Zusammenfassung: Das fehlende Glied der jüdischen europäischen Vorfahren: Eine Gegenüberstellung der Rheinland-Hypothese und der Chasaren-Hypothese

Eran Elhaik / Johns Hopkins School of Medicine über die Erfindung des jüdischen Volkes.

Termini technici
— Jewish European Ancestry: jüdische europäische Vorfahren
— Rhineland Hypotheses: Rheinland-Hypothese
— Khazarian Hypotheses: Chasaren-Hypothese

The Missing Link of Jewish European Ancestry: Contrasting the Rhineland and the Khazarian Hypotheses
(Anm.: Dieses Bild — hier in groß — diskutieren die Massenmedien nicht.)

Die Frage der jüdischen Abstammung ist mehr als zwei Jahrhunderte lang Gegenstand von Kontroversen gewesen und muß noch geklärt werden. Die „Rheinland-Hypothese“ stellt die osteuropäischen Juden als eine „isolierte Bevölkerung“ dar, die aus einer kleinen Gruppe von deutschen Juden entstand, die in Richtung Osten wanderten und schnell expandierten. Alternativ schlägt die „chasarische Hypothese“ vor, daß die osteuropäischen Juden von den Chasaren abstammen, eine Mischung aus türkischen Clans, die den Kaukasus in den ersten nachchristlichen Jahrhunderten besiedelten und im 8. Jahrhundert zum Judentum konvertierten. Mesopotamische und griechisch-römische Juden verstärkten das judaisierte Reich kontinuierlich bis ins 13. Jahrhundert. Nach dem Zusammenbruch ihres Reiches flohen die jüdischen Chasaren nach Osteuropa. Diese Beteiligung der jüdischen Chasaren erklärt daher den Aufstieg des europäischen Judentums. Bisher ist die Beteiligung der Chasaren jedoch nur empirisch geschätzt worden, da das Fehlen von genomweiten Daten aus den Populationen des Kaukasus die Prüfung der chasarischen Hypothese ausschloß. Die jüngst erfolgte Sequenzierung der modernen Populationen des Kaukasus veranlaßte uns, die Chasaren-Hypothese zu überprüfen und sie mit der Rheinland-Hypothese zu vergleichen. Um diese beiden Hypothesen zu vergleichen, wandten wir ein breites Spektrum genetischer Analysen der Bevölkerung an. Unsere Ergebnisse stützen die chasarische Hypothese und stellen das europäische jüdische Genom als ein Mosaik aus nahöstlich-kaukasischen, europäischen und semitischen Abstammungen dar und festigen damit frühere widersprüchliche Berichte über die jüdische Abstammung. Weiterhin beschreiben wir einen deutlichen Unterschied zwischen den kaukasischen Populationen, der durch die frühe Anwesenheit von Judäern im Süd- und Zentralkaukasus zu erklären ist. Unsere Ergebnisse haben bedeutende Auswirkungen für medizinische Studien und für die demographischen Kräfte, die die genetische Vielfalt im Kaukasus prägten.

Hier und hier finden Sie den Originalartikel, The Missing Link of Jewish European Ancestry: Contrasting the Rhineland and the Khazarian Hypotheses.

Hier, hier und hier finden Sie die Studie als PDF-Datei.


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