Koalition für die gleichgeschlechtliche Ehe streicht „Ehemann“ und „Ehefrau“ aus offiziellen Dokumenten

Steve Doughty über HomosexSEX SEX SEXualität in der Öffentlichkeit über alles.

— Die Worte „Braut“ und „Bräutigam“ könnten sogar aus Heiratsurkunden verschwinden

Don't use the words husband and wife! Coalition's same-sex wedding reforms would axe terms from official documents

16. März 2012 — Gestern Abend wurde bekannt, daß die Reform für die gleichgeschlechtliche Ehe die Worte Ehemann und Ehefrau aus amtlichen Formularen entfernt.

Leitfäden für Steuern und Sozialleistungen sowie Einwanderungsdokumente müssen neu geschrieben werden, sodaß sie nicht länger von einem Mann und einer Frau als Ehepaar ausgehen.

Und private Unternehmen werden aufgefordert, Unterlagen und Datenbanken zu überarbeiten, die die Wörter enthalten.

Durch Vorschriften, Begriffe wie Braut und Bräutigam zu streichen, könnten sogar Heiratsurkunden von den Vorschlägen der Koalition betroffen sein.

Die Reform, die Premierminister David Cameron im vergangenen Herbst versprach und die gestern in einem Konsultationspapier dargelegt wurde, hat die Absicht, die zivile Ehe für schwule und lesbische Paare zu öffnen.

Für männliche und weibliche Paare wird eine andere Kategorie reserviert — die kirchliche Trauung.

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Premierminister David Cameron versprach die Reform im vergangenen Herbst

Die Vorschläge haben einen furiosen Streit mit der Kirche von England ausgelöst, die der Koalition vorwirft, das Gesetz der Ehe mißzuverstehen.

Doch Gleichheitsministerin (Equalities Minister) Lynne Featherstone warnte die religiösen Führer, mit einer „entzündlichen“ Sprache nicht die „Flammen der Homophobie“ zu „schüren“. (Anm.: Die politischen Propaganda-„Flammen der Homophobie“ dürften in Gottesdiensten wohl kaum auftauchen — oder steht in der Bibel, daß Jesus Homosexuelle gehaßt hat?)

Neue Versionen von Dokumenten „ersetzen Verweise auf Mann und Frau mit den neutraleren Begriffen Ehepartner und Partner“.

Die Kosten dieser durch die Pläne zur „Gleichheitsehe“ („Equal Civil Marriage“) ausgelösten Bürokraten-Revolution gehen laut einer offiziellen Untersuchung, die neben dem Konsultationspapier veröffentlicht wurde, in die Millionen. (Anm.: Für weitere kreative Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen könnten per Gesetz jährlich die Farben aller offiziellen Dokumente geändert werden.)

Die Unternehmen werden eine „Einführungszeit“ („lead-in time“) bekommen — eine Zeit der Gnade, um ihre Internetseiten und Datenbanken zu ändern, bevor ihre Nichtanerkennung der gleichgeschlechtlichen Ehe mit dem Gesetz in Konflikt gerät.

Das von Innenministerin Theresa May und Lynne Featherstone vorgelegte Konsultationspapier hat drei Monate für öffentliche Reaktionen eingeräumt (drei Monate reichen leider nicht aus, um die Regierung in eine Klapsmühle zu stecken), bevor Behördenbedienstete mit der Ausarbeitung der neuen Gesetzgebung beginnen.

Und die Streichung der Worte Mann und Frau wird durch eine „Wirkungs-Analyse“ („impact analysis“) festgelegt, die das  Sexministerium  Innenministerium neben dem Papier veröffentlichte.

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Formulare der Grenzbehörden verwenden künftig den Begriff Ehepartner bzw. Partner

Darin heißt es, daß die Formulare und Leitlinien für das Personal der Grenzbehörden Ehemänner und Ehefrauen durch Ehepartner bzw. Partner ersetzen würden.

„Einige Gesetze zu Steuern, Sozialversicherungsbeiträgen und Steuergutschriften müssen geändert werden, wo sie spezifisch auf einen Mann und eine Frau verweisen,“ heißt es weiter.

Verweise die verschwinden, sind direkte Erwähnungen von Mann und Frau und Formulierungen über Paare die „als Mann und Frau zusammenleben“. Formulare und EDV-Systeme und Leitfäden für Mitarbeiter der Finanz- und Zollbehörden werden sich ändern müssen, heißt es weiter.

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Gleichheitsministerin Lynne Featherstone glaubt, die Ehe sollte für alle offen sein

Die Abschaffung der geschlechtsspezifischen Sprache hat auch Auswirkungen auf die Hochzeit.

Das  Sexministerium  Innenministerium lehnte es gestern ab, zu sagen, wie sich die Wortwahl bei Hochzeitszeremonien ändert.

Paare, die in einem Standesamt heiraten, versprechen derzeit, sich einander als „meinen angetrauten Ehemann“ und „meine angetraute Ehefrau“ zu nehmen.

Wenn das Eherecht im Einklang mit dem Amtsschimmel reformiert wird, dann wird die standesamtliche Trauung von Paaren verlangen, sich einander als „meinen angetrauten Partner“ und „meine angetraute Partnerin“ zu nehmen.

Die Kirche von England erklärte: „Argumente, daß die ‚kirchliche Trauung‘ von der ‚Zivilehe‘ getrennt ist und sich davon unterscheidet, und von der aufgestellten Neudefinition nicht betroffen sein wird, mißverstehen die rechtliche Natur der Ehe in diesem Land.

Sie halten die Form der Zeremonie irrtümlich für die Institution selber.“

Die römisch-katholischen Bischöfe von England und Wales erklärten: „Es ist besorgniserregend, zu sehen, daß Kinder in diesem Konsultationspapier über die Ehe zu keinem Zeitpunkt erwähnt werden.“ (Anm.: Wie bitte? Homosexuelle lieben keine Kinder?)

Lynne Featherstone sagte gestern: „Ich glaube, wenn ein Paar einander liebt und das Leben zusammen verbringen will, sollten sie unabhängig von ihrem Geschlecht die Option einer bürgerlichen Ehe haben. (Anm.: Dann könnte Homosexuellen zuliebe doch die Scheidung abgeschafft werden, da das Eheversprechen sicherlich bis zum Tod gilt.)

Die Ehe ist ein Fest der Liebe und sollte für alle offen sein.“ (Anm.: Mit oder ohne Kondom?)

Morddrohungen gegen Abgeordneten, der die Ehe verteidigt

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David Burrowes

Letzte Nacht kam heraus, daß ein hochrangiger Abgeordneter, der die Institution der Ehe verteidigt, Morddrohungen und Haß-Mails erhalten hat.

Tory David Burrowes, ein Berater von Kabinettskanzlei-Ministerin (Cabinet Office minister) Francis Maude, sagte, ihm wurden auf sozialen Netzwerken wegen seiner Ablehnung der Schwulenehe Dutzende von einschüchternden E-Mails und Nachrichten geschickt.

David Burrowes, Christ und Vater von sechs Kindern, sah sich gezwungen, die Nachrichten an die Polizei weiterzugeben.

Er sagte, ihn würde die Intoleranz der Drohungen mehr beunruhigen als die tatsächliche Gefahr für sein Leben.

Doch der Abgeordnete für North London mußte sich Sicherheitsratschläge geben lassen, nachdem eine Internetseite Details seiner Reisepläne veröffentlichte und Aktivisten drängte, ihn zu konfrontieren.

„Seit ich zu diesem Thema das Wort ergriff, habe ich eine Flut von Morddrohungen und Haß-Mails erhalten“, sagte er der DAILY MAIL. „Aber ich mache mir mehr Sorgen wegen der Beschneidung der Meinungsfreiheit als wegen den Drohungen.

Dies ist ein Beispiel für Feindseligkeit und Haß, das zwischen Menschen mit unterschiedlichen Ansichten einen Keil treiben wird.“

David Burrowes sagte, Lehrer hätten ihm bereits anvertraut, daß sie befürchten, für die Schwulenehe Werbung machen zu müssen, wenn die Regierung die Gesetzesänderung durchdrückt.

In einem Artikel für die Internetseite Conservativehome erklärte David Burrowes, er fürchte, die Vorschläge würden zu „einer weiteren Aushöhlung der Meinungsfreiheit“ führen und fügte hinzu: „Ich kann die Intoleranz hinnehmen, die mir entgegengebracht wird, weil ich nicht nur die Ehe unterstütze, sondern wage, meine Meinung zum Thema zum Ausdruck zu bringen!

Ich bin jedoch besorgt wegen der Lehrerin, die, wenn sie ihren Glauben an die ‚traditionelle‘ Ehe erklärt, das Gefühl hat, daß eine Gesetzesänderung ihr Gewissen nötigt.“

Die Minister haben versucht, wütende Abgeordnete der Konservativen zu besänftigen, indem sie ihnen eine freie Abstimmung über die Frage anboten. (Anm.: So lange, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist.)

Hier finden Sie den Originalartikel, Don’t use the words husband and wife! Coalition’s same-sex wedding reforms would axe terms from official documents.


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