91 Millionen Dollar für Radwege

BREITBART / REBEL PUNDIT über nachhaltiges Verkehrs-Chaos.

(Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, was Radwege auf der Fahrspur für Autos sollen?)

Occupy Chicagos Spitzname für Chicagos berühmt-berüchtigten Bürgermeister Rahm Emanuel, „Bürgermeister 1%“, paßt besser denn je — allerdings aus Gründen, die nicht in die typische Erzählweise der selbsternannten „99 Prozent“ passen. Rahm Emanuels Plan, Millionen für die 1% Prozent auszugeben, wird den Applaus der Occupy-„Umweltschützer“ bekommen.

Die 91 Millionen Dollar werden ausgegeben, um der Stadt Chicago in den nächsten acht Jahren etwa 1050 km (650 miles) neuer geschützter Radwege zu geben. Dies, so Bürgermeister Emanuel, schafft mehr „Auswahl an Transportmöglichkeiten“ („transportation choices“) und hilft der Stadt bei Unternehmensgründungen.

Ironischerweise zwingt das Projekt die Gegenfahrbahnen des Kfz-Verkehrs viel enger zusammen, obwohl ein weiterer erklärter Grund für die neuen Radwege die Sicherheit ist. Die Radwege, die normalerweise nur gemalte Spuren sind, die mit dem Kfz-Verkehr verlaufen, werden nun neben dem Bürgersteig verlaufen, mit fest installierten Pylonen, die sie vor parkenden Autos schützen. Dies verschiebt wiederum auch die Parkstreifen näher an den fließenden Verkehr, da der gesamte Raum für die Fahrspur viel enger ist, denn für die bidirektionalen Radwege werden auf jeder Seite der Straße etwa 2,1 Meter (7 feet) Straßenraum entfernt.

Derzeit pendeln nur 1,3 Prozent der Chicagoer mit dem Fahrrad, eine Zahl, die laut „Chicago Vorwärts: Aktionsagenda des Verkehrsministeriums“ („Chicago Forward: CDOT Action Agenda“) viel höher sein muß.

Etwas mehr als 1% der Chicago Pendler entscheiden sich für das Fahrrad. Während sich diese Zahl in jedem der letzten zwei Jahrzehnte fast verdoppelt hat, ist sie immer noch kleiner als die beneidenswerten 6% in Portland, Oregon oder die 4,5% im kalten Minneapolis. Selbst im Zentrum der Stadt finden nur 2% aller Fahrten — Besorgungen, Mittagessen und Pendeln — mit dem Fahrrad statt. Das läßt sich steigern.

Investitionen in die richtige Infrastruktur und in sicherheitserhöhende Maßnahmen helfen, die Zahl der Chicagoer zu erhöhen, die aktive Transportmöglichkeiten wählen und so zu einer gesünderen, glücklicheren und produktiveren Bevölkerung und Stadt beizutragen.

Der Fahrradplan ist nur ein Teil einer riesigen Chicagoer Initiative für die Infrastruktur, die von der Grunderneuerung von Wassersystemen bis hin zu Straßen reicht und die Stadt Abermilliarden von Dollar kosten wird. Der Finanzierungsmechanismus des Plans, ein „öffentlich-privater-Infrastruktur-Trust“, wurde stark kritisiert, sowohl, was die Transparenz betrifft, als auch wie sich private Interessen auf das Projekt auswirken.

Emanuel verteidigte seinen Plan und seinen öffentlich-privaten Finanzierungsmechanismus gegenüber BLOOMBERG BUSINESS WEEK in einem Interview, das letzte Woche veröffentlicht wurde: „Alle Gesetze, die in den Bücher zu finden sind, werden vollständig einhalten. Alles wird total transparent sein. Jede Reform, jede Veränderung, jede Abänderung, die ich annahm, behandelte die Regierungsgewalt. Ich verstehe die Sorgen der Menschen aufgrund früherer Aktionen, an denen sie alle beteiligt waren …. Wir sind die einzige Wirtschaft, die ihre Infrastruktur immer noch auf einem sozialistischen Modell ausführt, staatseigen (a socialist model, state-owned) …. wissen Sie, daß es nördlich von uns, in Kanada, 147 verschiedene Projekte gibt, die alle öffentlich-privat sind? Es ist ein Werkzeug. Es ist nicht das Ende.“

Die Stadt steht vor einem Haushaltsdefizit in Höhe von 650 Milliarden Dollar, vor einer Krise der staatlichen Renten und vor einem drohenden Lehrerstreik. Chicago führt das Land nun als „Weltklasse-Stadt“ an, mit 500 Morden allein in diesem Jahr, aber aufgrund fehlender finanzieller Mittel gibt es einen Polizeimangel und jetzt wird die Stadt von der „Islamischen Nation“ („Nation of Islam“) patrouilliert.

Trotzdem fingen die Chicagoer Medien an, Propaganda zu betreiben, um den Plan des Bürgermeisters zu unterstützen, den Ehrgeiz des Bürgermeisters anzupreisen, die „fahrradfreundlichste Stadt“ des Landes zu werden und ihre Berichterstattung auf die Sicherheit von Fahrrädern und Fußgängern und auf mehr „Auswahl beim Reisen“ zu konzentrieren.

Sogar der Verkehrsreporter von CBS 2 CHICAGO, Kris Habermehl, sprach in seinem Bericht über die angekündigten 53 km (33 miles) an Fahrspuren, die in diesem Jahr entstehen sollen — zusammen mit einer, die ihre eigenen Verkehrssignale bekommt. Nach Habermehl „wird jede Meile etwa 140.000 Dollar kosten, aber wenn es die Fahrräder von den Autos getrennt hält, ein guter Weg, um in die City von Chicago zu kommen, warum nicht?“.

Wird sich Occupy Chicago und der Rest der liberalen linken „Kämpfer gegen Absprachen zwischen Unternehmen und Regierung“ also gegen diese Art von Partnerschaft zwischen Regierung und Unternehmen aussprechen?

Irgendetwas in meinem Bauch sagt mir: nein, wahrscheinlich nicht. Wenn die Ausgaben von Bürgermeister 1 Prozent einem anderen 1 Prozent helfen, und zwar dem 1 Prozent der Chicagoer, die zur Arbeit radeln, dann sollten — bei insgesamt 7,3 Milliarden Dollar Ausgaben für die Infrastruktur in den nächsten Jahren — 91 Millionen Dollar für Radwege helfen, sie zum Schweigen zu bringen.

Hier finden Sie den Originalartikel, Rahm to Spend $91 Million on Bike Lanes for the One Percent.

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