Holocaust, Spielkasinos, Drogengelder und Antisemitismus

Ein Auszug aus dem Artikel „Ist das Neue Testament antisemitisch?“ von Jonas E. Alexis.

Selbst in Zeiten sozialer Belastungen und Unruhen dienten die Verfassung und die Bill of Rights als juristischer Schutzwall gegen institutionellen Antisemitismus.“ — David Turner, JERUSALEM POST

Is the New Testament Anti-Semitic?
Schrift des Neuen Testaments in griechischer Sprache

David Turner von der JERUSALEM POST behauptet, daß Antisemitismus dem „Kanon des universellen Christentums“ entspringt, ganz besonders den Paulusbriefen, laut Turner, „die Inspiration für Antijudaismus“. [5]

Turner erklärt in einem anderen Artikel: „Hitlers Absicht war eine Endlösung für ein jüdisches Problem, das zwei Jahrtausende zuvor mit den paulinischen Texten und dem Evangelium des ersten Jahrhunderts geboren wurde.“ [6]

Turner endet mit einem indirekten Beweis, daß die Kirche die ganze Zeit Recht hatte und der kosmische Kampf zwischen den beiden Systemen (Christentum und rabbinisches Judentum) theologisch ist, nicht ethnisch. Turner erklärt uns, daß „die historischen Grundlagen für das jüdische Problem des Westens“ ihren Ursprung im „religiösen Antijudaismus der christlichen Bibel“ haben, das den Holocaust veranlaßte. Für Turner gibt es in den religiösen Texten einen tiefen „Judenhaß“, der zu „säkularem Antisemitismus“ führte.

Turner argumentiert, daß es eine „historische Tradition im Christentum“ gibt, die immer „in Serienverfolgungen“ und Vertreibungen von Juden in der gesamten westlichen Welt endet. Er behauptet weiter, daß jeder zweite Jude, der in den letzten tausend Jahren geboren wurde, unter intensiver Verfolgung durch das Christentum litt. [7] Darüber hinaus stellt er fest, daß die antijüdische Haltung in den Evangelien von Matthäus und Johannes in der „Endlösung“ gipfelte. [8]

Dann wechselt Turner auf den historisch unhaltbaren Standpunkt, daß es im Laufe der Geschichte einen ontologischen Haß auf die Juden gab, der absolut nichts mit der jüdischen Beteiligung an subversiven Aktivitäten zu tun hat.

Zunächst nimmt sich Turner Amerika vor und erklärt zur Leo Frank-Affäre (Anm.: Hier finden Sie alles, was der basisdemokratische Informationsdachverband Wikipedia hier ausläßt): „Dieser Vorfall zeigt die Tiefe des Antisemitismus, der in den Vereinigten Staaten seit Jahrzehnten vor dem Ersten Weltkrieg präsent war, auf einem Niveau, das sich nur nach diesem Krieg intensivierte, und auch nach dem Zweiten Weltkrieg und darüber hinaus.“ [9]

Was für eine Schande in seinem Fall also, daß viele der am Prozeß beteiligten Richter Juden waren — doch selbst sie fanden Franks Argumente nicht überzeugend. Für Turner allerdings erstreckt sich der antisemitische Geist des letzten Jahrhunderts über ganz Amerika, Österreich und andere Orte. [10]

Turner erklärt außerdem:

„Selbst in Zeiten sozialer Belastungen und Unruhen dienten die Verfassung und die Bill of Rights als juristischer Schutzwall gegen institutionellen Antisemitismus.“ [11]

Diese historisch lächerliche Aussage dürfte wohl alle christlichen Zionisten in Amerika schockieren. Turner erklärt, daß die 1920er Jahre zeigten, daß Amerika einen tiefen antisemitischen Geist hatte, der zu einem institutionalisierten Antisemitismus führte. [12] Er wirft der Regierung Roosevelt Antisemitismus vor, weil sie sich weigerte, emigrierenden Juden aus Europa die Einreise zu erlauben. [13]

Nicht einmal erwähnte Turner die komplexen sozialen Probleme der 1920er Jahre, wie die bolschewistische Revolution in Rußland, die weitgehend als eine jüdische Revolution angesehen wurde. [14] Während der bolschewistischen Revolution wurden Millionen und Abermillionen von Menschen getötet, darunter unschuldige Bauern. [15] Und fast alle ernsthaften Menschen in Europa — einschließlich Winston Churchill — fürchteten die Folgen dieser Bewegung.

Die bolschewistische Ideologie mit ihren marxistischen Neigungen erreichte dann asiatische Länder wie China [16], und die Länder, in denen sie sich ausbreitete, töteten Millionen ihres eigenen Volkes. Mao allein liquidiert mehr als 40 Millionen Menschen. [17]

Nicht einmal erwähnte Turner einen 1931 vom US-Außenministerium veröffentlichten dreibändigen Bericht, der besagt, daß sich jüdische deutsche Banken zum Sturz des Zaren zusammentaten und Lenin, Trotzki und anderen bolschewistischen Koryphäen große Summen Geld sendeten. [18]

Jüdische Finanziers wie Jacob Schiff in den Vereinigten Staaten und Max und Paul Warburg in Deutschland unterstützten die bolschewistische Bewegung mit Millionen von Dollar. Schiff soll dem Regime 20 Millionen Dollar gegeben haben — eine Summe, die heute vielleicht Milliarden von Dollar entspricht. [19] Sogar die Jüdische Enzyklopädie bezeichnet den Kommunismus und Sozialismus als jüdische Phänomene. [20]

Nicht einmal erwähnte Turner, daß Amerikas größter Spieler in den 1920er Jahren kein Geringerer als Arnold Rothstein war, ein Mann, der Politiker geschmackvoll einschüchterte (esthetically terrorized). Der jüdische Professor für Geschichte und Judaistik an der Universität von Oklahoma Michael Alexander erklärt, daß Rothstein „Politiker bestach. Er betrieb vier illegale Spielcasinos. Er schulte Lucky Luciano und Meyer Lansky in illegaler Finanzierung und Verbrechensorganisation. Und er wurde niemals wegen eines einziges Verbrechens verurteilt, außer in den Zeitungen … Für den Rest seiner Karriere war Rothsteins Name gleichbedeutend mit den opferlosen Verbrechen (victimless crime), die die Nation so böse zurichteten.“[21]

Alexander schreibt dann: „Jede Geschichte des Glücksspiels und der Wirtschaftskriminalität in den 1910er und 1920er Jahren muß auch der Geschichte der Juden in Amerika Aufmerksamkeit schenken. Juden waren die Vorreiter des modernen Glücksspiels und des eng verwandten Geschäfts am zweifelhaften Aktienmarkt. Das sind Tatsachen.“[22] Der jüdische Schriftsteller Rich Cohen nannte Rothsteins Geschäft „eine Blaupause, um Drogen nach Amerika zu schmuggeln.“[23]

Holocaust, Spielkasinos, Drogengelder und Antisemitismus

[5] David Turner, „From Anti-Judaism to Anti-Semitism: The Age of Reason“, Jerusalem Post, 6. Oktober 2011.

[6] David Turner, „The Final Solution: Extermination as First and Last Resort, Part 2“, Jerusalem Post, 24. Februar 2012.

[7] David Turner, „Sources of Christian Doubt: The Quest for the Historical Jesus“, Jerusalem Post, 8. September 2011.

[8] David Turner, „Holocaust Remembrance as Holocaust Denial“, Jerusalem Post, 30. Januar 2012.

[9] David Turner, „An American Lynching: The Leo Max Frank Affair“, Jerusalem Post, 28. Dezember 2011.

[10] David Turner, „Political AntiSemitism in the United States: 1873-1932“, Jerusalem Post, 15. Dezember 2011.

[11] David Turner, „The United States and the Holocaust, 1: Background to Passivity“, Jerusalem Post, 7. März 2012

[12] David Turner, „Anti-Semitism as National Policy: The U.S. Congress Shuts the Borders, 1923-4“, Jerusalem Post, 25. Januar 2012.

[13] David Turner, „The Acquiescence of the United States in the Murder of the Jews“, Jerusalem Post, 12. April 2012.

[14] Slezkine, „The Jewish Century“; Carr Hallett Edward, „The Bolshevik Revolution“ (New York; Macmillan, 1950); Stephen F. Cohen, „Bukharin and the Bolshevik Revolution“ (New York: Oxford University Press, 1980); Adam B Ulam, „Bolsheviks“ (Cambridge: Harvard University Press, 1980); Jerry Z. Muller, „Capitalism and the Jews“ (Princeton: Princeton University Press, 2010). Viele Wissenschaftler verzichten darauf, zu erklären, daß Juden an der Spitze der Revolution standen, weil die antijüdischen Reaktionen dann neu bewertet werden müßten.

[15] Robert Conquest, „Harvest of Sorrow: Soviet Collectivism and the Terror-Famine“ (New York: Oxford University Press, 2008) und „The Great Terror“ (New York: Oxford University Press, 1990); Miron Dolot, „Execution by Hunger: The Hidden Holocaust“ (New York: W. W. Norton, 1987).

[16] Steven Rosefielde, „Red Holocaust“ (New York: Routledge, 2010).

[17] Frank Dikotter, „Mao’s Great Famine“ (New York: Walker, 2010).

[18] Papers Relating to the Foreign Relations of the United States

[19] Gary Allen, „None Dare Call It Conspiracy“ (Cutchogue, NY: Buccaneer Books, 1976).

[20] Cyrus Adler und Isidore Singer, ed., „The Jewish Encyclopedia“ (New York: Funk-Wagnalls, 1901-1906), 583-585.

[21] Michael Alexander, „Jazz Age Jews“ (Princeton: Princeton University Press, 2001), 15.

[22] Ebd., 16; vom Autor hervorgehoben.

[23] Rich Cohen, „Tough Jews: Fathers, Sons, and Gangster Dreams“ (New York: Simon and Schuster, 1999), 132.

Hier finden Sie den Originalartikel, Is the New Testament Anti-Semitic?


%d Bloggern gefällt das: