MKULTRA-Opfer: Vorlesung von Carol Rutz an der Universität von Indiana im November 2003

Carol Rutz über ihre Zeit als CIA-Eigentum.

Es müssen nicht nur Vorkehrungen getroffen werden, um die Operationen vor der Aufdeckung durch feindliche Kräften zu schützen, sondern auch, um diese Aktivitäten vor der amerikanischen Öffentlichkeit zu verbergen. Das Wissen, daß die Agentur unethische und illegale Aktivitäten betreibt, hätte auf politische und diplomatische Kreise schwerwiegende Auswirkungen und würde sich nachteilig auf die Erfüllung ihrer Mission auswirken.

CIA Generalinspekteur über die Vorteile der Erforschung der Bewußtseinskontrolle

Was ich heute beabsichtige, ist, Sie offener und skeptischer zu machen — damit Sie das Unglaubliche sehen und wissen, daß die Realität darin weiter existieren kann. Indem ich Ihnen meine persönliche Geschichte mitteile, in Verbindung mit dokumentierten Fakten, hoffe ich, Ihr Weltbild zu verändern.

Robert Kennedy sagte:

„Die menschliche Geschichte besteht aus zahllosen Taten des Muts und des Glaubens. Jedes Mal, wenn ein Mensch für seine Ideale einsteht, oder etwas tut, um das Leben anderer zu verbessern, oder sich gegen Ungerechtigkeit erhebt, entsteht eine winzige Welle der Hoffnung, und wenn diese Wellen von Millionen Quellen der Kraft und des Muts aufeinander treffen, werden sie zu einer Strömung, die die mächtigsten Mauern der Unterdrückung und des Widerstands niederreißen kann.“

Das ist der Grund, warum ich dieses Buch, „A Nation Betrayed“, schrieb, und einen Teil meines Lebens dieser Arbeit widme. Indem ich den Mißbrauch von Macht aufdecke, der während des Kalten Krieges stattfand, gebe ich unzähligen Opfern eine Stimme.

Ich glaube, die politische Situation der 50er und 60er Jahre — der paranoide Antikommunismus — war ein wichtiger Faktor für die Menschenrechtsverletzungen. Nach unserem Einsatz der Atombombe in Hiroshima, zündeten die Sowjets 1949 ihre eigene Testbombe. Viele Amerikaner glaubten, die Sowjetunion wollte uns erobern. Die Machthaber nutzten diese Angst vor der Auslöschung, um die finanziellen Mittel ins Grenzenlose auszudehnen — und die Macht der Geheimhaltung, die „nationale Sicherheit“, um den „Kommunismus zu bekämpfen“.

Kombinieren Sie dies mit den in die USA gebrachten Nazi-Ärzten und -Wissenschaftlern, die während des Zweiten Weltkriegs an biologischen und chemische Forschungsprojekten teilnahmen, und Sie haben eine tödliche Mischung. In Edgewood Arsenal in Maryland führte das Chemie-Korps der Armee an mehr als 7000 amerikanischen Soldaten Experimente durch und benutzte dabei Auschwitz-Dokumente als Leitfaden.

Deren medizinisches Forschungslabor wurde im Jahr 1954 mit einer Fülle von hoch qualifiziertem Personal besetzt. 130 wissenschaftliche sowie 117 zivile Mitarbeiter, darunter zahlreiche Doktoren führender Universitäten: Harvard Medical College, Cambridge, Duke, Johns Hopkins University, die Universitäten von München, Pennsylvania, Princeton, Berlin, Columbia, Cornell und Stanford. Zusätzlich zu ihren eigenen ausgewählten Mitarbeitern hatten die medizinischen Labore ständigen Input aus dem privaten Sektor der medizinischen Forschung, und zwar in Form von vertraglichen Vereinbarungen, chemischen und medizinischen Beiräten, Wirtschaftskontakten und veröffentlichter Literatur.

Im Jahr 1994 deckte ein Unterausschuß des Kongresses auf, daß durch geheime Tests der Verteidigung zwischen 1940 und 1974 bis zu 500.000 Amerikaner gefährdet wurden. Dazu gehörten verdeckte Experimente mit radioaktiven Stoffen, Senfgas, LSD und biologischen Mitteln.

Nach 9/11 und dem Tod von 3000 Menschen kam es zum „Gesetz zur Stärkung und Einigung Amerikas durch Bereitstellung geeigneter Instrumente, um Terrorismus aufzuhalten und zu blockieren“ („Uniting and Strengthening America by Providing Appropriate Tools Required to Interceptand Obstruct Terrorism Act“, USA PATRIOT Act). Der „Terrorismus“ hat den „Kommunismus“ als Bedrohung abgelöst. Aus Angst vor diesem Terrorismus scheint die amerikanische Öffentlichkeit nun bereit zu sein, viele der Rechte, für die ihre Vorfahren kämpften, aufzugeben. Ich hoffe, daß Ihnen meine Geschichte — die ich in meiner Kindheit erlebte — das Grauen verständlich macht. Die Geschichte darf sich nicht wiederholen. Wir können nicht zulassen, daß Angst als ein Werkzeug verwendet wird, um uns zu manipulieren.

Ich habe Experimente zur Bewußtseinskontrolle erlebt, die unter dem MKULTRA-Programm der CIA durchgeführt wurden. MKULTRA wurde 1953 als Antwort auf die sowjetischen und chinesischen Gehirnwäsche- und Verhörmethoden geschaffen und bestand aus 149 Teilprojekten in mindestens 80 Institutionen, darunter Krankenhäuser und Universitäten. Der Direktor der Central Intelligence Agency, Stansfield Turner, erklärte 1977, daß das Programm initiiert wurde, weil die Agentur damit konfrontiert war, „zu einer Zeit den Stand der Technik der Verhaltensmodifikation zu erlernen, als die US-Regierung über das unerklärliche Verhalten von Personen hinter dem ‚Eisernen Vorhang‘ und amerikanischen Kriegsgefangenen besorgt war, die einer sogenannten Gehirnwäsche ausgesetz waren“.

Jetzt kurz zu meiner Vergangenheit. Ich habe DIS, eine dissoziative Identitätsstörung, was auch als multiple Persönlichkeitsstörung bekannt war. Die Medien haben „Multiple“ manchmal so dargestellt, daß wir entweder Verrückte, Mörder oder Sexfurien sind. Ich kann Ihnen versichern, ich bin nichts davon. Während ich rede werden mir keine Hörner wachsen und mein Kopf wird sich nicht nach hinten drehen. Es könnte aber sein, daß einiges von dem Material, das ich präsentiere, sehr schwierig anzuhören ist. Wenn Sie aus Sorge um sich selbst und der Gefühle wegen, die dieses Material weckt, gehen müssen, dann habe ich dafür Verständnis.

In meiner Familie wurde Pädophilie von Generation zu Generation weitergegeben. Ich war ein Baby in Windeln, als mein Vater anfing, mich sexuell zu mißbrauchen. Ich war zwei Jahre alt, als mein Verstand das Bedürfnis hatte, meine erste Persönlichkeit zu schaffen, oder die „Andere“ (alter), wie ich sie nennen werde, um mit dem Trauma des fortgesetzten Mißbrauchs durch ihn und andere Familienmitglieder fertig zu werden. Eine „Andere“ zu schaffen erzeugt auch eine amnestische Barriere — was diese Erlebnisse von meiner bewußten Erinnerung vollständig trennt. Als meine Familie aus Europa auswanderte, brachte sie auch okkulte Praktiken mit, die sie durch Katholizismus tarnte. Vor meinem dritten Geburtstag führte das Trauma eines Initiationsrituals einer satanischen Sekte dazu, daß eine weitere Persönlichkeit geschaffen wurde.

Ab dann wurde es zum Standardverfahren. Abkoppelung wurde für mich zu einer Lebensweise, um schweren und anhaltenden Mißbrauch zu bewältigen. Ich hatte darüber keine Kontrolle. Mein Bewußtsein blieb dadurch bei Verstand (sane), während um mich herum alles völlig verrückt und außer Kontrolle war.

Bis vor 12 Jahren blieben meine „Anderen“ vor mir verborgen. Den meisten Mißbrauchsopfern sind während ihrer Kindheit normale menschliche Beziehungen versperrt. Wir neigen dazu, uns zu isolieren, zurückzuziehen, und suchen nur die Gesellschaft, die wir kennen, nicht die, die uns hilft, zu sehen, was „normal“ wirklich ist. Erst nach dem Tod meines Vaters waren einige Teile von mir — meine „Anderen“ oder Persönlichkeiten — frei, um den Heilungsprozess zu beginnen.

Bevor meine Erinnerungen zurückkehrten — bevor die amnestische Barriere abgebaut wurde –, wurde ich an einen Mann verheiratet, der meinem Vater nicht unähnlich war und der mich emotional, körperlich und sexuell mißbrauchte. Nach 18 Jahren und drei Kindern konnte ich mich endlich von dieser Beziehung lösen. Eine anspruchsvolle Arbeit im Management, die die meiste meiner Zeit und Energie verbrauchte, ließ mir wenig Zeit für etwas anderes als das Überleben. Überleben war das, was ich gewohnt war.

1987 begegnete und heiratete ich glücklicherweise den Mann, der mich auf meiner sehr schweren Reise der Heilung unterstützt hat. Nach 4 Jahren Ehe fühlte ich mich sicher und zum ersten Mal in meinem Leben akzeptiert. Mein Unterbewusstsein erlaubte meinen Geheimnissen, durch Rückblenden, Abreaktionen und körperlichen Erinnerungen an die Oberfläche zu kommen. Ich landete in einer posttraumatischen Belastungsstörung, voll ausgewachsen, wie bei Soldaten oder Frauen, die die Schrecken des Krieges erleben, bei denen etwas Alltägliches der Auslöser sein kann. Viele von ihnen erleben Rückblenden und finden sich auf dem Schlachtfeld wieder — sie sitzen nicht mit ihrer Familie in ihrem Wohnzimmer. Das Gleiche passiert Multiplen, wenn sie anfangen, sich ihrer Erlebnisse bewußt zu werden.

Die Abreaktion

Das Gehirn ist so etwas wie eine Schallplatte, es zeichnet die ursprünglichen Geschehnisse auf. Bei einer dissoziativen Identitätsstörung wird die Amnesie für das traumatische Ereignis geschaffen, damit das junge Kind bei Verstand bleibt. Wenn die amnestischen Barrieren beseitigt sind, ist es, wie wenn die Nadel wieder auf die Spur der Platte gesetzt wird, wo die ursprüngliche Erinnerung gespeichert ist. Es wird so wiederholt wie es geschah.

Zu meinen Erinnerungen zählen Inzest, ritueller Mißbrauch und Regierungsexperimente. Wie werden die schrecklichen Erlebnisse, in einem generationsübergreifenden Sektenkult (cult) aufzuwachsen, verstanden und wie wird darüber gesprochen, ganz zu schweigen davon, als Kind von unserer Regierung als Versuchskaninchen eingezogen zu werden?

Als die ersten schrecklichen Erinnerungen zurückkehrten, fragte ich mich viele Dinge. Wie geht es, daß Menschen in meinem Körper leben? Wie konnten viele der Dinge, an die ich mich erinnerte, passieren, und wie soll ich sie verstehen? Wenn ich als Multiple mit dem Leben zurechtkommen wollte, hatte ich scheinbar keine Wahl — ich mußte Hilfe suchen.

Mit Hilfe eines qualifizierten Therapeuten stand ich vor der ersten grausigen Entdeckung, die alle Multiplen machen — ihr ganzes Leben war eine Lüge. Zumindest das, was sie für ihr Leben hielten. Wie akzeptieren Sie die Lügen — den Verrat –, den totalen Zusammenbruch Ihrer Wirklichkeit? Ich wußte, ich war verrückt — ich mußte verrückt sein. Das war zum Glück nicht der Fall, und indem ich das Puzzle meines Lebens zusammensetzte, begann meine Heilung — indem ich jeder einzelnen „Anderen“ erlaubte, ihre Geschichte zu erzählen. Mein Therapeut ermutigte mich von Anfang an, Buch zu führen. Im Laufe der Woche erlaubte ich meinen „Anderen“, die Einzelheiten ihres Mißbrauchs zu schreiben und zu malen. Ich habe mich einfach hingesetzt und all den Personen die Kontrolle gegeben, die sprechen mußten. Dies war der Beginn eines der wichtigsten Dinge, die ich für die Heilung für notwendig hielt — meine Stimme zu finden. Indem ich die Stimme fand, die mir als Kind genommen wurde, konnte ich durch die inneren Barrieren brechen und die Teile erreichen, in denen die Wahrheit über die Erlebnisse ruhte. Die andere Sache, die mir dadurch erlaubt wurde, war, meine Erfahrungen zu bestätigen.

In jenen frühen Tagen, als ich die Bruchstücke meines Lebens auf den Seiten meines Buches festhielt, hatte ich die ganze Zeit Angst, rund um die Uhr. Ich hatte Erinnerungen, Rückblenden und Albträume, die mich überfluteten. Das größte Hindernis, das ich überwinden mußte, bevor wirklich gearbeitet werden konnte, war meine Angst. Ich hatte Angst, mich zu erinnern und ich hatte Angst, mich nicht zu erinnern. Ich hatte Angst, der Sektenkult würde irgendwie wissen, daß ich rede und jemanden schicken, um mich auszulöschen. Ich hatte Angst, daß die Erinnerungen wirklich wahr wären. Ich hatte Angst, daß ich eine Lügnerin wäre und aus irgendeinem Grund alles nur erfinde. Schließlich akzeptierte ich es und wußte, daß ich, egal was es war, das Schlimmste schon durchlebt hatte. Sich an diese Erlebnisse zu erinnern, sie zu verstehen, zu fühlen und sie aufzunehmen, war der Weg, auf dem ich meine „Anderen“ langsam integrierte.

Die Angst zehrte mich so lange auf, bis ich endlich los ließ — und zuließ, daß die Details meines Lebens den Weg aus meinem Kopf auf das Papier fanden und dann in der Therapie aus meinen Mund. Ich fand, der einzige Weg durch die Angst war, zuzulassen, daß meine „Anderen“ endlich eine Stimme haben und die Wahrheit sagen. Meine „Anderen“ fanden Malen und Zeichnen perfekt geeignet, um aufgenommene Szenen auszudrücken — Gesichter, Orte, Gebäude, Zeremonien. Ich wußte nie, was gerade gemalt oder gezeichnet wurde, ich ließ meinen „Anderen“ freien Lauf. Jahre später, als mir eine Übereinstimmung mit echten Menschen und Orten gelang, war die Bestätigung übermächtig und half mir, zu verstehen, was wirklich mit mir geschah.

Ich denke, es ist wichtig, für Sie zu dokumentieren, wie das Muster der Experimente an Kindern aussieht, die es zu der Zeit gab, als ich ein Teil der Regierungsexperimente zur Bewußtseinskontrolle war.

Experimente an Kindern

„Fernald School“ — In den 1940er und 1950er Jahren wurden Knaben an der „Fernald School“ in Massachusetts mit radioaktiven Cerealien ernährt.

Eltern und Kindern wurde einfach erklärt, sie würden eine Nahrung bekommen, die reich an Eisen ist. Laut mündlicher Aussage vor dem „Beratenden Ausschuß des Präsidenten für Strahlenexposition an Menschen“ („President’s Advisory Committee on Human Radiation“) wurde ihnen gesagt, sie würden zum Wissenschaftsclub (Science Club) gehören, damit sie sich für etwas Besonderes halten, und dann wurden sie an den „MIT Faculty Club“ gebracht, wo es leichter war, sie zu kontrollieren. Ein Forscher erklärte: „Es wäre schön, etwas für sie zu tun, weil diese Kinder beteiligt sind, wir mußten sie impfen [mit Nadeln], und sie mußten eine Mahlzeit zu sich nehmen, jeden noch so kleinen Tropfen davon, denn man wollte sicher sein, daß sie 100 Prozent der Radioaktivität bekamen — wäre es nicht schön, etwas für sie tun?“

„Willowbrook State School“ — In den 1950er und 1960er Jahren führte Dr. Saul Krugman von der Universität New York an geistig Schwerstbehinderten Hepatitisstudien durch.

Er infizierte neu angekommene Kinder im Alter zwischen drei und elf Jahren systematisch mit Stämmen des Virus, das aus dem Kot von Willowbrook-Patienten mit Hepatitis entnommen wurde. Dies geschah, um die Geschichte, die Auswirkungen und den Verlauf der Krankheit zu studieren. Franz Ingelfinger, der spätere Herausgeber des NEW ENGLAND JOURNAL OF MEDICINE erklärte: „Die Patienten selbst haben davon profitiert, für eine Krankheit, deren Wesen im Grunde unbekannt ist, an einer sorgfältig überwachten Studie teilnehmen zu dürfen und die beste fachmännische Aufmerksamkeit zu erhalten. … Es ist viel besser, wenn ein Patient, der versehentlich oder absichtlich Hepatitis bekam, unter der Leitung eines Krugman steht, als unter der Obhut eines rechten Eiferers.“ (Anm.: Siehe SÜDDEUTSCHE ZEITUNG: „Menschenversuche in der Demokratie“)

Nasale Radiumbestrahlung — Von 1948-1954 waren in den öffentlichen Schulen von Baltimore 582 Drittklässler Teil eines Experiments, das die „Johns Hopkins Universiy“ durchführte, um die Auswirkungen einer nasalen Radiumbestrahlung zu testen.

Obwohl früher feststellt wurde, daß diese Kinder das höchste Krebssterblichkeitsrisiko unter allen je von der Bundesregierung untersuchten Experimenten aufwiesen, bei denen die Menschen noch am Leben waren und denen eine medizinische Bekanntmachung und Folgemaßnahmen möglicherweise geholfen hätte, folgte seitens der Bundesregierung weder eine Bekanntmachung noch eine Maßnahme.

Die pränatale Ambulanz des „Vanderbilt University Hospital“ — Von 1945-49 wurden dort 829 Frauen aufgefordert, etwas zu trinken, das gut für ihre Föten wäre.

Die Getränke enthielten in Wirklichkeit unterschiedliche Mengen von radioaktivem Eisen. Innerhalb einer Stunde gelangte der Stoff in die Plazenta und zirkulierte im Blut ihrer ungeborenen Föten. In einer Studie der sechziger Jahre entdeckten Wissenschaftler unter Kindern, die einer pränatalen Strahlung ausgesetzt wurden, vier tödliche Tumore — in der nicht-exponierten Gruppe konnten keine Krebserkrankungen festgestellt werden. (Anm.: Sie werden trotzdem immer auf den Rat Ihrer Regierung hören und bei jeder Rindviehgrippe-Warnung zur Schutzimpfung gehen, vorsichtshalber, richtig?)

Ein „District Training School“ genannter Abschnitt des „D.C. Children’s Center“ in Laurel — In den 1960ern wurden behinderte Kinder als menschliche Versuchskaninchen für die private Industrie und die Regierung benutzt.

Zu den Experimenten gehörte die Prüfung von NeoBazine, eine Diät-Pille, die gemeinhin als „Regenbogen-Pillen“ bezeichnet wurden. Sie enthielten Thyroxin, das Zittern, Nervosität, Schlaflosigkeit und Herzrasen verursacht. Es wurde auf seine Sicherheit und Effizienz getestet. Die Behörde zur Lebensmittelüberwachung und Arzneimittelzulassung „FDA“ („Food and Drug Administration“) befand im Oktober 1964, daß das Medikament nicht sicher ist. Im Jahr 1962 wurden die Kinder wieder benutzt, um ein Arzneimittel für Hautkrankheiten zu testen, das die Ärzte dringend im Verdacht hatten, schwerwiegende Nebenwirkungen auf die menschliche Leber zu verursachen. Mehr als die Hälfte der Kinder erlitt Leberfunktionsstörungen. Acht wurden von der Intensivstation des „D.C. General Hospital“ aufgenommen. Im selben Jahr wurden 17 Kinder vom „Laurel Center“ benutzt, um den Schilddrüsenhormonstoffwechsel bei Kindern zu untersuchen. Den Kindern wurde Thyroxin injiziert, das mit radioaktivem Jod gemischt war, damit die Ärzte die Prozesse im Körper verfolgen können. (Anm.: Zur Größe des „Children’s Center“ fand ich diese Angabe: „The Children’s Center has a rated capacity of 1,260 mentally retarded residents at the District Training School.“)

Wie Sie sehen, läßt sich ein klares Muster erkennen, unschuldige Kinder zu verwenden, die keine Möglichkeit hatten, sich zu schützen.

Peter Lewis erfuhr nach dem Tod seines Adoptivvaters, der in der medizinischen Forschungseinrichtung „Army Medical Research“ gedient hatte, daß biomedizinische Experimente an ihm durchgeführt wurden. Peter und seine Schwester Carol wurden in den frühen 1950er Jahren aus Deutschland adoptiert. Seine Adoptivmutter erzählte ihm, daß er für 1.000 Dollar gekauft wurde und daß er der Armee gehörte. Er bekam sogar eine Erkennungsmarke. Laut Peter sagte sein Adoptivvater seiner Mutter: „Er ist dein Projekt.“ Peter schrieb auch, daß sie zugab, daß ihnen eine Substanz der Ärzte vom „Walter Reed Militärkrankenhaus“ in ihre Frühstücksflocken getan wurde und daß, wenn sie dies wegen dem Geschmack nicht essen wollten, sie unbarmherzig geschlagen wurden. Es gab Gelegenheiten, bei denen seine Arme und Oberschenkel mit sehr schmerzhaften Furunkeln bedeckt waren. Ich frage mich, ob das nicht von der Strahlenschädigung kam, wie auf der „Fernald School“ für geistig Behinderte, wo sie ihnen radioaktive Cerealien gaben. Peters Mutter sagte: „Ich tat meine Pflicht.“

Sie gab Peter angeblich Pillen vom „Walter Reed Militärkrankenhaus“, die Halluzinationen und Albträume verursachten. Da die MKULTRA-Experimente LSD beinhalteten, gehe ich davon aus, daß die Substanz wahrscheinlich das war. Ich denke, wenn wir uns den Fall der vier Kinder aus New Jersey ansehen, der in der vergangenen Woche Schlagzeilen machte, dann verstehen wir, daß alles möglich ist, erst recht mit den Worten „Es ist gut für die nationale Sicherheit“. Die Adoptiveltern aus New Jersey ließen ihre Kinder angeblich systematisch verhungern, während das System durchaus Informationen über das Elend hatte und nichts tat.

Peter sagte: „Nach meinem Verständnis waren die Experimente der alleinige Zweck meiner Adoption. Wir haben Dokumente und Krankenhauspapiere, die dies untermauern. Seit dem Tod meines Vaters konnten wir alles durchgehen und Dokumente, Papiere und Fotografien finden. Das sind militärische Fotografien, die er vernichten sollte, er brachte aber einige nach Hause und hat nicht alles vernichtet.“

Peter hat ein Bild aus dem Jahr 1958 von sich selbst und anderen Pfadfindern im „Walter Reed Militärkrankenhaus“, wo radioaktive Experimente durchgeführt wurden. Im Jahr 2000 erzählte mir Peter von einigen der Experimente, einschließlich einer Reihe von Knochenbiopsien, die erfolgten, nachdem er radioaktives Material trank. Er nannte sie Gammastrahlenexperimente. Er sagt, sie verwendeten Nummern statt Namen, um ihn zu identifizieren, woran ich mich auch erinnere — eine Nummer zu bekommen. Gab es die nicht auch in den Konzentrationslagern?

Peter sagte, sie hatten bei ihm so viele Knochenbiopsien gemacht, daß die Leute anfingen, Fragen zu stellen, weshalb sie versuchten, ihn als zurückgeblieben darzustellen. Sein IQ ist 128. Ich denke, das spricht für sich. Seine Schwester Carol bekam von der Strahlung Hirnkrebs und starb. Der Arzt fand auf ihrem Gehirn eine Verkrustung und sagte ihr, sie hätte sie seit 20, 25 Jahren — zu dem Zeitpunkt wurden die Strahlungsexperimente durchgeführt.

Es ist nicht schwer, zu verstehen, wie verheerend es wäre, zu erfahren, daß Sie allein für den Zweck adoptiert wurden, ein menschliches Versuchskaninchen zu sein.

Karen Coleman Wiltshire, ein weiteres Opfer, half Peter bei einigen seiner Regierungsanfragen auf Grundlage des „Gesetzes zur Informationsfreiheit“ („Freedom of information Act“, FOIA). Sie besuchte als Vertreterin des „Beratenden Ausschusses für Opfer von Menschenexperimenten“ („Advocacy Committee for Human Experimentation Survivors“, ACHES) mehrere öffentliche Foren des Verteidigungsministeriums und sprach bei jeder Gelegenheit für die Opfer. Sie war auch eine der ganz wenigen, die in der Lage war, von der „Johns Hopkins“ ihre medizinischen Akten zu erhalten, die die Experimente an ihr beweisen.

Karens Vater arbeitete an der „Johns Hopkins“ am „Institut für Angewandte Physik“ („Johns Hopkins University Applied Physics Laboratory“). Sie erhielt ihren Dateien durch pure Beharrlichkeit, Hilfe vom Allmächtigen, und einen Fehler einer Schreiberkraft, die die Informationen nicht hätte herausgeben dürfen. Karen erzählte mir, daß sie sie in privaten Krankenwagen, militärischen Fahrzeugen und gelben Schulbussen in militärische und staatliche Labore in Washington, Maryland und Virginia transportierten. Sie sagte, die Experimente an ihr fanden von 1961 bis 1970 statt. Karen erzählte mir, daß sie der „Johns Hopkins“ im „Harriet Lane Heim für behinderte Kinder“ („Harriet Lane Home for Invalid Children“) untergebracht war, wo es Stationen mit Kindern gab. Ihren Eltern sei gesagt worden, sie werde wegen einem Herzfehler behandelt. Sie sagte, wenn sie zu Besuch kamen, wurde sie mit ihrem Hab und Gut in einen privaten Raum gebracht, damit es scheint, als ob sie schon immer dort gewesen wäre. Wenn ihre Eltern gingen, so sagte sie, brachten sie sie auf die Station, wo sie LSD-, Elektroschock- und andere seltsame Experimente machten. Sie erklärte, eines von ihnen diente dazu, durch verschiedene Foltermethoden und andere Techniken Emotionen und Gefühle zu beseitigen. Das klingt sehr ähnlich wie die Technik der Bewußtseinskontrolle, die an mir durch die CIA und andere Zweige der Regierung eingesetzt wurde.

Dies ist eine Kopie der Einverständniserklärung für Karens Transport zum „Walter Reed Medical Center“ in Washington D.C. Darin heißt es unter anderem: „Ich verstehe, daß die obige Patientin als Patientin des ‚Forschungsinstitutes für Kinderchirurgie‘ (‚Pediatric Clinical Research Unit‘) an einem Forschungsprogramm teilnimmt, das ihre Anwesenheit im ‚Walter Reed Army Medical Center‘ erfordert, und daß eine Reihe von Besuchen in ‚Walter Reed Army Medical Center‘ notwendig sind, um ein solches Programm zu absolvieren.“

Karen spornte mich an, durch Anfragen auf Grundlage des „Gesetzes zur Informationsfreiheit“ Informationen zu erhalten, die mir helfen sollten, meine Erinnerungen zu validieren. Sie hämmerte beharrlich an Türen, um die Wahrheit zu erfahren, besonders als sie herausfand, daß es so viele andere Kinder gab, die als menschliche Versuchskaninchen verwendet wurden. Das Energieministerium (Department of Energy) hätte ihr zwar gesagt, sie wäre die einzige, Pentagon-Quellen hätten ihr aber persönlich gesagt, daß sie „nicht wollen, daß unsere Geschichten herauskommen, um jeden Preis. Der Plan war, ein paar Opfer symbolisch auszuzahlen und den Rest auszublasen (blow off)“. Karen erlebte nicht, daß irgendjemand von uns eine Validierung oder Rechtfertigung erhielt.

Am 5. April 1999 machte Karen im Namen von ACHES eine Präsentation mit dem Titel ETHICS vor der Bioethik-Gruppe des „National Institute of Health“. Sie starb am 23. April 1999, nach intensiven Untersuchungen von Experimenten an Menschen durch das Verteidigungsministerium. Es melden sich immer mehr Kinderopfer. Ich bekomme wöchentlich E-Mails von ihnen und ihren Ärzten, mehr als zwei Jahre nach meiner Buchveröffentlichung. Für die Erinnerungen und Traumata, an die sie sich erinnern, suchen sie Informationen und Validierung. Manche wollen sich einfach nur bedanken. Bis sie mein Buch lasen, dachten sie, sie wären allein und verrückt. (Anm.: Selbstverständlich findet der basisdemokratische Informationsdachverband Wikipedia keine Spur von Carol Rutz oder Karen Coleman Wiltshire; dabei war Carol Rutz sogar in den Nachrichten — siehe THE AUSTRALIAN: „Agency’s Strangeloves Altered Mind of a Girl Aged 4“)

Nachdem ich ein klares Muster von Kindern aufgezeigt habe, die als menschliche Versuchskaninchen benutzt werden, möchte ich Ihnen nun meine eigene Suche nach der Wahrheit mitteilen.

Ich fing erst an, die Regierungsprogrammierung zu durchbrechen, als ich in mein Leben sehr viel Stabilität gebracht hatte, als ich von der Fokussierung auf das Trauma meiner Kindheit im Leben im Hier und Jetzt landete. Ich habe gelernt, gefaßt und gefestigt zu bleiben und die alten dissoziativen Bewältigungsstrategien hinter mir zu lassen. Als ich anfing, diese “Anderen“ zu entdecken, die von Männern unserer Regierung programmiert worden waren, begann eine ganz neue Reise. Mein Buch beschreibt diese Reise. Als Opfer des CIA-Programms MKULTRA machte ich mich auf die Suche, um einige der Experimente zu dokumentieren, von denen ich im Alter von vier Jahren ein Teil wurde.

Durch eine Reihe von Anfragen auf Grundlage des „Gesetzes zur Informationsfreiheit“ an verschiedene Abteilungen der Regierung und gründliche Recherchen habe ich eine unglaubliche Menge an Material gesammelt, von dem ich das Gefühl habe, daß es meine persönlichen Erfahrungen bestätigt. Die CIA kaufte meine Dienste im Jahr 1952 von meinem Großvater. Er verlud mich mit meinem kleinen Koffer, während meine Mutter meine jüngere Schwester gebar. An diesem Tag wurde ich nach Detroit gefahren, wo ich ein Flugzeug nach New York bestieg, zu einer von der CIA finanzierten Anlage für verdeckte Experimente. Meine erste Reise mit einem Flugzeug endete in einem Albtraum, der mich die nächsten 45 Jahre verfolgen sollte.

Im Laufe der nächsten 12 Jahre wurde ich auf verschiedene Arten getestet und trainiert. Die Programmierung, die mir von der CIA angetan wurde, sollte meine Persönlichkeit spalten und versklaven. Sie war traumabasiert, mit Dingen wie Elektroschocks, Drogen und sensorischer Deprivation. Später war das Trauma nicht notwendig, nur Hypnose, die mit implantierten Triggern erreicht wurde und gelegentlichen Einstellungen (tune-ups), die auf der „Wright Patterson Air Force Base“ nicht weit von meinem Zuhause stattfanden. (Anm.: Es gibt ein US-Patent mit der Nummer 4.858.612 zum Hören von Stimmen, womöglich könnte mit solchen winzigen Vorrichtungen herumexperimentiert worden sein)

Ich wurde ein menschliches Experiment — ein Teil ihrer Suche nach einem Weg, den Geist eines Menschen zu kontrollieren. Im Verlauf dieser Experimente schufen sie „Andere“, die tun, was immer sie befehlen — der Begriff „Manchurian Kandidaten“ ist angemessen.

In einem Dokument vom 21. November 1951, ca. 7 Monate vor der Zeit, als zum ersten Mal an mir experimentiert wurde, schlug die CIA ein drei- bis fünfjähriges externes Forschungsprojekt vor, um nach besonders begabten Individuen zu suchen, die bei einem Außersinnlichkeitstest (ESP test) sowohl perfekte und breit gestreute Leistungen zeigen. Da ich mediale Fähigkeiten anzeigte, trainierten sie eine „Andere“, die diese Fähigkeiten in einer Weise verwenden sollte, von der sie hofften, daß es der Agentur zugute kommt.

Die CIA sorgte dafür, daß dieses Projekt nie bekannt gemacht werden würde. In dem Dokument heißt es:

„Es wäre notwendig, bei der gründlichen Verschleierung des Unternehmens überaus vorsichtig zu sein. Ich würde nicht wollen, daß irgendjemand hier in der [Worte gelöscht] davon erfährt, außer [Namen gelöscht] und ich selbst … Benötigte Mittel für die Unterstützung der Arbeit würden keine Kennzeichnung führen und keine Fragen aufwerfen.“ (Anm.: Sie finden das komplette CIA-Memorandum, das 1981 freigegeben wurde, wenn Sie in dem Text von Martin Ebon die Zeile „OUTLINE OF 1952 CIA PROJECT ON ESP“ suchen.)

Hier sehen wir deutlich die Abschottung und Geheimhaltung dieser Experimente.

In seinem Buch „Bluebird: Die absichtliche Schaffung einer multiplen Persönlichkeit durch Psychiater“ („Bluebird: Deliberate Creation of Multiple Personality by Psychiatrists“) dokumentiert Dr. Colin Ross jene Ärzte, die unter MKULTRA-Regierungsverträgen daran arbeiteten, den Geist zu brechen und neu aufzubauen. Diese Ärzte, und ich verwende diesen Begriff ungenau, suchten Kinder, die die Fähigkeit hatten, sich für ihre Projekte von der Realität zu trennen. Ich war genau richtig.

In einem sehr ergreifenden freigegebenen Dokument von 1954 heißt es:

„Durchzuführende Untersuchungen — praktisch, nicht theoretisch. Die Natur dieser Untersuchungen beinhaltet 20 spezifische Probleme.“

Hier sind ein paar: SI steht für Schlafinduktion, H für Hypnose.

2. Können wir bei einer unwilligen Person in einer Stunde, zwei Stunden, einem Tag, etc., einen H-Zustand induzieren, der ein solches Ausmaß hat, daß sie zu unserem Nutzen eine Handlung ausführt? (Long Range).

4. Könnten wir eine Person ergreifen und sie durch Post-H-Kontrolle innerhalb von ein oder zwei Stunden ein Flugzeug abstürzen lassen, einen Zug verunglücken lassen, etc.? (Kurze, sofortige Aktivität)

5. Können wir eine (unwillige oder sonstige) Person durch SI- und H-Techniken zwingen, lange Strecken zurückzulegen, bestimmte Handlungen zu begehen und zu uns zurückzukehren oder Dokumente oder Materialien zu bringen? Kann eine Person unter Post-H-Kontrolle erfolgreich lange Strecken zurücklegen?

7. Können wir unter allen Umständen eine totale Amnesie garantieren?

8. Können wir die Persönlichkeit einer Person „ändern“? Wie lange?

10. Können wir SI und H erkennen, indem wir SI und H anwenden (Regression)?

12. Können wir ein System entwickeln, um unwillige Personen zu willigen Agenten zu machen und die Kontrolle dann auf untrainierte Agenten im Außendienst zu übertragen, indem Codes oder identifizierende Zeichen oder Schriftzeugnisse verwendet werden?

13. Wie lange können wir eine Post-H-Suggestion ohne Verstärkung aufrechterhalten?

20. Können wir, während eine Person unter SI- und H-Kontrolle steht, ihr eine Karte zeigen und sie darauf auf bestimmte Gegenstände, Orte, etc., zeigen lassen? Können wir sie auch detaillierte Zeichnungen, Skizzen, Pläne machen lassen? Könnte irgendetwas des oben Erwähnten im Außendienst und in sehr kurzer Zeit durchgeführt werden?

In einem weiteren CIA-Dokument aus dem Jahr 1951 heißt es: „Unsere Arbeit und die Arbeit von anderen zeigt, daß es es sehr wahrscheinlich ist, daß der Nutzung unserer Technik in der Regel eine vollständige Amnesie oder eine fast vollständige Amnesie folgen wird.“

Viele der an mir durchgeführten Experimente wurden gemacht, um außersinnliche Wahrnehmung, Fernwahrnehmung, und die Energie des Geistes zu verstärken und zu benutzen. Die durch unsere Regierung in mir geschaffenan „Anderen“ waren mehrere verschiedene Typen. Eine wurde trainiert, um das „Rote Feuer“ zu nutzen. Das Rote Feuer (Red Fire) war die Energie, die ich während eines Traumas wegräumte (stored away), den Haß und die Angst, die sich im Laufe der Jahre jedesmal ansammelte, wenn ich angegriffen wurde, wenn an mir experimentiert wurde, usw. Ich wurde gelehrt, auf diese Energie zuzugreifen und sie zu verwenden, um psychisch zu töten. Wenn Sie denken, dieses psychische Töten klingt weit hergeholt, wird es Sie vielleicht interessieren, daß die Sowjetunion bereits in den sechziger Jahren Geld und Ressourcen in die Untersuchung von außersinnlicher Wahrnehmung und Psychokinese steckte, Phänomene, die von Forschern auf dem Gebiet insgesamt als „Psi“ bezeichnet werden. Ein Großteil dieser Psi-Forschung erfolgte unter dem sowjetischen Militär und dem KGB. Darüber hinaus untersuchte die Rote Armee Rekruten auf mediale Fähigkeiten und pumpte talentierte Personen mit gefährlichen Drogen voll, um Psi-Zustände zu fördern. In Experimenten zu Psychokinese oder „Fernbeeinflussung“ versuchten Personen, die Herzen von kleinen Tieren anzuhalten oder konzentrierten sich auf ausländische Politiker, bestrahlten sie mit „negativen Psi-Partikeln“.

Sowjetische und tschechische Wissenschaftlern sollen an elektromagnetischen Geräten gearbeitet haben, die Schlaganfälle oder Herzinfarkte verursachen würden, und es wurde sogar gemunkelt, daß sie einen „psychotronischen Generator“ perfektioniert hätten, der über große Entfernungen das Bewußtsein der Menschen zerhacken könnte.

Ein freigegebener Bericht des „US-Geheimdienstes der Armee“ (“Defense Intelligence Agency“) aus dem Jahr 1972 äußerte Bedenken, daß „sowjetische Anstrengungen auf dem Gebiet der PSI-Forschung sie früher oder später befähigen könnte, etwas von folgendem zu tun: (a) Wissen über die Inhalte streng geheimer US-Dokumente, über die Bewegungen unserer Truppen und Schiffe sowie die Lage und Beschaffenheit unserer militärischen Anlagen (b) Die Gedanken der wichtigsten US-Militärs und zivilen Führer aus der Ferne formen (c) Aus der Ferne den sofortigen Tod von irgendeinem US-Beamten verursachen (d) Aus der Ferne US-militärische Ausrüstung aller Art deaktivieren, einschließlich Satelliten.“

Alles, was ich sagen kann, ist, daß wir wohl nicht alle freigegebenen Dokumente über das haben, woran die USA arbeiten, aber wir können sicher sein, daß sie es ihren russischen Amtskollegen gleichtaten, nur daß ein großer Teil davon an kleinen Kindern getan wurde.

Eine meiner kindlichen „Anderen“ wurde sexuell trainiert, um mächtige Männer zu kompromittieren, so daß sie zu einem späteren Zeitpunkt erpreßt werden könnten. Einer weiteren wurde gesagt, es sei ein Roboter zum Speichern von Informationen. Viele Opfer sprechen von ähnlichen Arten der Programmierung.

Alpha ist die allgemeine Programmierung innerhalb der Kontroll-Persönlichkeit.

Beta ist sexuelle Programmierung, das heißt Kinderpornographie, Prostitution und sexuelles Training zum Nutzen von einem Betreuer (handler) für eine Erpressung oder den persönlichen Gebrauch. Diese Programmierung eliminiert im Opfer alle gelernten moralischen Überzeugungen, so daß die Funktion ohne Hemmung durchgeführt werden kann.

Delta ist ein trainierter Killer, ein schlafender Attentäter. Delta-Opfer empfinden keine Angst und sind in der Anwendung spezieller Waffen und alternativer Beseitigungsmethoden trainiert worden. Sirhan Sirhan hatte nach der Ermordung von Robert Kennedy eine totale Amnesie, doch unter Hypnose erinnerte er sich daran. Sirhans Anwalt sagt, sein Mandant wurde zu Kennedys Ermordung von Agenten der Regierung programmiert, die den Krieg in Vietnam verlängern wollten.

Theta ist mediale Tötung, wie das Training, an dem ich beteiligt war. Die meisten Opfer mit Theta-Programmierung haben in ihrem alltäglichen Leben außersinnliche Wahrnehmungen, deren Anzahl ungewöhnlich hoch ist. Viele trainieren sogar alternative Heilmethoden, bevor sie die Theta-Programmierung entdecken. Es scheint ein Weg für die dominante Persönlichkeit zu sein, ihre Energie auf eine positive heilende Weise zu verwenden, was die negative Verwendung dieser gleichen Energie kompensiert.

Omega-Programmierung dient der Selbstzerstörung, die für den Fall installiert wurde, daß sich ein Opfer erinnern würde. Es wurde benutzt, um sie zu hindern, an die Öffentlichkeit zu gehen. Programmierung zur Selbstzerstörung ist allgemein mit Delta-Anschlags-Programmierung verbunden, falls das Opfer gefaßt wird.

Ein Opfer schrieb mir kürzlich folgendes: „Es war schrecklich, sich an solche Ereignisse und Menschen zu erinnern. Es gibt kein öffentliches Bewußtsein, es gibt niemanden, an den Sie sich mit Ihren Erinnerungen wenden können, und wenn Ihre Regierung ihr Feind ist, spüren Sie, daß Sie die Erinnerungen im Innern halten müssen.“

Bücher, die von Opfern dieser Programme geschrieben wurden, erzählen, welche Schrecken sie während ihres Trainings ertragen mußten. Viele dieser Opfer haben ihre Erinnerungen durchgearbeitet, sich mit ihrer Programmierung beschäftigt und sind frei von solchen Auslösern. Wie viele sind noch „Schläfer“, auf die der Anruf ihres Betreuers wartet?

Eine zehn Jahre lang im Verborgenen durchgeführte Studie wurde die Grundlage für die Experimente zu außersinnlicher Wahrnehmung unter MKULTRA-Teilprojekt 136. Eines der Dokumente wies ausdrücklich darauf hin, daß „experimentelle Untersuchungen einiger besonders begabter Probanden durchgeführt würden und daß eine besondere Aufmerksamkeit den dissoziativen Zuständen gewidmet wird, die spontane Erlebnisse außersinnlicher Wahrnehmung tendenziell begleiten. Solche Zustände können mit Hypnose und Drogen zum Teil induziert und gesteuert werden … Die in der Studie verwendeten Daten werden von speziellen Gruppen wie Psychotikern, Kindern und Medien gewonnen … “

In dem Dokument heißt es weiter: „Es werden Lernstudien eingeleitet, in denen der Proband für seine Gesamtleistung belohnt oder bestraft wird und dabei auf verschiedene Weise bestärkt wird, indem ihm gesagt wird, ob er recht hatte, indem ihm gesagt wird, was das Ziel war, mithilfe von Elektroschocks etc.“ Und weiter: „In anderen Fällen werden Drogen und psychologische Tricks benutzt, um seine Haltung zu ändern. Die Experimentatoren werden sich besonders für dissoziative Zustände interessieren, und es wird ein Versuch unternommen, durch Hypnose eine Reihe von Zuständen dieser Art zu induzieren.“

Mein Herz blieb fast stehen, als ich dies las. Es beschrieb genau, was ich in Erinnerung und im Buch aufgezeichnet hatte, als ich im Jahr 1952 mit vier Jahren aus dem Zuhause meines Großvaters genommen wurde.

In den ersten Tagen meiner Experimente verwendeten sie ein Wahrheitsserum sowie Elektroschocks, um die „Anderen“, die derzeit in mir waren, zu identifizieren. Sie verwendeten Visualisierungstechniken, um „Andere“ für ihre eigenen üblen Zwecke zu schaffen. Die gleichen Techniken habe ich später verwendet, um ihre Programmierung rückgängig zu machen.

In meinem Körper gab es zwei Länder mit „Anderen“, zu deren Trennung das Unendlichkeitszeichen, eine auf der Seite liegende Acht, verwendet wurde. Eine Seite meines Körpers enthielt Nimmerland (Neverland) und die andere Seite Schattenland (Shadowland). Meine „Andere“ im Babyalter, die vorsprachlich war, steckte in Nimmerland, wo sie niemals erwachsen wurde, wie Peter Pan.

Sidney Gottlieb (Anm.: geb. Joseph Scheider), operativer Leiter des Technischen Dienstes (Directorate of Operations of the Technical Services Staff, TSS) der CIA, war für deren Verhaltensprogramm unter MKULTRA verantwortlich und hielt diesen Teil und gab ihm die Flasche und er band den Teil mit dem Baby an sich und schuf eine interne Dichotomie, wobei ich dachte, daß die Ernährung von ihm abhing — Essen, Trinken, Liebe usw.

Dem Baby und der „Anderen“ im Schattenland wurde gesagt, sie würden das ewige Leben haben, wenn die „Andere“ im Schattenland die Missionen ausführt, die ihr gegeben wurden. Dieser Teil hatte mediale Fähigkeiten und wurde trainiert, das „Rote Feuer“ zu verwenden, um in „Zielen“ Schläge und Aneurysmen zu bewirken. Wie Sie sehen können, hielt ein Land das Baby und ein anderes die „Andere“ mit der „Gewalt“. Die Programmierer hatten Codes, um auf den Teil mit dem Baby zuzugreifen, und Sie mußten diese Reihenfolge durchlaufen, erst das Baby, dann die Codes, um auf die „Andere“ zuzugreifen, die das rote Feuer verwendete. Es war ein geniales System zur Sicherheit, da das Baby durch „Maslows Theorie“ total süchtig nach diesen Programmierern war und wenn der Körper gefangen wurde, gab es keine Möglichkeit, daß sie jemals zu dem Teil gelangen würden, der für Missionen eingesetzt wurde. Das Unendlichkeitssymbol wurde auf eine Tafel gemalt und durch Hypnose wiederholt verstärkt, bis alle Systeme fest verriegelt waren. Ich hoffe, das ergibt einen Sinn.

Egal, bei welchem Experiment er mich zu einem Teil machen sollte, ich würde den Mann lieben und ihm treu bleiben, den meine „Andere“ im Babyalter als alleinigen Lieferant der Grundlagen von Leben, Nahrung und Liebe betrachtete. Als er 1999 starb, begann meine Programmierung sofort, sich zu verschlechtern. Die gegensätzlichen Gefühle von Liebe und Haß für diesen Menschen waren sehr schwierig zu handhaben. Ein Teil von mir liebte ihn wie einen Vater und andere Teile von mir empfanden Haß und Verachtung.

Im Alter von 12 Jahren wurde mir Curare verabreicht und ich wurde einer sensorischen Deprivation in einer Kiste voller Schlangen unterzogen. Dann fanden am „Montreal Neurological Institute“ der „McGill University“ die Verfahren statt, die Sie sehen. Der McGill-Campus beheimatete auch das „Allen Memorial Institute of Psychiatry“, wo die CIA von Dr. Ewen Cameron durchgeführte Bewußtseinskontroll-Experimente an ahnungslosen Kanadiern finanzierte. Mehrere seiner Opfer verklagten später die US-Regierung und gewannen nach einem langen Kampf vor Gericht. (Anm.: Siehe „1957-1961, Canada: MKULTRA Experiments in Montreal“ und „The Tragedy of Dr. D. Ewen Cameron“)

Der Grund für diese Zeichnung ist, daß ich zeigen will, wie Informationen selbst durch extreme Trauma im Bewußtsein bleiben.

Bevor ich Bilder von tatsächlichen Maschinen fand, machte ich diese Zeichnung.

Meine Zeichnung ist eine von Dr. Wilder Penfield in Montreal in Kanada durchgeführte stereotaktische Hirnoperation. Eine Krankenschwester, die in Montreal arbeitete, trat kürzlich auf einer Konferenz, auf der ich sprach, an mich heran. Sie sah in den 1960er Jahren Kinder, die regelmäßig zwischen dem „Allen Memorial Institute“ und dem „Montreal Neurological Institute“ hin und her pendelten. Die Eltern dieser Kinder hatten wegen deren Epilepsie ihre Zustimmung zur stereotaktischen Operation gegeben. Ihnen wurden nie gesagt, daß Karten der Gehirne ihrer Kinder erstellt werden würden.

Während der Experimente an mir wurden Elektroden in Führungshülsen eingeschoben, und mein Gehirn wurde sondiert, während jemand im Raum aufzeichnete, was gesagt wurde. Dr. Penfield erklärte ihnen, mein Gehirn wäre wie ein Tonbandgerät und er bräuchte mich nur in eine andere Zeit zurückversetzen. Er tat dies, indem er verschiedene Stellen in meinem Gehirn berührte. Sie zeichneten die von Bildern in meiner Vergangenheit induzierten Erinnerungen auf und später verwendete Sidney Gottlieb sie für zukünftige Programmierungssitzungen. Kürzlich entdeckte ich, daß die Sowjets in den 1960er und den 1970er Jahren feststellten, daß sie ihre Fernwahrnehmer durch einen Strom mit niedriger Spannung, der von der Vorderseite des Gehirns zur Rückseite fließt, in den Delta-Zustand versetzen können. Sie gingen davon aus, daß Delta mit diesem künstlichen Mittel die Tür zu telepathischer Beeinflussung, Telekinese und Ferntötung sei.

Die erwachsenen Opfer von diesen Bildern der Experimente des Energieministeriums, die während der 1950er und 1960er Jahre gemacht wurden, haben mir geschrieben. Beide wurden auch in anderen MKULTRA-Experimenten benutzt. Obwohl die CIA den Einsatz von Kindern abstreitet, sind dies Beispiele aus einigen weiteren Beweisstücken.

Dies ist ein Positronen-Emissions-Detektor, etwa von 1962. Es handelt sich um eine frühe Version der Positronen-Emissions-Tomographie. Das heutige Verfahren erzeugt Bilder, wie lebende Gehirnzellen arbeiten, um Erinnerungen abzurufen und Wörter zu bilden — kurz gesagt, die Physik des Denkens.

Meine Zeichnung zeigt, wie jede „Andere“ programmiert wurde. Es gab nachweisbare Energieblitze und eine Aufnahme versicherte den Ärzten, daß sie tatsächlich mit verschiedenen Teilen meiner Persönlichkeit arbeiten, getrennt und abseits von dem Ich, das sie irgendwann wieder erweckten.

In den 1980er Jahren arbeitete Ft. Meade an Stargate, einem Fernwahrnehmungsprojekt, das binaurale Schwebungstöne nutzte, um über Kopfhörer die Hirnströme zu ändern. Es wurde festgestellt, daß ein Hemi-Sync-Gerät, das zwei unterschiedliche Frequenzen in jedes Ohr spielte, veränderte Bewußtseinszustände erzeugt. Vielleicht wurde die Technologie, die sie verwendeten, aus diesen Experimenten abgeleitet, die sie in den 1960er Jahren an Menschen wie mir durchführten. (Anm.: Wäre es nicht lustig, wenn die CIA die Bevölkerung nicht nur nutzen würde, um Drogen zu testen, sondern auch Geräte, am besten auf freiwilliger Basis? Die Antwort auf diese rhetorische Frage lautet: Warum sollte das „Monroe Institute“ die CIA beraten? Ach ja, noch etwas: Robert Monroes Vater, James Monroe, arbeitete für die „Human Ecology Society“, eine CIA-Tarnfirma.)

Unten ist eine portable EKT-Einheit (ect-unit — Anm.: ect steht für electroconvulsive therapy, Elektroschocktherapie; heute Elektrokrampftherapie), mit dem viele Überlebende eine tiefere und intimere Bekanntschaft machten.

Ich bin sicher, Sie finden es moralisch verwerflich und schwer begreiflich, wie jemand auch nur erwägen könnte, für diese Untersuchungen Kinder zu benutzen. Ich bin nur eines der vielen Kinder, die der CIA als Versuchspersonen dienten. Als ich zurückforderte, was mir als Kind genommen wurde, machte ich die Erfahrung, daß die Demütigung, Schuld und Herabsetzung, die auf meinen Schultern lastete, ihnen gehörte — nicht mir.

Winston Churchill sagte,

„Gelegentlich stolpern die Menschen über eine Wahrheit, aber sie richten sich auf und gehen weiter, als sei nichts geschehen.“

Arthur Schopenhauer sagte:

„Alle Wahrheit durchläuft drei Stufen. Zuerst wird sie verspottet. Dann wird sie bekämpft. Und schließlich wird sie als selbstverständlich angenommen.“

Die Menschen, die diese Experimente durchführten, glaubten, unsere Programmierung würde nie brechen, und wenn doch, zählten sie auf die wahnsinnig klingende Natur dieser Experimente, um jegliche Opfer, die die Wahrheit sagten, völlig zu diskreditieren. Was sie nie voraussehen konnten, war die unbeugsame Kämpfernatur, die sie vielleicht selbst geschaffen hatten. Die Notwendigkeit, die Wahrheit zu finden und aufzudecken, war viel größer als die Angst, die sie verwendeten, um mich zu kontrollieren.

Ich bin weder auf der Suche nach Berühmtheit noch etwas Besonderes. Ich bin nur eines der vielen Kinder des Kalten Krieges, die einer Gruppe verabscheuungswürdiger Menschen als Laborratten dienten. Hier meine gesamte Lebensgeschichte zu wiederholen, würde weder die Zeit erlauben, noch Ihr Magen aushalten. Informationen über die Menschen in der „Schattenregierung“ und den Import und die Verwendung von Nazis sowie Dokumentationen über biologische, chemische und Strahlenexperimente gibt es in meinem Buch „A Nation Betrayed“.

Ohne diese freigegebenen Dokumente würde meine Geschichte nur wie Science Fiction klingen. In den drei Jahren, die ich brauchte, um „A Nation Betrayed“ zu schreiben, ging ich durch Tränen, manchmal hatte ich das Gefühl, darin zu ertrinken. Die Emotionen der Hunderttausenden von Opfern dieses Albtraums des Kalten Krieges verfolgen mich noch immer. Ich hoffe, dieses Buch wird in den kommenden Jahrzehnten auch weiterhin für die stillen Massen sprechen.

Die Wahrheit kann uns die Freiheit bringen!

Vielen Dank!

Hier finden Sie den Originalartikel, Carol Rutz’s Lecture at Indiana University in November 2003.

Hier finden Sie Artikelsammlungen:

www.stopritualabuse.webs.com
www.letsrollforums.com
www.mcawareness.livejournal.com


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