Israel: Äthiopischen Frauen wurden Verhütungsmittel gespritzt

Talila Nesher über das israelische Programm zur Abwicklung ethnischer Konkurrenz.

Termini technici
HMO, Health Maintenance Organization: Krankenversicherung mit Vertragsärzten

Der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums weist alle Kassen-Gynäkologen in Israels vier HMO-Krankenversicherungsorganisationen an, Frauen nicht das langwirkende Kontrazeptivum Depo-Provera zu spritzen, wenn sie die Auswirkungen der Behandlung nicht verstehen.

Israel admits Ethiopian women were given birth control shots
Mitglieder des Falashmura-Gemeinde in Äthiopien warten darauf, nach Israel zu emigrieren. Photo: Anshel Pfeffer

Ein Regierungsvertreter hat erstmals die Praxis anerkannt, Frauen äthiopischer Herkunft das langwirkende Verhütungsmittel Depo-Provera zu spritzen.

Prof. Ron Gamzu, Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, hat die vier HMO-Krankenversicherungsorganisationen angewiesen, die selbstverständliche Praxis zu stoppen.

Das Ministerium und andere staatlichen Stellen hatten zuvor bestritten, von der Praxis, über die vor fünf Jahren zum ersten Mal berichtet wurde, zu wissen oder dafür verantwortlich zu sein.

Gamzus Brief weist alle Kassen-Gynäkologen an, „Rezepte für Depo-Provera für Frauen äthiopischer Herkunft nicht zu erneuern, wenn es aus irgendeinem Grund Bedenken gibt, daß sie die Auswirkungen der Behandlung vielleicht nicht verstehen.“

Er wies die Ärzte auch an, wenn es nötig ist, Übersetzer in Anspruch zu nehmen.

Gamzus Brief war die Reaktion auf einen Brief von Sharona Eliahu-Chai vom „Bürgerrechtsverband Israel“ („Association of Civil Rights in Israel“), der mehrere Frauenrechtsgruppen und Gruppen äthiopischer Einwanderer repräsentiert. Der Brief forderte, die Injektionen sofort einzustellen und die Praxis zu untersuchen.

Vor etwa sechs Wochen enthüllte der Journalist Gal Gabbay in einer Sendung im Bildungsfernsehen die Ergebnisse von Interviews mit 35 äthiopischen Einwanderern, wobei die Aussagen der Frauen bei der Erklärung helfen könnten, weshalb die Geburtenrate von Israels äthiopischer Gemeinde in den letzten 10 Jahren um fast 50 Prozent zurückging. Laut der Sendung wurden die Frauen, während sie noch im Durchgangslager in Äthiopien waren, manchmal bedroht oder eingeschüchtert, die Spritzen zu nehmen. „Sie erklärten uns, daß sie Impfungen waren“, sagte eine der interviewten Frauen. „Sie sagten uns, daß Menschen, die häufig Kinder zur Welt bringen, leiden. Wir nahmen es alle drei Monate. Wir sagten, wir wollten es nicht.“

Hier finden Sie den Originalartikel, Israel admits Ethiopian women were given birth control shots.

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