Skandal „Elm Guest House“: Zeitungsanzeige mit Code für Perverse

David Hencke und David Pallister über Pädo-Führer für Promis.

Termini technici
gay: schwul
homosexual: homosexuell

(Und Marc Dutroux hat heute seine Freilassung beantragt — die Menschenrechte gebieten, vorzeitig entlassen zu werden, egal was jemand anderen Menschen angetan hat.)

Die Internetseite EXARO deckte auf, daß den Tätern durch eine geschriebene Botschaft bewußt gewesen sein soll, daß Knaben zum sexuellen Mißbrauch angeboten wurden

Elm guest house scandal: Coded advert that gave signal to perverts
Früher das „Elm Guest House“, heute Wohnungen

Die investigative Internetseite EXARO enthüllte, daß Zeitungsanzeigen für das „Elm Guest House“ eine verschlüsselte Einladung für Pädophile enthielten.

Die Zeile „10% Rabatt für Mitglieder im Spartacus-Club“ soll eine Botschaft für die Täter gewesen sein, daß Knaben zum sexuellen Mißbrauch zur Verfügung standen.

Laut EXARO identifizieren von der Polizei im letzten Monat beschlagnahmte Dokumente auch einen Mann, der half, aus dem „Elm Guest House“ ein Pädo-Bordell zu machen, das angeblich von Abgeordneten und anderen Promis genutzt wurde.

Die Schlüsselperson, die die Co-Managerin Carole Kasir überredete, ein Paradies für homosexuelle Männer zu schaffen, um Sex mit Knaben zu haben, wird in den Papieren als Peter G. identifiziert, der zu einem verdeckten Pädophilennetz namens „Spartacus“ gehörte.

Der Beweis wirft für die hochrangigen Politiker und andere Promis, die das Gästehaus in Barnes im Südwesten von London laut den Dokumenten besuchten, ernsthafte Fragen auf.

Am vergangenen Wochenende deckten EXARO und THE SUNDAY PEOPLE in einer gemeinsamen Ermittlung auf, wie eine Aktivistengruppe der Konservativen das Gästehaus den Mitgliedern in einem Rundbrief „dringend empfahl“.

Letzten Monat wurden bei einer Polizeirazzia Unterlagen beschlagnahmt, die sich auf die Pension beziehen, darunter eine Liste mit angeblichen prominenten Besuchern.

Die Papiere deuten auch darauf hin, daß Carole Kasir im Jahr 1982 von zwei Männern überredet wurde, aus der Pension einen Ort für homosexuelle Männer zu machen.

Laut den Dokumenten stellten sie ihr damals Peter G. vor, zu dessen Aufgaben es gehörte, für Spartacus-Mitglieder ein Netzwerk aus Treffpunkten zu schaffen.

Anschließend erschienen in der Schwulenpresse Anzeigen, darunter das Magazin CAPITAL GAY, in denen das „Elm Guest House“ — mit dem „Rabatt“ für Spartacus-Mitglieder als Code — wegen seiner Sauna und seinem Videoraum beworben wurde.

SPARTACUS INTERNATIONAL, ein Schwulenführer, der Peter G. als kaufmännischen Leiter nannte, war der Mechanismus, mit dem der SPARTACUS CLUB Mitglieder fand.

Ein deutsches Unternehmen, das SPARTACUS INTERNATIONAL inzwischen übernommen hat, verwandelte es in einen respektablen Verlag für Schwulenführer. (Anm.: Die Spur führt nach Berlin — vielleicht können unsere Politiker durch ihre Erfahrung zur Aufklärung beitragen.)

Doch in den frühen 1980er Jahren wurden SPARTACUS CLUB und SPARTACUS INTERNATIONAL von John Stamford in Amsterdam geführt, ein ehemaliger katholischer Priester aus Lancashire, der nach Holland zog, nachdem er in England verurteilt wurde, per Post pornographisches Material verschickt zu haben. Berichten zufolge soll der Club 25.000 britische Mitglieder gehabt haben. (Anm.: Das klingt nach einer schönen glatten frisierten Zahl.)

Die Gruppe wurde nach dem Führer des römischen Sklavenaufstandes benannt, der seit langem ein Schwulenikone ist, vor allem wegen der Szene in Stanley Kubricks Film aus dem Jahr 1960, in der sich die Figur des Crassus, ein Senator, von seinem jungen Sklaven, Antoninus, baden läßt.

(Anm.: Exkurs: Die perfide, dekadente, moralrelativistische Badeszene:

Crassus: „Stiehlst du, Antoninus?“
Antoninus: „Nein, Herr.“
Crassus: „Lügst du?“
Antoninus: „Nicht, wenn ich es vermeiden kann.“
Crassus: „Hast du jemals die Götter beleidigt?“
Antoninus: „Nein, Herr.“
Crassus: „Zügelst du diese Laster aus Respekt vor den moralischen Tugenden?“
Antoninus: „Ja, Herr.“
Crassus: „Ißt du Austern?“
Antoninus: „Wenn ich sie bekommen kann, Herr.“
Crassus: „Ißt du Schnecken?“
Antoninus: „Nein, Herr.“
Crassus: „Betrachtest du es als moralisch, Austern zu essen, und Schnecken zu essen als unmoralisch?“
Antoninus: „Nein, Herr.“
Crassus: „Natürlich nicht. Es ist alles eine Frage des Geschmacks, nicht wahr?“
Antoninus: „Ja, Herr.“
Crassus: „Und Geschmack ist nicht das Gleiche wie Appetit und daher keine Frage der Moral, oder?“
Antoninus: „So könnte man es sehen, Herr.“
Crassus: „Das reicht. Meinen Bademantel, Antoninus! [steigt aus dem Wasser und läßt sich ankleiden] Mein Geschmack schließt sowohl Schnecken als auch Austern ein. [deutet auf am Flußufer vorbeiziehende Legionäre] Antoninus, schau. Am anderen Ufer des Flusses. Da ist etwas, das du dir ansehen mußt. Dort, mein Junge, befindet sich Rom! Die Macht, die Pracht, der Terror Roms.“

Ende des Exkurses.)

Stamford gab sich als libertärer Schwuler aus, setzte sich aber für die „Informationsbörse für Pädophile“ („Paedophile Information Exchange“) ein, ein Netzwerk, das für Sex mit Kindern warb.

Zwischen 1979 und 1985 veröffentlichte Stamford auch P.A.N. oder PAEDO ALERT NEWS, laut eigener Beschreibung ein „Magazin über Knabenliebe“.

Spartacus wurde im Jahr 1986 von der SUNDAY TIMES aufgedeckt. Verdeckten Reportern wurden in Manila zwei Knaben im Alter von 8 und 14 Jahren angeboten. Stamford wurde mit den Worten zitiert: „Wenn Sie diskret sind, kann ich Ihnen garantieren, daß Sie auf den Philippinen so viele Knaben bekommen, wie Sie wünschen.

Unsere Freunde werden es richten, und alles kostet Sie nur eine Mahlzeit für die Führer, und das Äquivalent von einem Pfund oder so für das Kind pro Nacht.“

Im Jahr 1995 starb Stamford im Alter von 56 in Belgien im Gefängnis an einem Herzinfarkt, kurz bevor er wegen einer Anklage wegen Kindersextourismus vor Gericht gestellt werden konnte. (Anm.: Hatte er keine Möglichkeit, sich von Marc Dutroux beraten zu lassen, was man besser nicht sagt?)

Carole Kasir beging im Jahr 1990 im Alter von 47 Jahren offensichtlich Suizid und starb an einer Überdosis Insulin.

Ihr Ehemann und Co-Manager des „Elm Guest House“, Haroon oder „Harry“, Kasir, arbeitet für eine Behindertenorganisation im Südwesten Londons.

Sein Haus wurde von Polizisten der „Operation Fernbridge“ durchsucht. Kasir wurde nicht verhaftet, es ist jedoch wahrscheinlich, daß er von der Polizei erneut befragt wird. Eine Stellungnahme gegenüber EXARO oder THE SUNDAY PEOPLE lehnte er ab.

Hier finden Sie den Originalartikel, Elm guest house scandal: Coded advert that gave signal to perverts.

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