daß bei der Beschneidung von Teichtals Sohn eine Absaugung mit dem Mund durchgeführt wurde. Die Berliner Staatsanwaltschaft prüft die Lage der Dinge. (Anm.: Da der Brief laut JTA ein juristisches Gutachten ist, werden wir uns dem wohl beugen müssen: „The Jewish legal opinion came from Morsiano after the complaint was lodged against Teichtal.“)

Deutschlands neues Gesetz zur Regelung der rituellen Beschneidung, das im Dezember verabschiedet wurde, verlangt, die Prozedur nach den höchsten medizinischen Standards durchzuführen. Die Praxis des Saugens des Blutes vom Penis des Babys mit dem Mund steht unter Beschuß von vielen jüdischen Gruppen, einschließlich modern-orthodoxer Verbände, da die Ausbreitung von Infektionen für einen Säugling tödlich sein kann. Gegner empfehlen die Verwendung einer Pipette. (Anm.: Rhetorikspielverderber weisen an dieser Stelle darauf hin, daß modern-orthodoxe Verbände so absurd sind wie links-rechts-Befürworter, schwarz-weiße Menschen, konservativ-progressive Lösungen, kommunistisch-kapitalistische Ökonomen oder umweltfreundlich-toxische Bioprodukte.)

In New York erkrankten durch die Verfahrensweise zwischen 2004 und 2011 mindestens 11 Knaben an Herpes, so Vertreter der Gesundheitsbehörde von New York City. Zwei starben an der Krankheit und zwei weitere erlitten Hirnschäden. Im vergangenen September stimmte der Rat für Gesundheit (board of health) 9 zu 0, um Beschneidern abzuverlangen, von den Eltern eine unterzeichnete Einverständniserklärung zu erhalten. (Anm.: Wenn es in New York möglich ist, per demokratischer Abstimmung gesundheitsgefährdende Praktiken zu legalisieren, sollte das in den restlichen Städten der Welt, die unter dem dafür zuständigen Machteinfluß stehen, ebenfalls möglich sein.)

In seinem Brief auf Teichtals Anfrage folgerte Morsiano, daß „dieses Komitee verlangt, daß der Beschneider von der Familie die Erlaubnis erhält, bevor diese Handlung auf die traditionelle Art und Weise durchgeführt wird“. (Anm.: Muß neben Teichtal jetzt auch noch noch Israel verklagt werden?)

Israels Oberrabbinat war die letzte von mehreren internationalen orthodoxen rabbinischen Organisationen, die sich in der Angelegenheit eingeschaltet haben. Seine Unterstützung der Tradition entspricht der des in Brüssel ansässigen „Rabbinischen Europarates“ („Rabbinical Council of Europe“, RCE). (Anm.: Da die Lubawitscher Kosher Nostra in der Namenskürzelverwendung so überaus kreativ ist, schlage ich vor, RCE neben „Rabbinical Council of Europe“ und „Rabbinical Centre of Europe“ außerdem für „Rabbinical Criminals of Europe“ und „Rabbinical Corruption of Europe“ zu verwenden.)

Auf der anderen Seite hat die (Anm.: Nicht-Lubawitscher) Londoner „Konferenz Europäischer Rabbiner“ („Conference of European Rabbis“) eine Erklärung veröffentlicht, die besagt, daß die Verwendung von Pipetten nach jüdischem Gesetz zugelassen und aus gesundheitlichen Gründen zu bevorzugen ist. Der „Zentralrat der Juden in Deutschland“ folgte dem Beispiel.

Teichtal hat nicht kommentiert, ob die Tradition bei der Beschneidung seines Sohnes befolgt wurde.

Hier finden Sie den Originalartikel, Israel’s chief rabbinate says oral suction at circumcision is preferred.

Noch etwas. War Ihnen klar, was Sie oben auf dem Bild sahen?

Israel’s chief rabbinate says oral suction at circumcision is preferred

Hier ist die Quelle.

Und in „Was ist koscher?“ von Paul Spiegel liest sich das so: „Das Baby ist in wenigen Sekunden ‚sternhagelvoll‘ und schläft sofort ein.“

Und was ist mit Gesundheitsschäden?


%d Bloggern gefällt das: