Blickdichte Brillen gegen „verbotene Blicke“

Kobi Nachshoni über eine Patentneuheit aus dem Erfinderland Talmudistan.

Termini technici
chassidisch: fromm
charedisch: ultraorthodox

Organisation ultraorthodoxer Juden kämpft für „Flugreisen ohne Filme“ und bietet frommen Brazlawer Juden für den Flug nach Uman spezielle Brillenanstecker, um „vollständigen Augenschutz“ zu garantieren

Sealed glasses against 'forbidden sights'

Wir sind alle mit den Augenmasken vertraut, die Passagiere im Flugzeug tragen, um zu schlafen, doch „verbotene Blicke“ zu vermeiden, wie auf Filme auf Flugreisen, stellt eine neue Erfindung dar.

Eine jüdisch-ultraorthodoxe Organisation der frommen Brazlawer Juden bietet für den Flug nach Uman zum Grab von Rabbi Nachman spezielle Brillenanstecker, um „vollständigen Augenschutz“ zu garantieren.

Ein Reklamezettel, der in den letzten Tagen im Namen der Organisation „Reinheit des Lagers“ („Purity of the Camp“) unter den frommen Juden verteilt wurde, informiert sie über einen weiteren Schritt im Kampf für „Flugreisen ohne Filme“.

Bisher bot die Organisation persönliche Fernsehbildschirme an, damit sich jeder Passagier von seiner Umgebung distanzieren kann. Nun empfiehlt sie eine striktere Methode — die Versiegelung der Augen.

Der vierseitige Reklamezettel, der auf BEHADREI HAREDIM veröffentlicht wurde, enthält Bilder mehrerer Brazlawer Rabbis, die Schals tragen und ihr Augenlicht oder ihre Brille mit den „Keuschheitsansteckern“ schützen.

Der Reklamezettel erklärt, daß sich die in den Anzeigen abgebildeten Rabbiner als „Models“ engagieren, um „einem weiteren Menschen zu helfen, seine Augen zu schützen“.

„So reisten sie im vergangenen Jahr nach Uman, mit einem Lächeln“, steht auf einem Bild, das die Rabbis mit Schals zeigt, die ihre Gesichter bedecken. „In diesem Jahr empfehlen wir auch, mit den Schals zu reisen, doch wenn Sie es schwierig finden, können Sie stattdessen die Brille benutzen.“

Die Vielfalt an Lösungen, die „zum Schutz der Augen“ angeboten wird, wurde laut dem Reklamezettel ausgeheckt, nachdem ultraorthodoxe Juden, die nach New York flogen, gezwungen waren, ihren Kindern für mehr als 10 Stunden die Augen mit einem Taschentuch zu verbinden, damit sie nicht „durch die Häßlichkeit der Filme kontaminiert werden“.

Die Reklamezettel präsentieren auch Bilder von den Accessoires sowie Eindrücke und Empfehlungen von frommen Brazlawer Juden, die sie bereits verwendet haben.

Hier finden Sie den Originalartikel, Sealed glasses against ‚forbidden sights‘

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