Wahlkampfstart: Obama in leerer Arena

Alexander Marlow über Obamas erfolgreichen Wahlkampfauftakt.

Barack Obama startete seinen Wahlkampf heute unspektakulär an der Ohio State University, der größten Universität in einem umkämpften Staat. Ein Foto von Mitt Romneys Wahlkampfsprecher Ryan Williams auf Twitter zeigt eine spärliche Teilnahme. Obiges Bild wurde laut Williams während der ersten offiziellen Wahlkampfrede des Präsidenten aufgenommen.

Während der Rede verriß Obama den Republikanischen Kandidaten und sprach über den nationalen Gedanken, die berichtenswerteste Nachricht des Tages bildeten jedoch nicht Obamas Themen, sondern die Menschenmengen — oder deren Abwesenheit. Laut ABC News erwartete Obamas Wahlkampfteam einen „Überlauf“ an Menschen. Stattdessen sah die Arena halb leer aus. Der Columbus Dispatch berichtet, daß Obamas Organisatoren sogar Leute von den Sitzen auf den Boden der Halle bewegen mußten, um im Fernsehen ein größeres Publikum zu projizieren.

Laut Toledo Blade bietet der Schauplatz für Obamas Kundgebung 20.000 Sitze, doch „es gab eine Menge von leeren Sitzen“. Als Obama im Jahr 2010 für den ehemaligen Gouverneur Ted Strickland warb, holte er mit einer Menge von 35.000 vergleichsweise mehr Menschen an die Ohio State University.

Die offizielle Barack-Obama-Tumblr-Blogseite prahlt mit einer Zahl von ThinkProgress, daß 14.000 Menschen an der Veranstaltung teilnahmen — 70% der Sitzplatzkapazität des Stadions.

In einem Raum, der nicht voll ist, eine Veranstaltung zu halten, ist ein Wahlkampf-Fauxpas — den Medien eine Menge zu versprechen, die den Raum überfüllt und dann weit hinter diesem Versprechen zurückzubleiben, ist völlige Inkompetenz. Im Jahr 2008 lieferte Obama einen fast lupenreinen Wahlkampf, getragen von Begeisterung und einer effektiven Organisation. 2008 ist jedoch lange nicht mehr, und bereits am ersten Tag im 2012er-Wahlkampf hat Team Obama einen peinlichen Schnitzer hingelegt.

Hier finden Sie den Originalartikel, Obama Launches Campaign in Empty Arena.

Wie zu erwarten, werden wir langsam, wie hier (Comeback für Mister Cool) deutlich wird, mit Obamas Wahlsieg geduscht, denn schließlich ist nicht nur die Mehrzahl der Amerikaner kommunistisch, sondern wie hier (Angela Merkel will Hollande möglichst bald treffen) deutlich wird, auch die Mehrzahl der Franzosen und Deutschen.

Obamas begeisterte Fans bezeugten die Begeisterung für Obama jedenfalls durch begeistertes Gähnen:

Video: Obama Launch Rally Crowd Yawns, Picks Noses

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