Jüdische Gemeinde: Neue Mißbrauchsvorwürfe

Jewel Topsfield über einen Pädo-Chabad in Melbourne.

(Ja, ich gestehe, der Titel ist nicht korrekt — die Meldung ist in Wirklichkeit 11 Monate alt)

Melbournes jüdisch-orthodoxe Jeschiwa-Gemeinde wird durch einen weiteren angeblichen Kindesmißbrauchsskandal erschüttert, da ein Jugendarbeiter wegen Sittlichkeitsdelikten verhaftet wurde.

Der ehemalige Chabad-Jugendleiter Aron Esriel Kestecher, 26, aus East St Kilda, ist in vier Fällen wegen unsittlichen Handlungen mit einem Kind im Alter von unter 16 Jahren angeklagt worden.

Kestecher, bekannt als „Ezzy“, soll vor kurzem auch als Hilfslehrer am Jeschiwa-College gearbeitet haben — die Knabenschule in East St Kilda, die im Mittelpunkt polizeilicher Ermittlungen wegen Pädophilie steht.

Die Verhaftung kommt einen Monat nachdem David Samuel Cyprys, ein Wachmann am Jeschiwa-College, wegen mehreren Fällen von Notzucht und grob unsittlichem Verhalten angeklagt wurde, nachdem er zwischen 1984 und 1991 angeblich wiederholt Knaben der Schule mißbrauchte. Als Cyprys im vergangenen Monat im Melbourner Amtsgericht erschien, warf Detective Senior Constable Lisa Metcher Mitgliedern der Jeschiwa-Gemeinde vor, die Polizei zu belügen und zu versuchen, die Anschuldigungen wegen sexuellem Mißbrauch zu vertuschen. „Sie versäumten es, die Kinder in irgendeiner Weise zu beschützen“, sagte sie vor Gericht.

Zu Beginn dieses Jahres schrieb die Polizei ehemalige Schüler des Jeschiwa-Colleges an und forderte sie auf, sich an „Crime Stoppers“ zu wenden, wenn sie zwischen 1989 und 1993 mißbraucht oder Zeuge eines Mißbrauchs wurden. Die Untersuchung wurde durch Vorwürfe veranlaßt, daß der ehemalige Lehrer am Jeschiwa-College David Kramer in den frühen 1990er Jahren aus Australien floh, nachdem Eltern klagten, daß er ihre Kinder sexuell mißbraucht hätte.

Die Schule hatte die Vorwürfe zu der Zeit nicht der Polizei gemeldet.

THE AGE versteht die Polizei von Victoria so, daß Kramer aus den Vereinigten Staaten ausgeliefert werden soll, wenn er aus dem Gefängnis entlassen wird, wo er für den Mißbrauch eines 12-jährigen Knaben in einer Synagoge in St Louis eine sieben-jährige Haftstrafe absitzt.

Früher in diesem Jahr schrieb der Rektor des Jeschiwa-Colleges, Rabbi Jehoschua Smukler, einen Brief, der jeden, dem ein Mißbrauchsfall bekannt wäre oder der einen Verdacht hätte, ermutigte, Kinderschutzdienste oder die Polizei zu kontaktieren.

„Wenn Sie bezüglich des Mißbrauchs irgendwelche Bedenken haben … kontaktieren Sie mich bitte direkt … und ich werde die zuständigen Behörden umgehend kontaktieren“, schrieb Rabbi Jehoschua Smukler.

Kestecher ist inzwischen gegen Kaution freigelassen worden und wird am 29. November im Amtsgericht Moorabbin erscheinen.

Hier finden Sie den Originalartikel, Fresh Yeshivah sex charge.

Etwa zur gleichen Zeit in New York:

New York: Missbrauchsskandal in jüdischer orthodoxer Gemeinde

83 Männer und zwei Frauen wurden wegen Verdachts auf sexuellen Missbrauch von Jugendlichen verhaftet

Eine New Yorker orthodoxe jüdische Gemeinde wird von einem Missbrauchsskandal erschüttert: 83 Männer und zwei Frauen wurden wegen Verdachts auf sexuellen Missbrauch von Jugendlichen verhaftet, weitere Verfahren wegen Pädophilie laufen noch. Dies berichtete die „Dailymail“. Seit dem Jahr 2006 haben sich 117 männliche und weibliche Opfer bei den zuständigen Behörden in New York gemeldet, davon sind 89 jünger als 17 Jahre.

Unter den Verhafteten ist der 27-jährige Andrew Goodman, der in jüdischen Wohltätigkeitsorganisationen mit benachteiligten Jugendlichen arbeitete. Er wird angeklagt, zwei orthodoxe Buben bei sich zu Hause mehrfach missbraucht zu haben. Das eine Opfer war im Alter zwischen elf und fünfzehn Jahren mit Goodman in Kontakt, das andere zwischen dreizehn und sechzehn Jahren. Goodman habe, so die Vorwürfe gegen ihn, die Jungs mit Alkohol abgefüllt, mit ihnen Kinderporno angeschaut, sie sexuell verführt und dies mit einer Webcam festgehalten. Er habe den Jugendlichen gedroht, dass sie in Lebensgefahr kämen, wenn sie ihn verrieten. Der Polizei liegen Anzeigen, Zeugenaussagen und Beweisvideos vor. Goodman sitzt derzeit in Untersuchungshaft und plädiert auf „nicht schuldig“.

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