Zeitbombe „Elm Guest House“ London: Popstars, ein Bischof und ein Politiker stehen auf einer Liste, die die Polizei in den 1980er Jahren fand, als sie wegen Kindesmißbrauch ermittelte

Stephen Wright und Richard Pendlebury über Promi-Pädos in London.

Termini technici
gay: schwul
homosexual: homosexuell

Timebomb at Elm Guest House: Pop stars, a bishop and a top politician appear on a list seized by police investigating child abuse at the London hotel in the 1980s
Dunkle Geheimnisse: In den 1980er Jahren gab es im „Elm Guest House“ eine Razzia und die Besitzer wurden angeklagt, ein ordnungswidriges Haus zu betreiben

— Nachdem neue Informationen auftauchten, daß das Hotel einem Pädophilenring aus Promis als Treffpunkt diente, ermittelt die Polizei erneut

— Die ehemalige Miteigentümerin Carole Kasir soll eine Liste von hochkarätigen Besuchern haben

— Könnte dies die bisher größte Vertuschung des Establishments sein?

Peter Hatton-Bornshin beging sechs Tage nach seinem 28. Geburtstag Suizid. Er hatte eine Überdosis Codein genommen und erstickte. „Das tragische Ende eines tragischen Lebens“, faßte der Gerichtsmediziner die Fakten der Untersuchung zusammen.

Und wer hätte damals widersprochen? Peter war noch ein Baby, als sein Vater bei einem Unfall starb. Er wurde mit 13 Waise, als sich seine Mutter vor einen Zug warf. Sein Stiefvater übergab Peter und seinen ältereren Bruder dann den sozialen Diensten.

Und so landete Peter im Kinderheim „Grafton Close“, das vom Stadtrat von Richmond in South-West London betrieben wurde. Er war eine verlorene Seele.

Als sein Leben schließlich in einem möblierten Zimmer im Bezirk Kingston upon Thames endete, hinterließ er eine Notiz, die erklärte, daß er fürchtete, nicht imstande zu sein, seine Gewaltfantasien gegen Frauen zu kontrollieren, falls er am Leben bliebe.

Diese Persönlichkeitsstörung führte dazu, daß er kurz ein Patient der Nervenheilanstalt Broadmoor wurde. Sein zuständiger Sozialarbeiter sagte, daß Peters psychische Probleme teilweise eine Folge des Mißbrauchs waren, den er erlitten hatte, als er in der Obhut der örtlichen Behörden war, er ihn aber nicht als eine Gefahr für die Gesellschaft ansieht. Eine Zeile in seinem Abschiedsbrief schien sich darauf zu beziehen. Sie lautete: „Ich werde diese Bastarde kriegen.“ (Anm.: Ab jetzt lautet die Quizfrage „War es Suizid oder wurde er ermordet?“)

„Das tragische Ende eines tragischen Lebens“ ist hier aber noch nicht zu Ende.

Achtzehn Jahre nach seinem Tod nahm sich die Polizei den Fall Peter Hatton-Bornshin im Rahmen einer breiteren Ermittlung, die im letzten Monat begann, wieder vor, und untersucht Behauptungen, daß die Knaben aus dem Kinderheim „Grafton Close“ in den frühen achtziger Jahren einem Pädophilenring aus Promis zum Opfer fielen.

Wenn die historischen Vorwürfe, die im Mittelpunkt der „Operation Fernbridge“ stehen, bewiesen werden, würden sie einen sensationellen Sexskandal des Establishments der Neuzeit darstellen.

Es wäre die Aufdeckung von seit langem bestehenden Vorwürfen einer Vertuschung. (Anm.: Und was ist mit den sogenannten „D-Notices“, die die Aufdeckung sicher verhindern werden?)

Bei einer Razzia auf einem Grundstück im Zentrum von London, beschlagnahmten Polizisten im vergangenen Monat eine Liste mit Namen von hochkarätigen Besuchern des „Elm Guest House“ in Barnes, South-West London — eine schwulenfreundliche Einrichtung, in die minderjährige Strichjungen und Kinder aus dem Kinderheim „Grafton Close“ gebracht worden sein sollen, um mit erwachsenen Männern Sex zu haben.

Die Liste enthält eine Reihe hochrangiger Abgeordneter, einen hochrangigen Polizisten, einen führenden Tycoon, Personen von „Sinn Fein“ und der „Nationalen Front“, einen Beamten des königlichen Haushalts, einen MI5 Offizier, zwei Popstars, und den verräterischen Sowjetspion Anthony Blunt.

Cyril Smith, der verstorbene Abgeordnete der Liberalen für Rochdale, ist bereits als Stammgast der Pension genannt worden, wo er angeblich Teenie-Strichjungen traf, als das Schutzalter für Homosexualität 21 war. (Anm.: Cryil Smith steht auf Seite 54 in Zeile 2 — warum nennen Sie nicht einfach die Namen auf der kompletten Liste?)

Das Gästehaus ist auch mit einer nicht mehr existierenden Tory-Gruppe Verbindung gebracht worden, die Homosexuellenrechte förderte.

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Sexualstraftäter: Peter Righton war ein führender Berater für Kinderheime, als er wegen pornographischen Straftaten für schuldig befunden wurde

Polizisten von „Operation Fernbridge“ sollen auch fast zwei Dutzend Fotos auf der Spur sein, die angeblich vom Gästehausbesitzer gemacht wurden und die eine Reihe von Personen aus der Welt der Politik, der Unterhaltungsindustrie und der nationalen Sicherheit mit ihrem Etablissement in Verbindung bringen.

Einige Bilder sollen diese Männer in der Gesellschaft von minderjährigen Knaben zeigen. (Anm.: Na und? Viele Politiker sind in Gesellschaft minderjähriger Knaben zu sehen, in Berlin, in Hamburg, in Brüssel.)

Die Polizei begann im Oktober letzten Jahres, sich erneut für die Vorwürfe gegen das „Elm Guest House“ zu interessieren, als der Labour-Abgeordnete Tom Watson im Wahlkampf eine Untersuchung der politischen Verbindungen ein Peter Righton forderte, ein notorischer Pädophiler, der erstmals 20 Jahre zuvor aufgedeckt wurde. (Anm.: Gut zu wissen, daß Pädophile wahlkampfgeeignet sind.)

Im September 1992 bekannte sich Righton schuldig, in drei Anklagen obszönes Material — pädophile Schwulenpornos — importiert oder besessen zu haben, nachdem Zollbeamte in Dover zwei an ihn gerichtete Pakete abfingen.

Es war ein schmutziger Fall, der unter anderen Umständen vielleicht nur lokales Interesse ausgelöst hätte. (Anm.: Also großes Interesse in Pädophilenorganisationenen / Politik / Medien?)

Doch Righton, damals 66, war kein gewöhnlicher Sittenstrolch und Kinderschänder (child sex offender). Er war eine sehr hohe und geachtete Persönlichkeit auf dem Gebiet von Kinderheimen, und ein ehemaliger Wohlfahrtsberater der Kinderbehörde „National Children’s Bureau“, zu deren Schirmherren die damalige Gesundheitsministerin, Virginia Bottomley, gehörte.

Nach Rightons Verurteilung kam heraus, daß er ein Gründungsmitglied der „Informationsbörse für Pädophile“ („Paedophile Information Exchange“) war — eine Kontaktgruppe für Männer, die sich für Sex mit Kindern interessieren. Es wird angenommen, daß er nun tot ist.

Quellen in Westminster sagen, daß sich bei Tom Watson nach seiner Intervention im Parlament mehr als 200 Anrufer meldeten — viele davon mutmaßliche Mißbrauchsopfer von pädophilen Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens, die mit Righton in keinem Zusammenhang stehen. Der Abgeordnete reichte die Informationen an die Polizei weiter.

Die Polizei ist dabei, Rightons Verbindungen zu Persönlichkeiten der Thatcher-Regierung immer noch zu beurteilen.

Laut Verständnis der DAILY MAIL wurde bisher keine formelle Entscheidung getroffen, ob Watsons Behauptungen offiziell untersucht werden.

Allerdings hatte eine Person, die Tom Watson kontaktierte, spezifische Informationen über Knaben aus dem Kinderheim „Grafton Close“, die im „Elm Guest House“ mißbraucht wurden.

Im Jahr 1982 war Großbritannien für Schwule ein ganz anderer Ort als heute. Seit homosexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen entkriminalisiert wurden, sind nur 15 Jahre vergangen.

Schwule Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens bekannten sich dazu nicht freiwillig und die Orte, wo sie sich trafen, waren zwangsläufig diskret. Ein solcher Ort für Rendezvous war offenbar das „Elm Guest House“ in Rocks Lane, Barnes.

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Auf der Liste: Sowjetspion Anthony Blunt ist eine von vielen hochkarätigen Persönlichkeiten, die das „Elm Guest House“ angeblich besuchten

Es war nur wenige Meter vom „Barnes Common“ entfernt, damals und heute ein bekannter Tummelplatz für Schwule (gay cruising ground).

Das Gästehaus — geführt vom indischstämmigen Haroon Kasir und seiner deutschen Frau Carole — wurde in der Schwulenpresse jener Zeit offen als nichts Unheimlicheres beworben, als ein Ort, wo sich homosexuelle Männer treffen können.

Es gab eine Sauna mit „Videoanlage“ und ein Solarium.

Eine Publikation, die den Lesern das Gästehaus „dringend empfahl“, war der Rundbrief der „Konservativen Gruppe für homosexuelle Gleichheit“ („Conservative Group for Homosexual Equality“, CGHE). Im Juni 1982 gab es in einer Ausgabe eine Besprechung.

Die CGHE kämpfte dafür, die Volljährigkeit für Schwule (gay age of consent) auf 16 zu senken. (Anm.: Warum eigentlich? Wegen den überdurchschnittlich hohen Reifequotienten?)

Einer der Vorsitzenden war Ian Harvey, ein Staatssekretär für auswärtige Angelegenheiten, der die Regierung im Jahr 1958 verlassen mußte, nachdem er in einem Londoner Park beim Sex mit einem Coldstream Gardisten erwischt wurde. (Anm.: Er mochte vielleicht einfach die Bärenfellmütze.)

Andere Bewohner von Rocks Lane waren sich bewußt, daß das „Elm Guest House“ in der damals „dreckigen“ Gegend nicht wie die anderen kleinen Hotels war. Für manche war es ein Bordell.

Gestern erklärte uns ein anderer langjähriger Anwohner: „Es hatte einen gewissen Ruf. Jemand erzählte mir, daß seine Tochter nach Hause kam und im vorderen Raum, als sie an ihm vorbeiging, eine Menge nackter Männer sah.

Sie war sehr schockiert. Ich weiß nicht, ob sie dies bei der Polizei anzeigte. Ich nahm an, es war ein männliches Bordell.“

Die Frau, die nicht genannt werden wollte, wurde 1982 Zeugin einer Polizeirazzia, bei der die Kasirs und zwei weitere Personen verhaftet wurden. Einer der Verhafteten war ein 17jähriger Stricher, der sich als „Masseur des Hauses“ betätigte.

Nach unserem Versändnis war er ein Schauspieler im Teenageralter, der im Fernsehen in „Doctor Who“ zu sehen war, sowie auf der Bühne bei einer Hofsondervorstellung (Royal Command performance).

Der Jugendliche — dem pro Nacht mehr als 100 Pfund gezahlt wurde, wenn er im „Elm Guest House“ arbeitete — wurde zunächst angeklagt, beim Betrieb des Bordells zu assistieren. (Anm.: Wer sich anstrengt, findet auch seinen Namen heraus.)

Die Anklage wurde später fallengelassen. Sich dazu äußern, als ihn die DAILY MAIL diese Woche darauf ansprach, lehnte er ab.

Verdeckte Polizisten, die sich als Kunden ausgaben, waren einige Tage innerhalb des Anwesens, wobei Sie beobachteten, daß dort Sex-Partys stattfanden.

Als versehentlich der Polizeifunk aktiviert wurde, mußte eine geplante Razzia vorverlegt werden. Die Polizisten hatten gehofft, mehrere Dutzend Kunden und wer weiß, wie viele Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zu ergreifen, doch es waren weniger als zehn Kunden da, als die bloßgestellte Operation stattfand. (Anm.: Zufälle gibt’s.)

Die Kasirs wurden anschließend angeklagt, ein ordnungswidriges Haus zu betreiben. Im folgenden Jahr wurden sie zu einer Geldstrafe und Bewährungsstrafen verurteilt.

Alle anderen Anschuldigungen im Zusammenhang mit der Razzia wurden bis dahin fallengelassen.

Unserem Verständnis nach hatte sich die Polizei für das Gästehaus nicht nur interessiert, weil es ein Männerbordell war, sondern aus Sorge um einen minderjährigen Knaben unter der Adresse.

Zum Zeitpunkt der Razzia wurde das Kind aus den Räumlichkeiten entfernt und der Pflege der örtlichen Behörden übergeben.

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Regelmäßiger Gast: Der ehemalige liberale Abgeordnete Sir Cyril Smith wurde bereits als häufiger Besucher des Hauses genannt, wo er sich angeblich mit Strichern im Teenageralter traf

Wo wurde das Kind nach seiner Rettung also „sicher“ untergebracht? Im Kinderheim „Grafton Close“ in Hounslow, etwa acht Meilen entfernt.

Mehrere Persönlichkeiten, die im Mittelpunkt dieser Vorwürfe standen, sind nicht mehr am Leben. Eine von ihnen ist Carole Kasir, eine Diabetikerin, die im Jahr 1990 im Alter von 48 an einer Überdosis Insulin starb.

Kurz nach ihrem Tod forderte ein Kinderschützer vom „Landesverband junger Menschen in Pflegeheimen“ („National Association Of Young People In Care“, NAYPIC), die Ereignisse im „Elm Guest House“ strafrechtlich zu untersuchen.

Der Aktivist behauptete, daß ihm von Carole Kasir gesagt worden war, daß die Knaben aus einem Kinderheim geholt wurden — für Sex. Sie hatte ihm gesagt, daß sie von vielen Vertretern des Establishments in ihrem Hotel Fotos oder Videos hätte, darunter ein Bischof.

Ein Foto zeigte angeblich einen ehemaligen Minister mit einem nackten Knaben in einer Sauna.

Der gleiche Aktivist erklärte uns diese Woche, daß er nicht ausführlich sprechen könnte, weil ihn die Polizei befragen wollte.

Er behauptete jedoch, daß er von 11 Knaben aus dem Kinderheim „Grafton Close“ wußte, die im „Elm Guest House“ mißbraucht wurden.

Er fügte hinzu: „Carole Kasir hatten Logbücher, Namen, Zeiten, Termine, sogar Bilder von Leuten, die im ‚Elm Guest House‘ ein und aus gingen. Ihr Haus wurde in den achtziger Jahren durchsucht.

Die Polizei sagt, daß es die örtliche Polizeistelle war, aber ich weiß, daß es die Sonderabteilung (Special Branch) war. Die Beweise — wer das ‚Elm Guest House‘ besuchte — existieren nicht mehr.

Ich lasse die Menschen ihre eigenen Schlüsse ziehen, aber Carole Kasir wurde ohne Anklage drei Tage festgehalten — bei einer nullachtfünfzehn Sitten-Razzia wird so etwas nicht gemacht. Da gab es mehr als das.“

Er fügte hinzu: „In der Wohnung wurden Knaben gefunden, doch sie wurden immer nur als Zeugen des Bordells befragt, nie als Mißbrauchsopfer.

Ich werde nicht mehr sagen, da ich nicht riskieren will, diese Untersuchung zu beeinträchtigen — die Polizei scheint endlich das Richtige zu tun.“

Die gleichen Vorwürfe wurden mehrere Jahre von Mary Moss verfolgt, eine ehemalige Kollegin des Aktivisten des jetzt nicht mehr bestehenden Verbandes NAYPIC.

Mary Moss ist eindeutig eine zerrissene Seele, die auf ihrer Blogseite behauptet, daß auch sie als Kind mißbraucht wurde.

In anderen Veröffentlichungen im Internet, die offenbar von ihr geschrieben wurden, beschrieb sie ein Treffen mit Carole Kasir. „Sie sagte mir, sie würde ein Hotel betreiben und hätte einige fantastische Partys.

Ja, dort gab es prominente Leute, aber, hey, das war ein schöner Vorort und es war ihr Geschäft … aber es war in dieser Nacht, als die Polizei die Razzia machte, als sie so dumm war, zu denken, daß es nur Schwulenbashing wäre, was ihr die Augen für das, was direkt vor ihrer Nase geschah, in den kommenden Jahren öffnete.“

Mary Moss glaubt, daß Carole Kasir ermordet wurde, um zu vertuschen, welche berühmten Leute ihr Bordell benutzt hatten.

Die Polizei, die nun die Vorwürfe der Pädophilie in Rocks Lane untersucht, befindet sich mit Mary Moss in einen langwierigen Dialog, was dazu führte, daß in ihrem Haus in London im letzten Monat ein Durchsuchungsbefehl vollstreckt wurde. Es gibt keine Hinweise, daß sie in irgendwelche Delikte verstrickt war. (Anm.: Nach dem Seemannsgarn, das hier gesponnen wird, bleibt zu hoffen, daß Mary Moss nach der Suche nach Material, das Politiker belasten könnte, in naher Zukunft nicht zufällig ertrinkt — wenn ich als Lebensversicherung Politikergeheimnisse verbreiten müßte, würde ich mir jedenfalls keine Journalisten aussuchen, denen ich Umschläge zuschicke, sondern ein Dutzend Blogseiten anlegen, das Material speichern und einen Veröffentlichungstermin in der Zukunft wählen, damit im Falle eines „Unfalls“ das belastende Material samt einem Hinweis, daß ich leider tot bin, veröffentlicht wird.)

Was ist also die Wahrheit über das „Elm Guest House“ und das Kinderheim „Grafton Close“, die beide seit langem geschlossen sind?

Die Feuerprobe für die Polizisten der „Operation Fernbridge“ ist, ob es jetzt — wie bei der Jimmy Savile-Untersuchung wegen Kindesmißbrauch — eine „Lawine“ von glaubwürdigen Zeugen und Opfern gibt, die von dieser neuen Untersuchung ermutigt werden, sich endlich zu entlasten, nachdem sie diese schrecklichen Geheimnisse über Jahre mit sich schleppten.

Die Polizei braucht mehrere Opfer, die die gleichen Geschichten erzählen, um einen Fall anzulegen. (Anm.: Ein interessantes Rechtsprinzip, das auch bei Falschparken angewandt werden sollte.)

Die Auswirkungen der Savile-Enthüllungen zeigen, daß es erneut Interesse an historischen Vorwürfen wegen Kindesmißbrauch gegen berühmte Persönlichkeiten gibt. Und die Polizei will nicht, daß ihr vorgeworfen wird, wieder nichts zu tun. (Anm.: Gibt es auf der Welt irgendwo einen einzigen Beamten, dem man vorwerfen könnte, nichts zu tun?)

Wir haben im Fall von Lord McAlpine gesehen, was passieren kann, wenn sich eine scheinbar politisch motivierte Hexenjagd auf einen unschuldigen Mann einschießt. (Anm.: Der Lord McAlpine aus Großbritanniens Pädophilenring, der für seine Bildersammlung berühmt war?)

Es gibt aber einen anderen, längerfristigen menschlichen Preis. Der Mißbrauchte kann in einem ewigen Zyklus zum Täter werden. Ein solcher Fall war womöglich die tragische Figur des Peter Hatton-Bornshin.

Bei seiner Untersuchung, zahlte der Leichenbeschauer Hommage an ihn mit den Worten: „Es ist klar, daß er beschlossen hatte, anderen Menschen keine Ängste oder Trauer zu bereiten, indem er sein eigenes Leben nahm.“

Doch drehten sich Peters traumatische „Fantasien“ wirklich um Frauen?

Ein Kinderschützer erklärte uns diese Woche: „Peter war in den siebziger Jahren ein Opfer im ‚Elm Guest House‘ — doch zu der Zeit, als ich in den achtziger Jahren von ihm wußte, war er ein Kinderschänder.

Sein Vertrauen fiel seinen Peinigern zum Opfer, als er noch Kind war (He had been groomed as a child), doch irgendwann überschritt er eine Grenze: als Erwachsener organisierte er den Mißbrauch von Kindern. Mitte der 1980er-Jahre drängten wir auf seine Festnahme. Wir behandelten ihn nicht mehr als Opfer.“

Hier finden Sie den Originalartikel, Timebomb at Elm Guest House: Pop stars, a bishop and a top politician appear on a list seized by police investigating child abuse at the London hotel in the 1980s.

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